Corona in Bayern: Regierung hält an Teststrategie fest

München - Während es einen Ansturm an den Corona-Teststationen in Bayern gibt, bereitet sich die Staatsregierung mit neuen Maßnahmen auf das beginnende Schuljahr vor. Immer wieder gerät die Teststrategie des Freistaats in die Kritik. Alle aktuellen Informationen findest Du >>> hier im Bayern-Ticker

Update 2. September, 11 Uhr: Bayerischer Großhandel lässt Corona hinter sich

Der bayerische Großhandel hat die Corona-Krise offensichtlich hinter sich gelassen. 

Im Juni lagen seine Umsätze inklusive Handelsvermittlung preisbereinigt um 9,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Landesamt für Statistik in Fürth am Mittwoch mitteilte. Noch im Mai hatten sie um 5,9 Prozent im Minus gelegen. Auch mit Blick auf die ganze erste Jahreshälfte hat sich der Großhandel gut geschlagen: Preisbereinigt liegen seine Umsätze um 1,3 Prozent im Plus.

Besonders gut lief im ersten Halbjahr der Großhandel mit Informations- und Kommunikationstechnik, der um 7,5 Prozent zulegte. Einen deutlichen Einbruch um 9,2 Prozent gab es bei Maschinen und Ausrüstung. 

Auch dieser Bereich konnte sich im Juni allerdings erholen und lag im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch mit 0,2 Prozent im Minus.

Update 1. September, 18.27 Uhr: Gerichtsentscheidung: Grillen auf öffentlichen Plätzen wieder erlaubt

Fleisch und Würstchen dürfen auch auf öffentlichen Grillplätzen wieder auf den Rost: Das im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen verbotene Grillen auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen ist im Freistaat wieder erlaubt. 

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzte die entsprechende Regelung am Dienstag in einem Normenkontroll-Eilverfahren vorläufig außer Vollzug - wegen Unverhältnismäßigkeit (Az. 20 NE 20.1754 vom 1.9.2020). Die Staatsregierung hatte das Grillen in der Öffentlichkeit zum Schutz vor Ansteckungen unabhängig von den anwesenden Personen generell untersagt. Ab Mittwoch dürfen Grillfans nun wieder anschüren - unter Beachtung des Mindestabstands natürlich.

Der Freistaat hatte mit Blick auf die gerade in Ballungszentren oft überfüllten Grillplätze argumentiert, dass die Mindestabstände zwischen unterschiedlichen Gruppen oftmals nicht eingehalten werden könnten. Somit komme es auf die Größe der einzelnen Gruppe nicht an. 

Die Kammer sah dies unter Verweis auf das Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit und den Gleichbehandlungsgrundsatz jedoch anders: "Ein undifferenziertes Verbot erweist sich hingegen als unverhältnismäßig." 

In der Verordnung werde nicht ausreichend auf unterschiedliche Gegebenheiten eingegangen, schließlich verbiete sie das Grillen auch dort, wo es ausreichend Platz und keine Probleme mit Menschenansammlungen gebe.

Update 1. September, 15.26 Uhr: Huml: Trotz Lieferproblemen für Labore an Teststrategie festhalten

Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz stehen in einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord.
Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz stehen in einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord.  © Sven Hoppe/dpa

Trotz teilweise bestehender Nachschubprobleme bei Reagenzien sieht Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) keinen Grund, die bayerische Corona-Teststrategie einzuschränken. 

Derzeit könnten die Labore die Tests "noch ganz gut erfüllen", sagte Huml am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Es sei aber korrekt, dass einige Labore inzwischen über Lieferschwierigkeiten bei Reagenzien klagten. Reagenzien sind Nachweismittel, die benötigt werden, um in einer Probe das Corona-Virus nachzuweisen.

In Bayern können sich alle Bürger auch ohne Symptome bei Bedarf auch mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. Zudem gibt es für Einreisende an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen Testzentren, an denen auch Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren, kostenlose Tests bekommen. 

Huml betonte, es sei aus ihrer Sicht weiter "absolut sinnvoll" an den Tests in Bayern festzuhalten. Bis Ende August seien im Freistaat 319.459 Tests bei Reiserückkehrern durchgeführt und dabei 4087 Infektionen erkannt worden.

Update 1. September, 14.41 Uhr: Staatsminister Herrmann verteidigt Corona-Maßnahmen gegen Kritiker

Staatsminister Florian Herrmann (CSU) hat die Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen vehement gegen Kritik verteidigt. 

Es sei ein gedanklicher Fehler, aus den vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen, den freien Intensivbetten in den Kliniken und den stagnierenden Todeszahlen im August zu schließen, dass die Pandemie vorbei sei. Die Situation könne sich jederzeit "ruckzuck" wieder ändern, sagte Herrmann nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. 

"Man muss sich immer klar drüber werden, dass ein unbekanntes Virus im Zweifel tödlich verläuft - und das haben wir ja erlebt."

Die Staatsregierung versuche daher, das Virus Sars-CoV-2 so weit wie möglich im Griff zu behalten, "um nicht dann wieder einer exponentiellen Entwicklung ausgeliefert zu sein, die dann unweigerlich wieder sicher dazu führen wird, dass das Gesundheitssystem unter Druck kommt, dass auch dann die schweren Erkrankungen schlimmer werden". 

Dann nähmen nämlich unweigerlich auch die Fälle in der älteren Generation und in den Senioreneinrichtungen erneut zu, die Todesfälle stiegen, und es müssten "ganz schwierige" ethische Entscheidungen getroffen werden - etwa, wer ein Beatmungsgerät bekomme und wer nicht.

Update 1. September, 13.55 Uhr: Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht bei hohen Corona-Zahlen

Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen in Bayern könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen - sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten wird.

Um das Ansteckungsrisiko in dem Fall zu minimieren, würden die Klassen ab dem Wert auch in einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zu Hause übergehen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. 

Bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden - außer die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern sicherstellen.

Der Ministerrat hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien in den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. 

Darüber hinaus gilt an Bayerns Schulen eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Update 1. September, 9.50 Uhr: Aiwanger fordert Lockerung der Regeln für Corona-Hilfen

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die Regeln der Corona-Hilfen für Kleinbetriebe kritisiert. 

"Die Zugangsvoraussetzung mit einem Umsatzeinbruch von 60 Prozent oder mehr in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahr ist zu streng und unflexibel, hier muss der Bund nachbessern", sagte Aiwanger der Augsburger Allgemeinen am Dienstag. "Auch die Erstattungen für die Fixkosten von 40, 50 oder 80 Prozent je nach monatlichem Umsatzeinbruch sollten nach oben hin angepasst werden, da einige Branchen wie Messebauer, Schausteller oder Reisebüros sonst in die Insolvenz marschieren."

In Bayern seien bislang 84 Prozent der gut 8000 Anträge auf Überbrückungshilfe bewilligt worden, bundesweit nur die Hälfte. Bislang sei nur ein Prozent der eingeplanten 24,6 Milliarden Euro an notleidende Betriebe geflossen, berichtete die Zeitung.

Der Verband der Familienunternehmen forderte, die Hilfen an Umsatzeinbrüchen nicht nur im April und Mai festzugemachen. Maschinenbauer und Autozulieferer hätten in dieser Zeit noch Altaufträge abgearbeitet, sagte Verbandschef Reinhold von Eben-Worlée der Augsburger Allgemeinen.

Update 1. September, 6 Uhr: Kabinett will Maskenpflicht im Schulunterricht beschließen

Die ersten knapp zwei Schulwochen müssen Bayern Schüler und Lehrer auch im Unterricht hinter schützenden Masken verbringen. Danach setzt das Konzept des Freistaats auf frische Luft und regionale Lösungen.

Einen Tag nach dem Bildungsgipfel in der Staatskanzlei will das Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) eine befristete Maskenpflicht für den Schulunterricht beschließen: Nach dem Ende der großen Ferien müssen in Bayerns Klassenzimmern für neun Tage Mund und Nase bedeckt werden - sowohl von Schülern als auch Lehrern. Ausgenommen sind nur die Grundschulen.  Die Ferien enden für die rund 1,7 Millionen Schüler am Dienstag in einer Woche (7. September).

Update 31. August, 17.51 Uhr: Ministerium erlaubt nun doch Schülern Nutzung von Corona-App

Das Kultusministerium hat wegen der Corona-Warn-App seine Richtlinien zur Nutzung von Smartphones in der Schule geändert. 

Nach den neuen Vorgaben dürfen Bayerns Schüler ihre Handys während der Unterrichtszeit eingeschaltet lassen, um die Corona-App der Bundesregierung auch in dieser Zeit nutzen zu können, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. Die Geräte müssten "jedoch stumm geschaltet sein und während des Unterrichts in der Schultasche verbleiben", heißt es auf der Informationsseite des Ministeriums im Internet.

Damit hat das Ministerium seine bisherige Linie geändert. Vor wenigen Wochen war noch der Regensburger Jugendbeirat mit einer entsprechenden Initiative gescheitert. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz wies das Anliegen entsprechend der Vorgaben aus München mit der Begründung zurück, dass die Nutzung der Warn-App an Schulen nicht erforderlich sei. Denn dort könnten im Unterschied zum öffentlichen Raum Infektionsketten auch ohne die App schnell erkannt und nachverfolgt werden, hieß es damals.

Grundsätzlich war bislang die Nutzung der Handys auf dem Schulgelände den Kindern und Jugendlichen im Freistaat verboten, wenn die Geräte nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden.

Update 31. August, 13.15 Uhr: Bayern führt zeitlich befristete Maskenpflicht im Schulunterricht ein

Nach dem Ende der Sommerferien gilt eine Maskenpflicht für alle Schüler im Unterricht. (Symbolbild)
Nach dem Ende der Sommerferien gilt eine Maskenpflicht für alle Schüler im Unterricht. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Ende der Sommerferien gilt in Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer im Unterricht. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach Beratungen mit Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern in München mit. 

Von der Maskenpflicht als "Sicherheitspuffer" seien einzig Grundschüler ausgenommen. Der Unterricht beginnt in Bayern am Dienstag nächster Woche wieder.

Die Maskenpflicht zum Auftakt des Schuljahres ist Teil des Hygienekonzeptes, mit dem der Regelbetrieb an den Schulen auch in der Pandemie aufrecht erhalten werden soll. Dazu gehört, dass zur Minimierung der Ansteckungsrisiken zudem in den Gebäuden und überall dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes gibt.

Sollte in einer Region auch nach den neun Tagen hohe Fallzahlen geben, kann die Maskenpflicht im Unterricht auch regional begrenzt verlängert oder neu verhängt werden. Ziel sei es, den Regelunterricht auch in der Krise bestmöglich aufrecht zu erhalten. "Wir wollen wieder Schule haben in Bayern", sagte Söder.

Formell wird Bayern sein Schulkonzept in der Kabinettssitzung am Dienstag beschließen. Da an dem Bildungsgipfel in der Staatskanzlei auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) teilgenommen hatte, ist die Zustimmung in der Koalition sicher.

Der Freistaat geht damit im Kampf gegen das Corona-Infektionen einen ähnlichen Weg wie Nordrhein-Westfalen. Auch hier hatte nach den Ferien für sogar 14 Tage eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen gegolten. Nachdem im bevölkerungsreichsten Bundesland die Fallzahlen entgegen dem Bundestrend jüngst rückläufig waren, endete die Maskenpflicht im Unterricht an diesem Montag.

In Bayern gilt wegen der Pandemie generell eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an allen Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 250 Euro und im Wiederholungsfall mit 500 Euro geahndet. Der Freistaat setzt zur Prävention der Infektion neben Masken auch auf umfangreiche Tests.

Update 31. August, 7.30 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht?

Auch die längsten Ferien gehen einmal zu Ende! 

Eine Woche vor dem Schulstart in Bayern will die Staatsregierung ihr Konzept schnüren. Den entsprechenden Auftakt macht eine große Diskussionsrunde mit der Schulfamilie.

Den gesamten Artikel findet Ihr >>> hier.

Markus Söder (53, CSU) will mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden über das Ferienende beraten.
Markus Söder (53, CSU) will mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden über das Ferienende beraten.  © Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

Update 30. August, 16.25 Uhr: Tausende Reiserückkehrer lassen sich an der Grenze testen

Tausende Reiserückkehrer haben sich am Wochenende an den Teststationen an den Grenzen zu Bayern auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. 

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag kam es an den Stationen Hochfelln-Nord/Autobahn 8, Donautal-Ost/Autobahn 3 sowie Heuberg/Autobahn 93 lediglich vereinzelt zu Wartezeiten. 

Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. An der neuen Teststation am Omnibusbahnhof in München wurden den Angaben nach am Samstag etwa 200 Reisende getestet.

Unterstützt wurde der für die Tests zuständige private Dienstleister am Wochenende von Bundeswehr, Feuerwehrschule, Technischem Hilfswerk, Polizei und Autobahnmeisterei - unter anderem, um für Wetterschutz zu sorgen.

Update 30. August, 15.45 Uhr: Lehrverband will mit zahlreichen Maßnahmen Präsenzunterricht sichern

Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände mit Maßnahmen wie Maskenpflicht, Plexiglaswänden und Einzeltischen einen sicheren Präsenzunterricht zu gewährleisten. 

Sämtliche organisatorische und technische Möglichkeiten müssten ausgeschöpft werden, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. Die Sommerferien in Bayern enden am 7. September.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Montag zu einem Bildungsgipfel in München eingeladen. Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, wo in Schulen Masken getragen werden müssen und welche sonstigen Hygieneauflagen den Regelbetrieb mit Präsenzunterricht sichern sollen. Aus Sicht des abl könne das Tragen einer Maske im Unterricht lediglich eine zeitlich oder regional beschränkte Maßnahme sein, weil es das pädagogische Arbeiten erschwere.

Ein besonderer Fokus müsse wegen des Personalmangels auf Grund-, Mittel- und Förderschulen gelegt werden, "um vernünftig in das neue Schuljahr zu kommen und besonders den Erstklässlern einen guten Start zu ermöglichen", sagte abl-Präsidentin Walburga Krefting. Die Schulfamilie benötige verlässliche Strukturen, funktionierende Mechanismen und eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

In der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände sind der Bayerische Philologenverband, der Bayerische Realschullehrerverband, die Katholische Erziehergemeinschaft Bayern und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern organisiert.

Update 30. August, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 30. August, 8.10 Uhr: Nutzung von Corona-App in Schule bleibt tabu

Bayerns Schüler dürfen auch in Zukunft in der Regel nicht ihre Smartphones zur Nutzung der Corona-Warn-App in der Schule einschalten. 

Der Regensburger Jugendbeirat ist mit einer entsprechenden Initiative gescheitert. Das Kultusministerium in München betonte, dass nur in Einzelfällen der Nutzung der Corona-App erlaubt werden könne, wenn Schüler sich dadurch sicherer fühlten. Grundsätzlich ist die Nutzung der Handys auf dem Schulgelände den Kindern und Jugendlichen im Freistaat verboten, wenn die Geräte nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden.

Die Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) hatte die Initiative der Jugendlichen unterstützt, die Handys in den Schulen aufgrund der Pandemie einschalten zu dürfen. Doch der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz wies das Anliegen mit der Begründung zurück, dass die Nutzung der Warn-App an Schulen nicht erforderlich sei. Denn dort könnten im Unterschied zum öffentlichen Raum Infektionsketten auch ohne die App schnell erkannt und nachverfolgt werden.

Ein Sprecher des Kultusministeriums ergänzte, dass die Nutzung der Corona-App ansonsten sehr sinnvoll sei. "Während des Schulweges ist die freiwillige Nutzung der App ohnehin uneingeschränkt möglich." Am 8. September beginnt im Freistaat wieder der Unterricht.

Die Vorsitzende des Jugendbeirats in Regensburg, Leyla Stanojević, ist von der Position des Ministeriums nicht überzeugt. 

"Wenn die vom Staat entwickelte App schon nicht in staatlichen Einrichtungen benutzt werden darf, kann der Staat dies auch kaum von privaten Unternehmen erwarten", sagte sie.

Update 30. August, 8 Uhr: FDP gegen weitreichende Verbote bei zweiter Corona-Welle

Die FDP im bayerischen Landtag ist für den Fall weiter steigender Corona-Zahlen gegen weitreichende Verbote und Maßnahmen wie generelle Schul- und Kita-Schließungen. 

"Einen erneuten landesweiten Lockdown oder pauschale Ausgangsverbote darf es nicht geben", heißt es in einem sechsseitigen Positionspapier, das die Fraktion beschlossen hat und das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 

Aus der ersten Covid-19-Welle müssten Lehren gezogen werden, um sich besser auf mögliche weitere vorzubereiten. "Wir müssen mittelfristig lernen, mit dem Virus zu leben."

"Die harten Einschränkungen während der ersten Welle haben uns Zeit verschafft, um Erkenntnisse über das Virus zu gewinnen, differenziertere Strategien zu entwickeln und personelle sowie materielle Kapazitäten für die Pandemiebekämpfung aufzubauen", sagte Fraktionschef Martin Hagen. Ein erneuter landesweiter Lockdown "wäre ein Eingeständnis des Scheiterns der Politik".

Präventionsmaßnahmen wie Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und das Tragen von Masken hätten sich als wirksam erwiesen und sollten aufrechterhalten werden. Um Ansteckungen durch sogenannte Aerosole zu verhindern, seien Freiluftveranstaltungen besser als Versammlungen in geschlossenen Räumen. "Aus diesem Grund sehen die Liberalen auch Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen skeptisch", hieß es.

Ferner spricht sich die FDP in dem Papier unter anderem dafür aus, begrenzte Testkapazitäten nicht flächendeckend einzusetzen, sondern gezielt etwa Menschen mit Symptomen oder Pflegepersonal zu testen. Zum Nachverfolgen von Infektionsketten sollten die Gesundheitsämter mit mehr Personal ausgestattet werden. Der Schutz von Risikogruppen dürfe nicht wieder zur totalen sozialen Isolation von Kranken und Pflegebedürftigen führen. Und weiterhin sollten genug Pflegekräfte in einem Pool zur Verfügung stehen, um ausfallende Kollegen zu ersetzen.

Bundesweit einheitliche Regeln und Sanktionen halten die Liberalen dem Papier zufolge "weder für notwendig noch für zielführend". Im Gegenteil habe sich der Föderalismus in der Corona-Krise bewährt, weil die Bundesländer in unterschiedlichem Maß betroffen seien. 

"Die vergleichsweise hohen Fallzahlen in Bayern rechtfertigen keine Einschränkungen für die Bürger anderer Bundesländer, die das Infektionsgeschehen besser im Griff haben als der Freistaat."

Update 29. August, 17.07 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 57.044 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2636 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen galten 50.270 Menschen.

Update 29. August, 10 Uhr: Nur 17 Corona-Infizierte in bayerischen Asylunterkünften

17 Menschen aus bayerischen Asylunterkünften sind nach jüngsten Angaben mit dem Coronavirus infiziert. 

Wegen eines umfangreichen Präventionsmanagements sei die Zahl konstant niedrig, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem "Münchner Merkur" (Samstag). 

Anfänglich habe es Versuche gegeben, Flüchtlinge für die Ausbreitung des Coronavirus mitverantwortlich zu machen. 

"Doch das ist Stimmungsmache und trifft so nicht zu", sagte der Minister.

Eine Frau geht auf der Corona-Intensivstation hinter einer Glastür einen Gang entlang.
Eine Frau geht auf der Corona-Intensivstation hinter einer Glastür einen Gang entlang.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update 28. August, 18.24 Uhr: Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht für denkbar. 

Den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag) sagte er: "Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden." Die Maske sei ein einfaches und effektives Mittel, um drohende Schulschließungen zu verhindern. Für kommenden Montag sei eine Besprechung mit Schulvertretern geplant.

