Bahnstrecke nach tödlichem Zugunglück wieder freigegeben

Garmisch-Partenkirchen - Mehr als fünf Monate nach dem Zugunglück mit fünf Toten in Garmisch-Partenkirchen hat die Deutsche Bahn (DB) am Mittwoch wieder den regulären Verkehr auf der Strecke nach München aufgenommen.

Waggons des verunglückten Regionalzuges stehen nahe an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Bahnmitarbeiter.
Waggons des verunglückten Regionalzuges stehen nahe an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Bahnmitarbeiter.  © Peter Kneffel/dpa

Der erste Zug von der oberbayerischen Stadt Richtung München fuhr gegen 5.30 Uhr ab. Die erste Bahn aus der Landeshauptstadt kam gegen 6.30 Uhr in Garmisch-Partenkirchen an.

Ein Regionalzug nach München war am 3. Juni entgleist. Bei dem Unglück waren vier Frauen und ein 13-Jähriger gestorben, Dutzende Menschen wurden verletzt, einige davon schwer.

Nachdem die Ermittler die Strecke nach dem Unfall wieder freigegeben hatten, startete die Bahn im Sommer mit einer Sanierung der Strecke zwischen Murnau und Garmisch.

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Laut DB wird es nun die kommenden Wochen bis zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember in diesem Bereich noch teilweise Fahrzeitverlängerungen und einzelne Zugausfälle geben.

Die Strecke ist insbesondere auch wegen der bevorstehenden Wintersaison für die Tourismusregion von großer Bedeutung.

Zugunglück forderte fünf Tote: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bahnmitarbeiter

Die Bahn begann als Konsequenz des Unglücks zudem damit, bundesweit rund 200.000 Betonschwellen zu überprüfen. Die Mehrzahl davon sollte vorsorglich ausgetauscht werden. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Probleme mit den Schwellen mit zu dem Unglück führten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aufgrund des Bahnunglücks weiter gegen vier Bahnmitarbeiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Wie lange die Ermittlungen noch dauerten, ist noch unklar.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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