Corona im Freistaat Bayern: Die Ticker-Meldungen von März bis Mitte April 2021

Update 15. April, 20.50 Uhr: Gericht erlaubt "Querdenken"-Versammlung nur mit Einschränkungen

Eine "Querdenken"-Versammlung an diesem Wochenende in Kempten darf nur mit starken Einschränkungen stattfinden. Das Verwaltungsgericht in Augsburg genehmigte am Donnerstag nur 200 Teilnehmer statt der von den Veranstaltern angemeldeten 8000.

Zudem müssten die Teilnehmer zuvor über die sozialen Netzwerke über die Beschränkung informiert werden, erklärte ein Gerichtssprecher nach dem Eilverfahren.

An der Veranstaltung der Allgäuer "Querdenken"-Gruppe am Samstag soll auch der Gründer der Initiative, Michael Ballweg, teilnehmen. Die Stadt Kempten hatte die Großkundgebung wegen der Corona-Schutzvorschriften verboten, weil es in der Kommune keine dafür geeignete Fläche gebe.

Zudem wurde ein geplanter Demonstrationszug mit 2000 Teilnehmern verboten. Auch dies wurde vom Gericht überprüft. In diesem Fall bleibt es aber bei dem Verbot.

Update 15. April, 18.50 Uhr: Bald bis zu 50.000 Impfdosen für Mitarbeiter bayerischer Betriebe

Die Staatsregierung will Betriebsärzten in bayerischen Unternehmen im Rahmen von Modellprojekten bald bis zu 50.000 Impfdosen gegen das Corona-Virus zur Verfügung stellen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Donnerstag: "Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, wollen wir möglichst noch im April mit den ersten Modellprojekten beginnen."

Ausgewählt würden zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie kleinere Standorte von Großunternehmen in den Hochinzidenzregionen. Ziel der Modellprojekte sei es, Organisation und Ablauf der Impfungen in den Betrieben zu erproben, sagte der Minister.

Mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) werde gerade ein gleitendes Stufenkonzept entwickelt.

Die Modellbetriebe sollten sich vor allem in stark infektionsbelasteten Regionen befinden und unterschiedliche Branchen abbilden.

Update 15. April, 18 Uhr: Keine Quarantäne für Geimpfte nach Kontakt mit Corona-Infizierten

Ein Aufkleber der auf eine Impfung mit dem Impfstoff Moderna hinweist, klebt in einem Impfpass.
Ein Aufkleber der auf eine Impfung mit dem Impfstoff Moderna hinweist, klebt in einem Impfpass.  © Marijan Murat/dpa

Geimpfte müssen in Bayern auch nach engem Kontakt mit Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne.

Eine neue Allgemeinverfügung mit dieser Erleichterung ist am Donnerstag in Kraft getreten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte.

Keine Quarantänepflicht gebe es jetzt für Geimpfte ab dem 15. Tag nach ihrer abschließenden Impfung sowie für Menschen, die in den letzten sechs Monaten infiziert waren. Wenn die Infektion länger zurückliege, aber der Mensch geimpft wurde, müsse er ebenfalls nicht in Quarantäne.

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All diese Personengruppen seien den Erfahrungen und den Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts zufolge kaum infektiös.

Alle anderen "engen Kontaktpersonen bestätigter Fälle" müssen unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne und dürfen diese weder verlassen noch Besuch empfangen.

Update 15. April, 16.20 Uhr: Bundeswehr unterstützt beim Impfen im Hotspot Hof

Update 15. April, 12.16 Uhr: Bundeswehr unterstützt beim Impfen im Hotspot Hof

Die Bundeswehr unterstützt beim Impfen im Corona-Hotspot Hof.

Das Personal werde in den bestehenden Zentren und bei den mobilen Impfteams helfen, sagte Landeskommando-Sprecher Carsten Spiering am Donnerstag. So sollen die Impfzeiten auf 7 bis 23 Uhr ausgeweitet werden. Die Bundeswehr werde aber in Hof nicht wie etwa im Saarland ein eigenes Zentrum betreiben, das rund um die Uhr impfe, betonte der Sprecher.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Hof ist seit langem sehr hoch. Die Stadt in Oberfranken ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 570 bundesweiter Spitzenreiter.

Im Landkreis Hof lag sie am Donnerstag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 474. Wie viele Soldaten nun beim Impfen helfen, war nicht bekannt.

Update 15. April, 11.33 Uhr: Holetschek: Diskussion über Lockerungen nicht nachvollziehbar

Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege.
Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege.  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Diskussionen um weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen angesichts galoppierender Infektionszahlen eine scharfe Absage erteilt.

"Das ist eine Diskussion, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann", sagte Holetschek am Donnerstag im Landtag in München.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern habe am Donnerstag bei 5458 gelegen, gegenüber 3973 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 178,4. Wenn die Entwicklung so weitergehe, dann würden Höchststände bei der Belegung von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten überschritten.

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Aktuell seien 703 Betten mit Beatmungsmöglichkeit belegt, 43 Prozent mehr als vor drei Wochen. Die bisherige Höchstauslastung lag bei 822 ausgelasteten Betten auf dem Höhepunkt der zweiten Welle am 3. Januar dieses Jahres.

Jeder zweite beatmete Patient sterbe. "Die Pflegekräfte kämpfen auf diesen Stationen um jedes Leben", sagte Holetschek.

Update 15. April, 11.07 Uhr: Ministerin: Gesundheitsämter wollen Ende April Luca-App nutzen

Die 76 bayerischen Gesundheitsämter werden flächendecken von Ende April an die Luca-App zur Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie nutzen können.

Das kündigte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) am Donnerstag im Landtag an. Bisher hätten 23 Gesundheitsämter die notwendige Technik.

Großer Vorteil der Luca-App sei, dass die gesammelten Daten direkt in das Sormas-System der Gesundheitsämter einfließen können und damit die Arbeit der Ämter erheblich erleichtert werde, sagte Gerlach. Seit Februar dieses Jahres können alle Gesundheitsämter in Bayern Sormas nutzen. Der Datenschutz sei in alle Schritte einbezogen. Bisher habe kein Datenschutzbeauftragter in Deutschland Einspruch erhoben, sagte Gerlach.

Mit der Luca-App können Menschen über einen QR-Code etwa beim Besuch in Gaststätten "einchecken". Die Daten landen beim Gesundheitsamt, Kontakte könnten direkt nachverfolgt, mögliche Kontaktpersonen direkt über die App informiert werden.

Zuletzt hatte der Chaos-Computer-Club Kritik geübt und mögliche Datenschutzprobleme angeprangert.

Update 15. April, 10.24 Uhr: Lufthansa will Mitarbeiter selbst impfen - auch in München

Die Lufthansa will ihre Mitarbeiter selbst gegen das Coronavirus impfen.

Das Unternehmen hat an den Standorten Frankfurt, München und Hamburg Impfzentren aufgebaut, wie ein Sprecher am Donnerstag berichtete. Die Einheiten seien ab Montag einsatzbereit und könnten in eigener Regie bis zu 400 Menschen täglich impfen.

Noch wartet die Fluggesellschaft allerdings auf Impfstoff. Man wolle sich dort nicht vordrängen und warte selbstverständlich auf die Zuteilung, erklärte der Sprecher.

Zuerst sollen die Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt geschützt werden. Insgesamt beschäftigt Lufthansa in Deutschland rund 63.000 Menschen. Zuerst hatte "Hit Radio FFH" über die Impfstrategie berichtet.

Update 15. April, 8.38 Uhr: Corona-Demonstrationen in München und Aschaffenburg

Etwa 100 Menschen haben sich in Aschaffenburg getroffen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren.

Die Versammlung löste sich am Mittwochabend wieder auf, noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Die Polizei ermittelt nun, da die Demonstranten bengalisches Feuer gezündet haben sollen. Auch in München trafen sich am späten Mittwochabend etwa 200 Menschen, um gegen die Ausgangssperren zu demonstrieren.

Verstöße gegen die Corona-Auflagen stellten die Beamten jedoch nicht fest, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Update 15. April, 6.05 Uhr: Kritik an pauschaler Teilnehmerbeschränkung bei Trauerfeiern

Bestatter kritisieren eine geplante Teilnehmerbeschränkung bei Trauerfeiern.

"Nach den Erfahrungen der letzten Monate, mit den unterschiedlichsten Regelungen je Bundesland, können wir diese pauschale Zahl von 15 Personen, ohne jegliche Differenzierungsmöglichkeiten und Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten, nicht nachvollziehen und auch gegenüber den trauernden Angehörigen nicht verständlich vermitteln", sagte der Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, Ralf Michal, in Schweinfurt.

Die von der Bundesregierung beschlossene Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes beinhalte, dass bei einer Inzidenz von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen maximal 15 Menschen bei einer Bestattung dabei sein dürften. "Das würde in der Praxis bedeuten, dass manche Familie nicht mal die eigenen Kinder und Enkel mit zur Trauerfeier nehmen dürften", sagte Michal, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter ist. "Auch Geschwister des Verstorbenen wären dann gegebenenfalls nicht bei der Beerdigung zugegen."

Angehörige seien nach dem Tod eines geliebten Menschen in einer Ausnahmesituation, betonte Michal. "Die vorgesehene starke Begrenzung der Trauergäste und eine damit einhergehende Ausgrenzung von Angehörigen würde zu massiven Irritationen und großem Unverständnis führen."

Pro Tag sterben seinen Angaben zufolge 2500 Menschen in Deutschland. "Im Sinne der an und mit Covid-19 Verstorbenen und deren Angehörigen sowie aller aktuell täglich stattfindenden Trauerfeiern muss dieser Umstand berücksichtigt werden." Der Bestatterverband fordert darum, die Beschränkung auf 15 Teilnehmer müsse zurückgenommen werden.

Update 14. April, 21.50 Uhr: Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an

Hubert Aiwanger (50), Vorsitzender der Freien Wähler und bayerischer Wirtschaftsminister, will nicht klein beigeben.
Hubert Aiwanger (50), Vorsitzender der Freien Wähler und bayerischer Wirtschaftsminister, will nicht klein beigeben.  © Armin Weigel/dpa

Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf.

Die Bundesvereinigung kündigte am Mittwochabend an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen.

"Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", sagte Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU) ist.

Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen.

Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt. Die Gesetzesnovelle, die derzeit in der parlamentarischen Beratung im Bundestag ist und anschließend auch noch durch den Bundesrat muss, sieht unter anderem bundeseinheitliche Vorgaben wie Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen vor.

Zudem soll es ab einer Inzidenz von 100 auch Restriktionen für den Handel geben.

Update 14. April, 16.32 Uhr: Söder: Bundes-Notbremse reicht nicht aus für Kampf gegen Corona-Welle

Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die geplante Bundes-Notbremse nicht aus.

"Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen", sagte der CSU-Chef am Mittwoch am Rande der Sitzung der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag.

Den vollständigen Bericht findest du >>>hier.

Update 14. April, 15 Uhr: 488 neue Corona-Infektionen in München

Update 14. April, 13.06 Uhr: Nach Einzelfallprüfung: Frühere Impfungen für mehr als 3900 Menschen

Nach einer Einzelfallprüfung durch die bayerische Impfkommission haben mehr als 3900 Menschen im Freistaat frühere Impftermine erhalten.

Seit der Einrichtung der Kommission am 1. März habe diese 3946 Anträge bewilligt, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München. "Die Impfkommission leistet damit einen wichtigen Beitrag zur größtmöglichen Impfgerechtigkeit."

Mehr als 5000 Anträge auf Einzelfallprüfung gingen nach Angaben des Gesundheitsministerium seit Arbeitsbeginn bei der Impfkommission ein, abgelehnt worden seien davon bislang nur 20. Bei weiteren rund 20.000 Anträgen ging es demnach um Fragen, für die das Expertengremium nicht zuständig ist.

Die bayerische Impfkommission in Kooperation mit dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München übernimmt die Priorisierung von Menschen mit seltenen Krankheiten, die in der bayerischen Impfverordnung nicht berücksichtigt sind.

Seit 1. April konzentriert sich die Kommission nach Angaben des Ministeriums auf die Anträge von Unter-70-Jährigen, die nicht schon wegen ihres Alters einen Impftermin erhalten. Die Bearbeitung der Anträge dauert derzeit demnach zwei bis drei Wochen.

Update 14. April, 13.05 Uhr: Lehrerverbände kritisieren Notbremse ab Inzidenz von 200

Lehrerverbände kritisieren die geplante Notbremse für Schulen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200.

"Niemand aus der Schulpraxis versteht, warum Schulen plötzlich bis zu einer Inzidenz von 200 geöffnet bleiben können", betonte Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands (bpv), in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Der Vorschlag dürfe nicht im Freistaat umgesetzt werden. Bisher gilt in Bayern die Notbremse mit Distanzunterricht für die meisten Schüler ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts sollen im Rahmen der Bundesnotbremse Schulen erst schließen, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 200 überschreitet. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich. Diese Bremse soll auch für Kitas gelten, die Länder können aber Notbetreuung ermöglichen. Wenn Bundestag und Bundesrat zustimmen, könnte die Notbremse für Schulen Ende April in ganz Deutschland in Kraft treten.

"Wenn man massive Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben anordnet, um Kontakte zu vermeiden, dann ist es geradezu grob fahrlässig, mit Schulschließungen bis zu einer Inzidenz von 200 zu warten", kritisierte Pankraz Männlein, Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB).

Auch der Deutsche Realschullehrerverband (VDR) fordert niedrigere Grenzwerte für Schulen. "Neben einer klar strukturierten Test- und Impfstrategie muss man sich jetzt bundesweit auf eindeutige Grenzwerte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 für Wechselunterricht und 100 für Distanzunterricht festlegen", meinte der Verbandsvorsitzende Jürgen Böhm.

In Bayern gilt bisher: Bei einem Wert von über 100 bekommen alle Distanzunterricht. Ausgenommen davon sind nur die Abschlussklassen, die vor dem Übertritt stehenden vierten Klassen sowie die elfte Jahrgangsstufe an Gymnasien und Fachoberschulen.

Update 14. April, 12.44 Uhr: Rekord-Nachfrage bei den Bahnhofsmissionen im Corona-Jahr 2020

Die bayerischen Bahnhofsmissionen haben im Corona-Jahr 2020 nach eigenen Angaben so viele materielle Hilfen wie nie zuvor geleistet.

"Die Armut wächst überall", sagte Hedwig Gappa-Langer von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern am Mittwoch.

Auch die Situation kranker und obdachloser Besucher habe sich während der Pandemie verschärft. Unter anderem fehlte es Betroffenen an Alltagsmasken, Winterkleidung und warmen Mahlzeiten.

Bayerns größte Bahnhofsmission in der Landeshauptstadt München verzeichnete im vergangenen Jahr 90 000 Kontakte mehr als noch 2019.

Insgesamt leisteten die 13 ökumenischen Bahnhofsmissionen der katholischen und evangelischen Kirchen in Bayern 2020 laut Mitteilung rund 540.000 Mal Hilfe.

Dazu zählen etwa auch die Vermittlung von Übernachtungsmöglichkeiten und seelsorgerische Gespräche.

Update 14. April, 6.03 Uhr: Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca

Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt.

"Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek. "Gerade in der dritten Welle."

Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. "Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung können übergangsweise auch ab der neunten Woche nach der Erstimpfung stattfinden", heißt es weiter.

Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden. In der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsminister die Entscheidung über den Wechsel der Impfstoffe noch verschoben.

Hintergrund der Empfehlung sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb kürzlich beschlossen, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen. Laut Bundesgesundheitsministerium hatten in den vergangenen Wochen aber bereits rund 2,2 Millionen Bürger unter 60 Jahren eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten.

Am Dienstag teilte der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson mit, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert, weil auch er Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten hat.

Update 13. April, 18.45 Uhr: Petition für Gewinnung von zusätzlicher Corona-Impfdosis gescheitert

Im bayerischen Landtag ist am Dienstag eine Petition zur Gewinnung zusätzlicher Impfdosen aus den Medikamentenampullen gescheitert.

Im Gesundheitsausschuss ging es beispielsweise darum, dass aus den Fläschchen von Biontech/Pfizer sieben Dosen gewonnen werden können, obwohl offiziell nur sechs Dosen enthalten sind. Der Ausschuss lehnte allerdings mehrheitlich eine Würdigung der Petition ab, so dass die siebte Dosis nun nicht staatlich vorgeschrieben werden soll.

Vertreter verschiedener Fraktionen hatten zuvor klar gemacht, dass es zu begrüßen sei, wenn die Impfärzte sieben statt nur sechs Dosen aus den Ampullen entnehmen. Dies ist möglich, weil der Hersteller immer eine Reserve in die Impfstofffläschchen füllt. Ausschussvorsitzender Bernhard Seidenath (CSU) betonte allerdings, dass es nachteilig sei, wenn die Entnahme der siebten Dosis vorgeschrieben sei. Denn dann müsse der Arzt diese Dosis aus den Ampullen ziehen, jetzt sei es ihm freigestellt.

Unter anderem setzt sich der Allgemeinmediziner Christian Kröner aus Neu-Ulm seit Wochen für die zusätzlichen Dosen aus den Arzneimittelfläschchen ein. Seiner Ansicht nach werden unnötig zahlreiche Impfdosen weggeworfen, weil die Impfzentren immer nur sechs Spritzen aufziehen. Er wollte deswegen eine offizielle Freigabe der zusätzlichen Impfdosen, damit nicht «aus rein juristischen Gründen jeden Tag tausende Impfdosen ungenutzt entsorgt werden».

Die Gesundheitsbehörden hatten klar gemacht, dass Impfärzte zwar sieben Dosen aus den Biontech-Ampullen entnehmen dürfen, dies aber in eigener Verantwortung geschehe. Fachleute sprechen in einem solchen Fall von einem "Off-Label-Use". Die Mediziner setzen dann ein Präparat außerhalb des von den Zulassungsbehörden genehmigten Anwendungsbereiches ein.

Update 13. April, 18.42 Uhr: Ab 18 Uhr kein Alkohol am Münchner Gärtnerplatz

Am beliebten Party-Hotspot am Gärtnerplatz darf ab Freitag künftig ab 18 Uhr kein Alkohol mehr getrunken werden.

Damit wolle man Menschenansammlungen unterbinden und die Infektionsrate senken, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Das Verbot soll jeweils bis 6 Uhr gelten, auch am Wedekindplatz in Schwabing. Dort und am Gärtnerplatz hatten sich am vergangenen Wochenende bis zu 400 Feiernde getroffen. Die Polizei hatte die Plätze daraufhin geräumt.

Viel Zeit zum Feiern haben die Münchner allerdings vorerst ohnehin nicht mehr.

Ab Mittwoch gelten in München verschärfte Lockdown-Regeln, weil die Infektionszahlen zu hoch sind. Am Dienstag gab es laut Robert Koch-Institut 134,7 Infizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gibt es in München nun eine nächtliche Ausgangssperre. Auch Kontakte werden weiter beschränkt. Angehörige eines Hausstandes dürfen sich dann nur noch mit einer weiteren Person treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht einberechnet.

Update 13. April, 18.03 Uhr: Traunsteiner Landrat Siegfried Walch mit Corona infiziert

Der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch (CSU) ist mit dem Coronavirus infiziert.

Ein Test sei positiv ausgefallen, teilte das Landratsamt am Dienstag in Traunstein mit. Wegen typischer Symptome habe sich der CSU-Politiker testen lassen. Daraufhin sei er umgehend in Quarantäne gegangen. Nach Auskunft des Landratsamtes lässt sich der 37-Jährige zunächst vertreten. Er wolle aber möglichst bald die Amtsgeschäfte wieder von zu Hause aus führen.

Der Landkreis Traunstein ist stark vom Coronavirus betroffen. Am Dienstag meldete das Robert Koch-Institut dort 226,1 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Allerdings hatte es am frühen Dienstagmorgen in der Behörde gebrannt, nach bisherigen Erkenntnissen wegen eines technischen Defekts. Es seien deshalb noch nicht alle Labormeldungen bearbeitet worden.

Update 13. April, 16.16 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 13. April, 14.22 Uhr: Bayern will sich Ende Mai von Impf-Priorisierung lösen

Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt die Impf-Entwicklung im Freistaat. (Archiv)
Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt die Impf-Entwicklung im Freistaat. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen.

Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Einige der 100 Impfzentren in Bayern seien schon jetzt in Priorisierungsstufe 3, sagte Holetschek. Das heißt, dass ein großer Teil der Mitglieder von Risikogruppen bereits mindestens einmal geimpft ist.

Insgesamt habe Bayern bereits mehr als drei Millionen der 13 Millionen Einwohner mit einer Erstimpfung versorgt, 860.000 Menschen hätten vollen Impfschutz.

Die Einbeziehung der Hausarztpraxen habe sich bewährt, sagte Holetschek.

Update 13. April, 13.55 Uhr: Landtag sagt erneut Sommerempfang auf Schloss Schleißheim ab

Wegen der Corona-Pandemie wird es auch in diesem Jahr nicht den traditionellen Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim geben.

"So gern wir wieder feiern würden: Ein Fest mit 3000 Gästen ist aktuell nicht vorstellbar. Wir können nicht mitten in der dritten Welle notwendige Verträge dafür abschließen", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in München.

Bereits im vergangenen Jahr war der Empfang wegen der Corona-Krise abgesagt worden. In diesem Jahr hätte er am 20. Juli stattfinden sollen. Die Lage in den Krankenhäusern sei sehr besorgniserregend, betonte Aigner. "In dieser Situation eine Großveranstaltung – selbst für Juli und draußen – zu planen, ist nicht zu verantworten. Noch ist nicht abzuschätzen, wie sich die Infektionslage bis dahin entwickelt. Wir müssen die Planungen jetzt stoppen, damit keine Kosten entstehen."

Der Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim bei München ist jedes Jahr einer der Höhepunkte im landespolitischen Terminkalender. Rund 3000 Gäste aus Kultur, Politik, Sport, Medien und viele Ehrenamtliche feiern auf Einladung des Landtags dann üblicherweise im prunkvollen Schlossgarten.

In der Geschichte des Sommerempfangs wurde das Fest erst dreimal abgesagt: 1993 und 2005 - jeweils wegen schwieriger wirtschaftlicher Situationen – sowie 2020, ebenfalls schon wegen der Corona-Pandemie.

Update 13. April, 13.49 Uhr: Impfung für alle ab 18 mit Sonderkontingent im Corona-Hotspot Hof

Im Corona-Hotspot Hof haben die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. (Symbolbild)
Im Corona-Hotspot Hof haben die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. (Symbolbild)  © Brian Snyder/Reuters POOL/dpa

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof haben am Dienstag die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen.

4000 Menschen sollen dafür mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft werden, wie eine Sprecherin des Landratsamts erklärte.

Seit Freitag konnten sich im Hofer Land alle Erwachsenen unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf für einen Impfung mit den zusätzlichen Impfdosen anmelden. Die Termine dafür seien alle vergeben.

Die Nachfrage nach einem Impftermin war so groß, dass der Server des Landkreises zeitweise überlastet war. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird eigentlich nur für Menschen über 60 Jahre empfohlen, Jüngere können sich nach Beratung aber auch damit impfen lassen.

Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Dienstag 560,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 450,4, bayernweit bei 159,7. Als Corona-Hotspot in der Grenzregion kann Hof von der bundesweiten Impfreihenfolge abweichen.

Update 13. April, 13.38 Uhr: Bayerisches Kabinett verlängert Corona-Lockdown bis 9. Mai

Der Lockdown in Bayern wird bis zum 9. Mai verlängert. Darauf hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag das Kabinett in München geeinigt.

Die aktuelle Corona-Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.

"Die Lage ist weiter besorgniserregend", sagte Herrmann. Die Inzidenz im Land liege bei 160, im Vergleich zur Vorwoche gebe es 100 Prozent mehr Todesfälle.

Zudem seien die Intensivstationen immer stärker ausgelastet. Generell sei zu beobachten, dass gerade Jüngere stärker von Infektionen betroffen seien. Rund fünf Prozent aller registrierten Corona-Tests seien derzeit positiv, Tendenz steigend.

Einziger Lichtblick sei die positive Entwicklung bei den Impfungen.

Update 13. April, 13.04 Uhr: Umfrage: 39 Prozent der Verbraucher wollen dieses Jahr noch verreisen

Etwa 39 Prozent der Deutschen wollen laut einer Umfrage 2021 verreisen. (Archiv)
Etwa 39 Prozent der Deutschen wollen laut einer Umfrage 2021 verreisen. (Archiv)  © Clara Margais/dpa

Rund 39 Prozent der Menschen in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge in diesem Jahr noch verreisen.

13 Prozent planten dagegen für 2021 wegen der Corona-Pandemie keine Urlaubsreise mehr, wie bei einer am Dienstag veröffentlichten Online-Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus herausgekommen ist.

Abwartend verhielten sich 28 Prozent der mehr als 2000 Befragten im Alter zwischen 18 und 74 Jahren. Sie nannten häufig die Quarantäne-Vorschriften bei der Rückkehr und mögliche Kosten bei einer Stornierung als Argumente gegen eine Reise.

Fast die Hälfte der Befragten, die wegen der Pandemie nicht verreisen wollen, würden demnach ihre Meinung ändern, wenn sie selbst oder große Teile der Bevölkerung gegen Corona geimpft sind.

Die Urlaubswilligen zieht es mehrheitlich zu deutschen Zielen mit Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an der Spitze. Ins europäische Ausland wollten 18 Prozent aller Befragten noch aufbrechen. Hier lagen Spanien, Italien und Österreich vorn.

Bevorzugtes Reisemittel ist für 80 Prozent der Deutschlandurlauber und 71 Prozent der EU-Auslandsinteressenten das Auto. Gebucht würden vor allem Ferienwohnungen und -häuser.

Update 13. April, 7.47 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter.

Am Dienstag lagen nur noch sieben kreisfreie Städte und Landkreise unter dem Inzidenzwert von 100. Bayernweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 159,7.

Auf kommunaler Ebene ist Hof nach wie vor bundesweiter Spitzenreiter mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 560,8. Den niedrigsten Wert in Bayern hat der Landkreis Miltenberg mit 68,4.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1868 Neuinfektionen und 48 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion im Freistaat (Stand: 13.4, 3.09 Uhr).

Update 12. April, 22.25 Uhr: Elternverbände gegen Corona-Tests in Klassenzimmern

Zwei Elternverbände haben gefordert, Corona-Tests für Schüler in Klassenzimmern zu stoppen.

"Testungen sollen in Eigenverantwortung vor Antritt des Schulweges zuhause oder extern von geschultem Personal vor der Schule durchgeführt werden", heißt es in einem Offenen Brief des Landeselternverband Bayerischer Realschulen und des Bayerischen Elternverbandes an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Klassenzimmer sind keine Testzentren."

Seit Montag ist im Freistaat für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen ein Corona-Test verpflichtend. Alle Schülerinnen und Schüler, die sich in den Schulgebäuden aufhalten - sei es im Präsenzunterricht, im Wechselmodell oder in der Notbetreuung - müssen künftig zwei Mal pro Woche in der Schule einen Selbsttest machen oder einen aktuellen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Bei einer Inzidenz von über 100 kann dies je nach Modell sogar noch häufiger der Fall sei.

Die Elternverbände argumentierten, Ansteckungen müssten bereits auf dem Schulweg vermieden werden. Zudem müssten auch Lehrkräfte geschützt "und nicht als medizinisches Personal missbraucht werden".

Zwei Elternverbände haben gefordert, Corona-Tests für Schüler in Klassenzimmern zu stoppen. (Symbolbild)
Zwei Elternverbände haben gefordert, Corona-Tests für Schüler in Klassenzimmern zu stoppen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 12. April, 19.30 Uhr: Aktuell keine Garantie für EM-Spiele mit Zuschauern

Die Stadt München kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Garantie abgeben, dass bei der Fußball-Europameisterschaft im Sommer in der Allianz Arena zumindest teilweise wieder Zuschauer zugelassen werden.

>>> Aufgrund der Coronavirus-Pandemie droht München sogar der EM-Entzug.

Update 12. April, 17.25 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Maßnahmen im Corona-Hotspot Hof

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof sind 77 Menschen mit Verstößen gegen die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aufgefallen. Sie erhielten eine Anzeige und müssen ein Bußgeld zahlen, wie die Polizei mitteilte.

Stadt und Landkreis Hof hatten am Freitag die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verschärft, unter anderem gilt in der Stadt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 20.30 Uhr. Die Beamten lösten im Stadtgebiet nach eigenen Angaben mehrere Treffen im Freien, eine Hochzeits- und eine Geburtstagsfeier auf. Sechs Menschen hätten sich nicht an die nächtliche Ausgangsbeschränkung gehalten, vier keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Ein 41-Jähriger habe sich am Sonntag mit fünf anderen Männern getroffen, hieß es weiter. Bei der Kontrolle habe er sich nicht ausweisen wollen. Als ihn die Polizisten durchsuchten, habe er einen Beamten nach hinten gestoßen. Die Einsatzkräfte hätten ihn am Boden fixiert und an den Händen gefesselt.

Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 587 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tage. Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 451,5, bayernweit bei 153,3.

