So viele Unfälle wie noch nie: Mountainbiker werden für Bergwacht zum Problem

Bad Tölz - Die Bergwacht Bayern hat in diesem Sommer einen deutlichen Anstieg von Einsätzen wegen Mountainbikern registriert.

Ein Mitarbeiter trägt im Ausbildungszentrums der Bergwacht einen Rucksack mit der Aufschrift "Bergwacht".
Ein Mitarbeiter trägt im Ausbildungszentrums der Bergwacht einen Rucksack mit der Aufschrift "Bergwacht".  © picture alliance / dpa

Nach der am Dienstag veröffentlichten Statistik der Bergretter mussten sie 781 Mal zu in den Bergen verunglückten Zweiradfahrern ausrücken, in den Sommermonaten 2019 war dies nur in 558 Fällen im Freistaat der Fall.

Auffällig ist auch die Zunahme von Unfallopfern, die mit einem E-Bike unterwegs waren. Heuer waren dies 89, in der Vorjahressaison nur 9.

Wie die bayerische Bergwacht in Bad Tölz berichtete, wurde in der diesjährigen Sommersaison (1. Mai bis 31. Oktober) mit insgesamt 3482 Einsätzen ein Spitzenwert erreicht (Vorjahr: 3417).

Nachdem es zunächst einen Rückgang wegen des Lockdowns gegeben habe, habe es danach in den warmen Sommermonaten bei den Einsätzen Zuwächse von etwa einem Fünftel pro Monat gegeben. Im Oktober folgte dann wieder ein Rückgang.

Insgesamt registrierte die Bergwacht in der Winter- und Sommersaison 2020 zusammen einen Rückgang um etwa 13 Prozent auf 7791 Einsätze. Dies liege aber nur an dem Rückgang in der Wintersaison, erklärte ein Sprecher.

"Eine geringe Schneelage und das vorzeitige Aus des Winterbetriebes bei den Bergbahnen im Rahmen des Lockdowns sind hier ausschlaggebend."

Titelfoto: picture alliance / dpa

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