Zahl der Verurteilungen steigt um 5000: Volksverhetzung und Missbrauchstaten steigen an

München - Die bayerische Justiz hat im vergangenen Jahr knapp 5000 Menschen mehr verurteilt als im Jahr 2018.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2019 tausende mehr Menschen in Bayern verurteilt. (Symbolbild)
Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2019 tausende mehr Menschen in Bayern verurteilt. (Symbolbild)  © 123Rf/olegdudko

Das teilte Bayerns Innenminister Georg Eisenreich (CSU) in München mit. Die detaillierte Strafverfolgungsstatistik wollte er am Vormittag vorstellen.

Die Zahl zeigt aus Sicht des Ministers: "Die Justiz im Freistaat verfolgt Straftäter entschlossen und konsequent." Die bayerische Strafverfolgungsstatistik liefert alljährlich Daten darüber, wie sich die Kriminalität und ihre strafrechtliche Aufarbeitung in Bayern entwickelt hat. Im Jahr 2018 hatten bayerische Gerichte gut 116.000 Straftäter rechtskräftig verurteilt, das waren etwas weniger als im Jahr davor.

Eisenreich hatte damals hervorgehoben, Bayern sei nach wie vor das sicherste Bundesland - und München die sicherste deutsche Großstadt.

Die Zahl verurteilter Missbrauchstäter ist dabei stark gestiegen. 308 Täter wurden 2019 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt, wie Justizminister Georg Eisenreich (CSU) bei der Vorstellung der Strafverfolgungsstatistik am Freitag in München sagte. Das ist ein Plus von 22,7 Prozent im Vergleich zu 2018. Bei schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern gab es den Angaben zufolge ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 27,6 Prozent.

Wegen Volksverhetzung wurden 2019 insgesamt 259 Täter wegen dieses Straftatbestandes verurteilt, 2018 waren es noch 130. "Hass und Hetze nehmen zu", sagte Eisenreich.

Titelfoto: 123Rf/olegdudko

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