Update 12. April, 17.20 Uhr: Gericht kassiert Ausschankverbot am Mainufer

Ein Aschaffenburger Gastwirt kann nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Würzburg wieder Alkohol am Mainufer ausschenken.

Das Gericht gab der Klage des Gastwirts am Montag Recht, weil die Allgemeinverfügung der Stadt Aschaffenburg zu unbestimmt und damit rechtswidrig sei. Der räumliche Geltungsbereich müsse klar und unmissverständlich geregelt sein. Dieser Beschluss im Sofortverfahren habe aufschiebende Wirkung.

Die Stadt könne Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegen.

Update 12. April, 16.25 Uhr: München zieht die Corona-Notbremse

Trotz der Meldung niedrigerer Infektionszahlen am Sonntag zieht die Stadt München nun die Corona-Notbremse.

>>> Das ändert sich durch die Corona-Notbremse in München.

Update 12. April, 14.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 12. April, 7.44 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter - nur wenige Regionen unter 100

Nur noch elf Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

In der Stadt Hof lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 587 - das war bundesweit der höchste Wert. Bayernweit betrachtet meldetet das RKI eine Inzidenz bei 153,3. Der Landkreis Miltenberg hat mit 60,6 den niedrigsten Wert.

Die Gesundheitsämter meldeten dem Institut binnen eines Tages 3296 Neuinfektionen und 23 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion im Freistaat.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.08 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Montag sind die vom Institut gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Zudem könnten die Zahlen wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein.

RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Update 12. April, 6.39 Uhr: Viele Läden öffnen nur für Termin-Shopping nach Corona-Test

Shoppen in Bayern geht ab Montag häufig nur, wenn man einen negativen Corona-Test vorweisen kann. (Symbolbild)
Shoppen in Bayern geht ab Montag häufig nur, wenn man einen negativen Corona-Test vorweisen kann. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Einkaufen geht ab Montag in vielen Geschäften in Bayern nur noch mit Termin und mit einem negativen Corona-Test.

Diese neuen Vorschriften gelten in allen Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 200 liegt. Ausgenommen davon sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien und Optiker.

Alle anderen Läden dürfen Kundinnen und Kunden nur noch betreten, wenn sie einen Termin und sich auf das Coronavirus testen lassen haben. Dafür können sie einen offiziellen Nachweis einer Teststation vorlegen. Bei einem PCR-Test darf dieser maximal 48 Stunden alt sein, bei einem Schnelltest maximal 24 Stunden.

Eine andere Möglichkeit sind Schnelltests vor oder in dem Laden. Diese können die Einzelhändler vor ihrem Geschäft oder in geeigneten Räumen anbieten.

Diese Abstriche muss nach Angaben von Wirtschafts- und Gesundheitsministerium geschultes Personal abnehmen, und die Testmöglichkeit müssen auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger nutzen dürfen.

Eine weitere Möglichkeit sind Selbsttests vor oder in dem Laden unter Aufsicht des Betreibers. Ob dieser die Test seinen Kunden zur Verfügung stellt oder die diese selbst mitbringen, müssen nach Ministeriumsangaben die Einzelhändler entscheiden.

Zurzeit arbeiten die Behörden daran, Selbsttests mit digitalen Nachweisen zu kombinieren, so dass damit danach auch andere Geschäfte betreten werden können.

Update 11. April, 21.47 Uhr: Söder: Bayern und CSU werden für neues Infektionsschutzgesetz stimmen

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Michael Kappeler/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt.

"Er (der Entwurf) wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird", sagte der CSU-Chef am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Söder begründete die Notwendigkeit der Gesetzesänderung, mit der Tatsache, dass einige Bundesländer die Notbremse in Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nicht konsequent umsetzen würden. Dies hatte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wiederholt kritisiert.

"Die Pandemie ist ja keine regionale Frage, sondern die nationale Herausforderung", sagte Söder. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sei ein bundeseinheitlicher Rahmen wichtig. Er hoffe sehr, dass die Opposition im Bundestag bereit sei, das Gesetzgebungsverfahren mit zu beschleunigen.

Söder stellt sich damit direkt gegen die Ablehnung seines Koalitionspartners in der bayerischen Staatsregierung, der im Bundestag nicht vertretenen Freien Wähler. Deren Parteichef und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger hatte zuvor der "Passauer Neuen Presse" erklärt, die Freien Wähler würden einer "Machtverlagerung von Bayern nach Berlin" nicht zustimmen.

Aiwanger betonte, die Diskussion hierzu sei noch nicht abgeschlossen, auch nicht in der der Koalition mit der CSU unter Söder. "Und ich hoffe noch auf ein vernünftiges Ergebnis." Die Machtverlagerung von den Ländern nach Berlin werde ja auch interpretiert als "die Länder und Landkreise an die Kette nehmen". "Wir brauchen Problemlösungen, keine Folterfantasien."

Update 11. April, 13.45 Uhr: Hunderte Feiernde am Münchner Gärtnerplatz und Wedekindplatz

Polizisten stehen am Gärtnerplatz im Herzen der Stadt, während Passanten auf dem Platz verweilen.
Polizisten stehen am Gärtnerplatz im Herzen der Stadt, während Passanten auf dem Platz verweilen.  © Peter Kneffel/dpa

Erneut haben Hunderte Menschen trotz der Corona-Pandemie an Plätzen in München gefeiert.

Etwa 400 Personen hätten sich am Samstagabend am Schwabinger Wedekindplatz versammelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ebenso viele fanden sich am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel ein. Am Freitagabend waren es hier 250 gewesen.

Laut Polizei tranken die Feiernden lautstark zusammen Alkohol. Teilweise hielten sie demnach nicht genug Abstand und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Polizei löste die Versammlungen auf. "Die Beamten stießen auf viel Einsicht und die Plätze leerten sich", hieß es in der Mitteilung.

Weniger friedlich ging es am Freitag am Pasinger Bahnhof zu. Anrufer meldeten der Polizei am Nachmittag etwa 40 junge und teils aggressive Menschen am Bahnhofsplatz.

Über ein Dutzend Streifen rückten an, 17 Menschen wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update 11. April, 8.15 Uhr: Polizei löst Party mit mehr als 30 Gästen in Vilseck auf

Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Vilseck eine Party aufgelöst. Die mehr als 30 Feiernden seien auf frischer Tat ertappt worden.

Wie die Beamten am Sonntag mitteilten, hatte zuvor eine Nachbarin wegen zu lauter Musik den Notruf gewählt. Als die Polizisten eintrafen, stießen sie in dem Privathaus auf die Party. Den Angaben zufolge waren in der Nacht zum Sonntag mehrere Streifenwagen im Einsatz, um alle Jugendlichen zu kontrollieren.

Auf die Gäste kommen nun Anzeigen zu.

Update 10. April, 14.08 Uhr: Bouffier warnt vor Alleingängen bei Beschaffung von Corona-Impfstoff

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt.

Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder."

Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt."

Hessen sei stolz darauf, "in Rekordzeit" ein neues Biontech-Werk in Marburg genehmigt zu haben. "Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?"

Update 10. April, 7.50 Uhr: Mobiles Testzentrum für ländliche Region

Ein Schnelltest in einem Fitnessstudio, Wirtshaus oder im Rathaus: Auch wer nicht mobil ist, soll sich in Oberfranken unkompliziert testen lassen können.

Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge reist ein Team regelmäßig von Ort zu Ort, um möglichst viele auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. "So können sich beispielsweise Senioren testen lassen, die selbst nicht mehr so mobil sind", erklärte eine Sprecherin des Landratsamtes.

Ein fünfköpfiges Team der Firma 21Dx GmbH mache nach einem festen Plan in den Orten Wunsiedel, Marktredwitz, Tröstau, Höchstädt und Arzberg Station - mindestens ein Mal pro Woche für mehrere Stunden. "Sie bauen ihr Equipment in bestehenden Gebäuden auf, die in der Pandemie gerade nicht genutzt werden", sagte die Sprecherin. Beispielsweise in einem Veranstaltungsraum, Fitnessstudio oder auch im Rathaus.

Wer dort einen Antigen-Schnelltest machen wolle, könne ohne Anmeldung vorbeikommen, erklärte die Sprecherin. Im Internet sollen sich die Personen digital mit ihren Daten registrieren und erhalten das Ergebnis per E-Mail. Aber auch wenn kein Internetzugang zur Verfügung stehe, könne vor Ort ein Test durchgeführt werden. "Die Betroffenen warten einfach eine Viertelstunde und erfahren ihr Ergebnis persönlich."

Mit dem Angebot sollen Öffnungen in der Region schneller möglich werden. Der Landkreis überlege bereits, eine zweite mobile Schnellteststrecke einzusetzen, sagte die Sprecherin.

Wunsiedel im Fichtelgebirge ist ein Flächenlandkreis mit vielen Bewohnern im hohen Alter und grenzt direkt an den bundesweiten Corona-Hotspot Hof. Im Landkreis selbst sind die Infektionszahlen zuletzt aber deutlich gesunken.

Update 9. April, 19.50 Uhr: Immer mehr Corona-Impfungen ohne Priorisierung für über 60-Jährige

Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca liegen in einer Hausarztpraxis bereit.
Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca liegen in einer Hausarztpraxis bereit.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Aufgrund der guten Versorgungslage mit Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ermöglichen immer mehr Kommunen in Bayern allen Bürgern ab 60 Jahren eine Impfung.

So bietet das Impfzentrum Berchtesgadener Land vom Sonntag dieser Woche bis Ende der kommenden Woche eine "Sonderaktion" an, bei der sich die mindestens 60 Jahre alten Einwohner ohne Vorliegen einer Priorisierungsstufe impfen lassen können.

Dafür stünden 3650 Dosen von Astrazeneca zur Verfügung, teilte das Landratsamt am Freitag im oberbayerischen Bad Reichenhall mit. Eine vorherige Anmeldung sei aber nötig.

Die Menschen im Kreis Bayreuth können sich bei einer entsprechenden Aktion am 17. und 18. April impfen lassen. Dort gebe es dafür 1520 Astrazeneca-Dosen, berichtete die Kreisbehörde. Der oberfränkische Landkreis Wunsiedel hatte bereits am Donnerstag solch eine Impfaktion angekündigt. In der Oberpfalz erklärten die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt an der Waldnaab, dass es in der kommenden Woche an drei Tagen Impfangebote für alle Senioren geben würde.

Nach Berichten über Nebenwirkungen waren in der Vergangenheit die Altersempfehlungen für Astrazeneca geändert worden. Zuletzt hatte die Ständige Impfkommission empfohlen, in Deutschland das Präparat nur noch Menschen ab 60 Jahren zu spritzen.

Nach dem Einstieg der Hausarztpraxen in die Impfkampagne hat sich bundesweit die Zahl der Corona-Impfungen inzwischen stark erhöht. Allein in Bayern seien seit 31. März mehr als 140 000 Patienten in Praxen geimpft worden, berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag.

Am Vortag wurde im Freistaat mit insgesamt knapp 115.000 Impfungen ein neuer Tagesrekord aufgestellt. Bundesweit gab es nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag 719.000 Impfungen - ebenfalls ein Tagesrekord.

Update 9. April, 16.33 Uhr: Bundesweiter Corona-Hotspot Hof zieht Konsequenzen

Als bundesweiter Corona-Hotspot verschärfen Stadt und Landkreis Hof die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Die Schulen in der Region würden vorerst komplett geschlossen, kündigte Landrat Oliver Bär (CSU) am Freitag in einer Pressekonferenz an. Eltern sollen die Notbetreuung nur im Notfall in Anspruch nehmen.

Die Stadt Hof verlegt die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr auf 20.30 Uhr vor. Außerdem dürfen dort keine Präsenzgottesdienste mehr stattfinden, alle Sportanlagen und Bolzplätze würden gesperrt, erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD).

Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 571,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Der Landkreis Hof folgt mit einem Wert von 451,5. In Bayern lag der Wert laut RKI bei 129, bundesweit bei 110,4.

Update 9. April, 11.15 Uhr: Münchner Filmfest plant Kino unter freiem Himmel

Die Macher des Münchner Filmfests hoffen auf lange Kinoabende unter freiem Himmel.

Ende Juni sollen vor allem in Open-Air-Kinos nationale und internationale Filmproduktionen zu sehen sein. "Wir wollen ein starkes Signal für das kulturelle Miteinander senden", teilte Festivalchefin Diana Iljine am Freitag mit. Der vergangene Sommer habe tragfähige Lösungen aufgezeigt - auch unter Pandemie-Bedingungen. Man plane "mit manchen Fragezeichen und viel Flexibilität".

Iljine und ihr Team rechnen mit mindestens sechs Open-Air-Kinos, die vom 24. Juni an bis zum 3. Juli bespielt werden, darunter etwa das Kino am Olympiasee. Und: Es sollen Festival-Stätten an verschiedenen Orten der Landeshauptstadt aufgebaut werden - etwa im Innenhof des Bayerischen Rundfunks. Natürlich werde überall ein Hygiene- und Sicherheitskonzept umgesetzt, versprechen die Organisatoren.

Zudem unterstütze das Filmfest einen Vorstoß Münchner Kulturveranstalter für ein Testkonzept, das den Menschen wieder gemeinsamen Kulturgenuss ermöglichen solle.

Update 9. April, 11 Uhr: Grenzstädte Ulm und Neu-Ulm fordern einheitliche Corona-Regeln

Die Grenzstädte Ulm und Neu-Ulm haben einheitliche Corona-Regeln angemahnt.

Die Umsetzung der Regelungen aus zwei unterschiedlichen Landesverordnungen stelle beide Städte regelmäßig vor immense Herausforderungen, teilten die Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm, Katrin Albsteiger (CSU), und ihr baden-württembergischer Kollege Gunter Czisch (CDU) am Freitag mit.

Mit Briefen haben sich die beiden jeweils an die Gesundheitsminister ihrer Länder gewandt. Sie fordern Manne Lucha (Grüne) und Klaus Holetschek (CSU) auf, die Regeln auf beiden Seiten der Donau zu vereinheitlichen.

"Für unsere Bürgerinnen und Bürger sind die unterschiedlichen Vorgaben schlicht nicht nachvollziehbar", so Ulms OB Gunter Czisch. Für eine Akzeptanz der Maßnahmen müssten diese einheitlicher und nachvollziehbarer sein. So sprechen sich die Stadtoberhäupter etwa für eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen sowie eine generelle Ausgangssperre in den nächsten Wochen aus, "um dem nächtlichen Treiben wirksam zu begegnen".

Die Länder Bayern und Baden-Württemberg sollten sich deshalb abstimmen, um gemeinsame Regeln in den beiden Städten schaffen zu können, fordern die beiden Politiker.

Update 9. April, 9.50 Uhr: Bundesweit höchste Corona-Inzidenz weiter in Region Hof

Die Region Hof hat weiter die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 571,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Der Landkreis Hof folgt mit einem Wert von 451,5, bayernweit lag der Wert laut RKI bei 129.

Stadt und Landkreis Hof erhalten nun zusätzlich 4000 Dosen des Impfstoffs Astrazeneca. Dafür können sich von Freitag an alle Impfwilligen ab 18 Jahre unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf anmelden.

Fast 20 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis Hof seien schon mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden, hatten Landrat Oliver Bär (CSU) und Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) am Donnerstag mitgeteilt.

Update 9.April, 9.15 Uhr: Klinik-Chef plädiert für harten Lockdown

Der Chef der München Klinik plädiert für einen letzten Kraftakt im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

"Noch mal zwei Wochen volle Anstrengung und dann haben wir es hoffentlich im Zusammenspiel mit den Impfungen geschafft", erklärte Axel Fischer.

Hier liest Du was der Arzt zur Lage in der Münchner Klinik zu sagen hat.

Update 9. April, 8 Uhr: Gutschein für ausgefallene Veranstaltungen rechtens

Muss ein Veranstalter eine Theaterveranstaltung wegen der Pandemie absagen, kann er stattdessen Gutscheine ausstellen.

Der Veranstalter müsse den Preis für die Tickets nicht zurückzahlen, teilte das Amtsgericht München am Freitag mit. Das Gericht wies eine Klage eines Unternehmers aus Bayreuth ab, der von einem Münchner Theater- und Gastronomieveranstalter die Rückzahlung von 205,80 Euro für zwei Tickets gefordert hatte.

Hier liest Du die Begründung des Urteils des Münchner Gerichts.

Update 8. April, 11.40 Uhr: Bayern-SPD bekräftigt Forderung nach Testpflicht für Unternehmen

Die bayerische SPD hat im Kampf gegen Corona eine Testpflicht für Firmen und Betriebe angemahnt.

Eine freiwillige Selbstverpflichtung funktioniere nicht, sagte SPD-Generalsekretär Uli Grötsch laut Mitteilung am Donnerstag in München. "Es ist deshalb unverständlich, dass die Staatsregierung zwar die Schulen mit einer Testpflicht belegt, es aber bei der Wirtschaft weiter bei einer Androhung belässt."

Nur jeder vierte Arbeitnehmer bekomme nach einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung im Betrieb ein reales Testangebot, sagte Grötsch.

"Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ins Homeoffice schicken, dürfen bei der Pandemiebekämpfung kein blinder Fleck sein." Die SPD kämpfe seit Wochen für eine Testpflicht.

Update 8. April, 8.58 Uhr: Inzidenz sinkt erneut - RKI: Noch von Ostertagen beeinflusst

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist erneut gesunken. Am frühen Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat eine Inzidenz von 119 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

Am Mittwoch lag sie bei 121. Das RKI warnt allerdings nach wie vor, dass die aktuellen Zahlen wegen der Osterfeiertage verzerrt sein können, weil Menschen nicht zum Arzt gingen oder Ergebnisse verspätet gemeldet werden.

Die Zahlen weisen in Bayern mit der Stadt Aschaffenburg wieder einen Kreis mit einer Inzidenz unter 50 aus. 32 weitere liegen zwischen 50 und 100. Inzidenzen von mehr als 100 weisen 63 Landkreise und kreisfreie Städte auf.

Am stärksten betroffen ist die Stadt Hof mit einer Inzidenz von 429,9. Das ist auch bundesweit der höchste Wert.

Update 7. April, 20.30 Uhr: Haftbefehl gegen Beschuldigten in Maskenaffäre außer Vollzug

In der Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken ist der Haftbefehl gegen einen Geschäftsmann außer Vollzug gesetzt worden. Wie die Münchner Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, ist die befürchtete Fluchtgefahr des Beschuldigten durch Auflagen abgewendet und der Mann daher aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern gegen insgesamt fünf Beschuldigte. Darunter sind Bayerns ehemaliger Justizminister Alfred Sauter (CSU) sowie der aus der CSU mittlerweile ausgetretene Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein.

Sauter hatte wegen der Vorwürfe die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag verlassen. Er und Nüßlein haben die Vorwürfe zurückgewiesen, für alle Beschuldigte gilt zudem die Unschuldsvermutung.

Es geht um Provisionszahlungen, die im Zusammenhang mit Maskengeschäften an Politiker gezahlt worden sein sollen. In Thüringen wird wegen ähnlicher Vorwürfe gegen den früheren CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann ermittelt. Er soll ebenfalls in sechsstelliger Höhe Geld für Geschäfte mit Atemschutzmasken kassiert haben. Hauptmann ist inzwischen aus der CDU ausgetreten und hat sein Mandat niedergelegt.

Update 7. April, 18.40 Uhr: Zweifel von Markus Söder an EM-Spielen mit vielen Zuschauern in München

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft.

>>> Hier geht es zur Einschätzung von Markus Söder zu EM-Spielen mit vielen Zuschauern.

Update 7. April, 18.15 Uhr: Markus Söder wirbt für spezielle Impfangebote an jüngere Politiker

Angesichts steigender Ansteckungsgefahren durch neue Corona-Varianten hält CSU-Chef Markus Söder Impfungen für Politiker unter 60 Jahren für angebracht.

"Wir müssen auch überlegen, noch mal tatsächlich in den nächsten Wochen, ob wir nicht noch ein paar Impfdosen übrig haben, wenn die Zahl wächst, um die Funktionsfähigkeit beispielsweise eines Landtags aufrecht zu erhalten, oder des Bundestages", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch nach der Sitzung des Kabinetts in München. "Nach meiner Überzeugung müssen die Parlamente in dieser Situation absolut handlungsfähig sein."

Bislang erhalten auch Politiker in Deutschland ihre Impfangebote nur entsprechend der geltenden Impfreihenfolge, maßgeblich ist hier also meist das Alter. Das bedeutet, dass Personen unter 60 Jahren derzeit nur in Ausnahmen, etwa wegen des Berufs, schon geimpft werden können.

Für Söder birgt das aber eine Gefahr, denn durch die gesteigerte Ansteckungsgefahr könne es in Parlamenten schnell geschehen, dass sich "eine halbe Fraktion" infiziere. Mit Impfangeboten für jüngere Politiker könne dagegen für Krisensitzungen die Handlungsfähigkeit der Demokratie gewährleistet werden.

Update 7. April, 17 Uhr: Sputnik V! Bayern sichert sich Millionen Dosen des Coronavirus-Impfstoffs

Der Freistaat Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V bereits Millionen Dosen des Mittels.

>>> Hier geht es zum ganzen Artikel zum Sputnik-V-Deal des Freistaats Bayern.

Update 7. April, 15.55 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 7. April, 14 Uhr: Einheitliche Corona-Regeln nun auch für Baumärkte und Buchhandlungen

Bayern vereinheitlicht die Corona-Regeln für den Handel: Für Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden und Buchhandlungen gelten künftig die gleichen Regeln wie für alle anderen Einzelhandelsgeschäfte abseits des täglichen Bedarfs, unter anderem die Inzidenz-Grenzen für Öffnungen.

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München. Öffnungen sind also für all diese Geschäfte nur unter den Bedingungen zulässig, wie sie für den übrigen Einzelhandel gelten.

Konkret gilt nun, wie bisher oder wie bereits angekündigt, folgendes: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen alle Geschäfte öffnen. Bei einem Inzidenz-Wert zwischen 50 und 100 sind Terminshopping-Angebote mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Bei Werten zwischen 100 und 200 bleiben solche "Click&Meet"-Angebote erlaubt, Bedingung ist aber ein aktueller negativer Corona-Test.

Update 7. April, 13.40 Uhr: Bayern setzt bei Kontakt-Nachverfolgung auf Luca-App

Bayern will die Luca-App nutzen, um Kontakte in der Corona-Krise besser nachverfolgen zu können.

Der Freistaat erwerbe eine bayernweite Lizenz, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts am Mittwoch in München an. Bürgerinnen und Bürger können die App kostenlos auf ihre Handys laden.

Die Luca-App funktioniert mit einer Art virtuellen Visitenkarte: Nutzer müssen zunächst ihre Kontaktdaten eingeben. Das Programm verschlüsselt die Informationen und generiert wechselnde QR-Codes. Mit den Codes können sich die Nutzer dann in Restaurants, Kinos oder bei Veranstaltungen anmelden, ohne sich in eine Liste eintragen zu müssen.

Tritt im Umfeld eine Infektion auf, kann das Gesundheitsamt die gefährdeten Besucher über die App ermitteln. Das Luca-System ist nämlich direkt an die von den Gesundheitsämtern genutzte Software Sormas angebunden. Für andere sind die persönlichen Daten nicht einsehbar.

In Nürnberg wird die Luca-App schon genutzt. Auch einige Bundesländer setzen die App zur Nachverfolgung von Kontakten ein, darunter Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Baden-Württemberg. Weitere Länder planen den Einsatz.

Update 7. April, 13.30 Uhr: Testpflicht an Schulen unabhängig von Inzidenzwert

An Bayerns Schulen gilt für die Teilnahme am Präsenzunterricht künftig eine Testpflicht auf das Corona-Virus.

"Wir sehen, dass die Schulen ein sehr intensiver Teil des pandemischen Geschehens sind", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Deshalb gelte künftig für die Teilnahme am Unterricht in den Schulgebäuden inzidenzunabhängig eine Testpflicht für Schüler und Lehrkräfte.

Bei einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müssen 2 Mal pro Woche ein PCR-, Schnell- oder Selbsttest in der Schule gemacht werden.

Bei einem Wert von über 100 könne dies je nach Unterrichtsmodell sogar häufiger der Fall sein, erläuterte Söder.

Update 7. April, 7.20 Uhr: Kabinett diskutiert über Testpflicht an Schulen und Modellregionen

Wenige Tage vor dem Ende der Osterferien diskutiert das bayerische Kabinett am Mittwoch (10 Uhr) erneut über die Corona-Testpflicht an den Schulen im Freistaat.

Dabei dürfte es auch darum gehen, ob die bisherige Regelung für eine Testpflicht für Schüler wie Lehrer in Regionen ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nachgeschärft werden muss. Denkbar wäre hier zur Verbesserung des Infektionsschutzes auch eine Testpflicht bei niedrigeren Inzidenzen.

Grundsätzlich werden in Bayern nach den Ferien aber nur die Schüler zumindest wechselweise in die Schulen zurückkehren dürfen, die in Regionen unter einem Wert von 100 liegen. In Regionen ab 100 sind mit Ausnahme der Abschlussklassen, der Jahrgangsstufe elf an Gymnasien und Fachoberschulen und der vierten Klassen an Grundschulen alle Schüler im Distanzunterricht. Wer in die Schulen kommen will, muss aber zwingend ein negatives Testergebnis nachweisen, wobei Selbsttests nur akzeptiert werden, wenn sie in der Schule absolviert werden.

Darüber hinaus wird es auch um die geplanten Modellstädte im Land für vorsichtige Öffnungen gehen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass bis Mittwoch geklärt werden solle, wie hier weiter verfahren werden solle und welche Städte dafür infrage kommen.

Update 6. April, 15.45 Uhr: Abitur in Bayern findet statt

Das bayerische Kultusministerium sieht trotz der coronabedingten Einschränkungen des Unterrichts keine Notwendigkeit, die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen.

"Das Abitur 2021 findet in Bayern wie angekündigt statt", betonte ein Sprecher am Dienstag in München. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war am Vortag bereits auf Bundesebene auf ablehnende Reaktionen gestoßen.

GEW-Chefin Marlis Tepe hatte gesagt: "Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen".

Update 6. April, 15.20 Uhr: Inzidenz in München unter 100

Update 6. April, 11.10 Uhr: Bayerns Schulen nach den Osterferien weiter schließen?

Wie sieht der richtige Weg in Zeiten der Coronavirus-Pandemie aus? Bayerns Schulen sollen nach den Osterferien eine weitere Woche lang geschlossen bleiben - das fordert der Bayerische Realschullehrerverband.

Die Aussagen des Landesvorsitzenden Jürgen Böhm (55) zum Zeitpunkt der Öffnung der Schulen findet Ihr hier.

Update 6. April, 10.30 Uhr: Feinkost-Unternehmer-Familie Käfer hat Corona

Der Münchner Feinkost-Unternehmer Michael Käfer und seine Familie haben sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Er, seine Frau Clarissa und deren zwei Söhne befinden sich zurzeit in Quarantäne.

Hier liest Du, wie es der Familie mit dem Virus geht.

Update 5. April, 16.45 Uhr: Wenig Zuspruch für Corona-Demos in Bayern

Die für Montag geplanten Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen sind auf wenig Zuspruch gestoßen.

Drei von vier angemeldeten Veranstaltungen in München wurden kurzfristig abgesagt, wie die Polizei mitteilte. Zu einer weiteren kamen nur etwas mehr als 200 Personen. Angemeldet waren bei dieser Demonstration 1000 Menschen.

Laut Polizei verlief die Veranstaltung ruhig. Rund 400 Beamte waren im Einsatz, der Großteil davon auf der Theresienwiese, wo die Demonstration stattfand.

Für den Abend war eine weitere Demonstration in Nürnberg mit maximal 250 Personen angemeldet.

Update 5. April, 14.05 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 5. April, 13.10 Uhr: Jeans und Drogerieartikel - Wie Modeläden in der Pandemie öffnen

Viele Modegeschäfte sind in der Coronavirus-Pandemie seit Monaten dicht. Mit neuen Konzepten versuchen einzelne Geschäfte im Freistaat Bayern nun, den Lockdown zu umgehen.

Wie die Konzepte in Zeiten der Corona-Krise aussehen, erfahrt Ihr hier.

Mit erweitertem Sortiment darf ein Modeladen in Helmbrechts im Landkreis Hof trotz hoher Infektionszahlen seine Türen öffnen.
Mit erweitertem Sortiment darf ein Modeladen in Helmbrechts im Landkreis Hof trotz hoher Infektionszahlen seine Türen öffnen.  © Nicolas Armer/dpa

Update 5. April, 12 Uhr: Corona-Ausreisetests im Bezirk Braunau an der bayerischen Grenze

Für die Ausreise aus dem Bezirk Braunau in Österreich ist seit Montag ein negativer Corona-Test nötig. Ein Antigen-Test darf nach Angaben des Landes Oberösterreich nicht älter als zwei Tage, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden sein.

Die Polizei wird - unterstützt vom Bundesheer - schwerpunktmäßig kontrollieren. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 11. April, danach soll die Lage erneut bewertet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bezirk an der bayerischen Grenze lag vergangene Woche mehrere Tage über der 400er-Marke.

