Dieses Bundesland erhält deutlich mehr Geld für Corona-Labordiagnostik als andere

München - Nach Bayern ist bislang mehr Geld für Corona-Laboruntersuchungen geflossen als in andere Bundesländer.

Proben für einen PCR-Test werden von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum verpackt.
Proben für einen PCR-Test werden von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum verpackt.  © Sina Schuldt/dpa

Für Labordiagnostik hat der Freistaat bis 17. Mai 2021 fast 214 Millionen Euro erhalten, wie aus einer Aufstellung des Bundesamtes für Soziale Sicherung hervorgeht.

Das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen hat aus diesem Topf nur knapp 207 Millionen Euro erhalten.

Bei den labordiagnostischen Leistungen handelt es sich insbesondere um die sogenannten PCR-Tests. Diese sind deutlich aufwendiger und somit teurer als die mittlerweile weit verbreiteten Antigen-Schnelltests.

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Bayern hatte im Juli 2020 als erstes Land umfangreiche Corona-Tests für alle auch ohne Symptome eingeführt. Damals gab es praktisch jedoch noch keine Schnelltest-Alternativen.

Im Ländervergleich hat Bayern in der Pandemie bislang auch deutlich mehr Geld vom Bund für Corona-Tests insgesamt erhalten als Baden-Württemberg.

Für die verschiedenen Testangebote flossen zusammen fast 318 Millionen Euro in den Freistaat. In das benachbarte Bundesland gingen lediglich etwa 197 Millionen Euro.

Teuer PCR-Tests müssen aufwendig im Labour durchgeführt werden

Dabei ist der Unterschied der Bevölkerungszahl zwischen den beiden Ländern nicht so deutlich: Bayern hat laut Statistik-Bundesamt mit 13,1 Millionen Einwohnern etwa zwei Millionen mehr als Baden-Württemberg.

Am meisten Geld überwies das Bundesamt allerdings erwartungsgemäß an das mit Abstand größte Bundesland. Nordrhein-Westfalen mit seinen 17,9 Millionen Einwohnern erhielt fast 484 Millionen Euro aus dem Bundestopf.

Insgesamt hatte der Bund 1,7 Milliarden an die Länder für Corona-Tests ausgezahlt.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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