Arzt mit über 6000 Euro Gehalt? So ergaunerte sich ein 21-Jähriger einen Mietvertrag

Nürnberg - Um eine Wohnung zu bekommen, scheinen manche potenziellen Mieter besonders kuriose Wege zu wählen. In Nürnberg machte sich ein 21-Jähriger darum selbst zum Internisten.

Die Polizei deckte auf, dass einige Dokumente des angeblichen Arztes Fälschungen waren. (Symbolbild)
Die Polizei deckte auf, dass einige Dokumente des angeblichen Arztes Fälschungen waren. (Symbolbild)  © 123rf/foottoo

Laut den Dokumenten, die er bei einer Wohnungsbesichtigung vorlegte, sollte der junge Mann Arzt in einem Krankenhaus sein.

In dem von ihm mitgebrachten Arbeitsvertrag stand ein Gehalt von mehr als 6000 Euro. Nachdem er den Zuschlag erhalten hatte, bezog er entsprechend die Wohnung am Montag.

Allerdings wurde der Vermieter misstrauisch und recherchierte selbst noch einmal gründlich nach. Dabei kam heraus, dass der Mann gar nicht in dem angegebenen Krankenhaus arbeitet. 

Der Vermieter informierte daraufhin die Polizei.

"Im Verlauf der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem angeblichen Arbeitsvertrag um eine Totalfälschung handelte. Zudem ist der 21-Jährige bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte aufgetreten und kann keinen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen", teilte die Polizei am Freitag mit.

"Der Mann muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Einmietbetrugs, der Urkundenfälschung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und des Missbrauchs von Titeln verantworten." Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Titelfoto: 123rf/foottoo

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