Ausnahmen gibt es für Schüler, einzelne Berufsgruppen, bei Behörden- und Gerichtsterminen und bei der Durchreise ohne Zwischenstopp. Wer in den Bezirk einpendelt, muss bei der Ausreise ein gültiges negatives Attest vorweisen.

Update 5. April, 11 Uhr: München lockert wieder, Hof neuer Hotspot in Bayern

Gute Nachrichten für die Menschen in der Landeshauptstadt! Die seit Ostersonntag in München geltenden schärferen Corona-Regeln werden ab Mittwoch bereits wieder gelockert. In Hof sind die Zahlen jedoch besorgniserregend.

Den Artikel zur Lockerung der Corona-Notbremse findet Ihr hier.

Die seit Ostersonntag in München geltenden schärferen Corona-Regeln werden ab Mittwoch gelockert. (Symbolbild)
Die seit Ostersonntag in München geltenden schärferen Corona-Regeln werden ab Mittwoch gelockert. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

Update 4. April, 13.49 Uhr: In München greift die Corona-Notbremse

In München gelten ab Sonntag wieder schärfere Corona-Regeln. (Archiv)
In München gelten ab Sonntag wieder schärfere Corona-Regeln. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Seit Ostersonntag gelten in München wieder schärfere Corona-Regeln. Dazu zählt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

Museen, der Tierpark Hellabrunn und viele Geschäfte müssen wieder schließen. Auch Kontakte müssen eingeschränkt werden.

Nachdem in der Landeshauptstadt an drei Tagen in Folge der kritische Inzidenzwert von 100 überschritten worden war, trat die sogenannte Corona-Notbremse in Kraft.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass am Samstag und Sonntag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wieder unter 100 lag. Laut Robert Koch-Institut (RKI) betrug der Wert am Ostersonntag in München 94,5.

Bayernweit steigen die Neuinfektionen. Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat hat den Inzidenzwert von 100 überschritten.

Spitzenreiter war am Sonntag die Stadt Hof mit 469,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

Update 4. April, 8.36 Uhr: Stiftung sieht durch Corona Kinder von Obdachlosigkeit bedroht

Von zu Hause abgehauen oder rausgeflogen: Durch die Corona-Pandemie sind Kinder und Jugendliche nach Beobachtung der Stiftung "Off Road Kids" verstärkt von Obdachlosigkeit bedroht.

"Wo es brodelt in Familien, kann es im Lockdown zum totalen Zerwürfnis kommen. Das endet dann schon mal mit dem Rausschmiss", sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Stiftung. Betroffen seien vor allem Jugendliche und Heranwachsende ab 17 Jahre.

Das vergangene Jahr habe bei der bundesweit tätigen Hilfsorganisation alle traurigen Rekorde gebrochen: "Wir haben 2474 Hilferufe von verzweifelten Straßenkindern und jungen Menschen erhalten, die in Deutschland akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr", so Seidel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Weil in Corona-Zeiten keine Streetworker unterwegs sind, versucht die Stiftung, bedrohte Kinder durch das bundesweite Online-Hilfsangebot "sofahopper.de" zu erreichen.

Update 3. April, 14.55 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 3. April, 13.35 Uhr: Schärfere Corona-Regeln für München treten in Kraft

Zwar ist in München der kritische Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstag leicht unterschritten worden - trotzdem gelten ab Sonntag in der Landeshauptstadt schärfere Regeln.

Hier erfahrt Ihr, was aufgrund der Coronavirus-Pandemie in München zu beachten ist.

Ab Sonntag gelten in München schärfere Corona-Regeln, auf deren Einhaltung streng geachtet werden dürfte. (Symbolbild)
Ab Sonntag gelten in München schärfere Corona-Regeln, auf deren Einhaltung streng geachtet werden dürfte. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 3. April, 13.15 Uhr: Coronavirus-Schutz von Erntehelfern

Die Beratungsstelle "Faire Mobilität" des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hat Sorge, dass die Hygiene-Maßnahmen für Erntehelfer nicht konsequent eingehalten werden.

Im vergangenen Jahr war im Zuge der Corona-Pandemie beim Schutz der Erntehelfer nicht alles optimal abgelaufen.

Update 3. April, 8.15 Uhr: Rekord bei psychischen Krankschreibungen im Corona-Jahr 2020

Das vergangene Jahr war heftig, die Coronavirus-Krise ließ kaum jemanden unberührt.

Ob Kurzarbeit, Homeoffice bei gleichzeitigem Homeschooling, Lockdown oder die Sorge um erkrankte Angehörige: Viele Menschen gingen an ihre Grenzen - und oftmals sogar auch darüber hinaus, wie nun Krankenkassendaten zeigen.

Update 2. April, 18.41 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 2. April, 9 Uhr: Schärfere Corona-Bestimmungen für München

Der bayerischen Landeshauptstadt München stehen schärfere Corona-Bestimmungen bevor.

Den nun dritten Tag in Folge wurde am Freitag der kritische Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten.

Er lag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am frühen Morgen (Stand 3.08 Uhr) bei 104,3 - und stieg in der Landeshauptstadt damit gegenüber dem Vortag (102,7) erneut leicht an.

Hier >>>mehr dazu, was das nun für München bedeutet.

Update 2. April, 8 Uhr: Gut 12.000 Menschen zum Start bei Hausärzten gegen Corona geimpft

Ein Schild steht zum Start der Corona-Impfungen in bayerischen Hausarztpraxen vor einem Ruhezimmer in einer Hausarzt-Praxis.
Ein Schild steht zum Start der Corona-Impfungen in bayerischen Hausarztpraxen vor einem Ruhezimmer in einer Hausarzt-Praxis.  © Peter Kneffel/dpa

In bayerischen Hausarztpraxen haben sich zum Start der Kampagne am Mittwoch 12.263 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen in München unter Berufung auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung mit. Daten für den Donnerstag lagen zunächst nicht vor.

Geimpft wurde das Mittel von Astrazeneca. In 1635 Praxen wird seit Mittwoch Impfstoff geliefert. Jede hatte im Schnitt 20 Impfdosen erhalten. Nach Ostern sollen rund 8500 niedergelassene Ärzte Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bezeichnete den Impf-Auftakt in Hausarztpraxen per Mitteilung als "sehr gut". Die Ärzte könnten ihren Patienten mögliche Ängste nehmen, sie persönlich beraten und die Nachsorge betreuen.

Bayernweit wurden bislang rund 2,9 Millionen Impfungen verabreicht, davon etwa 1,57 Millionen Erst- und gut 716.000 Zweitimpfungen (Stand: 1. April).

Update 1. April, 17.33 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 1. April, 17.30 Uhr: Amt informiert über Fallzahlen bei Virusvarianten: aktuell 73 Prozent

Die Varianten des Coronavirus breiten sich im Freistaat aus.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) von Donnerstag liegt der Anteil der Varianten unter den positiven SARS-CoV-2-Befunden bei rund 73 Prozent, davon wiederum entfallen 72 Prozent auf die britische Virusvariante.

Das LGL veröffentlicht ab sofort auf seiner Homepage eine Statistik zu den Virusmutationen in Bayern, aufgeschlüsselt nach den Landkreisen.

Die Übersicht soll täglich aktualisiert werden. Das Amt bezeichnete das Vorkommen der Virusvarianten als besorgniserregend.

Update 1. April, 12.30 Uhr: Maskenpflicht an Spielplätzen für Kinder ab sechs Jahren in Hof

Ab Karfreitag gilt in Hof Maskenpflicht auf Spielplätzen.
Ab Karfreitag gilt in Hof Maskenpflicht auf Spielplätzen.  © NEWS5 / Fricke

Ab Karfreitag müssen Kinder ab sechs Jahren in Hof auf dem Spielplatz einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bei dem schönen Wetter drängen immer mehr Menschen nach draußen, erklärte die Stadt in einer Pressemitteilung.

Es bilden sich Grüppchen, obwohl die Infektionszahlen in der Region nach wie vor sehr hoch sind.

Mehr >>>hier zur neuen Regelung in Hof.

Update 1. April, 10.30 Uhr: Schuhläden dürfen in Bayern öffnen

Schuhgeschäfte in Bayern dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) habe am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehörten, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Mehr >>>hier zur Öffnungsregelung.

Update 1. April, 8 Uhr: Inzidenz über 100: Notbremse für München rückt näher

Polizisten fahren Streife im Englischen Garten, wo Hunderte von Menschen auf der großen Wiese nahe dem Monopteros den sonnigen Frühlingstag mit warmen Temperaturen verbringen.
Polizisten fahren Streife im Englischen Garten, wo Hunderte von Menschen auf der großen Wiese nahe dem Monopteros den sonnigen Frühlingstag mit warmen Temperaturen verbringen.  © Peter Kneffel/dpa

In München rücken schärfere Corona-Bestimmungen näher. Bereits den zweiten Tag in Folge wurde am Donnerstag der kritische Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten.

Er lag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am frühen Morgen (Stand 03.08 Uhr) bei 102,7 - und stieg damit gegenüber dem Vortag (100,2) erneut leicht an.

Wenn die Inzidenz auch am Freitag über 100 liegt, greift in der Folge nach einem zeitlichen Puffer die Corona-Notbremse. Diese sieht unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr vor. Museen und viele Geschäfte müssten dann wieder schließen. Auch Kontakte werden eingeschränkt.

Ein Großteil der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte hat mittlerweile den Inzidenzwert von 100 überschritten. Spitzenreiter am Donnerstag war erneut die Stadt Hof mit 373,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Auch hier waren die Zahlen gestiegen; Hof rückte mit dem neuen Wert von Platz acht auf Platz sieben im bundesweiten Vergleich der am stärksten betroffenen Städte und Landkreise vor.

Den niedrigsten Wert im Freistaat hat der Landkreis Schweinfurt mit 61,5.

Update 31. März, 18 Uhr: München stellt nach AstraZeneca-Beschränkung Impfungen um

Nach dem vorläufigen Impfstopp bei AstraZeneca für unter 60-Jährige stellt München die Impfungen um.

Der umstrittene Impfstoff werde ab kommender Woche in den 30 Alten- und Service-Zentren (ASZ) verabreicht, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Dort würden sowieso Personen über 60 Jahre geimpft. Mitarbeitende in Schulen und Kitas sollen künftig mit dem Impfstoff von Biontech geimpft werden.

Damit Astrazeneca auch im Impfzentrum weiter verimpft werden kann, müsse erst das Portal BayIMCO zur Terminvergabe angepasst werden, erklärte die Stadt. Noch sei dort keine Unterscheidung nach Alter möglich, bis Ende der Woche soll das Portal aber umprogrammiert werden.

In München erhielten nach Angaben der Stadt rund 23.400 Menschen eine erste Impfung mit AstraZeneca. Gravierende Nebenwirkungen seien nicht bekannt.

Zweitimpfungen stünden in der Landeshauptstadt erst ab Mitte Mai an, bis dahin soll es eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission geben.

Update 31. März, 15.40 Uhr: Inzidenz in München über 100

Update 31. März, 13 Uhr: Eishockey-Profi Reimer hinterfragt Nachverpflichtungen in Corona-Zeit

Der deutsche Eishockey-Routinier Patrick Reimer kritisiert angesichts der speziellen Corona-Umstände, dass einige Vereine noch während der Saison Spieler nachverpflichteten.

Die Profis aller Teams in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatten vor der Spielzeit auf Gehalt verzichten müssen, um die Saison überhaupt erst zu ermöglichen. Dass dann später mancherorts doch Geld da war, um neue Akteure zu holen, sieht Reimer "oftmals kritisch", wie der 38 Jahre alte DEL-Rekordtorschütze der «Sport Bild» vom Mittwoch sagte.

"Das wirft dann ein seltsames Licht auf die vorausgegangenen Verhandlungen mit den Spielern, die bereits im Klub sind", erklärte der Angreifer der Nürnberg Ice Tigers. "Der erste Gedanke ist dann: Woher kommt das Geld, wenn wir verzichten? Sicherlich verdient kein Neuzugang marktgerecht, wie sie es vorher getan hätten. Aber es sind Ausgaben, die on top zu dem kommen, was vorher vereinbart war. Da gibt es Redebedarf", sagte der langjährige Nationalspieler und Silbermedaillengewinner der Olympischen Winterspiele von 2018.

Reimer sagte, dass er auf mehr als 50 oder 60 Prozent seines Gehaltes in dieser Saison verzichte. Ein Szenario, wonach die Spieler wegen der weiter ausgesperrten Fans auf noch mehr Geld verzichten sollten, lehnt er ab. Die Profis seien "nicht mehr in der Bringschuld, noch weiter zu verzichten", meinte er.

Der Spielbetrieb laufe aktuell, und zudem habe es noch ein Corona-Hilfspaket der Politik gegeben. "Daher sollten die Klubs in der Lage sein, nicht noch einmal mit den Spielern nachverhandeln zu müssen."

Update 31. März, 11.18 Uhr: Impfstopp bei Astrazeneca sorgt für Verunsicherung bei Polizei

Ein Fläschchen mit fünf Milliliter Corona-Impfstoff von Astrazeneca.
Ein Fläschchen mit fünf Milliliter Corona-Impfstoff von Astrazeneca.  © Soeren Stache/dpa

Der vorläufige Impfstopp bei Astrazeneca für unter 60-Jährige schlägt bei der bayerischen Polizei hohe Wellen.

"Klar, das sorgt für große Verunsicherung. Gerade in den nächsten Tagen waren große Impfdurchgänge angesetzt", sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, am Mittwoch auf Anfrage. Ohne die neuen Regelungen zu Astrazeneca hätten bis Mitte April alle impfwilligen Beamten ihre erste Spritze erhalten haben sollen.

Wie es nun mit den Impfungen der Polizeikräfte weitergeht, blieb zunächst offen.

Köhnlein berichtete von sehr breitgefächerten ersten Reaktionen seiner Kollegen: "Von absoluter Freiwilligkeit zur Zweitimpfung auch mit dem aktuellen Wissen bis hin zu Zurückhaltung ist alles dabei." Am Vortag waren die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca für unter 60-Jährige vorläufig ausgesetzt worden.

Update 31. März, 11.14 Uhr: Holetschek: Impfstart in Praxen vor Ostern «wichtiges Signal»

Mit dem Impfstart bei Hausärzten in Bayern am Mittwoch soll das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigt werden.

"Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal", betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der zum Impfstart eine Arztpraxis in München besuchte.

Trotz der Unwägbarkeiten um den Impfstoff Astrazeneca begannen demnach 1635 Praxen mit dem Impfen. Jede Praxis habe im Schnitt 20 Impfdosen erhalten, erklärte Holetschek in einer Pressemitteilung. "Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten." Nach Ostern sollen rund 8500 Praxen Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

"Wir werden zunächst denjenigen Patientinnen und Patienten ein Impfangebot machen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen gehören", teilte Wolfgang Ritter vom Vorstand des Bayerischen Hausärzteverbandes mit.

"Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz zeitnah bekommen."

Update 31. März, 6.03 Uhr: Holetschek: Astrazeneca in Bayern nun auch für 60- bis 69-Jährige

In Bayern sollen sich nun auch 60- bis 69-Jährige mit dem Mittel von Astrazeneca gegen Corona impfen lassen können.

Der Freistaat folgt damit einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Dienstagabend. "Wir setzen das um", sagte Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hatte zuvor beschlossen, dass von Mittwoch an in der Regeln nur noch Personen ab 60 mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Zugleich wurde den Ländern freigestellt, bereits jetzt alle 60- bis 69-Jährigen mit Astrazeneca impfen zu lassen. Diese wären ansonsten erst in Prioritätsgruppe drei an der Reihe.

"Dies gibt die Möglichkeit, diese besonders gefährdete und zahlenmäßig große Altersgruppe angesichts der wachsenden 3. Welle nun schneller zu impfen", heißt es in dem GMK-Beschlusspapier. Die Umsetzung dieser teilweisen Aufgabe der Priorisierung erleichtere vor allem auch die Abwicklung in den Hausarztpraxen, sagte Holetschek.

Grundsätzlich hatten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Holetschek schon zuvor angekündigt, die Impfreihenfolge schrittweise ändern zu wollen. Es sei wichtig, "aus der starren Impfempfehlung herauszukommen", hatte Söder schon am Dienstagmittag gesagt.

Bereits vor Bekanntwerden des teilweisen Impfstopps für die unter 60-Jährigen hatte er erklärt: "Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will und wer es sich traut quasi, der soll auch die Möglichkeit haben."

Update 30. März, 21.25 Uhr: Holetschek: Wir brauchen Astrazeneca

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat die Bedeutung des Astrazeneca-Impfstoffs für die weitere Impfkampagne betont.

Gleichzeitig sagte Holetschek nach einer Videoschalte der Minister von Bund und Ländern am Dienstagabend: "Vorsicht ist das Gebot der Stunde." Deshalb habe man einstimmig und orientiert an einer neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beschlossen, die Impfungen mit Astrazeneca vorerst für Menschen unter 60 auszusetzen.

"Die positive Botschaft ist: Der Impfstoff von Astrazeneca soll für die Menschen weiter verimpft werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Die Studien zeigen weiterhin, dass dies ein hochwirksamer Impfstoff ist, der gegen schwere Krankheitsverläufe wirkt", sagte der Minister. "Wir brauchen ihn, um angesichts der dritten Welle und gefährlicher Virusmutationen die Impfungen schnell voranzutreiben."

Holetschek betonte zudem: "Wir müssen jetzt eine klare Linie vorgeben, um den Impfstoff von Astrazeneca weiter verwenden zu können." Deshalb sollten die Länder selbst entscheiden können, die Impf-Priorisierung bei Astrazeneca für die Menschen über 60 Jahren aufzuheben. "So können wir der Altersgruppe Ü60 schneller ein Impfangebot machen, was dringend notwendig ist."

Zudem habe man beschlossen, dass sich auch Menschen der Priogruppen 1 und 2 unter 60 Jahren weiterhin mit Astrazeneca impfen lassen dürfen, wenn dies nach ärztlichem Ermessen und individueller Einschätzung entschieden werde.

Update 30. März, 16.20 Uhr: Inzidenz steigt in München weiter an

Updater 30. März, 14.50 Uhr: München setzt Astrazeneca-Impfungen bei Menschen unter 60 aus

Auch in München werden bis auf Weiteres keine Menschen unter 60 mehr mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca geimpft.

"Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Stadt entschieden, wie Berlin die Impfungen mit Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen, bis die Frage möglicher Impfkomplikationen für diese Personengruppe geklärt ist", teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag mit.

Dies betreffe vor allem die geplanten Impfungen im Impfzentrum und im Isar-Klinikum. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren könnten fortgesetzt werden.

Zuvor hatte das Land Berlin mitgeteilt, Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen.

Update 30. März, 13.57 Uhr: Staatsregierung: Keine Großstädte für Öffnungs-Modellprojekt

Die größten bayerischen Städte, allen voran München, kommen nach Angaben der Staatsregierung nicht als Modellregionen für Corona-Lockerungen infrage.

Die Auswahl werde unter den großen Städten und kreisfreien Städten getroffen, die sich beworben hätten und die zwischen 11.000 und 100.000 Einwohner hätten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. In dieser Größenordnung gebe es Innenstädte, bei denen man bestimmte Dinge erproben könne.

Andererseits seien dies dann Kommunen ohne eine "große Magnetfunktion", wie sie die Großstädte hätten.

In den Modellregionen sollen vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen ermöglicht werden - unter strikten Auflagen wie einer umfassenden Teststrategie und strengen Hygienekonzepten.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte eine Sondersitzung des Kabinetts für Mittwoch kommender Woche an. Dort solle unter anderem über das weitere Vorgehen bei den Modellregionen entschieden werden.

Update 30. März, 10.53 Uhr: Hausärzteverband bittet, auf Aufforderung zum Impfen zu warten

Zum Start der Corona-Impfungen in den Praxen hat der bayerische Hausärzteverband die Patienten darum gebeten, sich bis zu einer Aufforderung seitens der Mediziner zu gedulden.

"Warten Sie bitte, bis sich Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt bei Ihnen meldet!", teilte der Verband am Dienstag in München mit. Da am Anfang nur wenig Impfstoff zur Verfügung stehe, würden zunächst nur Patienten aus den Risikogruppen ein Impfangebot bekommen. "Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz bekommen – nur nicht alle in den ersten Tagen."

Von diesem Mittwoch an werden den Angaben zufolge knapp 1500 Hausarzt- und fast 200 Facharztpraxen in Bayern im Regelbetrieb gegen Corona impfen. Für den Impfstart vor Ostern stünden den teilnehmenden 1635 Praxen insgesamt 33.600 Dosen von Astrazeneca zur Verfügung, also rund 20 Dosen pro Praxis.

Nach Ostern würden alle Praxen in Bayern vorwiegend mit dem Impfstoff von Biontech beliefert, hieß es.

Update 30. März, 9.56 Uhr: Minister: Apotheken sollen Selbsttests auch einzeln verkaufen dürfen

Der Verkauf von einzelnen Corona-Selbsttests aus Großpackungen ist in Apotheken bisher nicht erlaubt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält das für unpraktisch:

"Ich werde die Regierungen anweisen, eine Vereinzelung der gelieferten Selbsttests durch die Apotheken zu dulden", teilte er am Dienstag in München mit. "Das ist wichtig, damit sich so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich solche Tests auf unkompliziertem Weg bei der Apotheke ihres Vertrauens kaufen können."

Nach Vorgabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dürfen bisher Großpackungen von Selbsttests mit bis zu 100 Exemplaren in Apotheken nicht vereinzelt werden. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass einzelne Tests etwa ohne Gebrauchsanweisung verkauft werden.

"Die Länder sind dafür zuständig, den Verkauf der Selbsttests zu überwachen", sagte der Minister. "Auf dieser Grundlage wollen wir daher den Einzelverkauf in den Apotheken dulden. Ich habe keinen Zweifel, dass die Apotheken dies fachgerecht und unter höchsten Hygienevorkehrungen gewährleisten können."

Die Verantwortung und Haftung liege im Falle einer Duldung bei den Apotheken.

Update 30. März, 7.33 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Bayern weiter - nur Ansbach unter 50

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist auf 140,5 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor.

Bundesweit lag sie bei 135,2. Einzig die Stadt Ansbach liegt bayernweit noch unter der Marke 50 mit 47,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen. Den höchsten Wert meldete das RKI für den Landkreis Cham mit einer Inzidenz von 332.

Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem Institut binnen eines Tages 1242 Neuinfektionen und 46 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

Am Sonntag hatte die bayernweite Inzidenz bei 135,8 gelegen. Inzwischen liegen 72 bayerische Kreise und Städte über der Marke von 100, nur noch 24 befinden sich darunter. Für die Landeshauptstadt München gab das RKI einen Wert von 97,4 an, der Landkreis München liegt mittlerweile bei 103.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.09 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Das Überschreiten der Grenzwerte führt nicht automatisch zu sofortigen Änderungen. In vielen Fällen gibt es zeitliche Vorläufe. Bei der Frage, ob Geschäfte geöffnet oder geschlossen werden, muss die entsprechende Inzidenz beispielsweise mindestens drei Tage in Folge über- oder unterschritten werden.

Update 29. März, 19.29 Uhr: Zeitung: Bayern bekommt jetzt 105.300 Biontech-Dosen zusätzlich

Bayern soll für seine Grenzgebiete zu Tschechien am Montag und Dienstag 105.300 zusätzliche Biontech-Impfdosen erhalten.

Das berichtete der "Münchner Merkur" (Dienstag) unter Berufung auf das Bundesgesundheitministerium. Auch Sachsen (93.600), das Saarland (81.900), Thüringen (35.100), Rheinland-Pfalz (23.400) und Sachsen-Anhalt (11.700) bekämen zusätzliche Dosen.

"Gerade in unseren Grenzregionen breiten sich die Virusvarianten aus", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung.

"So können die Länder schnell und effektiv die Impfquoten an der Grenze steigern."

Update 29. März, 14.54 Uhr: Allgäu fordert "Modellprojekt Tourismus" zur Öffnung mit Testkonzept

Ferienwohnungen, Unterkünfte auf Bauernhöfen und Campingplätze mit einem umfangreichen Testkonzept öffnen: Diese Möglichkeit fordert die Allgäu GmbH von der bayerischen Staatsregierung im Rahmen eines "Modellprojekts Tourismus".

Neben Modellstädten nach Tübinger Vorbild müsse auch dem "klein- und familienstrukturierten Tourismus eine Chance" gegeben werden, schrieb die Aufsichtsratschefin der Allgäu GmbH, die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker am Montag in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU).

Vorbild bei dem Modellprojekt soll demnach die Nordische Ski-WM in Oberstdorf sein. Die Strategie dort mit mehr als 23.000 Corona-Tests sei "in vollem Umfang aufgegangen", so Zinnecker. Alle Allgäuer Landräte und Oberbürgermeister würden den Antrag auf ein "Modellprojekt Tourismus" unterstützen.

Das Modellprojekt soll demnach unabhängig von den Inzidenzen in den Allgäuer Städten und Landkreisen stattfinden.

Die Werte lagen dort am Montag nach Angaben des Robert Koch-Instituts zwischen 123,2 (Landkreis Lindau) und 315,9 (Landkreis Ostallgäu) Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Stand Montag, 3.08 Uhr).

Update 29. März, 14.54 Uhr: Münchner OB Reiter fordert Corona-Selbsttests für Schüler zu Hause

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) möchte, dass sich die Schüler bereits zu Hause selbst testen. (Archiv)
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) möchte, dass sich die Schüler bereits zu Hause selbst testen. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Schülerinnen und Schüler sollen Selbsttests auf das Coronavirus nach Ansicht von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zu Hause durchführen.

Dies sei schon aus infektiologischen Gründen vorzuziehen, da positiv getestete Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Schule fahren würden, schreibt Reiter in einem Brief an Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Zudem könne man so verhindern, dass Kinder mit positivem Testergebnis von Mitschülern stigmatisiert würden.

Gerade für Grundschulkinder kann ein positiver Test nach Einschätzung Reiters eine große psychische Belastung sein. Diese könne besser im Kreis der Familie aufgefangen werden, sagte der SPD-Politiker.

Auch auf die Lehrer sieht er eine große Belastung zukommen, wenn sie Selbsttests von Schülern beaufsichtigen sollen. Der Herausforderung seien womöglich nicht alle gewachsen, vor allem bei einem positiven Testergebnis. In diesem Fall müsse man mit heftigen emotionalen Ausbrüchen rechnen, "angefangen von Furcht, Scham bis hin zu sozialer Ausgrenzung", sowohl bei den Lehrkräften, als auch bei den Schülerinnen und Schülern.

Um die geplanten Selbsttests wird heftig debattiert. Vor allem der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband hatte heftig die Anordnung kritisiert, wonach Lehrkräfte diese Tests beaufsichtigen sollen.

Update 29. März, 14.50 Uhr: EKD-Chef fordert klareren Corona-Kurs von der Politik

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat in der Corona-Krise einen klaren Kurs der Politik angemahnt.

Statt eines Hin und Hers seien möglichst klare Botschaften erforderlich, sagte der Münchner Landesbischof am Montag. Außerdem müsse die Impfkampagne optimiert werden, zwischenzeitlich seien zu viele Dosen gelagert worden statt schnell verwendet zu werden.

"Wir sehen es alle, diese Verwundung in der Gesellschaft, die Geduld ist zu Ende, die seelischen Inzidenzen gehen nach oben", sagte Bedford-Strohm. Was das Virus mit der Seele mache, sei bislang kaum vorgekommen. Insbesondere die Probleme junger Menschen müssten in den Blick genommen werden. "Den ersten Kuss kannst du nicht auf irgendeine iPad-Scheibe geben."

Wichtig sei es im Moment, Infektionen insbesondere im privaten Bereich zu vermeiden und Solidarität zu zeigen. Dem ständen kluge Öffnungskonzepte gekoppelt an Schnelltests nicht entgegen, sagte Bedford-Strohm.

Dabei verteidigte er, dass Ostergottesdienste nicht nur virtuell, sondern auch in Präsenz stattfinden werden. "Die Hygienekonzepte sind so ausgereift, dass wir das verantworten können." Die Gemeinden seien aber dazu aufgerufen worden, auch nach Alternativen zu suchen.

Der EKD-Chef sprach sich außerdem dafür aus, dass bereits Geimpfte Freiheiten zurückerhalten sollten, wenn klar ist, dass von ihnen keine großen Gefahren mehr ausgehen. "Ich plädiere für Gönnen können."

Update 29. März, 13.30 Uhr: Anzeigen nach Feier von Heiratsantrag

In Corona-Zeiten kann auch die Feier eines Heiratsantrages Anzeigen nach sich ziehen: Den Antrag haben 20 Menschen am Starnberger See gefeiert und dabei gegen die Abstandsregeln verstoßen.

Die Feiernden hätten sich auf einem Steg in der Gemeinde Münsing (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) versammelt und dabei weder Masken getragen noch den Mindestabstand beachtet, teilte die Polizei am Montag mit. Eine Zeugin hatte die Privatfeier am Sonntagabend beobachtet und die Polizei gerufen. Die Beamten zeigten die Anwesenden nach dem Infektionsschutzgesetz an.

