Bayern reagiert: Straßensperren für Lkw im Inntal schon am Montag

Rohrdorf - Bayern reagiert auf die Lkw-Blockabfertigung in Tirol: Bereits von Montag an werden an den betreffenden Tagen Straßen abseits der Autobahnen im Freistaat für den grenzüberschreitenden Lastwagenverkehr gesperrt!

Am Autobahndreieck Inntal stehen wegen der Blockabfertigung am Grenzübergang Kufstein viele Lkw im Stau - manche wollen diesen umfahren.
Am Autobahndreieck Inntal stehen wegen der Blockabfertigung am Grenzübergang Kufstein viele Lkw im Stau - manche wollen diesen umfahren.  © Angelika Warmuth/dpa

Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder (55) und Verkehrsminister Christian Bernreiter (58, beide CSU) am Freitag bei einem entsprechenden Ortstermin an der A8 bei Rohrdorf an.

Damit soll verhindert werden, dass Lkw, die den Autobahn-Rückstau wegen der Blockabfertigung bei der Einreise nach Tirol umfahren wollen, kleinere Straßen abseits der Autobahn verstopfen und in Anlieger-Gemeinden folglich für Chaos sorgen.

Diese Folgen seien nicht mehr zu akzeptieren, betonte Söder. "Wir müssen uns da auch um den Schutz unserer Bevölkerung kümmern."

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Er nannte den bayerischen Schritt deshalb eine Art Notwehr zum Schutz der Bürgerinnen und der Bürger und zusätzlich auch zum Schutz des Inntals.

Es sei aber nur eine Zwischenlösung. Hauptziel bleibt, dass es keine Lkw-Blockabfertigungen in Österreich mehr gibt.

Warnschilder an den Autobahnen sollen Lastwagenfahrer nach Worten Bernreiters auf die Straßensperrungen hinweisen - ein Abfahrtverbot von den Autobahnen habe der Bund aber bisher abgelehnt. "Bisher sind wir da zu keiner Lösung gekommen", sagte der Verkehrsminister. "Es wird gebeten, dass die Lkw nicht von der Autobahn abfahren – aber angeordnet ist es nicht."

Die Sperrung der Nebenstraßen soll von der bayerischen Polizei nach dem Inkrafttreten durchgesetzt werden. Dazu werden nach Worten des Ministerpräsidenten zufolge extra zusätzliche Polizisten in der Region eingesetzt.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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