Trotz Vorwürfen in Metoo-Debatte: Gründerfestival "Bits & Pretzels" holt Kevin Spacey zurück an Bord

München - Das Münchner Gründerfestival "Bits & Pretzels" nimmt seine Zusammenarbeit mit Hollywood-Star Kevin Spacey (60) wieder auf. Der Schauspieler ("House of Cards") soll an diesem Sonntag (29. März) eine kurze Eröffnungsrede bei einem virtuellen Gründertreffen halten, teilten die drei Veranstalter mit.

Kevin Spacey soll am Sonntag eine kurze Eröffnungsrede halten. (Archivbild)
Kevin Spacey soll am Sonntag eine kurze Eröffnungsrede halten. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

"Bei unserem Event geht es darum, unsere Community von Gründer*innen Wissen und Einsichten zu vermitteln, die ihnen helfen sollen, die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und Unsicherheiten zu navigieren", hieß es.

Es gebe zwar keine direkte Verbindung zwischen Corona und Spacey. Aber: "Kevin Spacey musste lernen, wie man mit einer unvorhergesehenen Situation und den damit zusammenhängenden Unsicherheiten umgeht und wir gehen davon aus, dass er hier einen wertvollen Beitrag leisten kann."

Mehrere Schauspieler hatten dem Oscar-Preisträger im Zuge der #Metoo-Debatte vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. 

Nach diesen Vorwürfen hatten die Veranstalter des Start-Up-Festivals die Zusammenarbeit mit dem einstigen Partner der Veranstaltung auf Eis gelegt. Sie seien "schockiert über das mutmaßliche Verhalten von Kevin Spacey", sagten die Gründer von "Bits & Pretzels" damals.

Zusammenarbeit war pausiert, Kontakt nicht abgebrochen

"Die Entscheidung über alle Anschuldigungen überlassen wir den Gerichten", teilten sie nun mit. "Es gibt unserer Information nach keine einzige laufende Anklage. Auf der Bühne und außerhalb der Messehallen war Kevin Spacey immer ein verlässlicher Partner für uns und wir schätzen seine Unterstützung." 

Auch als die Zusammenarbeit pausierte, sei man immer in Kontakt geblieben.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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