Landtags-SPD fordert Hilfe für Äthiopien wegen Heuschreckenplage

München - Die Existenz von Viehhirten und Kleinbauern in Ostafrika wird durch Wüstenheuschrecken bedroht - daher fordert die Landtags-SPD finanzielle Unterstützung für das bayerische Partnerland Äthiopien.

Fordert Solidarität: SPD-Abgeordneter Markus Rinderspacher (50).
Fordert Solidarität: SPD-Abgeordneter Markus Rinderspacher (50).  © Matthias Balk/dpa

Die Oppositionsfraktion will, dass die Staatsregierung eine Million Euro für die Bekämpfung der Heuschreckenplage bereitstellt, wie aus dem entsprechenden Antrag hervorgeht.

"Ostafrika leidet schon heute wegen Dürren, Konflikten und hohen Lebensmittelpreisen unter Hunger", sagte der SPD-Abgeordnete Markus Rinderspacher. 

Nun bedrohe die Heuschreckenplage die Existenzgrundlage von mindestens 13 Millionen Menschen. "Bayern kann einen Beitrag zur Stabilität und Entwicklung leisten."

Der Freistaat habe als Partnerland eine besondere Verantwortung für Äthiopien übernommen, heißt es in dem Antrag. 

Seit Monaten herrscht eine Plage - und die nächste ist unterwegs

Wüstenheuschrecken fressen in Ostafrika die Felder kahl.
Wüstenheuschrecken fressen in Ostafrika die Felder kahl.  © Zhang Yu/Xinhua/dpa

Der Gedanke der Solidarität mit den bayerischen Partnerländern solle auch in Zeiten der Coronakrise fortgesetzt werden, meinte Rinderspacher.

Seit Monaten fallen Wüstenheuschrecken über ganze Landstriche in Ostafrika her und fressen die Felder kahl. Kenia, Äthiopien und Somalia sind am meisten betroffen. 

Ein Schwarm von etwa einem Quadratkilometer kann laut der UN-Landwirtschaftsorganisation an einem Tag potenziell so viel vertilgen wie 35.000 Menschen. 

Nach einer ersten Welle des Heuschrecken-Befalls steht nun eine zweite an, kurz vor der wichtigsten Erntezeit des Jahres.

Titelfoto: Montage: dpa (Zhang Yu/Xinhua + Matthias Balk)

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