Über die Bußgelder müsse nun das Landratsamt entscheiden.

Eine Bodenmarkierung verweist auf die Maskenpflicht.
Eine Bodenmarkierung verweist auf die Maskenpflicht.  © Oliver Auster/dpa

Update 29. März, 13.19 Uhr: Statistik: Phasenweise höhere Sterbezahlen durch Corona

Die Corona-Pandemie hat die Sterbezahlen in Bayern phasenweise deutlich in die Höhe getrieben.

Während über die gesamten ersten elf Monate im Jahr 2020 insgesamt keine signifikante Erhöhung der Sterbefälle im Freistaat zu erkennen gewesen sei, habe es eklatante Ausschläge in der Gruppe der alten Menschen sowie in regionalen Hotspots gegeben - zeitlich jeweils auf dem Scheitel der Corona-Wellen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in Fürth unter Berufung auf eine Sonderauswertung des Landesamtes für Statistik.

So seien etwa im April 2020 - als die erste Corona-Welle voll zugeschlagen hatte - die Sterbezahlen bayernweit um 21 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gewesen. Im November 2020 - zu Beginn der zweiten Corona-Welle - lag die Sterbefallzahl um zwölf Prozent, im Dezember 2020 sogar um 35 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Besonders stark sei die Gruppe der über 80-Jährigen betroffen gewesen. Aus der Altersgruppe der unter 60-Jährigen seien im vergangenen Jahr sogar etwas weniger Menschen gestorben als im Mittel der Vorjahre.

Update 29. März, 6.04 Uhr: Söder kann sich im Corona-Kampf mehr Kompetenz beim Bund vorstellen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im Kampf gegen das Coronavirus für mehr Kompetenzen in Bundeshand geworben.

Er habe schon immer gesagt: "Ich hätte mir mehr Kompetenzen des Bundes über das Infektionsschutzgesetz vorstellen können, das die Länder auch zu klaren Regeln zwingt. Ich bin da sehr dafür und offen", sagte der CSU-Chef in den ARD-Tagesthemen.

Hier >>>mehr zu Söders Aussagen.

Update 28. März, 15.20 Uhr: FDP-Politiker fordern Modellversuch zur Durchimpfung ganzer Region

Mehrere Landtagsabgeordnete der FDP fordern einen Modellversuch, bei dem unabhängig von den derzeit gültigen Prioritätsstufen alle Impfwilligen in einer stark von Corona betroffenen Region durchgeimpft werden.

Denkbar sei ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt im Corona-Hotspot Ostbayern, schlugen Alexander Muthmann, Christoph Skutella und Sebastian Körber am Sonntag in einem Schreiben an Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vor.

Die drei Abgeordneten vertreten die besonders belasteten Regierungsbezirke Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken im Bayerischen Landtag. Sie wollen erreichen, dass auf dem geplanten bayerischen Corona-Impfgipfel in der kommenden Woche ein solches Modellprojekt beschlossen wird. Das Durchimpfen sollte nach ihren Vorstellungen in einem Zeitraum von zwei Wochen passieren.

Der Modellversuch könne darüber Aufschluss geben, wie sich die Durchimpfung der Bevölkerung auf die Inzidenz in der Region im Vergleich zu allen anderen Regionen in der Nachbarschaft auswirke, teilten die Politiker mit.

Auch könne damit herausgefunden werden, wie sich das Infektionsgeschehen in Kindergärten und Schulen entwickele, wenn Schüler noch nicht geimpft seien, aber alle Erwachsenen in ihrem Umfeld.

Von den Erfahrungen in der Praxis könnten anschließend alle Teile Bayerns profitieren.

Update 28. März, 11.50 Uhr: Nach Neueinstufung durch RKI: Grenzkontrollen gehen zunächst weiter

Die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol sind am Sonntagmorgen trotz veränderter Risikoeinstufung durch das Robert Koch-Institut weitergegangen.

Es gebe aktuell keine Veränderung zum Samstag, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Vormittag. Das RKI hatte am Freitag bekanntgeben, mit Wirkung zum Sonntag 0.00 Uhr Tschechien und Tirol nicht mehr als Virusvariantengebiete einzustufen sondern nur noch als Hochinzidenz- beziehungsweise "normales" Risikogebiet. Die Einstufung als Virusvariantengebiet ist Basis verschärfter Einreisebestimmungen.

Am Grenzübergang Kiefersfelden zu Österreich lief der Verkehr am Sonntagvormittag ohne größere Behinderungen. Auch von anderen Grenzübergängen waren keine größeren Probleme bekannt. Vom zuständigen Bundesinnenministerium hatte es zuletzt geheißen: "Die Entscheidungsprozesse zu den aus der veränderten Einstufung resultierenden Maßnahmen laufen noch."

Was die Regeln nach der bayerischen Quarantäneverordnung angeht, die unter anderem verschärfte Test-, Anmelde- und Quarantänepflichten für Virusvariantengebiete vorsieht, entfaltet die veränderte Einstufung beim RKI ohnehin erst langsam ihre Wirkung.

Hier reicht es, sich in den zehn Tagen vor Einreise in seinem solchen Gebiet aufgehalten zu haben. Das gilt auch dann, wenn es inzwischen nicht mehr so eingestuft ist.

Update 28. März, 9.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in allen bayerischen Kreisen über 50

In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Landkreisen und kreisfreien Städten über 50.

Am Sonntagmorgen wies das Robert Koch-Institut erstmals in der dritten Corona-Welle keinen Kreis mit niedrigeren Werten - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen - aus. Noch am Samstag hatten die Stadtkreise Aschaffenburg und Ansbach unter der Marke gelegen.

Auch am Sonntag wiesen Ansbach mit 50,2 und Aschaffenburg mit 56,3 noch die niedrigsten Inzidenzen in Bayern auf. Die höchsten Werte gab es im Stadtkreis Hof mit 353,5 und dem Landkreis Cham mit 322,7. Die bayernweite Inzidenz lag bei 135,8. Inzwischen liegen 70 bayerische Kreise über der Marke von 100, nur noch 26 befinden sich darunter.

Das Überschreiten der Grenzwerte führt nicht automatisch zu sofortigen Änderungen. In vielen Fällen gibt es zeitliche Vorläufe.

Bei der Frage, ob Geschäfte geöffnet oder geschlossen werden, muss die entsprechende Inzidenz beispielsweise mindestens drei Tage in Folge über- oder unterschritten werden.

Update 28. März, 8 Uhr: Tirol und Tschechien keine Virusvariantengebiete mehr

Eine Bundespolizistin kontrolliert die Dokumente eines aus Österreich kommenden Reisenden an einer Kontrollstelle an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland.
Eine Bundespolizistin kontrolliert die Dokumente eines aus Österreich kommenden Reisenden an einer Kontrollstelle an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland.  © Matthias Balk/dpa

Tschechien und Tirol sind in der Risikoeinstufung des Robert Koch-Instituts zurückgerutscht.

Seit Sonntag 0 Uhr gelten sie nicht mehr als Virusvariantengebiet. Diese Einstufung bringt besonders starke Einreiseeinschränkungen mit sich. Sofortige weitgehende Lockerungen bedeutet die Änderung allerdings nicht. Wie es mit den aktuell geltenden Grenzkontrollen weitergeht, blieb zunächst offen.

Die Einstufung als Virusvariantengebiet bringt unter anderem Einreisebeschränkungen, eine längere, 14-tägige Quarantäne ohne Möglichkeit sich freizutesten und die Verpflichtung bereits bei Einreise einen negativen Coronatest vorzulegen mit sich. Die größte Veränderung ist für Tirol zu erwarten, das künftig nur noch als "normales" Risikogebiet gilt. Tschechien bleibt Hochinzidenzgebiet, so dass dort weniger Erleichterungen erwartet werden.

Für beide Länder gilt, dass die Einstufung als Virusvariantengebiet auch nach ihrem Ende noch einige Zeit nachwirkt. Für die verschärfte Test-, Anmelde- und Quarantänepflicht reicht es, sich in den zehn Tagen vor Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten zu haben, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei.

Zu Grenzkontrollen hieß es vom zuständigen Bundesinnenministerium, am Samstag, dass es noch keinen neuen Stand gebe.

Am Freitag hatte es geheißen: "Die Entscheidungsprozesse zu den aus der veränderten Einstufung resultierenden Maßnahmen laufen noch."

Update 27. März, 12.09 Uhr: Bayern-FDP wirft Regierungen in Bund und Land Versagen vor

Mit schweren Vorwürfen gegen die Corona-Politik der Regierungen in Bund und Land hat am Samstag Bayerns FDP-Chef Daniel Föst den Landesparteitag der Freien Demokraten eröffnet.

"Die Regierungen rennen von Desaster zu Desaster", sagte Föst. "Wir kriegen die großen Themen nicht gewuppt." Föst sprach von Regierungsversagen.

Es müsse jetzt das Impfen rund um die Uhr angegangen werden. Es mache ihn sprachlos, dass Corona-Selbsttests, die im Nachbarland Österreich zugelassen sind, in Deutschland noch einmal neu zugelassen werden müssten.

"Ich werde zunehmend wütend, wie der Großteil der Bevölkerung", sagte Föst. "Wenn wir die Menschen im Kampf gegen Corona verlieren, dann verlieren wir am Ende den Kampf gegen Corona."

Die FDP stellt im bayerischen Landtag mit elf Abgeordneten die kleinste der sechs Fraktionen. Nach Fösts Angaben hat die Partei im Freistaat derzeit mehr als 7000 Mitglieder - so viele wie nie zuvor.

Im Laufe des Online-Parteitages sollen die Delegierten unter anderem einem Leitantrag zustimmen, der die Verbesserung der digitalen Ausstattung von Schulen zum Ziel hat.

Update 27. März, 10.41 Uhr: Regeln bei Einreise aus Tirol und Tschechien nicht sofort lockerer

Bei der Aus- und Einreise gelten zunächst noch meist strenge Regeln. (Archiv)
Bei der Aus- und Einreise gelten zunächst noch meist strenge Regeln. (Archiv)  © Tobias C. Köhler/dpa

Viele Einreisende aus Tschechien und Tirol müssen auch nach Wegfall der Einstufung als Virusvariantengebiet in der Nacht zum Sonntag noch verschärfte Quarantäne-, Test- und Anmeldepflichten erfüllen.

Entscheidend sei, ob man sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet aufgehalten habe, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei, wie dies für Tschechien und Tirol mit Wirkung ab Sonntag 0 Uhr gilt.

Bei Einreisenden, die in den vergangenen 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, ist die Quarantäne mit 14 Tagen länger. Zudem können sie sich nicht fünf Tage nach Einreise freitesten.

Auch bei der Einreise gelten zunächst noch strengere Regeln: Wer in den zehn Tagen vor Einreise in einem Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet war, muss schon bei der Einreise einen negativen Test vorlegen. Bei Einreise aus einem normalen Risikogebiet wäre dies auch nachträglich möglich. Dies ist vor allem für Tirol relevant, Tschechien ist noch Hochinzidenzgebiet.

Zur Frage, ob es weiter Grenzkontrollen geben wird, verwies das bayerische Ministerium auf den Bund.

Update 27. März, 10.36 Uhr: Besuchsregeln in Heimen gelockert

Bewohner von Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen in Bayern können seit Samstag wieder mehr Besuch empfangen.

Die Beschränkung auf eine Person pro Tag fällt weg, wie aus der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervorgeht.

Der Schritt wird damit begründet, dass in den Einrichtungen bereits sehr viele Menschen geimpft sind. Besucher müssen weiter einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Dies ist nun aber auch mit einem Selbsttest unter Aufsicht in der Einrichtung möglich.

Update 27. März, 9.29 Uhr: Minister Holetschek appelliert: Nicht in den Urlaub fahren

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat an die Bürger appelliert, derzeit nicht in den Urlaub zu fahren.

"Das Virus kennt keine Landesgrenzen und keine Osterferien", sagte der CSU-Politiker. Wer dennoch reise, solle sich testen lassen - schon bevor ab Dienstag die Corona-Testpflicht vor der Einreise per Flugzeug gilt.

"An den drei bayerischen Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen gibt es ausreichend kostenlose Testmöglichkeiten bei der Ankunft", sagte Holetschek.

Weiter sagte der Minister, in mehr als 800 Apotheken in Bayern könnten sich die Bürger mit einem Antigen-Schnelltest mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Eine Liste der teilnehmenden Apotheken sei auf der Webseite des Gesundheitsministeriums abrufbar.

Auch die lokalen Testzentren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten stünden neben Apotheken und Ärzten zur Verfügung.

Update 26. März, 21 Uhr: Tschechien verlängert Corona-Notstand um zwei Wochen

In Tschechien wird der Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert.

Im Parlament in Prag stimmten am Freitagabend 53 Abgeordnete dafür. Dagegen waren 34. Ministerpräsident Andrej Babis sagte, es gebe Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown sein könnte. Zugleich bat er seine Landsleute um Geduld.

Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen.

Update 26. März, 17 Uhr: Einreise aus Tirol und Tschechien könnte leichter werden

Polizisten kontrollieren nahe dem Aschauer Ortsteil Sachrang vom Kufsteinerland in Tirol die nach Österreich fahrenden Autos.
Polizisten kontrollieren nahe dem Aschauer Ortsteil Sachrang vom Kufsteinerland in Tirol die nach Österreich fahrenden Autos.  © Peter Kneffel/dpa

Das Robert Koch-Institut stuft Tirol und Tschechien nicht mehr als sogenannte Virusvariantengebiete ein. Damit könnten Einreisebeschränkungen wegfallen.

Derzeit gibt es noch Grenzkontrollen an den Grenzen zu Tirol und Tschechien. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch "normales" Risikogebiet ist. Tschechien bleibt dagegen Hochinzidenzgebiet mit Werten über 200.

Die Einstufung als Gebiete, in denen besonders ansteckende und gefährliche Virusvarianten verbreitet sind, war am 14. Februar erfolgt. Von dort dürfen derzeit nur Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzpendler mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen bei Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

Für Hochinzidenzgebiete gilt weiter, dass Einreisende aus diesen Gebieten, einen negativen Corona-Test vorlegen müssen.

Bei Einreise aus Risikogebieten muss er binnen 48 Stunden erfolgen. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen.

Update 26. März, 15.45 Uhr: Bayerischer Handel: Sehr viel mehr Geschäfte bedroht

Durch die sich hinziehenden Einschränkungen im Einzelhandel sieht der Handelsverband Bayern sehr viel mehr Geschäfte in ihrer Existenz gefährdet.

Inzwischen geht der Verband von bis zu 19.000 bedrohten Betrieben aus, wie er am Freitag mitteilte. Vor Wochenfrist lag die Schätzung noch bei bis zu 10.000. Die Zahl der nach Ansicht von Geschäftsführer Bernd Ohlmann auf der Kippe stehenden Jobs verdoppelt sich dadurch auf 50.000.

"Wir befürchten eine große Pleitewelle im Handel, denn die groß angekündigten staatlichen Hilfszahlungen kommen bislang nur schleppend und spärlich an", sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff.

Viele Geschäfte hätten seit dem 16. Dezember nicht mehr öffnen dürfen, sagte Puff. Seither geht er von Umsatzverlusten von rund 6 Milliarden Euro im bayerischen Einzelhandel aus.

Puff erneuerte daher die Forderung des Handelsverbands nach Öffnungen.

Update 26. März, 15.15 Uhr: Steigende Inzidenz in München

Update 26. März, 11.50 Uhr: Polizei verstärkt Kontrollen zu Ostern - Appell: Hotspots meiden

Ausflugsverkehr und Besucherströme sollen zu Ostern verstärkt von der Polizei im Auge behalten werden. (Archiv)
Ausflugsverkehr und Besucherströme sollen zu Ostern verstärkt von der Polizei im Auge behalten werden. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei Ausflugsverkehr und Besucherströme in den Osterferien in geordneten Bahnen halten.

Um insbesondere Wildparken zu verhindern, wollen die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von diesem Samstag an bis zum Ende der bayerischen Sommerferien im September 2021 die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen an den Seen und in Wandergebieten Oberbayerns verstärkt überwachen.

Gegenseitige Rücksichtnahme erwarte die Polizei in gleicher Weise von Anwohnern und Ausflüglern, sagte Polizeipräsident Robert Kopp.

Ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums sagte am Freitag, die Polizei in Bayern sei sensibilisiert, die Lage zu beobachten und - wenn notwendig - mit verstärkter Präsenz vor Ort zu sein.

Verstöße würden konsequent kontrolliert, es gebe Bußgelder. Wie der Ausflugsverkehr an Ostern aussehen werde, sei noch unklar. "Es lässt sich nicht prognostizieren, wie die Leute reagieren werden", sagte der Sprecher.

Er verwies jedoch auf den Appell der Kanzlerin zum Verzicht auf Reisen und mahnte die Menschen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben oder jedenfalls beliebte Ausflugsorte zu meiden.

Update 26. März, 11.33 Uhr: Kreise: Bayerischer Corona-Impfgipfel am kommenden Dienstag

In der kommenden Woche soll es in Bayern einen Corona-Impfgipfel geben.

Das hat Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Freitag nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Schalte des CSU-Vorstands angekündigt.

Demnach will die Staatsregierung am Dienstag mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten beraten, wie die Impfungen gegen das Coronavirus schneller möglich werden.

Ab 1. April sollen in Bayern schrittweise die Arztpraxen in das Impfmanagement integriert werden. Im April erwartet die Staatsregierung rund 2,3 Millionen Impfdosen für Bayern.

Die Impfzentren sollen davon etwa 1,4 Millionen Impfdosen bekommen, die Arztpraxen 942.641.

Update 26. März, 6.18 Uhr: Bernreiter: Landkreise können nicht eigenmächtig lockern und öffnen

Landkreistagspräsident Christian Bernreiter hat vor Hoffnungen gewarnt, dass es Öffnungskonzepte wie in Tübingen in ganzen Landkreisen in Bayern geben könnte.

Eine Aussage von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) könne hier einen falschen Eindruck erwecken, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Merkel hatte am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag gesagt, es sei "keinem Oberbürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock getan wird". Sie nahm damit auf mit Testpflichten verbundene Öffnungskonzepte Bezug.

"Die Aussage der Bundeskanzlerin erweckt womöglich bei vielen Menschen den Eindruck, jeder Landrat könne eine eigene Öffnungsstrategie verfolgen. Dieser Eindruck wäre falsch", sagte Bernreiter. Entscheidend für Öffnungen seien alleine die Inzidenzwerte. Und die Landratsämter handelten als weisungsgebundene untere staatliche Verwaltungsbehörde, maßgebend sei die bayerische Corona-Verordnung. Zudem betonte Bernreiter: "Da die Inzidenzwerte in Bayern erheblich über den Zahlen in Tübingen und Rostock liegen, ist die Situation keinesfalls miteinander zu vergleichen."

In Bayern sollen im Laufe der kommenden Woche acht Städte als Modellregionen für vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen etwa in Handel oder Kultur ausgewählt werden. Pro Regierungsbezirk soll es je eine Stadt sein, in Oberbayern zwei - aber eben keine Landkreise. Grundsätzlich sollen Städte in Frage kommen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 150 haben.

Bayern folgt damit einem Modell, das in Tübingen in Baden-Württemberg schon erprobt wird. An Teststationen können die Menschen dort kostenlose Corona-Tests machen. Mit einem negativen Ergebnis kommen sie in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

Update 25. März, 21 Uhr: 500 Euro Bußgeld für Sibler wegen Geburtstags-Fotos

Minister Bernd Sibler (50, CSU) muss nun eine Strafe zahlen.
Minister Bernd Sibler (50, CSU) muss nun eine Strafe zahlen.  © Kay Nietfeld/dpa

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) muss wegen eines mitten in der Pandemie entstandenen Geburtstags-Fotos mit mehreren Gratulanten ein Bußgeld von 500 Euro bezahlen.

Das teilte das Landratsamt in Deggendorf am Donnerstagabend mit.

Das Zusammentreffen im Garten des Ministers in Plattling sei ein Verstoß gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gewesen. Sibler hatte vor gut vier Wochen seinen 50. Geburtstag begangen und sich unter anderem mit dem Bürgermeister der Stadt für einen Zeitungsbericht fotografieren lassen.

Dafür war er bereits von Staatskanzleichef Florian Herrmann gerüffelt worden. Dieser sprach von einem "unglücklichen Vorgang" und verwies auf die Vorbildfunktion von Politikern.

Sibler selbst hatte damals erklärt, das besagte Foto sei im dienstlichen Kontext entstanden und zeige die offizielle Gratulation der Stadt Plattling, zudem seien bei diesem wenige Minuten dauernden Treffen an der frischen Luft die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten worden.

Update 25. März, 14.57 Uhr: 2,6 Millionen zusätzliche FFP-2-Masken für Bayerns Lehrer

Bayerns Lehrerinnen und Lehrer erhalten 2,6 Millionen weitere FFP-2-Schutzmasken im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

"Der Gesundheitsschutz für die Lehrkräfte hat für mich höchste Priorität", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München. Die Auslieferung der FFP-2-Masken beginne in den Osterferien.

Gleichzeitig soll das Förderprogramm für mobile Luftreinigungsgeräte verlängert werden. Die kommunalen und privaten Schulaufwandsträger könnten auch weiterhin für alle Räume in Schulen Fördermittel für mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion beantragen, sagte der Minister.

"Ich fordere die Kommunen auf, die Mittel abzurufen und zeitnah noch mehr mobile Luftreinigungsgeräte zu besorgen. Zusammen mit unserem umfassenden Hygienekonzept und der Teststrategie sorgen Luftreinigungsgeräte für noch mehr Sicherheit", sagte Piazolo.

Die Förderung erfolget nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge.

Update 25. März, 12.45 Uhr: Holetschek: Entscheidung über Corona-Modellregionen kommende Woche

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will kommende Woche die Modellregionen bekannt geben. (Archiv)
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will kommende Woche die Modellregionen bekannt geben. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Die Auswahl der acht Modellregionen für vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen etwa in Handel oder Kultur soll im Lauf der kommenden Woche erfolgen.

"Die Städte werden wir im Gesundheitsministerium anhand bestimmter Parameter auswählen. Das Interesse ist sehr hoch", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Bislang gebe es noch keine Festlegungen, außer dass es pro Regierungsbezirk je eine Stadt sein soll, aus Oberbayern zwei.

Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag den Plan in seiner Regierungserklärung erläutert, er geht zurück auf den Beschluss von Bund und Ländern von Anfang der Woche. Demnach kommen grundsätzliche die Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben.

Zahlreiche Städte, darunter München, Würzburg und Coburg, hatten bereits ihr Interesse angemeldet. Holetschek betonte, in die Auswahl werde nicht nur eingerechnet, wer sich eigenständig bewerbe.

Es würde darüber hinaus auch geschaut, welche Regionen sonst geeignet seien.

Update 25. März, 11.53 Uhr: Aiwanger will möglichst früh Gastronomie öffnen

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft.  © Peter Kneffel/dpa Pool/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will in der Corona-Krise möglichst bald Öffnungsschritte für die Gastronomie erwirken.

"Ich glaube, wir hätten die technischen Voraussetzungen - wenn wir das bundesweit akzeptieren würden, dass man mit negativem Test reingeht - müsste das jetzt schon möglich sein", sagte Aiwanger am Donnerstag im Landtag.

Der Minister sprach von "behaupteten Risiken", die es nun zu eliminieren gelte, beispielsweise durch Negativtests, durch FFP-2-Masken und Lüftungsgeräte. "Um diese Begründungen, die vielleicht vor einem Jahr noch richtig waren, jetzt beiseite zu schieben und Wirtschaft wieder ins Laufen bringen zu können, ohne Infektionsrisiken zu erhöhen", sagte Aiwanger.

Studien hätten gezeigt, dass Luftreinigungsgeräte große Wirkung erzielen könnten. Er wünsche sich, dass die nächste Ministerpräsidentenkonferenz bei ihren Beschlüssen die technischen Möglichkeiten miteinbeziehe.

Aiwanger erklärte, er habe sich Öffnungsschritte bereits zu Ostern gewünscht. "Ich glaube, wir hätten es auch mit negativem Corona-Test riskieren können", sagte der Wirtschaftsminister, ungeachtet stark steigender Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen.

Update 25. März, 10.11 Uhr: Bayern erwartet im April rund 2,3 Millionen Corona-Impfdosen

Bayern erwartet im April rund 2,3 Millionen Corona-Impfdosen.

Die Impfzentren erhielten davon etwa 1,4 Millionen Impfdosen, die Arztpraxen 942 641, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag im Landtag in München.

Bayern erhält damit 15,78 Prozent der Impfdosen, die im nächsten Monat für ganz Deutschland erwartet werden (etwa 14,978 Millionen).

Update 25. März, 8.25 Uhr: Inzidenzen: Nur noch ein bayerischer Landkreis unter 50

Nur noch ein bayerischer Landkreis liegt unter der für die Corona-Maßnahmen bedeutsamen Inzidenz von 50.

Das Robert Koch-Institut wies am Donnerstag für den mittelfränkischen Stadtkreis Ansbach einen Wert von 35,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus. Alle anderen 95 kreisfreien Städte und Landkreise lagen über 50.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern gibt es laut RKI im Stadtkreis Hof mit 403,7 sowie in den Landkreisen Cham und Schwandorf mit 289,8 und 282,0. Insgesamt lagen 58 Land- und Stadtkreise über 100, 37 zwischen 50 und 100 und einer unter 50.

Das Überschreiten der Grenzwerte führt nicht automatisch zu sofortigen Änderungen. In vielen Fällen gibt es zeitliche Vorläufe. Bei der Frage ob Geschäfte geöffnet oder geschlossen werden, muss die entsprechende Inzidenz beispielsweise mindestens drei Tage in Folge über- oder unterschritten werden.

Update 24. März, 19.30 Uhr: Gottesdienste in Bayern bleiben zu Ostern erlaubt

Gläubige in Bayern müssen zu Ostern nicht auf den Besuch einer Kirche oder einer Synagoge verzichten.

Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) stellte am Mittwoch nach einem Gespräch mit Vertretern der christlichen Kirchen und dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in München klar, "dass sich an der Möglichkeit der Präsenzgottesdienste nichts ändert". Im Rahmen der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung könnten Ostergottesdienste stattfinden, sie sollen "weiterhin uneingeschränkt zulässig" sein.

Zwar empfehle die Staatsregierung den Gemeinden, digitale Formate anzubieten und auszuweiten. Aber: "Wir wollen da überhaupt keinen Druck ausüben." In dieser Strategie bestehe "Einvernehmen" zwischen der Staatsregierung und den Religionsgemeinschaften, sagte Herrmann.

Die Kirchen hatten zuvor kritisiert, dass sie von der Bitte von Bund und Ländern, an Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, überrascht worden seien.

Update 24. März, 18.30 Uhr: Nürnberg setzt bei Kontakt-Nachverfolgung auf Luca-App

Die Stadt Nürnberg nutzt die Luca-App für Kontaktnachverfolgungen in der Corona-Krise.

Dafür hat die Stadt nach eigenen Angaben vom Mittwoch einen Kooperationsvertrag mit dem Anbieter der App, der culture4life GmbH in Berlin, geschlossen. Nürnberg sei die erste Stadt in Bayern, die auf die Luca-App setzt. Die Bürger könnten die App bereits kostenlos auf ihre Handys laden. Für den Landkreis Nürnberg soll sie in Kürze freigeschaltet werden.

Die App ermögliche es Menschen im Falle weiterer Lockerungen, Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Kulturveranstaltungen zu besuchen, ohne dafür Zettel ausfüllen zu müssen. Stattdessen würden sie digital registriert, teilte die Stadt mit. Auch bei privaten Treffen könnten auf diese Weise Kontakte nachverfolgt werden. Die Daten werden verschlüsselt an das Gesundheitsamt übermittelt.

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hat sich die App nach eigenen Angaben bereits heruntergeladen. "Die Nutzung der App vereinfacht bei Einhaltung aller Corona-Hygienevorgaben eine schrittweise Rückkehr in ein normaleres Leben in der Stadt."

Update 24. März, 17.30 Uhr: Bündnis fordert inzidenzunabhängiges Öffnungskonzept für München

Zahlreiche prominente Unterstützer aus Kunst, Kultur und Gastgewerbe haben die Politik aufgefordert, für die Landeshauptstadt Öffnungsstrategien unabhängig von Inzidenzwerten zu entwickeln.

So sollten Aktivitäten im öffentlichen Raum wie Gastronomie und Open-Air-Veranstaltungen ebenso wie Theater-, Konzert- und Kinobesuche ermöglicht und erneute Komplettschließungen verhindert werden, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief.

So sei etwa das "Tübinger Modell" interessant, wonach Bürgerinnen und Bürger nach einem Schnelltest beispielsweise 24 Stunden lang auf Wunsch auch mehrere Geschäfte, Restaurants und Konzerte besuchen können. Initiiert unter anderem von den Münchener Kulturveranstaltern, der Tourismusinitiative München und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättengewerbe haben sich inzwischen mehr als 130 Unterzeichner für den Aufruf gefunden.

