Vogelgrippe erreicht großen Geflügelhalter: 70.000 Tiere vor Tötung

Gnoien (Landkreis Rostock) - Geflügelpest greift um sich! Die Vogelgrippe hat einen der größten Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern erreicht.

Mitarbeiter des Technisches Hilfswerkes und der Feuerwehr bauen auf dem Gelände eines Geflügelmastbetriebes in Rothenkirchen bei Rambin eine Dekontaminationsschleuse für Fahrzeuge und Personal auf. In der Putenmastanlage sollen 16100 Tiere getötet werden.
Mitarbeiter des Technisches Hilfswerkes und der Feuerwehr bauen auf dem Gelände eines Geflügelmastbetriebes in Rothenkirchen bei Rambin eine Dekontaminationsschleuse für Fahrzeuge und Personal auf. In der Putenmastanlage sollen 16100 Tiere getötet werden.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums am Dienstag sagte, wurde das H5N8-Virus in einem Stall der Firma bei Gnoien festgestellt.

Das Unternehmen hält in der Region rund 70.000 Legehennen an mehreren Standorten. Um die Tierseuche komplett zu bekämpfen, müssen vermutlich alle Tiere an allen Standorten "gekeult" werden, wie ein Sprecher des Landkreises Rostock am Dienstagmorgen sagte. Die Vorbereitungen seien angelaufen.

Damit sind nach Angaben von Agrarminister Till Backhaus (61, SPD) inzwischen rund 100.000 Tiere bei Nutztierhaltern im Nordosten betroffen. Es handele sich in diesem Jahr laut Experten um eine sehr aggressive Virus-Form dieser Tierseuche.

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Vorbereitungen für eine Tötung laufen auch bei einem Putenhalter in Rothenkirchen bei Rambin (Vorpommern-Rügen), wo rund 16.000 Tiere entsorgt werden sollen.

Die Tötung von ebenfalls befallenen Legehennen und Enten bei Neubukow (Landkreis Rostock) wurde in der Nacht abgeschlossen, wie der Sprecher des Kreises sagte.

Dort war ein Bestand von 3000 Hennen und 650 Enten betroffen. Backhaus hatte nach einer Beratung am Montag darauf hingewiesen, dass Tierhalter in allen Regionen mit großem Vogelzug, also an Seen und Gewässern, die Stallpflicht strengstens einhalten sollten.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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