Bankräuber sprengen Geldautomaten: Fälle verdoppelt, Ermittler vermuten Bande

München/Wernberg-Köblitz - Im ersten Halbjahr 2022 sind in Bayern doppelt so oft Geldautomaten in die Luft gesprengt worden wie im Vorjahreshalbjahr.

Ein gesprengter Geldautomat ist auf einer Pressekonferenz zu sehen. Die Zahl der Fälle hat sich in Bayern inzwischen verdoppelt.
Ein gesprengter Geldautomat ist auf einer Pressekonferenz zu sehen. Die Zahl der Fälle hat sich in Bayern inzwischen verdoppelt.  © Matthias Balk/dpa

Zwölf solcher Taten verzeichnete das bayerische Landeskriminalamt (LKA) bis Ende Juni. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 6 Fälle, im gesamten Jahr 2021 allerdings 17.

Die letzte Tat ist erst wenige Tage her: Am Mittwoch (29. Juni) sprengten Täter in Wernberg-Köblitz im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf den Geldautomaten einer Bankfiliale mithilfe von Sprengstoff auf, mitten in einem Wohngebiet.

Danach gingen sie vermutlich über eine der beiden nahe gelegenen Autobahnen stiften - ein übliches Muster.

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"Rund drei Viertel der Fälle aus dem Jahr 2022 werden nach aktuellem Stand niederländischen Gruppierungen zugeschrieben", erläuterte ein Sprecher des LKA.

Die Täter werden zunehmend professioneller und verwenden immer häufiger Festsprengstoffe. Im vergangenen Jahr hatten sie noch überwiegend Gas eingesetzt, um an die im Schnitt immerhin sechsstellige Beute zu kommen.

Zur bisher in diesem Jahr erbeuteten Summe machte das LKA allerdings keine Angaben. Die Zahl wird erst zusammenfassend für das Gesamtjahr veröffentlicht.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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