Bevor jedoch eine Entscheidung über die Maskenpflicht im Unterricht getroffen werde, würden die Erfahrungen anderer Bundesländer hierzu ausgewertet, sagte Söder. 

Zu berücksichtigen seien auch regionale Unterschiede in Bayern: "Wenn es etwa wie im Kreis Rhön-Grabfeld keine oder wenig neue Infektionen gibt, ist die Lage dort anders zu beurteilen als in München oder Rosenheim, wo die Zahlen im Moment höher sind."

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler ab Klasse 5 Masken im Unterricht tragen, diese Regelung läuft jedoch an diesem Montag wegen gesunkener Infektionszahlen aus.

Update 28. August, 18.20 Uhr: Bayern wappnet sich für Ermittlung neuer Corona-Infektionsketten

Die bayerische Polizei wird Schwerpunktkontrollen und Aktionen zur Überwachung der Einhaltung von Infektionsschutzvorgaben durchführen. (Archiv)
Die bayerische Polizei wird Schwerpunktkontrollen und Aktionen zur Überwachung der Einhaltung von Infektionsschutzvorgaben durchführen. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Um Corona-Infektionsketten schnell nachverfolgen zu können, stellt Bayern bis Ende 2021 mindestens 700 Menschen befristet neu ein. 

Sie sollen bisherige Kräfte wie Beamtenanwärter und Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Staatsverwaltung in den Landratsämtern ersetzen, die in sogenannten Contact-Tracing-Teams (CTT) geholfen haben. 

Bei jedem Landratsamt solle es je nach Einwohnerzahl im Schnitt ein bis vier CTT als Grundstock geben, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag. Außerdem würden weitere Mitarbeiter aus der Staatsverwaltung prophylaktisch per Online-Schulung auf einen Einsatz in den CTT vorbereitet. "Damit ist gewährleistet, dass auch weiterhin durchgehend CTTs an allen Landratsämtern in Bayern im Einsatz sind."

Das sogenannte Contact Tracing sei ein ganz wesentlicher Faktor, um das Infektionsgeschehen einzudämmen, so die Sprecherin. Während der Pandemie war das Personal des öffentlichen Gesundheitsdienstes kurzfristig um rund 4000 auf 5150 verstärkt worden. Zusätzlich zu Mitarbeitern anderer Abteilungen wurden den Angaben nach auch rund 240 Medizinstudenten und mehr als 100 Ärzte eingesetzt.

Aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen hatten Bund und Länder am Donnerstag unter anderem die Kontrolle der Quarantänepflicht und der Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen vereinbart. Beim grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Flug- oder Schiffsverkehr beispielsweise ermöglichten Aussteigekarten eine Kontrolle der Quarantänepflichten, erklärte die Ministeriumssprecherin. "Um die Betroffenen zur Einhaltung der Quarantäne- und Anzeigepflicht anzuhalten, wurden von der Staatsregierung hohe Bußgelder für Verstöße gegen die Einreise-Quarantäneverordnung vorgesehen."

Die Durchsetzung der Maskenpflicht im Regional- und Fernverkehr obliege zunächst den Verkehrsverbünden und –betreibern wie der Deutschen Bahn. Kreisverwaltungsbehörden müssten Bußgeldbescheide erlassen. Auch die Polizei kontrolliert laut den Ministerien für Gesundheit und Inneres und kann bei Verstößen Ordnungswidrigkeiten anzeigen oder künftig selbst an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld erheben. 

"Neben Kontrollen im Rahmen des täglichen Streifendienstes führt die Bayerische Polizei ergänzend Schwerpunktkontrollen sowie Aktionen zur Überwachung der Einhaltung bestehender Infektionsschutzvorgaben durch", hieß es weiter.

Update 28. August, 18.18 Uhr: Bundeswehr unterstützt Corona-Teststationen

Die beiden Corona-Teststationen an den Grenzen zu Österreich bekommen am Wochenende Unterstützung durch die Bundeswehr. 

In Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen (Landkreis Traunstein) sowie Donautal-Ost an der Autobahn 3 bei Passau rechnen die Behörden wieder mit einem erhöhten Test-Aufkommen durch Reiserückkehrer. 

Deswegen habe sie ein Unterstützungsangebot der Bundeswehr angenommen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag mit. 

So sollen die bayerischen Hilfsorganisationen entlastet werden, die mit Ehrenamtlichen an den Teststationen geholfen hatten.

Update 28. August, 18.07 Uhr: Münchner Orchester bitten Söder um Anpassung der Zuschauerzahlen

Unter anderem hat sich die Münchner Philharmoniker an Bayerns Ministerpräsidenten gewandt. (Archiv)
Unter anderem hat sich die Münchner Philharmoniker an Bayerns Ministerpräsidenten gewandt. (Archiv)  © Felix Hörhager/dpa

In einem gemeinsamen Brief haben zwei große Münchner Orchester Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) darum gebeten, die erlaubte Zuschauerzahl für Kulturveranstaltungen an die Saalgröße anzupassen. 

Die Orchestervorstände der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks forderten in dem Brief, die aktuell geltende, pauschale Deckelung aufzuheben.

In Bayern sind unabhängig von der Größe des Veranstaltungsortes momentan nur maximal 200 Zuschauer erlaubt. "Berlin, Hamburg und Köln planen mit etwa 600-1000 Zuschauerinnen und Zuschauern, auch in anderen Bundesländern sind ähnliche Zahlen wieder möglich", argumentierten die Vorstände in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur im Wortlaut vorlag. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Eine größere Öffnung könne durch die Einhaltung hygienischer Maßnahmen und einer obligatorischen Maskenpflicht möglich gemacht werden, hieß es mit Verweis auf eine Empfehlung der Berliner Charité. 

"Die Kulturbranche ist ein Zweig des gesellschaftlichen Lebens mit einer höheren Besucherzahl insgesamt als Fußballspiele der Bundesliga und gerade in München ist sie ein eminent wichtiger Bestandteil der Lebensqualität", betonten die beiden Vorstände.

Update 28. August, 15.58 Uhr: Corona-Fall in Gemeinschaftsunterkunft - Bewohner unter Quarantäne

Wegen eines Corona-Falls steht eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Kitzingen unter Quarantäne. 

Einer der insgesamt 138 Bewohner wurde positiv auf Covid-19 getestet, wie die Regierung von Unterfranken am Freitag mitteilte. Die ehemalige US-Einrichtung besteht aus 24 einzelnen kleinen Häusern. 

Alle Bewohner wurden am Freitag vorsorglich auf das Coronavirus getestet. Der infizierte Bewohner wurde bereits am Donnerstag gesondert untergebracht. Die medizinische Versorgung in der Gemeinschaftsunterkunft ist der Regierung zufolge gewährleistet. 

Schon im April wurden in einer anderen Gemeinschaftsunterkunft in Kitzingen 20 von 262 Bewohnern positiv auf das Virus getestet.

Update 28. August, 15.02 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 56.764 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2636 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen galten 50.030 Menschen.

Update 28. August, 14.56 Uhr: Corona-Zahlen gestiegen - Stadt München verhängt Alkoholverbot

In München gilt nach einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen von Freitag an ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum. 

Der Warnwert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen war am Freitag nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschritten und lag bei 35,27. "Damit tritt die Allgemeinverfügung in Kraft, die wir erlassen haben", sagte ein Sprecher der Stadt.

Der Verkauf von Alkohol ist ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verboten. Zudem darf Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr konsumiert werden. Ausnahmen gelten jeweils für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen.

Auch in anderen Städten gibt es bereits Alkoholverbote im öffentlichen Raum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass entsprechender Regelungen zu prüfen. 

In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.

Update 28. August, 14.53 Uhr: Rückgang der Maskenpflicht-Verstöße in Unterfranken

In Unterfranken steigt die Akzeptanz für die Schutzmasken erkennbar an. (Symbolbild)
In Unterfranken steigt die Akzeptanz für die Schutzmasken erkennbar an. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Nach einer weiteren umfangreichen Kontrolle zur coronabedingten Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr hat es nur vereinzelt Verstöße gegeben.

Die Akzeptanz für die Maskenpflicht steige und die meisten hielten sich an die Bestimmungen, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Freitag mit. Bei der Aktion in Würzburg sei es darum gegangen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und Verstöße konsequent anzuzeigen.

Die Großkontrolle fand zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen statt. "Wurden im Zuge der Schwerpunktaktion am 13.08.2020 noch 89 Personen beanstandet, waren es zwei Wochen später lediglich 19, die sich in erster Linie an Bahnsteigen und Bushaltestellen nicht an das Tragegebot hielten", hieß es in der Mitteilung. Das Bußgeld war auf 250 Euro angehoben worden. 

Auch künftig will die unterfränkische Polizei konsequent überwachen, wie ein Sprecher mitteilte. Die nächste Schwerpunktkontrolle stehe aber noch nicht fest.

Update 28. August, 14.46 Uhr: Künstlerin Abramović ist gegen strenge Zuschauerbegrenzung in Bayern

Kurz vor der Premiere ihres Bühnenwerks "7 Deaths of Maria Callas" hat sich die Performance-Künstlerin Marina Abramović gegen die strenge Begrenzung der Zuschauerzahlen bei Kulturveranstaltungen in Bayern ausgesprochen. 

Bei der Uraufführung ihres Werkes am 1. September in der Bayerischen Staatsoper werden nur 200 Zuschauer zugelassen - bei mehr als 2000 verfügbaren Plätzen.

Das sei so wenig, dass man die Zuschauer von der Bühne aus nicht sehe, sagte Abramović am Freitag in München. "Es ist schrecklich, vor einem leeren Theater zu performen." In Bayern sind unabhängig von der Größe des Veranstaltungsortes momentan nur maximal 200 Zuschauer erlaubt. In anderen Bundesländern gilt diese strenge Deckelung nicht.

Die mit Spannung erwartete Inszenierung sollte eigentlich schon im April auf die Bühne kommen. Wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie konnte der Termin aber nicht eingehalten werden. In dem Werk beleuchtet Abramović anhand sieben berühmter Szenen der Sängerin Maria Callas aus Opern wie Carmen, Otello oder La traviata sowohl die tragischen Schicksale der Bühnenfiguren als auch das Leben der Sängerin.

"Es geht um das Sterben an einem gebrochenen Herzen, um den Tod aus Liebe", erklärte Abramović, die sich seit ihrer Kindheit mit Maria Callas beschäftigt. Die Vorstellung wird kostenlos am 5. September live auf Staatsoper.TV, BR-Klassik Concert und Arte Concert übertragen.

Update 27. August, 7.30 Uhr: Countertenor Cencic nützt Corona-Krise zum Nachdenken

Countertenor Max Emanuel Cencic hat die Corona-Krise für eine Auszeit genützt. "Ich finde es manchmal ganz gut, dass man komplett Stopp, Pause macht und einfach mal über das Leben nachdenkt", sagte Cencic der Deutschen Presse-Agentur. 

"Ich bin zu Hause geblieben, habe gekocht und bin mit meinen Hunden rausgegangen." Das erste Mal werde er wieder bei der Premiere des Opernfestivals "Bayreuth Baroque" am 3. September auftreten, dessen künstlerische Leitung er übernommen hat.

Es sei wichtig, aus der Krise zu lernen. "Ich habe in meinem Leben als Künstler immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Krisen eigentlich nichts Schlechtes sind", meinte Cencic. 

"Sondern dass Krisen auch Chancen sind, weil sie uns die Möglichkeit geben, Dinge zu verändern." Auch die Klassikbranche werde sich wieder erholen. 

"Ich denke, dort, wo wir Herzblut reinbringen, gute Arbeit leisten, das wird wohl immer Bestand haben."

Update 27. August, 6 Uhr: Ordnungsamt leitet nach Party mit Corona-Infiziertem Verfahren ein

Nach der Party mit einem Corona-Infiziertem in einem Nürnberger Nachtclub hat das Ordnungsamt ein Verfahren gegen den Betreiber eingeleitet. 

Nach Angaben der Stadt Nürnberg vom Donnerstag wird ihm vorgeworfen, dass er seinen Club möglicherweise "unter dem Deckmantel einer geschlossenen Gesellschaft" für weitere Gäste öffnete.

"Im vorliegenden Fall geht das Ordnungsamt davon aus, dass es sich nicht nur um eine private Feier gehandelt hat", sagte ein Sprecher der Stadt. Damit verstieß der Betreiber gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ihm droht nun ein Bußgeld in Höhe von 5000 Euro. Bereits zuvor hatten stichprobenartige Anrufe bei Teilnehmern ergeben, dass nicht alle Gäste in dem Nachtclub zu einer privaten Geburtstagsfeier gehörten.

Bislang habe sich unter den ermittelten Gästen niemand mit dem Coronavirus infiziert. "Alle Tests in Nürnberg und im Landkreis waren negativ", sagte der Sprecher der Stadt. Nach Angaben des Landratsamts Fürth gilt das Gleiche die Stadt und den Landkreis Fürth. Jedoch konnten noch nicht alle Personen ermittelt werden.

Die Feier vom 15. auf den 16. August hatte ein Gast besucht, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war und der eigentlich unter Quarantäne stand.

Update 27. August, 16.25 Uhr: Bund und Länder einigen sich nicht bei privaten Feiern

Bund und Länder haben sich bei den umstrittenen Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis nicht auf bundesweit geltende Obergrenzen für Teilnehmerzahlen einigen können. 

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus der Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Die Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten nötig und vertretbar seien.

Update 27. August, 15.40 Uhr: FC Ingolstadt trainiert nach Corona-Fall zuhause

Nach dem zweiten Corona-Fall beim FC Ingolstadt und der Absage des Trainingslagers in Südtirol bereiten sich die Drittligaspieler vorerst im Homeoffice auf die Saison vor. 

Die Verantwortlichen wollen vorsorglich eine weitere Corona-Testreihe abwarten, "um die allgemeine Situation dann wieder zu bewerten". Dies teilten die Schanzer am Donnerstag mit. "Wir müssen alle darauf achten, dass die Antennen noch mehr gespitzt sind und wir uns vorsichtig verhalten. Wir leben nun mal mit dem Virus und haben achtsam zu sein", erklärte Trainer Tomas Oral.

Die 25 Spieler des FCI absolvieren unter der Anleitung von Athletiktrainer Jörg Mikoleit ein Cyber-Training. Frederic Ananou gehört hingegen nicht mehr zum Kader, der 22-Jährige wechselt zu Zweitligist SC Paderborn. Der Außenverteidiger war im Januar 2018 aus Kerkrade nach Ingolstadt gekommen und hatte noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021.

Die Schanzer hatten am Samstag mitgeteilt, wegen eines zweiten Corona-Falls nicht ins Trainingslager in der Region Gitschberg Jochtal reisen zu können. Der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Akteur war verletzungsbedingt nicht im Mannschaftstraining gewesen. Der Befund trat im Rahmen der obligatorischen Corona-Testreihe auf. Einige Profis mussten daraufhin in eine zweiwöchige Quarantäne. 

Der Großteil des Kaders von Trainer Oral kann sich hingegen einem weiteren Test am Dienstag unterziehen. Sollten die Tests negativ ausfallen, könnte diese Gruppe am Mittwoch ins nicht-öffentliche Mannschaftstraining einsteigen.

Update 27. August, 15 Uhr: 101 neue Infektionen mit dem Coronavirus wurden in München bestätigt

In München wurden für Mittwoch (Stand 23.59 Uhr), 101 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8468 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7326 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Update 27. August, 14 Uhr: Bayern bleibt bei hohen Bußgeldern für Verstöße gegen Maskenpflicht

In Bayern bleiben Verstöße gegen die Maskenpflicht weiterhin deutlich teurer als im Rest von Deutschland. 

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen im Freistaat auch nach der Einigung von Bund und Ländern auf ein einheitliches Mindest-Bußgeld von 50 Euro für Verstöße weiter 250 Euro fällig werden. 

Zudem soll es dem Vernehmen nach in Bayern auch weiterhin die Möglichkeit für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten geben, sich an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen direkt kostenlos testen zu lassen. In einem Beschlusspapier schlägt der Bund vor, kostenlose Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten ab Mitte September nicht mehr anzubieten.

Bund und Länder hatten sich am Mittag nach dpa-Informationen bei ihrer Videokonferenz darauf verständigt, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben. 

Einzig Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) kündigte an, die Regelung in seinem Land nicht umsetzen zu wollen.

Update 27. August, 12 Uhr: Stehbier-Verbot in Bamberg verlängert

Die Stadt Bamberg hat das Stehbier-Verbot erneut verlängert. Bis einschließlich 1. November sollen so größere Menschenansammlungen in der Corona-Krise verhindert werden, wie ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mitteilte. 

Damit bleibt es in weiten Teilen der Altstadt verboten, am Wochenende nach 20 Uhr Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.

"Die Stadt zieht damit die konsequente Schlussfolgerung aus den Erfahrungen der vergangenen Wochen", erklärte der Sprecher. Seit der Umsetzung des Verbots Anfang Juli hätten sich deutlich weniger Menschen auf den Straßen der Altstadt versammelt. Die Regelung greift für Freitag- und Samstagabende sowie für Abende vor einem gesetzlichen Feiertag.

"Die zurückliegenden Wochen waren von großem Verständnis unter den Gastronomen geprägt", betonte der Sprecher. Doch nicht alle halten die Maßnahme für sinnvoll: Ein Gastronom klagte gegen das Stehbier-Verbot vor dem Verwaltungsgericht und bekam zunächst Recht. 

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte das Urteil jedoch in einem Eilverfahren.

Update 27. August, 9.30 Uhr: Bund will Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer beschränken

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer beschränken. 

Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden. In der der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag heißt es zudem, bei privaten Veranstaltungen und Feiern außerhalb des Privatbereichs sollten künftig 50 Teilnehmer erlaubt sein.

Update 27. August, 9.25 Uhr: Bund will Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verbieten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will, dass Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. 

Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben, wenn sichergestellt sei, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag.

Update 27. August, 9.12 Uhr: Ende kostenloser Corona-Tests aus Nicht-Risikogebieten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten am Ende der Sommerferien aller Bundesländer mit dem 15. September beenden. 

In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf des Bundes wird darauf hingewiesen, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten in jedem Fall verpflichtet seien, sich unverzüglich für 14 Tage nach ihrer Einreise in Quarantäne zu begeben.

Update 27. August, 9.05 Uhr: Mindestbußgeld von 50 Euro für Verstöße gegen Maskenpflicht

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden. 

Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bußgeld erhoben werden, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag.

Update 27. August, 9 Uhr: Söder fordert längerfristiges Krisenmanagement

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor den Beratungen zur Corona-Strategie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten gefordert, längerfristig zu planen. 

"Es wär mal gut, wenn wir versuchen, jetzt ein langfristiges Management zu entwickeln", sagte er mit Blick auf den Umgang mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Labore und Gesundheitsdienste bräuchten eine längerfristige Perspektive für ihre Arbeit. Die zuletzt ins Spiel gebrachte Kursänderung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von Pflichttests hin zu neuen Quarantäneregelungen sei "sehr schnell" gewesen. "So richtig durchdacht, scheint das nicht zu sein", sagte Söder.

Erstmals seit Juni beraten am Donnerstag die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit Merkel über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie. 

Grundsätzlich steht die Frage im Raum, ob man wieder zu einheitlichen Regeln gelangen kann, nachdem die Länder in den vergangenen Wochen je eigene Maßnahmen ergriffen hatten. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (2.v.r., CDU) kommt zusammen mit Olaf Scholz (l, SPD), Bundesfinanzminister, Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Peter Tschentscher (M, SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg zu einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (2.v.r., CDU) kommt zusammen mit Olaf Scholz (l, SPD), Bundesfinanzminister, Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Peter Tschentscher (M, SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg zu einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Update 26. August, 15.33 Uhr: Corona-Fall in Bayreuth: US-Amerikaner betroffen

Nach dem Corona-Fall bei medi Bayreuth hofft der Basketball-Bundesligist, von nächster Woche an wieder mit dem kompletten Kader trainieren zu können. 