Darunter sind auch prominente Namen wie Nikolaus Bachler, Intendant der Bayerischen Staatsoper, der Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, Matthias Mühling, oder der Intendant des Gärtnerplatztheaters, Josef Köpplinger.

Auch der Bezirk Oberbayern gehört im Namen von "1242 Gastronomen und Hoteliers in München und Landkreis" zu den Unterstützern.

Update 24. März, 17 Uhr: Söder wünscht sich weitere Maßnahmen gegen Auslandsreisen

Deutschland muss nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der aktuellen Corona-Krise konsequent gegen Auslandsreisen vorgehen.

Das Minimum sei, "dass jeder, der Deutschland verlässt und wiederkommt, dann einen negativen Test vorlegen muss", sagte Söder am Mittwoch in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München. Weiter betonte er: "Und mir wäre es lieber, uns würden noch ein paar andere Maßnahmen einfallen."

Die Bundesregierung hatte Mallorca kürzlich von der Liste der Risikogebiete gestrichen und die Reisewarnung wegen stark gesunkener Infektionszahlen aufgehoben. Damit entfiel auch die Quarantäne für Rückkehrer. Das hat zu einem Buchungsboom geführt, aber auch zu hitzigen Diskussionen.

Es sei "einfach für die Menschen schwer verständlich und akzeptabel", dass man bei uns kein Ferienhaus und keine Ferienwohnung buchen könne, umgekehrt aber auf Mallorca großer Urlaub gemacht werden könne, sagte Söder. "Und wenn dann noch die Entscheidung kommt, quasi, dass man reisen kann ohne jedes Schutzkonzept, dann ist das falsch."

Bund und Länder hatten sich daraufhin in dieser Woche darauf verständigt, dass alle Reisenden, die aus dem Ausland zurückkehren, künftig einen Corona-Test machen, auch wenn sie aus einem Nichtrisikogebiet wie aktuell Mallorca kommen.

Fluggesellschaften hatten zugesagt, über Ostern Reisende vor der Rückkehr auf der Insel zu testen.

Update 24. März, 16.30 Uhr: Scharfe Kritik des CSU-Mittelstands an Corona-Durcheinander

In der CSU gibt es großen Ärger über das Hin und Her in der Berliner Coronapolitik.

Die CSU-Mittelstandsunion kritisierte am Mittwoch insbesondere die Verkündung und anschließende Rücknahme der erweiterten Osterruhe: "Auch wenn die Bundeskanzlerin ihre Entscheidung korrigiert hat, ist der Schaden immens", sagte der Vorsitzende Franz Josef Pschierer.

"Vor allem ist das Vertrauen in eine professionelle und verlässliche Regierungspolitik massiv beschädigt", kritisierte der CSU-Landtagsabgeordnete.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach heftigen Protesten aus der Wirtschaft am Vormittag die am Vortag gemeinsam mit Ländern beschlossene Osterruhe gestrichen und sich bei den Bürgern entschuldigt.

Pschierer kritisierte grundsätzlich eine fehlende Beteiligung der Parlamente: "Hier fehlt jegliche Transparenz. Eine Ministerpräsidentenkonferenz ist keine "Ersatzregierung"", sagte der frühere bayerische Wirtschaftsminister. "So weitreichende Entscheidungen bedürfen auch einer offenen parlamentarischen Diskussion." Überrascht sei er, dass einige Länderchefs jetzt den Eindruck erweckten, als seien sie bei dieser Veranstaltung gar nicht dabei gewesen. "Wie sonst ist es zu erklären, dass es hier keinen oder nur wenig Widerspruch gab."

Die Osterruhe sollte eigentlich am Gründonnerstag beginnen und sah vor, dass bis einschließlich Ostermontag das öffentliche Leben bis auf wenige Ausnahmen völlig heruntergefahren werden sollte. Der Gründonnerstag und der Karsamstag sollten dafür zu Ruhetagen erklärt werden.

Daran wurde aber Kritik laut. Es gab zudem große Verwirrung um die praktische Umsetzung.

Update 24. März, 15 Uhr: Auch an den Osterfeiertagen soll geimpft werden

Die Impfungen sollen in Bayern auch an den Feiertagen fortgeführt werden.
Die Impfungen sollen in Bayern auch an den Feiertagen fortgeführt werden.  © Christoph Schmidt/dpa

In Bayern sollen die Corona-Impfungen auch an den Ostertagen fortgesetzt werden.

Das Gesundheitsministerium in München erklärte am Mittwoch, dass die Impfzentren im Freistaat möglichst an jedem Tag unabhängig von Feiertagen den Bürgern ein Impfangebot ermöglichen sollen.

"Abhängig von einer regionalen Nachfrage und einer individuellen Terminplanung der Impfzentren sind regionale Unterschiede in den Öffnungszeiten jedoch möglich", erläuterte ein Sprecher.

Bundesweit war zunächst geplant worden, wegen der Pandemie von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche Leben weitgehend herunterzufahren.

Am Mittwoch hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dann mitgeteilt, dass sie die in der Nacht auf Dienstag von Bund und Ländern beschlossene Osterruhe nicht umsetzen werde.

Update 24. März, 14.44 Uhr: Söder entschuldigt sich bei den Bürgern

Nach der Entschuldigung der Kanzlerin hat sich auch Ministerpräsident Markus Söders bei den Bürgern entschuldigt.

Der CSU-Chef machte klar: Gründonnerstag und Karsamstag werden keine Feiertage, ansonsten bleibt es bei den verkündeten Regeln.

Update 24. März, 14.40 Uhr: 225 neue Fälle in München

Update 24. März, 13.58 Uhr: Bayerische Wirtschaft begrüßt Rücknahme der Osterruhe

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) begrüßt die Rücknahme der geplanten Osterruhe.

"Die Wirtschaft kämpft gegen die enormen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zusätzliche Kostenbelastungen durch die Ruhetage wären nicht akzeptabel gewesen", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Mittwoch.

Die Unternehmen seien keine Treiber der Pandemie. Sie wünschten sich in der Krise aber "im besonderen Maße mehr Planungssicherheit durch politische Prozesse im Bund".

Bund und Länder wollten das wirtschaftliche, öffentliche und private Leben über Ostern herunterfahren, um die dritte Welle der Pandemie zu bremsen.

Nach heftiger Kritik nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel den Plan wieder zurück.

Update 24. März, 12.46 Uhr: Polizeigewerkschaft Bayern fordert "Versammlungs-Lockdown"

Nach erneuten Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen die geltenden Corona-Maßnahmen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bayern einen "Versammlungs-Lockdown" gefordert.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 24. März, 9.40 Uhr: Russen wollen in Schwaben Corona-Impfstoff produzieren

Der russische Pharmakonzern R-Pharm will von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen den in Moskau entwickelten Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren.

"Wir unternehmen alle Anstrengungen, damit es im Sommer losgehen kann", sagte R-Pharm-Manager Alexander Bykow der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. In Illertissen könnten monatlich Millionen Dosen produziert werden.

Den gesamten Beitrag findest du >>> hier.

Update 24. März, 9.31 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister fordert Verlängerung von Coronahilfen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) verlangt mehr Coronahilfen. (Archiv)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) verlangt mehr Coronahilfen. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Die Coronahilfen sollten nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler) bis Ende September verlängert werden.

"Lockdown-Verlängerung und Fortführung der Überbrückungshilfe über Juni hinaus gehen Hand in Hand.

Denn wer den Unternehmen weiter das Arbeiten verbietet, muss auch für die finanzielle Kompensation sorgen", sagte Aiwanger am Mittwoch der "Wirtschaftswoche".

Der Wirtschaftsminister sieht den Bund "ganz klar in der Pflicht". "Solange nicht eine kritische Masse geimpft ist, wird es auch keine grundlegende Normalisierung geben." Die Überbrückungshilfe müsse deshalb zumindest bis Ende September 2021 verlängert werden.

Aiwanger sprach sich zudem dafür aus, die Hilfen auszuweiten und Betriebe und Branchen in den Blick zu nehmen, die momentan durchs Raster fallen.

Als Beispiel nannte er Start-ups, die nach dem 30. April 2020 gegründet wurden oder Kleinunternehmer. Als Lösung schlug Aiwanger für Personalgesellschaften einen fiktiven Unternehmerlohn im Sinne einer Betriebskostenpauschale vor.

Update 24. März, 6.36 Uhr: Mehr als drei Millionen Menschen für Impfung in Bayern registriert

Mehr als drei Millionen Menschen haben sich in Bayern über das zentrale Onlineportal für eine Corona-Impfung registriert.

Seit dem Impfstart Ende Dezember hätten sich 3,01 Millionen Menschen auf der Plattform BayIMCO eingetragen, was rund einem Viertel der Bevölkerung des Freistaats entspreche, erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch. Er rief alle Menschen auf, sich auf dem Portal anzumelden, denn das sei der erste Schritt für die Impfung.

Über die Plattform können sich alle Menschen online anmelden und werden dann via SMS oder Mail informiert, wenn sie einen Termin bekommen. Die Entwicklung von BayIMCO («Bayerisches Impfmanagement gegen Corona») hat den Freistaat rund 6,4 Millionen Euro gekostet.

Allerdings scheitern vor allem ältere Menschen häufig an der Online-Anmeldung, weil dazu ein Mobiltelefon notwendig ist. Mittlerweile kann man allerdings mit einer Mail-Adresse bis zu fünf Personen anmelden, nicht mehr nur eine. Das ist insofern wichtig, weil viele Kinder ihre betagten Eltern anmelden.

Wer keine Möglichkeit hat, eine Mobilfunknummer und Mail anzugeben, kann sich auch über ein Callcenter des regionalen Impfzentrums registrieren lassen.

Update 24. März, 6.24 Uhr: Regelstudienzeit in Bayern wird erneut verlängert

Wegen der Corona-Pandemie wird die Regelstudienzeit an Bayerns Hochschulen erneut verlängert.

Die entsprechende Änderung im Bayerischen Hochschulgesetz beschloss der Bayerische Landtag am Dienstag in Zweiter Lesung, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Nach dem Sommersemester 2020 und dem Wintersemester 2020/2021 wird damit auch das Sommersemester 2021 nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet.

"Unsere Studentinnen und Studenten sollen sich weiterhin keine Sorgen um Bafög-Bezug oder Fachsemester-gebundene Regeltermine und Fristen machen müssen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU).

Die Änderung sieht demnach vor, dass sich Termine und Fristen im Zusammenhang mit dem Fachsemester und der Regelstudienzeit automatisch um ein Semester verschieben.

Dies hat unter anderem zur Folge, dass Bafög länger bezogen werden kann.

Update 23. März, 17.25 Uhr: Neue Regeln für Schulunterricht nach Osterferien

Das Kabinett hat neue Regeln für den Schulbetrieb im Freistaat Bayern nach den Osterferien verabschiedet.

>>> Alles zu den Corona-Regeln für den Schulbetrieb findet Ihr hier.

Update 23. März, 14 Uhr: Corona-Marathonsitzungen erschweren Krisenmanagement

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts zu einer abschließenden Pressekonferenz.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts zu einer abschließenden Pressekonferenz.  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Arbeitsweise von der Ministerpräsidenten-Konferenzen (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Corona-Krise massiv kritisiert.

"MPks, die 15 Stunden dauern, bei denen dann die wesentlichen Entscheidungen zwischen ein und drei Uhr nachts gefällt werden, bergen die Gefahr, dass am Ende nicht alle Details geklärt sind und damit auch Kommunikation, gerade auch bei so sensiblen Fragen, schwieriger wird", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Das Verfahren von Bund und Ländern müsse sich deutlich verbessern und "effektiver werden".

"Ich bin aber ohnehin für mehr Transparenz. Ich glaube, dass jede dieser Schalten, wie wir sie haben, besser gleich öffentlich ist", betonte Söder. Dies würde auch zu "mehr Einsichtsfähigkeit" in die Entscheidungen führen.

Bund und Länder hatten in der Nacht auf Dienstag rund 15 Stunden lang um den weiteren Corona-Kurs gerungen. Zwischenzeitlich hatte es dabei wegen inhaltlicher Differenzen auch Befürchtungen gegeben, dass die Videokonferenz ohne Ergebnis abgebrochen werden muss.

Update 23. März, 13.50 Uhr: Holetschek: Erste Hausärzte sollen vom 31. März an impfen

Bayern will schon am 31. März mit dem Impfen gegen das Corona-Virus bei Hausärzten beginnen.

Der Freistaat sei in dieser Angelegenheit mit den Ärzte-Organisationen im Gespräch, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Das Impfen solle zunächst mit 1500 Hausarztpraxen aufgenommen werden. Man wolle keinen Tag verstreichen und ein Zeichen setzen, sagte Holetschek.

Das Vertrauensverhältnis von Hausärztzen und Patienten solle auch zu einer größeren Akzeptanz des Impfstoffs von AstraZeneca führen.

Update 23. März, 13.45 Uhr: Bayern probt weitere Öffnungsschritte in Modellregionen

Im Bayern sollen in drei bis vier Modellregionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern nach Ostern weitere Öffnungsschritte ausprobiert werden.

Unter strengen Schutzmaßnahmen und mit einem Testkonzept könnten für die Dauer von 14 Tagen einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen, beschloss das bayerische Kabinett am Dienstag in München. Damit soll die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten untersucht werden.

Welche Regionen dies sein werden, sagte Markus Söder (CSU) bei der Vorstellung des Beschlusses nicht.

Update 23. März, 13.40 Uhr: Inzidenz von 80 in München

Update 23. März, 13.30 Uhr: Neue Regeln für den Schulunterricht nach den Osterferien

Das bayerische Kabinett hat neue Regeln für den Schulbetrieb nach den Osterferien verabschiedet.

So sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 dann sämtliche Schulklassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München sagte. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht - allerdings mit Ausnahmen.

So findet in den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder Wechselunterricht statt. In die Klassenzimmer dürfen dabei aber nur Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen oder in der Schule einen entsprechenden Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alle anderen müssen per Distanzunterricht lernen.

Auch das an den Schulen tätige Personal soll sich mindestens zweimal wöchentlich selbst testen, auch im Fall der Notbetreuung. Für Kinderbetreuungseinrichtungen bleibt es dagegen bei den bisherigen Regelungen inklusive der Schließung mit dem Angebot einer Notbetreuung ab einer Inzidenz für 100.

In der Mitteilung der Staatskanzlei hieß es, kleinen Kindern seien weder regelmäßige Tests zuzumuten noch könnten von ihnen eigene Vorsichtsmaßnahmen erwartet werden.

Update 23. März, 13.10 Uhr: Bayern will nach den Osterferien Regeln für Handel lockern

Bayern will nach den Osterferien die Corona-Regeln für den Einzelhandel lockern.

Dann sollen Ladenöffnungen mit Hygienekonzept bereits bei einer Inzidenz unter 100 im Land- oder Stadtkreis möglich sein. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Bisher liegt die Grenze dafür bei 50. Mindestabstand, Maskenpflicht und eine Begrenzung der Kundenzahl bleiben erhalten.

Bei einer Inzidenz zischen 100 und 200 soll nach den Osterferien das "Click & Meet" genannte Einkaufen mit Termin bei Vorlage eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests und verschärften Vorgaben für die Kundenzahl möglich sein. Bisher ist "Click & Meet" im Inzidenzbereich zwischen 50 und 100 erlaubt.

Im Einzelhandel gebe es verhältnismäßig wenig Infektionen und die Unternehmen gingen sehr verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten um, begründete Söder den Schritt.

Update 23. März, 12.55 Uhr: Ruhiges Osterfest in Bayern - Geschäfte ab Gründonnerstag zu

Das Osterfest 2021 soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern in diesem Jahr besonders ruhig werden.

Von Gründonnerstag (1. April) bis einschließlich Ostermontag bleiben Betriebe, Behörden und Geschäfte geschlossen, beschloss das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag. Einzige Ausnahme sind Lebensmittelgeschäfte am Karsamstag (3. April), die dann öffnen dürfen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Der Bund erarbeite noch Rechtsgrundlagen, Gründonnerstag und Ostersamstag wie Sonn- und Feiertage zu behandeln - auch was Zuschläge für Arbeitnehmer angehe.

Alle Ansammlungen im öffentlichen Raum werden grundsätzlich untersagt, heißt es in dem Beschluss. Für private Zusammenkünfte gelten die schon eingeführten Inzidenz-Regeln auch an Ostern: In Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dürfen sich zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen - Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

In Gegenden mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 sind Treffen nur mit einer einzigen weiteren Person erlaubt.

Update 23. März, 12.50 Uhr: Söder: Die Lage ist ernst und wird noch sehr viel ernster werden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht Deutschland und Bayern im Kampf gegen Corona in einer gefährlichen Phase.

"Die Lage ist ernst, und sie wird noch sehr viel ernster werden", warnte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Die dritte Welle rollt durch Bayern", sagte er. Und diese sei deutlich gefährlicher, es handle sich quasi um eine komplett neue Pandemie. Sechs Wochen sei es bei den Corona-Zahlen abwärts gegangen, seit vier Wochen gehe es wieder nach oben.

Söder kündigte für den weiteren Weg deshalb einen Dreiklang an: Vorsicht, Restriktion und Motivation. Bis zum Ende der Osterferien werde es jedenfalls keine weiteren Öffnungen mehr geben, sagte Söder.

Zudem habe man sich auf einen Lockdown über Ostern verständigt.

Update 23. März, 12.40 Uhr: Verschärfter Lockdown über die Ostertage in Bayern

Bis Ende der Osterferiensoll es in Bayern keine weiteren Öffnunge mehr geben.

An den Osternfeiertagen kommt die "Osterruhe" mit einem vertieften Lockdown. Gründonnerstag und Karsamstag werden also als gesetzliche Feiertage behandelt. Gastro-to-go bleibt weiterhin möglich.

Lockerungen und Öffnungsperspektiven gibt es erst wieder nach Ostern.

Von Reisen sollen die Bürger Abstand nehmen, erklärte Markus Söder in einer Pressekonferenz am Dienstag.

Bei Einreisen nach Bayern wird künftig in jedem Fall ein negativer Test-Nachweis nötig, so Markus Söder nach der Sitzung in München.

Update 23. März, 9.48 Uhr: Söder: "Oster-Lockdown" soll Corona-Pandemie bremsen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nehmen an einer Pressekonferenz im Kanzleramt nach den Beratungen von Bund und Ländern teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nehmen an einer Pressekonferenz im Kanzleramt nach den Beratungen von Bund und Ländern teil.  © Michael Kappeler/dpa/Pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat das geplante Herunterfahren des öffentlichen Lebens über die Ostertage als guten und notwendigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet.

"Wir haben de facto den Oster-Lockdown", sagte Söder am frühen Dienstagmorgen in Berlin, nach rund zwölfstündigen Beratungen von Bund und Ländern. Ziel sei es, damit Geschwindigkeit aus der Pandemie zu nehmen.

"Wir wissen, dass Corona bleischwer über dem Land liegt", sagte Söder. Man befinde sich aber jetzt in der schwierigsten Phase der Pandemie. Viele unterschätzten die aktuelle Situation. Man dürfe jetzt aber keine Fehler machen. Jetzt habe man es in der Hand, die dritte Welle schneller zu beenden als die vorherige. "Ungeduld darf nicht zu unserer Schwäche werden", mahnte der CSU-Vorsitzende.

Söder sprach von schwierigen Beratungen, betonte aber: "Wir gehen heute nicht mit einem schlechten Gewissen oder einem unguten Gefühl aus der Runde." Man habe eine klare Linie und einen klaren Kurs.

Update 22. März, 17.55 Uhr: Verfassungsgerichtshof lässt aktuelle Corona-Verordnung in Kraft

Die aktuelle bayerische Corona-Verordnung bleibt komplett in Kraft, inklusive der weiterhin geltenden Beschränkungen in Hotspots. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung ab, einzelne Vorschriften darin durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Die Antragsteller hatten Popularklage gegen Corona-Auflagen erhoben, die grundsätzlich oder erst bei Überschreiten des Schwellenwerts einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gelten.

Sie hatten laut Gericht argumentiert, die Vorschriften zum Distanzunterricht in Schulen, zur Schließung von Kitas, zu Öffnungsverboten für bestimmte Handels- und Dienstleistungsbetriebe und zur fortgesetzten Schließung von Gastronomiebetrieben und Kultureinrichtungen seien grundrechtswidrig.

Der Verfassungsgerichtshof lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung allerdings ab. Bei überschlägiger Prüfung sei nicht davon auszugehen, dass die Popularklage in der Hauptsache offensichtlich erfolgreich sein werde. "Nach gegenwärtigem Stand ist nicht erkennbar, dass die angegriffenen Vorschriften aufgrund ihres Regelungsinhalts offensichtlich verfassungswidrig sein könnten."

Update 22. März, 15.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 22. März, 12.41 Uhr: Bayerns Kassenärzte sehen sich für "Mammutaufgabe" Impfen gerüstet

Bayerns Kassenärzte sehen sich für den geplanten Impfstart in den Praxen am 1. April gerüstet.

Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte seien "gewappnet für die Mammutaufgabe", teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in München am Montag mit. Voraussetzung dafür sei aber, dass Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar ist.

Die Impfdosen sollten über Großhandel und Apotheken an die Arztpraxen verteilt werden, forderte die KVB. Diese sollten dann bei den Impfungen möglichst selbst über Termine und Priorisierung von Patienten entscheiden, die Dokumentation müsse dabei "so einfach und unbürokratisch wie möglich" sein.

Bei der Vertreterversammlung am Samstag äußerten die bayerischen Kassenärzte demnach erneut Kritik an "immer neuen Gesetzesvorhaben" des Bundesgesundheitsministeriums zur Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Dies habe zur Folge, dass die Praxen nicht zur Ruhe kommen und sich nicht voll auf die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie konzentrieren könnten, teilte die KVB mit.

Update 22. März, 9.35 Uhr: Lehrer dringen erneut auf Impfungen des Schulpersonals und Tests

Bayerns Lehrer wollen nach den Osterferien nicht ohne Corona-Impfung ins Klassenzimmer zurückkehren.

"Wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben", schreibt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) in einem am Montag veröffentlichten Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

"Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten." Impfung müsse vor Öffnung kommen, hieß es. Zuvor hatten auch andere Medien über den Brief berichtet.

Seit Wochen dringen Lehrerverbände auf rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals und regelmäßige Tests der Schüler.

"Diese Selbsttests der Schülerinnen und Schüler müssen aber zwingend durch Fachpersonal oder durch die Eltern (am besten zu Hause) ausgeführt werden", schreibt der BLLV, und nicht durch die Pädagogen.

Update 22. März, 7 Uhr: Kultusminister zu Schulsituation: Normalität ist noch fern

Eine Schülerin der Grund- und Mittelschule in Kirchenlamitz desinfiziert sich die Hände.
Eine Schülerin der Grund- und Mittelschule in Kirchenlamitz desinfiziert sich die Hände.  © Nicolas Armer/dpa

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) rechnet mit Blick auf die bayerischen Schulen in der Corona-Pandemie nicht mit einer baldigen Rückkehr zur Normalität.

"Wie im Grunde seit einem Jahr haben wir einen Mix von Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht", sagte Piazolo der Augsburger Allgemeinen. "Ich gehe davon aus, dass in der aktuellen Situation sich dieser Trend fortsetzen wird."

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat ist für mehr als 30 Landkreise und kreisfreie Städte von diesem Montag an Distanzunterricht angeordnet worden. Das betrifft rund 2250 Schulen mit mehr als einer halben Million Schülern.

In zahlreichen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten kann es hingegen Präsenz- und Wechselunterricht geben.

Update 21. März, 19.22 Uhr: Söder: Konsequente Anwendung der Notbremse wichtig

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Pandemie an diesem Montag für eine konsequente Anwendung der Notbremse ausgesprochen.

"Klar ist, die Inzidenzen steigen, und die Gefahren sind relativ groß, dass es wieder in die Krankenhäuser hinein wächst", sagte der CSU-Chef am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin".

"Wir sind in einer gefährlichen Situation und müssen aufpassen, dass aus einer dritten Welle keine Dauerwelle kommt." Jetzt neu zu öffnen, würde bedeuten, dass man bis in den Juni, Juli hinein mit der dritten Welle zu kämpfen habe.

"Was für mich ganz wichtig ist, dass wir die Notbremse hart machen." In einigen Bundesländern werde das noch relativ locker gehandhabt. "Da müssten wir uns morgen glaube ich klar darauf vereinbaren."

Forderungen nach einer Abkehr von einer Fokussierung auf den Inzidenzwert erteilte er eine Absage: "Den Inzidenzwert abzuschaffen ist falsch. Weil er der vorausschauendste und beste Wert ist von allen."

Mit der Zeit werde man ihn jedoch ergänzen, beispielsweise mit Impfquoten.

Update 21. März, 17.07 Uhr: Demonstration mit Abstand und Maske gegen den Lockdown

Rund 300 Menschen haben am Sonntag friedlich mit Abstand und FFP2-Masken gegen den Corona-Lockdown in München protestiert.

"Es sind deutlich weniger Demonstranten, als wir erwartet haben", sagte eine Sprecherin der Polizei am Sonntagnachmittag. Die Veranstalter hatten ursprünglich 1000 Teilnehmer angemeldet, auch einige Politiker wie FDP-Fraktionschef Martin Hagen und SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Post wollten an der Demonstration teilnehmen.

"Wer mittels eines negativen Testergebnisses nachweisen kann, nicht infektiös zu sein, kann auch in Regionen mit hoher Inzidenz sicher in den Präsenzunterricht, den Handel, zu Kunst oder Sport gehen", forderte der parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler, Fabian Mehring, vorab in einer Pressemitteilung.

"Schließlich müssen wir nun alles daransetzen, ein gutes Leben mit dem Virus zu organisieren, bis die Pandemie durch Impfung und Therapien final überwunden werden kann."

Auch am Königsplatz war eine Demonstration mit rund 200 Teilnehmern gegen die Corona-Maßnahmen angemeldet, dort kam es nach Angaben der Polizei zu keinen Störungen.

Update 21. März, 17.04 Uhr: Rund ein Drittel der bayerischen Polizisten gegen Corona geimpft

Mehr als ein Drittel der bayerischen Polizisten hat die erste Corona-Impfung erhalten. (Symbolbild)
Mehr als ein Drittel der bayerischen Polizisten hat die erste Corona-Impfung erhalten. (Symbolbild)  © Bundespolizei

Mehr als ein Drittel der Polizisten in Bayern hat die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

"Unser Ziel bleibt, so rasch wie möglich allen Polizeibeamtinnen und –beamten in Bayern eine Impfung anzubieten", erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag in München.

Nach der Entwarnung der Europäischen Arzneimittelagentur habe die Bayerische Polizei die Impfung mit Astrazeneca fortgesetzt, heißt es vom Ministerium. "Die Termine werden alle wahrgenommen", betonte Herrmann.

Allein am Wochenende seien knapp 500 Beschäftigte geimpft worden, am vergangenen Freitag 250.

Update 21. März, 15.30 Uhr: Lehrerverbandschef befürchtet wieder Schulschließungen

Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger befürchtet, dass wegen fehlender Corona-Tests und Impfungen von Lehrern Schulen bald wieder in den Distanzunterricht zurückkehren müssten.

"Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schulen auch in einer dritten Welle zu einigermaßen sicheren Orten zu machen: indem man die Lehrer impft und gleichzeitig mindestens zweimal in der Woche einen Schnelltest für alle Lehrer und Schüler durchführt", sagte Meidinger der "Bild am Sonntag".

Bei beidem hake es massiv. "Ich glaube deshalb nicht, dass wir die Schulen in der dritten Welle offen lassen können."

Seit Beginn der Pandemie seien 500 bis 600 Stunden Unterricht weggefallen, beklagte der Lehrerverbandschef aus Bayern. Selbst der beste Distanzunterricht habe nicht dieselbe Qualität wie Präsenzunterricht. "Langsam stellt sich die Frage, was dieses Schuljahr noch wert ist", sagte Meidinger. Alle Schüler hätten Lücken aufgebaut. Bei 20 Prozent seien sie so groß, dass sie gar nicht mehr begleitend aufgeholt werden könnten.

Die Schulen seien vielerorts als «Versuchslabore» ohne kontrollierte Teststrategien oder Impfangebote geöffnet worden, kritisierte der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), Jürgen Böhm, am Sonntag.

Die Kinder sollten sich am besten noch daheim unter Aufsicht ihrer Eltern testen. Alternativ müssten externe Expertenteams diese Testungen an den Schulen übernehmen.

Update 21. März, 15.20 Uhr: Söder sieht bei Debatte um Osterurlaube viele offene Fragen

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz in der CSU-Parteizentrale.
Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz in der CSU-Parteizentrale.  © Matthias Balk/dpa

In der Debatte um mögliche Osterurlaube fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Prognose für die Corona-Infektionszahlen durch das Robert Koch-Institut (RKI).

