Bayern-Ticker (Archiv): Über 15.000 Ärzte geimpft, Homeoffice-Pakt gefordert, Mutation erreicht Bayern

Update 8. Januar, 15.20 Uhr: Mehr als 15.000 Klinikärzte und Pfleger bereits geimpft

In den bayerischen Kliniken haben sich mittlerweile mehr als 15.000 Mitarbeiter gegen den Covid-19-Erreger impfen lassen. Die Impfbereitschaft der Ärzte und Pfleger der Kliniken sei deutlich höher, als dies vor einigen Wochen angenommen worden sei, berichtete die Bayerische Krankenhausgesellschaft am Freitag in München.

In den Kliniken gebe es "volle Anmeldelisten" für die Impfung des medizinischen Personals. "Eine erste grobe Schätzung der Impfbereitschaft von 50 bis 70 Prozent aus dem November 2020 dürfte aus heutiger Sicht spürbar überschritten werden können", betonte die Krankenhausgesellschaft.

Nach Angaben der Gesellschaft wurden am Freitag rund 4400 Corona-Patienten im Freistaat in Krankenhäusern behandelt. Etwa jeder fünfte davon liege auf einer Intensivstation.

Update 8. Januar, 14.55 Uhr: 25 Skateboarder in Corona-Zeiten deutlich zu viel

Mehr als zwei Dutzend Skateboardfahrer haben sich in München Corona-Anzeigen eingehandelt.

Sie hätten sich nicht an die Infektionsschutzmaßnahmen gehalten, teilte die Polizei am Freitag mit. Die 25 Personen trugen demnach in einer Unterführung in der Altstadt am Donnerstag weder Masken noch hielten sie Abstände ein.

Die Polizei betonte, dass Skateboardfahren allein oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt erlaubt sei. Menschenansammlungen seien aber hingegen zu vermeiden.

Update 8. Januar, 14.35 Uhr: Neue Zahlen für München

In München wurden insgesamt 380 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 46.752 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 41.383 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 642 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 130,2.

Update 8. Januar, 11.10 Uhr: Grüne fordern von Söder Pakt für so viel Homeoffice "wie nur möglich"

Zur Eindämmung des Coronavirus fordern die Grünen im bayerischen Landtag mehr Infektionsschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz.

"Die regulatorischen Maßnahmen zur Einschränkung privater Kontakte sind weitgehend ausgereizt, jetzt braucht es endlich deutliche Beschränkungen bei den Arbeitsplatzkontakten", sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Freitag vor der Sondersitzung des Landtags zur Corona-Krise.

Zu Beginn der Sitzung will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung die ab Montag geplante erneute Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar begründen.

Hartmann rief Söder dazu auf, die Chefs der großen Industrie- und Wirtschaftsunternehmen und auch die Leiter großer Behörden zu einem "Homeoffice-Gipfel" an einen Tisch holen. Der Infektionsschutz am Arbeitsplatz müsse zum Chef-Thema gemacht werden, betonte Hartmann, es brauche einen "Pakt für Heimarbeit".

"Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice kratzt in Deutschland laut einer aktuellen Studie der Böckler-Stiftung gerade mal an der 20-Prozent-Marke", sagte Hartmann.

In der Corona-Krise müsse der Anspruch aber sein, so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie nur möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen und so nicht nur die Infektionsgefahr an den Arbeitsplätzen zu senken, sondern auch Gedränge in Bussen und Bahnen zu vermeiden.

Update 8. Januar, 9 Uhr: 17 Landkreise in Bayern über Sieben-Tagen-Inzidenz von 200

17 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern wären nach den Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Freitag von der neu beschlossenen und ab Montag geltenden Beschränkung der Bewegungsfreiheit betroffen.

Nach der Neuregelung dürfen Menschen sich nur noch 15 Kilometer weit von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt.

Den höchsten Wert in Bayern verzeichnete am Freitag der Landkreis Wunsiedel in Oberfranken mit 341,3, gefolgt von den Landkreisen Berchtesgadener Land (325,7) und Passau (275,1). Die oberfränkischen Kreise Kronach (200,8) und Bayreuth liegen gerade noch über der 200er-Grenze, die Landkreise Hof und Tirschenreuth knapp darunter. Die Werte können sich bis Montag aber ändern.

Mit der Stadt Amberg und den Landkreisen Ostallgäu und Kaufbeuren lagen am Freitag drei Regionen bei einer Sieben-Tage Inzidenz von weniger als 50. Dies gilt als Zielmarke, damit die Gesundheitsämter wieder die Kontrolle über die Pandemie erlangen. Im Durchschnitt war die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 136,5 gesunken.

Die bayerische Staatsregierung hatte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit am Mittwoch beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus weiter zurückzudrängen.

Eine Entfernung von mehr als 15 Kilometer vom Wohnort ist in Hotspots dann nur noch erlaubt, wenn triftige Gründe vorliegen, etwa die Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen, nicht aber touristische Tagesausflüge.

Update 8. Januar, 8 Uhr: Landtag berät in Sondersitzung über Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Der bayerische Landtag kommt am Freitag (13 Uhr) in einer Sondersitzung zusammen, um über die jüngst angekündigte Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus abzustimmen.

Gleich zu Beginn der Sitzung will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung die am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Regelungen begründen, die teils drastische Konsequenzen für die Menschen im Freistaat haben werden.

Aus der Opposition war teils massive Kritik an den Verschärfungen laut geworden.

Update 7. Januar, 19.45 Uhr: Zwei Fälle der neuen Coronavirus-Variante in Bayern nachgewiesen

In Bayern sind mittlerweile zwei Fälle der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante entdeckt worden.

Die Mutation sei erneut bei einem Reiserückkehrer von der britischen Insel nachgewiesen worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

«Der betroffene Passagier wurde direkt nach der Einreise am Flughafen München positiv auf Sars-CoV-2 getestet», berichtete die Behörde. Im Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin sei dann die neue Variante nachgewiesen worden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Mittwoch über den ersten im Freistaat belegten Fall informiert. Auch dabei habe es sich um eine Reiserückkehrerin aus Großbritannien gehandelt. «Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist», sagte Söder. Laut LGL wird ein dritter Verdachtsfall, eine weitere Probe eines Reisenden aus Großbritannien, derzeit noch von dem Berliner Labor untersucht.

«Nach dem bisherigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe bei Infektionen mit dieser neuen Variante oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe», betonte das Landesamt.

Es gebe aber Hinweise, dass die neue Variante wesentlich ansteckender sei als die bisherigen Virusvarianten.

Update 7. Januar, 17.22 Uhr: Bayern soll am Freitag 107.250 Impfdosen bekommen

Bayern soll am Freitag mehr als 100.000 weitere Impfdosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech erhalten.

Wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll Biontech am Freitag 107.250 Impfdosen direkt an den Freistaat liefern. Demnach bleibt die Menge bei der von der Staatsregierung am Mittwoch angekündigten Zahl.

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bis Mittwoch rund 90.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Für die erforderliche zweite Impfung wird laut Gesundheitsministerium die Hälfte der knapp 210.000 gelieferten Impfdosen zurückgehalten.

Update 7. Januar, 16.30 Uhr: Gemeindetag: Miserables Krisenmanagement des Kultusministeriums

Bayerns Gemeinden haben dem Kultusministerium ein miserables Krisenmanagement in der Corona-Pandemie attestiert.

«Seit Jahren fordern wir eine schlüssige und robuste Digitalisierungsstrategie von der Bayerischen Staatsregierung. Jetzt, in der Corona-Krise zeigt sich, dass das Kultusministerium weit davon entfernt ist, den Schülerinnen und Schülern funktionierende digitale Angebote in der Krise zu machen», sagte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl am Donnerstag.

Es sei «geradezu unerträglich», dass Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nun darum bitte, die Lernplattform Mebis nur noch im Viertelstundentakt aufzurufen. «Das ist eine Bankrotterklärung des Kultusministers», sagte Brandl. «So kann das nicht weitergehen!»

Brandl wies darauf hin, dass die Gemeinden und Städte als Sachaufwandsträger der Schulen seit Jahren größte Anstrengungen unternehmen, die Schulen für das digitale Zeitalter fit zu machen. Das Kultusministerium schaffe es aber nicht, das Ganze mit Leben zu füllen.

«Die Lehrkräfte sind demotiviert, es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept für den sinnvollen Gebrauch der beschafften Hardware und jetzt zeigt sich auch noch, dass das Ministerium es nicht schafft, den digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen», sagte Brandl.

Update 7. Januar, 15.25 Uhr: Fallzahlen für München

Update 7. Januar,13.34 Uhr: Bayern lockert wegen Corona Lehrpläne und Prüfungsvorgaben

Der Freistaat Bayern will es den Schülern in der Corona-Pandemie ein wenig leichter machen.

Es werde verbindliche Hinweise für Schwerpunktsetzungen im Lehrplan geben, damit Lehrkräfte und Schüler nicht unter Zeitdruck gerieten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

An Realschulen und Gymnasien könne die vorgegebene Zahl der Schulaufgaben in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn reduziert werden, um eine Ballung von Leistungsnachweisen und übermäßigen Zeitdruck zu vermeiden.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 7. Januar,13.20 Uhr: Trautners Appell: Notbetreuung nur im Notfall beanspruchen

Die Möglichkeit der Notbetreuung soll nur im Notfall in Anspruch genommen werden. (Symbolbild)
Die Möglichkeit der Notbetreuung soll nur im Notfall in Anspruch genommen werden. (Symbolbild)  © Uwe Zucchi/dpa

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) hat an die Eltern im Freistaat appelliert, Notbetreuungsangebote in Kindertagesstätten auch wirklich nur im Notfall in Anspruch zu nehmen.

"Gehen Sie bitte mit dieser Möglichkeit verantwortungsvoll um", mahnte sie am Donnerstag in München. "Denn damit schützen Sie sich selbst, Ihre Kinder und vor allem auch unsere Beschäftigten in den Kitas."

Auch in Bayern wird der harte Lockdown mit geschlossenen Schulen und Kitas und noch härten Kontaktbeschränkungen über den 10. Januar hinaus bis zunächst zum 31. Januar fortgesetzt. Für Eltern, die gar keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen, bleibt - wie schon vor den Weihnachtsferien im Dezember - eine Notbetreuung eingerichtet. "Wenn wir wieder regulär öffnen können, stehen die Kindertageseinrichtungen an erster Stelle", versprach Trautner.

Die Landtags-SPD kritisierte die neuen Corona-Regeln für Kinder und Familien. "Wie schon im Frühling und Sommer sind Kinder diejenigen, die die meisten Opfer bringen müssen", kritisierte die familienpolitische Sprechern der Fraktion, Doris Rauscher. "In die Kita dürfen Kinder nur noch im Ausnahmefall, und Kinder, die daheim bleiben, dürfen nur noch eine Person treffen. Das ist bei Eltern kleiner Kinder ein Ding der Unmöglichkeit: Kaum jemand kann seinen Ein- oder Zweijährigen einfach ohne Elternteil bei befreundeten Eltern vorbeibringen."

Dass die Mutter eines Säuglings sich beispielsweise nicht mehr mit einer anderen Mutter treffen dürfe, sei ein Unding und grenze an Grausamkeit. "Gerade junge Mütter brauchen den Kontakt zu Gleichgesinnten. Dass hier ein Baby genauso gezählt wird wie eine erwachsene Person, lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln."

Es sei unvermittelbar, dass Angestellte in Büros weiterhin zusammensitzen könnten, Kinder aber ihre Freunde nicht mehr sehen dürften, sagte Rauscher.

Update 7. Januar,13.08 Uhr: Nürnberger Vesperkirche wird wegen Corona-Lockdown verschoben

Die Nürnberger Vesperkirche will - wenn möglich - am 7. Februar aufmachen. (Archiv)
Die Nürnberger Vesperkirche will - wenn möglich - am 7. Februar aufmachen. (Archiv)  © Daniel Karmann/dpa

Die Nürnberger Vesperkirche wird wegen des Corona-Lockdowns verschoben. Eigentlich sollte sie vom 17. Januar bis Ende Februar öffnen.

"Unter Lockdown-Bedingungen können wir das unseren Ehrenamtlichen nicht zumuten", sagte Pfarrer Bernd Reuther von der evangelischen Kirchengemeinde Nürnberg-Lichtenhof am Donnerstag.

Normalerweise öffnen die Vesperkirchen in der kalten Jahreszeit ihren Kirchenraum, um ganz unterschiedliche Menschen beim Mittagessen, bei Konzerten und anderen Aktionen zusammenzubringen. Doch in diesem Jahr müssen sich die drei bayerischen Vesperkirchen in Nürnberg, Schweinfurt und Memmingen wegen der Corona-Pandemie etwas Neues überlegen.

Die Nürnberger Vesperkirche will nun am 7. Februar aufmachen - vorausgesetzt, der Lockdown ist dann beendet. "Das war schon ein Plan, den wir im Hinterkopf hatten", sagte Reuther. In diesem Jahr wird das Miteinander unter den Gästen allerdings begrenzt sein. Das Mittagessen soll es ausschließlich zum Mitnehmen geben. In Buden vor der Kirche werden die Ehrenamtlichen die warme Mahlzeit ausgeben. Zum Eröffnungsgottesdienst werden nur 100 Menschen zugelassen.

Auch Konzerte, Theater und andere Kulturveranstaltungen seien nur vor einem kleineren Publikum und mit Eintrittskarte möglich - falls überhaupt, sagte Reuther. Kostenlose Haarschnitte wie in den Vorjahren werde es nicht geben, Beratungsangebote wie Bewerbungstraining und Familienhilfe nur mit Termin.

Auch in Memmingen reagiert die Vesperkirche im zweiten Jahr ihres Bestehens kreativ auf die Corona-Krise. Diese wird vom 28. Februar an drei Wochen lang mit einem Food-Truck unterwegs sein, der fünf evangelische Kirchengemeinden anfährt.

Bayerns älteste Vesperkirche in Schweinfurt will in diesem Jahr am 25. Februar für knapp zwei Wochen eröffnen - allerdings nur virtuell, wie Diakon Norbert Holzheid erläuterte. Ein warmes Mittagessen wird es deshalb nicht geben. Was stattdessen im Internet angeboten wird, soll demnächst feststehen.

Update 7. Januar, 9.39 Uhr: RKI: 15 Städte und Landkreise in Bayern bei Inzidenz über 200

Radius-Regel: Einkaufen okay, Tagesausflug nicht. Das unterstrich Hubert Aiwanger klar. (Archiv)
Radius-Regel: Einkaufen okay, Tagesausflug nicht. Das unterstrich Hubert Aiwanger klar. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

In Bayern haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag 15 Städte und Landkreise über der kritischen Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen gelegen.

Ab dieser Grenze soll die Regel gelten, die den Aktionsradius von Menschen in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort herum begrenzen soll.

Die bayerische Staatsregierung hatte diesen Vorschlag der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch übernommen. Menschen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich künftig zunächst bis Ende Januar nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen.

Dies gelte nicht, wenn ein triftiger Grund vorliege, stellte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) klar. Ein solcher sei etwa eine Fahrt zum Einkaufen, nicht aber ein touristischer Tagesausflug.

Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag laut RKI der Landkreis Wunsiedel mit 291,8 auf, gefolgt von der Stadt Hof (264,0) und den Landkreisen Berchtesgadener Land (256,8) und Passau (239,8). Die niedrigsten Werte hatten den RKI-Zahlen zufolge die Städte Amberg (33,2) und Bamberg (37,5) sowie die Landkreise Ost- (46,7) und Oberallgäu (49,4). Bayernweit lag die Inzidenz am Donnerstag bei 121,7.

Der Freistaat liegt damit deutschlandweit auf Platz sieben hinter den noch stärker betroffenen Ländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen und Berlin.

Die Corona-Zahlen seien weiter alarmierend, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung der verschärften Corona-Maßnahmen gesagt. "Alle zweieinhalb Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch, in Bayern alle zwölf Minuten."

Update 7. Januar, 7.59 Uhr: Piazolo informiert über Schulstart nach den Weihnachtsferien

Wie geht es an den Schulen weiter? Am Donnerstag sollen neue Infos kommen. (Archiv)
Wie geht es an den Schulen weiter? Am Donnerstag sollen neue Infos kommen. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Nach der Sondersitzung des bayerischen Kabinetts informiert Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag (13 Uhr) über die Regelungen zum Schulstart.

Trotz des Endes der Weihnachtsferien am kommenden Montag sollen Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen bleiben.

In allen Jahrgangsstufen soll es stattdessen Angebote für Distanzunterricht geben.

Piazolo muss sich seit einigen Wochen mit Rücktrittsforderungen und auch Kritik aus der Regierung auseinandersetzen. Grund ist die instabile Online-Lernplattform Mebis, die vor den Weihnachtsferien wie schon im Frühjahr dem Ansturm von Schülern im Distanzunterricht nicht gewachsen war.

Söder hatte ihm im Dezember indirekt eine Frist gesetzt, dass das System nach den Weihnachtsferien einwandfrei laufen müsse.

Update 7. Januar, 7.56 Uhr: Arzt: Oft immer neue Wellen von Beschwerden nach Corona-Infektion

Covid-19-Patienten sind nach ihrer Genesung von der akuten Erkrankung in vielen Fällen keineswegs gesund: Betroffene schildern, dass Beschwerden über Monate immer wieder kommen.

Joachim Meyer, Pneumologe, Intensivmediziner und Chefarzt des Lungenzentrums an der München Klinik, spricht von einer wiederkehrenden "rezidivierenden Symptomatik" und einem "wellenförmigen Verlauf".

"Es bleibt eine neue Erkrankung, die wir kennenlernen müssen", sagte Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Viele Covid-19-Patienten hätten noch lange nach der Entlassung Probleme - unter anderem mit der Lungenfunktion, der Konzentration und der Leistungsfähigkeit.

Einen vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung leiden viele Patienten an Langzeitfolgen. (Symbolbild)
Nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung leiden viele Patienten an Langzeitfolgen. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update 7. Januar, 7.33 Uhr: Neurologe: Guillain-Barré-Syndrom kann Folge von Covid-19 sein

Das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom (GBS) kann einem Neurologen zufolge eine seltene, aber schwere Komplikation nach einer Corona-Infektion sein.

Mindestens 100 solche Fälle der entzündlichen Erkrankung der Nerven mit Lähmung von Muskeln seien weltweit beschrieben, sagte Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Häufigkeit werde wahrscheinlich unterschätzt, darauf ließen Daten etwa aus Italien schließen.

Einen umfangreichen Bericht findest du >>> hier.

camping-Tiefkühlboxen zum Transport von Corona-Impfstoff in Bayern

Mit Camping-Tiefkühlboxen hat Bayern Corona-Impfdosen beim Transport gekühlt. Der Freistaat habe 305 elektrische Kühlboxen beschafft, bestätigte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

93 Boxen seien zum Einsatz gekommen. Zuerst hatte der «Spiegel» über die Camping-Boxen berichtet, die laut Hersteller eigentlich für Lebensmittel und Getränke gedacht sind.

Das Gesundheitsministerium wies Kritik zurück, wonach die verwendeten Boxen nicht für den Impfstoff geeignet seien. Die Boxen seien nur für den kurzen Transport zwischen Impfzentren und Alten- und Pflegeheimen gedacht, betonte der Sprecher. Der Impfstoff müsse dafür nach Angaben des Herstellers Biontech nur bei zwei bis acht Grad gekühlt werden. Vorschriften zu den Transportbehältnissen gebe es nicht.

Für den Transport der Impfstoffe von den Impfstofflagern zu den Impfzentren seien die Camping-Kühlboxen nicht vorgesehen, hieß es weiter. Dafür gebe es eigene Transport- und Kühltechnik, die ein Logistikdienstleister übernehme.

Doch bei den allerersten Lieferungen am 26. und 28. Dezember habe Bayern nur sehr wenig Impfstoff bekommen. Die Aufteilung und den Transport habe der Dienstleister nicht übernehmen können. Aus diesem Grund seien die Camping-Kühlboxen «außerplanmäßig» bei der überregionalen Verteilung des Impfstoffs eingesetzt worden, erklärte der Sprecher. Die richtige Temperatur sei dabei aber immer überprüft worden.

Die Pannen beim Transport und der Kühlung des Impfstoffs in Oberfranken und Schwaben sind laut Ministerium durch Handhabungsfehler passiert. «Die Kühlboxen selbst haben nach allen vorliegenden Erkenntnissen einwandfrei funktioniert», hieß es weiter.

Update 6. Januar, 17.57 Uhr: Aiwanger springt Piazolo in Mebis-Debatte zur Seite

Bayerns Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger ist seinem Parteifreund und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in der Debatte um die Lernplattform Mebis zur Seite gesprungen.

Piazolo steht massiv in der Kritik, weil die Online-Plattform - eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen funktionierenden Distanzunterricht in Bayerns Schulen - bisher nicht einwandfrei arbeitet und ein reibungsloser Neustart am kommenden Montag nicht sicher erscheint.

«Auch wir sind nicht frei von Fehlern, auch wir sind keine Wunderheiler, die alle Probleme lösen können», sagte Aiwanger beim Online-Dreikönigstreffen seiner Partei am Mittwoch. Die Plattform sei in einem Behördennetz seit 2012 aufgebaut worden und für eine Situation wie die aktuelle überhaupt nicht vorgesehen. Die Server-Kapazitäten reichten nicht aus, um die Systemfehler zu lösen.

«Natürlich muss man Lösungen anbieten», sagte Aiwanger. Man müsse aber auch fair sein und die Dinge richtig beleuchten. «Das kann nicht einem Minister alleine in die Schuhe geschoben werden», betonte der stellvertretende Ministerpräsident.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angesichts der Probleme mit Mebis schon vor Wochen erklärt, das System müsse nach den Weihnachtsferien arbeiten.

Update 6. Januar, 14.08 Uhr: Fallzahlen für München

Update 6. Januar, 14 Uhr: Söder fordert mehr Planungssicherheit beim Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vom Bund erneut mehr Planungssicherheit bei der Lieferung von Impfstoff gegen das Corona-Virus gefordert.

Es sei jetzt wichtig, dass jeder Impfstoff, der möglich ist, beschafft und produziert werden kann, sagte Söder am Mittwoch nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Es sei nicht ein Problem der bestellten Mengen, sondern es stelle sich die Frage, wann die Impfdosen ankommen. «Was gestern ein positives Signal war, dass die Kanzlerin das mit zur Chefsache gemacht hat», sagte Söder.

Unterdessen hat die EU-Gesundheitsbehörde grünes Licht für den Impfstoff des Herstellers Moderna gegeben. Dies macht Hoffnung auf baldige Lieferungen des Produkts. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte erklärt, jedem Deutschen, der dies möchte, solle bis zum Sommer ein Impfangebot gemacht werden können.

"Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie, die es gibt", betonte der bayerische Ministerpräsident und warnte vor übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle Linderung in der Pandemie. In Bayern seien 99 Impfzentren am Start. "Da wird geimpft, was geht", erklärte Söder. Bisher hätten rund 90.000 Menschen in Bayern die erste von zwei notwendigen Impfdosen erhalten.

Zur Wahrheit gehöre auch, dass die Impfbereitschaft erhöht werden müsse. Erste Erfahrungen aus den Alten- und Pflegeheimen zeigten eine hohe Impfbereitschaft der Heimbewohner, aber Zurückhaltung bei den Pflegekräften. Es müsse über eine Impfkampagne nachgedacht werden, die auch Vorbilder aus dem öffentlichen Leben beinhalte.

"Wir gehen in eine entscheidende Phase", sagte Söder. Die zweite Welle der Pandemie sei deutlich schwieriger als die erste Welle im Frühjahr und viele sprächen bereits über eine dritte Welle.

Update 6. Januar, 13.40 Uhr: Einkaufen bleibt von 15-Kilometer-Regelung ausgenommen

Einkaufen ist nach Angaben von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) durchaus ein Grund, den 15 Kilometer-Radius in Corona-Hotspots mit sehr hohen Infektionszahlen zu verlassen.

Es sei nun geklärt, "dass man eben trotzdem zum Einkaufen auch über die 15 Kilometer natürlich hinaus fahren kann", sagte er am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München.

Ab Montag gilt für die Menschen in Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Das heißt, sie dürfen sich aus privaten Gründen nur noch maximal 15 Kilometer rund um ihren Wohnort aufhalten.

Aiwanger betonte, "dass es sich wirklich auf touristische Tagesausflüge bezieht".

Update 6. Januar, 13.30 Uhr: Bayern erlaubt Abholservice Click&Collect

Bayern erlaubt dem Einzelhandel nun auch den Abholservice Click&Collect. Online-Bestellungen dürfen künftig im Laden abgeholt werden, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in München sagte.

"Das ist für viele Händler, gerade auch für den kleineren Einzelhandel, vielleicht der letzte Strohhalm." In anderen Bundesländern war der Service bislang schon erlaubt. Bayern hatte davon bislang aber aus Angst vor Kundenansammlungen vor den Geschäften Abstand genommen.

"Ich appelliere an die Bürger, diese Angebote anzunehmen" - und nicht nur bei den großen internationalen Online-Plattformen zu bestellen, sagte Aiwanger.

"Wenn Corona rum ist, wollen wir nicht ein großes Ladensterben festgestellt sehen."

Update 6. Januar, 12.35 Uhr: Bayern sagt wegen Corona Faschingsferien im Februar ab

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Faschingsferien abgesagt.

Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München mit.

Update 6. Januar, 13.30 Uhr: Söder wechselt Gesundheitsminister aus - Holetschek für Huml

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) soll neuer bayerischer Gesundheitsminister werden.

Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) werde in die Staatskanzlei wechseln, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München.

Update 6. Januar, 12.20 Uhr: Mutierte Corona-Form auch in Bayern

Die in Großbritannien verstärkt aufgetretene, mutierte Form des Coronavirus ist nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch in Bayern nachgewiesen worden.

Das Gesundheitsministerium habe ihn am Vorabend über den Fall einer infizierten Reiserückkehrerin aus Großbritannien informiert. "Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist", sagte Söder.

Das mutierte Virus bedeute in der ohnehin angespannten Situation ein Zusatzrisiko.

Update 6. Januar, 12.15 Uhr: Bayerns Kabinett stimmt verschärftem Lockdown bis Ende Januar zu

Erwartungsgemäß hat das bayerische Kabinett den seit Mitte Dezember bestehenden Corona-Lockdown in Bayern bis Ende Januar verlängert und verschärft.

Der Ministerrat stimmte am Mittwoch in einer Sondersitzung per Videoschalte dem Beschluss von Bund und Ländern vom Vortag zu.

"Der Lockdown wird verlängert und an einigen Stellen vertieft", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München.

Update 6. Januar, 7 Uhr: Bayerisches Kabinett befasst sich mit schärferen Corona-Regeln

Markus Söder (53, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, sortiert zu Beginn einer Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei seine Unterlagen.
Markus Söder (53, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, sortiert zu Beginn einer Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei seine Unterlagen.  © Matthias Balk/dpa-Pool/dpa

Nach den neuen Beschlüssen von Bund und Ländern muss sich nun das bayerische Kabinett in einer Sondersitzung mit einer Verschärfung der bestehenden Corona-Regeln befassen.

Im Ministerrat wird es dabei am Mittwoch (ab 10 Uhr) wohl vor allem über die Umsetzung und Feinjustierung der am Vortag in Berlin festgezurrten Maßnahmen gehen.

Am Freitag wird dann zudem noch der Landtag in einer Sondersitzung über die Verschärfung abstimmen.

Interessant dürfte unter anderem werden, wie die Freien Wähler als Koalitionspartner der CSU auf die verschärften Corona-Maßnahmen, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus Berlin mitbringt, reagieren.

Seit Monaten gibt es zwischen den beiden eigentlich sehr ähnlichen Koalitionären Spannungen wegen der Corona-Politik.

Die Freien Wähler favorisieren eher einen liberaleren Ansatz mit mehr Lockerungen, die CSU um Söder steht für einen vorsichtigeren Kurs mit Auflagen.

Update 5. Januar, 20.07 Uhr: Söder: Testpflicht bei Einreise hätte früher kommen müssen

Die von Bund und Ländern beschlossene Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland aus einem ausländischen Risikogebiet hätte aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bundesweit früher eingeführt werden müssen.

Bayern und andere Grenzländer hätten seit längerer Zeit auf das Problem hingewiesen, betonte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Einreisen aus ausländischen Risikogebieten stellten ein großes Risiko dar, auch weil dort oft nicht so strenge Corona-Regeln gälten.

Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen. In Bayern gilt diese Regelung schon länger.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die bayerische Grenzpolizei 1300 Reisende aus Risikogebieten an Gesundheitsämter gemeldet hatte, da diese weder einen negativen Corona-Test noch eine Einreise-Anmeldung vorlegen konnten.

Vom 29. Dezember bis einschließlich 3. Januar wurden demnach rund 10 000 Einreisende an den Grenzen des Freistaats sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen kontrolliert. Für etwa 4000 von ihnen habe eine Testpflicht bestanden, ein negatives Ergebnis konnten aber bei der Einreise nur rund 1400 vorlegen.

Rund 1300 Personen konnten den Angaben zufolge eine Einreise-Anmeldung vorlegen.

Update 5. Januar, 20.05 Uhr: Söder nachdenklich wegen niedriger Impfquote in Pflegeheimen

Die Impfbereitschaft insbesondere in Bayerns Pflegeheimen stimmt Ministerpräsident Markus Söder nachdenklich.

Die Impfquote dort sei nicht «extrem hoch», sagte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Im Freistaat gebe es «sehr differenzierte Ergebnisse» sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Pflegekräften.

Man werde noch mehr für die Impfbereitschaft werben müssen, kündigte Söder an.

Update 5. Januar, 19.29 Uhr: Söder geht von weiterer Zunahme der Corona-Fallzahlen aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht davon aus, dass mit dem Ende der Feiertage die Corona-Infektionszahlen weiter steigen werden.

Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich relativ hoch, da über Weihnachten und Silvester weniger getestet worden sei, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Auch Reiserückkehrer seien noch nicht in den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Institus abgebildet. «Wir müssen eher davon ausgehen, dass diese Zahlen wachsen», betonte Söder.

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt 11 897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Eine Interpretation dieser Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests auf das Coronavirus über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Update 5 Januar, 19.27 Uhr: Söder: Vorerst kein Präsenzunterricht in Bayerns Schulen

In Bayerns Schulen wird es nach Ende der Weihnachtsferien keinen Präsenzunterricht geben.

Das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekannt. Es werde stattdessen zunächst bis Ende Januar Distanzunterricht sowie Notbetreuung geben, sagte Söder.

Es habe sich gezeigt, dass das Corona-Virus auch in Schulen und Kitas verbreitet werden kann. Das hätten internationale Studien ergeben.

Sorge bereite in diesem Zusammenhang vor allem eine Verbreitung der neuen Virusform, der in Großbritannien bekannt geworden war und inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen wurde.

Update 5. Januar, 19.11 Uhr: Dehoga Bayern: Immer mehr Wirte verzweifeln

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kommt neben Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, sowie Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kommt neben Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, sowie Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband hat die erneute Verlängerung des Lockdowns kritisiert.

Corona-Bekämpfung und «ein offenes Gastgewerbe mit Hygienekonzepten stehen nicht im Widerspruch. Wir sind Teil der Lösung und nicht Teil des Problems», teilte der Verband am Dienstag mit. Angesichts der andauernden Schließungen «nimmt allerdings in weiten Teilen des Gastgewerbes die Verzweiflung überhand».

«Der Lockdown kann nicht ewig ohne eine echte Perspektive verlängert werden. Wir erwarten Planbarkeit und Verlässlichkeit politischer Entscheidungen», so der Wirteverband. Lang versprochene finanzielle Entschädigungen wie die Novemberhilfe müssten endlich bei den Betrieben ankommen. Und Betriebe, die bislang durch alle Raster gefallen seien, bräuchten auch Hilfe.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurde wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Update 5. Januar, 19.09 Uhr: 24 bayerische Kreise sind von Bewegungseinschränkungen betroffen

Mindestens 24 Stadt- und Landkreise in Bayern sind derzeit von einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen betroffen.

Darunter fallen nach Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: 5. Januar, 00.00 Uhr) etwa die Städte Nürnberg, Coburg, Hof, Bayreuth, Fürth und Landshut aber auch die Landkreise Berchtesgadener Land, Passau, Regen oder Deggendorf.

Bund und Länder verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin darauf, dass in Gebieten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen die Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern vom Wohnort eingeschränkt werden. Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt.

Tagestouristische Ausflüge stellen dem Beschluss zufolge explizit keinen triftigen Grund dar.

Update 5. Januar, 15.39 Uhr: Rund 82.000 Menschen in Bayern gegen Corona geimpft

In Bayern sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bis Dienstag rund 82 000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Die Hälfte der knapp 210 000 gelieferten Impfdosen für Bayern werde für die erforderliche zweite Impfung bereitgehalten.

«Nun ist es wichtig, dass wir regelmäßig neuen Impfstoff geliefert bekommen, damit wir möglichst viele Menschen schützen und Termine vergeben können», betonte Huml. Am kommenden Freitag sollen laut Ministerium weitere 107 000 Impfdosen im Freistaat eintreffen.