Wie die Oberfranken am Mittwoch mitteilten, waren neben dem betroffenen US-Spieler vorsorglich weitere drei medi-Akteure vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden. Namen nannte der Verein nicht. Alle anderen Spieler seien bereits doppelt negativ getestet worden.

Der Bundesligist hofft, Ende dieser Woche eine Freigabe des Gesundheitsamts zu bekommen, um dann wieder alle Spieler im Training zu haben. Den positiven Corona-Fall hatten die Bayreuther am 14. August publik gemacht. Die neue Ligasaison soll am 6. November starten.

Geschäftsführer Björn Albrecht zufolge war es nicht möglich gewesen, "von allen Spielern aus den USA einen aktuellen Covid 19 Test vor der Abreise nach Deutschland zu bekommen." Vier der fünf US-Amerikaner im Kader seien bei den Tests in den USA aufgrund fehlender Symptome abgewiesen worden. Eine Testung im Klinikum Bayreuth wurde nötig. 

"Das Gesundheitsamt hat dann die Kontakte der Spieler untereinander im Testbericht des Klinikums so gewertet, dass eine vorsorgliche 14-tägige Quarantäne notwendig wurde", erklärte Albrecht.

Update 26. August, 15.19 Uhr: Hopfenbauern kämpfen mit Preisverfall und Corona-Auflagen

Hopfendolden sind auf einem Hopfenfeld zu sehen. (Archiv)
Hopfendolden sind auf einem Hopfenfeld zu sehen. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Die deutschen Hopfenbauern erwarten nach einem Sommer mit ausreichend Regen "eine gute Durchschnittsernte" von hoher Qualität. 

Sie treffe jedoch auf eine deutlich geringere Nachfrage der Händler und Bierbrauer als im Vorjahr, teilte ihr Verband am Mittwoch im oberbayerischen Wolnzach in der Hallertau mit. 

Die Folge seien sinkende Preise - bei einigen Sorten geradezu ein Preisverfall. In der Hallertau wird annähernd ein Drittel der weltweiten Hopfenernte eingefahren. 

Weltweit werden jährlich etwa 118.000 Tonnen Hopfen geerntet, die dem Bier Aroma und Bitterstoffe zu geben. In diesem Jahr erwarten die Hallertauer Hopfenpflanzer eine Ernte von 41.500 Tonnen. Die Ernte beginnt Ende August.

Die Corona-Pandemie belastet aber nicht nur den Hopfenmarkt, sondern auch die Saisonarbeit. Nur mit deutschen Aushilfskräften - vor allem Studenten und Kurzarbeitern - hätten die Frühjahrsarbeiten bewältigt werden können, teilte der Verband mit. Bulgaren und Rumänen hätten auf dem Landweg nicht anreisen können, viele polnische Arbeitskräfte hätten die Reise gescheut. Es sei aktuell schwierig, die Hygiene- und Meldevorgaben der Behörden und die oft kurzfristigen Änderungen in die Praxis umzusetzen.

"Die Landrats- beziehungsweise Gesundheitsämter sind überlastet und Testkapazitäten begrenzt", hieß es von Seiten des Verbandes.

Update 26. August, 15.01 Uhr: Aktuelle zahlen für den Freistaat und München

In Bayern sind mittlerweile 55.840 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2633 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Als genesen galten 49.640 Menschen.

Update 26. August, 11.22 Uhr: Söder fordert höhere Strafen und mehr Konsequenz bei Corona-Verstößen

Fordert höhere Strafen bei Corona-Vertößen: Dr. Markus Söder.
Fordert höhere Strafen bei Corona-Vertößen: Dr. Markus Söder.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

CSU-Chef Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise an diesem Donnerstag für höhere Strafen für Masken-Verweigerer und Quarantänebrecher ausgesprochen. 

Die Bußgelder müssten angehoben und Verstöße konsequent geahndet werden, forderte Söder am Mittwoch nach der Sitzung des Koalitionsausschusses vom Vorabend in Berlin.

Er setze zudem darauf, dass sich die Runde auf eine bundesweit einheitliche Philosophie nach dem Motto einigen werde, dass regional differenziert mehr getan werden müsse, je höher sich die Infektionsraten entwickelten, sagte Söder. Je schlechter die Zahlen seien, desto mehr müssten die Zügel angezogen werden. Die Maßnahmen müssten strenger und nicht lockerer werden. So sehe er beispielsweise Lockerungen bei Fußballspielen oder Großkonzerten sehr zurückhaltend und als kein gutes Signal.

Söder geht von nicht einfachen Verhandlungen in der Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel aus. Man müsse sich aber zwingen, bei der Corona-Bekämpfung eine einheitliche Grundidee zu finden. Bei der Höhe der Bußgelder müsse differenziert werden zwischen Menschen, die keine Maske tragen wollten, und jenen, die die Quarantäne brechen. Letzteres könne wesentlich stärkere Auswirkungen haben. Der bayerische Ministerpräsident sprach sich auch für eine gemeinsame Linie für Regeln bei privaten Feiern aus. Hier könne es eine Erleichterungen sein, wenn die Nachverfolgbarkeit der Teilnehmer erleichtert werde.

Zugleich kritisierte er erneut die geplanten Neuregelungen bei Corona-Tests für Reiserückkehrer. Man könne nicht verpflichtende Tests einführen, "und nach zwei Wochen schaffen wir sie wieder ab". 

Es dürfe kein ständiges Hin und Her bei den Teststrategien geben. Er halte die Tests von Reiserückkehrern für eine gezielte Teststrategie, die auch angesichts der nahenden Herbstferien richtig sei.

Update 25. August, 17.45 Uhr: Party mit Corona-Infiziertem war wohl keine geschlossene Gesellschaft

Die Nürnberger Party mit einem Corona-Infiziertem war möglicherweise keine private Feier. "Es wird durch das Ordnungsamt derzeit geklärt, ob es wirklich eine private Feier war", sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. 

Stichprobenartige Anrufe bei Teilnehmern hätten ergeben, dass die Gäste im Nachtclub "Mach 1" wohl nicht zu einer geschlossenen Gesellschaft gehört hätten. Dies ist eine Voraussetzung für Privatfeiern in Clubs oder Diskotheken. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. 

Die Feier im "Mach 1" hatte ein Gast besucht, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war und der eigentlich unter Quarantäne stand.

Update 25. August, 16.45 Uhr: Viele Coronafälle in Bayern gehen auf Infektion im Inland zurück

Viele der zuletzt in Bayern auf Corona getesteten Menschen haben sich in Deutschland angesteckt. Dies geht aus Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor, wie ein Sprecher Dienstag mitteilte.

Demnach haben sich von 1613 Fällen aus den vergangenen vier Wochen, zu denen dem LGL ein Ansteckungsort vorliegt, 1269 Menschen am wahrscheinlichsten in Deutschland angesteckt. In 344 Fällen hat die Ansteckung laut LGL im Ausland stattgefunden. Insgesamt wurden dem LGL in den vergangenen vier Wochen 2611 Fälle gemeldet, doch nicht immer sei die Infektionsquelle bekannt, so der Sprecher.

Der Sprecher des LGL wies zudem darauf hin, dass der Anstieg der bayerischen Fallzahlen "zumindest auch auf die zielgerichtete Testung von Reiserückkehrern" zurückzuführen sei. So seien Fälle entdeckt worden, die sonst nicht als solche erkannt worden wären. 

Die Testergebnisse der Teststationen in Bayern, auch die an den Autobahnen und Flughäfen, fließen in die amtliche Meldestatistik des Freistaats ein, wenn die Getesteten ihren Wohnort in Bayern haben.

Update 25. August, 15.50 Uhr: Aiwanger will Verbesserungen für DAV-Hütten prüfen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den unter der Corona-Krise leidenden Hüttenwirten des Deutschen Alpenvereins (DAV) helfen. 

Die Hygieneauflagen brächten für die Wirte eine starke Einschränkung, was zu großen wirtschaftlichen Einbußen führe, sagte Aiwanger bei einem Treffen mit DAV-Präsident Josef Klenner laut Mitteilung des Verbandes vom Dienstag. Die Situation solle nun in einem Praxis-Check mit dem DAV unter die Lupe genommen werden, um Wege für eine Verbesserung des wirtschaftlichen Betriebs zu finden.

Dem Treffen am Montag war ein Brandbrief des DAV an die Staatsregierung vorausgegangen. "Aktuell werden unsere bayerischen Hütten von den Gesetzgebern mit der Hotellerie im Tal gleichgesetzt", sagte Klenner. Die DAV-Hütten seien aber nicht nur bloße Übernachtungsbetriebe, sondern Schutzhütte und wichtige Stützpunkte im Gebirge. 

Ein Ansatz könne sein, große Übernachtungsräume in kleinere Einheiten zu unterteilen und die Belüftung zu verbessern. 

Der DAV sieht als Möglichkeiten auch einen Hilfsfonds zur Existenzsicherung für den Hüttenbetrieb und finanzielle Unterstützung bei coronabedingten Umbaumaßnahmen.

Update 25. August, 15 Uhr: Corona-Infizierter auf Feier in Bodenwöhr: Zweite Testreihe

Nach einer Feier mit einem Corona-Infizierten im oberpfälzischen Bodenwöhr sollen alle Kontaktpersonen ein zweites Mal auf eine Infektion mit dem Virus getestet werden. 

Die Abstriche bei den 114 Personen sollen an diesem Mittwoch genommen werden, wie ein Sprecher des Landratsamtes Schwandorf am Dienstag sagte. Die Ergebnisse der ersten Testreihe waren in allen 114 Fällen negativ ausgefallen, wie die Behörde mitteilte. Am Dienstagnachmittag lagen auch die beiden letzten ausstehenden Befunde schriftlich vor.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am 14. August an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. Der Mann hatte sich am Tag zuvor an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen. Die Feier fand in Bodenwöhr in einem Zelt auf einem Sportplatz statt. Die betroffenen Personen befinden sich in einer 14-tägigen Quarantäne. 

"Soweit sich der negative Befund aus dem ersten Test bestätigt, können die Partygäste fristgemäß am Freitag aus der Quarantäne entlassen werden", teilte das Landratsamt mit. 

Fällt der zweite Abstrich positiv aus, müssten diejenigen in Quarantäne bleiben.

Update 25. August, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 25. August, 14.05 Uhr: Corona-Hotspot Bad Feilnbach

Auch an sogenannten Corona-Hotspots hat sich bisher der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht mit dem Virus infiziert. Im oberbayerischen Bad Feilnbach hatten 6,0 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Sars-CoV-2-Virus und demnach eine Infektion durchgemacht, wie eine veröffentlichte Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ergab. 

Die Tests mit 2153 Erwachsenen vom 23. Juni bis 4. Juli ergaben somit 2,6-mal mehr Infektionen als bisher bekannt. Der Großteil der Bevölkerung habe damit die Infektion nicht durchgemacht, sagte Studienleiterin Claudia Santos-Hövener.

Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim war die zweite stark von Corona betroffene Kommune nach Kupferzell in Baden-Württemberg, in der das RKI Einwohner auf das Virus testete. In Kupferzell waren bei 7,7 Prozent der Getesteten Antikörper gefunden worden. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen aber häufig keine Antikörper nachweisbar sind, lag dort der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, wohl merklich höher bei gut 10 Prozent. 

Auch in Bad Feilnbach liegt aus diesem Grund der geschätzte prozentuale Anteil der Infizierten höher bei hochgerechnet 8,6 Prozent, wie Santos-Hövener sagte.

Update 25. August, 13.50 Uhr: Abschaffung von Corona-Testpflicht wäre laut Markus Söder ein Fehler

Eine Abschaffung von verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer wäre nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein Fehler. "Corona ist gefährlich, die Infektionszahlen schnellen hoch, deshalb müssen wir testen", sagte der CSU-Chef am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Zugleich würden immer mehr Risikogebiete ausgewiesen, auch das zeige, wie groß der Bedarf eigentlich sei.

Sollte der Plan wirklich umgesetzt werden, wäre dies aus seiner Sicht ein Rückschlag. "Erst führt man vor zwei Wochen die Tests ein, und jetzt will man sie wieder abschaffen", erklärte Söder. Er verwies in dem Kontext auf die hohe Zahl an positiven Corona-Tests bei den Rückkehrern. Auch eine Abschaffung nach dem Ende der letzten Sommerferien in Baden-Württemberg Mitte September könne schwierig sein. "Dann stehen in einigen Bundesländern bald danach wieder die Herbstferien an."

Das Argument, perspektivisch seien nicht die entsprechenden Testkapazitäten vorhanden, lässt Söder nicht gelten. "Der Bund muss mit Hochdruck daran arbeiten, die Kapazitäten auszubauen."

Die Gesundheitsminister hatten sich trotz der Skepsis einiger Länder, darunter Bayern, am Montagabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass es nach Ende der Sommerreisesaison keine verpflichtenden Tests mehr für Heimkehrer geben solle. Für Urlauber aus Risikogebieten soll ausschließlich die Quarantäneregelung gelten.

Update 25. August, 10.05 Uhr: Alkoholverbot für München geplant

Vertreter der Stadt München und der Polizei haben sich am Montag beim Runden Tisch für ein Alkoholverbot in der Landeshauptstadt geeinigt.

Demnach sollen nachts keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden. Auch der Konsum wird dann strafbar.

Ursprünglich wollte man sich nur wegen der Situation am Gärtnerplatz treffen und Lösungen suchen. Dabei stellte man fest, dass ein Verbot an den Hotspots lediglich zu einer Verschiebung führen würde.

Den kompletten Bericht findest Du >>> hier.

Update 25. August, 9.55 Uhr: Münchens OB Dieter Reiter hofft auf ein Oktoberfest 2021

Nachdem das Oktoberfest in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfällt, hofft Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf eine Wiesn 2021. Wenn es einen Impfstoff geben sollte, stehe einem Oktoberfest im kommenden Jahr nichts im Wege, sagte Reiter dem Münchner Merkur. 

Er halte es für möglich, dass bis 2021 ein solcher Impfstoff gefunden ist. "Die ganze Welt beteiligt sich schließlich an der Forschung." Zuversichtlich ist der Stadtchef auch, was die Christkindlmärkte in München betrifft. 

Die Verwaltung arbeite an einem Konzept, wie die Märkte in diesem Jahr stattfinden könnten. Es müssten Abstände gewährleistet sein, um Menschenansammlungen zu verhindern. "Ich fände es schön, zu Weihnachten ein kleines Zeichen der Normalität nach diesem schwierigen Jahr zu setzen", sagte Reiter. 

Auch wenn das Flair der Christkindlmärkte dann nicht ganz so sein werde wie gewohnt.

Update 25. August, 9 Uhr: Lotto Bayern spürt Corona-Folgen

Auf der Suche nach dem großen Glück und/oder einem dicken Batzen Geld haben Lotto-Spieler in der Corona-Krise ihr Verhalten den Pandemie-Umständen angepasst. Manche seien auf Mehrwochen-Scheine ausgewichen, um nicht so häufig in die Annahmestelle kommen zu müssen, teilte ein Sprecher von Lotto Bayern mit. 

"Allerdings haben auch viele im Internet gespielt. Hier haben wir einen Anstieg wahrgenommen." Viele Annahmestellen hingegen hätten vorübergehend und mit entsprechenden Einbußen schließen müssen. Weil weniger Menschen in die geöffneten Annahmestellen kamen, sank auch der Losverkauf. "Zudem sind die Losboxen auf den Verkaufstresen wegen der Hygienemaßnahmen nicht mehr so gut sichtbar", so der Sprecher.

In der Zeit von Mitte März, als die strengsten Corona-Beschränkungen einsetzten, bis Mitte August sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 491,5 Millionen Euro gestiegen. Ob die Menschen nun gerade in Krisenzeiten ihr Glück versuchen oder Geld mangels großer Shoppingmöglichkeiten übrig hatten, darüber könne nur spekuliert werden. 

"Eine große Rolle spielt bei den Umsätzen immer, wie hoch der Jackpot gerade ist", erläuterte der Sprecher. "So hat es uns sehr geholfen, dass der Jackpot bei der internationalen Lotterie Eurojackpot auf 90 Millionen angewachsen war, bevor er am 1. Mai geknackt wurde." In einer Jackpotphase werde immer mehr gespielt.

Während Glücksspiel auf der negativen Seite die Gefahr einer Sucht birgt, hat die Sache auch eine gute Seite: Geld aus den Einnahmen fließt nämlich in den Staatshaushalt. Damit kann der Freistaat unter anderem soziale, kulturelle oder Sportprojekte fördern. So ist die Staatliche Lotterieverwaltung in Bayern auch dem bayerischen Finanzministerium unterstellt. Seit Jahresbeginn konnten schon zehn Menschen über einen Lotto-Millionengewinn jubeln, wie der Sprecher mitteilte. 97 Gewinner hätten heuer bislang mindestens 100.000 Euro kassiert. Allein 50 Großgewinner kamen den Angaben zufolge aus Oberbayern.

Immer wieder kommt es dem Sprecher zufolge auch vor, dass Gewinne nicht abgeholt werden. "Derzeit suchen wir nach dem Gewinner unserer BayernMillionen." Am 21. Dezember 2019 um 11.30 Uhr habe der Spieler in einer Annahmestelle im Raum Memmingen einen Spielauftrag abgegeben, der ihn zum Millionär bei der Lotterie BayernMillionen machte. "Das Problem dabei ist nur: Er weiß noch nichts davon." 

Die gute Nachricht: Derjenige hat bis Ende 2023 Zeit, sich zu melden.

Auf der Suche nach dem Glück haben Lotto-Spieler in der Corona-Krise ihr Verhalten den Umständen angepasst. (Symbolbild)
Auf der Suche nach dem Glück haben Lotto-Spieler in der Corona-Krise ihr Verhalten den Umständen angepasst. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Update 24. August, 18 Uhr: Corona-Infizierter auf Feier in Bodenwöhr: Bislang alle Tests negativ

Nach einer Feier mit einem Corona-Infizierten im oberpfälzischen Bodenwöhr sind bislang alle weiteren Testergebnisse negativ. 

Dem Landratsamt Schwandorf zufolge lagen am Montag bei 112 der 114 ermittelten engen Kontaktpersonen die Testergebnisse schriftlich vor. Bei den beiden weiteren Ergebnissen gebe es bereits telefonisch die Vorab-Information, dass auch diese negativ seien, sagte ein Sprecher des Landratsamtes.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am vorvergangenen Freitag an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. 

Der Mann hatte sich am Tag zuvor an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen.

Update 24. August, 16.20 Uhr: Corona-Fall beim FC Ingolstadt - Kontaktpersonen ermittelt

Nach dem zweiten Corona-Fall beim FC Ingolstadt und der Absage des Trainingslagers in Südtirol sind die Kontaktpersonen ermittelt worden. 

Wie der Fußball-Drittligist am Montag weiter mitteilte, mussten einige Profis in eine zweiwöchige Quarantäne. Der Großteil des Kaders von Trainer Tomas Oral kann sich hingegen einem weiteren für Dienstag angesetzten Test unterziehen. Sollten die Tests negativ ausfallen, könnte diese Gruppe am Mittwoch ins nicht-öffentliche Mannschaftstraining einsteigen.

Die Schanzer hatten am Samstag mitgeteilt, wegen eines Corona-Falls nicht ins Trainingslager in der Region Gitschberg Jochtal reisen zu können. Der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Akteur war verletzungsbedingt bisher nicht im Mannschaftstraining. Der Befund trat im Rahmen der obligatorischen Corona-Testreihe auf.

Die Ingolstädter hatten schon vor ihrem Trainingsstart vor mehr als einer Woche einen Corona-Fall. Der positiv getestete und namentlich nicht genannte Akteur war damals den Angaben zufolge schon einige Tage in Quarantäne gewesen und hatte keine Symptome gezeigt. 

