Wegen Hausverbot: Frau (53) feuert Waffe in Supermarkt ab und löst Großeinsatz aus

Von Winfried Wagner

Stralsund - Mit mehreren Schüssen aus einer Pistole hat eine 53-jährige Frau am Montagabend in einem Supermarkt in Stralsund für Aufregung und einen größeren Polizeieinsatz gesorgt.

Am Montagabend hat eine 53-jährige Frau in einem Supermarkt in Stralsund mit mehreren Schüssen aus einer Pistole für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. (Symbolfoto)
Am Montagabend hat eine 53-jährige Frau in einem Supermarkt in Stralsund mit mehreren Schüssen aus einer Pistole für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. (Symbolfoto)  © 123RF/Ralf Liebhold

Verletzt wurde niemand, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag erklärte. Später habe sich herausgestellt, dass die Waffe eine Schreckschusspistole war.

Die Frau flüchtete nach den Schüssen, wurde aber von Polizisten in der Nähe gefasst. Sie habe auch noch zwei Messer bei sich gehabt.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte die 53-Jährige aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen schon mehrere Monate ein Hausverbot in dem Markt. Sie habe mehrmals "den Betriebsablauf gestört", hieß es zur Verbotsbegründung vom Betreiber.

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Am Montagabend habe sie den Netto-Marken-Discounter am Frankendamm trotzdem betreten und sei von Angestellten hinausgebeten worden. Plötzlich habe die Frau erneut im Eingangsbereich des Marktes gestanden und mit der Schreckschusswaffe in die Luft geschossen. Wie viele Kunden noch beim Einkaufen waren, sei unklar.

Die gegen 19.20 Uhr alarmierte Polizei stellte die Flüchtige in der Nähe und konnte sie mit Pfefferspray überwältigen und in Gewahrsam nehmen.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Frau am Dienstag in ein Krankenhaus gebracht. Gegen sie werde unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht und Hausfriedensbruchs ermittelt. Zum Motiv habe die Frau bisher keine Angaben gemacht.

Titelfoto: 123RF/Ralf Liebhold

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