"Donaulied"-Gegner in den Startlöchern: Das sind die Pläne für 2021

Passau - Eine Initiative aus Passau macht sich seit dem Frühjahr gegen das Spielen des Donauliedes in Bierzelten stark.

Die Aktivisten gegen das "Donaulied" wollen 2021 nicht nachlassen. (Archiv)
Die Aktivisten gegen das "Donaulied" wollen 2021 nicht nachlassen. (Archiv)  © S.Rivinus/Petition gegen Donaulied/dpa

Auch im kommenden Jahr wollten sie ihr Engagement fortsetzen, teilte Sprecherin Corinna Schütz am Dienstag mit.

Mit einer Online-Petition hatte die Gruppe, die zunächst vor allem aus Studenten bestand, mehr als 36.000 Unterstützer in ganz Deutschland gefunden.

Jüngst hätten sie eine Förderungszusage durch das EU-Solidaritätskorps erhalten und seien somit als europäisches Solidaritätsprojekt anerkannt worden.

Was die Gruppe am Donaulied stört, ist die nach ihrer Ansicht ebenso offensichtliche wie verharmlosende Darstellung der Vergewaltigung eines Mädchens.

In einer weit verbreiteten Version des Liedes heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala, für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala".

Im kommenden Jahr soll die Petition im bayerischen Landtag diskutiert werden, erklärte Schütz. Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (59, SPD) hatte schon im Sommer zugesagt, das Anliegen zu unterstützen. Die Stadt Montabaur im Westerwald untersagte das Spielen des Liedes in Bierzelten kurzerhand.

Politiker unterschiedlichster Parteien äußerten Zustimmung zu der Petition. Die Initiative hofft, dass im kommenden Jahr auch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins abgeschlossen werden kann.

Titelfoto: S.Rivinus/Petition gegen Donaulied/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0