Eine zweite Testung ergab dann nur negative Ergebnisse.

Update 24. August, 16 Uhr: Corona-Infizierter geht trotz Quarantäne in Nürnberg feiern

Unleserlich, lückenhaft, falsche Angaben - die Teilnehmerlisten einer Party in einem Nürnberger Nachtclub "Mach 1" bereiten den Behörden Probleme.

Auf der Feier vom 15. auf den 16. August war ein Gast, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war.

Die Person habe zu dem Zeitpunkt eigentlich unter häuslicher Quarantäne gestanden, teilte der Landkreis Fürth am Montag mit, zu dem das zuständige Gesundheitsamt gehört.

Mehr >>hier zum Fall in Nürnberg.  

Update 24, August, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

In München wurden für vergangenen Freitag 68, für Samstag 30 sowie für Sonntag, 23. August (Stand 23.59 Uhr), 41 neue Corona-Fälle gemeldet. 

Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8193 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7211 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Ein Schild weist am Flughafen im Ankunftsbereich zum Covid-19-Testzentrum.
Ein Schild weist am Flughafen im Ankunftsbereich zum Covid-19-Testzentrum.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update 24. August, 14 Uhr: Gewerkschaft kritisiert Gesundheitsschutz in Kitas

Die bayerische Bildungsgewerkschaft (GEW) hält den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kitas für unzureichend.

"Wir reden über teils 30 Menschen in einem Raum, ohne Abstand, ohne Masken", sagte Gewerkschaftssekretär Mario Schwandt am Montag. Das Kita-Jahr soll ab September trotz Corona regulär starten.

Es komme auch vor, dass Beschäftigte von Eltern belogen werden und Kinder krank in die Kita gebracht werden, so Schwandt. Durch eine neue Regelung werde dies nun teils offiziell ermöglicht. "Die bisherige Regelung sah vor, dass Kinder bei jedem Anzeichen einer Erkrankung abgewiesen werden können", teilte die GEW weiter mit. So habe man ein sicheres Arbeitsfeld mit niedrigen Fallzahlen schaffen können.

Ab September gelte der Rahmenhygieneplan des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), wonach Kinder "mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten" Kitas besuchen dürfen. 

Die Gewerkschaft bezeichnete diese neue Vorschrift als "grob fahrlässig".

Update 24. August, 13.21 Uhr: Bayern verschärft Corona-Bußgelder für Verstöße gegen Maskenpflicht

Mit höheren Bußgeldern für Maskenverweigerer und mehr Kontrollen will Bayern die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern ausbremsen. 

"Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2000 Euro fällig werden. "Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt", sagte Söder.

Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsministerium den Bußgeldkatalog, er solle noch im Laufe der Woche bekannt gemacht werden. Ein Beschluss des Kabinetts ist für die Novelle nicht notwendig. Künftig sollen dann auch Polizisten direkt Verwarnungen aussprechen können, bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich. Insbesondere im privaten Bereich gelten die Kontrollen von Corona-Auflagen - auch was die Zahl von Gästen auf privaten Feiern angeht - als in der Praxis kaum machbar.

Im Kampf gegen die Pandemie kündigte Söder zudem eine Ausweitung der Corona-Testzentren auf die Bahnhöfe für Fernbusse an. Bislang gibt es nur an Autobahnen, Flughäfen und normalen Bahnhöfen mit Fernverkehr Testzentren. Spätestens ab Anfang September würden dann auch die regionalen Testzentren ihre Arbeit aufnehmen.

Update 24. August, 10 Uhr: Virologin warnt vor Gefährdung des Schulbetriebs durch Risiko-Urlaub

Virologin Ulrike Protzer plädiert dafür, aus Rücksicht auf den Schulbetrieb auf Urlaube im Risikogebiet und auf Feiern zu verzichten. 

"In einem Risikogebiet Urlaub zu machen, nur weil es da gerade billig ist, ist unverantwortlich", kritisierte die Beraterin der Staatsregierung zur Corona-Pandemie im Gespräch mit den "Nürnberger Nachrichten" (Montagsausgabe). "Wenn wir in anderen Bereichen unvorsichtig werden, riskieren wir die Öffnung der Schulen und KiTas."

Das Risiko einer Infektion sei im Sommer geringer. "Im Herbst allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass wir weiter lockern können", sagte Protzer. 

"Ich befürchte sogar, dass wir einige Schrauben wieder anziehen müssen, wenn wir feststellen, dass wir zuviel Infektionen haben, um beispielsweise die Schulen offen zu halten."

Update 24. August, 9.21 Uhr: Landkreispräsident: Maskenpflicht im Unterricht notwendig

Landkreispräsident Christian Bernreiter sieht keine Alternative zur Maskenpflicht im Unterricht. 

"Wir sind vorbereitet, aber der Vollbetrieb wird eine Herausforderung aufgrund der räumlichen Situation. An der Maskenpflicht im Unterricht wird deshalb kein Weg vorbeiführen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur".

Bernreiter plädiert für bundesweit einheitliche Regelungen in der Corona-Krise. "In den vergangenen Wochen gab es ja eher einen Überbietungswettbewerb bei den Lockerungen", kritisierte er im Gespräch mit der Zeitung. 

"Wir müssen jetzt alle demokratischen Kräfte bündeln und nicht so einen Vorwahlkampf führen. Ein zweiter Lockdown wäre fatal für unser Land, das müssen wir unbedingt verhindern."

Update 24. August, 9.17 Uhr: Stehbier-Verbot in Bamberg wirkt - keine "wilde Sandkerwa"

Nach der coronabedingten Absage der Bamberger Sandkerwa, eines der beliebtesten Volksfeste in Franken, hat es entgegen aller Befürchtungen keine Feierei in der Altstadt gegeben. 

"Wir hatten keinerlei wilde Sandkerwa, es war sogar relativ ruhig", sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. "Die Leute haben sich an die Allgemeinverfügung gehalten."

Um Menschenansammlungen in der Corona-Krise zu vermeiden, erließ die Stadt Bamberg eine Allgemeinverfügung: Lokale dürfen demnach in weiten Teilen der Altstadt freitags und samstags ab 20 Uhr keinen Alkohol im Straßenverkauf anbieten. 

Das Stehbier-Verbot galt auch für die Tage der Sandkerwa, die eigentlich vom 20. bis 24. August stattfinden hätte sollen.

Update 24. August, 8.09 Uhr: Lehrer fordern Raumluftreiniger für Klassenzimmer

In Bayerns Schulen sollen nach Willen der Lehrer zeitnah Raumluftreiniger installiert werden. (Archiv)
In Bayerns Schulen sollen nach Willen der Lehrer zeitnah Raumluftreiniger installiert werden. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Der Bayerische Philologenverband (bpv) fordert mit Blick auf die kühlere Jahreszeit Raumluftreiniger für Klassenzimmer zum Schutz vor Coronaviren. 

An vielen Schulen gebe es keine Anlagen, die einen wiederholten Luftaustausch in den Räumen gewährleisten könnten, sagte ein bpv-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in München. In modernen Gebäuden könne man oft nicht mal schnell das Fenster aufreißen, um frische Luft reinzulassen. Auch CO2-Ampeln hält der Verband für sinnvoll. Sie messen in Räumen die Konzentration von Kohlendioxid und zeigen an, wann gelüftet werden sollte.

"Wir diskutieren über Masken im Unterricht, aber wir können genauso sicherstellen, dass die Luft entsprechend umgewälzt wird", sagte der Sprecher. Bei guter Lüftung könnten auch Lehrer aus Risikogruppen eher wieder eingesetzt werden. Laut bpv gibt es Geräte ab 2000 Euro, man bräuchte also bis zu 100 Millionen Euro, um die rund 50.000 Klassenzimmer in Bayern damit auszustatten. Vermutlich sei diese Summe aber niedriger, da es an einigen Schulen bereits ausreichende Lüftungssysteme gebe.

Tröpfchen und winzige Aerosol-Partikel sollen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Sars-CoV-2 spielen. Vor allem die Aerosol-Teilchen können nach bisherigen Erkenntnissen Stunden bis Tage in der Luft schweben. 

Forscher der Universität der Bundeswehr München hatten einen Raumluftreiniger untersucht und eine Halbierung der Aerosolkonzentration binnen weniger Minuten festgestellt. Sie empfahlen die Geräte deshalb auch für Schulen oder Büros.

Update 23. August, 16.16 Uhr: Söder zur Obergrenze bei privaten Feiern

Am kommenden Donnerstag wollen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die aktuelle Lage austauschen. Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, ob es eine Personen-Obergrenze für private Feiern geben muss. 

"Die Grenze kann aber nicht irgendwo dann bei 200 oder 300 oder 400 oder 500 liegen, wie sie diskutiert wird, denn genau da entsteht das Ganze ja", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag dem Deutschlandfunk. 

Falls es zu einheitlichen Standards komme, "müssten sie sich an der bayerischen Linie orientieren", sagte auch Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) der Augsburger Allgemeinen. 

"Ich glaube nicht, dass der Freistaat seinen bewährten Weg verlässt."

Update 23. August, 15.15 Uhr: Ansturm an den Corona-Teststationen in Bayern

Viel Geduld haben Reisende am Wochenende zeitweise an den Corona-Teststationen an den bayerischen Autobahnen gebraucht. 

Mit der Unterstützung von rund 120 bis 140 Ehrenamtlichen konnte man dem Andrang schließlich gerecht werden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Sonntag. "Die Wartezeiten sind extrem zurückgegangen, von mehreren Stunden auf etwa zehn bis 30 Minuten."

In Bayern können sich alle Reisende seit Ende Juli freiwillig testen lassen. Für Urlauber aus Risikogebieten greift inzwischen bundesweit eine Testpflicht. Die Teststationen befinden sich an den Autobahnraststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). 

Auch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg können Heimkehrer einen Abstrich nehmen lassen.

Update 23. August, 10.45 Uhr: Hygiene-Experten bei medi Bayreuth - Debatte um Besucher in Hallen

In der Debatte um den Einlass von Zuschauern bei Basketball-Bundesligaspielen in der neuen Saison haben Experten die Oberfrankenhalle in Bayreuth begutachtet. 

Unter der Leitung von BBL-Hygienechef Florian Kainzinger war im Auftrag der Stadt Bayreuth und von Erstligist medi Bayreuth bereits am Donnerstag ein vier Mann starkes Team vor Ort.

"Wir haben uns jetzt die Halle hier rund viereinhalb Stunden zusammen angeschaut und dabei versucht, verschiedenste Situationen nachzustellen", erzählte Kainzinger, der in der Corona-Krise das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Basketball-Bundesliga (BBL) für das Final-Turnier vor leeren Rängen maßgeblich mitentwickelt hatte. Die neue Ligasaison soll am 6. November starten.

Der Gesundheitsökonom berichtete unter anderem von der Prüfung der Lüftungsanlagen und Partikel-Simulationen zur Nachstellung von Luftbewegungen in der Halle. "Das alles fließt nun in einem Gesamtbild in ein Gutachten ein, wie viele Zuschauer hier unter infektiologischer Sicht gesund vertreten werden können", sagte Kainzinger, der auch Berater des Deutschen Fußball-Bundes für Diagnostik/Tests und Projektleiter der Deutschen Fußball Liga in diesem Bereich ist.

Das Gutachten sei eine "externe Fachmeinung, die jedoch für keinen bindend ist", sagte der Boss des Expertenteams. 

"Es kann jedoch Grundlage für das zuständige Gesundheitsamt sein, um auf der Basis sich mit der Frage auseinander zu setzen, ob und wie viele Zuschauer man hier zulassen kann."

Update 23. August, 10.30 Uhr: Corona-Fall beim FC Ingolstadt - Keine Reise nach Südtirol

Der FC Ingolstadt reist wegen eines Corona-Falls nicht ins Trainingslager nach Südtirol. Wie der Fußball-Drittligist mitteilte, war der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Akteur verletzungsbedingt bisher nicht im Mannschaftstraining. 

Der Befund trat im Rahmen der obligatorischen Corona-Testreihe auf. Die Spieler seien "bis auf Weiteres im individuellen Training, der Austausch mit dem Gesundheitsamt bezüglich des weiteren Vorgehens läuft bereits", hieß es.

Ursprünglich wollte Trainer Tomas Oral in der Region Gitschberg Jochtal seine Mannschaft weiter auf die neue Saison vorbereiten. "Im Trainingslager werden wir großen Wert darauflegen, weiter zusammenzuwachsen und ein gutes Klima im Team zu erzeugen. Auf dem Platz wollen wir unser Umschaltspiel verbessern und im Aufbauspiel ballsicherer werden", hatte Oral vor dem Zwischenfall gesagt.

Die Ingolstädter hatten schon vor ihrem Trainingsstart vor einer Woche einen Corona-Fall. Der positiv getestete und namentlich nicht genannte Akteur war damals den Angaben zufolge schon einige Tage in Quarantäne gewesen und hatte keine Symptome gezeigt. 

Eine zweite Testung ergab dann nur negative Ergebnisse.

Update 23. August, 8 Uhr: Steigende Corona-Zahlen - Bayern schließt neue Auflagen nicht aus

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionen schließt Bayern eine Verschärfung der Schutzauflagen auch für private Feiern nicht aus. 

"Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen – steigende Infektionszahlen und neue Gefahrenherde - sehr genau und mit Sorge", sagte der für die Koordinierung der Corona-Maßnahmen zuständige Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Derzeit könne das Gesundheitssystem mit den Infektionen gut umgehen. Die Corona-Krise sei "ein dynamischer Prozess, bei dem wir immer wieder nachsteuern müssen. Wir werden auch in Zukunft die Maßnahmen treffen, die zum Schutz unserer Bevölkerung erforderlich sind."

Mehr >>hier zu den diskutierten Auflagen in Bayern

Update 22. August, 14.40 Uhr: Frühwarnwert in Rosenheim und Landkreis Ebersberg überschritten

Im Landkreis Ebersberg und in Rosenheim hat die Zahl der Corona-Infektionen den vereinbarten Frühwarnwert überschritten. 

In Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Samstag 35,88 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 47,28.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. 

Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord einen Abstrich.
Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord einen Abstrich.  © Sven Hoppe/dpa

Update 22. August, 14.15 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind mittlerweile 54.843 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2631 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 49.090 Menschen.

Update 22. August, 10.20 Uhr: Corona-Teststation an der A3 vorübergehend geschlossen

Die Corona-Teststation an der Autobahn 3 bei Passau war in der Nacht zu Samstag vorübergehend geschlossen.

 40 ehrenamtliche Helfer unter Leitung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sprangen ein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wie ein BRK-Sprecher mitteilte. Mitarbeiter des privaten Betreibers Eurofins hätten die Teststation plötzlich verlassen. Die Hintergründe seien noch unklar.

>>Mehr >>hier zur Teststation an der A3

Update 22. August, 8.30 Uhr: Hohe Bußgeldeinnahmen nach Zehntausenden Corona-Verstößen

Busfahren ohne Mund-Nasen-Schutz kostet 150 Euro, kein Hygienekonzept für ein Geschäft oder eine Veranstaltung ist gleich 33 Mal so teuer: 5000 Euro. Doch zig Menschen verstoßen gegen die Corona-Auflagen. Das bringt den Kommunen viel Geld - aber auch rechtliche Streitigkeiten.

Mehr >>hier zu den Verstößen und Bußgeldern in Bayern.

Wer seine Maske im Bus nicht trägt, wird zur Kasse gebeten.
Wer seine Maske im Bus nicht trägt, wird zur Kasse gebeten.  © Oliver Berg/dpa

Update 21. August, 15.30 Uhr: Großes Interesse an CL-Public-Viewing trotz Corona-Pandemie

Das Champions-League-Finale am Sonntag wollen sich viele Fußballfans beim Public Viewing anschauen. Bereits am Freitag waren in München zahlreiche öffentliche Veranstaltungen ausgebucht, bei denen das Spiel zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain gezeigt wird. Damit Menschen auch während der Corona-Pandemie sicher mit anderen Fans Fußball schauen können, boten viele Veranstalter Plätze nur mit vorheriger Reservierung an.

Rund 500 Fußballfans können das Finale am Sonntag auf großer Leinwand im Open-Air Kino am Münchner Olympiasee verfolgen. "Weil es im August früher dunkel wird als im Mai/Juni, können wir erstmals überhaupt ein Fußballspiel auf unserer Riesen-Leinwand zeigen", teilte Veranstalter Patrick Diesing mit. Bis Freitagmittag waren die Karten bereits ausgebucht.

Auch die Übertragung in einigen Cafés und Restaurants sind beliebt. So konnten beispielsweise im Restaurant und Filmcafe 35 milli(m)eter 200 Menschen vorab reservieren. Alle Bereiche waren bis Freitagvormittag komplett ausgebucht, teilte das Restaurant auf seiner Homepage mit. 

Auch andere Cafés und Veranstalter, wie etwa das Backstage, berichteten von einer hohen Nachfrage.

Viele Biergärten verzichten in der aktuellen Situation auf eine Übertragung des Spiels, so beispielsweise der Biergarten am Chinesischen Turm, der Hofbräukeller am Wiener Platz oder der Biergarten im Hirschgarten. Rund 300 Menschen können das Spiel hingegen im Festsaal des Augustiner-Kellers schauen - auch hier nur mit vorheriger Reservierung. Der Augustiner-Keller möchte das Spiel außerdem auf seiner Terrasse übertragen.

Die Polizei geht davon aus, dass viele Fußballfans das Spiel zu Hause verfolgen werden, wie ein Sprecher sagte. Neben dem Pay-TV-Sender Sky und dem Streamingdienst DAZN wird das ZDF das Spiel am Sonntag live übertragen. Die Situation in und vor Bars sollte das nach Ansicht des Sprechers entzerren. "Die Gaststätten haben wir im Blick, und wenn uns Störungen mitgeteilt werden und wir merken, dass sich zu viele Menschen an einem Ort aufhalten, dann werden wir auch mit den Leuten sprechen."

Gleichzeitig bereite sich die Polizei auf einen Ansturm feiernder Menschen auf der Leopoldstraße vor. Vor, während und nach dem Spiel werde die Polizei verstärkt in Bereich der Leopoldstraße und in der gesamten Innenstadt präsent sein. "Wir zeigen Verständnis, dass man sich freut, aber Sicherheit geht vor", betonte der Sprecher.

Update 21. August, 13.05 Uhr: München-Tourismus bricht ein

Der Tourismus in München ist coronabedingt im ersten Halbjahr eingebrochen. Die Bilanz für die ersten sechs Monate dieses Jahres falle erwartungsgemäß ernüchternd aus, teilte die Stadt am Freitag mit. 

Von Januar bis Juni gab es in Hotels und anderen Beherbergungsstätten 3,62 Millionen Übernachtungen - im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 8,29 Millionen. Die Zahl der Gästeankünfte sank von 4,02 Millionen auf 1,63 Millionen. 

Das entspreche einem Rückgang von 56,4 Prozent bei den Übernachtungen und 59,3 Prozent bei den Ankünften. Für Juni 2020 gab es sogar ein Minus von 73,6 Prozent bei den Übernachtungen und von 76,9 Prozent bei den Ankünften.

"Die Zahlen sind nicht überraschend, aber dramatisch", sagte Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). "Die Krise führt uns vor Augen, welche Wertschöpfung mit allen touristischen Leistungen zu normalen Zeiten erarbeitet wird. Die Verluste sind erheblich und schwächen eine für München wichtige Branche mit vielen Arbeitsplätzen." 

Die schnellste Erholung habe es bei der Zahl deutscher Touristen gegeben. Allmählich kämen aber auch Urlauber aus den europäischen Nachbarländern wieder.

