500 Kilometer Schutzzäune: Bayern wappnet sich gegen Afrikanische Schweinepest

München - Der Ausbau der neuen Schutzzäune gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Bayern ist abgeschlossen.

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) informiert bei einem Termin über den aktuellen Stand zur Errichtung von Wildschutzzäunen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest.
Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) informiert bei einem Termin über den aktuellen Stand zur Errichtung von Wildschutzzäunen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest.  © Nicolas Armer/dpa

In den vergangenen Wochen waren die Zäune auf einer Länge von 500 Kilometern entlang der Autobahnen im Grenzgebiet zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik errichtet worden, sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Montag in München.

"Die Zäune sorgen für ein neues Sicherheitsniveau und einen bestmöglichen Schutz. Eine Einschleppung der Seuche nach Bayern muss verhindert werden."

Für das kommende Jahr sei der Ausbau entlang weiterer Autobahnen - insbesondere in Richtung Österreich - geplant.

Zunächst bleiben die Zäune an den Fahrbahnen, Brücken und Unterführungen offen, damit Menschen sie weiter passieren können. Im Seuchenfall können dort schnell und zielgerichtet sogenannte Duftzäune und Wildgatter aufgestellt werden, damit Wildschweine davon abgehalten werden, sie zu überqueren.

Material für rund 500 Kilometer solcher Zäune stehe zur Verfügung. Neben den Zäunen will der Freistaat die Schutzzonen auch stärker bejagen lassen: "Je geringer die Anzahl der Wildschweine, desto geringer ist die Gefahr, dass sich die Afrikanische Schweinepest weiter ausbreitet", sagte Glauber.

Blick durch einen wegen der Afrikanischen Schweinepest errichteten Wildschutzzaun auf die A70 bei Schweinfurt.
Blick durch einen wegen der Afrikanischen Schweinepest errichteten Wildschutzzaun auf die A70 bei Schweinfurt.  © Nicolas Armer/dpa

Die für Menschen ungefährliche Tierseuche führt bei Wild- und Hausschweinen häufig nach kurzer Krankheit zum Tod. Es gibt keine Impfstoffe dagegen. In Brandenburg und in Sachsen wurde die Tierseuche bereits nachgewiesen.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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