Bayern: Weniger Lehrstellen in der Metall- und Elektroindustrie

München - Die wichtigste Industriebranche in Bayern bildet weniger aus: Nach einem kräftigen Rückgang im vergangenen Jahr werden Metall- und Elektroindustrie voraussichtlich auch in diesem Jahr weniger Lehrstellen anbieten.

Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes schweißt eine Naht an einem Werkstück.
Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes schweißt eine Naht an einem Werkstück.  © Carsten Rehder/dpa

Gleichzeitig fehlt es aus Sicht vieler Unternehmen aber nach wie vor an ausreichend qualifizierten Bewerbern. Das meldeten die zwei Arbeitgeberverbände bayme und vbm am Donnerstag.

Die Metall- und Elektroindustrie beschäftigt über 800.000 Menschen im Freistaat, dazu gehören unter anderem BMW, Audi und der in mehrere Teile zerlegte Siemens-Konzern.

Im vergangenen Jahr schlossen die M+E Unternehmen demnach 13.800 Lehrverträge ab, knapp 14 Prozent weniger als 2019. In diesem Jahr wird in kleinerem Maßstab ein weiterer Rückgang um 2,4 Prozent erwartet, wie Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte.

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Die M+E-Industrie war schon vor Beginn der Corona-Pandemie in der Rezession, dementsprechend baut die Branche Arbeitsplätze ab.

Es fehlt an Lehrlingen in Bayern

Obwohl in diesem Wirtschaftszweig deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten werden, fehlt es in Bayern insgesamt nach wie vor eher an Lehrlingen als an Lehrstellen. Auch im vergangenen Jahr konnten längst nicht alle freien Ausbildungsplätze besetzt werden.

Das trifft laut Brossardt auch die M+E-Branche. Knapp 45 Prozent der Unternehmen hätten den Mangel an geeigneten Bewerbern als Ursache für weniger Ausbildungsverträge genannt. Und 36 Prozent gaben demnach an, dass sich zu wenige Bewerber gemeldet hätten.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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