Der Tourismus in München ist coronabedingt im ersten Halbjahr eingebrochen. (Archivbild)
Der Tourismus in München ist coronabedingt im ersten Halbjahr eingebrochen. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 21. August, 13 Uhr: Studie zu Tirschenreuth - mindestens 8 Prozent mit Corona-Antikörpern

Im Corona-Hotspot Tirschenreuth in der Oberpfalz haben sich nach ersten Erkenntnissen mindestens acht Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Virus infiziert. 

Das sagte einer der beiden Leiter einer Studie in dem Landkreis, Professor Ralf Wagner vom Institut für Mikrobiologie der Uniklinik Regensburg, am Freitag. Nach den vorläufigen Ergebnissen wird geschätzt, dass abhängig von den drei eingesetzten Testsystemen zwischen acht und neun Prozent der Studienteilnehmer Sars-CoV-2-spezifische Antikörper aufweisen.

Die Zahl der Infizierten, bei denen keine Antikörper nachweisbar sind, sei Gegenstand weiterer Untersuchungen, erklärte Wagner. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen häufig keine Antikörper zu finden. Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Regensburg und Erlangen beziehen sich in ihrer Analyse auf Blutproben, die vom 29. Juni bis 17. Juli von mehr als 4200 Menschen abgenommen wurden.

Die Region in der Oberpfalz ist besonders stark von der Ausbreitung des neuen Coronavirus betroffen. Für die Studie wollten die Forscher bei 3600 der rund 72.000 Einwohner des Landkreises Blut abnehmen - es beteiligten sich mehr Menschen, sodass nun mehr Proben vorliegen. Nach dem ersten Test sollen nun nach jeweils vier bis sechs Monaten eine zweite und dritte Blutentnahme folgen. Das soll Erkenntnisse zur Durchseuchung im Landkreis bringen. Zugleich sollen Fragen zur Immunität und für die Impfstoffforschung geklärt werden.

Die Fallzahl pro 100.000 Einwohner liegt im Landkreis Tirschenreuth nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: 20. August, 08 Uhr) bei 1573,71. Das ist mit großem Abstand der höchste Wert im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern.

Update 21. August, 12.50 Uhr: Bayern rechnet mit hoher Nachfrage von Unternehmen für Corona-Fonds

Der Bayern-Fonds zum Schutz von Unternehmen in finanzieller Schieflage wegen der Corona-Krise dürfte nach Einschätzung der Staatsregierung auf große Nachfrage stoßen. 

Er rechne damit, dass sich "nicht nur einige Dutzend" Unternehmen um Bürgschaften für Kredite oder Beteiligungen bemühen würden, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag in München. Die Zahl könnte demnach in die "Hunderte" gehen.Primär dürften die Unternehmen aus der Exportbranche stammen, da diese besonders unter der aktuellen Situation leide, betonte Aiwanger. "Einige Handvoll Unternehmen haben bereits informell angefragt."

Trotz umfangreicher Prüfungen der Anträge müsse aber allen klar sein, dass es immer ein Restrisiko gebe und "Steuergelder" auch in den Sand gesetzt werden könnten. Die Unternehmen würden das Geld des Freistaates aber auch nicht kostenlos bekommen, sondern müssten Gebühren zahlen, ferner seien die Hilfen zeitlich befristet. 

Nach spätestens fünf bis sechs Jahren müssten die Unternehmen wieder in den freien Markt entlassen werden.

Update 20. August, 19.30 Uhr: DFB-Mediziner Meyer: In kleinen Schritten Zuschauer zulassen

DFB-Chefmediziner Tim Meyer rät in der Debatte um die Rückkehr von Zuschauern in die Fußballstadien zu einer vorsichtigen Öffnung. 

"Ein kontrollierter, verantwortbarer Zuschauerzustrom ist für die Gesellschaft auch was Gutes", sagte der Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag in einem Online-Seminar der Technischen Universität München.

"In ganz vorsichtigen, kleinen Schritten sollte man dies probieren, weil es für die Gesellschaft Spannungen nehmen könnte", erklärte Meyer. Auch für Veranstaltungen mit Zuschauern abseits des Fußballs, zum Beispiel in der Kultur, könnte dies einen Nutzen geben. Der 52-Jährige verwies aber auch darauf, dass die Gesundheitsminister der Bundesländer zuletzt eine Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien zumindest bis zum 31. Oktober geschlossen abgelehnt hatten.

Meyer war als Leiter einer Taskforce für das weltweit beachtete, strenge Hygienekonzept verantwortlich, mit dem die Saison der Bundesliga und 2. Liga sportlich zu Ende gespielt werden konnten. Die Überlegungen für die nächste Saison seien noch nicht komplett abgesegnet: "Wir hoffen, dass das in den kommenden Tagen passiert."

Der leitende deutsche Olympia-Arzt Bernd Wolfarth nannte die Zahl der Infektionen im deutschen Leistungssport in den vergangenen sechs Monaten sehr überschaubar. Ein erhöhtes Risiko für Leistungssportler sei nicht zu erkennen. Die Absage der Olympischen Spiele in Tokio und ihre Verschiebung in das kommenden Jahr nannte er eine alternativlose Entscheidung, die auch nicht zu spät gefallen sei.

Meyer berichtete, es gebe weiterhin jeden Freitag einen informellen Austausch mit Kollegen des Fußball-Weltverbandes FIFA, der Europäischen Fußball-Union UEFA und des Internationalen Olympischen Komitees. Scherzhaft sprach er vom "Rotwein zum Wochenende".

Update 20. August, 16.27 Uhr: Landratsamt plant Schließung eines Testzentrums in Mamming

Nachdem die Zahl der Infizierten im Landkreis Dingolfing-Landau weiter gesunken ist, plant das Landratsamt die Schließung eines Corona-Testzentrums. 

Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, gibt es im Landkreis derzeit noch die Teststationen in Dingolfing und Mamming, eine davon soll im September geschlossen werden.

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in Mamming waren in den vergangenen Wochen rund 250 Corona-Infektionen bei Erntehelfern festgestellt worden. 

Mamming wurde zum bundesweiten Corona-Hotspot. Aktuell meldet der Landkreis noch 54 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. 

Update 20. August, 15.25 Uhr: Neuer Corona-Taskforce-Sprecher: enormes Arbeitspensum

Der neue Sprecher der Corona-Taskforce im Gesundheitsministerium, Marcus da Gloria Martins, stellt sich auf ein enormes Arbeitspensum ein. 

Gerade mit Blick auf eine mögliche zweite Welle und erneute Einschränkungen im Alltag sei die größte Herausforderung, bei Menschen Akzeptanz und Einsicht zu schaffen, sagte der 47-Jährige am Donnerstag in München.

Am Mittwoch war der bisherige Leiter der Kommunikationsabteilung im Münchner Polizeipräsidium ins Ministerium abgeordnet worden. "Da kann man nicht Nein sagen, wenn man Sie fragt", sagte da Gloria Martins unter Verweis auf das wichtigste Thema dieser Tage. 

Auch wenn das Virus und seine Folgen im Moment nicht so präsent seien, sei seine Aufgabe nun, den Menschen zu vermitteln, "dass das Thema noch lange nicht rum ist". Man dürfe aber auch keine Panik schüren.

Update 20. August, 13.35 Uhr: Bayerische Faschings- und Fastnachts-Verbände gegen Absage

Faschings- und Fastnachts-Verbände in Bayern hoffen, dass die fünfte Jahreszeit wegen der Coronakrise nicht komplett abgesagt wird. Ein bundesweites Verbot wäre voreilig, kritisierte Arthur Troidl, Präsident des Landesverbands Ostbayern im Bund Deutscher Karneval(BDK). "Für alle Aktiven und Verantwortlichen würde es ein Schlag ins Gesicht bedeuten, weil alle Mühe, neue Ideen und Entwicklungen einfach abgewürgt würden."

Mitglieder könnten die Motivation verlieren und die Vereine verlassen, die schon jetzt mit finanziellen Einbußen zu kämpfen hätten. "Karneval, Fastnacht und Fasching soll als Brauchtum nicht ausgebremst werden. Dies ist gerade in dieser schwierigen Zeit eine gelungene Abwechslung für all unsere Mitbürger", erklärte Peter Steinberger, Präsident des BDK-Landesverbands Oberbayerns.

"Natürlich steht der Schutz des Gesundheit und das Eindämmen des Virus an erster Stelle, jedoch gibt es trotzdem eine Vielzahl an Konzepten", meint auch Sebastian Bretzner vom Fastnacht-Verband Franken. Prunksitzungen könnten beispielsweise mit weniger Besuchern, Sicherheitsabstand und guter Belüftung stattfinden. Noch werde digital oder in Kleingruppen für den großen Auftritt geprobt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich skeptisch geäußert, ob Karneval oder die Fastnacht wegen der Pandemie im kommenden Winter stattfinden könnte und damit bundesweit eine Debatte angestoßen.

Update 20. August, 11.20 Uhr: EU-Kommission genehmigt "Bayern-Fonds"

Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union haben den bayerischen Corona-Hilfsfonds für angeschlagene Unternehmen in Höhe von bis zu 46 Milliarden Euro genehmigt. Dieser werde zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise im Freistaat beitragen und könne eine beträchtliche Störung des Wirtschaftslebens beheben, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager betonte: "Der bayerische Fonds wird Liquiditäts- und Kapitalhilfen im Gesamtumfang von 46 Milliarden Euro mobilisieren, um die für die Realwirtschaft Bayerns so wichtigen mittleren Unternehmen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen." 

Dabei sei gewährleistet, dass der Staat für das vom Steuerzahler übernommene Risiko hinreichend vergütet werde, und dass es bei Rekapitalisierungsmaßnahmen Anreize für einen schnellen Ausstieg des Staates gebe. Auch andere Vorkehrungen zur Begrenzung von Wettbewerbsverzerrungen seien getroffen worden.

Der sogenannte Bayern-Fonds soll die schwer von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft bei Bedarf unterstützen. Er soll auch für die Unternehmen greifen, die nicht unter den Rettungsschirm des Bundes schlüpfen können. Der Fonds umfasst etwa Garantien von bis zu 26 Milliarden Euro sowie Staatsbeteiligungen von bis zu 20 Milliarden Euro.

Update 20. August, 10.25 Uhr: Corona-Einschränkungen schlagen Bayern aufs Gemüt

Vielen Menschen in Bayern machen die Corona-Einschränkungen nach einer Umfrage deutlich zu schaffen. Im neuen "Heimatindex", einem Zufriedenheitsbarometer der Volks- und Raiffeisenbanken, gaben die Teilnehmer insgesamt eine schlechtere Bewertung ab als im Frühjahr vor der Pandemie - von 100 möglichen Punkten vergaben sie noch 64. 

Seit Einführung der halbjährlichen Erfassung 2018, die verschiedene Teilaspekte der Lebensqualität aufgreift, hatte der Wert zuvor immer etwa bei 70 gelegen. "Der Lockdown sowie die damit verbundenen Einschränkungen und Unsicherheiten haben die Stimmung der Bayern deutlich gedrückt", sagte Jürgen Gros, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, der die repräsentative Umfrage in Auftrag gibt.

Besonders schwer belasten demnach die Einschnitte in das kulturelle Leben die Menschen: Die Bewertung des kulturellen Angebots ist um gut die Hälfte auf 34 Punkte (Frühjahr 2020: 71) eingebrochen. Ihren Arbeitsplatz und die persönliche finanzielle Situation bewerten die Bayern mit 60 ebenfalls schlechter als noch vor der Krise (Frühjahr 2020: 66)

Trotz großer Belastungen durch die Pandemie bewerten die Bayern hingegen die Gesundheitsversorgung im Freistaat etwas besser als zuvor. Auch die Sicherheit vor Kriminalität und Verbrechen wird als positiver empfunden – wohl auch wegen der coronabedingten größeren Polizeipräsenz und sinkender Verbrechenszahlen.

Ihre allgemeine Lebenszufriedenheit bewerten die Bayern mit 71 Punkten zwar negativer als noch vor der Krise (75). Dennoch sind die Menschen im Freistaat der Umfrage zufolge zufriedener als in den anderen Bundesländern, in denen der Wert gegenüber Frühjahr 2020 auf 63 Punkte gesunken ist.

Vielen Menschen in Bayern machen die Corona-Einschränkungen nach einer Umfrage deutlich zu schaffen. (Symbolbild)
Vielen Menschen in Bayern machen die Corona-Einschränkungen nach einer Umfrage deutlich zu schaffen. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Update 20. August, 7.55 Uhr: Veranstalter CTS Eventim macht kaum noch Geschäft

Den Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim hat die Corona-Krise im zweiten Quartal voll getroffen. Zwischen April und Ende Juni sackte der Umsatz wegen ausgefallener Festivals, Konzerte und anderen Veranstaltungen um fast 97 Prozent auf 13,9 Millionen Euro ab.

Das teilte MDax-Unternehmen am Donnerstag in München mit. 

Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 16,2 Millionen Euro nach einem operativen Gewinn von 54,7 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Auch unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 40,9 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch 21,8 Millionen Euro verdient.

Kosten- und Effizienzmaßnahmen hätten Entlastungen in zweistelliger Millionenhöhe gebracht, hieß es. Investitionen wurden auf ein Mindestmaß gekappt. Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg sprach von der schwierigsten Phase der Unternehmensgeschichte. Der Konzern gibt wegen der Covid-19-Pandemie weiter keine Prognose für das laufende Jahr ab, sieht seine Wettbewerbsposition nach Ende der Beschränkungen aber nach eigenen Angaben als sehr gut.

Update 19. August, 19 Uhr: Entspannung in Mamming: Wenig neue Corona-Infektionen

Nach dem wochenlangen Corona-Alarm im Landkreis Dingolfing-Landau können die Verantwortlichen in der Region durchatmen: Bei einem weiteren Reihentest der in Quarantäne befindlichen 218 Menschen wurden nur zwei positive Fälle gefunden, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. 

Auf einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in Mamming waren in den vergangenen Wochen rund 250 Corona-Infektionen bei Erntehelfern festgestellt worden, Mamming wurde zum bundesweiten Corona-Hotspot.

"Jeder Infizierte ist natürlich einer zu viel, aber die sehr niedrige Zahl zeigt, dass durch die konsequenten Maßnahmen die Infektionskette auch innerhalb der Mitarbeiter der betroffenen Betriebe durchbrochen werden konnte", sagte Landrat Werner Bumeder (CSU). Der Landkreis falle damit auch wieder deutlich unter die kritische 7-Tage-Inzidenz von 50. Der rote Punkt auf der Deutschlandkarte des Robert Koch-Instituts sei verschwunden.

Aktuell seien nach dem Corona-Ausbruch im Landkreis noch 53 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, in Quarantäne. Davon seien 41 Fälle den beiden Betrieben in Mamming zuzuordnen. Unter den restlichen zwölf seien mehrere Reiserückkehrer.

Im Landkreis hätten sich inzwischen fast 9000 Menschen testen zu lassen. Lediglich elf Tests an den Teststationen seien positiv gewesen.

Update 19. August, 16.10 Uhr: Corona-Infizierter auf Feier in Bodenwöhr - Bislang alle Tests negativ

Nach einer Feier in Bodenwöhr mit einem Corona-Infizierten sind bislang alle weiteren Testergebnisse negativ. 

Nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf lagen am Mittwochvormittag von 114 ermittelten engen Kontaktpersonen 42 Testergebnisse vor. Insgesamt hatten sich bis Dienstag 95 Menschen testen lassen. Die übrigen Kontaktpersonen sollen bis Mittwochmittag getestet werden.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am Freitag an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. Der Mann hatte sich am Donnerstag an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen.

Alle ermittelten engen Kontaktpersonen - auch die mit negativem Test - befinden sich derzeit in Quarantäne. 

"Es ist geplant, alle Kontaktpersonen vor Entlassung aus der Quarantäne nächste Woche noch einmal zu testen", teilte das Landratsamt mit. Zunächst war man von rund 120 Kontaktpersonen ausgegangen.

Update 19. August, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München und Bayern

In Bayern sind mittlerweile 53.748 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.780 Menschen.

Update 19. August, 14.55 Uhr: Münchens Polizeisprecher nun bei Corona-Taskforce im Ministerium

Der Chefsprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins, wechselt für die Corona-Kommunikation ins bayerische Gesundheitsministerium. 

Der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Münchner Polizeipräsidiums sei zur Taskforce Corona des Ministeriums abgeordnet worden und habe dort vorübergehend die Kommunikation zu diesem Thema übernommen, teilte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in München mit. 

Da Gloria Martins hatte beim Münchner Amoklauf 2016 bundesweite Bekanntheit erlangt, weil er in zahlreichen Live-Schalten im Fernsehen zu sehen war. Für seine ruhige Pressearbeit wurden er und sein Team auch mehrfach ausgezeichnet.

Update 19. August, 14.50 Uhr: Urlaubsrückkehrer sind laut Herrmann die aktuelle Corona-Herausforderung

Urlaubsrückkehrer sind derzeit nach Einschätzung des Corona-Koordinators der bayerischen Regierung, Florian Herrmann (CSU), eine der größten Herausforderungen in der Pandemie-Bekämpfung. 

Nach bisherigen Erkenntnissen betrage die Positiv-Rate der Tests bei Urlaubsrückkehrern 1,3 Prozent. Normalerweise liege der Durchschnitt zwischen 0,4 und 0,6 Prozent, sagte der Staatskanzleichef am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des bayerischen Landtags in München.

Herrmann machte erneut deutlich, wie wichtig ein frühes Testen von Urlaubsrückkehrern war. "Zwei, drei, vier Wochen Verzug wären nicht verantwortbar gewesen", sagte Herrmann. Er kritisierte Bundesländer mit Außengrenzen, darunter Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die in der Urlaubszeit keinerlei Tests für Heimkehrer angeboten hätten.

Die in den Testzentren vorgekommene Panne sei bedauerlich. Es sei aber auch richtig, dass 1200 Infizierte nicht hätten identifiziert werden können, wenn es die Testzentren nicht so schnell gegeben hätte. Wenn nicht getestet werde, halte er das für den größeren Grundfehler, sagte Herrmann mit Blick auf die Praxis in anderen Bundesländern.

Herrmann nannte Saisonarbeiter und den in wenigen Wochen bevorstehenden Schulbeginn in Bayern als weitere, bevorstehende Herausforderungen. "Das Problem ist, dass wir mitten in einer hochakuten Pandemie stecken", sagte Herrmann. Corona sei keineswegs vorbei, im Gegenteil. 

"Dieses Virus ist mitten unter uns und es hängt von unserem Verhalten ab, ob dieses Virus schweren Schaden anrichten kann oder nicht."

Update 19. August, 14.35 Uhr: DJ mit Corona infiziert

Nachdem ein mit dem Coronavirus infizierter DJ in einem Club im oberbayerischen Waldkraiburg aufgelegt hat, müssen rund 15 Partygäste in Quarantäne. 

Der Mann hatte sich nach einem Kroatienurlaub am Freitag freiwillig testen lassen, wie das Landratsamt Mühldorf am Inn am Mittwoch mitteilte. Am Montag bekam er das positive Testergebnis, am Samstagabend hatte er bereits auf einer privaten Feier mit 95 Gästen Musik aufgelegt.     

Mehr zum >>Fall in Oberbayern hier.  

Update 19. August, 14.30 Uhr: Ministerin verteidigt Bayerns Corona-Teststrategie - Pannen beseitigt

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, nimmt an einer Sondersitzung des Gesundheitsausschuss zur Corona-Testpanne an bayerischen Autobahnen teil.
Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, nimmt an einer Sondersitzung des Gesundheitsausschuss zur Corona-Testpanne an bayerischen Autobahnen teil.  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat sich erneut gegen den Vorwurf des verschleppten Krisenmanagements bei der Corona-Testpanne gewehrt. 

