Waldstück bei Wöbbelin fängt Feuer: A14 bleibt weiterhin gesperrt

Wöbbelin - Vorsicht ist geboten! Ein 300 mal 300 Meter großes Waldstück zwischen der Autobahn 14 und der Gemeinde Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist in Brand geraten.

Ein 300 mal 300 Meter großes Waldstück zwischen der Autobahn 14 und der Gemeinde Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist in Brand geraten.
Ein 300 mal 300 Meter großes Waldstück zwischen der Autobahn 14 und der Gemeinde Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist in Brand geraten.  © Ralf Drefin/dpa

Das Feuer brach am Freitagabend aus ungeklärter Ursache aus, wie der Sprecher des Landkreises am Samstag mitteilte.

Da das Gebiet munitionsbelastet sei, kam die Feuerwehr mit den Löscharbeiten nur schwer voran. In den Böden lägen Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg. Vereinzelt sei es während der Löscharbeiten zu Explosionen dieser Altlasten gekommen.

Um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, zogen die Einsatzkräfte den Angaben zufolge einen Ring um das Waldstück und wässerten den Boden. Das Feuer sei am Samstagmorgen unter Kontrolle gewesen. "Aktuell geht keine akute Gefahr von dem Brand aus", sagte der Sprecher.

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Mehr als 40 Kameraden von neun freiwilligen Feuerwehren der Gegend seien im Einsatz gewesen. Neben Katastrophenschutz-Einheiten des Landkreises habe auch ein Drohnentrupp aus dem Amt Boizenburg den Einsatz unterstützt.

Das Feuer erinnert an die Waldbrandkatastrophe nahe Lübtheen im selben Landkreis vor fast genau zwei Jahren. Dort standen damals knapp 1000 Hektar Wald fast eine Woche lang in Flammen. Auch dort war das Gebiet als einstiger Truppenübungsplatz munitionsbelastet.

Wie groß vor diesem Hintergrund die Nervosität jetzt war, zeigt, dass Forstminister Till Backhaus und Ludwigslust-Parchims Landrat Stefan Sternberg den SPD-Landesparteitag in Wismar am Freitagabend vorzeitig verließen und zum Brandort bei Wöbbelin eilten. Am Samstag waren beide erneut vor Ort.

A14 soll noch bis Sonntagmorgen gesperrt bleiben

Till Backhaus (SPD), Agrar- und Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, eilte bereits zum Brandort.
Till Backhaus (SPD), Agrar- und Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, eilte bereits zum Brandort.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Backhaus lobte, die Einsatzkräfte hätten die richtigen Lehren aus Lübtheen gezogen. So seien zum Beispiel frühzeitig Beregner eingesetzt worden. Dennoch sei der Bestand 100-jähriger Kiefern auf den neun Hektar wahrscheinlich zum großen Teil nicht zu retten. Die A14 soll nach seinen Worten bis Sonntag, 7 Uhr, gesperrt bleiben.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dankte in ihrer Abschlussrede auf dem Parteitag am Samstag den Feuerwehrleuten und Forstarbeitern für ihren Einsatz am Brandort. "Ich hoffe, dass wir da sicher durchkommen", sagte sie. Die Sommerhitze habe Schattenseiten.

Backhaus mahnte: "Mir ist wichtig, dass sich alle bewusst machen, wie schnell so ein Brand bei solchen Witterungsbedingungen wie derzeit entstehen kann."

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Im ganzen Land gelte Waldbrandwarnstufe vier - das bedeute hohe Gefahr. "Die meisten Brände entstehen, weil sich Menschen unvorsichtig oder unvernünftig verhalten. Deswegen meine dringende Bitte: Unterlassen Sie alles, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte."

Nach Angaben der Leitstelle Schwerin waren acht freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Der rund 1,5 Kilometer vom Brandort entfernte Ort Wöbbelin war am Freitagabend in dichten Rauch gehüllt.

Wie der Pressesprecher des Landkreises sagte, rückte das Feuer vorübergehend bis zu 400 Meter an die Autobahn heran, sodass diese gesperrt wurde.

Titelfoto: Ralf Drefin/dpa

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