Die Kritik der FDP an Bayerns Impfstrategie wies Huml zurück. «Die Zahlen zeigen, dass Bayern die Corona-Impfungen gut vorbereitet hat. Klar ist auch: Forderungen nach einer Lockerung der Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Infektionen sind derzeit völlig fehl am Platz.»

Der bayerische FDP-Vorsitzende Daniel Föst hatte in einem Zeitungsinterview den Impfstart als Katastrophe bezeichnet und die Ausgangsbeschränkungen als unverhältnismäßig kritisiert.

Update 5. Januar, 14.22 Uhr: Bayerische Grenzpolizei meldet 1300 Einreisende an Gesundheitsämter

Weil sie weder einen negativen Corona-Test noch eine Einreise-Anmeldung vorlegen konnten, hat die Bayerische Grenzpolizei 1300 Reisende aus Risikogebieten an Gesundheitsämter gemeldet.

So solle die Testpflicht innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise überwacht werden können, teilte die Polizei mit. Unabhängig davon gelte für die Betroffenen eine Quarantäne-Pflicht.

Vom 29. Dezember bis einschließlich 3. Januar wurden demnach rund 10 000 Einreisende an den Grenzen des Freistaats sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen kontrolliert. Für etwa 4000 von ihnen habe eine Testpflicht bestanden, ein negatives Ergebnis konnten aber bei der Einreise nur rund 1400 vorlegen. Rund 1300 Personen konnten den Angaben zufolge eine Einreise-Anmeldung vorlegen.

Die Polizei kündigte an, ihre Kontrollen während der nächsten Tage noch zu verstärken - «insbesondere natürlich auch am nächsten Wochenende mit einem zu erwartenden starken Rückreiseverkehr».

Update 5. Januar, 14.18 Uhr: Fallzahlen für München

Update 5. Januar, 7.20 Uhr: Bayerns FDP-Chef fordert Ende verschärfter Ausgangsbeschränkungen

Daniel Föst, Landesvorsitzender der FDP Bayern, fordert ein Ende der Ausgangsbeschränkungen.
Daniel Föst, Landesvorsitzender der FDP Bayern, fordert ein Ende der Ausgangsbeschränkungen.  © Sina Schuldt/dpa

Der bayerische FDP-Vorsitzende Daniel Föst hält die strengen Ausgangsbeschränkungen im Freistaat für unverhältnismäßig und wenig wirksam.

"Bayerns Sieben-Tage-Inzidenz ist schlechter als in vielen anderen Bundesländern, wo die Maßnahmen weniger streng sind", sagte Föst der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

"Wenn man Weihnachten mit den Schwiegereltern feiert, ist es dem Virus egal, ob man um 21 Uhr mit dem Auto nach Hause fährt oder um 23 Uhr."

Die Staatsregierung versage in zentralen Bereichen der Corona-Bekämpfung, beim Schutz "der Bewohner in Pflege- und Seniorenheimen, ebenso wie beim Schulunterricht und der Kinderbetreuung", sagte Föst.

"Auch der Impfstart war eine Katastrophe." Die Schließung der Gastronomie habe nichts gebracht. "Wir können nicht immer die gesamte Gesellschaft lahmlegen. Wir müssen gezielt die Infektionsquellen ausschalten", forderte er.

Vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart erwartet Föst von seiner Partei ein klares Bekenntnis zum Regierungswillen auf Bundesebene - und benennt ein Themenfeld: "Die Corona-Krise muss jeden wachrütteln: Ganze Bereiche wie die Digitalisierung des Bildungs- und Staatswesens sind ganz offensichtlich nicht vorhanden."

Update 5. Januar, 7 Uhr: Bayern bezweifeln Wirksamkeit der Maßnahmen

Die große Mehrheit der Bayern betrachtet einer aktuellen Umfrage zufolge die derzeitigen Corona-Maßnahmen als wenig wirkungsvoll.

Mit dem noch vor Weihnachten beschlossenen harten Lockdown werde man "die Lage weiterhin nicht in den Griff bekommen", sagten 72 Prozent der vom GMS-Institut für den Fernsehsender Sat.1 Bayern Befragten. Nur 24 Prozent erwarten einen Erfolg.

Mehr hier >>>zur Umfrage.

Update 4. Januar, 18 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 335.117 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.941 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 267.700 Personen.

Update 4. Januar, 17.47 Uhr: Kaum Hoffnung auf Schulöffnung in Bayern nach Kultusministerkonferenz

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) wird am Mittwoch die Entscheidung offiziell machen. (Archiv)
Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) wird am Mittwoch die Entscheidung offiziell machen. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Nach den Beratungen der Kultusminister der 16 Bundesländer gibt es in Bayern wenig Hoffnung auf eine rasche Öffnung der Schulen zum Präsenzunterricht.

Die Kultusministerkonferenz beschloss am Montag im Kern, die Schließung der Schulen von dem jeweiligen Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Bundesländern abhängig zu machen.

Bayern hat vergleichsweise hohe Inzidenzwerte von derzeit rund 160 im Durchschnitt.

Den vollständigen Beitrag findest du >>> hier.

Update 4. Januar, 13.14 Uhr: Post-Covid-Selbsthilfegruppen

Knapp ein Jahr nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland gründen sich erste Selbsthilfegruppen von Post-Covid-Patienten.

Vor allem gehe es darum, über das Erlebte zu sprechen, sich gegenseitig bei der Genesung zu unterstützen und fachliche Informationen zu sammeln, sagte Karl Baumann, der eine der ersten Gruppen bundesweit in Regensburg gegründet hat. Am Mittwoch wollte sich die Gruppe zum zweiten Mal treffen. Dabei soll gleich eine weitere entstehen: Das Interesse sei groß, 20 Betroffene seien dabei - zu viel für ein Online-Treffen.

«Es kommt eine Riesenwelle auf unser Gesundheitssystem zu», ist Baumann überzeugt. Die Behandlungskosten seien noch gar nicht absehbar. Der 52-jährige Unternehmer aus Wenzenbach bei Regensburg, zuvor vollkommen gesund, war im März erkrankt. Er hing an der Herz-Lungen-Maschine, erlitt im Koma einen Schlaganfall und überlebte nur knapp. «Damals hat kaum einer daran geglaubt, dass ich wieder zurückkomme», sagt er heute. «Es ist viel aufzuarbeiten.» Wann und ob er wieder voll arbeiten könne, sei offen.

Bei Baumann waren mehrere Organe betroffen, neben der Lunge auch Herz, Nieren und Leber. «Es ist eine Systemerkrankung.» Bis heute seien nicht alle seine Werte normal. Und es gehe auch um die Psyche.

«Man muss das Trauma aufarbeiten. Das ist langwierig.» Seine Frau leide trotz milden Verlaufs wie er an Erschöpfung, Konzentrations- und Wortfindungsschwierigkeiten. Wenn er sich mit ihr unterhalte, sei es manchmal «wie im Komödienstadel», sagt er.

Update 4. Januar, 6.07 Uhr: Mehr Seelsorge-Gespräche in Gefängnissen wegen Corona-Krise

In der Corona-Krise steigt in bayerischen Gefängnissen der Bedarf nach einem Gespräch mit Seelsorgern.

«Die Gefangenen suchen schon verstärkt Kontakt zu den Seelsorgern und Seelsorgerinnen», beobachtete Mario Kunz, Gefängnisseelsorger in der JVA Nürnberg und Vorsitzender der Konferenz für Katholische Gefängnisseelsorge in Bayern. «Viele sind noch mehr als sonst verunsichert, manche erfahren Kraft aus dem Glauben.» Auch unter den Angestellten hätten Verunsicherungen und Ängste zugenommen.

Etwas mehr Gespräche als sonst registrierte Felix Walter, Gefängnisseelsorger in München-Stadelheim und Vorsitzender der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Bayern. Vor allem aber hätten sich die Themen der Gespräche verändert. «Der Fokus von vielen Gefangenen ist jetzt mehr bei den Angehörigen: Wie geht es ihnen? Sind sie krank? Verlieren sie in der Krise ihre Arbeit?»

In allen 36 Justizvollzugsanstalten in Bayern ist normalerweise mindestens ein katholischer und evangelischer Seelsorger für die Gefangenen da. Während Hauptamtliche die Gefangenen auch während des Lockdowns begleiten können, hätten nebenamtliche Kollegen teilweise nicht die Gefängnisse betreten dürfen.

Größere Einschränkungen gebe es inzwischen nur noch bei Neuankömmlingen, die zu Beginn ihrer Haft 14 Tage in Quarantäne müssen. «Da sind Gespräche manchmal sehr schwierig», sagte Walter. «Dabei sind gerade in den ersten Tagen die Sorgen und damit auch der Redebedarf groß.»

Update 3. Januar, 16.50 Uhr: Kabarettist Wolfgang Krebs froh über staatliche Corona-Künstlerhilfe

Der Kabarettist Wolfgang Krebs (54) ist froh über die bayerischen Künstlerhilfen in der Corona-Krise.

Die maximal 1080 Euro pro Monat seien zwar für den einen viel und für den anderen wenig, sagte Krebs der Augsburger Allgemeinen. "Demjenigen aber, der gerade im Wohnwagen lebt, wird es helfen, über die Runden zu kommen."

Zudem seien die Hilfen eine Anerkennung für die Kulturschaffenden. "Und was besonders schön ist: Es betrifft nicht nur die Künstler, sondern auch Veranstaltungstechniker und praktisch alle anderen, die direkt von der Kultur leben", sagte Krebs.

Er selbst habe es noch ganz gut, weil er regelmäßig für das Bayerische Fernsehen und im Radio auftrete. Ohne Live-Auftritte käme aber auch er nicht über die Runden. "Unseren Umsatz machen wir auf Bühnen", sagte der Politiker-Imitator. "Wenn ich nur Radio und Fernsehen hätte, könnte ich davon nicht leben."

Update 3. Januar, 14.15 Uhr: Fallzahlen für München

Update 3. Januar, 13.29 Uhr: Piazolo: Schulen noch nicht öffnen - bayerischer Sonderweg möglich

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat sich gegen eine Öffnung von Bayerns Schulen nach Ferienende am 10. Januar ausgesprochen.

«Wenn ich mir die aktuellen Infektionszahlen ansehe, gehe ich nicht von einem allgemeinem Präsenzunterricht für alle aus», sagte Piazolo der «Augsburger Allgemeinen» (Montag).

Sollten die Beratungen und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz aller Bundesländer an diesem Montag sowie der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag nicht den bayerischen Vorstellungen entsprechen, kann sich Piazolo einen bayerischen Sonderweg für die Schulen vorstellen. «Bildung ist Ländersache, es kann durchaus sein, dass Bayern am Ende eigene schulpolitische Vorstellungen umsetzt.»

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte zuvor ähnlich wie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach angeregt, zumindest Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. Piazolo bevorzugt dagegen für die Grundschulen nach den Ferien den sogenannten Wechselunterricht - also Unterricht in alternierenden, kleineren Gruppen.

«Wechselunterricht wäre für die Jüngsten eine Möglichkeit, wenigstens teilweise in persönlichem Kontakt mit den Lehrkräften zu bleiben», sagte der bayerische Kultusminister der Zeitung.

Bezogen auf alle Schularten plädiert Piazolo für ein differenziertes System aus Wechsel- und Distanzunterricht, abgestuft nach Alter der Schülerinnen und Schüler sowie Schularten.

Update 3. Januar, 12.23 Uhr: Mehr als 61.000 Menschen in Bayern erhielten erste Impfdosis

In Bayern waren am Sonntagmorgen mehr als 61.000 Menschen mit der ersten Impfdosis gegen das Coronavirus versorgt.

Das sagte der Staatssekretär und Leiter der Corona-Taskforce im bayerischen Gesundheitsministerium, Klaus Holetschek (CSU), am Sonntag der Deutschen Presse Agentur.

In Bayern wird wie in ganz Deutschland seit dem 27. Dezember gegen das Virus geimpft. Zunächst sind derzeit Bewohner von Altenheimen und Bedienstete aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an der Reihe.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte noch am Samstag von mehr als 43.000 Geimpften in Bayern gesprochen.

Update 3. Januar, 7.18 Uhr: Realschullehrer-Verband: Klare Regeln für Unterricht je nach Inzidenz

Nach dem Ende der Weihnachtsferien müssen nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbands klare Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht abhängig von den Corona-Infektionszahlen gelten.

«Präsenzunterricht bis 50, Wechselunterricht ab 50 und Fernunterricht ab 100 würden wir als Richtwert ins Feld schlagen», sagte der Vorsitzende des Deutschen und des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch über einen Wert von 150 Neuerkrankungen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen könne man noch diskutieren. «Aber es müssen jetzt klare Ansagen gemacht werden, wie wir in den nächsten Wochen und Monaten handeln», betonte Böhm. Es mache keinen Sinn, die Schüler nach den Ferien wieder dicht gedrängt in Bussen durch die Gegend zu fahren, so lange die Ansteckungsraten so hoch seien.

«In einigen Bundesländern will man immer noch nicht verstehen, dass es auch an den Schulen ein Infektionsgeschehen gibt und sich Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte dort anstecken», erläuterte Böhm. «Diese Tatsache wird mit einer Ignoranz und Arroganz unterschätzt, dass einem fast die Worte fehlen.»

Update 2. Januar, 15.23 Uhr: Huml: 43.000 Menschen in Bayern haben erste Impfdosis erhalten

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) vermeldet die ersten 43.000 Corona-Impfungen in Bayern. (Archiv)
Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) vermeldet die ersten 43.000 Corona-Impfungen in Bayern. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

In Bayern waren am Samstag nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rund 43.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Es sei jetzt wichtig, dass rechtzeitig und regelmäßig neuer Impfstoff angeliefert werde, sagte die Ministerin dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

Die meisten der Geimpften kamen in den ersten Tagen nach dem Impfstart am 27. Dezember aus der Gruppe der Bediensteten im Gesundheits- und Pflegewesen. Die zweite große Gruppe stellten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Senioren im Alter von über 80 Jahren.

Huml bezeichnete den Impfstart in Bayern trotz einiger Holprigkeiten in den ersten Tagen als gelungen. Sie sprach von einer großen logistischen Herausforderung, die 99 Impfzentren in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten mit Impfstoff zu versorgen.

Die Impfbereitschaft in Bayern sei gegenwärtig sehr groß. «Viele haben eine ganz, ganz große Hoffnung in diesen Impfstoff und das ist auch gut und richtig», sagte Huml. In einigen Impfzentren sei bereits damit begonnen worden, auch Senioren zu impfen, die nicht in Heimen leben.

Einige Landräte hätten auch schon die über 80-Jährigen in ihren Landkreisen angeschrieben, andere würden dies noch machen.

Update 2. Januar, 15.02 Uhr: Münchner Virologin: Mehr Impfdosen aus Impfstoff-Konzentrat gewinnen

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie dafür stark gemacht, den vorhandenen Impfstoff besser auszunutzen.

"Was man vielleicht noch machen könnte: Man kann aus einer Ampulle dieses Impfstoffes nicht nur fünf, sondern sechs Dosen gewinnen. Das wären schon mal 20 Prozent mehr", sagte die Professorin von der Technischen Universität München am Samstag dem Bayerischen Rundfunk.

Der Impfstoff des Herstellers Biontech wird als Konzentrat geliefert. Aus einer Konzentrat-Ampulle sollen fünf Impfstoff-Dosen gewonnen werden können, sie enthalten aber nach ersten Erfahrungen etwas mehr, was die Entnahme einer sechsten Dosis ermöglicht.

Einen Verzicht auf die zweite Impfung etwa drei Wochen nach der ersten hält die Virologin dagegen nicht für praktikabel. Ein solches Vorgehen müsste erst durch neue Studien gestützt werden und dann ein Zulassungsverfahren passieren.

Entsprechende Überlegungen wurden zuletzt aus Großbritannien bekannt.

Update 2. Januar, 13.30 Uhr: Würzburger Kickers wieder von Corona-Fall betroffen

Für die Würzburger Kickers hat das neue Fußballjahr wieder mit einem Corona-Fall begonnen.

Ein Spieler des Aufsteigers ist vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Karlsruher SC positiv auf Covid-19 getestet worden, wie die Unterfranken vor dem Heimspiel mitteilten. Alle weiteren Befunde der Testreihe seien negativ gewesen. Am Samstagmorgen wurden weitere Schnelltests durchgeführt, die ebenfalls komplett einen negativen Befund ergeben hätten.

Der vom Verein namentlich nicht genannte Profi, der aktuell keine Symptome aufweise, habe sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Die Kickers informierten das Gesundheitsamt Würzburg und die Deutsche Fußball Liga (DFL).

Nach einem Corona-Fall im Funktionsteam mussten die Unterfranken im letzten Spiel des vergangenen Jahres beim 0:2 in Darmstadt mit einer Notelf antreten. Damals waren vom Gesundheitsamt zahlreiche Kickers-Spieler in Quarantäne geschickt worden.

Update 2. Januar, 12.15 Uhr: Audi-Chef trotz Corona gegen weitere staatliche Förderung für Autofirmen

Audi-Vorstandschef Markus Duesmann hält weitere staatliche Förderung für Automobilhersteller für nicht angemessen. Die Corona-Krise nage an den Gewinnen in der Branche, sagte Duesmann der Süddeutschen Zeitung.

"Aber fast alle Firmen - Hersteller wie Zulieferer - können überleben", sagte der Manager. Die von der Corona-Pandemie verursachten Einschnitte in der Gastronomie oder der Kultur seien viel schlimmer. "Das tut mir super weh. Das ist tragisch. Tragisch ist nicht, dass wir zehn Prozent weniger Umsatzvolumen haben", sagte der Audi-Chef der Zeitung.

Duesmann zeigte sich in dem Interview nicht als großer Freund der umstrittenen Stadtgeländewagen. "Ich brauche keinen SUV, fahre keinen", sagte er. Die großen Fahrzeuge wirkten in engen Innenstädten eher deplatziert.

Audi entwickle neue Fahrzeugkonzepte, die weniger wuchtig seien.

Update 2. Januar, 11.50 Uhr: "Wiesn light" wegen Corona? Klare Worte von Münchens OB Dieter Reiter

Ist ein Oktoberfest 2021 in abgespeckter Form mit Einlassbeschränkungen oder halb so vielen Tischen denkbar?

>>> Das denkt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Ein Bild aus "besseren Zeiten": Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) auf der Wiesn.
Ein Bild aus "besseren Zeiten": Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) auf der Wiesn.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 2. Januar, 9.30 Uhr: Heiraten trotz Corona? Wer sich trauen will, steht vor Problemen

Soll ich, soll ich nicht? Wer heiraten will, steht vor einem Problem. Denn wegen Corona ist unklar, wann große Feste mit vielen Freunden und Verwandten wieder möglich sind. Was also tun?

Den ganzen Artikel findet Ihr >>> hier.

Update 2. Januar, 9.15 Uhr: Deutlich mehr illegale Autorennen im Corona-Jahr

Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Zieht es junge Leute im Corona-Jahr aus Langeweile auf die Straßen?

>>> Hier geht es zum Artikel.

Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Was sind die Gründe dafür? (Symbolbild)
Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Was sind die Gründe dafür? (Symbolbild)  © 123rf/Alexey Zatevahin

Update 1. Januar, 16.27 Uhr: Ruhiges Ausflugsgeschehen an Neujahr in Bayern

Überschaubare Situation: Am Neujahrstag hielt sich das Tourismus-Aufkommen deutlich in Grenzen. (Symbolbild)
Überschaubare Situation: Am Neujahrstag hielt sich das Tourismus-Aufkommen deutlich in Grenzen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Gegensatz zu den Tagen um Weihnachten war das Ausflugsgeschehen in Bayern am Neujahrstag vergleichsweise ruhig.

Den Polizeipräsidien Oberbayern Süd, Schwaben Süd/West und Niederbayern lagen bis zum Nachmittag keine Meldungen über größere Menschenansammlungen oder zugeparkte Straßen vor.

Eine Sprecherin der Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen beurteilte das Fahrgastaufkommen als "sehr übersichtlich" trotz Sonnenscheins und der am Freitag im Ort gastierenden Vierschanzentournee.

Im Vorfeld hatte die Polizei angekündigt, in beliebten Ausflugsregionen mehr Präsenz zu zeigen und Parkverbote zu kontrollieren. Außerdem wurden Ausflügler aufgefordert, Fahrten in viel besuchte Gebiete zu überdenken.

Im sogenannten "Lockdown" sind alle Skigebiete in Bayern geschlossen, allerdings gingen in den zurückliegenden Tagen viele Menschen mit Schlitten und Tourenski in die Berge.

Update 1. Januar, 16.25 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 328.755 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.766 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 258.240 Personen.

Update 1. Januar, 16.02 Uhr: Rund 3700 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist am Neujahrstag um 3743 gestiegen.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Am Freitag vergangener Woche, ebenfalls ein Feiertag, waren 2758 Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle stieg seit Donnerstag um 52 auf 6766.

Das Robert Koch-Institut wies allerdings darauf hin, dass eine Interpretation der Daten momentan schwierig sei. Während der Feiertage und um den Jahreswechsel werden wahrscheinlich weniger Menschen getestet und möglicherweise übermitteln nicht alle Ämter ihre Daten.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner liegt nach LGL-Angaben in Bayern bei 166,21. Das LGL zählte seit Beginn der Pandemie 328.755 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Bayern (Stand: 1.01., 8 Uhr).

Update 1. Januar, 13.30 Uhr: Stürmer Hahn beim FC Augsburg nach Corona-Ausfall zurück

Der FC Augsburg kann in seinem ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres mit Offensivspieler André Hahn planen. Trainer Heiko Herrlich sagte vor der Partie beim 1. FC Köln an diesem Samstag (15.30 Uhr), dass Hahn der Mannschaft wieder zur Verfügung stehe.

Der 30-Jährige war Anfang Dezember positiv auf das Coronavirus getestet worden und seitdem ausgefallen.

Stürmer Alfred Finnbogason fehlte zuletzt im Training. "Ich denke deshalb, dass er uns nicht zur Verfügung stehen wird", berichtete Herrlich am Freitag.

"Da müssen wir abwarten und geduldig sein, bis er uns wieder zur Verfügung steht." Finnbogason plagt sich immer wieder mit Verletzungen herum.

Update 1. Januar, 7 Uhr: Söder bremst Hoffnungen auf schnelles Ende des Lockdowns

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt während der Sondersitzung im Plenarsaal des bayerischen Landtags mit einem Nasen-Mund-Schutz an seinem Platz.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt während der Sondersitzung im Plenarsaal des bayerischen Landtags mit einem Nasen-Mund-Schutz an seinem Platz.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Lockdowns oder umfassende Lockerungen gebremst.

"Wir müssen jetzt einfach die Zahlen nachhaltig senken. Daher bin ich sehr skeptisch, schon ab 10. Januar wieder Öffnungen in Aussicht zu stellen", sagte Söder wenige Tage vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen der Deutschen Presse-Agentur.

Söder forderte einen weiterhin entschlossenen Kampf von Bund und Ländern gegen das Virus. "Wir wissen nicht, ob wir im Frühjahr Dank oder Quittung dafür bekommen. Aber wenn wir aus Ängstlichkeit nicht entscheiden würden, dann hätten wir unseren Auftrag verfehlt", sagte er. "Es kommt jetzt nicht darauf an, die bequemste Lösung zu finden, sondern die wirkungsvollste."

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem bundesweiten Lockdown, der zunächst bis 10. Januar befristet ist, weitergeht. Erklärtes Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf unter 50 zu drücken - ein Ziel, das angesichts der aktuellen Zahlen noch in weiter Ferne ist.

"Die große Mehrheit der Menschen geht gut mit", sagte Söder. Aber es gebe auch einige, die skeptisch seien. "Und viele suchen nach Schlupflöchern, anstatt gemeinsam zu schützen." Ziel muss nach Worten des CSU-Vorsitzenden aber bleiben, die Zahlen "nachhaltig" zu senken.

Update 31. Dezember, 14.07 Uhr: 32.000 Menschen in Bayern gegen das Coronavirus geimpft

Rund 32.000 Menschen in Bayern haben sich bislang gegen das Coronavirus impfen lassen.

Damit habe sich innerhalb kürzester Zeit die Zahl der Impfungen beinahe verdoppelt, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München mit. Bis Mittwochnachmittag seien an Bayern rund 102.000 Impfdosen ausgeliefert worden. Damit könnten nun mehr als 50.000 Menschen geimpft werden.

Für einen vollen Impfschutz muss sich jeder zweimal impfen lassen.

Update 31. Dezember, 13.20 Uhr: Söder zum neuen Jahr: Corona gemeinsam überwinden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ruft die Menschen in der Corona-Krise zu Geduld, Rücksicht und Disziplin auf.

«Corona ist die Bewährungsprobe unserer Generation», sagte der CSU-Chef laut Redemanuskript in seiner Neujahrsansprache. Doch er sei sich sicher, dass es gelingen werde, die Corona-Pandemie zu überwinden - und zwar gemeinsam.

«Zum Glück machen die meisten Menschen mit», meinte Söder. Für deren Verständnis bedanke er sich. Sein Dank gelte auch allen, die während der freien Tage rund um die Uhr arbeiteten wie die Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehren, Bundeswehr und Gesundheitsämter.

Söder schwor die Menschen in seiner Ansprache auf weitere Beschränkungen angesichts der hohen Infektionszahlen ein: «Wir erleben gerade die zweite Welle. Manche prophezeien sogar schon eine dritte Welle. Und Nachrichten über mutierte Corona-Viren machen große Sorge.»

Doch die Corona-Impfung mache Hoffnung, Normalität und Freiheit Stück für Stück zurückzugewinnen. «Keine Sorge, es gibt keine allgemeine Impfpflicht, aber Impfen ist ein Gebot der Vernunft», betonte Söder.

Die Menschen könnten darauf vertrauen, dass der Impfstoff sicher sei. Das bestätigten alle Zulassungsstellen in Europa und Deutschland. «Daher bitte nicht den Fake-News glauben, die ständig durchs Netz geistern», sagte Söder.

Ihn empöre es, dass es immer noch Menschen gebe, die das Coronavirus ignorierten oder leugneten. «Für mich ist jeder Einzelfall ein Schicksal und jeder Todesfall ein Stich ins Herz.»

Update 31. Dezember, 11.56 Uhr: Eilantrag gegen Böllerverbot in Nürnberg teilweise erfolgreich

Das Verwaltungsgericht Ansbach hat das flächendeckende Böllerverbot in Nürnberg teilweise gekippt.

Am Donnerstagvormittag gab die Kammer einem Eilantrag aus Nürnberg teilweise statt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Danach dürfen die Antragssteller Feuerwerk auf ihrem privaten Grundstück an Silvester und Neujahr zünden (Az.: AN 15 S 20.2909). Abgesehen von dieser Ausnahme gilt nach Angaben der Stadt Nürnberg jedoch weiterhin ein Böllerverbot auf allen öffentlichen und privaten Flächen.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden. In Mittelfranken hatten Kommunen ein Böllerverbot an Silvester und Neujahr beschlossen, das auch in privaten Gärten oder auf Balkonen gilt.

Im Laufe des Tages will das Ansbacher Verwaltungsgericht über weitere Eilanträge zu dem Thema entscheiden, die insbesondere die Verbote in Ansbach, Erlangen sowie in den Landkreisen Roth, Erlangen-Höchstadt und Ansbach betreffen.

Am Dienstag hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) das flächendeckende Feuerwerksverbot in Augsburg gekippt, da es sich «nicht um eine infektionsschutzrechtlich "notwendige" und damit verhältnismäßige Maßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes» handle (Az. 20 CS 20.3139).

Die Stadt Augsburg wollte ebenfalls Feuerwerk auf privaten Flächen verbieten, um Unfälle zu vermeiden und das medizinische Personal zu entlasten.

Update 31. Dezember, 9.18 Uhr: Coburg hat strengere Corona-Regeln

Die Stadt Coburg hat ihre Corona-Regelungen wegen weiter steigender Infektionszahlen verschärft.

Von diesem Donnerstag an dürfen sich nur noch zwei konkret genannte Haushalte mit höchstens fünf Erwachsenen gegenseitig besuchen. Man müsse sich also auf einen Haushalt festlegen, mit dem man sich trifft, teilte die Kommune mit. Diese zwei Hausstände dürften dann auch gemeinsam spazieren gehen oder draußen Sport treiben. Gottesdienste in Gebäuden sind verboten. Die Regelungen sollen zunächst bis zum 10. Januar gelten.

In ihrer Mitteilung nannte die Stadt das Infektionsgeschehen in Coburg «diffus». Man rate den Einwohnern auch davon ab, Ausflüge in den Landkreis oder in andere Regionen zu unternehmen. Am Donnerstagmorgen lag der Inzidenzwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 530,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - Coburg hatte damit den mit Abstand höchsten Inzidenzwert in Bayern.

Die neuen Regeln betreffen nur die rund 41 000 Einwohner der Stadt Coburg, nicht aber den Landkreis. Dort lag der Inzidenzwert laut RKI bei 360,8.

Update 31. Dezember, 9.11 Uhr: Knapp 700 Freiwillige haben sich für Pflegepool angemeldet

Der reaktivierte Pflegepool für Freiwillige zur Hilfe in der Corona-Krise ist nach Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gut gestartet.

Bislang hätten sich 679 Menschen gemeldet, die in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern aushelfen wollten. «Das ist sehr erfreulich, denn jede helfende Hand zählt jetzt. Wir setzen damit auf ein bewährtes Instrument aus der ersten Welle der Pandemie», sagte Huml laut Mitteilung von Donnerstag.

Mit dem erneuten Eintreten des Katastrophenfalls in Bayern war auch der Pflegepool reaktiviert worden. Er läuft über eine Plattform der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, die auch für die Vermittlung zuständig ist. Alle Fachkräfte, die aktuell nicht in der Pflege arbeiteten und nicht zu einer Risikogruppe gehörten, sollten sich zur freiwilligen Unterstützung der Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser melden, hatte Huml Mitte Dezember beim Start des Pflegepools gesagt.

Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden. Dort ist auch zu sehen, wo aktuell Bedarf an Helfern ist. Arbeitgeber bekommen einen finanziellen Ausgleich, wenn sie Mitarbeiter für einen Einsatz im Pflegepool freistellen.

Update 31. Dezember, 8.08 Uhr: Wegen Corona-Maßnahmen: Weniger Infektionskrankheiten in Bayern

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben einen positiven Nebeneffekt: Sie verhindern auch die Ausbreitung anderer Infektionskrankheiten.

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen gab es seit Anfang Oktober 30 Grippe-Fälle - im Vergleich zu 914 zum selben Zeitraum im Vorjahr. Die Zahl der vom Norovirus ausgelösten Darm-Infektionen lag 2020 bei fast 4000. Das sind etwa 6000 weniger als 2019.

Dieser rückläufige Trend könne mehrere Ursachen haben, sagte ein LGL-Sprecher. Dazu gehörten zum Beispiel häufiges Händewaschen, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und die geschlossenen Kitas, Schulen, Restaurants und Geschäfte. Wie sich die einzelnen Maßnahmen auf die Infektionszahlen auswirkten, könne aber nicht gesagt werden.

Außerdem sei unklar, wie stark sich diese auf die Grippesaison 2020/2021 auswirken werde, denn die Grippe-Welle stehe noch bevor. Diese beginne üblicherweise zwischen Anfang Januar und Anfang Februar.

Update 30. Dezember, 16.17 Uhr: Minister Herrmann kündigt verschärfte Kontrollen zu Silvester an

In der Silvesternacht soll es angesichts der Corona-Pandemie verschärfte Polizeikontrollen im Freistaat geben.

Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch an. Im Fokus soll dabei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und der Ausgangssperre ab 21 Uhr stehen. Die örtlichen Polizeiinspektionen würden von 800 Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Die Corona-Lage sei weiterhin sehr kritisch, sagte der Minister. Er appelliert an die Einsicht und Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, die sich ja schon über die Weihnachtsfeiertage insgesamt sehr vorbildlich verhalten haben.

Bleiben Sie daheim, verzichten Sie in diesem Jahr ausnahmsweise auf Party und Feuerwerk.

Update 30. Dezember, 16.13 Uhr: Eilanträge gegen Böllerverbot in Mittelfranken

Böllern an Silvester? Das Gericht muss sich nun mit weiteren Eilanträgen befassen. (Symbolbild)
Böllern an Silvester? Das Gericht muss sich nun mit weiteren Eilanträgen befassen. (Symbolbild)  © Mikhail Bulanov/123RF

Nach dem Erlass eines flächendeckenden Böllerverbots in Mittelfranken sind am Verwaltungsgericht Ansbach drei Eilanträge gegen die Verordnung eingegangen.

"Das betrifft die Verbote in Ansbach, Erlangen sowie im Landkreis Erlangen-Höchstadt", sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Eine Entscheidung sollte am späten Mittwochnachmittag oder erst am Silvestertag fallen.

In Mittelfranken hatten Kommunen ein Böllerverbot an Silvester und Neujahr beschlossen, das auch das Zünden von Feuerwerkskörpern in privaten Gärten oder auf Balkonen verbietet. Mit dem Verbot sollen silvestertypische Verletzungen vermieden werden, um medizinisches Personal und Betten zu entlasten. Die Belastung von Mitarbeitern in Krankenhäusern habe wegen der Covid-19-Patienten längst eine kritische Grenze überschritten, hieß es.