Sie habe umgehend gehandelt und die Öffentlichkeit informiert, als klar wurde, dass das Problem am Mittwoch vor einer Woche nicht schnell zu lösen war, sagte sie am Mittwoch in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Landtags in München. In den zwei Tagen zuvor habe sie die Hoffnung gehabt, dass die zigtausendfache Verzögerung bei der Übermittlung von Testergebnissen lösbar sei.

Huml betonte, dass sie zu ihrer Verantwortung stehe, auch wenn "mal was schief läuft". "Ja, es sind Fehler passiert. Ja, wir hatten Anlaufschwierigkeiten", betonte sie. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass Bayern sich in der Pandemie mehr engagiere als alle anderen Länder und dass die Probleme nach Bekanntwerden abgestellt wurden.

Ursache für die Verzögerungen bei am Ende mehr als 44.000 Ergebnissen seien zum einen fehlende Daten der Getesteten, auch bei der anfangs notwendigen händischen Übertragung der Ergebnisse in ein Computersystem, sowie die hohe Zahl an Tests an den Autobahnen, was die die ehrenamtlichen Helfer vor eine große Herausforderung gestellt habe.

Huml betonte aber, dass die bayerische Corona-Teststrategie insgesamt weiter vorbildlich sei. Auch ein "schneller Start war von entscheidender Bedeutung", sagte sie zu den Testangeboten für Urlaubsrückkehrer. 

Bayern habe "gehandelt und nicht nur abgewartet".

Update 19. August, 13.40 Uhr: 2339 positive Tests an bayerischen Rückkehrer-Testzentren

An den acht Corona-Teststationen für Reiserückkehrer in Bayern sind bisher 2339 mit dem Virus infizierte Menschen identifiziert worden. 

Insgesamt habe es seit Einrichtung der Stationen an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahen 175.411 Tests gegeben (Stand: Dienstagabend), sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags-Gesundheitsausschusses.

Die Sitzung hatten die Oppositionsparteien SPD, FDP und Grüne nach der Panne mit verschleppten Benachrichtigungen von Getesten beantragt. Huml (CSU) wehrte sich erneut gegen den Vorwurf des verschleppten Krisenmanagements bei der Corona-Testpanne. Es sei zu Pannen gekommen, das werde auch nicht schöngeredet. 

"Ein schneller Start war aber von entscheidender Bedeutung", sagte Huml.

Update 19. August, 13.17 Uhr: Viel Müll, kaum Abstand - München will Lösung für Gärtnerplatz-Partys

Als Reaktion auf ausufernde, nächtliche Feiern am Gärtnerplatz hat die Stadt München einen runden Tisch eingerichtet. 

"Wir haben Verständnis, dass Menschen sich an der frischen Luft treffen wollen, gerade auch, weil viele in diesen Ferien daheim geblieben sind. Dennoch zeigen uns die steigenden Coronazahlen, dass die Zeit drängt und wir schnell handeln müssen", sagte der Vizechef der Stadtratsfraktion von SPD und Volt, Christian Vorländer, am Mittwoch in München. Zuvor hatte der Feriensenat des Stadtrats einem Dringlichkeitsantrag zugestimmt.

Bei schönem Wetter ist der Gärtnerplatz abends ein beliebter Treffpunkt vor allem für Jugendliche. Anwohner beschwerten sich über Lärm und Müll, zudem hielten viele der Feiernden die Hygiene- und Abstandsregeln nicht ein, heißt es in dem Antrag. Auch im Englischen Garten feiern viele Leute gerne, oft ohne die Coronaregeln zu beachten.

Neben Vertretern verschiedener städtischer Referate sollen dem Gremium unter anderem auch Polizisten angehören. Das erste Treffen ist bereits am Montag geplant. 

Der runde Tisch soll laut SPD/Volt-Fraktion zwischen allen Beteiligten vermitteln und überlegen, wie sich die Jugendlichen trotzdem treffen können. Auch mögliche weitere Hotspots wolle man im Blick behalten.

Update 19. August, 11.52 Uhr: Corona-Infizierter auf Feier in Bodenwöhr: Bislang alle Tests negativ

Nach einer Feier in Bodenwöhr mit einem Corona-Infizierten sind bislang alle weiteren Testergebnisse negativ. 

Nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf lagen am Mittwochvormittag von 114 ermittelten engen Kontaktpersonen 25 Testergebnisse vor. Insgesamt hatten sich bis Dienstag 95 Menschen testen lassen. Die übrigen Kontaktpersonen sollen bis Mittwochmittag getestet werden.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am Freitag an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. Der Mann hatte sich am Donnerstag an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen.

Alle ermittelten engen Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. "Es ist geplant, alle Kontaktpersonen vor Entlassung aus der Quarantäne nächste Woche noch einmal zu testen", teilte das Landratsamt mit. Zunächst war man von rund 120 Kontaktpersonen ausgegangen.

Update 19. August, 8.34 Uhr: Rummenigge für Rückkehr der Fans in die Stadien

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich vehement und mit Leidenschaft für eine moderate Rückkehr von Fans in die Fußballstadien ausgesprochen. 

"Wir müssen weggekommen von der Diskussion, dass wir Zuschauer nur aufgrund des finanziellen Aspekts ins Stadion bringen. Der primäre Aspekt muss sein, Atmosphäre und Emotionen zurück ins Stadion zu holen", sagte der 64-Jährige in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch).

Dennoch müssten in Corona-Zeiten die gesundheitlichen Aspekte "über allem" stehen, forderte Rummenigge. Nach dem ersten Corona-Konzept der Deutschen Fußball Liga halte er auch das aktuelle zweite Konzept "wieder für außerordentlich seriös, verantwortungsvoll und gut. Dementsprechend glaube ich, dass wir damit erneut unter Beweis stellen können: Es kann gelingen", betonte der Bayern-Chef.

Rummenigge warb für einen Stufenplan zur Rückkehr der Fans. "Wir müssen nicht mit 25.000 Zuschauern anfangen, sondern mit weniger. Um den Beweis zu erbringen, dass das geregelt möglich ist", argumentierte er. "Vielleicht wäre es sinnvoll, 20 bis 25 Prozent der Stadionkapazität zu erlauben. Das wären bei uns 15.000 bis 18.000 Fans", sagte er und sprach sich trotz der Unterschiede in der Bundesliga dafür aus, "dass alle 18 Clubs das gemeinsam umsetzen. Das wäre im Sinne der Harmonie und Loyalität, die wir schon beim Corona-Konzept 1 erlebt haben."

Bis zum Bundesliga-Start sei noch über ein Monat Zeit. "Die Problematik im Moment sind die steigenden Fallzahlen, dadurch steigt auch die Vorsicht der Politik", sagte Rummenigge. Aber: "Wir sind bereit, wenn man uns die Chance gibt.»"

Update 19. August, 8.31 Uhr: Mehr Infektionen: Agrarministerin Kaniber sagt Kroatien-Urlaub ab

Angesichts stark steigender Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus Kroatien hat Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) ihren Sommerurlaub in dem Mittelmeerland abgesagt. 

"Es ist für mich wirklich sehr, sehr schwer. Es ist die einzige Zeit im Jahr, die ich ungestört mit meinen Eltern verbringen kann", sagte die Ministerin, die kroatische Wurzeln hat, dem "Münchner Merkur" (Mittwoch). Ihre Eltern waren demnach Ende der 1960er Jahre nach Deutschland eingewandert.

Die ganze Familie treffe sich jeden Sommer im Geburtshaus ihres Vaters, sagte Kaniber. Sie habe aber eine Vernunft-Entscheidung getroffen. Jeder müsse für sich selbst entscheiden, ob er seien Urlaub abbreche. Aber: "Ich rate zur Zurückhaltung." 

In Kroatien seien die Zahlen da hochgeschnellt, wo das Nachtleben tobe. Sie fürchte, dass es notwendig werde, Kroatien offiziell zum Risikogebiet zu erklären. "Die Lage dort hat sich doch sehr zugespitzt."

Baden-Württemberg und Bayern hatten bereits gefordert, das Land zum Risikogebiet zu erklären. Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt am Dienstag vereinbart, hieß es im Stuttgarter Staatsministerium. 

Kretschmann habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin bislang noch nicht getroffen worden sei.

Update 18. August, 16.41 Uhr: Mehr Lederhose, weniger Laptop

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) glaubt, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Panne bei den Corona-Tests politisch "schwächelt". "Das ist sicher eine Panne, die man ihm politisch zurechnen muss", sagt Schröder in einer Folge seiner Podcast-Reihe "Gerhard Schröder - Die Agenda", die am Mittwoch veröffentlicht wird.

"Es gibt ja diesen berühmten Satz, den, glaube ich, Edmund Stoiber geprägt hat über Bayern: Lederhose und Laptop", so Schröder. "Im Moment scheint es jedenfalls so zu sein, dass da mehr Lederhose und weniger Laptop war. Das führt natürlich zu solchen Pannen." Schröder sagt, er denke, dass Söder einen Ehrgeiz mit Blick auf höchste Ämter nicht aufgegeben habe, aber das Rennen im die Kanzlerkandidatur der Union nun wieder offener sei. "Was ja auch im Umkehrschluss heißt, dass die SPD daraus wirklich Honig saugen kann. Sie hat jetzt alles vorbereitet, was man vorbereiten muss." 

Sein Rat an den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sei: "Schlage die Trommel und fürchte Dich nicht."

Update 18. August, 16.30 Uhr: Gegen Stadion-Teilöffnung! Nürnberg-Fans vor Boykott des Neustarts

Die Ultras des 1. FC Nürnberg wollen einen Start der Zweitligasaison in nur zum Teil gefüllten Stadien boykottieren. 

"Die Spielzeit 2020/2021 darf erst dann ausgetragen werden, wenn die Stadien zu 100 Prozent ausgelastet werden können, weil sie als soziale Begegnungsstätten nicht mit dem Konzept des 'Social Distancing' zusammenpassen", hieß es in einer Stellungnahmen am Montagabend. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft, von November an zumindest wieder wenige Zuschauer unter Corona-Hygieneauflagen in die Arenen zu lassen. Das lehnt die aktive Fanszene der Franken ab.

Die Anhänger des Vereins kritisierten Planungen, bei einer möglichen Öffnung der Stadien keine Stehplätze und Gästefans zuzulassen sowie womöglich nur noch Eintrittskarten an registrierte Besucher zu verkaufen. "Personalisierte Tickets sowie Beschränkungen von Kontingenten für Gästefans sind selbstverständlich grundsätzlich abzulehnen", hieß es auf der Internetseite der Fan-Vereinigung.

"Sollte das neue Konzept zur Teilöffnung tatsächlich ab November greifen (was bei den steigenden Fallzahlen momentan noch mehr als fragwürdig ist), werden wir uns sicherlich um keine Tickets für dieses Spektakel bemühen und verstehen jeden, der hier genauso denkt", kündigten die Fans an. "Wir als aktive Fanszene werden erst wieder die Spieltage unseres Glubbs aktiv im Stadion mitgestalten, wenn wir ohne Einschränkungen das Max-Morlock-Stadion betreten können. Eine mögliche Teilöffnung ist kein Kompromiss."

Vor den FCN-Anhängern hatten bereits andere Fan-Gruppierungen in Deutschland gegen Teilzulassungen in den Stadien protestiert und verkündet, erst wieder bei voller Auslastung in die Arenen zu kommen.

Update 18. August, 15.50 Uhr: Ministerin wusste deutlich früher von Corona-Testpanne in Bayern

Die Corona-Testpanne an Autobahnen war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurde das Ministerium per E-Mail darüber informiert, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten, darunter mehrere Hundert Infizierte. Huml bestätigte auf Anfrage der DPA einen entsprechenden Bericht der Süddeutschen Zeitung.

Öffentlich gemacht hatte Huml die Testpanne selbst aber erst bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Dabei sagte sie auch, dass sie selbst erst am gleichen Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren habe. Darauf angesprochen erklärte Huml am Dienstag, dass es ihr hier nicht um eine "Verschleierung" gegangen sei, vielmehr sei ihr in der Mail am Montag auch ein Lösungsansatz bis zum folgenden Dienstag präsentiert worden, wie das Problem behoben werden könne. Nachdem sich diese "Hoffnung" aber bis zum Mittwoch nicht bestätigte, "haben wir sofort gehandelt und die Öffentlichkeit informiert".

Dem Bericht zufolge erhielten unter anderem Humls Ministerbüro und ihr Amtschef am Montag um 12.30 Uhr die besagte Email aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). 

Darin berichtet das Laborunternehmen Eurofins, das die Corona-Tests für Reiserückkehrer an drei bayerischen Autobahnen auswertet, von massiven Problemen. Konkret ist die Rede von mehr als 40.000 Proben und 338 positiven Fällen, die noch nicht übermittelt werden konnten, zitiert die Zeitung aus den ihr vorliegenden E-Mails.

Als Huml am Mittwoch dann öffentlich über die Panne informierte, waren die Zahlen auf 44.000 Proben und mehr als 900 Positivbefunde gestiegen.

Die Corona-Testpanne war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt.
Die Corona-Testpanne war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 18. August, 13.04 Uhr: Länderchefs sollten über Corona-Regeln für Feste sprechen

Die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Corona-Regeln für Feste und Partys gehört aus der Sicht Bayerns auf die Agenda der nächsten Konferenz der Bundesländer. 

"Dieses Thema muss im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz diskutiert werden", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Entwicklung mit steigenden Fallzahlen bestätige "das vorsichtige und umsichtige Vorgehen Bayerns bei der Veranstaltungsgröße. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen und die neuen Ansteckungsgefahren sehr genau."

Der Ärzteverband Marburger Bund hatte zuvor bundesweit einheitliche Regeln für Feste und Partys gefordert, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies darauf hin, dass Feierlichkeiten neben den Ansteckungen durch Reiserückkehrer zu den größten Gefahrenquellen in Deutschland zählten. 

Deshalb müsse man mit den Ländern noch einmal über die Grenzen und Regeln für Veranstaltungen reden. In den Bundesländern gelten ganz unterschiedliche Regelungen. Zum Teil sind inzwischen wieder Innenveranstaltungen mit mehreren Hundert Teilnehmern erlaubt.

Derzeit ist noch offen, ob es in der kommenden Woche eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben wird. Als möglicher Termin ist der 26. August im Gespräch. Themen gäbe es neben Corona-Regeln für Feste genug - etwa ein bundeseinheitliches Vorgehen für Zuschauer in Fußball-Stadien sowie das generelle Umgehen mit Urlaubsrückkehrern sowie die steigenden Fallzahlen in ganz Deutschland.

Update 18. August, 12 Uhr: Messe München bekommt schon Absagen für 2021

Die Münchner Messe wird das laufende Jahr mit Verlust abschließen. "Schon jetzt steht fest, dass wir rote Zahlen schreiben werden", sagte Messechef Klaus Dittrich der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). Und die Aussichten sind trüb: "Ja, wir haben schon die ersten Absagen für nächstes Jahr."

Die Messe München - weltweit auf Platz sechs - habe zwar ein Hygienekonzept mit breiteren Gängen und großzügigen Ständen. Nach einem halben Jahr Stillstand könnten Mitte Oktober bis zu 2700 Besucher zur Immobilienmesse Expo Real kommen - statt 49.000 wie vor einem Jahr. Aber wenn die Besucher nicht aus aller Welt kämen, lohne sich für manche Aussteller die Teilnahme nicht mehr, sagte Dittrich. 

Wenn große Messen wie die Analytica, Electronica und Automatica im Herbst und Winter "doch nicht wie geplant stattfinden können, müssen wir sicher weitere Sparmaßnahmen einleiten".

Es werde "mindestens drei bis fünf Jahre dauern, ehe wir an alte Rekorde wie im vergangenen Jahr anknüpfen können", mit 474 Millionen Euro Umsatz und 74 Millionen Euro Gewinn. Hoffnung mache, dass der Staatsfonds von Singapur gerade eine Milliarde Dollar in den weltweit größten Messeveranstalter, das britische Unternehmen Informa, investiert habe und der Sohn des Medienunternehmers Rupert Murdoch bei der Schweizer Messegesellschaft MCH eingestiegen sei: "Das zeigt, die Finanzmärkte glauben an die Zukunft von Messen." 

Über digitale Kanäle könnten sie ihre Reichweite steigern; aber "die persönliche Begegnung auf Messen ist digital nicht ersetzbar", sagte Dittrich.

Update 18. August, 10.14 Uhr: Sieben Milliarden Euro Corona-Steuererleichterungen bewilligt

In der Corona-Krise sind in Bayern bereits mehr als 320.000 Anträge auf Steuererleichterungen bewilligt worden. 

"Die aktuelle Gesamtsumme aller steuerlichen Hilfen beläuft sich auf nunmehr über sieben Milliarden Euro", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Dienstag in München. Die meisten Anträge - rund 127.750 - hätten eine Herabsetzung der Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen mit einem Volumen von 2,8 Milliarden Euro zum Ziel gehabt.

Daneben wurden nach Angaben des Finanzministeriums fast genauso viele Anträge (circa 127.650) auf Stundung der Einkommensteuer, Körperschaft- und Umsatzsteuer in einer Größenordnung von rund 2,8 Milliarden Euro bewilligt. Zusätzlich seien 60.250 Anträge auf Minderung der Umsatzsteuersondervorauszahlungen (1,2 Milliarden Euro) genehmigt worden. 

"Unsere Hilfen werden sehr gut angenommen", sagte Füracker. Die Steuererleichterungen seien ein Mittel, um möglichst viel Liquidität bei Bürgern und Unternehmen zu belassen. Dies unterstütze die Wirtschaft und helfe, Arbeitsplätze zu sichern.

Update 18. August, 9.12 Uhr: Tierbedarf-Onlinehändler Zooplus legt in Corona-Krise deutlich zu

Dank gut laufender Geschäfte in der Corona-Krise hat der Onlinehändler für Haustierbedarf Zooplus im ersten Halbjahr auch unter dem Strich einen Gewinn erwirtschaftet. 

Der Überschuss bezifferte sich auf 7,8 Millionen Euro, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 7,1 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Zooplus profitierte in der Pandemie von einer starken Nachfrage etwa nach Futter und Streu, da viele Menschen den Gang in Geschäfte mieden. Während der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 862 Millionen Euro stieg, legte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sogar auf 29,4 Millionen Euro zu, nach 4,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Vor allem im zweiten Quartal kletterte das Ebitda rasant.

Zooplus hatte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr Mitte Juli zum wiederholten Mal angehoben. Demnach erwartet das Unternehmen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2020 mindestens 40 Millionen Euro, beim Umsatz traut sich der Onlinehändler ein Wachstum um rund 240 Millionen Euro auf rund 1,77 Milliarden Euro zu. Der Ausblick wurde nun bestätigt.

Update 17. August, 18 Uhr: Zahl der Menschen in Quarantäne sinkt im Landkreis Dingolfing-Landau

Nach dem Coronavirus-Ausbruch im Landkreis Dingolfing-Landau mit Hunderten Infizierten sind derzeit noch 115 Betroffene in Quarantäne. 100 davon gingen auf zwei Betriebe im niederbayerischen Mamming zurück, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Montag mit. Vergangenen Mittwochmittag waren es im Landkreis noch 224 Infizierte, die isoliert waren.

Ende Juli war eine Masseninfektion von Mitarbeitern eines Gemüsehofs in Mamming bekanntgeworden. Etwa 250 Erntehelfer wurden positiv auf das Coronavirus getestet und mussten in Quarantäne.

Zudem hatten sich Dutzende Beschäftigte einer Konservenfabrik in Mamming infiziert - mit Stand 4. August waren von 600 getesteten Mitarbeitern 166 positiv. Der gesamte Betrieb wurde vorübergehend stillgelegt, alle Beschäftigten in Quarantäne geschickt - ebenso wie 130 Mitarbeiter an weiteren Standorten des Betriebs. Vergangene Woche hieß es, dass das Virus auch bei 75 weiteren Kontaktpersonen nachgewiesen wurde.

