Bayern setzt Verlegungsflüge aus Intensivstationen fort

München - Das mit Corona-Intensivpatienten überlastete Bayern hat am Samstag die Verlegung aus besonders strapazierten Krankenhäusern in andere Bundesländer fortgesetzt.

Personen in Schutzkleidung rollen am Flughafen in Memmingen einen Patienten in einen Airbus der Luftwaffe.
Personen in Schutzkleidung rollen am Flughafen in Memmingen einen Patienten in einen Airbus der Luftwaffe.  © Stefan Puchner/dpa

"Zum Teil sind die Flüge bereits in der Luft", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstagmittag.

Bis zum Abend sollten zwei Patienten von München aus nach Hamburg und jeweils zwei nach Köln, Düsseldorf und Dortmund geflogen werden.

Mit Krankenwagen sollten weitere drei Patienten von Schwaben aus ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Freitag.

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Bereits am Freitag hatte ein Airbus der Bundeswehr sechs Intensivpatienten aus Bayern ausgeflogen. Der Luftwaffen-Airbus solle erst am Sonntag wieder im Einsatz sein und sechs weitere Intensivpatienten nach Norddeutschland bringen. Die anderen Flüge erfolgten mit Ambulanz-Flugzeugen privater Anbieter.

In der Nacht zum Samstag ging ein weiterer Flug mit zwei Patienten nach Hamburg. Insgesamt sollen bis zum Sonntagabend 30 Intensivpatienten ausgeflogen sein. Alle kämen aus den drei Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Schwaben.

Insgesamt lagen am Samstag laut Intensivregister 1047 Menschen (Stand: Samstag, 13 Uhr) mit Covid-19 auf einer bayerischen Intensivstation.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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