Antragssteller aus der Stadt Erlangen fanden "das pauschale Böllerverbot unzulässig und unverhältnissmäßig". Es könne keine Verschärfung der Infektionsgefahr erkannt werden. "Konkret besteht im Stadtgebiet Erlangen keine Überlastung der Kapazitäten der Kliniken und Intensiv-Stationen durch Covid-19-Patienten", heißt es in der Begründung. Die dargestellten Belastungen der Kliniken durch Feuerwerk auf Privatgrund seien "maßlos übertrieben".

Am Dienstag hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) ein flächendeckendes Feuerwerksverbot in Augsburg gekippt, da es sich "nicht um eine infektionsschutzrechtlich 'notwendige' und damit verhältnismäßige Maßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes" handle.

Update 30. Dezember, 15.46 Uhr: Bayerischer Verfassungsgerichtshof lässt Corona-Verordnung in Kraft

Die bayerische Corona-Verordnung bleibt bis auf Weiteres in Kraft, entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof. (Symbolbild)
Die bayerische Corona-Verordnung bleibt bis auf Weiteres in Kraft, entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Die bayerische Corona-Verordnung mit weitreichenden Einschränkungen und Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus bleibt bis auf Weiteres in Kraft.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung ab, die Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Laut Mitteilung des Gerichts ist es aber offen, wie die Entscheidung im Hauptverfahren ausgeht: Bei der im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes gebotenen überschlägigen Prüfung könne "weder von offensichtlichen Erfolgsaussichten noch von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit" des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden.

In der Verordnung sind quasi sämtliche Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern geregelt, darunter die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, die nächtliche Ausgangssperre sowie der aktuelle Lockdown mit Geschäfts-, Schul- und Kita-Schließungen. Die weitreichenden Maßnahmen, auch der Lockdown, sind zunächst bis 10. Januar befristet.

Allerdings deutete sich zuletzt eine Verlängerung der meisten Maßnahmen an. Bund und Länder wollen darüber am 5. Januar beraten.

Update 30. Dezember, 15.36 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 319.232 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.584 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 249.480 Personen.

Update 30. Dezember, 15.28 Uhr: Hilfsprogramm für Laienmusik wird fortgesetzt

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat gute Nachrichten für Laienmusiker. (Archiv)
Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat gute Nachrichten für Laienmusiker. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Das Hilfsprogramm für Laienmusik wird bis Ende Juni verlängert.

"Damit die Laienmusik in Bayern nach der Krise wieder am gewohnten Vereinsleben anknüpfen kann", begründete Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München die Entscheidung.

Der Freistaat stellt bis zu 1000 Euro pro Verein bereit. Für jedes weitere Ensemble eines Vereins kommen bis zu 500 weitere Euro hinzu. Außerdem stehen bis zu fünf Millionen Euro insgesamt für Hygienemaßnahmen oder die Anmietung zusätzlich erforderlicher Proberäume zur Verfügung.

Zudem werde die Antragsstellung deutlich vereinfacht, hieß es. Gemeinnnützige Laienmusikvereine, die in einem der 22 Dachverbände in Bayern Mitglied sind, können zwischen dem 1. und dem 31. Juli 2021 die Förderanträge rückwirkend für die Monate Januar bis Juni einreichen.

Zu diesem Zweck sollen sie schon im Laufe des ersten Halbjahres ihre Einnahmen und Ausgaben für diesen Zeitraum dokumentieren.

Update 30. Dezember, 14.06 Uhr: Staatssekretär will verlässlichere Impfstoff-Lieferungen vom Bund

In Bayern hofft man in Sachen Impfstoff-Lieferungen auf mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit. (Symbolbild)
In Bayern hofft man in Sachen Impfstoff-Lieferungen auf mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit. (Symbolbild)  © Brian Snyder/Reuters POOL/dpa

Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) hofft auf mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit vom Bund, was die Lieferung von Corona-Impfstoffen angeht.

Wenn man in den Impfzentren Termine vergeben wolle, müsse man wissen, wann welcher Impfstoff in welcher Menge zur Verfügung stehe, sagte Holetschek am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Da würde ich mir vom Bund eine höhere Verlässlichkeit wünschen." Sonst sei es relativ schwierig, den Menschen, die auf den Hotlines anrufen und fragen, Auskünfte zu geben. Für die Impfzentren in Bayern gibt es nach Worten Holetscheks schon mehr als 8000 Terminvormerkungen.

Insgesamt zeigte sich Holetschek mit dem Impfstart in Bayern zufrieden, auch wenn es einige kleinere Probleme gegeben habe. «Wir haben eigentlich keinen schlechten Start hingelegt», sagte er.

Nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch wurden in Bayern bereits knapp 13.000 Menschen geimpft, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen. In absoluten Zahlen gemessen waren das zum aktuellen Zeitpunkt mehr als in jedem anderen Bundesland.

Holetschek warf aber auch die Frage auf, wie weitere Produktionssteigerungen erreicht werden könnten. Es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, die Produktion anzukurbeln.

Update 30. Dezember, 13.20 Uhr: Virologe: Wandern mit Abstand nicht gefährlich

Bewegung an der frischen Luft birgt nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler bei Einhaltung der Abstandsregeln sehr geringe Corona-Ansteckungsgefahren.

«Es gibt Studien, denen zufolge die Ansteckungswahrscheinlichkeit in geschlossenen Räumen neunzehnmal höher sein könnte», sagte der Chef der Virologie am Max-Pettenkofer-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität am Mittwoch. «Wenn man draußen Abstand hält und eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, ist das Risiko praktisch null.»

Deutschlandweit wird aus Wintersportgebieten von den Bayerischen Alpen bis zum Harz reger Andrang gemeldet. Das hat besorgte Diskussionen über mögliche Ansteckungsgefahren zur Folge.

«Die Leute sollen ja auch ein bisschen raus und an die frische Luft gehen», sagte Keppler zu der Debatte. «In Skigebieten könnte es am Lift und in Gondeln problematische Engstellen geben, sogar wenn man eine FFP2-Maske trägt. Aber Wandern, Schlittenfahren und Tourengehen halte ich für ein wirklich geringes Risiko, wenn man zu anderen Familien Abstand hält.»

Geöffnet sind Skigebiete derzeit in Österreich und der Schweiz, in der Bundesrepublik sind sie ausnahmslos geschlossen. Dennoch verzeichnen Garmisch-Partenkirchen und andere Wintersportorte regen Besuch von Skifahrern, Rodlern und Wanderern, die die Berge ohne Lift aus eigener Kraft erklimmen.

Allerdings ist der Andrang auch nicht größer als etwa in München, wo sich an jedem sonnigen Wochenende Tausende auf den Spazierwegen an der Isar oder im Englischen Garten tummeln. Die bayerische Polizei sieht bislang keine außergewöhnliche Situation in den Ausflugsgebieten, appelliert aber an die Bürger, sich die Auswahl der Ziele gut zu überlegen.

«Ein Problem könnten vielleicht Verkaufsstände sein, vor denen die Menschen Schlange stehen», sagte Keppler. «Aus meiner eigenen Beobachtung halten sich aber nahezu 100 Prozent der Leute auch hier an die Abstandsregeln, und sehr viele tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung.»

Ein weiteres mögliches Risiko: «Problematisch könnte auch sein, wenn sich Familien mit anderen Familien zum Spazierengehen verabreden und einander dabei nahe kommen oder gar in einem Auto fahren», sagte der Wissenschaftler.

«Letzteres ist ein bekanntes Ansteckungsrisiko. Aber solange sich die Menschen an der frischen Luft und in ihrer jeweiligen familiären Blase bewegen, sehe ich da keine Gefahr.»

Update 30. Dezember, 11.23 Uhr: Bestattungsdienst in Nürnberg wegen Corona komplett ausgelastet

Der städtische Bestattungsdienst in Nürnberg hat zurzeit so viel zu tun, dass er nicht mehr alle Aufträge annehmen kann.

«Corona spielt eine Rolle. Wir haben ein erhöhtes Sterbeaufkommen», sagte der stellvertretende Leiter der Friedhofsverwaltung Gerhard Wellenhöfer am Mittwoch. Ein weiterer Grund seien die üblichen Verzögerungen über die Feiertage.

Bayerns zweitgrößte Stadt verzeichnet seit Wochen viele Corona-Infektionen. Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen am Mittwochmorgen knapp unter 300. Bislang gab es 210 Todesfälle.

Um die vielen Bestattungen abarbeiten zu können, hat der Bestattungsdienst sein Personal über die Feiertage aufgestockt. Beim Krematorium sei sogar eine zusätzliche Schicht eingeführt worden, sagte Wellenhöfer. «Wir haben Engpässe in der Kühlkapazität, aber schaffen es noch.» Wellenhöfer geht davon aus, dass sich die Lage nach den Feiertagen entspannen werde.

Bei Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, sind bei der Bestattung besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig. Wie auch bei anderen Toten mit infektiösen Krankheiten müssten die Särge versiegelt werden, sagte Wellenhöfer. Eine offene Aufbahrung sei nicht möglich.

Die Beschäftigten des Bestattungsdienstes müssten außerdem Schutzkleidung tragen.

Update 30. Dezember, 6.12 Uhr: Aiwanger will lockern: intelligente Lösungen statt Holzschnitt

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.
Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen - mit Klugheit und Technologie.

«Wir brauchen differenzierte und intelligente Lösungen, um schrittweise wieder zur Normalität zurückzukommen», sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen weg vom holzschnittartigen "ganz Deutschland auf oder zu"». Aiwanger setzt sich unter anderem dafür ein, dem Einzelhandel so wie in anderen Bundesländern zu erlauben, dass Kunden Online-Bestellungen abholen dürfen (Click&Collect) und dass Skigebiete begrenzt öffnen dürfen.

«Wir müssen die Zahlen abwarten, aber es sieht so aus, als ob die Infektionen zurückgehen», sagte der Freie Wähler-Chef. «Wir sollten darüber nachdenken, Click&Collect in Bayern einzuführen.» Wenn die Analyse der Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigt, dass dabei keine Corona-Hotspots entstehen, könnte das nach Aiwangers Einschätzung auch in Bayern erlaubt werden.

Zur derzeitigen Debatte um den Freizeit-Wintersport sagte der Wirtschaftsminister: «Wir sollten den Bewegungsdrang der Menschen in geordnete Bahnen lenken. Das heißt für mich: Skigebiete mit sauberen Hygienekonzepten öffnen.» Als Beispiel für eine mögliche Lösung nannte Aiwanger, Skifahrern FFP2-Masken und Online-Anmeldungen vorzugeben - «damit nicht zu viele kommen und jeder Zweite wieder heimgeschickt wird.»

Im Einzelhandel seien ebenfalls differenzierte Lösungen notwendig. «Derzeit kann man mit Fußballschal als Mund-Nasen-Bedeckung im Supermarkt einkaufen, aber der Schuhladen nebenan darf nicht mal Click&Collect machen. Mit vorgeschriebenen FFP2-Masken könnten auch mehr Geschäfte wieder öffnen.»

FFP2-Masken haben anders als die üblichen Mund-Nasen-Bedeckungen eine Filterwirkung und dienen sowohl dem eigenen Schutz als auch dem Schutz der Mitmenschen vor einer Infektion.

Update 30. Dezember, 6.09 Uhr: vbw erwartet drei Prozent Wachstum

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft erwartet für 2021 mit dem Abklingen der Corona-Pandemie eine eher mäßige Erholung der Konjunktur.

Das bayerische Bruttoinlandsprodukt könnte demnach um drei Prozent zulegen, wie der Verband am Mittwoch in München mitteilte. Damit wäre der Einbruch im zu Ende gehenden Jahr längst nicht ausgeglichen: 2020 ist die bayerische Wirtschaftsleistung nach vbw-Berechnungen um 6,5 Prozent geschrumpft. «Damit wird das Vorkrisenniveau zum Jahresende 2021 noch nicht wieder erreicht», sagte vbw-Präsident Wolfram Hatz.

Zum Vergleich: 2010 war die bayerische Wirtschaft nach der internationalen Finanzkrise mit plus fünf Prozent sehr stark gewachsen, 2011 sogar um über sechs Prozent. Diese Zahlen waren allerdings ursprünglich etwas niedriger und wurden erst nachträglich durch die Statistikbehörden nach oben korrigiert.

Die vbw stellt ihre aktuellen Erwartungen ebenso unter Vorbehalt wie Wirtschaftsforschungsinstitute in den vergangenen Wochen. «Die Prognose steht unter der Prämisse, dass ab dem Frühjahr 2021 keine nennenswerten coronabedingten Einschränkungen der Wirtschaft mehr nötig sind», sagte Hatz dazu.

Doch auch abgesehen von Corona sind die Vorzeichen für das neue Jahr nach vbw-Einschätzung in mehrfacher Hinsicht nicht ideal. Hartz nannte den Brexit und die andauernden internationalen Handelskonflikte.

Zudem wird die konjunkturelle Erholung laut vbw nicht gleich zum Beginn des neuen Jahres einsetzen. «Wir rechnen erst ab dem Frühjahr angesichts des dann wärmeren Wetters und der zu erhoffenden Erfolge der Impfungen mit einer nachhaltigen Abschwächung der Pandemie», sagte Hatz.

«Dann ist auch ein stärkerer konjunktureller Erholungseffekt für die meisten Branchen zu erwarten.»

Update 29. Dezember, 16.03 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 315.320 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.443 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 245.330 Personen.

Update 29. Dezember, 15.33 Uhr: Staatsregierung bereitet Großeinsatz von PCR-Schnelltests vor

Bayern geht ab Januar in die Schnelltest-Offensive. (Symbolbild)
Bayern geht ab Januar in die Schnelltest-Offensive. (Symbolbild)  © dpa/Patrick Pleul

Die Staatsregierung startet im Januar den Großeinsatz eines neuen Corona-Schnelltests, der weit zuverlässiger sein soll als das bisher übliche Schnellverfahren.

Vorerst hat die Staatsregierung sechs der erst vergangene Woche amtlich zugelassenen neuen Testgeräte und 60.000 Testkits des Startups GNA Biosolutions geordert.

Darüber hinaus hat sich Bayern das Vorkaufsrecht für 1000 Geräte plus einer Million Tests gesichert, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag in München sagte.

Aiwangers Ministerium förderte die Entwicklung mit acht Millionen Euro - eine Investition, die sich nach Einschätzung des Freie Wähler-Chefs mehr als rechnen wird.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 29. Dezember, 13.30 Uhr: Wirteverband für Lockerungen für Corona-Geimpfte offen

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband kann sich gelockerte Corona-Regeln für Geimpfte gut vorstellen.

Auch Kindergärten verlangten Impfungen. Und wenn 50 Menschen im Gasthaus zusammen feiern wollen "und alle geimpft sind, warum nicht?", sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Dienstag in München: "Ich würde da relativ pragmatisch vorgehen."

Die Wirte vertrauten voll auf die Zusage der Bundesregierung, mit den November- und Dezemberhilfen 75 Prozent des entgangenen Umsatzes ersetzt zu bekommen - auch wenn sie bislang noch "keine wesentlichen Zahlungen erhalten" hätten. Allerdings hätten viele Wirte schon ihre gesamten Ersparnisse samt Altersvorsorge eingesetzt und sich verschuldet, "57 Prozent der Betriebe sehen sich in ihrer Existenz gefährdet" sagte Inselkammer. "Die Not ist brutal."

Auf der anderen Seite hätten viele Menschen erfahren, dass das Leben ohne die Wirtshäuser ärmer sei: "Wenn wir wieder aufsperren, wird die Nachfrage sehr groß sein", sagte Inselkammer.

Aus der Not heraus hätten auch viele Wirte mit dem Außer-Haus-Verkauf Geld verdient oder andere neue Konzepte ausprobiert. Davon werde manches bleiben, auch wenn es immer nur ein Zusatzgeschäft sein können.

Update 29. Dezember, 13 Uhr: Ausflug in die Berge endet mit Anzeige wegen Corona-Verstoß

Ein Polizeiauto steht vor einem bayerischen Impfzentrum.
Ein Polizeiauto steht vor einem bayerischen Impfzentrum.  © Stefan Puchner/dpa

Sie wollten in die Berge und mit ihrem Auto im Schnee driften - doch die Fahrt von zwei Männern hat mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften geendet.

"Schließlich ist "Driften" kein "triftiger Grund" im Sinne der Corona-Vorschriften", schrieb die Polizei am Dienstag. Das Verlassen der Wohnung ist in Bayern wegen der Corona-Ausgangsbeschränkung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt, nachts sind die Regeln besonders streng.

Die 24- und 26-Jährigen fuhren von Niedersachsen in Richtung Oberbayern. Im Grenzgebiet zu Österreich wollten sie mit dem Auto über die schneebedeckten Straßen rutschen. Zum sogenannten Driften in den Bergen hatte sie ein Video aus dem Internet inspiriert.

Doch Beamte der Verkehrspolizei Hof zogen die beiden Männer am Dienstag kurz nach Mitternacht auf der Autobahn 9 bei Berg (Landkreis Hof) aus dem Verkehr.

Update 28. Dezember, 18.34 Uhr: Huml: 6000 Menschen bisher geimpft

In Bayern sind bislang etwa 6000 Menschen gegen Corona geimpft worden. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montagabend mit.

Großenteils wurden alte Menschen in Pflege- und Seniorenheimen geimpft. Die Impfungen hatten am Sonntag begonnen, bis Jahresende soll Bayern rund 215.000 Impfdosen erhalten. Vorerst werden ganz überwiegend Heimbewohner geimpft. Eine Gruppe mit hoher Priorität sind aber auch zu Hause lebende Senioren.

Bis Ende Januar sollen in allen bayerischen Impfzentren persönliche Impftermine angeboten werden.

Update 28. Dezember, 16.20 Uhr: Neuer Impfstoff für Oberfranken

Oberfranken bekommt neuen Impfstoff. Wie ein Sprecher des Landkreistages mitteilte, sollten noch am Montag in den betroffenen Landkreisen und Städten weitere Lieferungen eintreffen. Der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken sollte entgegen anderslautender Ankündigungen doch nicht verwendet werden.

Weitere Infos zu der Impf-Panne findet Ihr >>hier.

Update 28. Dezember, 14.36 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 312.985 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.266 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 241.870 Personen.

Update 28. Dezember, 14.25 Uhr: Corona-Fall bei deutschem Skisprung-Betreuer - Team nicht betroffen

Im deutschen Skisprung-Team ist ein Mitglied des erweiterten Betreuerkreises positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der namentlich nicht genannte Betreuer war für die nationale Gruppe zuständig, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag mitteilte. Die zwölf Athleten und das Trainerteam seien nicht betroffen. «Gemäß den Regularien des Veranstalters, des zuständigen Gesundheitsamtes und dem medizinischen Stab des Deutschen Skiverbandes wurden sofort alle notwendigen Schutz-Maßnahmen ergriffen», informierte der Skiverband.

Wenige Stunden zuvor war das polnische Skisprung-Team um Kamil Stoch und Titelverteidiger Dawid Kubacki vom Auftakt in Oberstdorf ausgeschlossen worden, nachdem Klemens Muranka positiv auf das Virus getestet wurde.

Bei Team Deutschland ist der betroffene Betreuer laut Verbandsangaben bereits wieder aus Oberstdorf abgereist.

Update 28. Dezember, 14.15 Uhr: Bayerischer Corona-Schnelltest erhält Sonderzulassung

Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten.

Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren.

Probeweise eingesetzt wurde das Verfahren in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen. Aiwanger und Unternehmenschef Federico Bürsgens wollen die Einzelheiten an diesem Dienstag vorstellen.

Für den Covid-19-Erreger gibt es mehrere Testmethoden. Bei PCR-Tests wird Erbgut des Erregers nachgewiesen. Dieses Verfahren gilt als das zuverlässigste, ist aber vergleichsweise langsam und teuer. Daneben kommen mittlerweile günstigere Antigen-Schnelltests zum Einsatz, die innerhalb einer halben Stunde Ergebnisse liefern.

Diese Antigen-Tests weisen nicht den Erreger als solchen nach, sondern bestimmte Proteine, die an das Virus gebunden sind, diese Methode gilt als weniger zuverlässig. Ein drittes Verfahren ist der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus.

Update 28. Dezember, 8 Uhr: Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken

Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden.

Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zu Montag mit.

"Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen."

Beim eigentlichen Impfstart am Sonntag hatte es in Oberfranken und in Schwaben Probleme mit der Kühlkette gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden.

Während sich die Probleme in Schwaben bald darauf als marginal erwiesen und das Impfen begann, blieb es in Oberfranken zunächst unklar, wann die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik auch dort starten kann.

Update 28. Dezember, 6.50 Uhr: Erster Corona-Fall bei Tournee: Pole Muranka positiv getestet

Die Vierschanzentournee der Skispringer hat ihren ersten Corona-Fall. Der Pole Klemens Muranka wurde bei der Serientestung in Oberstdorf am Sonntag positiv auf das Virus getestet, wie er selbst in den sozialen Medien bestätigte.

"Es tut mir leid, aber es ist passiert ... Ich bin positiv und bisher ohne Symptome", schrieb der 26-Jährige auf Instagram. Wie es nun mit Muranka und seinen polnischen Teamkollegen um Titelverteidiger Dawid Kubacki und Olympiasieger Kamil Stoch weitergeht, ist offen. Ein Statement der Organisatoren stand zunächst noch aus.

In der Startliste des Weltverbandes Fis wird Muranka bislang weiter geführt. Polens Sportdirektor, der ehemalige Skispringer Adam Malysz, sagte: "Noch vor zwei Tagen hatten wir einen Test, dort waren alle Ergebnisse negativ. Es ist seltsam."

Im ersten Saisondrittel hatte es im Skisprung-Weltcup schon einige Corona-Fälle gegeben: Neben dem deutschen Flug-Weltmeister Karl Geiger waren unter anderen auch die Österreicher Stefan Kraft und Michael Hayböck sowie deren Trainer Andreas Widhölzl infiziert. Zur Tournee sind alle wieder zurück.

Update 28. Dezember, 6.30 Uhr: Bayern setzt Impfungen gegen Corona fort

An Tag eins ging es teils holprig los, am zweiten Tag soll es schon geschmeidiger laufen. In Bayern wird gegen Corona geimpft. Für viele gilt die Impfung als Licht am Ende des langen Tunnels mit dem Namen Corona.

Nach dem Impfstart in Bayern am Sonntag soll die Versorgung der Patienten vor allem in den Alten-und Senioreneinrichtungen zügig fortgesetzt werden. Erwartet wird noch am Montag die zweite Impfstofflieferung, die zunächst an acht Verteilzentren in Bayern gehen soll.

Der Freistaat rechnet mit 97.000 Impfdosen, das sind fast zehnmal so viel wie bei der ersten Lieferung am Samstag.

Update 27. Dezember, 16.40 Uhr: Joachim Herrmann: Corona-Regelungen größtenteils eingehalten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich angesichts der Einhaltung der Corona-Regeln über die Weihnachtstage zufrieden gezeigt.

«Die Feiertage sind im Freistaat insgesamt sehr ruhig verlaufen,» sagte Herrmann am Sonntag. «Insbesondere auch die in Bayern geltende Ausgangsperre nach 21 Uhr,» sei «weitestgehend eingehalten» worden.

Die Polizei habe bei Kontrollen und Einsätzen Verstöße wie das Nicht-Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder die Überschreitung der erlaubten Personenanzahl «konsequent geahndet».

Am häufigsten wurde nach Angaben des bayerischen Innenministeriums gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen: 2264 Anzeigen registrierte das Ministerium vom 16. bis zum 23. Dezember. Die Anzeigen richteten sich gegen Personen, die nach 21.00 Uhr auf der Straße waren. Nach dieser Uhrzeit dürfen die Menschen im Freistaat derzeit das Haus nicht mehr verlassen, außer in begründeten Einzelfällen wie in Notfällen oder zum Gassi-Gehen mit dem Hund. Ein Polizeisprecher hatte zuvor verstärkte Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen angekündigt.

Zu gleich mehreren Verstößen auf einmal kam es in Straubing in der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag: Bei einer verbotenen nächtlichen Weihnachtsfeier entwendete eine 15-Jährige die Autoschlüssel einer Mitfeiernden und unternahm mit einem Begleiter eine Spritztour, bei der sie das Fahrzeug beschädigte.

Neben Anzeigen wegen unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeuges, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verkehrsunfallflucht wurden sie und ihr Beifahrer außerdem wegen des Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt. Zudem prüft die Polizei derzeit Anzeigen gegen die weiteren Teilnehmer der Feier.

Update 27. Dezember, 16.20 Uhr: Studie begleitet Corona-Impfungen

Die Corona-Impfungen werden in Bayern wissenschaftlich begleitet. Es gehe um die Sicherheit und Wirksamkeit der Sars-CoV-2-Impfung, teilte das Wissenschaftsministerium am Sonntag mit.

Ziel der Studie sei es unter anderem, mit Hilfe eines Covid-19 Impfregisters herauszufinden, wie wirksam die Impfung in verschiedenen Personen- und Risikogruppen sei. Das Ministerium unterstützt die Studie mit einer Million Euro.

«Die Zulassung des Impfstoffs ist ein großer Schritt im Kampf gegen Corona», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Nun geht es darum, wirksam und effektiv zu impfen.» Die Studie werde hierzu wichtige Daten liefern. Impfwillige könnten die Studie unterstützen, indem sie bei der Impfung ihr Einverständnis zur Kontaktaufnahme durch die Wissenschaftler geben.

Die Studie werde von den sechs bayerischen Universitätskliniken in Erlangen, München, Würzburg, Regensburg und Augsburg sowie der Hochschule Hof in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgeführt.

Die Federführung liegt bei Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts am Uniklinikum Erlangen sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut.

«Die vorausschauende wissenschaftliche Begleitung der zugelassenen Impfstoffe ist ein wichtiger Baustein, um die größtmögliche Sicherheit der Covid-19 Impfungen zu gewährleisten und die Impfstoffe optimal einsetzen zu können», sagte Überla laut Mitteilung.

Update 27. Dezember, 15.15 Uhr: Seehofer warnte vor zu raschen Lockerungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer kritisiert auch einige Ministerpräsidenten. (Archiv)
Bundesinnenminister Horst Seehofer kritisiert auch einige Ministerpräsidenten. (Archiv)  © John Macdougall/AFP POOL/dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat in der Corona-Pandemie vor zu raschen Lockerungen gewarnt.

"Wenn der Lockdown wirkt und die Zahlen nach unten gehen, dann dürfen wir mit schnellen Lockerungen nicht alles riskieren, was wir erreicht haben. Sonst geht es wieder von vorne los", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Hat der Lockdown keine ausreichende Wirkung, müssen die Maßnahmen verschärft werden", betonte Seehofer.

Man müsse jetzt die Entwicklung abwarten. "Eine dritte Welle müssen wir unter allen Umständen vermeiden."

Die aktuellen Schutzmaßnahmen gelten bis zum 10. Januar. Am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Seehofer gab einigen Ministerpräsidenten eine Mitverantwortung für die weiterhin hohen Corona-Zahlen.

Einen umfassenden Beitrag findest du >>> hier.

Update 27. Dezember, 15.09 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 311.081 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 6.213 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 239.200 Personen.

Update 27. Dezember, 14.59 Uhr: Wieder etwas mehr freie Intensivbetten in Bayern

Die Zahl der freien Intensivbetten in Bayern ist wieder leicht angestiegen. (Archiv)
Die Zahl der freien Intensivbetten in Bayern ist wieder leicht angestiegen. (Archiv)  © picture alliance / dpa

In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder etwas entspannt.

Derzeit seien im Freistaat 376 Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit frei, berichtete eine Ministeriumssprecherin am Sonntag. Vor sechs Tagen waren es rund 300. Das sei allerdings nur eine Momentaufnahme. Die Lage könne sich natürlich wieder ändern, hieß es.

Insgesamt sind den Angaben zufolge derzeit in Bayern 2723 sogenannte ICU-Betten verfügbar. Am Sonntag waren 2347 Betten mit Patienten belegt - davon 798, die an Covid-19 erkrankt sind.

ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

In den Landkreisen Landshut, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstadt war nach Angaben des DIV-Intensivregisters am Sonntag kein einziges Intensiv-Bett mehr frei. In etlichen Landkreisen standen nur ein oder zwei Betten zur Verfügung. Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist.

Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden.

Update 27. Dezember, 14.30 Uhr: Impfstart: 103 Jahre alte Frau in Schwaben geimpft

Im schwäbischen Kaufbeuren ist eine 103 Jahre alte Frau gegen das Coronavirus geimpft worden.

Ein mobiles Impfteam des Bayerischen Roten Kreuzes impfte Anneliese Frey am Sonntag in einem Senioren- und Pflegezentrum, wie ein Sprecher der Stadt Kaufbeuren mitteilte.

In 21 Tagen soll die Seniorin ihre zweite Impfdosis erhalten.

Update 27. Dezember, 12.46 Uhr: Auch Landkreis Augsburg muss Impfungen verschieben

Nach großen Teilen Oberfrankens haben die Behörden auch im Landkreis Augsburg den Impfstart gegen das Coronavirus aufschieben müssen.

Weitere Informationen dazu findet Ihr >>hier.

Update 27. Dezember, 12.23 Uhr: Herrmann erinnert Heimkehrer an Corona-Regeln - verstärkte Kontrollen

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt eine strenge Quarantänepflicht. (Archiv)
Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt eine strenge Quarantänepflicht. (Archiv)  © Stefan Puchner/dpa

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach den Weihnachtstagen Heimkehrer aus dem Ausland zur strikten Einhaltung der Corona-Regeln bei der Einreise aufgerufen.

"Neben den harten Lockdown-Maßnahmen im Land müssen wir den Import von Corona-Infektionen aus dem Ausland bestmöglich eindämmen", sagte Herrmann am Sonntag. Verstöße würden konsequent geahndet. "Die Corona-Infektionslage ist leider weiter sehr kritisch. Jeder, der gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen", sagte Herrmann.

Verstärkt kontrolliert werde im Grenzbereich sowie an Grenzübergängen - auf dem Landweg wie auch auf dem Luftweg. "Um auch den Unbelehrbaren auf die Schliche zu kommen, habe ich verstärkte Kontrollen der Bayerischen Grenzpolizei angeordnet", sagte Herrmann. Die Grenzpolizei stimme sich dabei eng mit der Bundespolizei ab, die ebenfalls verstärkt an den Grenzen und in deren Umfeld kontrolliere und dabei auch auf die Einhaltung der Coronabestimmungen achte.

Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Bayern einreist, muss entweder bei der Einreise einen negativen Test vorweisen, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt wurde, oder innerhalb von 48 Stunden zum Testen gehen. Das Testergebnis ist dann binnen 72 Stunden nach der Einreise dem Gesundheitsamt vorzulegen. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt unabhängig von der neuen Testpflicht weiter eine strenge Quarantänepflicht für zehn Tage.

Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden. Ausnahmeregelungen gelten für Berufspendler oder Durchreisende.

Update 27. Dezember, 11.42 Uhr: 2440 Corona-Neuinfektionen in Bayern - Inzidenz bei 171

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag 2440 Corona-Neuinfektionen für Bayern gemeldet.

Die Inzidenz, also die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, lag damit landesweit bei 171.

Bei der Interpretation der Zahlen ist laut RKI aber zu beachten, dass über die Feiertage meist weniger Personen einen Arzt aufsuchten, dadurch würden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt.

Dies führe dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet würden. Zum anderen könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter Daten übermittelten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut RKI nachweislich 311.091 Menschen in Bayern mit dem Virus infiziert, 6213 sind daran gestorben und rund 236.100 gelten als genesen. Das Landesamt für Gesundheit meldete am ersten Weihnachtsfeiertag 35 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Neuere Daten lagen auf der Internetseite des Amts am Sonntag noch nicht vor.

Update 27. Dezember, 11.29 Uhr: Panne verhindert Impfstart in Oberfranken

Der Impfstart gegen das Coronavirus hat sich in Oberfranken verzögert. (Symbolbild)
Der Impfstart gegen das Coronavirus hat sich in Oberfranken verzögert. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

In Teilen Oberfrankens ist am Sonntag der geplante Start der Corona-Impfungen verschoben worden.

"Heute finden keine Impfungen statt", sagte etwa eine Sprecherin des Landkreises Coburg der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist nach Informationen des Bayerischen Rundfunks eine Problem in der Kühlkette während der Auslieferung. Aus Gründen der Vorsicht werde deshalb nur in den Impfzentren Bayreuth, Bamberg und Forchheim geimpft.

In allen anderen oberfränkischen Kreisen und kreisfreien Städte müsse geklärt werden, ob der Impfstoff Schaden genommen haben könnte.

Dazu seien auch Konsultationen mit der Herstellerfirma Biontech nötig.

Update 27. Dezember, 10.23 Uhr: Corona-Impfungen gestartet - erste Senioren geimpft

In Bayern hat das Impfen begonnen. Erste Senioren bekamen am Sonntag den neuen Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht.

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) kamen zum Auftakt der Impfungen in eine Seniorenresidenz in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck, wo ebenfalls erste Impfdosen gespritzt wurden.

Am Morgen waren die ersten mobilen Impfteams ausgerückt. Zunächst soll weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern geimpft werden: Neben Bewohnern und Mitarbeitern der Heime soll medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen zuerst die Immunisierung erhalten.

Am Samstag waren die ersten 9750 Impfdosen im Freistaat angekommen.