Bayernweit sind inzwischen 53.088 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gestorben sind bisher 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hatten, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag (Stand: 08 Uhr) mitteilte. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 48.510 Menschen.

Update 17. August, 16 Uhr: Feuchtwanger Kreuzgangspiele trotz Corona zu 85 Prozent ausgelastet

Die Kreuzgangspiele in der mittelfränkischen Stadt Feuchtwangen (Landkreis Ansbach) sind trotz Corona-Krise an diesem Sonntag mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. 

Die mehr als 90 Vorstellungen mit 14 Premieren seien zu 85 Prozent ausgelastet gewesen, teilte Maria Wüstenhagen, Sprecherin des städtischen Kulturbüros und Dramaturgin, am Montag mit. Absolute Zuschauerzahlen nannte sie nicht.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte die Stadt das ursprünglich geplante Programm des Freilichttheaters um ein Jahr verschoben. Stattdessen führte das Ensemble vom 1. Juli bis zum 16. August Theaterstücke vor der Kulisse des romanischen Kloster-Kreuzgangs und im Nixel-Gang auf. Außerdem gab es dort Lesungen und Konzerte.

Die Zahl zugelassener Zuschauer war an beiden Spielstätten zusammen von 511 auf etwa 120 deutlich reduziert. Das Ensemble hingegen habe vollzählig spielen können, sagte Wüstenhagen. 

Besonders erfolgreich sei die neu konzipierte Reihe "Passionen" gewesen, frei nach Giovanni Boccaccios Novellensammlung "Il Decamerone".

Update 17. August, 15.50 Uhr: Arztpraxen füllen sich trotz Corona-Pandemie wieder

Die Arztpraxen in Bayern sind nach einem coronabedingten Einbruch im Frühjahr zum Ende des zweiten Quartals fast wieder so ausgelastet gewesen wie im Vorjahresvergleich. 

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Montag in München mitteilte, "verdichten sich die Anzeichen einer langsamen, doch stetigen Rückkehr zum Regelbetrieb". Ende März waren etwa 25 Prozent weniger Patienten in den Praxen registriert worden, im April rund 21 Prozent weniger. Seit Mai erhole sich die Lage.

Deutschlandweit starben bislang mehr als 9200 mit dem Coronavirus Infizierte. Seit Beginn der Krise haben sich mindestens 224 014 Menschen bundesweit nachweislich mit dem Virus infiziert. Mitte März wurde vorübergehend das öffentliche Leben heruntergefahren - viele Menschen trauten sich aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr in Arztpraxen.

In Bayern gingen laut KVB von März bis Juni vor allem jüngere Patienten deutlich seltener zum Arzt als im Vorjahreszeitraum. Bayernweit hätten die Praxen viel mehr Videosprechstunden und Telefonkontakte ermöglicht als zuvor - oft zum ersten Mal überhaupt.

Der KVB-Analyse zufolge wurden die meisten Corona-Infizierten im Freistaat ambulant versorgt. "Insgesamt wurden in Bayern bis Ende des zweiten Quartals 2020 deutlich mehr als 500.000 Patienten in einem Zusammenhang mit einer möglichen Coronavirus-Infektion behandelt."

Update 17. August, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 17. August, 14.15 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind mittlerweile 53.088 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.510 Menschen.

Update 17. August, 12 Uhr: Corona-Tester an Autobahn-Station selbst positiv getestet

Ein Mitarbeiter des Dienstleisters Eurofins, der für den Freistaat Bayern Corona-Tests für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten vornimmt, ist nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks positiv auf das Virus getestet worden. 

Der Sender beruft sich auf das örtliche Gesundheitsamt. Mehrere Kontaktpersonen, darunter Ehrenamtliche von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, seien deshalb in Quarantäne, hieß es am Montag. 

Der Kontakt zwischen dem Eurofins-Mitarbeiter und den Ehrenamtlichen habe bei der Übergabe der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau stattgefunden.

Ein Mitarbeiter des DRK im Schutzanzug steht am geöffneten Fenster eines Autos während er auf einem Autobahnparkplatz den Abstrich für den Corona-Test durchführt.
Ein Mitarbeiter des DRK im Schutzanzug steht am geöffneten Fenster eines Autos während er auf einem Autobahnparkplatz den Abstrich für den Corona-Test durchführt.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update 17. August, 11.50 Uhr: Staatskanzlei-Chef verteidigt Landesregierung wegen Testpanne

Der Corona-Koordinator der bayerischen Staatsregierung, Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU), hat das Vorgehen der Regierung verteidigt. 

"Entscheidend war, dass wir mit den Tests möglichst früh begonnen haben", sagte Herrmann am Montag im Radiosender Bayern 2. Man habe in Kauf genommen, dass das Testsystem anfangs noch nicht so perfekt war, dass keine Fehler passieren können. "Bei der Pandemiebekämpfung geht es immer auch um Zeit", sagte Herrmann.

Auf die Frage, ob die 46 bereits vor dem 11. August positiv Getesteten und noch immer nicht identifizierten Reiserückkehrer noch jemals gefunden werden können, antwortete Herrmann: "Der Vorgang ist jetzt auch abgeschlossen. Man muss jetzt auch in die Zukunft sehen."

Die Testzentren würden von Urlaubsheimkehrern sehr gut angenommen, das Verfahren sei nun von Anfang bis Ende digitalisiert, die Fehleranfälligkeit deutlich geringer. Sie seien aus der Erkenntnis entstanden, dass der Reiseverkehr für die Bekämpfung des Virus problematisch sei. "Gerade Rückreiseverkehr ist da ein Problem, weil das Virus wieder aufflammen kann, weil das Virus erneut verbracht wird, quer durch die Länder, quer durch Europa", betonte der Staatskanzleichef.

Er rief alle Urlauber auf, über ihre Ziele gut nachzudenken. "Es gilt auch für jeden, sich zu überlegen, ist es jetzt vernünftig eine Reise anzutreten in ein Gebiet, in dem man sich möglicherweise infiziert", sagte Herrmann mit Blick auf neu ausgewiesene Risikogebiete, etwa in Spanien.

Update 17. August, 11.40 Uhr: Eltern dürfen ihre Kinder bei Kita-Eingewöhnung begleiten

Eltern dürfen auch während der Corona-Pandemie bei der Eingewöhnung ihrer Kinder in Kinderkrippen oder Kindergärten vor Ort sein. 

Das teilte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Montag in München zum Start des neuen Kita-Jahres am 1. September mit. "Eltern dürfen und sollen die Eingewöhnungsphase ihrer Kinder in die Kita persönlich begleiten", sagte Trautner laut einer Mitteilung. Wie auch beim Betreten der Kindertageseinrichtung sollen sie dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Am 1. September besuchen viele Kinder in Bayern zum ersten Mal eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten. Während der rund zwei bis drei Wochen langen Eingewöhnungsphase begleiten Eltern und Pädagogen das Kind gemeinsam.

Update 17. August, 10.39 Uhr: Klassikfestival trotz Corona geplant

Trotz Corona sollen Klassikfans vom 25. September bis 4. Oktober beim "Festival der Nationen" in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu) auf ihre Kosten kommen. 

Da in den Konzertsaal wegen Hygieneauflagen weniger Zuhörer passen, geben die Künstler jeweils zwei identische Konzerte um 17.30 und 20.30 Uhr, wie die Veranstalter am Montag mitteilten.

"Alle unsere international renommierten Künstler wie Rolando Villazón, Julia Fischer, Rudolf Buchbinder, Alice Sara Ott, Daniil Trifonov und die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker treten wie geplant auf", erklärte Intendant Winfried Roch. 

Einzig das Sonderkonzert von Geigerin Anne-Sophie Mutter wurde ins kommende Jahr verlegt, die Karten bleiben gültig.

Update 17. August, 9.10 Uhr: SPD-Fraktionschef: Corona-Tests "von Söders Ehrgeiz getrieben"

Bayerns SPD-Fraktionschef Horst Arnold hat das Vorgehen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei den Corona-Tests scharf kritisiert. 

"Das Projekt, Reiserückkehrer sehr schnell zu testen, wurde von Söders Ehrgeiz getrieben. Die Idee war gut - wir hatten sie auch - aber sie hätte mehr durchdacht werden müssen", sagte Arnold den "Nürnberger Nachrichten" (Montag). Jetzt müsse er sich gefallen lassen, dass er kritisiert werde für die Ankündigung von Maßnahmen, die richtig waren, aber nicht umsetzbar sind.

Für die Umsetzung sei zudem nicht nur Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) verantwortlich, sondern auch das Management der Staatsregierung. "Jeder Manager muss sich fragen: Können Ziele umgesetzt werden und kann mein Betrieb das leisten?", so Arnold. Natürlich seien die Tests aus der Not geboren, "aber so etwas kann man sich nicht leisten. Viele Getestete haben sich in Sicherheit gewogen, weil sich niemand mehr bei ihnen gemeldet hatte."

Arnold sagte auch, was die SPD anders gemacht hätte. "Wir hätten uns darum gekümmert, dass die notwendige Logistik funktioniert und ein Pilotverfahren gestartet." Zudem hätte man die Rettungsdienste früher einbezogen und sich mit ihnen abgestimmt. "Weiter hätten wir das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit rechtzeitig angewiesen, digitale Lösungen zu schaffen."

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44.000 Tests, die meist an den mobilen Testzentren an Autobahnraststätten von Urlaubsrückkehrern in Bayern genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren. Auch am Sonntag waren noch nicht alle positiv Getesteten informiert.

Update 17. August, 6.07 Uhr: Hofreiter attackiert Söder wegen Panne bei Corona-Tests

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf für seine Politik in der Corona-Krise attackiert. 

Mit kostenlosen Tests an den Grenzen habe der CSU-Chef "zu viel versprochen", sagte Hofreiter der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Mit der Testpanne und den Tausenden nicht informierten Personen über eine Corona-Infektion werde Vertrauen der Bevölkerung verspielt, kritisierte er. 

Söder sei es darum gegangen "sich als Klassenprimus im Krisenmanagement darzustellen". Hofreiter fügte hinzu: "Bei Söder gehen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander."

Versäumnisse sieht der Grünen-Fraktionschef auch bei der Bundesregierung. Sie habe mit den Ländern keine "wirkliche einheitliche Strategie auch mit Blick auf die Corona-Tests" koordiniert.

Update 16. August, 16.07 Uhr: FC Ingolstadt meldet Corona-Fall

Der FC Ingolstadt hatte vor seinem Trainingsstart einen Corona-Fall. 

Wie der Fußball-Drittligist am Sonntag mitteilte, gab es im Vorfeld bei den Profis ein positives Testergebnis. Dies habe das zuständige Labor bei der obligatorischen Prüfung auf das Virus Sars-CoV-2 ermittelt. Der FCI teilte die Testresultate unmittelbar dem lokalen Gesundheitsamt mit. 

Der positiv getestete und namentlich nicht genannte Akteur sei seit einigen Tagen in Quarantäne und zeige keine Symptome. Wie die Schanzer weiter mitteilten, ergab eine zweite Testung nur negative Ergebnisse. Deshalb konnte Trainer Tomas Oral mit seiner Mannschaft am Sonntag auch wie geplant das Training aufnehmen.

Die Ingolstädter berichteten zudem von einem Corona-Fall im Nachwuchsleistungszentrum. Eine kleine Gruppe potenzieller Kontaktpersonen sei anschließend vorsorglich in häusliche Quarantäne gegangen. Die folgenden Tests wegen einer möglichen Infektion der betroffenen Personen ergaben nur negative Befunde.

"Man sieht, dass unsere Vorsichtsmaßnahmen und engmaschigen Kontrollen greifen. Diese Sorgfalt ermöglicht es uns, dass die Mannschaften in ihre Vorbereitungen starten können", urteilte Geschäftsführer Manuel Sternisa. 

"Gleichzeitig zeigen diese beiden Fälle, dass die Pandemie präsent ist und wir uns in unserem alltäglichen Miteinander weiterhin sensibel und verantwortungsbewusst bewegen müssen."

Update 16. August, 15.53 Uhr: FDP kritisiert Söder-Regierung wegen Corona-Management

Die oppositionelle FDP-Fraktion im bayerischen Landtag hat wegen der Corona-Panne harsche Kritik an der Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geübt. 

Die Staatsregierung habe sich heillos in ihrem Test-Chaos verheddert, sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen am Sonntag.

Auch nach vier Tagen seien nicht alle positiven Corona-Tests zugeordnet werden. "46 Infizierte stecken in Unkenntnis ihres positiven Testergebnisses möglicherweise weitere Menschen an", betonte Hagen.

Die FDP habe gemeinsam mit Grünen und SPD für Mittwoch eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag beantragt. "Wir erwarten, dass die Ministerin dann Rede und Antwort steht", erklärte Hagen mit Blick auf Gesundheits-Ressortchefin Melanie Huml (CSU).

"Söders planloses Vorpreschen mag seinem Image als entschlossener Macher nützen, in der Sache hat es sich als schädlich erwiesen", sagte der FDP-Politiker. 

Statt Aktionismus brauche es eine zwischen Bund und Ländern koordinierte Strategie für das Reiserückkehrer-Management. Reisende aus Risikogebieten müssten Priorität haben.

Update 16. August, 14.54 Uhr: Nach Bayerns Testpanne 46 positiv Getestete noch nicht gefunden

Im Zuge der Probleme an bayerischen Corona-Teststationen sind immer noch nicht alle positiv Getesteten gefunden: Von 46 fehlte auch am Sonntag noch jede Spur. 

Bei 903 der insgesamt 949 nachgewiesenen Infektionen wurden die Betroffenen bis dahin ermittelt und - mit teils wochenlanger Verzögerung - informiert. Bei 46 sei dies bisher nicht gelungen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mit.

D2as Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen", sagte Huml. 

Allerdings hatte sie am vergangenen Mittwoch, kurz nach Bekanntwerden der Panne erklärt, die Betroffenen sollten bis Donnerstagmittag informiert werden. Danach verstrichen drei Tage und mehrere Fristen, bis zu der ihr Ressort die Öffentlichkeit informieren wollte.

Update 16. August, 11.52 Uhr: Kontrollen der Gastronomie

Die Polizei hat in München die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes kontrolliert. (Symbolbild)
Die Polizei hat in München die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes kontrolliert. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Die Münchner Polizei hat am Wochenende Kontrollen von Gastronomiebetrieben bezüglich des Infektionsschutzgesetzes durchgeführt.

Am Samstag gegen 2.15 Uhr kontrollierten die Beamten einen gastronomischen Betrieb in der Sonnenstraße.

In der Örtlichkeit wurden mehrere Gäste festgestellt, die dort tanzten. Mindestabstände wurden nicht eingehalten. Die ca. fünfzig Gäste und auch ein Teil der Angestellten trugen keinen Mund-Nasen-Bedeckung. Der Betrieb wurde für den Rest der Nacht eingestellt und die Gäste verließen die Örtlichkeit.

Die verschiedenen Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden angezeigt.

Gegen 3.10 Uhr, wurde ein weiterer Betrieb in der Altstadt kontrolliert. Dort wurden über hundertfünfzig Personen auf einer Tanzfläche festgestellt, die keinen Mund-Nasen- Bedeckung trugen und keine Mindestabstände zueinander einhielten. Die Aktivitäten wurden eingestellt und die Personen verließen die Örtlichkeit.

Verschiedene Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden angezeigt.

Am Sonntag gegen 01.00 Uhr kontrollierte die Polizei einen gastronomischen Betrieb in Garching. An der Örtlichkeit wurde Musik abgespielt und es befanden sich ca. fünfzig Personen vor Ort, die keinen Mund-Nasen-Bedeckung trugen.

Die Beamten forderten den Verantwortlichen auf die Musik abzustellen und die zum Teil erkennbar alkoholisiert wirkenden Gäste wurden angewiesen, die Örtlichkeit zu verlassen. Der Verantwortliche wurde wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt.

Update 16. August, 8.09 Uhr: Keine Klarheit bei Benachrichtigung von Corona-Getesteten in Bayern

Die Gesundheitsbehörden in Bayern waren auch am Samstag nicht in der Lage, das Problem bei der Benachrichtigung von positiv auf das Coronavirus getesteten Urlaubsrückkehrern zu lösen. 

Die Zahlen, die unter anderem darüber Auskunft geben sollen, wie viele der positiv Getesteten ihr Ergebnis nun inzwischen erfahren haben, sollen nun am Sonntagnachmittag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Samstag.

Ursprünglich hatte die Staatsregierung erklärt, bis Donnerstagmittag soll jeder der positiv Getesteten sein Ergebnis kennen. Diese Deadline verstrich, mehrere weitere am Freitag und Samstag ebenfalls. 

Es müssten noch "weitere Details" geklärt werden, hieß es.

Update 15. August, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind mittlerweile 52.873 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2629 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.360 Menschen.

Update 15. August, 14 Uhr: Flugbetrieb in München durch weitere Reisewarnung nicht behindert

Eine junge Reisegruppe, die aus Kreta angekommen ist, steht vor dem Corona Test Center am Münchener Flughafen.
Eine junge Reisegruppe, die aus Kreta angekommen ist, steht vor dem Corona Test Center am Münchener Flughafen.  © Lino Mirgeler/dpa

Am Flughafen München läuft der Flugbetrieb nach der vom Auswärtigen Amt für weite Teile Spaniens ausgesprochenen Reisewarnung zunächst ohne große Veränderungen weiter. 

"Es sind mehr Passagiere, die bei der Ankunft getestet werden müssen", sagte Flughafen-Sprecherin Kathrin Stangl am Samstag. Passagiere aus Mallorca kommend mussten sich etwa noch im Terminal einem Pflichttest auf das neuartige Coronavirus unterziehen und einen Rachenabstrich nehmen lassen.

"Wir haben gestern Abend im Internet von der Reisewarnung erfahren. Große Sorgen mache ich mir nicht. Aber blöd ist es, dass wir jetzt zwei Tage in Quarantäne müssen, bis das Testergebnis da ist", sagte etwa Michael Hacker (21), der am Samstag von einem Mallorca-Urlaub zurückkam. Seine Mitreisende Isabell Pfüger (19) ergänzte: "Der Test hier ging ganz schnell. Da waren wir schnell durch."

Andere Reisende, etwa mit Ziel Kanarische Inseln, befürchten, dass die Reisewarnung während ihres Urlaubsaufenthaltes weiter ausgedehnt werden könnte. "Wir wollten nicht nach Mallorca, einfach nur ein bisschen Ruhe und Strand", sagte Adrian Binder (28) kurz vor seinem Abflug auf die Kanaren. 

"Die im Reisebüro haben uns dann Teneriffa empfohlen". Jetzt hoffe er, dass die Kanaren-Insel nicht auch zum Risikogebiet werde. "Wenn ich danach in Quarantäne muss, dann wäre das blöd wegen des Jobs", sagte sein Mitreisender Simon Binder (23).

Zwei Männer aus München traten ihre für Samstag geplante Reise nach Málaga gar nicht erst an. "Wir haben gestern von der Reisewarnung gehört. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass wir den Urlaub in Spanien absagen müssen. Jetzt bleiben wir in hier München", sagte einer der beiden, die ihren Namen nicht preisgeben wollten.

Update 14. August, 8 Uhr: Corona-Alternativ-Programm bei den Bregenzer Festspielen

Eigentlich sollte auf der bekannten Seebühne der Bregenzer Festspiele in diesem Jahr die Oper Rigoletto gezeigt werden - wegen der Corona-Krise mussten die Veranstalter das Festival jedoch absagen. Stattdessen gibt es ein Alternativ-Programm.

