Corona-Folgen: Arbeitslosenanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 48,8 Prozent!

Nürnberg - Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit legt am Mittwoch die Statistik zur Zahl der Arbeitslosen im Juni vor. 

Wegen der Pandemie wird es eine weitere Verschlechterung der Arbeitslosenquote geben. (Symbolbild)
Wegen der Pandemie wird es eine weitere Verschlechterung der Arbeitslosenquote geben. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Es wird wegen der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen eine weitere Verschlechterung der Zahlen erwartet, obwohl im Juni saisonbedingt eigentlich sinkende Arbeitslosen üblich sind. 

Nach Meinung von Experten könnte sogar die Grenze von 300.000 Arbeitslosen gesprengt werden. 

Im Mai waren in Bayern gut 290.000 Personen ohne Job, die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent.

Erwartet werden von der Regionaldirektion auch Zahlen zur Kurzarbeit im April. Insgesamt hatten 140.000 Betriebe für über zwei Millionen Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass nicht alle auch wirklich von dem Instrument Gebrauch gemacht haben.

Update, 10 Uhr: Arbeitslosigkeit in Bayern steigt um 48,8 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist wegen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren im Freistaat rund 293.800 Menschen ohne Job gemeldet und damit 1,1 Prozent mehr als im Mai, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. 

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten - verbunden mit den strukturellen Entwicklungen, die vor der Krise eingesetzt hätten - den bayerischen Arbeitsmarkt weiter im Griff, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. 

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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