Update 27. Dezember, 7.23 Uhr: Corona-Impfungen starten - Huml besucht Seniorenresidenz

Gesundheitsministerin Melanie Huml besucht zum Impf-Start eine Seniorenresidenz in Germering. (Archiv)
Gesundheitsministerin Melanie Huml besucht zum Impf-Start eine Seniorenresidenz in Germering. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Nach wochenlangen Vorbereitungen starten am Sonntag auch in Bayern die Corona-Impfungen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) kommen zum Auftakt der Impfungen in eine Seniorenresidenz in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck. An dem Termin wird auch Landrat Thomas Karmasin (CSU) teilnehmen.

Am Samstag waren die ersten 9750 Impfdosen im Freistaat angekommen, von den zentralen Lagerorten Erlangen und München aus wurden sie regional auf die rund 99 Impfzentren verteilt. Damit können am Sonntag die ersten mobilen Impfteams ausrücken.

In den ersten Tagen wird weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern geimpft: Neben Bewohnern und Mitarbeitern der Heime soll medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen als erstes den Impfstoff erhalten. Geimpft werde strikt nach der bundesweit vereinbarten Prioritätenfolge, hieß es im Ministerium.

Bis zum Jahresende werden weitere rund 205.000 Impfdosen in ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern im Freistaat erwartet. Im neuen Jahr soll es mit regelmäßigen Lieferungen weitergehen.

Da für einen wirksamen Schutz zwei Mal geimpft werden muss, wird jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen zurückgestellt und in den zentralen Standorten zwischengelagert.

Der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus entwickelt haben, muss bei extremen Temperaturen um die Minus 70 Grad tiefgekühlt werden.

Update 27. Dezember, 7.11 Uhr: Söder: Warten auf Corona-Impfstoff gefährdet Teilnahmebereitschaft

Lieferengpässe bei der Corona-Impfung könnte die Bereitschaft dazu gefährden. (Archiv)
Lieferengpässe bei der Corona-Impfung könnte die Bereitschaft dazu gefährden. (Archiv)  © Brian Snyder/Reuters POOL/dpa

Kurz vor dem bundesweiten Start der Corona-Impfungen am Sonntag hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor negativen Folgen durch Lieferengpässen gewarnt.

"Endloses Warten reduziert auch die Bereitschaft der Bevölkerung, sich impfen zu lassen", sagte der CSU-Chef der Deutschen Presse-Agentur in München. Leider sei noch nicht genügend Impfstoff vorhanden. "Die Bestellungen des Bundes reichen wohl, aber die Produktion dauert. Daher ist es wichtig, alle Kapazitäten zur Herstellung des Impfstoffes zu erhöhen."

Söder betonte, dass er ansonsten keine größeren Probleme erwarte. "Die Impflogistik steht, es braucht nur noch den Impfstoff. Der Bund beliefert die Länder und dann wird alles verimpft." Alle Seuchen hätten am Ende nur wirksam durch Impfungen bekämpft werden können. "Dazu müssen wir die Impfbereitschaft der Menschen noch deutlich erhöhen. Denn eine Impfpflicht wird es nicht geben."

Deutschland sollte in einer ersten Lieferung für den Impfauftakt am Sonntag 151.125 Dosen des Mainzer Unternehmens Biontech erhalten. Sie wurden am Samstag bundesweit verteilt. Im Januar sollen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jede Woche mindestens weitere 670.000 Dosen kommen. Auf Bayern fallen davon zum Start nur 9750 Impfdosen ab, damit der Schutz wirksam wird, muss man zwei Mal geimpft werden. Bis zum Jahresende ist die Lieferung von 214.500 Dosen geplant. Ab Ende Dezember soll der Freistaat dann regelmäßige Lieferungen erhalten, dem Vernehmen nach dann pro Woche rund 100.000.

"Je mehr geimpft wird und je mehr sich impfen lassen, desto schneller können wir den großen Schrecken von Corona reduzieren", sagte Söder.

Er selbst verbindet mit dem Impfstoff viel Hoffnung: "Damit können wir zunächst vor allem die Risikogruppen schützen. Auf Dauer dann die ganze Bevölkerung. Impfen ist ein wichtiger Schritt in die alltägliche Freiheit."

Update 26. Dezember, 16.16 Uhr: Söders zweiter Corona-Test negativ

Auch der zweite Corona-Test bei Markus Söder hat keine Infektion des bayerischen Ministerpräsidenten erbracht. Der erneute Test sei ebenfalls negativ, twitterte Söder am Samstag.

Er hoffe, dass alle "das Fest mit Herz und Vernunft gefeiert" hätten, ergänzte er. Der CSU-Chef war kurzzeitig in Quarantäne gewesen, nachdem er Kontakt zu dem nachweislich mit Corona infizierten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) gehabt hatte.

Er war trotz eines ersten negativen Tests und einer Aufhebung der Quarantänepflicht durch das Gesundheitsamt im Homeoffice geblieben.

Update 26. Dezember, 15 Uhr: Corona-Impfung kann starten

Nach der Ankunft des Corona-Impfstoffs in Bayern sind die Dosen für die ersten Impfungen am Samstag regional verteilt worden.

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) nahm am Impfzentrum im schwäbischen Dasing (Landkreis Aichach-Friedberg) die ersten Fläschchen für seine Heimatregion entgegen. Schwaben erhalte mit dieser ersten Lieferung 1400 Impfdosen für seine Impfzentren. Am Morgen waren 9750 Impfdosen für den Freistaat an zentralen Lagerstandorten in Erlangen und München angekommen.

Am Sonntag soll mit dem Impfen begonnen werden. Als erstes sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, deren Mitarbeiter sowie medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen an der Reihe.

"Die Möglichkeit einer Impfung ist ein kleiner Pieks für den Einzelnen, aber für alle ein großer Schritt in Richtung Normalität", sagte Holetschek. "Wir dürfen dabei jedoch keinesfalls außer Acht lassen, dass das Virus nach wie vor grassiert und eine Infektion für einige Menschen schwerwiegende Gesundheitsfolgen verursachen kann." Er rief die Menschen auf, sich weiter gewissenhaft an die Hygieneregeln zu halten.

Der für das Impfzentrum Dasing verantwortliche Landrat Klaus Metzger sagte, alles sei für den Impfstart bereit. "Mit Hochdruck haben wir daran gearbeitet, alle Vorbereitungen pünktlich abzuschließen."

Bis zum Jahresende sollen nach Ministeriumsangaben rund 205.000 weitere Impfdosen für Bayern in ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern an acht zentrale Lagerstandorte geliefert werden.

Von dort werden sie in allen Regierungsbezirken zu den örtlichen Impfzentren gebracht.

Update 26. Dezember, 14.40 Uhr: Söder: Ankunft des Impfstoffs "macht Hoffnung"

Die Ankunft des Corona-Impfstoffs in Bayern macht laut Ministerpräsident Markus Söder Hoffnung. Es brauche aber weiter Geduld, twitterte der CSU-Chef am Samstag.

Am Morgen waren 9750 Impfdosen für den Freistaat an zentralen Lagerstandorten in Erlangen und München eingetroffen.

Zunächst sei zumindest eine kleine Menge in Bayern angekommen. "Aber weil die bestellten Mengen erst nach und nach kommen, wird es länger dauern. Daher braucht es weiter Geduld", schrieb Söder.

Am Sonntag soll das Impfen beginnen. Bis Jahresende werden in Bayern weitere 205.000 Impfdosen erwartet.

Söder war kurzzeitig in Quarantäne gewesen, nachdem er Kontakt zu dem nachweislich mit Corona infizierten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) gehabt hatte.

Zuletzt war er trotz eines negativen Test nach einem Corona-Kontakt im Homeoffice geblieben.

Update 26. Dezember, 14.30 Uhr: Mäßiger Betrieb in Ausflugsgebieten

Tourenskifahrer gehen eine Tour im Gebiet bei Garmisch-Partenkirchen.
Tourenskifahrer gehen eine Tour im Gebiet bei Garmisch-Partenkirchen.  © Carsten Hoefer/dpa

In den oberbayerischen Ausflugsgebieten ist die Lage an den Feiertagen weitgehend entspannt geblieben.

Vor allem an Weihnachten und am ersten Feiertag habe es wetterbedingt keinen Andrang gegeben, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen am Samstag mit. Auch der Geschäftsführer der Brauneck- und Wallbergbahnen, Peter Lorenz, sprach von ruhigen Tagen. Am Samstag herrschte bei teils sonnigem Wetter und etwas Neuschnee deutlich mehr Betrieb.

Da die Lifte im Lockdown stillstehen, hieß es: Zu Fuß auf den Berg. An den sonst von Skifahrern bevölkerten Pisten am Spitzingsee waren Schneeschuh- und Tourengeher, Fußgänger oder Familien mit Schlitten unterwegs. Auch in Garmisch-Partenkirchen wanderten viele die Pisten hinauf.

Die Liftbetreiber haben trotz des ruhenden Liftbetriebs vielerorts die Pisten beschneit. "Wir hoffen noch auf den Januar. Dann brauchen wir den Schnee", sagte Lorenz.

Als Reaktion auf den Ausflügler-Andrang trotz geschlossener Skilifte wurden mancherorts die Parkgebühren deutlich angehoben. Am Stümpflingparkplatz am Spitzinggsee sind es am Tag 10 Euro, dafür sind Toiletten geöffnet. In Garmisch-Partenkirchen werden am Hausberg und am Kreuzeck 15 Euro fällig.

"Viele Einheimische nutzen seit der Gebührenerhebung ihre Fahrräder oder kommen zu Fuß, um eine Skitour zu starten oder rodeln zu gehen - und sorgen somit für eine Entlastung der Straßen", sagte eine Sprecherin der Zugspitzbahn.

Update 26. Dezember, 12 Uhr: So läuft die Impfaktion in Bayern ab

Lange Monate galt er als Licht am Ende des langen Tunnels: der Impfstoff gegen das Coronavirus.

Nun ist er zugelassen, endlich auch in Europa - und die allererste Lieferung ist in Bayern angekommen.

Hier findest Du alle >>>Fragen und Antworten zum Ablauf der Impfungen.

Update 26. Dezember, 9 Uhr: Polizei meldet zunächst wenig Verstöße bei Ausgangsbeschränkungen

Die Menschen in Bayern haben sich am ersten Weihnachtsfeiertag laut Polizei überwiegend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten.

"Es gab ein paar kleinere Feiern, aber nix Großes", sagte ein Sprecher des Präsidiums Oberbayern Süd am Samstagmorgen.

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bedeuten, dass zwischen 21 und fünf Uhr der Aufenthalt im öffentlichen Raum wegen der Corona-Pandemie nur noch aus wenigen triftigen Gründen erlaubt ist. Das sind etwa Notfälle, der Weg zur Arbeit oder das Gassigehen mit dem Hund.

Im schwäbischen Oberstaufen feierten den Angaben zufolge am Freitagabend vier Menschen aus mehr als zwei Haushalten in einem Bauwagen mit reichlich Bier. Bei Nördlingen war eine 21-Jährige nach Mitternacht mit ihrem Wagen auf dem Heimweg von einer Familienfeier - sie erhielt eine Anzeige.

Schwer betrunken und in Schlangenlinien war ein 41 Jahre alter Autofahrer in Illertissen unterwegs: Eine Kontrolle am Samstag gegen zwei Uhr ergab 1,5 Promille.

Update 26. Dezember, 8.50 Uhr: Erste Impfdosen in Bayern angekommen

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist in Bayern angekommen. Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) nahmen die Impfdosen am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang.

Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen.

Von München und Erlangen aus wird der Impfstoff regional verteilt. Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen damit versorgt werden. Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams ausrücken, um vor allem in Senioren- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern zu impfen.

Neben Heimbewohnern gehören die Mitarbeiter der Heime und medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zu den ersten, die eine Impfung erhalten.

Update 26. Dezember, 8 Uhr: Erste Impfdosen in Bayern erwartet

Ein Arzt und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes ziehen bei einem Pressetermin im neu eingerichteten Impfzentrum in der Messe München in einer Impfkabine Schutzkleidung an.
Ein Arzt und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes ziehen bei einem Pressetermin im neu eingerichteten Impfzentrum in der Messe München in einer Impfkabine Schutzkleidung an.  © Tobias Hase/dpa

Es dürften historische Momente werden: Die ersten Dosen des ersehnten Corona-Impfstoffs kommen in Kürze in Bayern an, dann startet die Reihenimpfung - zunächst vor allem in Pflegeheimen.

Countdown zur Corona-Impfung in Bayern: Am Samstag wird die erste Lieferung von 9750 Impfdosen erwartet. Der Impfstoff soll in Spezialtiefkühlschränken bei minus 70 Grad Celsius in München und Erlangen ankommen und von dort regional verteilt werden.

Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen dann mit den ersten Impfstoff-Dosen versorgt werden. Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg werden am Mittag (13.45 Uhr) Sozialministerin Carolina Trautner und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) zusammen mit Landrat Klaus Metzger die ersten Corona-Impfstoffe entgegen nehmen.

Update 25. Dezember, 12.49 Uhr: Wieder etwas mehr freie Intensivbetten in Bayern

In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen offenbar wieder verbessert.
In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen offenbar wieder verbessert.  © Stephanie Pilick/dpa

In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder etwas entspannt.

Derzeit seien im Freistaat 394 Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit frei, berichtete ein Ministeriumssprecher am Freitag. Vor sechs Tagen waren es rund 300. Das sei allerdings nur eine Momentaufnahme, betonte der Sprecher. Die Lage könne sich natürlich wieder ändern.

Insgesamt sind den Angaben nach in Bayern 2725 sogenannte ICU-Betten verfügbar. Am 1. Weihnachtsfeiertag waren 2331 Betten mit Patienten belegt - davon 757, die an Covid-19 erkrankt sind.

ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

Im Landkreis Landshut war am Freitag kein einziges Intensiv-Bett mehr frei. In etlichen Landkreisen standen nur ein oder zwei Betten zur Verfügung. Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist.

Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden.

Update 25. Dezember, 10.41 Uhr: Ausgangsbeschränkungen werden auch an Weihnachten eingehalten

Die Menschen in Bayern haben sich auch an Heiligabend und in der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag zum großen Teil an die geltenden Ausgangsbeschränkungen gehalten.

Die Polizeipräsidien meldeten am Freitag nur wenige Verstöße.

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bedeuten in der Definition der bayerischen Staatsregierung, dass zwischen 21.00 und 05.00 Uhr der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt ist.

Das sind etwa Notfälle, der Weg zur Arbeit oder das Gassigehen mit dem Hund. Auch für Weihnachtsgottesdienste gab es keine Ausnahmen.

Update 25. Dezember, 9.13 Uhr: Huml dankt Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dankte am 1. Weihnachtsfeiertag allen Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie. (Archiv)
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dankte am 1. Weihnachtsfeiertag allen Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat am 1. Weihnachtsfeiertag allen Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie für ihren Einsatz in diesem Jahr gedankt.

"Ohne das enorme Engagement zum Beispiel in den Krankenhäusern, den Pflegeeinrichtungen und der Gesundheitsverwaltung wäre die Lage weitaus schwieriger als jetzt", teilte Huml am Freitag mit.

Ihr besonderer Dank gelte allen Pflegefachkräften und allen anderen Beschäftigten, die auch an Weihnachten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen «einen unschätzbar großen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten».

Huml lobte zudem die Menschen, die sich beim Pflegepool-Bayern registriert haben, um in Senioren- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern mitzuarbeiten. Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden.

Dort ist auch zu sehen, wo Bedarf an Helfern ist. Arbeitgeber bekommen einen finanziellen Ausgleich, wenn sie Mitarbeiter für einen Einsatz im Pflegepool freistellen.

Update 24. Dezember, 13.36 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 24. Dezember, 13.33 Uhr: 600.000 kostenlose Schnelltests für Angehörige von Pflegebedürftigen

In einer bayernweiten Aktion bieten Hilfsorganisationen an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen für Angehörige von Pflegebedürftigen kostenlose Corona-Schnelltests an.

Das vom Gesundheitsministerium initiierte Angebot werde mit 600.000 Schnelltests unterstützt, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml bei einem Besuch mit Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) bei Einsatzkräften in Nürnberg an Heiligabend mit. "Gerade an den Weihnachtsfeiertagen brauchen viele Angehörige größtmögliche Sicherheit, nicht corona-infiziert zu sein", sagte Herrmann.

Vor allem pflegebedürftige Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen müssten vor einer Infektion geschützt werden, sagte Huml. "Unser Ziel ist aber auch, dass diese Menschen gerade an Weihnachten während des Lockdowns von ihren Angehörigen besucht werden können." Deshalb habe man sich für strenge Schutzmaßnahmen entschlossen, dazu zählten das Vorlegen eines negativen Tests und das Tragen einer FFP2-Maske.

Herrmann verwies darauf, dass für die Weihnachtsaktion bayernweit rund 180 zusätzliche Teststellen betrieben werden. Das sei ein Glanzlicht an Mitmenschlichkeit und Solidarität. Viele Ehrenamtliche setzten sich für den Schutz der Allgemeinheit und opferten «ihr» Weihnachten.

Laut Infektionsschutzmaßnahmenverordnung müssen Besucher in Pflegeeinrichtungen Altenheimen und Seniorenresidenzen ein negatives Testergebnis vorlegen. Dabei darf die Testung bei einem Antigen-Schnelltest nicht länger als 48 Stunden und bei einem PCR-Test nicht länger als drei Tage zurück liegen.

Vom 25. bis 27. Dezember gelten die Testergebnisse je 24 Stunden länger. Antigen-Schnelltests sind 72 Stunden und PCR-Tests vier Tage gültig.

Update 24. Dezember, 8.30 Uhr: Weihnachten anders: Frühe Christmetten und Gottesdienste digital

Mit digitalen Gottesdiensten und Christmetten unter strengen Auflagen begehen die Kirchen in Bayern in diesem Jahr das Weihnachtsfest.

Die Feiern finden nachmittags oder am frühen Abend statt, teils unter freiem Himmel. Viele werden live im Internet, im Radio oder Fernsehen übertragen, damit möglichst viele Gläubige wenigstens von zu Hause aus teilnehmen können.

Ausgerechnet im christlich geprägten Bayern wird es dieses Jahr keine spätabendlichen Christmetten oder Mitternachtsmessen geben: Kirchgänger müssen spätestens um 21 Uhr zu Hause sein - denn von da an gilt bis morgens um 5 Uhr bayernweit eine nächtliche sogenannte Ausgangssperre. Während dieser verschärften Ausgangsbeschränkung darf nur auf der Straße sein, wer einen wirklich triftigen Grund hat wie einen medizinischen Notfall.

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx soll Heiligabend um 16 Uhr in der Jugendkirche "Vom guten Hirten" in München-Haidhausen gefeiert werden. Er wird live im Internet übertragen. Die Messe im Münchner Liebfrauendom mit dem katholischen Erzbischof von München und Freising, Marx, soll von 19 Uhr online gezeigt werden.

Als Zeichen der Hoffnung wollen zahlreiche katholische und evangelische Gemeinden am 24. Dezember zudem um 22 Uhr in Bayern die Glocken läuten. Landesbischof Bedford-Strohm predigt außerdem am ersten Feiertag morgens in der Münchner Kirche St. Matthäus.

An Heiligabend um 20.10 Uhr überträgt zudem die ARD nach eigenen Angaben "Das Wort zum Heiligabend", eine fünfminütige ökumenische Ansprache von Bedford-Strohm, der auch Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, sowie Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Update 23. Dezember,17.40 Uhr: Pflegende Angehörige erhalten ab Januar kostenlose FFP2-Masken

Pflegende Angehörige in Bayern bekommen Anfang Januar eine Million FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt.

"Ergänzend zu unseren Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige, Besucherinnen und Besucher sowie das Personal in stationären Einrichtungen werden wir verstärkt auch die pflegenden Angehörigen in den Blick nehmen", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München. Rund 76 Prozent der Pflegebedürftigen in Bayern würden derzeit zu Hause gepflegt, etwa 47 Prozent der rund 400.000 Pflegebedürftigen ausschließlich durch Angehörige.

"Auch diese Menschen und ihre pflegebedürftigen Angehörigen müssen wir vor einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Coronavirus schützen", sagte Holetschek. Deshalb verteile das Gesundheitsministerium die FFP2-Masken für pflegende Angehörige.

Die Schutzmasken stammten aus dem bayerischen Pandemiezentrallager, das durch Ersatzbeschaffungen wieder entsprechend aufgefüllt werde.

Update 23. Dezember,15.50 Uhr: Gegen Quarantäne verstoßen? Ermittlungen gegen Arzt

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittelt gegen einen Arzt aus Niederbayern, der gegen die Quarantäneauflagen verstoßen haben soll.

>>> Hier geht es zum Artikel.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Arzt, der gegen die Quarantäneauflagen verstoßen haben soll. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Arzt, der gegen die Quarantäneauflagen verstoßen haben soll. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update 23. Dezember,15.20 Uhr: Umfrage zu Gottesdienstverbot nach 21 Uhr an Heiligabend

Das Verbot von Gottesdiensten nach 21 Uhr an Heiligabend erhält laut einer bayernweiten Umfrage viel Zuspruch.

67,7 Prozent der Befragten gaben bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen an, es richtig zu finden, dass für spät stattfindende Weihnachtsgottesdienste keine Ausnahme von der geltenden nächtlichen Ausgangssperre gemacht wird.

Für falsch hielten das Verbot hingegen 27,6 Prozent - rund jeder vierte Befragte. Die Corona-Linie der Staatsregierung begrüßten sowohl Katholiken, Protestanten als auch Konfessionslose mehrheitlich. Vor allem Ältere sprachen sich gegen Ausnahmeregeln aus. An der Umfrage nahmen rund 3500 Menschen aus Bayern im Zeitraum vom 18. bis 23. Dezember teil.

Spätabendlichen Christmetten oder Mitternachtsmessen im Freistaat sind wegen der Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr nicht erlaubt.

Update 23. Dezember,14.55 Uhr: Innenminister Joachim Herrmann lehnt Gottesdienstverbot ab

Joachim Herrmann hat ein Verbot von Präsenzgottesdiensten an Weihnachten auch vor 21 Uhr abgelehnt.

"Gerade die gottesdienstlichen Feiern des Weihnachtsfestes gehören für viele Bürgerinnen und Bürger und auch für mich untrennbar zur Feier der Geburt Jesu dazu", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch. "Meiner Erfahrung nach halten sich unsere großen Kirchen in Bayern sehr penibel an die strengen Corona-Schutzvorkehrungen."

Sie achteten genauestens darauf, dass keine Infektionsgefahren durch den Gottesdienst entstehen.

"Es gibt für mich überhaupt keinen Anlass, daran zu zweifeln. Es gibt klare Regeln wie die Maskenpflicht, den Mindestabstand und das Gesangsverbot." Außerdem sei die Gefahr durch Aerosole in den hohen Räumen der Kirchen nicht so groß.

Unter anderem der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst hatte fordert, an Weihnachten keine Präsenzgottesdienste zuzulassen, um Ansteckungen zu vermeiden. Spätabendlichen Christmetten oder Mitternachtsmessen sind wegen der Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr nicht erlaubt.

Update 23. Dezember,14.10 Uhr: Neue Zahlen für München und den Freistaat

In München wurden insgesamt 340 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 41.112 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 33.292 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 508 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 236,6.

Im Freistaat wurden mittlerweile 296.854 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Davon gelten 223.630 als genesen, 5978 sind gestorben.

Update 23. Dezember, 12.55 Uhr: Impfstoff geht am zweiten Weihnachtstag an 99 bayerische Impfzentren

Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen noch am 26. Dezember mit den ersten Corona-Impfstoff-Dosen versorgt werden.

Der Hersteller Biontech werde zwar am zweiten Weihnachtsfeiertag nur zwei der acht Verteilzentren in Bayern - München und Erlangen - anfahren und dort jeweils die Hälfte der 9750 Impfdosen abliefern. Von dort soll aber eine regionale Verteilung erfolgen, so dass in allen Landkreisen mit den Impfungen begonnen werden könne, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Marcus da Gloria Martins, am Mittwoch.

Am Vortag hatten einige Landkreise in Bayern erklärt, mit dem Impfstart bis zum 29. Dezember warten zu wollen, da die Lieferung des Impfstoffes nicht rechtzeitig erfolge. Der Landkreis Würzburg nahm seine Information am Mittwoch wieder zurück.

Die am 27. Dezember zur Verfügung stehenden Dosen würden aber allesamt für Impfungen des Personals am Universitätsklinikum Würzburg verwandt, um dort Personalausfälle zu vermeiden. In Senioreneinrichtungen werde mit dem Impfungen erst am 29. Dezember begonnen, teilte das Landratsamt mit.

Update 23. Dezember, 12.06 Uhr: Lehrerverband dringt wegen Corona auf schlankeren Lehrplan

Der Lehrplan für Bayerns Schüler sollte nach Vorstellung der größten Lehrervereinigung im Freistaat coronabedingt verschlankt werden.

«Ferner müssen unbedingt zeitnah weitere verbindliche Lehrplaninhalte, die Gegenstand der Abschlussprüfungen sind, gestrichen werden», forderte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) am Mittwoch in München. «Darüber hinaus muss den einzelnen Schulen, die von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders stark getroffen wurden, das Recht eingeräumt werden, in Eigenverantwortung alle Inhalte, die nicht behandelt wurden, auch nicht prüfen zu müssen."

Wie Abschlussprüfungen für den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule, den Mittleren Schulabschlusses oder das Abitur ausgestaltet werden müssen, sollte rechtlich klar geregelt werden. Jede Schule sei von Corona unterschiedlich stark betroffen - es brauche daher verschiedene Konzepte. «Ein bloßer Aufschub, um Druck und Stress bei allen Beteiligten zu vermindern, reicht hier keinesfalls aus», so der BLLV.

Wegen der noch immer nicht absehbaren Folgen der Corona-Krise für das laufende Schuljahr hatte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag angekündigt, dass an den Realschulen und Gymnasien die Zahl der Prüfungen reduziert werden könne. Bei Bedarf sollte bei Leistungsnachweisen schulartbezogen flexibel nachjustiert werden.

Mit modularisierten individuellen Förderangeboten sollte laut BLLV versucht werden, die derzeitige Bildungsungerechtigkeit unter den Kindern wenigstens etwas aufzufangen.

«Es darf nicht sein, dass den Schülerinnen und Schülern in den Folgeschuljahren Nachteile entstehen, die aus den durch Wechsel- und Distanzunterricht oder Quarantäne-Fehlzeiten verursachten Lernrückständen resultieren», sagte Verbandspräsidentin Simone Fleischmann.

Update 23. Dezember, 9.54 Uhr: Kammerspiele rechnen erst im April mit Spielbetrieb

Die Chefin der Münchner Kammerspiele rechnet in der Corona-Pandemie erst wieder im April mit der Aufnahme des normalen Spielbetriebs.

«Wir gehen nicht mehr davon aus, dass wir im Januar ins analoge Spielen kommen, und bereiten uns darauf vor, dass das vielleicht auch im Februar und März nicht möglich sein wird», sagte Barbara Mundel der Münchner «Abendzeitung» (Mittwoch). Sie hoffe dennoch, dass der Spielbetrieb zu einem früheren Zeitpunkt möglich sei. «Gleichzeitig wird jedoch weiter eifrig geprobt.»

Digitale Formate seien angesagt. «Wobei wir nicht einfach Inszenierungen eins zu eins von der Bühne nach Hause streamen wollen, sondern vor allem damit beschäftigt sind, neue digitale und hybride Theater-Formate zu entwickeln», sagte Mundel.

«Dafür haben wir uns zwischendurch auch Experten ans Haus geholt, die uns in Workshops verschiedene Kompetenzen im digitalen Bereich vermittelt haben.»

Update 23. Dezember, 6.20 Uhr: Blutplasma für Covid-19-Patienten weiterhin benötigt

Bayerns Unikliniken benötigen weiterhin Blutplasma-Spenden zur Behandlung von Covid-19-Patienten.

Im April hatten die Krankenhäuser erstmals um die Mithilfe von Menschen gebeten, die eine Infektion mit dem Coronavirus durchgestanden und eine Immunisierung entwickelt hatten. Antikörper aus deren Blut sollten jenen Covid-19-Kranken verabreicht werden, in deren Blut sich keine Antikörper gebildet hatten. Einige Monate später sind Mediziner vorsichtig optimistisch, was die Wirkweise dieser Methode betrifft.

An der Uniklinik Regensburg sind seit dem Frühjahr etwa 90 Menschen mit der Methode behandelt worden. Blutplasma-Spenden würden noch benötigt, teilweise mehr als während der ersten Corona-Welle, sagt Robert Offner, Leiter der Transfusionsmedizin an der Uniklinik Regensburg. "Der Bedarf ist allerdings schwankend, er hängt vom Schweregrad der aufgenommenen Covid-19-Patienten ab."

Die bayerischen Universitätskliniken helfen sich bei dringendem Plasmabedarf gegenseitig aus, wie der Oberarzt sagt. Die Transfusionsmedizin arbeite zurzeit mit etwa einem Dutzend Spendern, die regelmäßig spendeten, eng zusammen. Neue Spender, die nicht nur einmalig spenden wollten, seien weiterhin willkommen.

Update 23. Dezember, 6.18 Uhr: Corona-Weihnachten stärkt Nachfrage nach Karpfen

Der Klassiker Karpfen ist in diesem Jahr zu den Feiertagen besonders gefragt. Die Karpfenteichwirte in der Oberpfalz in Bayern haben bereits alle ihre Fische an den Handel verkauft.

«Die Nachfrage ist in diesem Jahr sogar stärker», sagte der Vizepräsident des Landesfischereiverbands, Alfred Stier. «Die Leute denken anders. Sie können nicht essen gehen und müssen stattdessen selbst kochen.»

Auch in Niedersachsen freuen sich die Teichwirte über ein gutes Geschäft. Vor allem die Direktvermarkter verkauften derzeit viele Karpfen, sagte Christina Hiegel von der Landwirtschaftskammer in Hannover. Das stellt auch die Teichwirtschaft von Ahlhorn fest, eine der größten Karpfenzuchten Niedersachsens.

«Dadurch dass die Gastronomie geschlossen ist, kommen die Privatleute zu uns», sagte Fischwirtschaftsmeister Friedrich von Heydebrand.

Update 22. Dezember, 19.19 Uhr: Weitere 500.000 FFP-2-Schutzmasken für Bayerns Lehrer

Bayern versorgt seine Lehrer im Kampf gegen das Coronavirus mit weiteren 500.000 Schutzmasken vom Standard FFP2.

Das kündigte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag an. Darüber hinaus werde der Freistaat das bestehende Förderprogramm für mobile Luftreinigungsgeräte erweitern.

Ob es nach den Weihnachtsferien in Bayerns Schulen mit Präsenzunterricht weitergehe, sei derzeit nicht absehbar.

Aktuell sei davon auszugehen, dass zumindest für einen Teil der Schülerinnen und Schüler noch Distanzunterricht nötig sei, hieß es.

Update 22. Dezember, 17.40 Uhr: Bayern gibt 50 Millionen für Erforschung von Covid-19-Medikamenten

50 Millionen Euro stellt der Freistaat für Covid-19-Forschungen zur Verfügung. Es soll damit ein Medikament entwickelt werden.
50 Millionen Euro stellt der Freistaat für Covid-19-Forschungen zur Verfügung. Es soll damit ein Medikament entwickelt werden.  © Sven Hoppe/dpa

Für die Entwicklung von Medikamenten gegen die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 stellt der Freistaat Bayern 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Dies hat das Kabinett am Dienstag nach Angaben der Staatskanzlei beschlossen. Mit der Stärkung der Pharma- und Biotechnologiebranche wolle die Staatsregierung "erfolgversprechende bayerische Therapieansätze auf den letzten Metern zur Zulassungsreife unterstützen", hieß es weiter.

Den Angaben zufolge arbeiten bereits viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Bayern an Verfahren und Wirkstoffen. Allein im Großraum München seien rund 270 Biotechnologie- und Pharma-Unternehmen ansässig. Weitere Cluster befänden sich etwa in Regensburg und Würzburg.

Finanziert wird das Förderprogramm aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie, den der Landtag der Regierung zur Bekämpfung der Krise bereit gestellt hat. Die Mittel sollen in die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen teils lebensbedrohliche Erkrankungen fließen, die das Sars-CoV-2-Virus hervorruft. Es sind Fördersätze von bis zu 50 Prozent, für kleine Unternehmen sogar bis zu 70 Prozent möglich. Auch sehr kostspielige klinische Studien sind förderbar.

Um die Förderung schnellstmöglich zu verteilen, werden die Gelder im Express-Verfahren über etablierte Förderprogramme des bayerischen Wirtschaftsministeriums verteilt. In einem Bewilligungsverfahren mit fachlicher Einzelfallprüfung würden Ansätze priorisiert, deren Umsetzung rasche Erfolge versprechen. Ein neutrales Expertengremium soll bei der Bewertung und Auswahl der Vorhaben helfen.

Update 22. Dezember, 17.32 Uhr: Söder muss nicht mehr in Quarantäne bleiben

Negativ aber vorsichtig: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bleibt vorerst im Homeoffice. (Archiv)
Negativ aber vorsichtig: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bleibt vorerst im Homeoffice. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Nach einer Prüfung des zuständigen Gesundheitsamts muss Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nicht mehr in Quarantäne bleiben.

