Bayerische Wirtschaft will Geflüchteten aus Ukraine Arbeit im Freistaat geben

München - Die bayerischen Unternehmen zeigen reges Interesse an Geflüchteten aus der Ukraine. Inzwischen haben sich 948 Unternehmen bei einer Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) entsprechend registriert.

Bertram Brossardt (62) hat die Bedeutung der Möglichkeit für Geflüchtete, sich in Bayern eine Existenz aufbauen zu können, deutlich betont.
Bertram Brossardt (62) hat die Bedeutung der Möglichkeit für Geflüchtete, sich in Bayern eine Existenz aufbauen zu können, deutlich betont.  © Sven Hoppe/dpa

Dies teilte der Verband, der die Aktion vor rund vier Wochen ins Leben gerufen hatte, mit. Diese dient der Integration in den Arbeitsmarkt im Freistaat.

Auf dem Portal finden sich demnach inzwischen derzeit 1855 Stellenanzeigen, die sich an Flüchtlinge wenden. Die Bandbreite ist groß: Die Unternehmen suchen beispielsweise Oberärzte, Metzger, aber auch Lagerhelfer, Küchenhilfen oder Bauingenieure.

"Unser Ziel ist die gesellschaftliche Teilhabe der geflüchteten Menschen", erklärte VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt (62). "Integraler Bestandteil ist dabei die mittel- und langfristige Arbeitsmarktintegration."

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Geflüchtete, die länger blieben, müssten sich eine Existenz aufbauen können. Das Projekt laufe gut an, sagte Brossardt: "Die Zahlen zeigen, dass die bayerische Wirtschaft helfen will und helfen kann."

Die Initiative bietet über ihre Plattform, die in deutscher und ukrainischer Sprache abrufbar ist, neben den Stellenanzeigen auch Informationen rund um die Integration in Arbeit und stellt ein breites Angebot an Deutschkursen vor.

Zudem gibt es eine zweisprachige Hotline.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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