Nach Raubmord an Rentner: Täter fühlen sich zu hart bestraft!

Bayreuth - Ein Raubmord an einem 88-jährigen Rentner aus Bayreuth muss neu verhandelt werden. 

Der Prozess gegen die beiden verurteilten Täter muss neu aufgerollt werden. (Symbolbild)
Der Prozess gegen die beiden verurteilten Täter muss neu aufgerollt werden. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Der Bundesgerichtshof habe das Urteil gegen einen der beiden Beschuldigten aufgehoben, bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Bayreuth am Montag. 

Es sei nicht bewiesen, dass der Rentner tatsächlich wegen der Schläge des Angeklagten eine Treppe hinuntergestürzt sei und sich dabei lebensgefährlich verletzt habe. Zuerst hatte der Nordbayerische Kurier darüber berichtet.

Kurz vor Ostern 2017 verschafften sich die beiden Männer aus dem Raum Augsburg dem Gericht zufolge unter einem Vorwand Zutritt zum Haus des 88-Jährigen, um dort nach Wertgegenständen zu suchen. 

Dabei sei der Rentner lebensgefährlich verletzt worden; er starb wenige Tage später in einem Krankenhaus (TAG24 berichtete). In dem ersten Verfahren hatten sich die Angeklagten gegenseitig vorgeworfen, schuld an seinem Tod zu haben.

Das Landgericht Bayreuth hatte den inzwischen 38-Jährigen im Juli 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt. Seine Rolle bei dem Raubmord werde ab Mitte Juli neu verhandelt, erklärte der Justizsprecher. 

Das Urteil gegen den zweiten Angeklagten wegen Diebstahls und unterlassener Hilfeleistung bleibe rechtskräftig. Es seien zwölf Verhandlungstermine angesetzt, ein Urteil könnte Ende September fallen.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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