"Aus Vorsicht bleibe ich aber trotzdem im Homeoffice", schrieb der CSU-Chef am Dienstag auf Twitter. Zugleich teilte er mit, dass ein am Dienstag durchgeführter Corona-Test bei ihm negativ ausgefallen sei.

Hintergrund für das Ende der Quarantänepflicht nach nur einem Tag sind zwei Faktoren, die das Gesundheitsamt nach Angaben der Staatskanzlei feststellte: Söder habe bei dem Gespräch mit seinem nachweislich mit Corona infizierten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) die Abstandsregeln eingehalten, und zugleich sei das Büro in der Staatskanzlei mit einem Belüftungssystem ausgestattet gewesen. Deshalb sei Söder keine "Kontaktperson 1" und müsse auch nicht zwingend in Quarantäne.

Am Montagmittag war Herrmann positiv getestet worden und hatte sich daraufhin auch in Quarantäne begeben.

Update 22. Dezember, 17.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 292.899 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 5.821 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 219.370 Personen.

Update 22. Dezember, 16.13 Uhr: Corona-Testzentren stoßen vor Weihnachten an Kapazitätsgrenzen

Vor dem Testzentrum in Regensburg standen schon vor dem Öffnen am Dienstag etliche Menschen an.
Vor dem Testzentrum in Regensburg standen schon vor dem Öffnen am Dienstag etliche Menschen an.  © vifogra / Schuh

Wegen großen Andrangs vor den Feiertagen stoßen mehrere Testzentren in Bayern nach Angaben der örtlichen Gesundheitsämter an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Behörden in München und Augsburg verwiesen die Einwohner deshalb für Corona-Tests an private Dienstleister und Hausärzte.

In der Landeshauptstadt waren für das Testzentrum auf der Theresienwiese am Dienstag sämtliche Termine bis einschließlich 27. Dezember ausgebucht - obwohl die Kapazitäten seit Montag auf 2500 Tests pro Tag ausgeweitet wurden. Gleichzeitig wurden nach Angaben des Gesundheitsreferats in der vergangenen Woche rund 2000 reservierte Testtermine nicht genutzt. Die Behörde rief deshalb dazu auf, in diesem Fall die Termine wieder zu stornieren.

Auch im Testzentrum auf der Augsburger Messe waren schon am Montag bis zum 28. Dezember keine Termine mehr reservierbar - obwohl der Betreiber die Kapazitäten von 1200 auf 1500 Tests pro Tag erhöht hatte. Die Wartezeiten bei der Übermittlung der Testergebnisse würden dadurch aber nicht länger, sagte ein Sprecher der Stadt.

Auch in ländlichen Regionen ist der Andrang bei Corona-Testzentren vor den Feiertagen groß. Eine Sprecherin des Landratsamts Haßberge in Unterfranken sagte am Dienstag, im Testzentrum in Wonfurt seien vor Weihnachten nur noch wenige freie Kapazitäten vorhanden.

Im Allgäu meldeten die Testzentren in Kempten und Sonthofen mit 1118 Abstrichen am Montag einen neuen Tageshöchstwert, wie ein Sprecher des Landratsamts Oberallgäu sagte. Zuvor seien es meist nicht viel mehr als 600 pro Tag gewesen.

Update 22. Dezember, 15.17 Uhr: Bayern führt Corona-Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten ein

Alle Urlaubs- und Familienrückkehrer aus Risikogebieten unterliegen künftig in Bayern einer strengen Corona-Testpflicht.

Spätestens 72 Stunden nach der Einreise müssen sie beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen.

Dies hat am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen.

Update 22. Dezember, 14.11 Uhr: Corona-Folgen treiben mehr Menschen in Hartz IV

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Bayern ist pandemiebedingt in diesem Jahr stark gestiegen. (Symbolbild)
Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Bayern ist pandemiebedingt in diesem Jahr stark gestiegen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Bayern ist in diesem Jahr stark gestiegen. Schon bis Februar wuchs die Zahl der Leistungsempfänger aufgrund der Rezession auf 265.000.

Nach dem ersten Corona-Lockdown im Frühjahr sprang die Zahl dann bis Juni auf 301.000, im August lag sie bei gut 295.000 Leistungsempfängern.

Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Zum Vergleich: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Bayern hatte im August 2019 noch bei knapp 272.000 gelegen - das waren fast 23.000 Leistungsempfänger weniger als 2020. Zahlen für den Herbst 2020 lägen der Bundesagentur für Arbeit noch nicht vor und seien mit Blick auf die Novemberhilfen und den zweiten Lockdown auch schwer einzuschätzen, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Nürnberg.

Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet. Die BA-Sprecherin erklärte, der Staat habe den Zugang zu Grundsicherung vereinfacht. Davon profitierten auch Solo-Selbstständige und Künstler, die wegen der Lockdowns nicht mehr arbeiten können. Zudem seien die Vermögensgrenzen gesenkt worden, "man darf jetzt mehr Geld angespart haben".

Wie Annette Farrenkopf vom Jobcenter München dem Bayerischen Rundfunk sagte, beziehen allein in München 54.000 Menschen Hartz IV. Die Landeshauptstadt sei bei Kultur, Messe, Tourismus und Gastronomie besonders betroffen.

Die größten Corona-Auswirkungen sieht die Bundesagentur jedoch bei den Arbeitslosen und Kurzarbeitern. Die Anzeigen für Kurzarbeit stiegen aktuell wieder an, sagte die Sprecherin der Regionaldirektion Bayern. Im Oktober wurde Kurzarbeit für 25.000 Mitarbeiter angezeigt, im November für 69.000. Im November waren in Bayern 270.700 Menschen arbeitslos, 71.500 mehr als im Vorjahr.

Update 22. Dezember, 12.57 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in Heim sollen Ermittlungen eingestellt werden

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Heim in Großwallstadt (Landkreis Miltenberg) mit acht Todesfällen will die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen einstellen.

Man habe nicht feststellen können, wie sich die Heimbewohner infizierten, teilte die Behörde am Dienstag in Aschaffenburg mit.

In dem Pflegeheim für Senioren waren 39 von 41 Bewohnern positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Acht Menschen starben binnen zwei Wochen mit oder an einer Coronavirus-Infektion. Zudem waren 20 von 34 Pflegekräften positiv auf das Virus getestet worden.

Es sei beim Vorermittlungsverfahren gegen die Heimleitung wegen möglicher Straftaten geblieben, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Ob vorliegende Hygienemängel die Infektionen begünstigten, habe nicht festgestellt werden können. Die Hygienemängel seien mittlerweile behoben, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes.

Update 22. Dezember, 10.36 Uhr: Ermittler: An Weihnachten nicht gleich Polizei rufen

Zu viele Feiernde unterm Weihnachtsbaum? Die Polizeigewerkschaft hat die Menschen dazu aufgerufen, an Weihnachten nicht bei jedem vermuteten Corona-Verstoß die Ermittler zu alarmieren.

"Ich würde erstmal selbst zu den Nachbarn gehen und - falls da wirklich zu viele Leute sind - sie bitten, sich an die Regeln zu halten", sagte Jörg Radek, Vize-Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). "Man sollte nicht immer sofort die Polizei rufen. Diese Pandemie erfordert von uns allen auch ein Stück Zivilcourage."

Die Polizei werde nicht "anlasslos von Haus zu Haus gehen und nachzählen, wie viele Leute am Tisch sitzen", sagte er. "Das ginge auch gar nicht, das wäre ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Unversehrtheit der Wohnung. Aber wenn wir Hinweise bekommen, dass irgendwo Regeln verletzt werden, dann gehen wir dem nach."

Auch über die Feiertage gelten wegen Corona Kontaktbeschränkungen, große Familienzusammenkünfte sind nicht erlaubt.

Update 22. Dezember, 9.16 Uhr: Erneut Corona-Ausbruch in Würzburger Pflegeheim

In einem Würzburger Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt haben sich etwa ein Viertel der Bewohner mit dem Coronavirus infiziert.

Betroffen seien mindestens 49 der gut 200 Frauen und Männer, sagte Einrichtungsleiter Robert Keppner am Dienstag. Zuvor hatte die "Main-Post" darüber berichtet. Auch mindestens 15 der gut 185 Mitarbeiter seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine 85-Jährige starb mit oder an dem Virus.

Das Hans-Sponsel-Haus hat einen Neubau und einen Altbau. Betroffen sind Keppner zufolge nur die Menschen im Altbau. Im Frühjahr hingegen hatte es viele Infizierte im Neubau gegeben.

Wie das Virus in das Haus gelangte, ist noch unklar. Derzeit gelte ein Besuchsverbot in dem Heim. "Wir testen wie die Weltmeister", sagte Keppner. Infizierte Bewohner seien isoliert worden.

Würzburg war im Frühjahr einer der ersten Corona-Hotspots in Bayern. Ausgerechnet in Altenheimen grassierte das neue Virus. Dutzende Menschen jenseits der 80 starben, unter anderem in der Senioreneinrichtung St. Nikolaus in Trägerschaft der Bürgerspitalstiftung. Stiftungsdirektorin Annette Noffz sagte der "Main-Post", man versuche alles, "um zu verhindern, dass wir wieder in eine solche Situation kommen. Leider weiß ich, dass es uns wieder treffen kann."

Anders als zu Beginn der Pandemie gebe es nun die Möglichkeit, Bewohner und Mitarbeiter regelmäßig zu testen. «Und das am besten mit den besonders sicheren PCR-Tests. Nur dann haben wir überhaupt eine Chance, frühzeitig eingreifen zu können», sagte Noffz.

Update 22. Dezember, 6.17 Uhr: Bayerns Kabinett berät über Corona-Lage - Söder in Quarantäne

Obwohl sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gerade in Quarantäne befindet, befasst sich das Kabinett am Dienstag (10 Uhr) erneut mit der aktuellen Corona-Lage im Freistaat.

Im Fokus dürfte dabei der ab dem 27. Dezember erhoffte Start der Impfungen gegen das Virus stehen. Wegen Söders Quarantäne wurde die geplante Pressekonferenz nach der Sitzung abgesagt.

Dabei ist bisher weiter offen, wie viele Impfdosen Bayern zunächst erhält. Das Mittel wird zentral vom Bund an die Länder weitergegeben, diese organisieren dann die Verteilung in die Impfzentren im Land.

Am Montag erteilte die EU-Kommission dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die Marktzulassung. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) grünes Licht für seine Zulassung in der EU gegeben.

Praktisch zeitgleich zur Nachricht der EMA schrieb Söder am Montag beim Kurznachrichtendienst Twitter, dass er sich wegen eines nachgewiesenen Corona-Falls in seinem Kabinett in Quarantäne begebe. Zuvor war der Test von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) positiv ausgefallen, der mit Söder die Corona-Politik des Freistaates federführend koordiniert.

Update 21. Dezember, 19.09 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 253.715 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 4.818 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 186.760 Personen.

Update 21. Dezember, 17.11 Uhr: Bayerns Schulen können Zahl der Prüfungen wegen Corona senken

Wegen der noch immer nicht absehbaren Folgen der Corona-Krise für das laufende Schuljahr kann an Bayerns Realschulen und Gymnasien die Zahl der Prüfungen reduziert werden.

"Mir ist vor allem sehr wichtig, dass wir eine Ballung von Leistungsnachweisen verhindern. Deswegen schaffen wir faire und flexible Regelungen zur Reduzierung von Leistungsnachweisen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München. Es dürfe nicht sein, dass die Schüler wegen längerer Phasen von Wechsel- oder Distanzunterricht unter Druck geraten.

Konkret sieht die Neuregelung für Gymnasien und Realschulen vor, dass die Lehrer an den Schulen für sich entscheiden können, ob und wie sie die vorgeschriebene Zahl an sogenannten großen Leistungsnachweisen senken.

"Die konkrete Entscheidung trifft das Lehrkräfteteam unter genauer Abwägung der Situation in der einzelnen Klasse", teilte das Ministerium mit. Bei den Leistungsnachweisen könne die Ausgangslage auch an einer Schule von Klasse zu Klasse sehr unterschiedlich sein.

Update 21. Dezember, 14.47 Uhr: Nach Corona-Infektion seines Ministers muss Söder in Quarantäne

Ministerpräsident Markus Söder hat sich in Quarantäne begeben. (Archiv)
Ministerpräsident Markus Söder hat sich in Quarantäne begeben. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Nach der Corona-Infektion von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat sich Ministerpräsident Markus Söder in Quarantäne begeben.

"Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen", schrieb der CSU-Chef am Montagmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er wünsche Herrmann einen milden Verlauf und gute Besserung.

Herrmann, der seit Monaten die Corona-Politik in der Staatskanzlei koordiniert, hatte wenige Minuten zuvor ebenfalls per Twitter mitgeteilt, positiv getestet worden zu sein.

"Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich habe mich umgehend in Quarantäne begeben."

Update 21. Dezember, 13.50 Uhr: Zahl der Bereitschaftsärzte an den Feiertagen aufgestockt

Bayerns Bereitschaftsärzte wappnen sich für den wegen der Corona-Pandemie befürchteten Ansturm über die Weihnachtsfeiertage.

So werde die Zahl der Telefondisponenten je nach Tageszeit auf bis zu 182 erhöht, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) am Montag in München mit. Im Fahrdienst seien deutlich mehr Ärzte unterwegs als in den Vorjahren. Sie könnten mit bis zu 170 Fahrzeugen gleichzeitig zu Einsätzen fahren, schreibt die KVB in einer Presseerklärung.

Patienten mit typischen Grippesymptomen einer Grippe können nach KVB-Angaben in einigen Bereitschaftspraxen extra eingerichtete "Infektsprechstunden" nutzen. In München könnten Betroffene zudem ohne Vorabtermin die "Bereitschaftspraxis Infekt" auf der Theresienwiese aufsuchen.

Auch in Bereitschaftspraxen ohne spezielle Sprechstunden werden Patienten mit Infekt behandelt.

Update 21. Dezember, 13 Uhr: Nachts Zigaretten holen ist Verstoß gegen Ausgangssperre

Der nächtliche Gang zum Zigarettenautomaten könnte einen Mann und eine Frau aus dem oberpfälzischen Amberg jeweils 500 Euro kosten.

Am Wochenende trafen Polizeibeamte das Pärchen nach 21Uhr auf der Straße an, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nach eigenen Angaben wollten sie Zigaretten holen. Dies sei aber kein triftiger Grund, abends seine Wohnung zu verlassen, hieß es. Die beiden haben somit gegen die Ausgangssperre verstoßen und müssen mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Durch Zufall kam die Amberger Polizei am Samstag außerdem einem Mann auf die Spur, der gegen die aktuellen Kontaktbeschränkungen verstieß. Ein Beamter rief bei dem 42-Jährigen an, um mit ihm einen Termin für eine polizeiliche Vernehmung zu vereinbaren. Dabei hörte der Polizist im Hintergrund mehrere Menschen, die offenbar in Feierlaune waren.

Eine Streife schaute bei dem Mann vorbei und traf ihn in seiner Wohnung mit drei Freunden an, die alle verschiedenen Hausständen angehören.

Zurzeit dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Auf die vier Feiernden kommen nun Bußgeldbescheide über jeweils bis zu 250 Euro zu.

Update 21. Dezember, 11 Uhr: Rund 50 Passagiere aus Großbritannien übernachten auf Flughafen

Fluggäste sitzen am am Flughafen auf Feldbetten in einer Notunterkunft im Terminal 2.
Fluggäste sitzen am am Flughafen auf Feldbetten in einer Notunterkunft im Terminal 2.  © Tobias Hase/dpa

Rund 50 Passagiere aus Großbritannien mussten nach Angaben der Bundespolizei die Nacht zum Montag im Transitbereich des Münchner Flughafens verbringen.

Grund dafür waren die seit diesem Montag geltenden Landeverbote für aus Großbritannien kommende Flugzeuge wegen einer besonders ansteckenden Variante des Coronavirus, die dort aufgetreten ist.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Montag sagte, mussten die betroffenen Passagiere ihr Testergebnis abwarten, bevor sie nach Deutschland einreisen durften.

"Ein Großteil" der 50 Fluggäste habe aber bis zum Montagvormittag das Ergebnis erhalten und den Transitbereich verlassen können, betonte der Sprecher.

Update 21. Dezember, 10.30 Uhr: Heim statt Bar: Gastro-Personal soll in Kliniken und Heimen helfen

Eine Pflegekraft begleitet die Bewohnerin eines Altenheims mit Rollator beim Gang durch den Flur.
Eine Pflegekraft begleitet die Bewohnerin eines Altenheims mit Rollator beim Gang durch den Flur.  © Oliver Berg/dpa

Fachkräfte aus Hotels und Gastronomie sollen den Personalmangel in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen in der Corona-Krise lindern.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ruft seine Mitglieder dazu auf, Mitarbeiter dafür freizustellen. Damit wird ein Anfang Dezember in München gestartetes Projekt nun bayernweit ausgerollt, wie Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Montag sagte. Die Aktion sei mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt.

Der Grundgedanke hinter dem Aufruf ist, dass Personal aus Hotels und Gastronomie in Kliniken und Pflegeeinrichtungen Aufgaben übernimmt, die nicht mit der direkten Patientenbetreuung zu tun haben, beispielsweise das Bettenmachen. So soll das Pflegepersonal entlastet werden und mehr Zeit für die Patienten und Bewohner haben. Hotels und Restaurants sind bereits seit Wochen wegen Corona geschlossen oder bieten nur To-Go-Essen und Trinken an.

"Unser Fachpersonal kann direkt eingesetzt werden", sagt Geppert. Zudem seien viele Beschäftigte aus dem Bereich ohnehin in Kurzarbeit. Die Tätigkeit in den Pflegeeinrichtungen kollidiere damit nicht, betont er. Interessierte können sich über die Plattform pflegepool-bayern.de melden.

Um eingesetzt werden zu können, müssen Interessierte vorübergehend Mitglieder in einer Hilfsorganisation werden. Das Rote Kreuz bietet dazu laut Dehoga kostenlose Mitgliedschaften mit vereinfachtem Beitrittsverfahren an, die nach einem Einsatz automatisch enden.

In München stieß die Anfang Dezember gestartete Aktion auf reges Interesse. "Innerhalb weniger Tage haben sich mehr als 100 Menschen gemeldet", sagt Geppert. Neben der Landeshauptstadt gibt es auch in einzelnen Kreisen bereits ähnliche Projekte.

Update 21. Dezember, 6.30 Uhr: Neue Corona-Spezialeinheit unterstützt Bayerns Alten- und Pflegeheime

Vom Coronavirus betroffene Alten- und Pflegeheime in Bayern werden von diesem Montag an von einer neuen Spezialeinheit unterstützt.

"Sobald ein einziger Fall in einem Heim auftritt, wird sie aktiviert", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München.

Ziel sei es, das Ansteckungsrisiko in den Heimen so schnell wie möglich zu reduzieren. Dafür sieht das Konzept bei Bedarf im Notfall vor, vorübergehend die Fachkraftquote in den Heimen auszusetzen.

Mehr hier zur >>>Corona-Spezialeinheit.

Update 20. Dezember, 14 Uhr: Lage in München

In München wurden insgesamt 604 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 40.309 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 31.685 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 474 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 300,7.

Update 20. Dezember, 11.50 Uhr: Bayern bei Neuverschuldungsplänen an der Spitze

Die Staatsregierung hat zur Bewältigung der Corona-Krise mehr neue Schulden eingeplant als alle anderen Bundesländer.

Die vom Landtag genehmigten 40 Milliarden Euro möglicher neuer Kredite machen allein fast ein Drittel der von den 16 Landesparlamenten in diesem Jahr verabschiedeten Kreditermächtigungen aus. Deren Gesamtsumme beläuft sich auf knapp 128 Milliarden Euro. Das zeigt eine dpa-Umfrage unter den 16 Länderfinanzministerien.

Ursprünglich wollten alle 16 Länder - verpflichtet durch die Schuldenbremse - heuer keinen einzigen Euro neuer Schulden aufnehmen. An zweiter Stelle hinter Bayern folgt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 25 Milliarden Euro Kreditermächtigungen, gefolgt von Baden-Württemberg mit knapp 11 Milliarden.

Alle 5 ostdeutschen Bundesländer und Berlin zusammen haben sich mit insgesamt knapp 24 Milliarden einen sehr viel kleineren Schuldenrahmen genehmigt als Bayern.

Update 20. Dezember, 10 Uhr: Markus Söder warnt Union vor Kanzlerkandidatenkür in der Corona-Krise

CSU-Chef Markus Söder hat die Union vor einer Kür ihres Kanzlerkandidaten in der Corona-Krise gewarnt.

"Es wäre mitten in der Pandemie meiner Meinung nach falsch. Erst nach dem Abklingen, beziehungsweise im Frühjahr, wenn wieder Land in Sicht ist, macht es Sinn, diese personelle Entscheidung zu treffen", sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. Gegenüber einem Frühstart vor den Landtagswahlen im März sei er skeptisch.

"Für die Menschen ist es im Moment unwichtig, ob es im Januar eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur gibt", sagte Söder. Die Politik sollte sich jetzt erstmal auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren. "Für alles andere ist danach genügend Zeit."

Auch aus wahlstrategischen Gründen sei für CDU und CSU in dieser Frage Geduld gefragt: "Ich glaube, es kommt nicht darauf an, die schnellste Entscheidung zu treffen, sondern die beste."

Update 20. Dezember, 7.05 Uhr: Corona macht laut Melanie Huml an "Feiertagen keine Pause"

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rät bei Corona-Symptomen an den Feiertagen zu schnellem Handeln.

In diesem Fall sei es "zunächst das Wichtigste, umgehend die Kontakte zu reduzieren", sagte sie am Sonntag. An von Symptomen Betroffene appellierte die Ministerin: "Sehen Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen von Treffen mit Freunden und Familie ab und bleiben Sie zu Hause in Isolation."

Der nächste Schritt sei dann, über die kommunalen Testzentren oder über das bayerische Testprogramm bei den Vertragsärzten einen Termin zu vereinbaren und sich so bald wie möglich testen zu lassen. Bei schweren Symptomen rät Huml, den Hausarzt, den Bereitschaftsdienst oder gegebenenfalls den Notarzt zu verständigen - und dabei unbedingt auf den Corona-Verdacht hinzuweisen.

Wenn man über die Feiertage einen Arzt brauche, rät Huml zudem davon ab, selbstständig in Kliniken zu gehen, um unnötige Belastungen in den Krankenhäusern an den Festtagen zu verhindern. Stattdessen solle man den Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 nutzen, bei Notfällen den Notruf 112.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rät bei Corona-Symptomen an den Feiertagen zu schnellem Handeln.
Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rät bei Corona-Symptomen an den Feiertagen zu schnellem Handeln.  © Peter Kneffel/dpa

Update 19. Dezember, 15.44 Uhr: Tirols Landeschef Platter sieht Markus Söder auf "Egotrip"

Ist sauer auf seinen Kollegen aus Bayern: Tirols Landeschef Günther Platter. (Archiv)
Ist sauer auf seinen Kollegen aus Bayern: Tirols Landeschef Günther Platter. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Tirols Landeschef Günther Platter ist mit Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) unzufrieden.

"Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder befindet sich momentan auf einem Egotrip", sagte der konservative ÖVP-Landeshauptmann der "Tiroler Tageszeitung" (Samstag).

Das angespannte Verhältnis seines österreichischen Bundeslands zum Nachbarn Bayern liege nicht nur an Streit über Transitverkehr, sagte Platter. "Auch Salzburg, Oberösterreich oder Vorarlberg haben Probleme mit Bayern, und die haben keine Transitprobleme."

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 19. Dezember, 15.41 Uhr: Mehrere Kreise haben keine freien Intensivbetten mehr

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten knapp.

Mehrere Landkreise meldeten am Samstag kein einziges freies Intensivbett mehr, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register hervorgeht.

Null freie Betten gab es demnach in den Landkreisen Würzburg, Landshut, Regen, Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Altötting und Fürstenfeldbruck. Mehrere andere Kommunen meldeten am Samstag nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Der Freistaat gerät bei der Kapazität der freien Intensivbetten an seine Grenzen. (Symbolbild)
Der Freistaat gerät bei der Kapazität der freien Intensivbetten an seine Grenzen. (Symbolbild)  © Stephanie Pilick/dpa

Update 19. Dezember, 13.20 Uhr: Neue Zahlen für München

In München wurden insgesamt 706 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 39.704 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 31.482 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 469 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 280,5.

Nur wenige Passanten sind in der Innenstadt von München unterwegs.
Nur wenige Passanten sind in der Innenstadt von München unterwegs.  © Sven Hoppe/dpa

Update 19. Dezember, 9.25 Uhr: Schulen und Corona - Chaos in den Familien, Zoff in der Koalition

Es ist ein Jahr, an das sich Schüler wie Lehrer noch lange erinnern werden: Abstandsgebote, Maskenpflicht, Wechsel- und Distanzunterricht bestimmten 2020. Doch selbst jetzt gibt es mit dem Distanzunterricht Probleme.

>>> Hier geht es zum Artikel.

Update 18. Dezember, 15.18 Uhr: Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt schließt

Mehr als 70.000 Briefe haben die fleißigen Helfer des Christkindes in Bayerns einziger Weihnachtspostfiliale bisher beantwortet.

"Eingetroffen sind mehr Briefe, allerdings fehlen häufig Adressen oder sind unvollständig", sagte Rosemarie Schotte, die ehrenamtliche Leiterin der Poststelle in Himmelstadt.

Am Freitag trafen die letzten Briefe in Tonnen ein, bevor die Filiale für dieses Jahr schließt. Noch vor Heilig Abend wollen die etwa 35 ehrenamtlichen Helfer alle Briefe beantworten. Vergangenes Jahr kamen circa 65.000 Briefe und Wunschzettel bis Ende Dezember. "Wir hatten schon Jahre mit rund 80.000 Briefen", sagte Schotte.

Die Corona-Pandemie sei das Thema in diesem Jahr gewesen. "Die Kinder sind traurig, weil sie Spielkameraden nicht treffen oder Großeltern nicht sehen dürfen", erzählte Schotte. "Corona ist blöd! Kannst du Corona nicht wegmachen?", solche und ähnliche Formulierungen seien häufiger zu lesen gewesen.

Da auch das Christkind und seine Helfer den Corona-Hygieneregeln folgen mussten, blieben in diesem Jahr die Pforten für Besucher geschlossen. In dem kleinen Dorf im Landkreis Main-Spessart gibt es die Weihnachtspostfiliale seit 1986 - damals kamen jedes Jahr etwa 3500 Briefe an.

Mittlerweile werden Briefe aus der ganzen Welt nach Himmelstadt geschickt. Besonders viele kamen in diesem Jahr aus Taiwan. Warum aus dem asiatischen Inselstaat so viele Briefe eingetroffen sind, wisse man in der Filiale nicht genau. "Wir vermuten, dass sich manche über eine deutsche Briefmarke freuen", sagte Schotte.

Sie hilft seit 1993 in Bayerns einziger Weihnachtsposfiliale mit. Auch in diesem Jahr gingen ihr viele Briefe der Kinder zu Herzen. "Am meisten berührt es mich, wenn Kinder selbst krank sind."

Update 18. Dezember, 14.50 Uhr: Aktuelle Zahlen für München: 820 neue Fälle sowie 9 weitere Todesfälle

Update 18. Dezember, 13.44 Uhr: Neues Hilfsprogramm für selbstständige Künstler gestartet

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) will auch Angehörigen kulturnaher Berufe helfen. (Archiv)
Kunstminister Bernd Sibler (CSU) will auch Angehörigen kulturnaher Berufe helfen. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Das neue Corona-Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstler (zur Anmeldung) in Bayern läuft. Seit Freitagmittag können freischaffende Künstler und Angehörige kulturnaher Berufe Anträge einreichen, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilte.

Die Hilfen können bis Ende März rückwirkend für den Zeitraum von Oktober bis Dezember beantragt werden.

"Nach komplexen Abstimmungen mit dem Bund können wir nun soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe unterstützen, die als Berufsgruppe besonders schwer von der Pandemie getroffen wurden", sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU).

Laut Ministerium wurde der Kreis der Antragsberechtigten gegenüber dem Ende September ausgelaufenen Künstlerhilfsprogramm erweitert. Das Programm sieht vor, dass diese für bis zur drei Monate im Zeitraum von Oktober bis Dezember eine Finanzhilfe von maximal 1180 Euro monatlich beantragen können.

Sie soll entfallene Einnahmen ersetzen. Das Programm soll zusätzlich zur November- und Dezemberhilfe des Bundes gezahlt werden.

Update 18. Dezember, 13.32 Uhr: Söder: Neue "Spezialeinheit" soll Heimbewohner vor Corona beschützen

Mit einer neuen Spezialeinheit will Bayern die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besser vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schützen.

"Experten sagen eindeutig, dass es ab einer bestimmten Höhe der Infektionszahlen und bei einem diffusen Infektionsgeschehen nahezu unmöglich ist, Alten- und Pflegeheime komplett vom Virus frei zu halten", sage Ministerpräsident Markus Söder dem in Aschaffenburg erscheinenden "Main Echo" vom Samstag.

Trotzdem wolle er sich mit der Situation nicht abfinden: Es werde "eine Spezialeinheit gegründet, mit der wir die Kontrollen in den Heimen verstärken". Vorwürfe, dass die besonders anfälligen und gefährdeten Menschen in Pflegeheimen nicht gut genug geschützt würden, wies Söder zurück.

Zugleich betonte er, dass die Pandemie erst durch Impfungen langfristig unter Kontrolle gebracht werden könne: "Die großen Seuchen dieser Welt wie etwa die Pocken wurden nur erfolgreich bekämpft durchs Impfen und nicht durchs Zuwarten und Schlechtreden."

Update 18. Dezember, 13.20 Uhr: Nach Corona-Fall: Würzburg muss mit Mini-Kader in Darmstadt spielen

Die Würzburger Kickers spielen am Samstag mit einem Mini-Kader beim SV Darmstadt 98. (Symbolbild)
Die Würzburger Kickers spielen am Samstag mit einem Mini-Kader beim SV Darmstadt 98. (Symbolbild)  © 123RF/sportgraphic

Die Würzburger Kickers müssen in der 2. Fußball-Bundesliga nach der Entlassung von vier Profis aus der Corona-Quarantäne doch am Samstag mit einem Rumpfteam beim SV Darmstadt 98 antreten.

"Das ist kein Sport, das ist Politik", kritisierte Trainer Bernhard Trares am Freitag. Ihm stünden nur "elfeinhalb" einsatzfähige Feldspieler plus zwei Torhüter zur Verfügung, sagte der 48-Jährige bei einer Online-Pressekonferenz.

Entsprechend der Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) für den Corona-Sonderspielbetrieb kommt der Tabellenletzte allerdings auf die ausreichende Anzahl von mindestens 15 Akteuren. Dabei werden auch verletzte und gesperrte Akteure mitgezählt. Die Statuten hatten die Vereine selbst erstellt. "Es wird kein reguläres Spiel, das ist klar", sagte Trares. Zu den zwölf Feldspielern, mit denen er nach Darmstadt fahren werde, zähle auch ein angeschlagener Akteur.

Er werde womöglich sogar einen Torwart als Feldspieler einwechseln müssen. "Auch das ist ein Plan." Nach den Statuten kommt Würzburg auf 17 Profis, darunter befindet sich aber auch der gesperrte Ewerton.

Update 18. Dezember, 10.37 Uhr: Verfassungsgerichtshof lässt nächtliche Ausgangssperre in Kraft

Die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus bleibt bis auf Weiteres in Kraft.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung ab, die Regelung in der neuen Corona-Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Laut Mitteilung des Gerichts ist es aber offen, wie die Entscheidung im Hauptverfahren ausgeht.

Den vollständigen beitrag findest du >>> hier.

Update 18. Dezember, 9.12 Uhr: Wegen Corona: FC Bayern mit Einbußen beim Umsatz und Gewinn

Auch Triple-Sieger FC Bayern München hat die Corona-Pandemie finanziell zu spüren bekommen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe in der Saison 2019/20 Einbußen beim Umsatz und beim Gewinn im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen, teilte der Verein am Freitag mit. Demnach lag der Gesamtumsatz des Konzerns bei 698 Millionen Euro. In der Saison zuvor hatte der Verein noch Rekord-Einnahmen von 750,4 Millionen Euro verkündet. Der Gewinn nach Steuern sank von 52,5 Millionen Euro (2018/19) auf 9,8 Millionen Euro.

Der finanzkräftigste Bundesligaclub bewertete das Jahresergebnis angesichts der Einbußen durch die Corona-Pandemie «sogar positiv». Seit März 2020 müssen die Münchner sämtliche Spiele in der heimischen Allianz Arena ohne Zuschauer bestreiten.

«Vor diesem Hintergrund sind sowohl der erwirtschaftete Umsatz als auch die Tatsache, dass wir die zurückliegende Saison mit Gewinn abschließen konnten, positiv zu bewerten. Ursache dafür sind nicht zuletzt die herausragenden Erfolge, die unsere Mannschaft errungen hat», äußerte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in der Mitteilung.

Update 18. Dezember, 9.10 Uhr: Richard-Strauss-Festival soll trotz Corona-Krise stattfinden

Das Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen soll nächstes Jahr trotz der Corona-Krise stattfinden.

