Corona-Teststation an der A3 vorübergehend zu, Rotes Kreuz muss einspringen

Passau - Eine Corona-Teststation an der Autobahn 3 bei Passau war in der Nacht zu Samstag vorübergehend geschlossen.

Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins hält an einem Corona-Testzentrum einen Scanner in den Händen.
Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins hält an einem Corona-Testzentrum einen Scanner in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

40 ehrenamtliche Helfer unter Leitung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sprangen ein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wie ein BRK-Sprecher mitteilte. 

Mitarbeiter des privaten Betreibers Eurofins hätten die Teststation verlassen. Die Hintergründe seien noch unklar. 

"Die Teststation war mindestens eine Stunde geschlossen", sagte der Sprecher. 

Am frühen Morgen habe Eurofins den Betrieb wieder aufgenommen.

In Bayern war es vor kurzem zu massiven Problemen bei Corona-Tests gekommen. 

Insgesamt erfuhren 44.000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert, darunter auch 949 positiv Getestete.

Update 14.50 Uhr: Grund für die Probleme waren erkrankte Mitarbeiter

Weil drei Mitarbeiter Symptome gezeigt haben, musste die Corona-Teststation an der Autobahn 3 bei Passau in der Nacht auf Samstag vorübergehend schließen. 

Es müsse erst der Verdacht auf Infektionskrankheiten abgeklärt werden, teilte das Bayerische Gesundheitsministerium mit. "Daher konnten die Betroffenen aus Sicherheitsgründen ihren Dienst nicht antreten."

Am frühen Morgen nahm der private Betreiber Eurofins den Betrieb wieder auf. "Am heutigen Samstagvormittag ist der Testbetrieb planmäßig angelaufen und läuft störungsfrei", betonte das Ministerium. Angesichts des Rückreiseverkehrs am Wochenende sei aber mit einer hohen Auslastung zu rechnen.

Unabhängig von der kurzfristigen Schließung an der Rastanlage Donautal-Ost habe das Ministerium deshalb schon am Freitag veranlasst, die Kapazitäten zu erhöhen. Die Testzentren an der A3 und an der A8 seien vom Roten Kreuz jeweils um eine Teststraße erweitert worden. "Wir werden das ganze Wochenende vor Ort sein", versprach der BRK-Sprecher.

Die Mitarbeiter von Eurofins warten nun auf das Ergebnis ihres Abstrichs, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Erst am vergangenen Montag wurde bekannt, dass sich ein Mitarbeiter der Teststation Donautal-Ost mit dem Virus infiziert hatte. Mehrere ehrenamtliche Helfer, die mit dem Mann Kontakt hatten, ließen daraufhin auch einen Abstrich nehmen und waren vorübergehend in Quarantäne.

Heimkehrer können sich kostenlos testen lassen; für Urlauber aus Risikogebieten ist ein Test bundesweit Pflicht. Bayern bot als zunächst einziges Bundesland schon seit Ende Juli kostenlose Tests für Heimkehrer auch an den Autobahnen an - anfangs noch mit freiwilligen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes. 

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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