Bei der Beratung von Bund und Ländern müsse für eine Entscheidung das Infektionsgeschehen in zwei Wochen "antizipiert" werden, sagte der CSU-Chef am Sonntag in München.

Laut einer Schätzung des RKI könne die Inzidenz nach Ostern bundesweit bei mehr als 300 liegen, betonte Söder. Er erinnerte daran, dass in der Vergangenheit Entscheidungen basierend auf der tagesaktuellen Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gefällt wurden, weshalb diese im Nachhinein wieder revidiert werden mussten.

Söder betonte, er könne verstehen, dass die Menschen Urlaub machen wollten und er sehe auch, dass sich die Debatte wegen der Reisen nach Mallorca verändert habe. Damit die Relation gewahrt bleibe, brauche es in jedem Fall eine Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer und verbindliche Quarantäne-Regeln. Zugleich müsse geschaut werden, wie das RKI die Infektionsgefahr für Urlaube in Ferienwohnungen und Ferienhäusern einschätze.

Generell gelte es bei der Konferenz zu entscheiden, "ob wir aus der dritten Welle, die stark da ist, eine Endloswelle machen", oder man durch ein konsequentes Corona-Management versuche, diese Welle wieder in den Griff zu bekommen, sagte Söder. Durch überstürzte Öffnungen bestehe die Gefahr, in eine Endlosschleife zu kommen.

"Ich weiß sehr wohl, dass die Menschen Hoffnungszeichen brauchen", sagte Söder. Es sei auch für ihn so, "dass das alles wie eine bleierne Wolke über einem liegt".

Zudem brauch es zum Brechen der dritten Welle eine bundeseinheitliche Umsetzung der "Notbremse" in regionalen Hotspots. "Ich bin immer sehr für flexible Lösungen. Wenn Flexibilität aber zu Unübersichtlichkeit führt, dann ist keinem damit geholfen, weil es die Akzeptanz noch mal sinken lässt", sagte Söder.

Er plädierte daher für eine Regelung, die dann für alle Bundesländer verbindlich umzusetzen sei. Ansonsten fühlten sich am auch Ende die Menschen ungerecht behandelt.

Update 21. März, 10.52 Uhr: Lehrerverbandschef befürchtet wieder Schulschließungen

Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger befürchtet, dass wegen fehlender Corona-Tests und Impfungen von Lehrern Schulen bald wieder in den Distanzunterricht zurückkehren müssen.

"Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schulen auch in einer dritten Welle zu einigermaßen sicheren Orten zu machen: indem man die Lehrer impft und gleichzeitig mindestens zweimal in der Woche einen Schnelltest für alle Lehrer und Schüler durchführt", sagte Meidinger der "Bild am Sonntag".

Bei beidem würde es massiv haken. "Ich glaube deshalb nicht, dass wir die Schulen in der dritten Welle offen lassen können."

Seit Beginn der Pandemie seien 500 bis 600 Stunden Unterricht weggefallen, beklagte der Lehrerverbandschef aus Bayern. Selbst der beste Distanzunterricht habe nicht dieselbe Qualität wie Präsenzunterricht.

"Langsam stellt sich die Frage, was dieses Schuljahr noch wert ist", sagte Meidinger. Alle Schüler hätten Lücken aufgebaut. Bei 20 Prozent seien sie so groß, dass sie gar nicht mehr begleitend aufgeholt werden können.

Update 21. März, 7.10 Uhr: Holetschek wirbt um Verständnis für Corona-Maßnahmen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ruft Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dazu auf, die Kontakte auf das Nötigste zu beschränken.

"Wir brauchen weiter Geduld, um Corona einzudämmen. Dazu gehört, die Abstands- und Maskenregeln einzuhalten", betonte der CSU-Politiker am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

"Es war richtig zu entscheiden, dass es am morgigen Montag keine weiteren Öffnungsschritte in Bayern gibt. Denn der Schutz vor weiteren Infektionen muss Vorrang haben", erklärte Holetschek, der derzeit auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist.

Eigentlich waren in Bayern für kommende Woche weitere Öffnungen geplant. Doch wegen der hohen Infektionszahlen müssen Biergärten, Kinos und Theater bayernweit geschlossen bleiben, hatte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitgeteilt.

Am Montag schalten sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen, um über weitere Schritte in der Pandemie-Bekämpfung und die Regelungen für Ostern zu beraten.

Update 20. März, 16.08 Uhr: Stoiber fordert Hilfe für Flößer

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat in einem Brief an die Staatskanzlei um Unterstützung der Flößereien gebeten.

Die Staatsregierung solle prüfen, "ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, den Flößern doch noch zu helfen. Ob sie zum Beispiel eine Nothilfe bekommen können. Oder ob man sie als Härtefälle einstufen kann", sagte der Ex-CSU-Chef dem "Münchner Merkur" (Samstagsausgabe).

Es wäre schade, wenn die Flößereien durch die Pandemie verschwinden würden, so Stoiber. "Ohne die Flöße würde einfach was fehlen. - Bei den Johanni-Prozessionen stehen tausende Menschen an den Brücken. Das erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl."

Die Tradition kommt aus dem Raum Wolfratshausen, der "Internationalen Flößerstadt". Schon im 12. Jahrhundert wurden Flöße dort zur Beförderung von Gütern genutzt. Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Flößerei an der Isar und an der Loisach ihre Hochzeit.

Auf insgesamt 9000 Isarflößen jährlich wurden damals Waren nach München transportiert, darunter Baumaterial wie Tuffstein, Sandstein, Marmor, aber auch Fische, Flusskrebse und Wild. Auch Fahrgäste wurden mitgenommen. Inzwischen ist die Floßfahrt eine Gaudi-Veranstaltung.

Update 20. März, 14.34 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 20. März, 12.42 Uhr: Landkreistagspräsident: Bald 120.000 Impfdosen pro Tag für Bayern

Ein Schild weist in der Münchner Innenstadt auf die Maskenpflicht innerhalb der Fußgängerzone hin.
Ein Schild weist in der Münchner Innenstadt auf die Maskenpflicht innerhalb der Fußgängerzone hin.  © Tobias Hase/dpa

Mehr Impfstoff gegen das Coronavirus für Bayern: Rund 120.000 Impfdosen soll der Freistaat ab Ende April täglich erhalten.

Das sagte der Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). "Das ist deutlich mehr als eine Verdopplung der jetzt täglich zur Verfügung stehenden Impfdosen."

Schon nach dem Impfgipfel am Freitag hatte Ministerpräsident Markus Söder 100.000 zusätzliche Impfdosen für Bayern angekündigt. Die Impfdosen sollen in der Grenzregion zu Tschechien eingesetzt werden, wo die Infektionszahlen besonders hoch sind. Neben Bayern erhalten auch Sachsen, Thüringen, das Saarland und Rheinland-Pfalz zusätzliche Impfdosen.

Bernreiter begrüßte die Entscheidung beim Impfgipfel. "Je mehr geimpft wird, desto besser", betonte der Landrat von Deggendorf im Gespräch mit der Zeitung.

Update 20. März, 12.08 Uhr: Wirtschaft fordert kontrollierte Öffnungen und "Covid-Cockpit"

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) fordert in der Corona-Krise eine Abkehr der Staatsregierung von zentral vorgegebenen Lockdowns.

Die bayerischen Kommunen sollten wie in Baden-Württemberg die Möglichkeit zu kontrollierten Öffnungen haben, sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl am Samstag in München der Deutschen Presse-Agentur. Der deutschen Politik insgesamt warf Gößl Ideenlosigkeit und Bürokratismus im Umgang mit der Krise vor: "Es fehlt die Ambition, die sagt: Lass uns Lösungen finden."

Die zweite Kernforderung des BIHK vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Montag ist das Abrücken von den Inzidenzwerten als Hauptkriterium der Corona-Politik. Stattdessen soll die Politik flexibler agieren und ein Bündel weiterer Indikatoren berücksichtigen, darunter den Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen oder die Ausbreitung des Erregers in unterschiedlichen Altersgruppen.

"Wir brauchen ein Covid-Cockpit", sagte Gößl unter Verweis auf entsprechende Vorschläge des Robert Koch-Instituts für ein Stufenkonzept und die Schweiz, die sich bei ihrer Corona-Politik an vier Richtwerten orientiert. "Wir halten den ausschließlichen Blick auf die Inzidenzwerte als Steuerungsgröße für nicht sinnvoll, sogar für falsch und verzerrend", sagte Gößl.

"Die Akzeptanz ist völlig verloren gegangen in der Wirtschaft und zwar querbeet durch alle Branchen, sie ist aber auch verloren gegangen in den Kommunen und in der Bevölkerung."

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Update 19. März, 18.50 Uhr: Söder erfreut über zusätzliche Corona-Impfdosen für Grenzregionen

Bayern bekommt für den Kampf gegen das Coronavirus in seiner Grenzregion mit Tschechien 100.000 zusätzliche Impfdosen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte die Einigung von Bund und Ländern unmittelbar nach der Telefonschalte beim Kurznachrichtendienst Twitter ein "gutes Signal beim Impfgipfel". Neben Bayern erhalten auch Sachsen, Thüringen, das Saarland und Rheinland-Pfalz zusätzliche Impfdosen.

Söder lobte auch die Einigung von Bund und Ländern, die Arztpraxen in Deutschland und die Betriebsärzte ab der Woche nach Ostern in schrittweise stärker in die Corona-Impfungen einbinden zu wollen.

"Wir brauchen mehr Flexibilität und Geschwindigkeit beim Impfen", schrieb Söder bei Twitter.

Update 19. März, 17.50 Uhr: Distanzunterricht für mehr als eine halbe Millionen Schüler in Bayern

Regel-, Wechsel-, Distanzunterricht oder Notbetreuung? Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen im Freistaat müssen sich viele Schüler und Lehrer erneut umstellen.

Für 38 Landkreise und kreisfreie Städte wurde ab Montag Distanzunterricht angeordnet, wie ein Sprecher des Bayerischen Kultusministeriums am Freitag mitteilte. Das betrifft rund 2250 Schulen mit mehr als einer halben Millionen Schülern.

In 44 Landkreisen und kreisfreien Städten kann hingegen Präsenz- und Wechselunterricht stattfinden. Für 14 Landkreise lag dem Ministerium am Freitagnachmittag (Stand: 16 Uhr) noch keine Information vor.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) überschritten am Freitag 41 Land- oder Stadtkreise den Inzidenzwert von 100 - nur noch vier lagen unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

In Landkreisen mit einer Inzidenz über 100 darf der Präsenzunterricht nur für Abschlussklassen stattfinden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern "durchgehend und zuverlässig" eingehalten werden kann. Andernfalls gilt Wechselunterricht. In Kitas muss dann auf Notbetreuung umgestellt werden.

Landkreise mit einer Inzidenz zwischen 50 bis 100 sollen für alle Klassen Präzenzunterricht ermöglichen. In Kitas bleibt es dann bei eingeschränktem Regelbetrieb in festen Gruppen.

Die Festlegung, für welche Regionen welches Unterrichtsmodell gilt, wird immer freitags getroffen.

Update 19. März, 16.45 Uhr: Polizei warnt vor Betrug mit Impfterminen

Die Polizei in Niederbayern warnt vor einer weiteren Betrugsmasche: Dabei machen die Täter ihren Opfern vor, telefonisch Impftermine zu vergeben.

Eine Straubingerin erhielt am Freitag einen Anruf einer ihr unbekannten Frau, die einen Impftermin nannte und zudem persönliche Daten abfragte - unter anderem auch die Kontoverbindung. Wie die Polizei mitteilte, wurde kurz darauf ein vierstelliger Betrag von dem Konto der Straubingerin auf ein Konto in Irland überwiesen.

Die Polizei warnte davor, telefonisch Kontodaten weiterzugeben. Wenn die Behörden Impftermine vergeben, würden sie niemals nach der Kontoverbindung fragen.

Bei der Polizei in Niederbayern seien inzwischen mehrere Betrugsfälle dieser Art bekannt.

Update 19. März, 15.30 Uhr: 208 neue Fälle in München

Update 19. März, 12.10 Uhr: Lehrerverband: Grenze der Zumutungen erreicht

Lehrer in Bayern sehen in der Corona-Politik der Staatsregierung "die Grenze der Zumutungen erreicht".

Der Bayerische Philologenverband (BPV) kritisierte am Freitag ein Testchaos und "ein unausgegorenes und praxisfernes Hauruckverfahren" und stellte die Frage: "Wie soll das alles weitergehen?"

Lehrer im Freistaat fühlten sich nach der Ankündigung der Staatsregierung, Schüler vor Unterrichtsbeginn einem freiwilligen Corona-Selbsttest zu unterziehen, allein gelassen. "Sie müssen die Entscheidungen der Politik vor Ort umsetzen und werden nicht nur mit den Ängsten um ihre eigene Gesundheit und die der Schüler alleine gelassen, sondern sie müssen jetzt auch noch die Testungen organisieren und beaufsichtigen", heißt es in der Mitteilung des Verbandes.

Schule sollten sichere Bildungsorte und keine Testzentren sein.

Update 19. März, 6.02 Uhr: Ein Viertel der Klassen im Präsenz-, ein Viertel im Distanzunterricht

Nach dem Ende des Corona-Lockdowns an den Schulen lernen rund ein Viertel aller Klassen wieder in ganz normaler Besetzung in ihren Klassenzimmern. Genauso viele müssen jedoch weiter durchgängig vom heimischen Schreibtisch aus büffeln, wie das Kultusministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Rund die Hälfte aller Klassen befindet sich demnach im Wechselunterricht und kommt, in zwei Gruppen geteilt, nur alle zwei Tage oder alle zwei Wochen zusammen.

Nach Informationen mit Stand vom Donnerstag sind derzeit 0,71 Prozent der Schülerinnen und Schüler sowie 0,47 Prozent der Lehrkräfte in Quarantäne. Damit müssen rund 11.700 der 1,65 Millionen Kinder und Jugendlichen sowie gut 700 der bayernweit 155.000 Pädagogen vorübergehend zuhause bleiben.

Einen positiven Corona-Test wiesen zuletzt 0,1 Prozent der Schüler sowie 0,14 Prozent der Lehrkräfte auf. Damit sind in absoluten Zahlen rund 1650 Schüler und gut 200 Lehrkräfte betroffen.

Seit Montag dürfen überall dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 nicht überschritten wird, neben den Schülern in Grundschul- und Abschlussklassen auch die weiterführenden Jahrgänge wieder in ihre Schulen kommen - je nach Infektionslage und Abstandsmöglichkeiten im Präsenz- oder Wechselunterricht. Bei einem Wert über 100 bleibt es beim Distanzunterricht.

Die Festlegung, für welche Regionen welches Unterrichtsmodell gilt, wird immer freitags getroffen. Bei steigenden Werten ist es daher absehbar, dass der Anteil der Präsenzklassen sinken wird.

Update 18. März, 21 Uhr: Bayerns Fußball-Verband enttäuscht über ausbleibende Öffnungen

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zeigt sich wegen der ausbleibenden Öffnungsschritte enttäuscht. (Symbolbild)
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zeigt sich wegen der ausbleibenden Öffnungsschritte enttäuscht. (Symbolbild)  © 123RF/sportgraphic

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat mit Enttäuschung auf die ausbleibenden nächsten Öffnungsschritte aus dem Lockdown reagiert.

"Wir alle hatten uns auf den nächsten vorsichtigen Schritt gut vorbereitet und natürlich haben sich unsere Fußballer*innen auch schon auf die für den kommenden Montag angekündigten Lockerungen gefreut", sagte der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb verantwortliche Jürgen Faltenbacher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend.

Die Amateurkicker würden "aufgrund der vielerorts im Freistaat überschrittenen und weiter steigenden 7-Tages-Inzidenzen erstmal gar nicht mehr auf den Platz können. Vor allem für unsere Buben und Mädchen, die in den vergangenen 14 Tagen selbst unter Einhaltung aller Vorgaben beim stark reglementierten Training mit großem Spaß zusammen mit ihren Freunden zum Fußball zurückgekehrt sind, ist das richtig schmerzlich. Das tut extrem weh", sagte Faltenbacher.

Nach der bayerischen Corona-Verordnung wären am Montag theoretisch die nächsten Öffnungsschritte möglich gewesen - unter Bedingungen: Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mindestens 14 Tage lang eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 beziehungsweise 100 nicht überschritten wird und wenn zudem die Entwicklung des Infektionsgeschehens "stabil oder rückläufig" erscheint.

Laut Verordnung hätten die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden dann jeweils «im Einvernehmen» mit dem Gesundheitsministerium weitere Öffnungen zulassen dürfen: zum Beispiel auch bei kontaktfreiem Sport im Innenbereich - in Regionen unter dem 50er Wert ohne Auflagen, in Regionen zwischen den Werten 50 und 100 mit Auflagen, etwa einem negativen Corona-Test.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wird es jedoch am kommenden Montag keine weiteren Öffnungsschritte aus dem Lockdown geben.

Update 18. März, 18.45 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 18. März, 18.41 Uhr: Ministerium: Nächste Öffnungsschritte in ganz Bayern auf Eis

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wird es in Bayern am kommenden Montag keine weiteren Öffnungsschritte geben.

Theater, Kinos, Konzertsäle und die Außengastronomie müssen damit landesweit geschlossen bleiben.

Bis auf Weiteres werde das Einvernehmen zu weiteren Öffnungsschritten nicht erteilt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Update 18. März, 16.58 Uhr: Mediziner für "totalen Shutdown" - Sorge um Infektion bei Kindern

Trotz der Ausbreitung der britischen Coronavirus-Mutation und höheren Infektionsraten bei unter 15-Jährigen gibt es derzeit keine kleinen Covid-Patienten am Haunerschen Kinderklinikum der Ludwig-Maximilians Universität München (LMU).

Das sagte der dortige Oberarzt Florian Hoffmann dem Portal "Merkur.de". Seit Ausbruch der Pandemie seien etwa zehn Kinder am Haunerschen Kinderklinikum stationär wegen Corona behandelt worden, drei davon auf der Intensivstation. "Alle haben überlebt."

Trotzdem halte er einen "sofortigen totalen Shutdown" für unumgänglich, sagte der Intensivmediziner. "Lieber gestern als morgen. Auch Schulen und Kitas werden leider wieder in den Fokus rücken." Kinder hätten zwar bisher keine schweren Verläufe, sie seien aber ebenso Überträger des Virus.

Eine Besonderheit bei Kindern sei das postvirale Entzündungssyndrom PIMS. "Manche Kinder bekommen das ein paar Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion. Verbunden ist das Syndrom mit sehr hohem Fieber, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Hautausschlag."

Am Haunerschen Kinderspital habe es bisher vier solcher Patienten gegeben, kein Kind sei gestorben.

Update 18. März, 16.32 Uhr: Müller und Söder für Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V

Für eine schnelle Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V machen sich erste Politiker stark. (Archiv)
Für eine schnelle Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V machen sich erste Politiker stark. (Archiv)  © Patricio Murphy/ZUMA Wire/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) machen sich für eine rasche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V stark.

"Wir brauchen jeden Impfstoff, den wir kriegen können", sagte Müller am Donnerstag nach einer Video-Schalte der Länderchefs.

Diese hätten mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als Gast der Schalte darüber gesprochen, dass für das Vakzin wie für andere auch eine ordentliche Zulassung beantragt und diese geprüft werden müsse.

"Aber selbstverständlich, wenn wir die Chance haben, auf diesen Impfstoff zurückgreifen zu können, selbstverständlich wollen und werden wir diese Chance dann auch ergreifen", so Müller, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

Söder verwies darauf, dass Sputnik V nach allen Gutachten ein guter Impfstoff sei. "Zum Teil ein besserer als bereits zugelassene", fügte er hinzu. Daher sei es nun nicht angezeigt, bei der Prüfung des Vakzins "im klassischen bürokratischen Klein-Klein-Verfahren alles abzuarbeiten". Die zuständigen Behörden sollten den Stoff aus seiner Sicht vielmehr "schnell, effizient und zügig" zulassen.

Die EU müsse zudem frühzeitig Kontakt herstellen mit den Herstellern des Vakzins. "Mein dringender Appell: Nicht wieder eine Chance verpassen", sagte Söder.

Update 18. März, 16.17 Uhr: Keine Lockerungen in München - Theater und Kinos bleiben zu

Kulturelle Veranstaltungen werden in München in den kommenden Wochenenden weiterhin nicht stattfinden. (Symbolbild)
Kulturelle Veranstaltungen werden in München in den kommenden Wochenenden weiterhin nicht stattfinden. (Symbolbild)  © dpa-Bildfunk

Theater, Kinos, Biergärten, Konzertsäle und die Außengastronomie in München werden kommende Woche nicht öffnen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begründete die Entscheidung am Donnerstag unter anderem mit der dynamischen Entwicklung des Infektionsgeschehens. Weitere Lockerungen der Coronamaßnahmen könne es schon aus rechtlicher Sicht nicht geben.

In München nimmt die Zahl der neuen Coronainfektionen seit einiger Zeit wieder zu. Am Donnerstag waren es 68,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Reiter schließt auch nicht aus, dass die Stadt in absehbarer Zeit über den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 kommt. Dann trete die Corona-Notbremse in Kraft und alle Lockerungen müssten wieder rückgängig gemacht werden.

"Einhellige Meinung meiner Fachleute ist, dass wir gerade auch mit Blick auf die deutlich ansteckenderen Corona-Mutanten von steigenden Fallzahlen ausgehen müssen und deshalb auch aus infektiologischen Gründen von weiteren Öffnungsschritten derzeit absehen sollten", sagte Reiter. Angesichts dieser eindeutigen Lage werde er im städtischen Krisenstab keine weiteren Lockerungen der Coronamaßnahmen vorschlagen.

Mit dieser Entscheidung bleiben auch Kultureinrichtungen wie die Bayerische Staatsoper zu. Das Münchner Residenztheater hat sich bereits darauf eingestellt. "Wir werden nicht den Apparat hochfahren, um ihn ein paar Tage später wieder runterzufahren", sagte eine Sprecherin.

Das Gärtnerplatztheater und die Münchner Kammerspiele wollten dagegen ab dem 26. März wieder vor Zuschauern spielen.

Update 18. März, 16 Uhr: Bundesländer für Exportstopp für Impfstoffe aus EU

Die Bundesländer fordern eine rasche Ausweitung der Impfstoffproduktion in Deutschland und machen sich für einen Exportstopp für solche Vakzine gegen Corona aus der EU stark.

"Ich bin sehr dafür, über einen Exportstopp nachzudenken", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Video-Schalte der Länderchefs.

Niemand verstehe, dass in der EU nicht genug Impfstoff da sei, aber Vakzine aus Europa überall hin exportiert würden.

Söder verwies auf wieder steigende Corona-Zahlen in Deutschland: "Wir müssen aufpassen, dass aus der dritten Welle keine Dauerwelle wird."

Update 18. März, 16 Uhr: Söder für AstraZeneca-Impfangebote notfalls auf eigenes Risiko

Der Impfstoff AstraZeneca könnte nach Willen Söders "auf eigenes Risiko" verabreicht werden. (Symbolbild)
Der Impfstoff AstraZeneca könnte nach Willen Söders "auf eigenes Risiko" verabreicht werden. (Symbolbild)  © Brian Snyder/Reuters POOL/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will auch ohne eine offizielle Zulassung am Einsatz des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca festhalten.

"Ich würde es auch nicht wegschmeißen, auch wenn es nicht zugelassen wird", sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach der digitalen Länderkonferenz in München.

Auch ohne eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) müsse geprüft werden, ob dann Impfungen "auf eigenes Risiko" möglich wären.

Söder betonte, er mache sich große Sorgen, wie sehr Astrazeneca auch im Falle einer Wiederzulassung noch gewollt werde. Es habe ja schon vor der Aussetzung in dieser Woche viel Skepsis gegenüber dem Vakzin gegeben. Sollte die EMA Astrazeneca wieder zulassen, sei er daher in jedem Fall für eine größtmögliche Flexibilität.

Über die Hausärzte könnte der Impfstoff dann schnell und auch mit der notwendigen individuellen Beratung sowie Nachsorge verabreicht werden.

Update 18. März, 15.52 Uhr: Söder fordert vor Bund-Länder-Beratungen "harte Notbremse"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verlangt das einheitliche Durchsetzen einer "harten Notbremse". (Archiv)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verlangt das einheitliche Durchsetzen einer "harten Notbremse". (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Angesichts wieder rasch steigender Corona-Zahlen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Montag eine einheitliche Durchsetzung einer "harten Notbremse".

"Ich möchte aus einer im Moment sehr flexiblen Notbremse eine harte Notbremse machen", sagte Söder am Donnerstag nach einer digitalen Länderkonferenz in München.

"Notbremse" meint, dass beim Überschreiten einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 automatisch wieder härtere Anti-Corona-Maßnahmen gelten sollen. Darauf hatten sich Bund und Länder bei ihren vergangenen Beratungen verständigt. Söder beklagte aber, dass dies von den Ländern derzeit etwas unterschiedlich gehandhabt werde.

Zu einer mögliche Rücknahme von je nach Inzidenz denkbaren Öffnungsschritten sagte Söder, ob man etwas zurückdrehe, müsse man sehen. Die Mehrheit der Länder sei da eher zurückhaltend.

Man stehe eindeutig vor einer anwachsenden dritten Welle, sagte Söder. "Jetzt müssen wir aufpassen, dass aus der dritten Welle keine Dauerwelle wird." Man könne sich um diese Realität nicht herummogeln.

Deshalb sei es wichtig, am Montag klug und einheitlich zu handeln. "Notbremsen müssen verlässlich sein, und keine Alibi-Bremsen."

Update 18. März, 15.43 Uhr: Corona-Pilotstudie: Gurgeln bald alle Grundschüler in Ostbayern?

Nach ersten positiven Erfahrungen will der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge weiter Gurgeltests an Grundschulen durchführen.

Die Tests könnten eine Lösung für Schulöffnungen trotz hoher Corona-Infektionszahlen in Ostbayern sein, meinte Landrat Peter Berek (CSU) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Kirchenlamitz. Der Landkreis Cham habe schon Interesse signalisiert.

Die Grundschüler der Notbetreuung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge gurgeln zwei Mal pro Woche mit einer Kochsalzlösung. "Das schmeckt ein bisschen salzig, aber ist eigentlich ganz angenehm", meinte Ingrid Badzim-Imme vom Betreiber des Testlabors 21dx.

Nach dem Gurgeln spucken die Kinder die Lösung durch einen Trichter in ein Röhrchen.

Im Labor werden fünf Proben der Kinder zusammengekippt und mit einem PCR-Test auf eine Infektion untersucht, erklärte Ingrid Badzim-Imme. Fällt der Test positiv aus, werde die Schule noch vor Unterrichtsbeginn am nächsten Tag per E-Mail informiert.

Die betroffenen fünf Schüler müssten sich dann in einem Testzentrum erneut testen lassen. Das Verfahren koste weniger als 20 Euro pro Schüler und Woche.

Update 18. März, 15.40 Uhr: Sicherheitslücke machte Corona-Befunde abrufbar

Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine Sicherheitslücke in einer Software der Testzentren entdeckt. (Symbolbild)
Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine Sicherheitslücke in einer Software der Testzentren entdeckt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Durch eine Sicherheitslücke konnten Unbefugte auf Befunde von Corona-Tests zugreifen.

Der Chaos Computer Club (CCC) geht davon aus, dass 136.000 Ergebnisse von mehr als 80.000 Betroffenen sowie persönliche Daten frei einsehbar waren, wie er am Donnerstag mitteilte.

Aufgefallen war die Sicherheitslücke Mitgliedern der Gruppe Zerforschung nach dem Besuch in einem Berliner Testzentrum. Zuvor hatten unter anderem die "Süddeutsche Zeitung", der rbb und "Der Standard" darüber berichtet.

Betroffen war laut CCC eine vom österreichischen Unternehmen Medicus AI zur Verfügung gestellte Software namens Safeplay für Testzentren, die von mehreren Betreibern eingesetzt wird. Die Organisation informierte daraufhin das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht erklärte, man kläre noch, wie schwerwiegend die Sicherheitslücke gewesen sei.

"Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Umfang die IT-Lücke tatsächlich für missbräuchliche Zugriffe ausgenutzt wurde", sagte Präsident Michael Will.

Update 18. März, 15.22 Uhr: Kurz erwartet baldige Aufhebung der Grenzkontrollen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) erwartet bald Grenzöffnungen. (Archiv)
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) erwartet bald Grenzöffnungen. (Archiv)  © Roland Schlager/APA/dpa

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet mit einem Abbau der stationären Grenzkontrollen an der deutschen Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer habe ihm signalisiert, dass er die Kontrollen so schnell wie möglich schrittweise zurückführen wolle, sagte Kurz am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem CSU-Politiker in Berlin. "Ich gehe davon aus, dass wenn das Infektionsgeschehen sich in Tirol weiter so gut entwickelt, dass das in den nächsten ein bis zwei Wochen hoffentlich der Fall sein wird."

