Bayerische Polizeigewerkschaft klagt über unfitte Bewerber beim Sporttest

München - Jeder dritte Bewerber für die Polizei in Bayern scheitert nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) am Sportteil des Einstellungstests.

Fit für die Verbrecherjagd? Etwa jeder dritte Bewerber bei der Polizei scheitert am Sporttest. (Symbolbild)
Fit für die Verbrecherjagd? Etwa jeder dritte Bewerber bei der Polizei scheitert am Sporttest. (Symbolbild)  © 123RF/lightfieldstudios

Wiederholungen des Tests seien möglich, aktuell nach einem halben Jahr, sagte der Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein der Deutschen Presse-Agentur in München.

Wer die Herausforderungen des Tests unterschätzt hat, könne die Wartezeit fürs Training nutzen. "Die Zeiten, in denen die bayerische Polizei auf eine freie Stelle sieben bis acht Bewerberinnen und Bewerber zur Auswahl hatte, sind leider längst vorbei", sagte Köhnlein.

Die Polizei stehe im direkten Konkurrenzkampf mit der freien Wirtschaft und mit anderen Sicherheitsbereichen wie der Bundespolizei oder der Bundeswehr.

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Zudem werde 2025 aufgrund der Umstellung vom achtjährigen auf das neunjährige Gymnasium ein abiturfreier Jahrgang kommen. "Das heißt ein ganzes Jahr ohne Großteile der Bewerber. Da wiegt jeder Verlust durch einen nicht bestandenen Sporttest doppelt bitter."

Dabei hält Köhnlein die Aufgaben für machbar: "Der Sporttest ist kein Hexenwerk", sagte er. "Es ist wohl eher ein Problem, dass man die körperliche Leistung auf den Punkt abrufen können muss."

Kostenlose Handy-App unterstützt die Vorbereitung

Es nutze wenig, nur eine hohe Anzahl an Gewichten stemmen oder schnell laufen zu können. "Die Kombination ist wichtig", riet der Gewerkschaftschef.

Für die optimale Vorbereitung bietet die DPolG nun die kostenlose Handy-App "ready4COP". Mit ihr könnten Jugendliche gezielt trainieren, erklärte Köhnlein.

Dass Polizistinnen und Polizisten sportlich sein müssen, erklärt er mit den körperlichen Anstrengungen des Berufs. Fitness sei ein elementarer Bestandteil des Joballtags und gelte als Schlüsselqualifikation.

"Sie ist eine Voraussetzung, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und auch um sich selbst zu sichern."

Titelfoto: 123RF/lightfieldstudios

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