«Die großartige Berglandschaft, die schon Strauss zu seinen zeitlosen Tonschöpfungen inspirierte, bietet wieder die einzigartige alpine Kulisse für vier Tage konzentrierte Musik», teilten die Veranstalter am Freitag mit. Das Festival soll vom 24. bis 27. Juni stattfinden.

Auf dem Programm stünden verschiedene Uraufführungen von Richard Strauss, kündigten die Veranstalter an. Zu den Künstlern zählen die Wagner-Sängerin Petra Lang, die auch bei den Bayreuther Festspielen auftreten soll, und Tenor Julian Prégardien, der unter anderem an der Bayerischen Staatsoper singt.

Auch das Orchester Camerata Salzburg und die Cellistin Raphaela Gromes mit dem Pianisten Julian Riem sollen dabei sein, die dieses Jahr mit dem Opus Klassik Preis ausgezeichnet wurden.

Update 18. Dezember, 7.23 Uhr: Weihnachts-Flickenteppich: Kontaktregeln für 14-Jährige uneinheitlich

Jedes Bundesland mit eigenen Regeln - das kann für ordentlich Verwirrung sorgen. (Archiv)
Jedes Bundesland mit eigenen Regeln - das kann für ordentlich Verwirrung sorgen. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Eigentlich hatten sich Bund und Länder auf eine einheitliche Lockerung der Corona-Beschränkungen zu Weihnachten geeinigt - nun zeigt sich: Bei einem Detail, der Einteilung von 14-Jährigen, geht es zwischen den Ländern bunt durcheinander.

Dem Bund-Länder-Beschluss zufolge sollten an Weihachten Feiern im kleinen Kreis möglich sein - mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen, "zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre".

Doch das haben die 16 Länder auf unterschiedlichste Weise in ihren Corona-Verordnungen verankert. Die Folge: In der einen Hälfte der Länder werden die 14-Jährigen bei der erlaubten Personenzahl nicht mitgerechnet, in der anderen Hälfte schon - dort schrumpft also im Zweifel der erlaubte Kreis derer, die zusammen feiern dürfen.

Konkret: In Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern werden die 14-Jährigen nicht mitgezählt. Das geht entweder unmittelbar und eindeutig aus den Verordnungen hervor oder wird von den Landesregierungen entsprechend ausgelegt. Die entscheidende «Grenze» ist dort also jeweils der 15. Geburtstag.

Eindeutig sind beispielsweise Formulierungen in Corona-Verordnungen, nach denen Kinder "bis einschließlich 14 Jahre" bei der Berechnung der an Weihnachten erlaubten Personenzahl nicht mitgezählt werden.

In Bayern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt dagegen haben Familien mit 14-jährigen Kindern im Zweifel das Nachsehen. Dort heißt es in den Verordnungen beispielsweise, dass lediglich Kinder "bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres" oder "Kinder unter 14" bei der Berechnung der erlaubten Personenzahl nicht mitgezählt werden - der 14. Geburtstag ist also die Grenze. 14-Jährige werden somit dort wie Erwachsene gezählt.

Die Formulierung "bis 14 Jahre", wie sie im Bund-Länder-Beschluss steht, haben fünf Länder übernommen: Rheinland-Pfalz, das Saarland, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Um die Verwirrung komplett zu machen: Während die vier erstgenannten die Grenze bei dieser Formulierung nach offiziellen Angaben beim 15. Geburtstag ziehen, zieht Sachsen-Anhalt die Grenze beim 14. Geburtstag.

Update 18. Dezember, 7.02 Uhr: Viele Läden und Geschäfte können Miete nicht mehr zahlen

Vor allem auch Gastronomen haben enorme Probleme, Mieten pünktlich zu bezahlen. (Symbolbild)
Vor allem auch Gastronomen haben enorme Probleme, Mieten pünktlich zu bezahlen. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Bayerns Vermieter spüren verstärkte Auswirkungen der Corona-Krise: Von den fast 500 Mitgliedsunternehmen der bayerischen Wohnungswirtschaft (VdW) berichtet mittlerweile mehr als die Hälfte (55 Prozent), dass manche Mieter die Aussetzung ihrer Zahlungen beantragt haben.

Nicht mehr zahlen können oder wollen aber weniger die Wohnungsmieter als vielmehr Ladenbesitzer, Gastronomen und Büromieter: Bei über 60 Prozent der Wohnungsunternehmen haben Gewerbemieter bereits um Stundung gebeten. Das berichtete der Verband am Freitag. Im VdW sind hauptsächlich Wohnungsgenossenschaften und kommunale Vermieter Mitglied.

Absolute Zahlen hat der Verband nicht abfragen lassen, klar ist jedoch, dass der Trend nach oben geht. Im Sommer hatten erst 38 Prozent der VdW-Unternehmen gemeldet, dass Mieter Zahlungen stunden wollten.

Die finanziellen Folgen halten sich noch in Grenzen, da die Unternehmen bislang bei den Wohnungsmietern jeweils nur Einzelfälle melden. Allerdings fürchtet eine beträchtliche Zahl der insgesamt befragten 491 Vermieter bei den Gewerbemietern ausbleibende Zahlungen in den nächsten Monaten: 27 Prozent sehen laut Umfrage ein hohes oder sogar sehr hohes Risiko weiterer Ausfälle. Gekündigt wurde laut VdW bislang keinem Mieter.

Aufällig: die Pandemie drückt in manchen Mietshäusern offensichtlich mehr auf die Stimmung der Bewohner als in anderen: 17 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich das Miteinander in den Wohnanlagen verbessert hat, fast ein Viertel (24 Prozent) meldete dagegen stark oder sogar sehr stark verschlechterte Stimmung in ihren Häusern.

"Durch Homeoffice und den allgemeinen Lockdown sind die Menschen viel häufiger zuhause", sagte Verbandsdirektor Hans Maier. "Das Potential für Auseinandersetzungen, etwa über Lärm aus der Nachbarwohnung, steigt."

Update 18. Dezember, 6.51 Uhr: Kind mit Corona gestorben - Behörde: Kinder nach wie vor weniger gefährdet

Nach dem Tod einer Achtjährigen mit einer Corona-Infektion haben die Gesundheitsbehörden in Bayern betont, dass eine Infektion für Kinder nach wie vor nicht so gefährlich wie für ältere Menschen ist.

"Die bisherige Einschätzung zur Gefährlichkeit der Erkrankung bei Kindern bleibt derzeit unverändert", erklärte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

In der Altersgruppe zwischen 0 und 19 Jahren gibt es laut LGL-Statistik in Bayern mit dem jetzigen Opfer nur zwei Todesfälle.

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Update 17. Dezember, 16.20 Uhr: Nach "Mebis"-Ärger hängt Haussegen in Bayern-Koalition schief

Eine Lehrerin sitzt vor einem Computermonitor mit dem Programm "mebis – Landesmedienzentrum Bayern".
Eine Lehrerin sitzt vor einem Computermonitor mit dem Programm "mebis – Landesmedienzentrum Bayern".  © Armin Weigel/dpa

Wegen der technischen Probleme bei Bayerns digitaler Lernplattform Mebis hängt in der Bayern-Koalition von CSU und Freien Wählern kurz vor Weihnachten der Haussegen mächtig schief.

Der Chef der Landtagsfraktion der Freien Wähler, Florian Streibl, bezeichnete am Donnerstag die Kritik von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) als unfair und unpassend, die Aussagen zeugten von "mangelndem Verständnis". Er forderte die CSU auf, die Schärfe aus der Debatte zu nehmen.

"In einer Koalition arbeitet man zusammen und stellt sich keine gegenseitigen Ultimaten oder verteilt Schuldzuweisungen", sagte Streibl.

Darauf hätten die Freien Wähler im August, als Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) wegen der Corona-Test-Pannen schwer unter öffentlichem Beschuss standen, "selbstverständlich verzichtet".

Streibl nahm zudem den im Zentrum der Kritik stehenden Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in Schutz: Vor Piazolo habe die CSU mehr als sechzig Jahre lang ununterbrochen die Verantwortung für das Bildungsministerium gehabt. "Damit trägt auch sie eine erhebliche Mitverantwortung für die nun zutage tretenden Defizite bei der Digitalisierung des bayerischen Bildungswesens."

Die Retourkutsche ließ nicht lange auf sich warten: "Anstatt die Probleme zu lösen, rede man die Dinge schön», hieß es aus Regierungskreisen. Streibls Kritik sei ein "Zeugnis der Hilflosigkeit", welches "nur noch ratloses Kopfschütteln" hervorrufe.

Streibls Kritik geht zurück auf eine Forderung Herrmanns von diesem Mittwoch. Darin hatte er - wie am Montag auch Söder in seiner Rede im Landtag - erklärt, dass das Kultusministerium bis zum Ende der Weihnachtsferien am 10. Januar alle Störungen an der Lernplattform abzustellen habe.

Update 17. Dezember, 14.38 Uhr: Fallzahlen für München

Update 17. Dezember, 9.09 Uhr: Lernplattform Mebis startet erneut mit Schwierigkeiten

Bei der Lernplattform Mebis hat es am Donnerstag erneut Schwierigkeiten gegeben.

Aktuell meldeten sich viele Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig an, teilte das Service-Team am Morgen auf Twitter mit. "Dadurch kommt es leider zu langen Wartezeiten."

Bereits am ersten Tag des Lockdowns am Mittwoch mussten sich die Schülerinnen und Schüler über Mebis ärgern. Es kam zu langen Wartezeiten beim Einloggen.

Andere Nutzer flogen kurzerhand wieder aus dem System raus.

Update 17. Dezember, 8.30 Uhr: Corona lässt Durchschnittslohn in Bayern schrumpfen

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf das Lohnniveau in Bayern aus. So sank der durchschnittliche Bruttoverdienst im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Fürth mitteilte.

Beschäftigte in Vollzeit verdienten im dritten Quartal in Bayern durchschnittlich 4158 Euro - ohne Sonderzahlungen und bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38 Stunden.

Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Bei Banken und Versicherungen lag der Durchschnittsverdienst bei 5693 Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie im Gastgewerbe mit 2189 Euro.

Am stärksten betroffen von Verdiensteinbußen waren aufgrund coronabedingter Kurzarbeit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Luftfahrt (-37,9 Prozent), der Reisebranche (-24,6 Prozent) und bei den Beherbergungsbetrieben (-22,5 Prozent).

Update 17. Dezember, 8.23 Uhr: Pflegepool reaktiviert - Huml mit dringendem Appell an Pflegekräfte

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (45, CSU) appelliert an Pflegekräfte. (Archiv)
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (45, CSU) appelliert an Pflegekräfte. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (45, CSU) bittet alle Pflegekräfte eindringlich um Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

Alle Fachkräfte, die aktuell nicht in der Pflege arbeiteten und nicht zu einer Risikogruppe gehörten, sollten sich bitte zur freiwilligen Unterstützung der Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser melden, sagte Huml der Deutschen Presse-Agentur. "Denn jede helfende Hand zählt jetzt!"

Die Situation in den Pflegeeinrichtungen und den Krankenhäusern spitze sich weiter zu. "Die Pandemie trifft das Land und die beruflich Pflegenden mit noch viel größerer Wucht als im Frühjahr", berichtete Huml. Deshalb werde nun der Pflegepool, der den Einrichtungen damals viel Entlastung gebracht habe, reaktiviert.

Der Aufruf richtet sich diesmal sogar an einen noch breiteren Kreis als damals: Neben ausgebildeten Pflegekräften werden auch Pflegehilfskräfte und Menschen mit einer Ausbildung oder Erfahrung im Gesundheitswesen gesucht.

Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden.

Dort ist auch zu sehen, wo aktuell Bedarf an Helfern ist. Arbeitgeber bekommen einen finanziellen Ausgleich, wenn sie Mitarbeiter für einen Einsatz im Pflegepool freistellen.

Update 17. Dezember, 8.19 Uhr: OB Reiter: Entscheidung über Oktoberfest bis spätestens Juni

Die Entscheidung über das Oktoberfest 2021 soll bis spätestens Juni nächsten Jahres fallen. "Die Entscheidung, ob das Oktoberfest stattfinden kann, werden wir unter Berücksichtigung der notwendigen Planungsvorläufe dann im kommenden Jahr treffen, das kann im April sein, aber auch erst im Mai oder sogar Juni", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

"Natürlich kann ich verstehen, dass viele schon jetzt gerne wissen würden, ob die Wiesn nächstes Jahr stattfinden kann oder nicht", sagte Reiter weiter. "Aber keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt voraussagen, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt." Der OB äußerte sich dabei zurückhaltend. "Ich würde mich sehr freuen, wenn das Oktoberfest 2021 stattfinden kann". Aber das sei nur möglich, wenn die Corona-Lage weltweit es erlaube.

Das diesjährige Oktoberfest hatte Reiter gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 21. April abgesagt. Ein Fest in der Größe und mit der Internationalität bedeute in der Corona-Pandemie eine zu hohe Gefahr, hieß es zur Begründung. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen sonst zum größten Volksfest der Welt und feiern teils dicht gedrängt in den Bierzelten.

Wirte, Schausteller und Marktkaufleute bekommen in normalen Jahren im Frühjahr ihre Zulassung für das Volksfest und starten dann in die heiße Planungsphase.

Einen ausführlichen Bericht findest du >>> hier.

Update 17. Dezember, 8.03 Uhr: Theater wollen mit Videoangeboten zusätzliche Einnahmen erzielen

Theater ohne Zuschauer? Mit Video und VR-Brillen sollen Shows Einnahmen generieren können. (Symbolbild)
Theater ohne Zuschauer? Mit Video und VR-Brillen sollen Shows Einnahmen generieren können. (Symbolbild)  © 123RF/Andriy Bezuglov

Mit kommerziellen Videoangeboten wollen auch in Bayern einige Theaterhäuser in der Corona-Krise zusätzliche Einnahmen generieren. Das Augsburger Staatstheater hat deswegen nun eine eigene Mediathek im Angebot.

Kulturfreunde können einzelne Inszenierungen kaufen und sich daheim anschauen. Auch das Weihnachtskonzert der Augsburger Philharmoniker werde in diesem Jahr ausschließlich online präsentiert, teilte das Theater mit. Andere Bühnen wie die Bayerische Staatsoper in München haben ebenfalls solche kostenpflichtigen Video-on-Demand-Angebote.

Die Augsburger hatten bereits vor der Pandemie begonnen, klassische Inszenierungen mit Virtual Reality (VR) zu mischen. In der Krise hat das Theater die Erfahrung mit VR weiterentwickelt. Mittlerweile bietet die schwäbische Bühne fünf 3D-Produktionen an.

Interessenten aus ganz Deutschland können sich zum Anschauen eine VR-Brille für zwei Tage nach Hause bestellen.

Einen umfangreichen Bericht findest du >>> hier.

Update 17. Dezember, 7.39 Uhr: Söder hofft auf erste Corona-Impfungen in Bayern noch 2020

Noch im Dezember soll es zu den ersten Impfungen kommen. (Symbolbild)
Noch im Dezember soll es zu den ersten Impfungen kommen. (Symbolbild)  © picture alliance/SvenSimon

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft, dass noch in diesem Jahr mit den Corona-Impfungen in Bayern begonnen werden kann - und kündigte spezielle Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Impfpräparate vor Anschlägen an.

"Es ist eine große Hoffnung und eine gute Botschaft, das möglicherweise noch im Dezember geimpft werden kann", sagte der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) mit Blick auf die voraussichtliche europäische Zulassung des Biontech-Impfstoffes am 21. Dezember.

Die Berliner Senatsverwaltung als Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz hatte Mittwochabend mitgeteilt, dass sich die Bundesländer auf einen Beginn der Impfungen am 27. Dezember einstellen. Dies sei Ergebnis einer Schaltkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), hieß es auch aus Regierungskreisen. Die konkreten Impfstoff-Chargen müssen auch noch vom bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut geprüft werden.

Massenimpfungen seien die beste Langzeitstrategie gegen Corona, betonte Söder. "Der Schutz funktioniert eigentlich nur wirksam mit der Impfung." Die Logistik in Bayern sei startbereit: "Wir haben über hundert Impfzentren, und insgesamt 3000 Ärzte wollen zur Verfügung stehen", so Söder. "Das müsste ganz gut funktionieren, wenn der Impfstoff in Bayern noch in diesem Jahr kommt." Nach Angaben des Gesundheitsministeriums könnten täglich mehr als 30.000 Menschen in Bayern geimpft werden.

Weiter sagte der Regierungschef, man müsse den Impfstoff davor schützen, dass er geklaut oder zerstört werde. Es gebe im Netz "alle möglichen Drohungen".

Deutschland befinde sich in der schwierigsten Phase der ganzen Pandemie: "Aus der Seuchen-Geschichte weiß man, die zweite Welle ist immer die schlimmere, weil viele Menschen die Gefahr unterschätzen, wenn man die erste Welle gut überstanden hat", sagte Söder. "Jetzt sind wir weit über 20.000 Neuinfektionen am Tag, das können wir nicht mehr verkraften", sagte er zu den bundesweiten Zahlen.

Update 16. Dezember, 18.30 Uhr: Personalnotstand in fränkischen Krankenhäusern

Die Kommunen im Großraum Nürnberg haben wegen des Personalnotstands in den Krankenhäusern und beim Rettungsdienst einen Hilferuf an die Bevölkerung in Bayern gestartet.

Alle Infos gibt es >>> hier.

Update 16. Dezember, 17.23 Uhr: Passauer Arzt stellt Hunderte falsche Masken-Atteste aus

Ein Passauer Arzt soll mehrere Hundert falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht in der Corona-Krise ausgestellt haben.

>>> Hier geht es zum Artikel.

Update 16. Dezember, 17.20 Uhr: München plant wegen Corona mit höherer Neuverschuldung

Die bayerische Landeshauptstadt rechnet wegen der Corona-Krise für das kommende Jahr mit einer Nettoneuverschuldung in Höhe von 1,32 Milliarden Euro. Nach einer starken Entschuldung in den zurückliegenden Jahren steige der Schuldenstand damit auf rund 3,1 Milliarden Euro an, teilte Deutschlands drittgrößte Stadt am Mittwoch nach der Verabschiedung der Haushaltsplanung durch den Stadtrat mit.

"Wir erleben eine der schwersten Krisen seit der Nachkriegszeit, die auch im städtischen Haushalt tiefe Spuren hinterlassen wird", erläuterte Kämmerer Christoph Frey.

Die Gewerbesteuererträge seien durch die Krise eingebrochen, zugleich stiegen coronabedingt die Aufwendungen etwa im Sozialbereich an. Zudem liege das Investitionsvolumen auf einem sehr hohen Niveau. In der Summe "droht uns der nicht genehmigungsfähige Haushalt und eine Zwangsverwaltung durch die Regierung von Oberbayern".

Investitionen etwa in die Verkehrsinfrastruktur, in Krippen oder Schulen seien aber dennoch nötig, sagte Frey. Um einem weiteren Anstieg des Schuldenstandes bis Ende 2024 auf rund 7,3 Milliarden Euro vorzubeugen, müssten nun alle Ausgaben kritisch geprüft werden.

Update 16. Dezember, 15.15 Uhr: Bundesregierung prüft Corona-Hilfen auch für Brauerei-Gasthöfe

Die Bundesregierung prüft, wie auch jetzt geschlossene Brauerei-Gasthöfe in den Genuss von Hilfen kommen können.

"Wir suchen Möglichkeiten, wie hier auch Gerechtigkeit und An-die-Situation-Angepasstheit realisiert werden kann bei den November- und Dezemberhilfen", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag. Wirtschaftsminister Peter Altmaier wolle sich dies nochmals anschauen. "Wir haben ein hohes Interesse daran, dass traditionsreiche Unternehmen diese Brücken genauso bekommen wie Unternehmen, die noch nicht so lange existieren."

Der AfD-Abgeordnete Martin Sichert hatte zuvor kritisiert, dass Großkonzerne wie McDonald's oder Starbucks, die in Deutschland kaum Steuern zahlten, von den Hilfen massiv profitierten. Dagegen gingen mittelständische, familienbetriebene, Steuern zahlende Mischbetriebe wie Brauerei-Gaststätten leer aus.

Warum erhielten diese keine Förderung, wollte der Abgeordnete aus Nürnberg wissen. "Hält die Bundesregierung amerikanisches, industriell gefertigtes Junkfood für wichtiger wie selbst hergestellten, zarten Sauerbraten und selbst hergestelltes Bier?" Merkels Antwort: "Definitiv nicht!"

Update 16. Dezember, 14.45 Uhr: Neue Zahlen für München

In München wurden insgesamt 877 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 37.524 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 30.138 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 442 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 239,1.

Update 16. Dezember, 14.30 Uhr: Geschlossener Einzelhandel? Liefern ja - abholen nein!

Die wegen der Corona-Krise geschlossenen Einzelhandelsbetriebe dürfen ihren Kunden in Bayern keinen Abholservice anbieten.

Die in der Nacht zu Mittwoch veröffentlichte neue Verordnung zu den Maßnahmen gegen Corona verbietet dies explizit. Der Handel ist verärgert - auch weil andere Bundesländer es erlauben, dass Kunden Waren bestellen und dann abholen.

"Bei uns herrscht Unverständnis, große Wut und Kopfschütteln", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Mittwoch. "Was ist bei einem Buchhändler, der an der Türe bestellte Ware ausgibt, denn anders als bei Essen zum Mitnehmen?", fragt er. Bis zuletzt habe er gehofft, dass die Verordnung anders ausfallen werde, sei aber enttäuscht worden. Offenbar gebe es Sorgen, dass es an Baumärkten oder großen Möbelhäusern zu Aufläufen komme, vermutet Ohlmann. Doch das hätte sich mit Sicherheitspersonal und klaren Regeln organisieren lassen.

Die Unternehmen hätten ja ein großes Interesse, dass das klappe. Und auch an den vergangenen Tagen habe es trotz Andrang in den Innenstädten diszipliniert funktioniert.

So lasse man den Handel jetzt "am ausgestreckten Arm verhungern", kritisiert er.

Update 16. Dezember, 13.25 Uhr: Erste Testläufe im Würzburger Impfzentrum

Blick in eine Impfkabine im Nürnberger Corona-Impfzentrum auf dem Nürnberger Messegelände.
Blick in eine Impfkabine im Nürnberger Corona-Impfzentrum auf dem Nürnberger Messegelände.  © Daniel Karmann/dpa-POOL/dpa

Kanülen, Ampullen und Spritzen sind bereits geliefert: Trotz des fehlenden Corona-Impfstoffes haben im Würzburger Impfzentrum die ersten Testläufe begonnen.

Rund 1000 Impfungen pro Tag könnten dort stattfinden, sagte ein Sprecher der Stadt bei der Schlüsselübergabe am Mittwoch. Seinen Angaben zufolge ist das Würzburger Zentrum das größte freistehende in Bayern.

Bis der Impfstoff zur Verfügung steht, übt das Team die Abläufe: Check-In, Aufklärung, Impfung, Nachsorge, Check-Out. Durch die einzelnen Stationen wird in nur eine Richtung, im sogenannten Einbahnstraßensystem, gelotst. Die überdachte Leichtbauhalle in der Nähe der Würzburger Innenstadt wurde innerhalb von acht Tagen auf rund 4000 Quadratmetern fertiggestellt.

In Bayern gibt es nach bisherigem Stand etwa 102 Impfzentren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums könnten dort täglich mehr als 30.000 Menschen geimpft werden.

Zu Beginn der Impfphase sollen außerdem mobile Teams, insbesondere für die Impfung von Bewohnern aus Alten- und Pflegeheimen, zum Einsatz kommen. Rund 6000 Ärzte hätten sich im Freistaat bisher bereiterklärt, bei den Impfungen zu helfen. Es hängt von der Zulassung und der Auslieferung der Impfstoffe ab, wann mit den Impfungen gestartet werden kann. Die Finanzierung der Impfstoffe übernimmt der Bund. Die Kosten für den Betrieb der Impfstellen teilen sich Bund und Länder.

Bis zu 440 Standorte - von Sporthallen oder Hotels - sollen nach bisherigem Stand bundesweit für die Corona-Impfungen genutzt werden.

Update 16. Dezember, 13.13 Uhr: Alpenverein startet Kampagne zu Corona-Winter in den Bergen

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat eine Kampagne zu Verhaltensweisen beim Bergsport im diesjährigen Corona-Winter gestartet.

"Im ungesicherten winterlichen Gebirge ist alles anders", betonten die Verantwortlichen am Mittwoch und veröffentlichten unter dem Motto #NatürlichWinter Verhaltenstipps und Basiswissen zum Skitouren- und Schneeschuhgehen etwa auf unpräparierten Pisten.

Es zeichne sich ab, dass in den kommenden Wochen zahlreiche Menschen in den bayerischen Bergen unterwegs sein werden, hieß es. "Unter den vielen dortigen Aktiven werden auch zahlreiche Einsteigerinnen und Einsteiger sein." Einigen von ihnen dürfte nicht bewusst sein, dass sie für ihr Tun selbst verantwortlich seien und worauf sie sich einließen. So seien selbst Skigebiete im unpräparierten Zustand unter Umständen lawinengefährdet.

Als Richtschnur gibt der DAV deshalb das "FUN"-Prinzip aus: F für Freundlichkeit und Rücksicht, U für Umsicht etwa bei der Tourenplanung und N für Naturschutz etwa mit Blick auf die beliebten Nachttouren.

Update 16. Dezember, 11.48 Uhr: Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

Im Zeitraum von Dienstag 6 Uhr, bis Mittwoch 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München, um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen.

Über 1500 Kontrollen führten die Beamten in diesem Zeitraum durch. Dabei wurden 140 Verstöße angezeigt. In zwölf Fällen betraf es die Ausgangssperre.

Update 16. Dezember, 11.25 Uhr: Länger gebuchte Reisen während Ausgangssperre erlaubt

Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten am Münchner Hauptbahnhof.
Sicherheitsmitarbeiter der Deutsche Bahn kontrollieren zusammen mit Polizisten am Münchner Hauptbahnhof.  © Sven Hoppe/dpa

Länger gebuchte Zug- oder Flugreisen in den Nachtstunden sind trotz der nun landesweit geltenden nächtlichen Ausgangssperre ausnahmsweise erlaubt.

Wer also zwischen 21 und 5 Uhr zum Bahnhof oder Flughafen oder von dort nach Hause muss, muss laut Gesundheitsministerium keine 500 Euro Bußgeld fürchten.

Ein Ministeriumssprecher verwies am Mittwoch auf den gemeinsamen Appell von Bund und Ländern, angesichts der Corona-Pandemie in der Zeit bis 10. Januar von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Und angesichts der nächtlichen Ausgangssperre in Bayern seien Reisen "grundsätzlich so zu planen, dass die Zielwohnung bis 21 Uhr erreicht beziehungsweise der räumliche Geltungsbereich der Ausgangssperre verlassen ist".

Bei Reisen, die bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Verordnung an diesem Mittwoch gebucht worden waren, gilt aber eine Ausnahme: Wenn es bei solchen Reisen zwingend erforderlich ist, im Zeitraum zwischen 21 und 5 Uhr zum Flughafen oder zum Bahnhof oder von dort nach Hause unterwegs zu sein, dann liege ein "Ausnahmefall" vor, "der den Aufenthalt außerhalb einer Wohnung gestattet", erklärte der Sprecher.

Laut Corona-Verordnung ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum in den Nachtstunden aus einigen wenigen triftigen Gründen erlaubt, etwa in Notfällen oder für den Weg zur Arbeit. Eine Ausnahme gibt es aber demnach auch bei "ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen".

Und auch wer mit dem Zug Verspätung hat oder mit dem Auto im Stau steht, muss laut Ministerium kein Bußgeld fürchten.

"Wer sich unverschuldet (etwa wegen Verspätungen oder Verkehrsbehinderungen bei der Heimfahrt) im Zeitraum der Ausgangssperre noch außerhalb einer Wohnung aufhält, handelt dann nicht ordnungswidrig, wenn er sich unverzüglich in eine Wohnung begibt", erklärte der Sprecher.

Update 16. Dezember, 11.20 Uhr: Corona-Fall bei Würzburger Kickers: Zwei Spiele fallen aus

Nach einem Corona-Fall bei den Würzburger Kickers sind die beiden Zweitligaspiele gegen den FC St. Pauli am heutigen Mittwoch und beim SV Darmstadt 98 am Samstag abgesagt worden.

Wie die Unterfranken am Mittwoch mitteilten, ist ein Mitglied des Funktionsteams der Lizenzspieler-Mannschaft positiv auf Covid-19 getestet worden.

Das Gesundheitsamt Würzburg hat demnach für das Profi-Team "bis auf Weiteres" Quarantäne angeordnet.

Update 15. Dezember, 18.35 Uhr: Augsburger Brechtfestival wandert 2021 ins Netz

Das Augsburger Brecht-Festival wird 2021 ins Netz verlegt.

"Die Pandemie zeigt, welche Tragweite Ungleichheiten bekommen, wenn Krisen gemeistert werden müssen. Diskriminierung, die ungerechte Verteilung von Macht, Geld und Chancen: Dies alles wird durch Brecht deutlich thematisiert und schafft so für uns eine berührende Aktualität, die zum Handeln mahnt", begründete Kulturreferent Jürgen Enninger am Dienstag den Schritt.

Unter www.brechtfestival.de soll es vom 26. Februar bis zum 7. März zahlreiche Angebote geben, die speziell für diesen Anlass konzipiert worden sind. "Es ist uns gelungen, viele Künstlerinnen und Künstler, die wir zuvor angefragt hatten, auf eine netzbasierte Präsentationsform umzuorientieren", berichtete Festivalleiter Jürgen Kuttner. "Uns war aber wichtig, nicht ausschließlich Bühnenpräsentationen abzufilmen, sondern möglichst eigene künstlerische Beiträge zu schaffen."

Die Stadt Augsburg feiert seit 2010 jedes Jahr den dort geborenen Dichter Bertolt Brecht (1898-1956) mit unterschiedlichen Genres und Formaten. Auch im nächsten Jahr soll das Spektrum breit sein und von Hörspielen über Kurzfilme bis hin zu Live-Talks reichen.

Update 15. Dezember, 15.45 Uhr: Übergangene Kunst- und Kulturszene braucht schnelle Hilfe

Die Oppositionsfraktionen von Grünen, SPD und FDP im bayerischen Landtag und Branchenexperten haben die schwierige Situation der Kunst- und Kulturszene in der Corona-Krise angemahnt und schnelle Hilfe gefordert.

"Die Kultur ist mit Sicherheit hinten angestellt und vernachlässigt worden", sagte Volkmar Halbleib, kulturpolitischer Sprecher der Landtags-SPD, am Dienstag bei einer virtuellen Anhörung von Experten aus der Branche. "Da erkennt man schnell, dass große Ankündigungen da sind im bayerischen Freistaat, aber eine sehr schlechte Umsetzung."

Die Staatsregierung müsse unverzüglich konkrete Hilfen realisieren und insbesondere die Lage der Soloselbstständigen mehr in den Blick nehmen. Öffnungsperspektiven für die Zeit nach dem harten Lockdown müssten jetzt schon vorbereitet werden, betonte Halbleib. Auch der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Wolfgang Heubisch, sagte: "Wir müssen einen Kulturwandel in der Kultur schaffen, dass die Kultur einer der ganz wichtigen Bereiche in diesem Freistaat Bayern wird."

Schließlich fehle der Branche eine eigene übergeordnete Lobby. Einige Vertreter der Szene rechneten damit, dass Teile der Branche auch im gesamten Jahr 2021 noch nicht wieder wirtschaftlich arbeiten könnten.

Eine offizielle Sachverständigenanhörung zu dem Thema habe die schwarz-orange Staatsregierung bislang nicht auf die Tagesordnung gesetzt, kritisierte Susanne Kurz, kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag. "Wir haben den Willen und die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir auch noch eine offizielle Anhörung gemeinsam mit dem Wirtschaftsausschuss und dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst hinkriegen werden."

Update 15. Dezember, 14.55 Uhr: FC Bayern weist Stars auf Corona-Regeln im Weihnachtsurlaub hin

Der FC Bayern hat seine Stars vor der kurzen Winterpause auch in der Frage der Urlaubsgestaltung noch einmal auf die Anforderungen in der Coronavirus-Pandemie hingewiesen.

"Die Spieler wissen Bescheid, wir halten uns an die Regeln und Verordnungen, die es gibt. Da gibt es auch für uns keine Ausnahmen", sagte Trainer Hansi Flick am Dienstag. Flick wies darauf hin, dass Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Teamarzt Roland Schmidt in dieser Frage federführend seien. "Die Spieler wissen ganz klar, was sie dürfen und was nicht. Es gibt klare Vorgaben der Regierung", sagte der 55 Jahre alte Trainer.

Für die Münchner steht das letzte Spiel des Jahres am 19. Dezember an. Weiter geht es am 3. Januar mit einem Heimspiel gegen den FSV Mainz. Etwa vom 20. bis 28. Dezember dürfen sich die Triple-Sieger im Urlaub erholen.

Update 15. Dezember, 14.50 Uhr: Neue Zahlen für München

In München wurden insgesamt 527 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 36.647 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 29.736 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 432 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) demnach nun 185,7 - das LGL meldet jedoch 216,14.

Update 15. Dezember, 14.10 Uhr: Einreisende Nicht-EU-Bürger brauchen negativen Corona-Test

Für die Einreise nach Bayern müssen den Worten von Ministerpräsident Markus Söder zufolge alle Nicht-EU-Bürger einen negativen Corona-Test vorlegen.