Die Bundesregierung hatte die stationären Kontrollen an der Grenze zu Tirol und Tschechien erst am Mittwoch um zwei Wochen verlängert. Das hatte zu scharfer Kritik in Tirol geführt. Die Maßnahme sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte Landeschef Günther Platter (ÖVP). Er setze darauf, dass die Europäische Kommission und die österreichische Bundesregierung ein Ende dieser "ungerechtfertigten Schikane" gegen Tirol erwirkten.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei, einen großen Teil Tirols sowie einige andere Länder Mitte Februar zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusvarianten erklärt. Von dort dürfen derzeit nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Update 18. März, 14.59 Uhr: Gesundheitsämter nutzen Software für Kontaktverfolgung oft nicht

Wegen technischer Defizite nutzen viele Gesundheitsämter in Bayern eine neue Software zur Corona-Kontaktnachverfolgung noch nicht.

Zwar sei das Programm "Sormas" bei allen Gesundheitsämtern im Freistaat installiert, verwendet werde es aber nur bei «schätzungsweise mindestens 19», teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor berichtet, die Software werde bei rund einem Drittel der 76 Ämter verwendet.

Nach Angaben des Ministeriums fehlen für eine flächendeckende Verwendung der Software die Schnittstellen zu anderen Programmen, zum Beispiel der Corona-Meldesoftware des Bundes. Eine neue Version des Programms, "Sormas-X" mit den entsprechenden Möglichkeiten sei zwar bei zwei deutschen Gesundheitsämtern im Probebetrieb. Dabei seien aber Probleme mit der Datenübermittlung aufgefallen.

Wann "Sormas-X" mit den benötigten Schnittstellen zur Verfügung steht, hänge "von der Behebung der technischen Probleme ab", sagte ein Ministeriumssprecher. Zuständig seien das Hersteller-Konsortium und das Bundesgesundheitsministerium.

Bayern habe daher "den Bund wiederholt mit Nachdruck aufgefordert, dass alle erforderlichen Schnittstellen zur Meldesoftware schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden müssen", sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums.

Für Ämter, die ein kostenloses Meldeprogramm des Robert Koch-Instituts nutzen, werde "in den nächsten Wochen" mit einer Lösung gerechnet. Es handle sich dabei um "etwa die Hälfte" der Gesundheitsämter.

Update 18. März, 13.25 Uhr: Landrat: Öffnungen von Impfen und nicht nur Inzidenz abhängig machen

Ein Traunsteiner Landrat möchte Öffnungen und Lockerungen auch vom Impffortschritt abhängig machen. (Symbolbild)
Ein Traunsteiner Landrat möchte Öffnungen und Lockerungen auch vom Impffortschritt abhängig machen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Der Landrat von Traunstein fordert, Öffnungen vom Fortschritt der Impfungen und nicht nur am Wert der Corona-Neuinfektionen festzumachen.

Der Fünf-Punkte-Plan des Landkreises in Oberbayern sieht unter anderem vor, dass zum Beispiel Schulen und Kitas wieder öffnen können, wenn 70 Prozent der Menschen aus der ersten Priorisierungsgruppe wie Ärzte und Altersheim-Bewohner geimpft sind. Dieses Ziel soll bis zum 15. April erreicht werden, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises am Donnerstag.

Bis 1. Mai sollten zudem 70 Prozent der Menschen in der zweiten Priorisierungsgruppe vollständig geimpft sein, was dann zum Beispiel mehr Öffnungen in der Gastronomie nach sich ziehen könnte.

CSU-Landrat Siegfried Walch habe das Konzept an das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut geschickt, so der Landkreis. Er habe auch die Bayerische Staatsregierung um Unterstützung gebeten - denn maßgeblich für diese Entscheidungen ist die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

"Aus meiner Sicht gibt es derzeit nicht nur eine medizinische und systemische Krise, sondern mittlerweile auch eine psychologische Krise, weil den Menschen eine verlässliche Perspektive fehlt und es ihnen immer schwerer fällt, die Maßnahmen mitzutragen", erklärte Walch. Alle im Konzept genannten Maßnahmen und Zeiträume seien als Beispiel zu sehen, wie und wann Lockerungsschritte vollzogen werden könnten.

Bisher orientieren sich Lockerungen an den sogenannten Inzidenzwerten, also wie viele Menschen von 100.000 Einwohnern sich innerhalb von einer Woche mit dem Virus angesteckt haben. Liegt dieser Wert über 100, müssen zum Beispiel Schulen wieder schließen. Die Inzidenz in Traunstein liegt derzeit bei über 140.

Update 18. März, 12.12 Uhr: Popularklage gegen Schließungen von Kultureinrichtungen eingelegt

Prominente Musiker wie die Stargeigerin Anne-Sophie Mutter und der Bariton Christian Gerhaher haben eine Popularklage gegen die coronabedingten Schließungen kultureller Einrichtungen erhoben.

Man habe die Klage am Donnerstag beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht, teilte die Initiative "Aufstehen für die Kunst" der Deutschen Presse-Agentur in München mit.

Die Künstler wenden sich gegen eine entsprechende Regelung in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das darin enthaltene Verbot von Kulturveranstaltungen sei rechtswidrig und verletze die von der Bayerischen Verfassung geschützten Rechte auf Kunstfreiheit und freie Berufsausübung, argumentierten sie.

Stellvertretend für die Initiative haben neben Mutter und Gerhaher auch Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Kevin Conners, Hansjörg Albrecht und Thomas Hengelbrock geklagt.

Update, 18 März, 6.02 Uhr: Verbände: Impfbereitschaft bei Polizisten und Lehrern weiter groß

Trotz der Aussetzung des Impfens mit Dosen des Herstellers Astrazeneca ist die Impfbereitschaft bei Bayerns Polizisten und Lehrern nach Angaben von Interessensverbänden weiter groß.

"Dass bei einer Wiederaufnahme der Impfungen mit Astrazeneca die Impfbereitschaft der Polizei deutlich sinken wird, davon gehen wir nicht aus", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Bayern, Peter Pytlik. Auch die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, betonte, die Bereitschaft zu einer Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff sei weiter hoch, falls dieser verträglich und sicher sei.

Fleischmann forderte zudem ein Impfangebot für alle Lehrer an Schulen im Freistaat bis zum Ende der Osterferien. Sei dies nicht möglich, müssten die Einrichtungen geschlossen bleiben: "Wenn durch die Aussetzung von Astrazeneca die Kapazitäten geringer werden, können auch weniger Schulen öffnen", sagte Fleischmann. "Der erste Schritt ist der Gesundheitsschutz, der zweite sind die Öffnungen."

Anfang der Woche hatte Deutschland, wie auch viele andere Länder in Europa wegen möglicher Gesundheitsrisiken die Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff ausgesetzt. Am Donnerstag will die Europäischen Arzneimittelagentur darüber beraten, für Freitag ist ein Impfgipfel von Bund und Ländern geplant.

Update 17. März, 17.29 Uhr: Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln an Schulen

Die Test-Regeln an Bayerns Schulen werden von Lehrer- und Elternverbände kritisiert. (Symbolbild)
Die Test-Regeln an Bayerns Schulen werden von Lehrer- und Elternverbände kritisiert. (Symbolbild)  © dpa/Sebastian Kahnert

Die mittlerweile präzisierten Regelungen für Corona-Tests an den bayerischen Schulen stoßen bei Lehrer- und Elternverbänden auf harsche Kritik.

"Klassenzimmer sind keine Testzentren", wetterte etwa der Realschullehrerverband am Mittwoch. Auch der Philologenverband (bpv) bemängelte, das Konzept gehe "von einem Idealzustand aus, den es in der Realität kaum geben wird".

Das Kulturministerium hatte am Vortag die Details zum Testkonzept an den Schulen veröffentlicht. Demnach sollen sich alle Jahrgangsstufen auf freiwilliger Basis zwei Mal in der Woche unter Anleitung einer Lehrkraft in der Schule selbst mit einem Nasenabstrich testen. Bei einem positiven Ergebnis müssten die Betroffenen sofort isoliert und weitere Schritte eingeleitet werden.

"Wenn es Lehrkräften ansonsten nicht einmal erlaubt ist, Schülerinnen und Schüler mit einem Pflaster oder einer Kopfschmerztablette zu versorgen, ist aus Sicht des bpv nicht nachvollziehbar, dass nun die Aufgabe von Organisation, Auswertung und Entsorgung der Tests in den Händen der Schulen und Lehrkräfte liegen soll", erklärte der Vorsitzende des Philologenverbands, Michael Schwägerl.

Überraschend sei auch, "dass plötzlich die Persönlichkeitsrechte der Kinder keine Rolle mehr zu spielen scheinen, wenn man nach einem positiven Ergebnis vor den Augen der Klassenkameraden 'abgesondert' wird, wie in den Durchführungshinweisen beschrieben."

Dieser Punkt stößt auch dem Bayerischen Elternverband sauer auf. Hinzu komme, dass infizierte Kinder vor dem Test Kontakt mit anderen hätten und sie anstecken könnten.

Update 17. März, 17.20 Uhr: Kommunale Corona-Ausschüsse Fall für Bayerns Verfassungsrichter

Die coronabedingte Änderung der Regeln für Sitzungen kommunaler Gremien in Bayern ist nun auch ein Fall für das oberste Gericht des Landes.

Die Linke reichte am Mittwoch am bayerischen Verfassungsgerichtshof eine Popularklage gegen die seit diesem Mittwoch geltende Änderung der Gemeinde- und Landkreisordnung zur Einsetzung sogenannter Corona-Ausschüsse Popularklage ein.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 17. März, 15.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 17. März, 15.20 Uhr: Familienunternehmen ringen trotz Corona um Fachkräfte

In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr 739.000 Stellen verloren gegangen, die Zahl der Arbeitslosen ist auf 2,9 Millionen gestiegen. Aber viele Familienunternehmen suchen gerade jetzt verstärkt Personal.

>>> Hier geht es zum Artikel über das Ringen von Familienunternehmen um Fachkräfte trotz Corona.

Update 17. März, 15 Uhr: Keine Ausnahme von Inzidenzregel für Rosenheim - Wert steigt über 200

Die Stadt Rosenheim bekommt keine Ausnahmegenehmigung für das Öffnen von Grundschulen, Kitas und Einzelhandel für eine Corona-Inzidenz bis 130 anstatt bis 100.

Die Regierung von Oberbayern habe den Antrag der Stadt auf eine Ausnahmegenehmigung von Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am Mittwoch abgelehnt, teilte ein Sprecher mit. Allerdings lag die Inzidenz für Rosenheim am Mittwoch bereits über 200 - damit hätte auch eine Genehmigung keine Öffnung ermöglicht.

Einen ähnlichen Antrag gab es aus Starnberg. Der Landkreis beantrage eine Ausnahme von der 50-er Grenze und wollte auch bei einem Überschreiten den Einzelhandel offenhalten. Auch dieser Antrag sei abgelehnt worden, sagte der Sprecher der Regierung von Oberbayern. Im Landkreis Starnberg lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch bei 62,9.

In Rosenheim liegt die Inzidenz bei 217,1. Bereits am Vortag hatte die Stadt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, nach der unter anderem eine Maskenpflicht in mehreren Bereichen der Stadt wie in Fußgängerzonen und am Bahnhof gilt. Auch zum Essen, Trinken oder Rauchen darf die Maske nicht abgenommen werden.

Der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zufolge liegt der Richtwert für Öffnungen und Schließungen bei einer Inzidenz von 50 beziehungsweise 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Update 17. März, 14.30 Uhr: Versicherer gewinnen Corona-Prozesse um Betriebsschließung

Vor dem Münchner Landgericht haben sich drei Versicherungen gegen klagende Kunden aus der Gastronomie durchgesetzt, die Zahlungen für den ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 forderten.

>>> Den Artikel zu den Corona-Prozessen um Betriebsschließungen findet Ihr hier.

Update 17. März, 10.32 Uhr: Allgäuer Festwoche fällt auch 2021 aus - Alternativ-Programm geplant

Die Allgäuer Festwoche fällt nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr auch im Sommer 2021 aus.

"Das ist eine Entscheidung, die nicht leichtfällt", sagte Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Als Alternative sei ein "Stadtsommer" mit einem coronakonformen Angebot aus Kultur, Wirtschaft und Gastronomie angedacht.

Details dazu würden noch ausgearbeitet, sagte Martina Dufner, Geschäftsführerin des Kempten Messe- und Veranstaltungsbetriebs. Die Veranstaltungen in der Innenstadt sollen demnach an die im Sommer geltenden Corona-Regeln angepasst werden.

Die Allgäuer Festwoche in Kempten gehört nach Angaben der Veranstalter zu den zehn größten Verbrauchermessen Deutschlands. Lokale Firmen, Behörden, Vereine und Landwirtschaft können sich präsentieren und vernetzen.

Vor der coronabedingten Absage hatten sich etwa 380 Aussteller für die Festwoche 2020 angemeldet. 2019 kamen mehr als 172.000 Besucher.

Update 17. März, 9.33 Uhr: Brauereigasthöfe erhalten Corona-Hilfen

Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Weitere Informationen dazu findet Ihr >>hier.

Update 17. März, 6.11 Uhr: Aiwanger fordert von Bund-Länder-Treffen Signal für Osterurlaub

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag "ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland".

Das Ostergeschäft sei für Viele "der letzte rettende Strohhalm", sagte Aiwanger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Tausende Betriebe stünden finanziell und emotional mit dem Rücken zur Wand, "da darf die Politik nicht mehr länger zusehen", forderte Aiwanger. Auch aus Sicht des Infektionsschutzes halte er Urlaub in Bayern für besser als auf Urlaubsinseln im Süden mit diversen zusätzlichen Kontakten.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte den Funke-Zeitungen: "Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären". Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte rasche Entscheidungen zu Tourismus in Deutschland angemahnt. "Wir werden über Ostern reden müssen", sagte sie am Dienstag in Schwerin mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen.

"Ich glaube, dass es schwer vermittelbar ist, dass die Bundesregierung einerseits jetzt wieder Urlaub in anderen Ländern freigegeben hat, zum Beispiel Urlaub auf Mallorca, und gleichzeitig kein Urlaub im eigenen Bundesland möglich ist."

Update 16. März, 16.54 Uhr: Tiroler Bezirk meldet hohe Beteiligung an Massenimpfung

Die erste Phase einer regionalen Massenimpfung gegen die südafrikanische Corona-Variante ist in Tirol mit einer hohen Beteiligung zu Ende gegangen.

"Schwaz ist die erste europäische Region, die durchgeimpft ist", erklärte Tirols Landeschef Günther Platter am Dienstag. Von 64.000 infrage kommenden Personen hätten 46.000 eine Injektion erhalten, berichtete er. Das entspricht einer Rate von 72 Prozent.

Am vorigen Donnerstag war die Aktion in dem österreichischen Bundesland als europäisches Pilotprojekt angelaufen, um die ansteckendere Virus-Variante zurückzudrängen. Mit Hilfe der EU wurden dazu 100.000 Dosen Impfstoff geliefert.

Die Massenimmunisierung wird auch wissenschaftlich ausgewertet, um die Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Impfstoffes gegen die Südafrika-Mutante zu untersuchen.

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle, die in Tirol mit dieser Variante infiziert sind, lag am Dienstag bei 66 von landesweit 1764 aktiven Fällen. Die 7-Tage-Inzidenz lag in Tirol zuletzt bei 153, unter dem österreichweiten Wert von knapp 208.

Update 16. März, 16.47 Uhr: Vollständig genesene Kinder dürfen auch ohne Corona-Test in die Kita

Vollständig von Erkältungen genesene Kinder und Erzieher dürfen auch ohne einen negativen Corona-Test wieder in Bayerns Kitas gehen.

"Es braucht keinen Test für die Rückkehr in die Kita, wenn es den Schnupfen auskuriert hat", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag im Landtag in München. Es sei bedauerlich, dass es nach den jüngsten Änderungen der Vorgaben Missverständnisse gegeben habe. Seit diesem Montag gelten aus Angst vor den Mutationen des Corona-Virus schärfere Regelungen für Kita- und Grundschulkinder.

Trautner betonte aber, dass es nicht stimme, dass die vor einer Woche veröffentlichte Neuregelung inhaltlich noch mal verändert wurde: "Es hat sich nichts geändert." Weiterhin sei es auch möglich, leicht erkältete Krippen- und Kita-Kinder freizutesten.

Insbesondere die Regelungen bei leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber hatten bei Eltern und Kita-Personal für Verwirrungen gesorgt. Durften die Jüngsten bislang auch mit leichtem Schnupfen oder Husten in die Einrichtungen kommen, geht dies nun nur noch mit einem negativen Corona-Test. Alternativ kann das Kind bis zum Abklingen der Symptome daheim bleiben.

Kranke Kinder mit unter anderem Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Schnupfen, Erbrechen oder Durchfall dürfen grundsätzlich nicht in die Kitas kommen.

Sie müssen erst wieder gesund sein und ein negatives Testergebnis vorlegen. "Der Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen", heißt es im Rahmenhygieneplan ausdrücklich.

Update 16. März, 15.44 Uhr: Hausärzte in der Region Hof dürfen von Impfreihenfolge abweichen

In Hof dürfen Hausärzte von der vorgegebenen Impfreihenfolge abweichen. (Symbolbild)
In Hof dürfen Hausärzte von der vorgegebenen Impfreihenfolge abweichen. (Symbolbild)  © Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Als erste Region in Bayern weicht Hof von der bundesweit vorgegebenen Impfreihenfolge ab. Hausärzte dürfen ihre Patienten individuell gegen Corona impfen, verkündeten Stadt und Landkreis am Dienstag mit einer Pressemitteilung.

Davon sollen chronisch Kranke und Patienten mit Vorerkrankungen profitieren. Außerdem sollen sich Lehrkräfte von Abschlussklassen und Mitarbeitende der Ganztagsbetreuung impfen lassen können.

Im Impfzentrum würden die Termine aber weiter nach der Impfverordnung vergeben, hieß es weiter. Demnach sollen zunächst Senioren über 80 Jahren, Mitarbeitende in der Pflege und von medizinischen Einrichtungen geimpft werden.

Ab kommender Woche könnten in Hof auch über 70-Jährige dran sein. Im Impfzentrum Hof finden momentan täglich mehr als 700 Impfungen statt, außerdem führen zwölf Ärztinnen und Ärzte Impfungen in ihrer Praxis durch.

Mit einer Änderung der Impfverordnung hatte es der Bund vergangene Woche möglich gemacht, von der Impfreihenfolge abzuweichen. So soll eine Ausbreitung des Virus aus hochbelasteten Grenzregionen möglichst verhindert werden.

Der sächsische Vogtlandkreis hatte schon angekündigt, die neue Regelung umzusetzen. Dort können sich seit vergangenem Freitag alle Erwachsenen für einen Impftermin registrieren.

Die Region Hof an der Grenze zu Tschechien ist besonders von der Pandemie betroffen.

Das Robert Koch-Institut meldete am Dienstag für die Stadt mehr als 292 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, für den Landkreis knapp 130. Bayernweit lag die Inzidenz demnach bei 89.

Update 16. März, 15.42 Uhr: Positivquote bei Bayerns Corona-Tests steigt deutlich an

Die aktuell steigenden Corona-Infektionszahlen sind nicht einfach mit der höheren Zahl an Testungen zu erklären.

In Bayern sei die sogenannte Positivquote, also die Zahl der Tests mit einem Infektionsnachweis, alleine seit Anfang März von 2,8 auf 3,5 Prozent gestiegen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag im Landtag in München. "Das heißt, wir haben mehr Neuinfektionen."

Er widersprach damit Aussagen, die die aktuell steigenden Inzidenzen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, nur mit einer Mehrzahl von Tests erklärten und nicht mit einer wachsenden Infektionsgefahr.

Update 16. März, 13.45 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 16. März, 13.10 Uhr: LKA warnt vor gefälschten Anträgen auf Corona-Hilfen

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt vor betrügerischen E-Mails mit angeblichen Antragsformularen auf Corona-Überbrückungshilfen.

Die Absender dieser sogenannten Phishing-Mails gäben sich als Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland aus und versuchten, mit den gefälschten Formularen an die Daten von Unternehmen zu gelangen, teilte das LKA am Dienstag in München mit. Mit den Daten könnten die Täter dann Betrugstaten im Namen der geschädigten Unternehmen begehen.

Welcher finanzielle Schaden bayerischen Firmen durch solche Mails bisher entstanden sei, konnte eine LKA-Sprecherin nicht beziffern. Beim Amt seien vereinzelte Anzeigen eingegangen, die man an die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg übergeben habe. Betroffen seien nach LKA-Informationen vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen.

Derartige Betrugsversuche seien bereits seit Sommer 2020 immer wieder registriert worden, teilte das LKA mit. Das Amt wies darauf hin, dass in Deutschland Bund und Länder für Überbrückungshilfen in der Corona-Pandemie zuständig sind – und nicht Institutionen der Europäischen Union.

Update 16. März, 12.55 Uhr: Bayern für einheitliche Corona-Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich Bayern vom Bund eine bundeseinheitliche Testpflicht für Reiserückkehrer von der spanischen Ferieninsel Mallorca.

Der Bund müsse überlegen, ob nicht eine verbindliche Testpflicht möglich wäre, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Alles andere wäre "kein gutes Signal".

Wie bedenklich die Situation sei, zeige die Sorge auf Mallorca vor einem zu großen Ansturm von Touristen, sagte Söder. "Also deswegen glaube ich wäre es sehr sinnvoll zu überlegen, ob man dann da eine Testpflicht hat." Bayern werde in jedem Fall seine Flughäfen mit entsprechenden Testkapazitäten ausstatten, damit sich dort jeder testen lassen könne.

Mit Blick auf die Osterferien zeigte sich Söder skeptisch, was Urlaubsreisen angehe. "Für Pfingsten und den Sommer bin ich allerdings, wenn ich ehrlich bin, sehr optimistisch", betonte er. Bis dahin könne man bei den Impfungen einen Riesenschritt vorankommen.

Update 16. März, 12.45 Uhr: Wacker Chemie will im Frühjahr Curevac-Impfstoff produzieren

Der Chemiekonzern Wacker will noch in diesem Frühjahr mit der Auftragsproduktion des Corona-Impfstoffs für das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac beginnen. Die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA werde bis Anfang Mai erwartet, sagte der designierte Wacker-Vorstandschef Christian Hartel am Dienstag in München.

Bis Juli soll die Produktion dann auf die volle Kapazität von 100 Millionen Impfdosen pro Jahr erhöht werden.

Das Münchner Unternehmen lässt den Impfstoff in Amsterdam herstellen. Möglich wäre nach Hartels Worten auch eine Verdoppelung der Produktion auf 200 Millionen Dosen pro Jahr. Maximale Kapazität in drei bis vier Jahren mit zusätzlicher Produktion im sächsischen Werk in Nünchritz wären knapp 400 Millionen Dosen. "Wir haben auch mit Biontech und Moderna laufende Gespräche, da ist im Moment aber noch nichts zu berichten", sagte Hartel.

Curevac hat mit mehreren Industrieunternehmen Auftragsfertigung vereinbart, auch mit Bayer und Novartis. Die EMA hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff im Februar gestartet.

Update 16. März, 12.40 Uhr: Empörung nach Impfung für Rathaus-Mitarbeiter in Wendelstein

Corona-Impfungen für zwei führende Rathaus-Mitarbeiter und deren Angehörige sorgen im mittelfränkischen Wendelstein für Empörung. Die Impfungen für den Zweiten Bürgermeister, den Kämmerer, dessen Frau und Eltern seien rechtlich in Ordnung gewesen, da diese zur Gruppe mit der höchsten Priorität gehörten, sagte der Erste Bürgermeister Werner Langhans (CSU) am Dienstag.

Dennoch sei das Vorgehen zum Teil nicht optimal gewesen. Medien hatten zuvor über die Impfungen berichtet.

Der Zweite Bürgermeister und der Kämmerer sind nach Angaben von Langhans als Generalbevollmächtigter und Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft für eine Anlage für betreutes Wohnen zuständig. Beide kämen dort in Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohner, sagte Langhans. Die Frau des Kämmerers arbeite dort als Reinigungskraft.

Seine über 80 Jahre alten Eltern habe der Kämmerer impfen lassen, als bei einem Termin des mobilen Impfteams Dosen übrig geblieben seien. Diese wohnten aber nicht in Wendelstein (Landkreis Roth), sondern in einem Nachbarort. "Das schaut halt nicht so gut aus", sagte Langhans. Er könne verstehen, dass sich Bürger und Bürgerinnen, die für sich oder ihre älteren Angehörigen noch auf eine Impfung warteten, darüber ärgerten.

Update 16. März, 11 Uhr: Klaus Holetschek fordert rasche Entscheidung zu Astrazeneca

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) fordert eine rasche Entscheidung und eine bessere Kommunikation beim Impfstoff von Astrazeneca in der Coronavirus-Pandemie.

>>> Was sich Holetschek bezüglich der Entscheidung zu Astrazeneca generell erhofft, erfahrt Ihr hier.

Update 16. März, 10.20 Uhr: Mediziner kritisiert Aussetzen von Astrazeneca-Impfung

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, Christoph Spinner, sieht das Aussetzen der Impfungen mit dem Astrazeneca-Produkt kritisch.

Sicherheit stehe zwar an oberster Stelle. Ob man die Impfung hätte aussetzen müssen, könne man zumindest hinterfragen, sagte der Oberarzt des Universitätsklinikums der Deutschen Presse-Agentur.

>>> Alle Aussagen Spinners zur Aussetzen der Impfungen mit Astrazeneca findet Ihr hier.

Update 15. März, 21.58 Uhr: Impfungen mit Astrazeneca auch in ganz Bayern vorerst ausgesetzt

Auch in Bayern wird bis auf Weiteres niemand mehr mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca geimpft.

Das bayerische Gesundheitsministerium habe am Nachmittag vorsorglich und unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung des Bundes die Impfzentren informiert, teilte ein Sprecher am Abend mit: Darüber, "dass die Impfungen mit Astrazeneca bis auf Weiteres sofort auszusetzen und vorerst keine neuen Termine für Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca zu vereinbaren sind". Zusätzlich seien auch die Administratoren der Impfzentren direkt informiert worden.

Weitere Details ließ das Gesundheitsministerium am Montagabend zunächst offen. Über das künftige Vorgehen bei den Impfungen in Bayern werde man so rasch wie möglich entscheiden, hieß es lediglich.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Nachmittag angekündigt, dass Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca in Deutschland vorerst ausgesetzt werden.

Er sprach von einer "reinen Vorsichtsmaßnahme", um gesundheitliche Komplikationen in seltenen Fällen wissenschaftlich zu überprüfen.

Update 15. März, 18.18 Uhr: Nürnberg impft nach Astrazeneca-Stopp mit anderen Stoffen

Nach dem Stopp für Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca impft Nürnberg Menschen, die bereits einen Termin haben, mit anderen Impfstoffen weiter.

Für die bereits vergebenen Impftermine verwende man die Wirkstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, teilte die Stadt am Montag mit. Die Terminvergabe für Impfungen mit Astrazeneca würden gestoppt. In Erlangen erhalten die Menschen nach Angaben der Stadt entweder einen Ersatztermin mit einem anderen Impfstoff oder müssten später einen neuen vereinbaren.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor die Astrazeneca-Impfungen nach sieben Thrombosefällen ausgesetzt. Das bayerische Gesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht zum weiteren Vorgehen bei den Impfungen.

Nach Angaben der Stadt Erlangen ist es noch unklar, wann die bereits geimpften Menschen wieder einen Termin bekommen, die spätestens nach zwölf Wochen eine zweite Impfung mit Astrazeneca brauchen.

Update 15. März, 18.17 Uhr: Rosenheim beantragt Ausnahmegenehmigung von Inzidenzregelung

Die Stadt Rosenheim hat eine Ausnahmegenehmigung für die Inzidenzregelung zum Öffnen und Schließen von Schulen, Kitas und Einzelhandel beantragt.

Das teilte die Regierung von Oberbayern in München am Montag mit. Über den Antrag sei noch nicht entschieden worden. Damit ist die Stadt die bislang einzige Kommune im Freistaat, die eine Ausnahme fordert, wie eine Umfrage bei den sieben Bezirksregierungen ergab.

Rosenheim fordert unter anderem, dass bis einschließlich einer Sieben-Tage-Inzidenz von 130 in Schulen Präsenz- und Wechselunterricht erlaubt wird und Kitas geöffnet bleiben sollen. Das begründet die Stadt unter anderem damit, dass sie weniger Einwohner habe als der Landkreis Rosenheim und deswegen die gleiche Anzahl von Neuinfektionen zu einem höheren Inzidenzwert führe, sagte ein Regierungssprecher.

Der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zufolge liegt aktuell der Richtwert für Öffnungen und Schließungen bei einer Inzidenz von 50 beziehungsweise 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Update 15. März, 17.44 Uhr: 50 Steuerkanzlei-Mitarbeiter bekommen zuerst Corona-Impfung

Nach einer fragwürdigen Corona-Impfung für rund 50 Mitarbeiter einer Steuerkanzlei ist die Stadt Augsburg in die Kritik geraten.

Ein Impfteam der Stadt hatte die Beschäftigten in der Kanzlei geimpft, weil diese in der Priorisierungsgruppe 3 seien. Dabei gibt es in Bayerns drittgrößter Stadt allerdings noch knapp 5800 Menschen der Prioritäten 1 und 2, die noch auf einen Impftermin warten, wie die Stadtverwaltung am Montag berichtete.

Augsburgs Gesundheitsreferent Reiner Erben (Grüne) hatte zuvor erklärt, dass die Impfung des Kanzleipersonals rechtlich nicht zu beanstanden sei, sie sei «aber unsensibel» gewesen. Personen aus Justiz und Rechtspflege würden wegen ihrer Systemrelevanz höher priorisiert, weswegen die Kanzlei in die dritte Stufe falle.

Wegen der Vorgangs stornierte die Stadt nach eigenen Angaben andere bereits vereinbarte Impfungen für Impfkandidaten der Gruppe 3. "Erst wenn alle Personen der Priorisierungsgruppen 1 und 2 in Augsburg geimpft sind, werden Personen der Gruppe 3 geimpft", hieß es.

Unter anderem in sozialen Netzwerken hatte die Impfaktion für die Kanzleimitarbeiter für Kritik gesorgt.

Update 15. März, 14.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 15. März, 13.45 Uhr: Hausärzteverband bittet beim Impfen um Geduld

Der Bayerische Hausärzteverband bittet Patienten mit dem Wunsch nach einer Corona-Impfung um Geduld.

"Jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz bekommen – nur nicht alle in den ersten Tagen", sagte der Vorsitzende des Verbandes, Markus Beier, am Montag laut Mitteilung. Er bat darum, die Praxen nun nicht wegen der Impfung zu kontaktieren, "weil dies die Kapazitäten sprengen würde". "Warten Sie bitte, bis sich Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt bei Ihnen meldet", sagte Beier. Am Anfang werde den Hausarztpraxen in Bayern noch wenig Impfstoff zur Verfügung stehen.

Daher stellten die Hausärzte derzeit eine Impfreihenfolge ihrer Patienten auf. In der ersten Phase kämen "in der Regel über 70-Jährige mit Vorerkrankungen" an die Reihe.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Freitag angekündigt, dass die Hausärzte in Bayern schon am 1. April und damit früher als anderswo in Deutschland damit beginnen sollen, ihre Patienten gegen Corona zu impfen. Auch nach Bekanntwerden drastischer Lieferprobleme bei dem Impfstoff-Hersteller Astrazeneca will Holetschek an den Plänen festhalten, wie er am Sonntag betonte.

In gut zweieinhalb Monaten wurde nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums im Freistaat bislang (Stand 12. März) 1.504.039 Mal geimpft. 1.026.999 davon waren Erst- und 477.040 Zweitimpfungen. Im Verhältnis zur Bevölkerung liege Bayern damit im Vergleich der Bundesländer auf Platz drei, sagte Holetschek.

Seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember 2020 hat Bayern nach Ministeriumsangaben vom Bund 1.934.850 Impfdosen geliefert bekommen. Den Unterschied von gut 400.000 Dosen erklärt Holetschek mit einem festgelegten Lieferplan und damit, dass Bayern Reserven zurückhält, "um bei möglichen Lieferengpässen weiterhin Zweitimpfungen garantieren zu können".

Update 15. März, 13.30 Uhr: Infektionen frühzeitig erkennen! Wirtschaft fordert mehr Corona-Tests

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert mehr Corona-Testangebote in Unternehmen. Präsident Wolfram Hatz und Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt appellierten an Betriebe, "ihre Testaktivitäten weiter auszubauen".

>>> Hier findet Ihr alles zu den geforderten Corona-Testangeboten.

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert mehr Corona-Testangebote in Unternehmen. (Symbolbild)
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert mehr Corona-Testangebote in Unternehmen. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update 15. März, 13 Uhr: Exportstopp für Astrazeneca? Markus Söder fordert Impfbrücke mit den USA

Wegen des weiter nur schleppenden Verlaufs bei den Corona-Impfungen fordert CSU-Chef Markus Söder einen Exportstopp für das in Europa hergestellte Vakzin Astrazeneca.

>>> Hier erfahrt Ihr alles zur Forderung von Söder.

Update 14. März, 15.25 Uhr: Schulöffnungen ab Montag - Viele Schüler müssen zu Hause bleiben

Trotz Lockerungen der Corona-Maßnahmen an bayerischen Schulen werden zahlreiche Schüler im Freistaat auch am Montag weiter zu Hause bleiben müssen.

Zwar dürfen von der kommenden Woche an überall dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 nicht überschritten wird, neben Schülern in Grundschul- und Abschlussklassen auch die weiterführender Klassen wieder mindestens mit Wechselunterricht starten. Die Regionen, in denen das gilt, werden aber weniger.

Das bayerische Innenministerium listete mit Stand Freitag 23 Hotspots auf, in denen die Marke von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wurde.

Darüber hinaus meldete beispielsweise auch die Stadt Regensburg, die nicht auf der Liste des Innenministeriums steht, dass dort - mit Ausnahme der Abschlussklassen - an den Schulen auch von Montag an weiter Distanzunterricht stattfinden soll. In Kinderbetreuungseinrichtungen und in Kindertagespflegestellen wird dort wieder auf Notbetreuung umgestellt.

Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen immer freitags bekanntgeben, welche Inzidenzeinstufung dort gilt. Maßgeblich sind dabei die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Neu ist, dass die Einstufung dann für die komplette darauffolgende Kalenderwoche gilt. Damit soll ein mögliches tägliches Hin und Her zwischen Schulöffnungen und -schließungen in einer Region vermieden werden.

Gut möglich, dass die Zahl der Schulen mit Distanzunterricht schon in der zweiten Woche nach der offiziellen Schulöffnung noch weiter steigt. Am Sonntag - zwei Tage nach dem Stichtag am Freitag - lagen laut RKI schon 34 Städte und Landkreise in Bayern über der 100er-Inzidenz - elf mehr als auf der Liste des Innenministeriums vom Freitag. Spitzenreiter war die Stadt Hof mit einer Inzidenz von 320,8.

Update 14. März, 8 Uhr: Kinderärzte sehen Ansturm nach neuen Test-Regeln für Kinder gelassen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Bayern hält die neuen Coronatest-Regelungen für Kita- und Grundschulkinder für richtig und in der Umsetzung für machbar.

"Wir sehen alles Mögliche bei den Kindern, die corona-positiv sind. Deshalb sagen wir, wir müssen so viel testen wie möglich, um Infektionen zu erkennen und frühzeitig Ausbrüche zu verhindern", sagte der Landesvorsitzende, Dominik Ewald, der Deutschen Presse-Agentur in Regensburg.

Mehr hier >>> zu den neuen Test-Regeln für Kinder.

Update 13. März, 9.50 Uhr: Bayern meldet vorläufigen Impfrekord

Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am vergangenen Donnerstag knapp 47.000 Menschen geimpft - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am vergangenen Donnerstag knapp 47.000 Menschen geimpft - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) meldet einen Rekord bei Corona-Impfungen in Bayern.

Wie sein Ministerium am Samstag mitteilte, wurden am vergangenen Donnerstag knapp 47.000 Menschen geimpft - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. "Wir haben einen neuen Impfrekord. Am Donnerstag haben wir 46.813 Impfungen im Freistaat verabreicht", sagte Holetschek.

In gut zweieinhalb Monaten wurden demnach in Bayern bislang (Stand 12. März) schon 1.504.039 Mal geimpft. 1.026.999 davon waren Erst- und 477.040 Zweitimpfungen. Im Verhältnis zur Bevölkerung liege Bayern damit im Vergleich der Bundesländer auf Platz drei, sagte Holetschek.

Seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember 2020 hat Bayern nach Ministeriumsangaben vom Bund 1.934.850 Impfdosen geliefert bekommen. Den Unterschied von gut 400.000 Dosen erklärt Holetschek mit einem festgelegten Lieferplan und damit, dass Bayern Reserven zurückhält, "um bei möglichen Lieferengpässen weiterhin Zweitimpfungen garantieren zu können".

Bayern arbeite mit dem Impfstoffhersteller Biontech zusammen für eine Software, die Lieferwahrscheinlichkeiten - unabhängig vom Hersteller - präzise berechnen soll.

"Damit wollen wir auch frühzeitig erkennen, ob Kapazitätsengpässe drohen", sagte Holetschek. "So können wir flexibel reagieren und bei Bedarf aufstocken. Die neue Software wird unsere Impflogistik einen großen Schritt nach vorne bringen."

Update 13. März, 8 Uhr: Luftfilter für 12.000 Schulräume beantragt

Ein Luftfiltergerät steht in einem Fachraum eines Gymnasiums.
Ein Luftfiltergerät steht in einem Fachraum eines Gymnasiums.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bayerische Schulträger haben Geld für Luftfilter in 12.000 Klassenzimmern und Fachräumen beantragt. Für rund 4700 ist die Förderung bereits bewilligt, wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte.

In einer zweiten Runde bis Ende März liegen bisher etwa 7300 weitere Anträge vor. Bayernweit gibt es laut Kultusministerium rund 74 000 Schulklassen. Eine exakte Zahl der Klassenzimmer und Fachräume liegt nicht vor, sie dürfte aber höher sein.

Die Förderung ist Teil eines im Herbst beschlossenen Programms in Höhe von 37 Millionen Euro. In der ersten Runde, die bis zum Jahresende lief, waren mobile Luftfilter für schlecht zu lüftende Räume mit 13,9 Millionen Euro und CO2-Messgeräte mit 9,5 Millionen gefördert worden. Wie viele Geräte bereits in den Schulen im Einsatz sind, ist nicht bekannt.

In der zweiten Runde liegen nun Anträge auf Luftfilter für 7300 weitere Räume vor. Wie gut sie gelüftet werden können, ist dabei nicht entscheidend. Bis zu 50 Prozent der Kosten zahlt der Freistaat, maximal aber 1750 Euro. Für öffentliche Schulen ist noch ein Rest-Förderungsbudget von 4 Millionen vorhanden, bei privaten Schulen sind die Mittel bereits ausgeschöpft.

Bei weitem nicht alle der bayernweit 2500 Schulaufwandsträger haben Anträge für Luftfilter gestellt. In der ersten Runde waren es laut Kultusministerium 456, in der zweiten derzeit 375. Dabei sind Doppelungen möglich.

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte die "geringe Akzeptanz". Er finde es bedauerlich, dass nicht stärker darauf zurückgegriffen werde, sagte er am Freitag.

Update 12. März, 21.48 Uhr: Alle Unionsabgeordneten geben in Maskenaffäre Ehrenerklärung ab

Nach dem Ultimatum ihrer Fraktionsspitze haben alle gut 240 Unionsabgeordneten in der Maskenaffäre die angeforderte Ehrenerklärung unterzeichnet.

Sie bestätigten damit, keine finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit der Corona-Bekämpfung erzielt zu haben. Das teilten Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Freitag nach Ablauf des Ultimatums um 18.00 Uhr den Bundestagsabgeordneten mit. Die E-Mail liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Die Fraktionsspitze hatte die Parlamentarier aufgefordert, bis zu diesem Zeitpunkt zu erklären, dass sie keine finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie erzielt hätten - weder direkt noch über Gesellschaften.

Brinkhaus und Dobrindt hatten die Aktion mit den Vorgängen um die mittlerweile aus den Parteien ausgeschiedenen Abgeordneten Georg Nüßlein (bisher CSU) und Nikolas Löbel (bisher CDU) begründet. Man sehe sich in der Verantwortung, "solche Sachverhalte vollkommen transparent darzustellen und aufzuklären".

Nach Korruptions- und Lobbyismus-Vorwürfen haben mittlerweile drei Abgeordnete die Fraktion verlassen, zwei von ihnen legten ihr Mandat nieder. Die Vorwürfe kommen der Union kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an diesem Sonntag denkbar ungelegen.

Update 12. März, 17.13 Uhr: Schulsport wieder für alle Jahrgangsstufen

Sportunterricht ist an Bayerns Schulen wieder für alle Jahrgangsstufen möglich.

Schülerinnen und Schüler müssen sich dabei wegen Corona an Hygieneregeln halten, betonte das Kultusministerium am Freitag. Sie sollen Abstand halten, drinnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und regelmäßig lüften. Die Übungszeit in Sporthallen ist auf zwei Unterrichtsstunden begrenzt.

"Corona hat den Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen, den wir schon länger mit Sorge beobachten, noch verstärkt", erklärte der Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes, Jörg Ammon. "Daher ist es richtig und wichtig, dass die Sportausübung wieder an den Start gehen kann." Zuletzt war Schulsport nur in den Abiturklassen möglich.

"Mit Angeboten in virtuellen Sporthallen und Lehrerfortbildungen haben wir den Schulsport aber auch im Distanzunterricht weiter fest im Blick", teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) mit.

Update 12. März, 15.05 Uhr: Aiwanger: Gastro-Innenräume mit Luftreinigern öffnen

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat eine bevorzugte Öffnung von Gasthäusern mit besserer Ausstattung zum Corona-Schutz vorgeschlagen.

Wenn erwiesen sei, dass Luftreiniger die Viren unschädlich machen, müsse man Innenräume mit solchen Geräten wie Außenbereiche behandeln, sagte er am Freitag anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Raumluftreinigung. Sie stammt vom Fraunhofer-Institut und wurde im Auftrag des Hotel- und Gaststättenverbands, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und des Wirtschaftsministeriums durchgeführt.

Wer viel Geld für Schutzmaßnahmen ausgebe, solle auch Leute hereinlassen dürfen, sagte der Minister. Dabei hält er Unterschiede je nach Ausstattung für sinnvoll. Eine mit Luftreinigern ausgerüstete Gastronomie, die ihre Gäste testet, könne dann eben geöffnet werden, "und der andere eben nicht".

Aiwanger rief dazu auf, im Kampf gegen Corona mehr auf Technik zu setzen und differenziertere Lösungen zu finden. Dies sei überfällig, um "möglichst viel Normalität zurückzuholen".

Studienleiter Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Valley sagte, die Studie habe gezeigt, dass die Technologien zur Raumluftreinigung wirkten. Getestet wurden unter anderem Geräte, die das Virus mit Filtern aus der Luft entfernen, aber auch solche, die es mit Ionisierung, Ozon oder UV-Strahlung inaktivieren. Zusätzlich sieht er aber auch das Lüften als wichtigen Baustein zum Corona-Schutz.

Wichtig sei, dass die Geräte gewisse Qualitätskriterien erfüllen - beispielsweise ausreichend gute Filter haben, genügend Luft umwälzen und nicht zu laut sind. Zudem dürften keine gesundheitsschädlichen Nebenprodukte entstehen.

Um Betrieben bei der Auswahl von Luftreinigern für ihre spezifische Situation zu helfen, soll voraussichtlich ab kommender Woche ein vom Fraunhofer-Institut erstellter Konfigurator online gehen.

Update 12. März, 13.50 Uhr: Corona lastet weiter auf dem Arbeitsmarkt in Bayern

Die Corona-Krise lastet auch ein Jahr nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns auf dem Arbeitsmarkt in Bayern.

Die Zahl der Arbeitslosen sei derzeit um 73.000 höher als vor der Krise. Zwischen März 2020 und Februar 2021 sind sogar rund 100.000 Menschen mehr arbeitslos geworden, als einen Job gefunden haben, sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Freitag in Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur.

Besonders betroffen seien die Ballungsräume München und Nürnberg sowie die stark von Tourismus und Gastronomie abhängigen Regionen, wie etwa das bayerische Alpenland.

Bei den betroffenen Branchen falle auf, dass zu den Verlierern etwa Metall- und Elektroindustrie und Fahrzeugbau gehören - Branchen, die von der Pandemie nur wenig getroffen sind und eher unter strukturellen Problemen leiden.

Update 12. März, 11.10 Uhr: Allgäuer Liftbetreiber beenden nie begonnene Winter-Saison

Die großen Skigebiete im Allgäu haben am Freitag mangels Aussicht auf eine Öffnung die gar nicht begonnene Saison offiziell beendet.

Der Aufwand zur Vorbereitung der Skigebiete für einen Betrieb wäre immens - und die Aussicht sei vage, sagte ein Sprecherin am Freitag. Zudem gehe es um die Rückvergütung der bereits verkauften Saisonkarten. Diese könnten nun für die nächste Saison verlängert oder rückerstattet werden.

Es geht unter anderem um die Skigebiete am Nebelhorn bei Oberstdorf sowie die Gebiete im Tannheimer Tal und im Kleinwalsertal in Österreich, die von Deutschland aus erreichbar sind. Die Liftbetreiber hoffen nun auf den Sommer: "Sobald es die gesetzliche Lage zulässt, wollen die Bergbahnen, ausgestattet mit den im vergangenen Sommer erprobten Hygienekonzepten, in die Sommersaison starten."

Auch die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen hatte schon Konsequenzen aus dem Lockdown gezogen: Sie sagte bereits vor einem Monat die Wintersaison für das Skigebiet Garmisch-Classic ab. Die Unsicherheit sei zu groß. Der organisatorische und finanzielle Aufwand, um das Skigebiet startklar zu machen, sei sehr hoch.

Die Skisaison an Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet auf der Zugspitze ist aber noch nicht abgeschrieben. Pistenverhältnisse, Wetter- und Schneelage seien gut. Sofern die Entscheidungen der Politik sowie die Wetterbedingungen es zuließen, könnte der Skibetrieb dort bis in den Mai hinein verlängert werden.

Upatde 12. März, 6.30 Uhr: Impfbündnis für schnelleres Impfen - Hausärzte ab 1. April bereit

Ein Patient erhält seine Corona-Impfung.
Ein Patient erhält seine Corona-Impfung.  © Hannibal Hanschke/REUTERS/Pool/dpa

Bayern will mit einem Impfbündnis aus Ärzten, Apotheken sowie lokalen Impfzentren die Impfgeschwindigkeit erhöhen.

"In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung vom Freitag. "Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzt, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können."

Er fügte hinzu: "Gemeinsam mit den Ärzten, den lokalen Impfzentren und den Apotheken als Logistikpartner der Praxen bilden wir ein Impfbündnis, mit dem wir die Impfgeschwindigkeit nochmals erhöhen wollen." Insbesondere chronisch Kranke, mobilitätseingeschränkte Menschen und immobile Menschen profitierten davon.

Laut Holetschek sollen die Impfzentren im Freistaat im April pro Woche mit 350.000 Dosen Impfstoff beliefert werden. Darüber hinausgehende Lieferungen sollen an die Praxen gehen. "Auf Basis der Prognose des Bundes gehen wir davon aus, dass beispielsweise schon in der Woche nach Ostern rund 121.000 Impfdosen in den Arztpraxen verimpft werden können. Diese Summe soll sich im Verlauf des April und Mai wöchentlich weiter erhöhen", so Holetschek. In einem nächsten schritt sollten Betriebsärzte mit einbezogen werden.

Bayerns Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) sagte der "Passauer Neuen Presse" (Freitag): "Alleine durch die Beteiligung der Arztpraxen steht nicht eine Impfdosis mehr zur Verfügung." Anfang April werde eine Praxis nur etwa fünf bis sechs Impfdosen pro Tag zur Verfügung haben. Woche für Woche werde es dann mehr werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Mittwoch beschlossen, mit Corona-Impfungen in den Arztpraxen frühestmöglich zu beginnen, spätestens jedoch in der Woche vom 19. April.

Angesichts der geänderten Impfstrategie mit breiter Einbeziehung von Ärztinnen und Ärzten werden die bayerischen Impfzentren nicht weiter ausgebaut.

Update 11. März, 19 Uhr: Maskenaffäre! Alfred Sauter kritisiert CSU-Fraktionschef scharf

In der Maskenaffäre hat der CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Sauter seinen Fraktionschef Thomas Kreuzer scharf angegriffen. Kreuzer hatte Sauter aufgefordert, die Geldsumme zu nennen, die dieser für die Ausarbeitung eines der umstrittenen Kaufverträge für Corona-Schutzmasken erhalten habe.

Wie aus einer E-Mail Sauters vom Donnerstag hervorgeht, nennt Sauter den Betrag nicht und kritisiert auch das Vorgehen Kreuzers. "Niemand lässt sich gerne unter Druck setzen - ich auch nicht", schrieb Sauter an Kreuzer. Zunächst hatte der Radiosender Antenne Bayern darüber berichtet. Der Vertrag war im Zusammenhang mit der Maskenaffäre des mittlerweile aus der CSU ausgetreten Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein bekannt geworden.

Sauter hatte erklärt, er habe als Rechtsanwalt den Vertrag für ein Maskengeschäft mit der bayerischen Staatsregierung erstellt. Solche Geschäfte, an denen Unionspolitiker beteiligt waren, setzen derzeit CDU und CSU erheblich unter Druck.

Sauter betont nun, dass er aufgrund der Verschwiegenheitspflicht keine weiteren Details zu dem Geschäft nennen könne. «Aufgrund Deiner eigenen Sachkunde weißt du, dass eine Befreiung von dieser Pflicht nicht in meiner Hand liegt und ich diesbezüglich auch nicht unter Druck gesetzt werden darf», schrieb Sauter an Kreuzer, der selbst Jurist ist.

Außerdem kritisiert der ehemalige bayerische Justizminister, dass Kreuzer die Medien informiert habe, unmittelbar nachdem sich der Fraktionsvorsitzende per E-Mail an ihn gewandt habe. Sauter wirft Kreuzer vor, ihn auch nicht angerufen zu haben. Zuvor hatte er seine Verärgerung bereits der Augsburger Allgemeinen mitgeteilt.

Update 11. März, 18 Uhr: Betrüger will mit Corona-Schockanrufen Geld machen

Die Corona-Pandemie hat ein bislang Unbekannter in Oberfranken ausgenutzt, um mit Schockanrufen Geld zu erbeuten. Bei der Polizeiinspektion Wunsiedel meldeten sich mehrere Menschen, die von einem angeblichen Arzt des Klinikums Marktredwitz angerufen wurden.

Der Mann meldete sich laut Polizeiangaben vom Donnerstag mit Dr. Weber und erklärte den Angerufenen dann, dass einer ihrer Angehörigen wegen einer Corona-Infektion todkrank bei ihm in der Klinik liege. Der Patient könne nur durch die Gabe eines amerikanischen Medikaments gerettet werden, das jedoch nicht von der Krankenversicherung bezahlt werde.

Deshalb forderte er die Zahlung eines vier- und teilweise sogar fünfstelligen Betrages. Die Angerufenen gingen jedoch auf die Geldforderung nicht ein, sondern verständigten die Polizei.

Update 11. März, 16 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 11. März, 12 Uhr: Keine Kontrollen zu kostenlosen Schnelltests in Bayern geplant

Einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche bezahlt der Bund seit Montag für alle Menschen in Deutschland.

Ob sich im Freistaat alle an diese Begrenzung halten, will das bayerische Gesundheitsministerium aber nicht überprüfen. Ein solcher Kontrollmechanismus sei "derzeit nicht geplant", sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, "dass die Bürgerinnen und Bürger umsichtig mit dem bereits bestehenden Angebot der Jedermann-Testung umgehen".

Neben diesen kostenlosen PCR-Tests in kommunalen Testzentren können sich Menschen in Bayern seit Montag auch ohne Erkältungssymptome einmal pro Woche einem Gratis-Schnelltest durch geschultes Personal unterziehen. Rechtlich möglich war dies aber zunächst längst nicht in allen Apotheken im Freistaat, weil diese erst durch die örtlichen Gesundheitsämter beauftragt werden mussten.

Das hat das Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung geändert.

Update 11. März, 10.50 Uhr: Volkshochschulen öffnen erst nach Ostern

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 dürfen Volkshochschulen zwar von kommenden Montag an wieder ihre Räume öffnen.

Wie der Bayerische Volkshochschulverband am Donnerstag mitteilte, werden zahlreiche Einrichtungen aber wohl erst nach den Osterferien aufmachen.

Viele Volkshochschulen hätten eine mögliche Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes ab dem 12. April ins Auge gefasst, hieß es. Zum einen, weil in den zweiwöchigen Osterferien bei den meisten Volkshochschulen ohnehin kein regulärer Kursbetrieb stattfinde, und zum anderen, weil viele Landkreise und kreisfreie Städte aktuell nur knapp an der Hunderter-Grenze vorbeischrammten.

Der Lockdown verursachte den Angaben zufolge bei den Volkshochschulen einen erheblichen Einnahmeausfall, da nur noch Online-Kurse möglich waren. Die Einnahmen durch Kursgebühren gingen demnach durchschnittlich um 70 Prozent zurück. Dies habe eine Umfrage unter den Mitgliedseinrichtungen ergeben.

Trotz aller getroffenen Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen werde es auch 2021 unmöglich sein, dieselben Kursgrößen wie vor der Pandemie zu erreichen, betonte Regine Sgodda, Vorstand des Bayerischen Volkshochschulverbands.

Das bedeute, dass die Volkshochschulen weiterhin mit großen finanziellen Defiziten zu rechnen hätten.

Update 11. März, 10.30 Uhr: Hotels und Gaststätten wollen schnellere Impfung für Mitarbeiter

Der bayerische Hotel- und Gaststätten-Verband fordert vorgezogene Impfungen für seine Mitarbeiter.

Wenn besonders empfindliche Personengruppen durchgeimpft seien, müssten sie eine "höhere Priorisierung" bekommen, sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Donnerstag.

Der Verband bewegt sich argumentativ dabei auf einem schwierigen Pfad, schließlich betont er seit langem, dass der Aufenthalt in der Gastronomie und Hotels sicher sei. Auch Inselkammer bekräftigt dies, dennoch sei das Gastgewerbe "eine Branche mit hoher Kontaktfrequenz". Zudem fordert sie auch aus wirtschaftlichen Gründen, die Branche beim Impfen nicht zu vergessen.

"Wollen wir nicht Insolvenzen von Betrieben in allen Regionen riskieren, die landauf, landab 477.000 Menschen einen Vollerwerb sichern, müssen wir sie jetzt auch beim Impfen entsprechend ihrer Kontakthäufigkeit vorrangig behandeln."

Update 11. März, 9.50 Uhr: Gratis-Schnelltests in bayerischen Apotheken möglich

Eine Frau lässt sich auf das Coronavirus testen.
Eine Frau lässt sich auf das Coronavirus testen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bayerns Apotheken können seit Donnerstag kostenlose Corona-Schnelltests für Bürger ohne Erkältungssymptome anbieten.

Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München mit und verwies auf die neue Allgemeinverfügung, die die rechtliche Voraussetzung dafür bilde. Diese hatte den Apotheken noch gefehlt.

"Zur Bewältigung der Corona-Pandemie ist es entscheidend, möglichst umfassend zu testen, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ansteckungen zu vermeiden. Daher brauchen wir ein großflächiges und möglichst niederschwelliges Test-Angebot", sagte der Minister.

Antigentests werden nun in Testzentren, Arztpraxen oder Apotheken durchgeführt. Apotheker seien aber nicht verpflichtet, die Tests anzubieten, betonte Holetschek. Ein Ergebnis liegt meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten vor. Ist das Testergebnis positiv, müssen sich die Betreffenden den Angaben nach in häusliche Quarantäne begeben.

Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Hans-Peter Hubmann, sagte, "Test-Kits sind nach unserer Kenntnis ausreichend auf dem Markt vorhanden".

Die Bürger sollten aber auch weiterhin die bekannten Maßnahmen wie das Tragen einer Maske, Abstandhalten, häufiges Händewaschen, Desinfizieren und Lüften berücksichtigen.

Update 10. März, 20.03 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 10. März, 14.15 Uhr: Parlamentspräsidenten schreiben an Schäuble: Grenzkontrollen beenden

Die Parlamentspräsidenten von Österreich, Tschechien und der Slowakei drängen in einem gemeinsamen Brief an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble auf ein Ende der von Deutschland eingeführten stationären Grenzkontrollen.

In dem Schreiben, das am Mittwoch auch den Mitgliedern des Innenausschusses des Bundestages zuging, heißt es, die Folgen dieser Maßnahmen "stehen in Widerspruch zu unserem gemeinsamen Ziel, weitere wirtschaftliche Verluste durch die Pandemie zu vermeiden". So gestalte sich beispielsweise der Lastwagen-Transitverkehr aufgrund der kurzen Fristen und Gültigkeitsbeschränkungen der von den Fahrern vorzulegenden Corona-Tests schwierig.

Wohl mit Blick auf die Regeln, die an der Grenze zwischen Deutschland und dem französischen Département Moselle gelten, schrieben Österreichs Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, der Sprecher der tschechischen Abgeordnetenkammer, Radek Vondracek, und der Sprecher des slowakischen Nationalrats, Boris Kollar: "Wir möchten auch die Vergleichbarkeit dieser Maßnahmen mit jenen in anderen deutschen Grenzregionen in Frage stellen."

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus verbreitet sind, dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Bis zum 4. März waren laut Ministerium bei den aus Infektionsschutzgründen eingeführten Grenzen zu Tschechien und Tirol insgesamt 36 442 Einreisewillige abgewiesen worden.

Ältere Meldungen des Live-Tickers für Bayern aus dem Februar und März 2021 findest du >>> hier.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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