"Jetzt ist die Zeit für klare Regelungen und nicht für Ausnahmen", sagte der CSU-Chef am Dienstag in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag zur Corona-Krise. EU-Bürger müssten nach ihrer Einreise in Quarantäne und könnten sich frühestens nach fünf Tagen frei testen lassen. Verstöße gegen die Quarantänepflicht würden hart bestraft - der Bußgeldkatalog sieht dafür eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Söder betonte, dass Reiserückkehrer aus dem Ausland im Frühjahr und im Sommer ein Hauptrisiko für die Verbreitung des Virus gewesen. "Deshalb sollten wir jetzt besonders vorsichtig sein." Söder appellierte an die Menschen, geplante Urlaubsreisen kritisch zu hinterfragen und besser zu Hause zu bleiben. Es sei daher auch wichtig, von Nicht-EU-Bürgern einen verpflichtenden Negativtest zu verlangen, wie es ihm Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgeschlagen hatte.

Ab wann die Regelung gelten soll, sagte Söder zunächst nicht. Bereits am Montag hatte Söder angekündigt, bezüglich der Lage an den Grenzen noch in dieser Woche das Gespräch mit dem Bund suchen zu wollen.

Update 15. Dezember, 14 Uhr: Bischöfe erbitten für Christmetten Ausnahme von Ausgangsbeschränkung

Die katholischen Bischöfe und Erzbischöfe in Bayern haben für Heiligabend um eine Ausnahme für die "schmerzhafte Entscheidung der Ausgangssperre" gebeten.

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Update 15. Dezember, 13.55 Uhr: Gut gefüllte Innenstädte am letzten Shoppingtag vor Weihnachten

Am letzten Shoppingtag vor Weihnachten hat bei vielen Händlern in Bayern noch einmal die Kasse geklingelt.

"Es ist wie erwartet viel los - deutlich mehr als normalerweise", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Dienstag. "Viele Menschen kaufen noch auf den letzten Drücker Weihnachtsgeschenke." Oft würden auch Gutscheine, gewählt, weil die Kunden nicht viel Zeit zum Aussuchen hätten.

Seit Sonntag ist klar, dass ab Mittwoch zur Eindämmung der Corona-Pandemie viele Läden schließen müssen. Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen offen bleiben. Dadurch blieben vielen Menschen nur noch Montag und Dienstag für den Geschenkekauf im stationären Handel. Der Andrang war dabei am Montag tendenziell etwas höher, sagte Ohlmann. Allerdings gab es je nach Stadt große Unterschiede.

In der Münchner Innenstadt bildeten sich um die Mittagszeit teils lange Schlangen vor einigen Geschäften. Die zentrale Fußgängerzone war gut besucht, allerdings nicht überfüllt.

Update 15. Dezember, 13.40 Uhr: Große Nachfrage nach Gratis-Masken in Bayerns Apotheken

Ein Kunde hält in einer Apotheke FFP2-Masken, welche er im Rahmen der kostenlosen Ausgabe an Risikogruppen erhalten hat.
Ein Kunde hält in einer Apotheke FFP2-Masken, welche er im Rahmen der kostenlosen Ausgabe an Risikogruppen erhalten hat.  © Christoph Soeder/dpa

Zum Auftakt der Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken an Menschen aus Corona-Risikogruppen war der Andrang in vielen bayerischen Apotheken groß.

Während einige Betriebe nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) alle Abholer versorgen konnten, meldeten mehrere Inhaber schon am späten Dienstagvormittag, dass die Vorräte ausgegeben seien.

Ein Sprecher des BAV nannte als Ursache die "sehr kurze Vorlaufzeit" für die Apotheken. Zudem gebe es Verzögerungen bei den Lieferungen der Hersteller.

"Wir gehen aber davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Tagen flächendeckend normalisieren und damit merklich entspannen wird."

Der BAV betonte aber auch, dass über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen noch bis zum 6. Januar je drei Masken kostenlos in Apotheken erhalten. Wer Anspruch auf die Masken habe, müsse diese also "nicht unbedingt gleich heute" abholen, sagte der Sprecher.

Bis zu den Feiertagen sei noch ausreichend Zeit.

Update 15. Dezember, 13.30 Uhr: Söder muss die Notbremse ziehen - Rekord-Todeszahl in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den harten Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus als unausweichlich bezeichnet.

"Wir müssen die Notbremse ziehen", sagte Söder am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in München. "Wenn wir jetzt nicht konsequent runterfahren, sind die Schäden enorm groß, und das wollen und werden wir nicht verantworten."

Der Regierungschef fügte hinzu: "Hier stehen wir, und wir können nicht anders."

Nach Angaben Söders wurde mit 126 Toten binnen 24 Stunden zuletzt die höchste Zahl an Todesfällen gezählt, die es wegen Corona in Bayern je gegeben habe. "Alle 17 Minuten stirbt in Bayern ein Mensch."

Söder warnte erneut: "Corona gerät außer Kontrolle." Er betonte: "Die Lage wird von Tag zu Tag dramatischer, und zwar überall in Deutschland."

Söder betonte, dies sei kein Alarmismus und keine Panikmache, aber: "Corona ist die Katastrophe unserer Zeit."

Er appelliere deshalb an alle, im Kampf gegen Corona mitzuziehen. "Wer Corona immer noch im parteipolitischen Klein-Klein behandelt, der macht sich mitverantwortlich dafür, dass wir die Situation nicht entkräften und verbessern können."

Update 15. Dezember, 11.50 Uhr: Kultusministerium: Distanzunterricht bleibt weiterhin möglich

In einer Scule liegt während einer Unterrichtsstunde einer zehnten Klasse ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Tisch einer Schülerin.
In einer Scule liegt während einer Unterrichtsstunde einer zehnten Klasse ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Tisch einer Schülerin.  © Uli Deck/dpa

Distanzunterricht bleibt in Bayern auch auf der dreitägigen Zielgeraden zu den Weihnachtsferien möglich. Das hat das Kultusministerium am Dienstag ausdrücklich klargestellt.

Man habe sich - abgesehen von den Abschlussklassen - bewusst gegen verpflichtenden Distanzunterricht entschieden, erklärte das Ministerium, "auch, um in der besonderen Lage kurz vor Weihnachten etwas Druck von allen Beteiligten zu nehmen".

Die Lehrkräfte stellten in jedem Fall Materialien zum Vertiefen, Üben und Wiederholen bereit und seien für Schüler weiterhin erreichbar.

Aber selbstverständlich könne die Schule dabei, je nach Gegebenheiten vor Ort, "auch alle digitalen Formen und Strukturen des Distanzunterrichts nutzen", betonte das Ministerium, also etwa Videokonferenzen, MS Teams, die Lernplattform mebis, die Schulcloud, E-Mails oder ähnliches.

Für Aufregung hatte ein Schreiben des Ministeriums vom Montag gesorgt, in dem es für alle Jahrgangsstufen mit Ausnahme der Abschlussklassen unter anderem hieß: "Distanzunterricht findet in den betreffenden Klassen nicht statt."

Die Landtags-FDP forderte nun den >>>Rücktritt von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Update 15. Dezember, 10.40 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln im Landtag: Minister spenden je 250 Euro

Für ihren peinlichen Verstoß gegen die Corona-Regeln im bayerischen Landtag spenden Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer je 250 Euro für einen guten Zweck.

Die beiden CSU-Politiker hatten in der vergangenen Woche in der Gaststätte des Landtags das Abstandsgebot missachtet und mit den drei Abgeordneten Petra Loibl, Harald Kühn und Andreas Jäckel (alle CSU) an einem Tisch zu Mittag gegessen. Ein Sprecher des Landtags bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Die Corona-Schutzregeln im Landtag sehen vor, dass es bei Verstößen zunächst eine Anhörung gibt und erst für den Wiederholungsfall ein Zwangsgeld von 250 Euro fällig wird. Bei weiteren Wiederholungen etwa durch notorische Maskenverweigerer könnte das Zwangsgeld dann auch noch verdoppelt werden. Die fünf CSU-Politiker haben sich nun bereits vor der Anhörung reumütig gezeigt und gegenüber Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) erklärt, jeweils 250 Euro spenden zu wollen.

Die Landtagsgaststätte ist wegen Corona derzeit eigentlich geschlossen, im Maximilianeum wird nur eine "Essen-to-go-Kantine" betrieben.

Wer aber kein eigenes Büro hat, darf dennoch an einem der Tische Platz nehmen - allerdings nur maximal zwei Personen pro Tisch.

Update 15. Dezember, 6 Uhr: Bayerns Landtag führt den Freistaat in den Corona-Lockdown

Kaum hat im Landtag die Weihnachtspause begonnen, ist sie auch schon wieder zu Ende. Der Grund, wie könnte es im Krisenjahr 2020 anders sein, ist mal wieder das Coronavirus. Auf die Abgeordneten wartet eine Abstimmung mit drastischen Folgen für alle Menschen in Bayern.

Nur fünf Tage nach der letzten turnusmäßigen Sitzung des bayerischen Landtags in diesem Jahr treffen sich die Abgeordneten wegen der Corona-Krise wieder im Maximilianeum. Auf der Tagesordnung der Sondersitzung steht dabei die bisher drastischste Kampfansage gegen das Coronavirus: der harte Lockdown.

Nachdem das Kabinett die Verschärfungen in der Corona-Strategie bereits beschlossen hat, muss nun auch der Landtag dem noch zustimmen. Dazu wird der Kabinettsbeschluss als Antrag von CSU und Freien Wählern ins Plenum eingebracht.

Zuvor will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung für den Kurs werben.

Update 14. Dezember, 16.24 Uhr: Bayerns Apotheken für Ausgabe von Gratis-Masken gerüstet

Bayerns Apotheken sind nach Angaben des Inhaberverbands gut auf die Ausgabe kostenloser FFP2-Masken an Menschen aus Corona-Risikogruppen vorbereitet, die voraussichtlich am (morgigen) Dienstag beginnt.

«Wir gehen davon aus, dass das funktionieren wird», sagte ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) am Montag.

Der Sprecher betonte, die Apotheken hätten seit Mitte vergangener Woche Vorräte bestellt und könnten anhand der Zahl chronisch kranker Stammkunden abschätzen, wie viele Masken sie bräuchten. Nach Angaben der Bayerischen Landesapothekerkammer kann es in manchen Apotheken aber noch bis Mittwoch oder Donnerstag dauern, bis die bestellten Masken ankommen.

Auch deshalb sei es «wichtig, dass nicht schon morgen alle Bezugsberechtigten auf Biegen und Brechen versuchen, ihre drei Masken zu bekommen», hieß es vom BAV. Apotheken seien schließlich nicht vom Lockdown betroffen, daher sei die Abholung der Gratis-Masken bis zu den Weihnachtsfeiertagen möglich.

Als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Corona-Krankheitsverläufe hat der Bund die Ausgabe der Masken für diesen Winter beschlossen. Im ersten Schritt sollen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen von Dienstag an drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist dann noch Zeit bis zum 6. Januar.

Update 14. Dezember, 16.17 Uhr: Schüler bekommen im Lockdown Angebote zum "Distanzlernen"

Während der landesweiten Schulschließungen in Bayern will die Staatsregierung Angebote für sogenanntes "Distanzlernen" zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des bundesweiten harten Corona-Lockdowns und der kompletten Einstellung des Präsenzunterrichts ab Mittwoch (16. Dezember) setze man verstärkt den Fokus auf "selbstständiges Wiederholen, Üben und Vertiefen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag nach einer Kabinettssitzung in München. Bestimmte Gruppen wie Abschlussklassen oder berufliche Schulen sollen aber bis zum letzten Schultag vor den Ferien (18. Dezember) von Lehrern direkt gestalteten Distanzunterricht bekommen.

Piazolo wies darauf hin, dass das «Distanzlernen» schulart- und altersspezifisch flexibel zu gestalten sei: "Sie können natürlich anders agieren, wenn Sie einen 16-Jährigen vor sich haben, als wenn Sie einen Zweitklässler unterrichten." Die Staatsregierung werde entsprechende Kontakt- und Feedbackmöglichkeiten für alle Schüler und Eltern schaffen.

Piazolo stellte außerdem eine Notbetreuung für Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen können, für die Zeit bis zu den regulären Weihnachtsferien (22. Dezember) in Aussicht.

Update 14. Dezember, 15.05 Uhr: Aiwanger hofft auf Corona-Lockerungen im Januar

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hofft auf eine Lockerung des Corona-Lockdowns im Januar - will aber für nichts garantieren.

Die Maßnahmen seien natürlich sehr unpopulär, sagte Aiwanger nach einer Kabinettssitzung am Montag in München. Man müsse diese aber mittragen, weil die aktuellen Infektionszahlen keine andere Wahl ließen. «Gott sei Dank ist jetzt Montag und Dienstag noch offen, so dass eben die Menschen ihre nötigsten Weihnachtseinkäufe noch erledigen können und nicht am Ende ohne Weihnachtsgeschenk dastehen», fügte der Minister hinzu.

Ziel für Januar sei es, dass man «möglichst bald möglichst viele Dinge wieder öffnen» könne, sagte der Vize-Ministerpräsident. «Wir können nichts versprechen, aber wir streben es an.»

Update 14. Dezember, 15.02 Uhr: Piazolo und Trautner: Notbetreuung für alle, die sie brauchen

Während der landesweiten Schul- und Kita-Schließungen in Bayern wird es aus Sicht der Landesregierung großzügige Notbetreuungsmöglichkeiten geben.

Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Montag in München an. An den Schulen soll es eine Notbetreuung für Kinder der Jahrgangsstufen eins bis sechs geben, sowie für Schüler der Förderschulen und Kinder mit Behinderungen. Man werde die Notbetreuung sehr großzügig handhaben, sagte Piazolo.

Trautner versicherte, man werde «eine gute, unbürokratische Lösung ermöglichen». «Eltern, die unbedingt eine Betreuung für ihr Kind brauchen, die die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, können ihre Kinder weiterhin betreuen lassen.» Das gelte insbesondere für Eltern, die einer Erwerbstätigkeit nachgingen, die keinen Urlaub mehr hätten und keine anderen Möglichkeiten sähen. Man verzichte auch bewusst auf die Definition einzelner Berufsgruppen.

Und auch Kinder, die einen speziellen Betreuungsbedarf haben, Kinder mit Behinderungen oder Kinder, deren Betreuung vom Jugendamt angeordnet ist, dürfen laut Trautner ebenfalls weiter betreut werden.

Update 14. Dezember, 14.47 Uhr: 397 neue Fälle in München

Update 14. Dezember, 14.33 Uhr: Kirchgänger sollen an Weihnachten bis 21.00 Uhr wieder zu Hause sein

Auch an Weihnachten sollen Kirchgänger nicht nach 21.00 Uhr auf Bayerns Straßen unterwegs sein.

Es wäre gut, wenn die Gottesdienste so geplant würden, «dass die Menschen um 21.00 Uhr wieder zu Hause sein könnten», sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Er kündigte ab, dass die Staatsregierung darüber nun mit den Kirchen sprechen werde. In der Praxis würde dies bedeuten, dass etwa Christmetten deutlich vorverlegt werden müssen, da sie traditionell meist erst um Mitternacht, in vielen Pfarrgemeinden aber auch schon um 22.00 oder 23.00 Uhr beginnen.

Herrmann betonte, dass die «nächtliche Ausgangssperre» wichtig sei, um die Zahl der Kontakte insgesamt zu reduzieren. «Es soll sich das ganze Leben nach 21.00 Uhr draußen beruhigen, insofern keine Mobilität», sagte Herrmann.

Er betonte, eine eineinheitliche Umsetzung auch an den Weihnachtstagen sei zudem wichtig, damit die Regeln «letztendlich auch gerecht» blieben.

Update 14. Dezember, 14.21 Uhr: Bayern fordert Corona-Testpflicht für Einreisende an Außengrenzen

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fordert Bayern vom Bund die Einführung einer Testpflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen.

«Wir brauchen am besten eine nationale Regelung, denn ich mache mir große Sorgen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die trotz der Pandemie vielen geplanten Reisen in den kommenden Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Themen Grenze und Urlaubsrückkehrer müssten «sehr ernst» genommen werden.

Söder erinnerte daran, dass Grenzgänger und Urlaubsrückkehrer bereits im Sommer nach den Ferien immer wieder das Virus nach Bayern eingetragen hätten. Auch jetzt zeige sich, dass in den Grenzgebieten die Ansteckungszahlen besonders hoch seien - nicht nur in Bayern. «Die jetzige Rechtslage ist bei der Bundesebene so, dass ist sozusagen eine Quarantäne-Pflicht gibt», sagte Söder.

Verstöße seien zwar mit einem Bußgeld belegt, gleichwohl wolle Bayern noch in dieser Woche mit den Bund noch einmal diskutieren, ob nicht auch eine Testpflicht vereinbart werden könne.

Update 14. Dezember, 14.05 Uhr: 500 Euro Bußgeld für Verstöße gegen bayernweite Ausgangssperre

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts zu einer Pressekonferenz.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts zu einer Pressekonferenz.  © Sven Hoppe/dpa

Wer ab Mittwochabend 21.00 Uhr ohne triftigen Grund in Bayern auf der Straße unterwegs ist, muss mindestens ein Bußgeld von 500 Euro zahlen.

Das Kabinett hat am Montag in seiner Sitzung in München eine entsprechende Erweiterung des Bußgeldkatalogs beschlossen. «Wir machen eine Ausgangssperre ab 21.00 Uhr für ganz Bayern», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Es sei wichtig, den Lockdown ernst zu nehmen und die Zahl der Kontakte zu reduzieren. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner inzwischen bayernweit über 200 liege, sei Bayern letztlich flächendeckend ein Hotspot.

Dies zeige, wie wichtig die Ausweitung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkung sei.

Update 14. Dezember, 14.04 Uhr: Bayerisches Kabinett beschließt Lockdown ab Mittwoch

Das Kabinett hat den Lockdown ab Mittwoch mit Geschäfts-, Schul- und Kitaschließungen formal beschlossen.

«Wir fahren runter», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Montag in München. Das Enddatum ließ er ausdrücklich offen. Zunächst gelte zwar alles bis 10. Januar. Söder sagte aber: «Ob der 10. Januar das Enddatum ist, kann keiner versprechen, das wird sehr von uns allen abhängen.» Er glaube persönlich aber nicht, «dass am 10. Januar alles vorbei ist».

Zudem beschloss das Kabinett landesweit verschärfte Ausgangsbeschränkungen in der Nacht. Zwischen 21.00 und 05.00 Uhr darf die Wohnung dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen verlassen werden.

Auch dies soll nach Worten Söders zunächst bis 10. Januar gelten.

Update 14. Dezember, 13.30 Uhr: Eilantrag gegen nächtliche Ausgangsbeschränkung abgelehnt

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat einen Eilantrag, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hotspots vorläufig außer Vollzug zu setzen, abgelehnt.

Das teilte das Gericht am Montag mit. Gestellt hatte den Antrag ein Münchner, der sich in seinen Grundrechten verletzt sah, weil die Regelung auch das nächtliche Joggen und die Fahrt zu seiner Zweitwohnung beschränke.

Die Regelung der 10. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung umfasst Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200, in denen Menschen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nur aus wenigen triftigen Gründen ihre Wohnung verlassen dürfen. Diese Maßnahme ist dem Senat zufolge rechtmäßig. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sei die Regelung erforderlich, weil andere Strategien wie der Teil-Lockdown die Zahl der Neuinfektionen nicht reduziert hätten.

Einen Verstoß gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz sah das Gericht nicht. Es gehe darum, Gefahren für Leib und Leben abzuwenden. Außerdem handele es sich bei der Ausgangsbeschränkung nicht um eine Freiheitsentziehung. Der Beschluss des Senats ist unanfechtbar.

Am Sonntag hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass ab 16. Dezember bayernweit nachts verschärfte Ausgangsbeschränkungen gelten sollen. Dies war bisher nur in Hotspots mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen vorgeschrieben.

Update 13. Dezember, Fallzahlen für München

Update 13. Dezember, 14.15 Uhr: Schärfere Besuchsregeln in Heimen und Distanzunterricht in Landshut

Angesichts steigender Corona-Zahlen gelten in Landshut ab Sonntag schärfere Regelungen für Besuche in Senioren- und Pflegeheimen.

Besucher dürfen nach Angaben der Stadt höchstens eine halbe Stunde bleiben, anschließend muss der Besuchsraum mindestens fünf Minuten gelüftet werden. Besuche in Krankenhäusern seien nur noch mit FFP2-Maske erlaubt.

Ab Montag müssen zudem alle Schüler ab der 6. Klasse zuhause bleiben, außer sie besuchen eine Sonderschule oder Abschlussklasse. An Versammlungen wie Demonstrationen dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen. Bei Gottesdiensten ist die Teilnehmerzahl in Gebäuden auf 100 Personen und im Freien auf 200 Personen begrenzt. Alle Regelungen sollen vorerst bis zum 5. Januar gelten.

Grund für die Maßnahmen sind die steigenden Infektionszahlen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für Landshut am Sonntag mehr als 309 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohnern.

Update 13. Dezember, 12.12 Uhr: Söder: Schulen und Kitas zu, nächtliche Ausgangssperre in ganz Bayern

Landesvater Markus Söder verteidigt die härteren Maßnahmen.
Landesvater Markus Söder verteidigt die härteren Maßnahmen.  © Sven Hoppe/dpa

In Bayern werden von Mittwoch (16. Dezember) an alle Schulen und Kitas geschlossen.

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag nach telefonischen Beratungen von Bund und Ländern als "klare Regelung" an. Es werde dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben, und Eltern sollten bezahlten Urlaub nehmen können. Zudem kündigte Söder strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern an.

Bislang habe man eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 umgesetzt - da der Freistaat nun aber insgesamt über diesem Wert liege, werde man das jetzt «für ganz Bayern machen», sagte Söder. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Den von Bund und Länder vereinbarten harten Lockdown ab 16. Dezember in ganz Deutschland nannte Söder alternativlos. «Corona ist eine Katastrophe, die unser Leben mehr betrifft als jede Krise, die wir in den letzten 50 Jahren zuvor hatten», sagte er. «Wenn wir nicht aufpassen, wird Deutschland schnell das Sorgenkind in ganz Europa. Deswegen mussten und müssen wir handeln.» Die Lage bei den Neuinfektionen sei außer Kontrolle geraten, daher müsse die Politik konsequent handeln. Daher laute das Motto ganz oder gar nicht.

Bayern werde die von Bund und Länder beschlossenen Maßnahmen "maximal umsetzen", sagte Söder. Der bisherige Teil-Lockdown habe eine Wirkung gehabt, letztlich habe die Medizin nicht ausgereicht. Man dürfe nicht aus Bequemlichkeit vor notwendiger Konsequenz zurückschrecken.

Update 13. Dezember, 10.59 Uhr: Geburtstagsfeier mit 23 Freunden - jede Menge Anzeigen

Ein junger Mann aus Wallgau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) hat die Warnungen vor Corona in den Wind geschlagen und mit 23 Freunden seinen Geburtstag gefeiert.

Anwohner hatten die Polizei informiert, dass sich mehrere Personen in einer Garage zu einer Party getroffen hätten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als die Beamten eintrafen, waren 24 Feierende im Alter zwischen 19 und 27 Jahren in der Garage.

Die Beamten lösten die Party am Samstagabend auf, der Gastgeber und seine 23 Freunde erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update 13. Dezember, 10.54 Uhr: Kanzlerin und Länderchefs beraten über Lockdown ab 16. Dezember

Folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel (r., CDU) dem Drängen von Markus Söder (CSU) nach härteren Maßnahmen? (Archiv)
Folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel (r., CDU) dem Drängen von Markus Söder (CSU) nach härteren Maßnahmen? (Archiv)  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Bund und Länder beraten über schärfere Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Am Sonntagvormittag schalteten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Videokonferenz zusammen.

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen steht Deutschland vor einem mehrwöchigen harten Lockdown, der voraussichtlich deutlich vor Weihnachten beginnen soll.

In einem am Sonntagmorgen vom Kanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom kommenden Mittwoch (16. Dezember) bis zum 10. Januar zu schließen. Der der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorliegende Entwurf trägt die Datumszeile 13. Dezember, 7.46 Uhr.

Für den Zeitraum vom 16. Dezember bis 10. Januar empfiehlt der Entwurf deutliche Kontakteinschränkungen auch an Schulen und Kitas, Kinder sollen in dieser Zeit möglichst zu Hause betreut werden.

Zu dem Paket gehören zudem ein Verkaufsverbot für Silvesterböller und ein Verbot, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, das dem Entwurf zufolge ebenfalls vom 16. Dezember bis 10. Januar gelten soll.

Update 13. Dezember, 10.23 Uhr: Erzbischof Schick: Lockdown als Wüstenerfahrung einen Sinn geben

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, dem Lockdown einen Sinn zu geben.

In seiner Predigt am Sonntag verwies er auf Jesus, der sich selbst 40 Tage lang in die Wüste zurückgezogen habe. "Wenn wir den Lockdown als Wüstenzeit im geistigen Sinne verstehen, dann wird daraus Energie für die Seele und Kraft für ein gutes Leben", sagte Schick laut einer vorab verbreiteten Mitteilung in Bamberg.

Die Einschränkungen wegen des Coronavirus sollten deswegen nicht bloß ertragen, sondern genutzt werden - zum Beispiel zur Besinnung, zum Gebet oder zum Lesen.

Update 13. Dezember, 10.15 Uhr: Corona-Inzidenzwert für Bayern über 200

Immer mehr Regionen knacken die 200er-Marke und erleben einen schärferen Shutdown. (Symbolbild)
Immer mehr Regionen knacken die 200er-Marke und erleben einen schärferen Shutdown. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Bayern hat den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten.

Das Robert Koch-Institut meldete am Sonntag 200,2 neue Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Mehr als 3800 Neuinfektionen hatte es demnach im Freistaat von Samstag auf Sonntag gegeben. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, wurde binnen 24 Stunden bayernweit mit 36 angegeben.

Für Kommunen und Landkreise, die den Schwellenwert von 200 überschritten haben, gelten in Bayern automatisch strengere Regelungen. Dazu zählen nach Angaben des RKI nun auch Weiden in der Oberpfalz und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Dort müssen Schüler ab der 8. Klasse zuhause bleiben, außer sie besuchen eine Förderschule oder Abschlussklasse. Musik- und Fahrschulen müssen schließen, auf Märkten dürfen nur noch Lebensmittel verkauft werden.

Außerdem gelten von 21 bis 5 Uhr verschärfte nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

Update 13. Dezember, 7.38 Uhr: Lieber mal nicht in den Gottesdienst - Andachtspaket für zu Hause

Im Internet können sich Gläubige verschiedene Inhalte anhören und ansehen. (Symbolbild)
Im Internet können sich Gläubige verschiedene Inhalte anhören und ansehen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Wer aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus an Weihnachten lieber den Gottesdienst meidet, kann seine ganz persönliche Andacht auch zu Hause feiern.

Die Benediktinerabtei Münsterschwarzach (Landkreis Kitzingen) etwa bietet dafür ein Weihnachtspaket an. Enthalten sind ein Bronze-Engel aus der Klostergoldschmiede, ein Speckstein-Stern und ein liturgisches Heft für Andachten in den eigenen vier Wänden.

"Beginnend mit Donnerstag, 17. Dezember, sind darin Gebete, Bibeltexte und Betrachtungen aufgeführt, mit denen ein Hausgottesdienst im Familienkreis gefeiert werden kann", teilte die Abtei mit. Auch andere Kirchengemeinden in Bayern bieten derartige Ideen an oder veranstalten Gottesdienste unter freiem Himmel.

Im Internet können sich Gläubige auf den Webseiten der Abtei Münsterschwarzach Audio- und Videodateien mit benediktinischen Gesängen und Gedanken anhören und ansehen. Ein Segen von Abt Michael Reepen schließe jede Andacht ab. Als Ersatz für den Weihnachtsgottesdienst will das Kloster die Initiative aber nicht verstanden wissen. Vielmehr soll es Hilfe denjenigen bieten, die keinen Gottesdienst besuchen können oder aus Angst vor dem Coronavirus nicht wollen.

Ganz bewusst seien einzelne Elemente der Münsterschwarzacher Stundenliturgie ausgewählt und auf die Hausandachten übertragen worden. Die Christmette der Abtei am 24. Dezember (22.45 Uhr) soll live im Internet zu sehen sein. In der Abtei in Mainnähe leben seit mehr als 1200 Jahren Benediktiner. Pater Anselm Grün zählt wohl zu den bekanntesten bundesweit. Er gilt mit mehr als 300 Büchern und einer geschätzten Auflage von 20 Millionen Exemplaren als meistgelesener christlicher Autor im deutschsprachigen Raum.

Bayernweit sollen in vielen Orten Freiluftgottesdienste stattfinden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, etwa in Niederwerrn (Landkreis Schweinfurt). Auch dort soll es eine Andacht zum Mitnehmen geben.

In Hallstadt (Landkreis Bamberg) sind für den Heiligen Abend viertelstündige Kurzandachten vor der Krippe geplant. Diese Andachten sollen auch auf die Gemeindewiese übertragen werden.

Update 13. Dezember, 7.21 Uhr: Rund 560.000 Kontrollen von Corona-Auflagen in drei Monaten

In drei Monaten haben die Beamten in Bayern über 550.000 Kontrollen wegen der Anti-Corona-Maßnahmen verzeichnet. (Symbolbild)
In drei Monaten haben die Beamten in Bayern über 550.000 Kontrollen wegen der Anti-Corona-Maßnahmen verzeichnet. (Symbolbild)  © Patrick Seeger / dpa_lsw

Von September bis November hat die Polizei in Bayern rund 560.000 Kontrollen zur Einhaltung der Anti-Corona-Maßnahmen vorgenommen.

Damit liegt die Zahl deutlich unter derjenigen der Vormonate in der Pandemie. Nach Angaben des Innenministeriums auf Anfrage der SPD im Landtag registrierte die Polizei für den September 151.496 Kontrollen, für den Oktober 173.154 und für den November 235.438.

Zum Vergleich: Allein im April waren es knapp 740.000 Kontrollen. Im Juli und August, als die meisten Beschränkungen wieder aufgehoben waren, waren es dann nur noch etwas über beziehungsweise unter
160 000 Überprüfungen.

In der Zahl sind Kontrollen der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, der Maskenpflicht, von Ladengeschäften, Versammlungen und Gastronomie enthalten. Das Innenministerium wies darauf hin, dass dies lediglich annäherungsweise Angaben seien, denn Personenkontrollen würden nicht grundsätzlich dokumentiert. Zudem kann sich hinter einer Kontrolle auch die Überprüfung mehrerer Personen verbergen.

"Höhere Infektionszahlen und mehr Todesfälle als bei der ersten Welle - aber deutlich weniger Kontrollen im öffentlichen Raum, das gibt keinen Sinn", sagte der SPD-Abgeordnete und Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher zur Entwicklung. Staatliche Regelungen seien nur wirksam, wenn sie nachhaltig kontrolliert und effektiv durchgesetzt würden. "Die hinreichende Überwachung der Bestimmungen dient der Eindämmung des Infektionsgeschehens."

Seitdem es in Bayern wegen der Corona-Krise Auflagen zum Infektionsschutz gibt, seien zudem bis Ende November 84.463 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Vorgaben ergangen. Knapp 40 Prozent davon fielen ebenfalls auf den Monat April - die meisten wegen unzulässiger Menschenansammlungen und nicht beachteter Maskenpflicht.

Update 12. Dezember, 15.50 Uhr: Söder bekräftigt Forderung nach bundesweitem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Forderung nach einem schnellen Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekräftigt.

"Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Wir brauchen einen kompletten Lockdown", sagte der CSU-Parteivorsitzende der "Welt am Sonntag".

"Die Zahlen sind so schlimm wie nie. Wir dürfen uns nicht mehr in Einzelmaßnahmen verheddern", betonte Söder. "Wir müssen das Land zum Schutz unserer Bevölkerung jetzt klug runterfahren. Nur so bekommen wir Corona in den Griff."

Angesichts der hohen Corona-Zahlen waren die Rufe nach einem schnellen Lockdown in den vergangenen Tagen deutlich lauter geworden. Auch Söder sprach sich wiederholt für bundesweit geltende Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Geschäften, Betriebsferien und verlängerte Schulferien aus.

Die endgültige Entscheidung über einen Lockdown soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Sonntag fallen.

Update 12. Dezember, 14 Uhr: Regener Landrätin hält Lockerungen an Weihnachten für "Riesenfehler"

Die Landrätin des Corona-Hotspots Regen will Weihnachtsfeiern mit bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten verhindern.

"Das halte ich für einen Riesenfehler. Woher soll das Virus wissen, dass es an Weihnachten untätig sein soll?", sagte Rita Röhrl der "Abendzeitung" (Samstag). "Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Infektionsketten geschaffen werden, ist mehr als groß."

Sollte es keine bundes- oder landesweite Verschärfung der Regelungen rund um Weihnachten geben, könnte der Landkreis eigene Maßnahmen festlegen. "Das werden wir uns tatsächlich überlegen", erklärte die SPD-Politikerin. "Wenn sich unsere Zahlen nicht wesentlich verändern, wäre es für mich eine Katastrophe, wenn wir nach Weihnachten schon wieder mit neuen Einschränkungen arbeiten müssten."

Schon jetzt gelten im Landkreis Regen verschärfte Maßnahmen. So sind unter anderem private Treffen nur noch mit dem Ehegatten, Partner, Verwandten in gerader Linie oder Geschwistern erlaubt. Ab Montag sollen auch die meisten Läden geschlossen bleiben.

Grund für die Maßnahmen sind die extrem hohen Infektionszahlen in dem Landkreis an der tschechischen Grenze. Am Samstag lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei etwas mehr als 572 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update 12. Dezember, 12.27 Uhr: Aktuelle Zahlen für München und Bayern

In Bayern sind mittlerweile 253.715 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 4.818 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen gelten 186.760 Personen.

Update 12. Dezember, 12.13 Uhr: Schärfere Corona-Regelungen im Landkreis Lindau

Mit Lindau hat ein weiterer Landkreis in Bayern den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten.

Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Samstag bei 214,7. Damit gelten ab Sonntag automatisch schärfere Maßnahmen, wie das Landratsamt Lindau mitteilte.

Ab der 8. Jahrgangsstufe müssen Schüler demnach zuhause bleiben, außer sie besuchen eine Förderschule oder Abschlussklasse. Musik- und Fahrschulen müssen schließen, auf Märkten dürfen nur noch Lebensmittel verkauft werden. Außerdem gelten von 21 bis 5 Uhr verschärfte nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

In Bayern hatte es von Freitag auf Samstag laut RKI erneut mehr als 4000 Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, wurde binnen 24 Stunden bayernweit mit 89 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg bayernweit nochmals an und erreichte am Samstag 192,7.

Update 12. Dezember, 12 Uhr: Aiwanger erwägt FFP2-Masken statt Ladenschließungen

Alltagsmasken und Schließungen? Hubert Aiwanger setzt jetzt auf eine neue Taktik. (Archiv)
Alltagsmasken und Schließungen? Hubert Aiwanger setzt jetzt auf eine neue Taktik. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (49, Freie Wähler) zieht FFP2-Masken als Alternative zur Schließung von Geschäften in Betracht.

"Debatten über Infektionsrisiken und darauf begründeten Schließungen müssen wir die Grundlage entziehen, notfalls mit verpflichtender FFP2-Maske", sagte der Politiker der Freien Wähler dem Münchner Merkur (Samstagsausgabe).

Der Handel stelle kein Infektionsrisiko dar, betonte Aiwanger. "Es geht darum, sich richtig zu schützen – mit FFP2-Masken. Ich würde den Senioren am Eingang des Supermarkts eine solche Maske schenken, schließlich lassen sie das Geld dann wieder im Markt."

Auch für den öffentlichen Nahverkehr und Schulen sei ein solcher Schutz denkbar. Zugleich machte Aiwanger Hoffnung auf eine Öffnung der Hotels und des Skibetriebs ab Mitte Januar.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert hingegen bundesweit strengere Corona-Regelungen - unter anderem die Schließung von Geschäften. Im niederbayerischen Landkreis Regen müssen wegen der extrem hohen Corona-Infektionszahlen die meisten Läden ab Montag schließen.

Update 11. Dezember, 17.35 Uhr: Klinikum Nürnberg ruft Pandemie-Alarmfall aus

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen und einer hohen Zahl von Covid-19-Patienten hat das Klinikum Nürnberg einen Pandemie-Alarmfall ausgerufen.

Wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte, konzentriere man sich nun vollständig auf die Behandlung "von dringlichen Fällen". Dies seien Patienten mit und ohne Covid-19.

Der Sprecherin zufolge ist die Zahl der Covid-19-Patienten mittlerweile mehr als dreimal so hoch wie während der ersten Welle der Pandemie. Mit dem Alarmplan will das Krankenhaus nun die Beschäftigten flexibel in Bereichen mit erhöhtem Bedarf einsetzen.

Insbesondere in der Notfallversorgung und Intensivversorgung stoße das Klinikum derzeit an seine Grenzen, sagte Joachim Ficker, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 mit dem Schwerpunkt Pneumologie. Teils könne man keine weiteren Patienten mehr aufnehmen. Der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Achim Jockwig, warnte: "Die Lage ist sehr, sehr ernst."

An den Standorten Nord und Süd werden der Sprecherin zufolge derzeit 164 an Corona Erkrankte stationär behandelt. 37 von ihnen werden intensivmedizinisch versorgt.

Bei mehr als 50 aufgenommenen Patienten besteht der Verdacht, dass diese ebenfalls an der Lungenkrankheit erkrankt sind.

Update 11. Dezember, 17.20 Uhr: Kitas und Läden im Landkreis Regen schließen

Im niederbayerischen Landkreis Regen schließen alle Kitas und bald auch die meisten Läden.

"Die nach wie vor extrem hohen Infektionszahlen und das diffuse Auftreten der Krankheit lassen uns keine andere Wahl", erklärte Landrätin Rita Röhrl (SPD) am Freitag einer Pressemitteilung zufolge.

Private Treffen seien nur noch mit dem Ehegatten, Partner, Verwandten in gerader Linie oder Geschwistern erlaubt.

Ob die Geschäfte ab Samstag oder Montag dicht bleiben müssen, war laut Landratsamt zunächst unklar. Ausnahmen gelten für Läden mit Lebensmittel und Tierbedarf, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Post, Tankstellen und Reinigungen.

Ab Samstag bleiben neben den Schulen auch die Kitas geschlossen, hieß es. In Krankenhäusern, Behinderten-, Alten- und Pflegeheimen sind nur noch Besuche zur Begleitung von Sterbenden erlaubt. Werdende Väter dürfen in die Krankenhäuser. Die verschärften Regelungen sollen vorerst bis 22. Dezember gelten.

Grund für die Maßnahmen sind die extrem hohen Infektionszahlen in dem Landkreis an der tschechischen Grenze. Am Freitag lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei fast 575 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update 11. Dezember, 16 Uhr: Augsburger Bischof Meier in Quarantäne

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Wie das Bischöfliche Ordinariat am Freitag mitteilte, ist in Meiers persönlichem Umfeld ein Covid-19-Fall bekanntgeworden.

Demnach ließ sich der Bischof bereits testen. Ein Ergebnis wird erst Anfang der kommenden Woche erwartet. Der 60 Jahre alte Bischof hat laut Mitteilung keine Symptome und führt seine Geschäfte von seiner Privatwohnung aus weiter. Die mögliche Dauer der Quarantäne stehe noch nicht fest, hieß es.

Update 11. Dezember, 15 Uhr: Hotspot-Regelung in München weiter gültig

Die erweiterten Corona-Maßnahmen für Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 200 (u.a. nächtliche Ausgangssperre) gelten weiter, auch wenn das Robert Koch-Institut (RKI) heute für München mit 199,9 einen Wert knapp unter 200 meldet, teilte die Stadt mit.

Der 7-Tage-Inzidenz muss laut RKI seit mindestens sieben Tagen in Folge unter dem 200er-Schwellenwert liegen, um die Maßnahmen aufzuheben.

Update 11. Dezember, 14.40 Uhr: Bei verschärften Corona-Beschränkungen droht laut Handel Geschenke-Mangel

Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte haltet Abstand - Momentan können wir nur 280 Kunden in den Store lassen" steht vor den Eingang eines Warenhauses in der Fußgängerstrasse in München.
Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte haltet Abstand - Momentan können wir nur 280 Kunden in den Store lassen" steht vor den Eingang eines Warenhauses in der Fußgängerstrasse in München.  © Peter Kneffel/dpa

Der bayerische Handel warnt im Falle schneller und strenger Corona-Maßnahmen vor einem Geschenke-Mangel.

"Es ist kurz vor Weihnachten. Viele haben, auch in Bayern, ja noch nicht die Weihnachtswunschliste ihrer Liebsten abgearbeitet", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Freitag dem Radiosender "Antenne Bayern".

Ohne Vorlauf könne es passieren, dass die Kunden vor verschlossenen Türen stünden. "Ich denke das will niemand. Das wollen wir nicht, das wollen die Kunden nicht und das will sicherlich auch nicht die Politik."

Zudem warnte Ohlmann, dass wenn die von ihm befürchtete Schließung von Geschäften jenseits der Grundversorgung nur mit kurzem Vorlauf komme, "alle in die Läden stürmen".

"Dann gäbe es Schlangen davor. Und dann ist die Ansteckungsgefahr natürlich auch wieder groß."

Update 11. Dezember, 14.30 Uhr: Herrlich appelliert wegen steigender Corona-Infektionszahlen

Der Augsburger Bundesliga-Coach Heiko Herrlich (49) hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln hingewiesen.

"Es ist wichtig, dass wir bei steigenden Zahlen die Vorgaben der Politik einhalten, damit die Zahlen wieder runtergehen", sagte der frühere Fußball-Nationalspieler am Freitag in Augsburg.

"Wir können kein glückliches Weihnachten feiern, wenn wir wissen, das wir zwar gesund sind, aber dass jeden Tag derzeit mehr als 500 Menschen an Covid sterben. Deshalb müssen wir diese Vorgaben einhalten."

Update 11. Dezember, 13.55 Uhr: Alkoholkonsum nun im gesamten öffentlichen Raum verboten

Alkohol in der Öffentlichkeit? Hat hat sich in Bayern vorerst komplett erledigt. (Symbolbild)
Alkohol in der Öffentlichkeit? Hat hat sich in Bayern vorerst komplett erledigt. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Staatsregierung nun den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit komplett verboten.

Das geht aus einer Änderung der neuen Corona-Verordnung hervor, die am Freitag wirksam wurde. "Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum wird untersagt", heißt es in dem Regelwerk nun.

Zudem hat die Staatsregierung die Regelungen zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen und zu den nächtlichen Ausgangssperren in Corona-Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche nachgeschärft. Zunächst galt, dass die "eigene" Wohnung jeweils nur noch bei Vorliegen bestimmter triftiger Gründe verlassen werden darf. Nun wurde an den entscheidenden Stellen das Wort "eigene" gestrichen.

Man darf demnach zwar bei einem anderen Hausstand übernachten, man darf aber nicht mehr jemanden besuchen und dann nachts noch von dort nach Hause gehen oder fahren.

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Update 11. Dezember, 12.29 Uhr: Söder fordert bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachen ausgesprochen.

"Wir müssen handeln und zwar so schnell wie möglich", sagte der CSU-Chef am Freitag bei einem Termin mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im künftigen Corona-Impfzentrum in Nürnberg.

Den vollständigen Bericht dazu liest du >>> hier.

Update 11. Dezember, 12.28 Uhr: Spahn: Weitere Corona-Beschränkungen "besser früher als später"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt in Nürnberg auf weitere Corona-Beschränkungen. (Archiv)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt in Nürnberg auf weitere Corona-Beschränkungen. (Archiv)  © Kay Nietfeld/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf möglichst rasche weitere Corona-Beschränkungen nicht nur in einzelnen Regionen. Es brauche "ohne Zweifel auch bundesweit einheitlich zusätzliche Maßnahmen - besser früher als später", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Nürnberg.

"Wir könnten uns nicht verzeihen, wenn dieses Weihnachten vor allem ein Fest für das Virus würde." Das Virus nehme auch "nur bedingt Rücksicht darauf, ob wir alle schon unsere Weihnachtseinkäufe fertig haben oder nicht."

Spahn verwies auf den neuen Höchststand von 598 Todesfällen binnen eines Tages und mehr als 4300 Menschen auf den Intensivstationen. Er warb zugleich für stärkeres Mitmachen bei Kontaktvermeidung, Abstand, Masken und Hygieneregeln.

Die übergroße Mehrheit der Bürger tue dies aus Überzeugung. Zu viele handelten aber nach dem Prinzip "Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist." Man müsse aber nicht alles ausreizen. Es sei nun "unsere patriotische Pflicht", zusammenzuhalten und aufeinander Acht zu geben.

Neben nötigem Verzicht in diesen schwierigen Tagen gebe es mit zu erwartenden Impfstoffzulassungen "die Perspektive auf Normalität in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres", sagte Spahn.

Für den Start mit noch kleineren Impfstoffmengen sollen Impfungen in bundesweit mehr als 400 Impfzenten der Länder starten. Mobile Impfteams sollten zudem vor allem in Pflegeeinrichtungen gehen.

Update 10. Dezember, 16.20 Uhr: Corona-Impfungen in Bayern könnten am 5. Januar beginnen

Die Corona-Impfungen in Bayern könnten am 5. Januar losgehen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatte darüber der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf interne Informationen des Gesundheitsministeriums berichtet.

Dieser sieht vor, dass im Falle einer erfolgreichen Zulassung des Impfstoffes des Mainzer Unternehmens Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer über den Jahreswechsel am 2. Januar die Impfchargen auf die Tiefkühllagerstandorte verteilt werden sollen.

Am Montag darauf (4. Januar) könnten die Impfdosen dann dort abgeholt und tags drauf dann in die Impfzentren ausgeliefert werden.

Update 10. Dezember, 15.31 Uhr: Piazolo verteidigt Tempo bei Wechsel auf Distanz- und Wechselmodell

Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) gesteht kleine Probleme bei der Umstellung ein. (Archiv)
Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) gesteht kleine Probleme bei der Umstellung ein. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat das Tempo bei der Umstellung auf Wechsel- oder Distanzunterricht in vielen Klassen verteidigt - und manche Ruckeleien eingeräumt.

Man sei selbstverständlich auf Wechselunterricht und Distanzunterricht vorbereitet gewesen, habe dies ja vielerorts schon immer wieder praktiziert, sagte Piazolo am Donnerstag in einer Regierungsbefragung im Landtag. Dass es nun aktuell immer wieder neue Beschlüsse gebe, sei aber eben «Corona-typisch» - und auch, dass die Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Regelungen am Mittwoch knapp gewesen sei.

Offiziell mussten am Mittwoch mehr als 500.000 Schüler in den Wechsel- oder Distanzunterricht gehen. An manchen Schulen wurde dies allerdings erst zum Donnerstag umgesetzt, auch deshalb, weil die neue Corona-Verordnung erst in der Nacht zuvor veröffentlicht worden war.

Zum Auftakt des Wechselunterrichts in höheren Schulklassen hatte es zudem eine vorübergehende Panne bei der Lernplattform Mebis gegeben - das Ministerium hatte sich dafür anschließend entschuldigt. Piazolo sagte dazu, auch wenn vieles längst gut funktioniere.

"An manchen Stellen ruckelt es natürlich." Und es werde in der Pandemie immer wieder das eine oder andere geben, was mal nicht funktioniere.

Update 10. Dezember, 14.30 Uhr: Söder fordert bundesweiten Lockdown "so lange wie nötig"

Angesichts der unaufhörlich steigenden Corona-Zahlen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab Weihnachten einen kompletten Lockdown bis mindestens 10. Januar, notfalls auch länger.

"Es braucht bundesweit Ausgangsbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperren in Hotspots, Geschäftsschließungen, Betriebsferien und überall verlängerte Schulferien", sagte Söder am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Zum Zeitraum sagte der CSU-Chef: "Das muss bis 10. Januar gelten - aber so lange wie nötig."

"Wir brauchen einen konsequenten Lockdown. Wir müssen das öffentliche Leben runterfahren", sagte er. "Das heißt, auch alle Geschäfte zu, abgesehen von denen des alltäglichen Bedarfs wie Lebensmittel. Es ist notwendig, dass wir dann auch überall in Deutschland Ausgangsbeschränkungen und in Hotspots Ausgangssperren in den Nachtstunden haben. Es sollen für diese Zeit einfach alle zu Hause bleiben."

Man müsse zudem den dringenden Appell an die Unternehmen richten, in dieser Zeit soweit möglich Betriebsferien zu machen. "Wir müssen Kontakte reduzieren", mahnte der CSU-Politiker.

Update 10. Dezember, 14.25 Uhr: München erteilt ganztägiges Alkohol-Verbot

Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, wird nun im gesamten Stadtgebiet und ganztägig der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum untersagt. Damit erübrigt sich der Verkauf von "Glühwein to go", weil nirgends mehr mehr Alkohol draußen getrunken werden darf.

"Dieser Schritt ist erforderlich, weil es trotz eindringlicher Appelle angesichts steigender Infektionszahlen in der ganzen Stadt zu Menschentrauben vor Glühweinverkaufsstellen kommt. Beim Glühweintrinken werden weder Abstände eingehalten noch Masken getragen", so Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle laut Mitteilung.

Update 10. Dezember, 14.20 Uhr: 578 neue Fälle in München bestätigt

Update 10. Dezember, 12 Uhr: Preisverfall: Bayerns Bauern beklagen Gewinneinbrüche

Die bayerischen Bauern haben erneut Einbußen hinnehmen müssen. Die Ergebnisse lagen im Wirtschaftsjahr 2019/20 um durchschnittlich 3,8 Prozent unter dem Vorjahr, teilte der Bayerische Bauernverband am Donnerstag in seinem Situationsbericht mit.

Schon das Wirtschaftsjahr 2018/19 hatte ein herbes Minus von 17 Prozent gebracht. Die Corona-Krise, die damit verbundenen Marktprobleme sowie der aktuelle Preisverfall verschärften wirtschaftliche Probleme, hieß es.

"Essen aus Bayern ist in der aktuellen Krise wichtiger denn je", sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. Doch die Bauern als Erzeuger hätten mit einem dramatischen Preisverfall zu kämpfen. Hier müsse derLebensmitteleinzelhandel für faire Preise sorgen. "Der Preis für Schweinefleisch zum Beispiel hat sich seit dem Frühjahr fast halbiert. Nötig ist jetzt schnelle und wirksame Unterstützung."

Auch die aktuellen Probleme bei Düngeverordnung, Artenschutz und Mercosur-Handelsabkommen müssten gemeinsam mit den Bauern gelöst werden. Heidl verlangte unter anderem mehr Messstationen für Nitrat im Grundwasser zur Festlegung von "roten" und "gelben" Gebieten bei der Umsetzung der Düngeverordnung. Das würde dazu führen, dass weniger Fläche als rotes Gebiet mit den besonders strengen Düngeregeln gekennzeichnet würde.

Erneut verlangte Heidl auch, das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten abzunehmen. Bei den Beratungen zur künftigen EU-Agrarpolitik hänge es ferner vor allem an der Haltung Polens und Ungarns in den EU-Haushaltsverhandlungen.

Update 10. Dezember, 9.46 Uhr: Herrmann: Fast 5000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Ein Polizeiwagen fährt über den menschenleeren Marienplatz in München.
Ein Polizeiwagen fährt über den menschenleeren Marienplatz in München.  © Peter Kneffel/dpa

Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern unaufhörlich weiter: Binnen eines Tages wurden nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) fast 5000 Neuinfektionen gezählt, nämlich genau 4983.

Zudem habe es 105 Todesfälle gegeben, sagte Herrmann am Donnerstag in einer Regierungsbefragung im Landtag.

Herrmann warnte eindringlich vor einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir an die Grenzen der Belastbarkeit kommen, steigt", sagte er und rief deshalb zur weiteren Reduzierung von Kontakten auf.

"Dieses Virus folgt weder dem Kirchenjahr noch unseren persönlichen Plänen", mahnte Herrmann.

Update 10. Dezember, 6.18 Uhr: Bayerns Zoos verlieren wegen Corona Millionen

Die bayerischen Zoos haben durch die zeitweisen Schließungen und Besuchsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie heuer Millionenverluste zu beklagen.

Für 2020 rechne allein der Tiergarten Nürnberg durch ausfallende Eintrittsgelder, Vermietungen und Touren mit einem Minus von mehr als drei Millionen Euro, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Der Augsburger Zoo verbucht Direktorin Barbara Jantschke zufolge in diesem Jahr Mindereinnahmen von etwa 1,4 Millionen Euro. In Straubing seien allein durch den ersten Lockdown im Frühjahr Einnahmen in sechsstelliger Höhe weggebrochen, sagte Direktor Wolfgang Peter.

Der Tierpark Hellabrunn in München will kommendes Jahr Bilanz ziehen und gab vorher noch keine Prognose ab.

Im Frühjahr blieben die Zoos wochenlang geschlossen. Auch seit Anfang November sind die Eingangstore im Rahmen des bayernweiten Teil-Lockdowns wieder bis auf Weiteres dicht.

Update 9. Dezember, 19.25 Uhr: Erste Tiefkühlschränke zur Lagerung von Corona-Impfstoff geliefert

In Bayern sind erste spezielle Tiefkühlschränke zur Lagerung von Corona-Impfstoff geliefert worden.

"Diese Woche wurden allein vier Ultratiefkühlschränke im Regierungsbezirk Oberfranken ausgeliefert", erklärte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Auch in Lagerzentren in Unterfranken, Schwaben und Mittelfranken seien erste Geräte angekommen. Bis Ende der Woche sollen alle 40 Tiefkühlschränke zur Verfügung stehen.

Der Transport und die Lagerung der Impfstoffe ist besonders kompliziert, weil einer der Impfstoffe auf minus 75 Grad gekühlt werden müssen. Der Hersteller soll die Impfdosen deshalb mit Trockeneis kühlen und an die Lagerzentren ausliefern.

Speziell geschultes Personal soll den Impfstoff dann in die Ultratiefkühlschränke einlagern. Nach Angaben des Ministeriums können in Bayern bis zu drei Millionen Impfdosen gleichzeitig gekühlt werden. Damit die Geräte nicht ausfallen, gebe es besondere Schutzmaßnahmen. Außerdem seien die Kühlschränke an ein Überwachungssystem angeschlossen.

Ein Kühllogistiker soll schließlich den Impfstoff an die Impfzentren verteilen. Der Impfstoff könne dann auch in normalen Kühlschränken für Arzneimittel gelagert werden, sodass die Impfzentren keine Ultratiefkühlschränke brauchen. Die Impfzentren sollen bis 15. Dezember einsatzbereit sein.

Wann genau der erste Corona-Impfstoff verfügbar ist, ist aber noch offen.

Update 9. Dezember, 19.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Reha-Klinik

Trotz umfassender Schutz- und Hygienemaßnahmen hat sich ein Corona-Ausbruch in einer Bad Windsheimer Reha-Klinik zunächst nicht eindämmen lassen. Nach 24 neuen Infektionen unter Mitarbeitern und sieben unter Patienten ruhe nun der Betrieb, teilte die Dr. Becker Kiliani-Klinik am Mittwoch mit.

"Wir haben uns eigeninitiativ zu diesem Schritt entschieden und ihn mit dem Gesundheitsamt Neustadt an der Aisch abgestimmt", sagte Klinikdirektorin Ursula Siebertz-Ohnesorge. "Wo es medizinisch vertretbar ist, entlassen wir die Patienten nach Hause. Einige, die Betreuung brauchen, verlegen wir in professionelle Pflegeeinrichtungen", sagte Cay Cordes, Chefarzt Neurologie. Derzeit seien in der Klinik noch 62 Patienten, davon 32 Corona-positiv. Die Klinikleitung rechne damit, dass bis Mitte nächster Woche für alle die bestmögliche Versorgungslösung gefunden sein werde.

Die Abteilung für neurologisch Schwerstbetroffene bleibe als einzige durchgehend weiter geöffnet. "Eine Verlegung dieser schwerkranken Menschen ist gar nicht möglich, weil dafür keine anderen geeigneten Ressourcen zur Verfügung stehen", sagte Cordes. Zum Schutz der Frühreha-Patienten und der Mitarbeiter habe die Klinik sogenannte UV-C-Entkeimer angeschafft, die mögliche Viren und Keime in der Luft entfernen.

Voraussichtlich bis zum 11. Januar werde der Betrieb ruhen. Mitarbeiter nutzten die Zeit, um Überstunden oder Urlaub abzubauen. Darüber hinaus werde es Kurzarbeit geben. "Natürlich ist das nicht schön. Aber die meisten hier denken wie die Klinikleitung, nämlich, dass das Pausieren bis Mitte Januar momentan der einzige sichere Weg ist – für Patienten und Kollegen", sagte Siebertz-Ohnesorge.

Update 9. Dezember, 17.40 Uhr: Hunderte Glühweintrinker in München unterwegs

Hunderte Glühweintrinker hat es am Abend vor der Verschärfung der Corona-Maßnahmen in München nach draußen gelockt. Etwa 150 Menschen seien auf einem Platz in Schwabing zusammengekommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Mehrere Hundert waren es auch in der Maxvorstadt und im Glockenbachviertel.

Nach Lautsprecherdurchsagen der Polizei löste sich die Menge auf. Teilweise hätten sich die Glühweintrinker nicht an die Hygieneregeln gehalten, hieß es weiter. Etwa 20 Menschen seien deswegen am Dienstagabend angezeigt worden.

Mit Inkrafttreten des Katastrophenfalls gilt in Bayern seit Mittwoch ein Alkoholverbot in Innenstädten und auf öffentlichen Plätzen. Wohnungen dürfen nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden.

Update 9. Dezember, 13.51 Uhr: Fast 4000 Neuinfektionen in Bayern - Katastrophenfall gilt

Zeitgleich zum Inkrafttreten strengerer Corona-Schutzmaßnahmen und der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in Bayern die Infektionszahlen noch einmal gestiegen.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Mittwoch 3982 Neuinfektionen, binnen 24 Stunden. Vor einer Woche lag diese Zahl noch bei 3325.

Innerhalb eines Tages wurden am Mittwoch 108 neue Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es 97.

Von Mittwoch an gelten im Freistaat in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 pro 100 000 Einwohner Ausgangssperren von 21 Uhr am Abend bis 5 Uhr am Morgen. Außerdem müssen Schulklassen ab der 8. Jahrgangsstufe getrennt werden.

Von dieser Regelung waren am Mittwoch laut LGL 31 Kreise und kreisfreie Städte in Bayern betroffen, darunter auch die Landeshauptstadt München (205) sowie die nächstgrößeren Städte Nürnberg (328) und Augsburg (225). Den höchsten Stand meldet weiter der ostbayerische Landkreis Regen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 589 gefolgt von der Stadt Hof in Oberfranken mit 393.

Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus beschlossen, nachdem die Fallzahlen im Teil-Lockdown nicht entscheidend sanken. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will aber Kitas, Grundschulen und den Einzelhandel zunächst weiter offen halten.

Update 9. Dezember, 13.51 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 239.150 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 4.539 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen galten 175.320 Menschen.

Update 8. Dezember, 19.45 Uhr: Herrmann stellt formal Katastrophenfall fest

Nun ist es amtlich: Wegen der hohen Corona-Zahlen ist Bayern von diesem Mittwoch an wieder im Katastrophenmodus.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte den Katastrophenfall am Dienstagabend offiziell fest und setzte damit den Kabinettsbeschluss von Sonntag um. "Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen", erklärte Herrmann und betonte: "Nur so können die Gefahren der Corona-Pandemie abgewehrt werden."

Es gebe nunmehr "klare Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten". So obliege dem Innenministerium nun die Führung aller Einsatzkräfte.

Update 8. Dezember, 18.19 Uhr: Corona-Ausbruch in Herrschinger Schindlbeck-Klinik

Nach einem Corona-Ausbruch in der Herrschinger Robert Schindlbeck-Klinik hat das Krankenhaus seinen Betrieb eingeschränkt.

Insgesamt sind zehn Patienten und sechs Mitarbeiter infiziert, die zwei betreffenden Stationen sind unter Quarantäne, wie das Starnberger Landratsamt am Dienstagabend mitteilte. Bei den Rettungsdiensten wird das Krankenhaus vorerst für die Aufnahme von "Normalpatienten" abgemeldet.

Drei Patienten auf der Palliativ-Station sind demnach "mit, aber nicht an der Corona-Infektion gestorben". Der Hintergrund: Auf Palliativ-Stationen werden todkranke Patienten betreut, für die es nach menschlichem Ermessen keine Hoffnung mehr gibt und deren Therapie abgeschlossen ist.

Die Klinikleitung erließ ein generelles Besuchsverbot, mit Ausnahme der Palliativstation.

Update 8. Dezember, 16 Uhr: München überschreitet Inzidenz-Schwellenwert von 200

Die bayerische Landeshauptstadt München hat am Dienstag den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten.

Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 202,1, wie die Stadt mitteilte.

Damit soll nach dem Beschluss der Landesregierung vom Sonntag eine nächtliche Ausgangssperre gelten; zudem sollen demnach die Schüler ab der achten Klasse komplett in den Distanzunterricht wechseln.

Der neue Kurs des Landes im Umgang mit dem Coronavirus sollte aber am Dienstag zunächst noch vom Landtag beraten und beschlossen werden.

Update 8. Dezember, 15 Uhr: Munich Re versichert Veranstaltungen nicht mehr bei Pandemie-Ausfall

Der Rückversicherer Munich Re will wegen der hohen Schäden in der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr gegen den Ausfall durch Pandemien versichern.

Der Konzern biete diesen Vertragszusatz seit diesem Jahr nicht mehr an, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Dienstag in einer Videokonferenz mit Journalisten in München. Generell wolle die Munich Re Großveranstaltungen auch weiterhin versichern. Nur die Zusatzklausel zum Pandemieschutz werde es nicht mehr geben.

Der Ausfall und die Verschiebung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan sind die Munich Re in diesem Jahr teuer zu stehen gekommen.

Insgesamt schätzt der Konzern die coronabedingten Schäden im Rückversicherungsgeschäft in diesem Jahr auf 3,4 Milliarden Euro.

Update 8. Dezember, 14.50 Uhr: Söder verteidigt schärfere Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die vom Kabinett beschlossene Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern als unbedingt notwendig verteidigt.

"Wir müssen nachlegen", sagte Söder am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag. Dies sei auch nicht "alarmistisch", sondern die Wahrheit und die Realität.

Söder verwies dabei auf eine "eindrückliche Mahnung" der Leopoldina zu einem harten Lockdown ab Weihnachten und über Silvester. Er sagte dazu, die Wissenschaft mache die Diagnose, die Politik müsse die Therapie liefern. Konkreter wurde Söder zunächst nicht. Er hatte aber schon in den vergangenen Tagen nicht ausgeschlossen, dass eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen nötig werden könnte.

Söder bat den Landtag um Zustimmung zu den vom Kabinett am Sonntag beschlossenen verschärften Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern. "Es geht um die Sicherheit Bayerns", sagte er.

"Es geht um den Grundauftrag eines Parlaments, Land und Menschen zu beschützen."

Update 8. Dezember, 13.55 Uhr: Vor Weihnachten kein praktischer Sportunterricht mehr

Angesichts der unverändert hohen Corona-Zahlen entfällt voraussichtlich bis Weihnachten an allen bayerischen Schulen der praktische Sportunterricht.

Lediglich "sporttheoretische Inhalte" sollen weiterhin unterrichtet werden können, wie das Kultusministerium am Dienstag in München mitteilte.

Und auch in den 11. und 12. Klassen an Gymnasien bleibt Sport unter Auflagen möglich.

Update 8. Dezember, 13.49 Uhr: Ministerium: Keine Schulaufgaben bei Wechsel- oder Distanzunterricht

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, setzt sich vor Beginn der Sitzung des bayerischen Landtags hinter einer Plexiglasabtrennung seinen Mund-Nasen-Schutz auf.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, setzt sich vor Beginn der Sitzung des bayerischen Landtags hinter einer Plexiglasabtrennung seinen Mund-Nasen-Schutz auf.  © Peter Kneffel/dpa

In Schulklassen, die sich wegen Corona im Wechsel- oder Distanzunterricht befinden, werden vor Weihnachten keine Schulaufgaben, Kurzarbeiten oder ähnliches mehr geschrieben.

Das teilte das Kultusministerium am Dienstag in München mit. Dies gilt somit unter anderem ab Klassenstufe acht aufwärts - mit Ausnahme der jeweils letzten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schularten.

"Schriftliche Leistungsnachweise" könnten in den betreffenden Klassen beziehungsweise Kursen bis Weihnachten nicht stattfinden. Details zu gegebenenfalls notwendigen Nachhol- oder Härtefallregelungen würden derzeit erarbeitet. Mündliche Leistungsnachweise bleiben möglich.

"Die Pandemie stellt die Schulfamilie vor die große Herausforderung, Gesundheitsschutz und gute Bildungschancen für alle zu gewährleisten. Wir werden für faire Rahmenbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler sorgen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Update 8. Dezember, 11.19 Uhr: Razzia wegen Betrugsverdachts bei Corona-Hilfen

Wegen möglichen Betrugs bei Corona-Soforthilfen haben Ermittler zehn Wohnungen und Geschäftsräume in München, Pforzheim und Berlin durchsucht.

Die Razzia am Dienstag richtete sich nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes gegen sechs Verdächtige im Alter von 28 bis 79 Jahren. Diese sollen im Frühjahr Corona-Hilfen für verschiedene Unternehmen in Gesamthöhe von mehr als 400 000 Euro unrechtmäßig beantragt und dafür zahlreiche Urkunden gefälscht haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen existierten die Unternehmen jedoch gar nicht oder gingen keiner Geschäftstätigkeit nach. Die Behörden in München, Oberbayern, Niederbayern, Schwaben, Unterfranken und Mittelfranken zahlten mindestens 288 000 Euro auf verschiedene Konten aus.

125 000 Euro konnten die Kriminalbeamten inzwischen auf Konten einfrieren lassen. Nun werden diese versuchen, auch das andere unrechtmäßig erhaltene Geld zurückzuholen.

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Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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