Musiktheater statt "Rigoletto": Wegen der Corona-Krise mussten auch die Macher der Bregenzer Festspiele in diesem Jahr umdisponieren. Mit einem abgespeckten Programm mit Konzerten, einem Arienabend und einem Musiktheater wollen sie von Samstag an die Besucher an das österreichische Bodenseeufer locken. 

Den Auftakt macht am Abend (19.30 Uhr) ein Konzert des Musikers Florian Boesch und der Gruppe Musicbanda Franui.

Eigentlich waren die Bregenzer Festspiele vom 22. Juli bis zum 23. August geplant. Es ist die erste Absage seit der Gründung der Festspiele 1946. 

Im kommenden Jahr sollen dann - wie eigentlich für diesen Sommer geplant - "Rigoletto" auf dem See und "Nero" im Festspielhaus aufgeführt werden.

Update 14. August, 18.37 Uhr: Corona-Fall beim Basketball-Bundesligisten Bayreuth

Ein Spieler von Basketball-Bundesligist medi Bayreuth ist positiv auf das Coronavirus getestet. 

Daher werden die weiteren Medizinchecks der Mannschaft im Klinikum Bayreuth vorerst verschoben, wie der Verein am Freitag mitteilte. Parallel zu den Eingangsuntersuchungen hatten auch Covid-19-Testungen stattgefunden, die dann das positive Ergebnis erbrachten. Den Namen des Infizierten nannte der Club nicht.

Aktuell würden die Infektionsketten geprüft, hieß es weiter in der Mitteilung. Der Verein stehe wegen des weiteren Vorgehens in engem Kontakt und Austausch mit dem Bayreuther Gesundheitsamt.

Update 14. August, 16.51 Uhr: Messebetrieb in München soll unter Hygieneauflagen wieder anlaufen

Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins scannt an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost das Smartphone einer Person. (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter der Firma Eurofins scannt an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost das Smartphone einer Person. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Trotz aktuell steigender Corona-Infektionszahlen soll in München unter umfassenden Hygienemaßnahmen bald der Messebetrieb wieder anlaufen. 

Die voraussichtlich erste größere Fachmesse in der Landeshauptstadt seit dem Lockdown soll die vom 12. bis zum 14. September stattfindende TrendSet für Einrichtung und Inspiration sein, sagte eine Sprecherin der Messe München am Freitag.

Dem Veranstalter zufolge werden die Tickets online verkauft, es gilt die Auflage zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. An den Messeständen sollen Hygiene-Beauftragte bereitstehen, die die Einhaltung der Abstandsregeln kontrollieren sollen. Zur Zahl der möglichen Besucher gab es zunächst keine Angaben.

Auch die Endverbrauchermesse Babywelt 2020 (9. bis 11. Oktober) rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und das erste Lebensjahr soll stattfinden. Zum Hygienekonzept soll hier auch die Einführung dreistündiger Zeitfenster für den Messebesuch gehören, um das Besucheraufkommen zu entzerren, wie der Veranstalter mitteilte. Zur Höchstzahl der Besucher stimme man sich noch mit den Gesundheitsbehörden ab. Bei der Immobilienmesse Expo Real Hybrid Summit (14. und 15. Oktober) sollen laut der Messesprecherin maximal 3000 Besucher pro Messetag erlaubt sein.

Nach Beschluss der Staatsregierung dürfen Messen grundsätzlich ab dem 1. September wieder stattfinden. 

Update 14. August, 14.28 Uhr: Zahlen für München

Update 14. August, 14 Uhr: Corona-Quarantäne-Bruch: 10.800 Euro Strafe für Deutsche in Tirol

Sie ging einkaufen, im Park spazieren und fuhr Taxi - trotz Corona-Infektion samt Heimquarantäne. 

Eine Frau aus Deutschland ist in Österreich wegen wiederholten Bruchs ihrer Quarantäne zu 10.800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Anklage fordert jedoch weiter eine Haftstrafe auf Bewährung und meldete nach dem Urteil am Landgericht Innsbruck am Donnerstag Berufung an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Wien sagte. Zuvor hatte der Sender ORF über den Prozess berichtet.

Die 54-Jährige, die in Karlsruhe geboren wurde aber in Schwaz im Bundesland Tirol lebt, war im April positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte einen Bescheid über ihre Heimquarantäne bekommen. In den Tagen darauf ging sie jedoch einkaufen - laut ORF gab sie an, dass ihr der Mindestbestellwert für Lebensmittel über das Internet zu hoch gewesen sei, obwohl sie nach eigenen Angaben 2100 Euro Rente erhalten habe.

Außerdem nutzte sie den Angaben nach den Aufzug in ihrem Wohnhaus, ging im Park spazieren und fuhr mit einer Verletzung per Taxi ins Krankenhaus, statt den Notarzt zu rufen. Schließlich nahm die Polizei die 54-Jährige fest und brachte sie ins Gefängnis, nachdem sie mehrmals bei Kontrollen nicht zuhause angetroffen worden war. Eine Haftrichterin entließ sie nach einem Tag.

Das Landgericht Innsbruck verurteilte die 54-Jährige wegen der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Nach österreichischem Recht sind dafür bis zu drei Jahre Haft möglich. 

Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben des Sprechers eine Bewährungsstrafe, um mehr Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Das Oberlandesgericht muss über die Berufung entscheiden.

Update 14. August, 13.20 Uhr: Abwärtstrend der Industrie verlangsamt

Der coronabedingte Abwärtstrend der bayerischen Industrieproduktion hat sich im Laufe des Frühsommers abgeschwächt. Nach den nunmehr vorliegenden offiziellen Daten sank die bayerische Industrieproduktion im Juni verglichen mit dem Vorjahr um 2,3 Prozent. 

Verglichen mit dem Einbruch im April und im Mai von jeweils über 30 Prozent sei das "deutlich erholt", wie das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag formulierte. Die Zahlen spiegeln unter anderem den Effekt des weitgehenden Shutdowns im Frühjahr wider, als die meisten Fabriken still standen. Gegen Ende Mai lief die Produktion vielerorts wieder an.

In der Gesamtbetrachtung des ersten Halbjahrs zeigt sich, wie hart Corona die bayerische Industrie traf - und dass die Metall- und Elektroindustrie inklusive Autoherstellern als wichtigste Branche am schwersten in Mitleidenschaft gezogen wurde. 

In Summe schrumpfte die Industrieproduktion im ersten Halbjahr demnach um 14 Prozent. In der Autoindustrie und bei deren Zulieferern fiel das Minus mit 29,3 Prozent jedoch noch viel größer aus, ebenso in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit minus 20,8 Prozent.

Für die Pharmaindustrie bedeutet Corona hingegen bessere Geschäfte, die Produktion der Medikamentenhersteller legte um fast 11 Prozent zu. Aus nicht unmittelbar ersichtlichen Gründen waren auch "Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren" im ersten Halbjahr gefragt, die Produktion stieg um 2,8 Prozent. Allerdings sind weder Medikamente noch Holz und Kork für die bayerische Wirtschaft von vergleichbarer Bedeutung wie Metall und Elektro.

Update 14. August, 13.15 Uhr: Bund begrüßt Aufarbeitung der Corona-Testpanne in Bayern

Die Bundesregierung hat die Aufarbeitung der Probleme bei Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern in Bayern begrüßt.

Es sei eine schwere Panne passiert, die sehr ernsthaft und bedauerlich sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Daher sei es wichtig, die Information betroffener Bürger schnellstmöglich nachzuholen und Fehler zu analysieren, um solche Pannen künftig zu vermeiden. Es bleibe richtig, dass Reiserückkehrer auch aus dem ganzen Bundesgebiet nahe der Grenze getestet werden und Bayern dafür Testmöglichkeiten geschaffen habe.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Panne eingeräumt und den Fehler bedauert. Demnach haben rund 44.000 Reiserückkehrer noch kein Ergebnis von Corona-Tests bekommen, die zum Großteil bei den Ende Juli eingerichteten Stationen an grenznahen Raststätten gemacht worden waren. Hintergrund für die Verzögerungen ist demnach vor allem, dass der Abgleich von Laboruntersuchung und Formularen per Hand abläuft. Zudem war die Nachfrage größer als erwartet. 

Unter den noch nicht übermittelten Ergebnissen waren Hunderte positive Befunde.

Update 14. August, 12.30 Uhr: BayernLB will insgesamt 800 Stellen abbauen

Die unter Corona-Pandemie, Niedrigzinsen und den Kosten der Bankenregulierung leidende BayernLB will insgesamt 800 Stellen abbauen. Zusätzlich zu den bereits 2019 angekündigten 400 Stellenstreichungen sollen weitere Kürzungen in vergleichbarer Größenordnung kommen, wie die Bank am Freitag mitteilte. 

Betriebsbedingte Kündigungen wird es demnach aber nicht geben, der Abbau soll sozialverträglich über die Bühne gehen. "Wir werden das im Lauf des zweiten Halbjahrs in Absprache mit den Personalvertretern finalisieren", sagte Finanzvorstand Markus Wiegelmann. Damit wird ein beträchtlicher Anteil der 3000 Stellen in der BayernLB-Kernbank wegfallen. 

Grund ist der 2019 beschlossene Umbau der Landesbank, unter anderem werden die Aktivitäten am Kapitalmarkt reduziert. Die Landesbank ist zu drei Vierteln in bayerischem Staatsbesitz, ein Viertel gehört den bayerischen Sparkassen.

Im ersten Halbjahr schrumpfte das Vorsteuerergebnis des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf 158 Millionen Euro. Allerdings konnte die Landesbank ungeachtet der Dauerniedrigzinsen ihren Zinsüberschuss leicht und den Provisionsüberschuss sogar ziemlich kräftig steigern. Beides zusammen belief sich auf eine gute Milliarde Euro. "Operativ sind wir gut und stabil unterwegs", sagte Wiegelmann.

Update 14. August, 10.45 Uhr: Bayerns Hausärzte warnen vor Grippewelle in Corona-Zeiten

Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Markus Beier, fürchtet das Zusammenkommen von Corona-Pandemie und Grippewelle. "Wir müssen alles tun, damit wir zu Covid-19 nicht auch noch eine große Grippewelle bekommen", sagte Beier der Augsburger Allgemeinen.

Laut einer neuen Studie will sich in Pandemie-Zeiten jeder zweite Deutsche gegen Grippe impfen lassen. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen ergab, planen 51,5 Prozent der Deutschen, sich in diesem Jahr gegen die Grippe impfen zu lassen. 41,3 Prozent der Befragten lehnen eine Influenza-Impfung hingegen ab.

Mit höherem Alter steigt der Umfrage zufolge die Bereitschaft für die Grippeimpfung. Während in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen nur rund jeder Dritte angab, sich in diesem Jahr impfen lassen zu wollen, war Anteil in der Gruppe der über 65-Jährigen rund doppelt so hoch.

Bei Wählern von Union, Grünen und SPD überwiegt der Studie zufolge die Zahl der Impfbefürworter, bei den Anhängern von FDP und Linken halten sich Befürworter und Ablehner die Waage. Nur Anhänger der rechtspopulistischen AfD sagen mit deutlicher Mehrheit, dass die Grippeschutzimpfung für sie nicht infrage kommt.

Update 14. August, 10.25 Uhr: Mit leichtem Schnupfen und ohne Fieber in die Kita

Kinder mit leichtem Schnupfen und ohne Fieber dürfen ab dem 1. September wieder eine Kindertagesstätte besuchen. Grundlage hierfür ist ein Drei-Stufen-Plan, der sich an dem in Bayern geltenden Corona-Warnsystem orientiert, wie Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Freitag mitteilte. 

Demnach gibt es je nach Infektionszahlen in einem Landkreis oder in einer Stadt unterschiedliche Maßnahmen. Betretungsverbote sollen künftig möglichst vermieden werden oder nur lokal gelten. "Eine lokale Schließung von Einrichtungen kommt nur als letzte Möglichkeit in Betracht. Wir wissen, wie wichtig die Betreuung für erwerbstätige Eltern ist."

Wenn sich innerhalb einer Woche mehr als 50 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, dürfen Kinder mit milden Erkältungssymptomen etwa nur bei Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Kita gebracht werden.

Update 14. August, 8.50 Uhr: Melanie Huml laut Politologin für Panne um Corona-Tests verantwortlich

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hätte angesichts der Panne um Corona-Tests an der Grenze zu Bayern nach Ansicht der Politologin Ursula Münch ihren Posten abgeben müssen. 

"Meines Erachtens hätte Söder sehr viel Anlass gehabt, dass Rücktrittsangebot der Ministerin entgegenzunehmen, weil da im Ressort wirklich vieles schief gelaufen ist und dafür ist eine Ressortchefin verantwortlich", sagte die Direktorin der Akademie für Politische Bildung im oberbayerischen Tutzing dem Bayerischen Rundfunk.

Die Politologin sieht mehrere Gründe, weswegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dennoch an Huml festhält. 

So nehme die Ministerin innerhalb der CSU eine wichtige Rolle als stellvertretende Parteivorsitzende ein. Zudem wäre es problematisch, mitten in der Corona-Krise das Ministeramt neu besetzen zu müssen. Söder hoffe nun, dass der mahnende Blick genüge. "Aber da kann man durchaus Zweifel haben."

Münch sieht durch den Vorfall überdies Söders Image beschädigt. 

Durch die Test-Panne sei die öffentliche Verunsicherung sicherlich jetzt noch größer, sagte sie dem BR. "Also wenn gar nichts gemacht worden wäre, dann wäre das genauso misslich von der gesundheitlichen Wirkung, aber jetzt kommt die Verunsicherung dazu und natürlich dieses Lautsprecherische."

Melanie Huml (CSU) hätte angesichts der Panne um Corona-Tests nach Ansicht von Ursula Münch ihren Posten abgeben müssen.
Melanie Huml (CSU) hätte angesichts der Panne um Corona-Tests nach Ansicht von Ursula Münch ihren Posten abgeben müssen.  © Peter Kneffel/dpa

Update 13. August, 21.30 Uhr: Fast 1400 positive Ergebnisse Corona-Teststationen in Bayern

Von 107.376 Corona-Tests an bayerischen Teststationen für Reiserückkehrer sind laut Bayerischem Rundfunk (BR) 1389 positiv. 

Das habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, berichtete der BR am Donnerstagabend. Datenstand sei der gestrige Mittwoch. Demnach haben sich an Autobahnraststätten an der A3, der A8 und der A93 insgesamt 72.104 Menschen auf Corona testen lassen. 

1188 Ergebnisse seien positiv gewesen, rund 1,6 Prozent. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg seien 44 Menschen positiv getestet worden; von mehr als 6250 seien dort Abstriche genommen worden.

Update 13. August, 19.20 Uhr: Claudia Roth von Test-Panne betroffen

Von der Übermittlungs-Panne bei den Corona-Tests in Bayern ist nach eigenen Angaben auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth betroffen. 

Sie warte noch heute auf die Ergebnisse ihres Tests vom 2. August, sagte die Grünen-Politikerin der Augsburger Allgemeinen (Freitag). Am Münchner Flughafen sei sie auf das Coronavirus getestet worden. Nachfragen seien ins Leere gelaufen, die Corona-Hotline sei nie erreichbar gewesen. 

>>> Hier findet Du mehr zu Roths Corona-Test

Update 13. August, 17.25 Uhr: Ministerium korrigiert Zahl der Infizierten

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen hat das bayerische Gesundheitsministerium die Zahl der positiv Getesteten nach oben korrigiert. 

Von mehr als 1000 positiven Tests seien 908 Getestete identifiziert worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München. 

Sie würden gerade angerufen. Es müsse aber noch abgeglichen werden, ob unter den ausstehenden Tests auch Dubletten seien.

Update 13. August, 17.20 Uhr: Bayerischer Elternverband fordert Präsenzunterricht nach Alter und Bedarf zu geben

Der Bayerische Elternverband (BEV) fordert, den Präsenzunterricht in der Corona-Krise dem Alter und Bedarf der Schüler anzupassen. 

Jüngere Schüler sollen eher vor Ort unterrichtet werden als Ältere, heißt es in einem offenen Brief an Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag. Auch Kinder, die mit dem Distanzunterricht nicht erreicht werden konnten, sollen bevorzugt wieder in die Schule dürfen.

"Viele Eltern machen sich große Sorgen, dass der Lehrplan quasi selbstständig an den Schülerinnen und Schülern "vorbeizieht" und lebenslänglich Wissenslücken hinterlässt", kritisierte der BEV. Auch im neuen Schuljahr rechne man mit Schließungen von Schulen und Kitas wegen der Corona-Krise.

Für die Fernbeschulung brauche es deshalb ein klares Konzept: eine Liste mit unbedenklichen Kommunikationsmitteln, einen festen Stundenplan, einen täglichen Kontakt mit den Lehrern, eine Anwesenheitskontrolle sowie einen Livestream, über den die Schüler den Unterricht im Klassenzimmer mitverfolgen können. Außerdem sollen alle Stunden der Lehrer voll ausgeschöpft werden.

Auch die Lehrkräfte sollen aus Sicht des BEV besser unterstützt werden: Kollegen müssten sich gegenseitig technisch unterstützen und fortbilden. Außerdem sei ein bayernweites Konzept für den Unterricht mit digitalen Medien notwendig.

Update 13. August, 17 Uhr: Polizei holt Unterlagen aus Passauer Gesundheitsamt

Die Polizei hat Unterlagen aus dem Passauer Gesundheitsamt geholt. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. 

Die Unterlagen stünden "in Zusammenhang mit den Testungen an der Autobahnraststätte Donautal Ost". Sie seien im Auftrag des Ministeriums abgeholt worden.

In München wurden die Dokumente nach Ministeriumsangaben eingescannt und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in elektronischer Form zur Verfügung gestellt.

Es handle sich um Datenblätter und Laufzettel, mit denen vorliegende Testergebnisse abgeglichen werden sollten. "Auf diese Weise konnten an der Autobahnraststätte Donautal Ost (A 3) genommene Proben noch Personen zugeordnet werden, die über das Ergebnis nun unverzüglich informiert werden", teilte das Ministerium mit. 

Um wie viele Datensätze es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt. Die "Passauer Neue Presse" hatte zuvor von 25.000 Unterlagen berichtet.

Update 13. August, 16.20 Uhr: Corona-Lage ähnelt erster großer Corona-Welle im März

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt wegen steigender Corona-Zahlen vor einem neuerlichen explosionsartigen Anstieg der Infektionen. 

"Die Situation ist nicht unähnlich wie im März", sagte Söder am Donnerstag nach einer Krisensitzung in der Münchner Staatskanzlei. 

Es gebe in vielen Regionen eine Zunahme der Infektionen und europaweit eine wachsende Zahl von Risikogebieten. "Die Sorge ist mehr als berechtigt."

Update 13. August, 16 Uhr: Rund 900 Corona-Infizierte wissen nun Bescheid

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen hat das bayerische Gesundheitsministerium die Zahl der positiv Getesteten nach oben korrigiert. 

Von etwa 1000 positiven Tests seien 908 informiert worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München. 

Es müsse aber noch abgeglichen werden, ob unter den ausstehenden Tests auch Dubletten seien.

Update 13. August, 15.54 Uhr: Landesamt-Chef Zapf wechselt nach Corona-Panne ins Gesundheitsministerium

Nach der schweren Panne im Umgang mit Corona-Tests bei Reiserückkehrern wechselt der Leiter des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, ins bayerische Gesundheitsministerium. 

Von dort soll künftig der Betrieb der kommunalen Testzentren gesteuert werden, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag bekannt. Zudem soll der Betrieb der kommunalen Testzentren künftig vom Innenministerium aus gesteuert werden. Dieses sei näher an den Kommunen, sagte Söder.

Der Internist und Familienvater Zapf hat das in Erlangen angesiedelte Landesamt seit zwölf Jahren geleitet. Zuvor war er unter anderem als Arzt in Gesundheitsämtern sowie im bayerischen Gesundheitsministerium eingesetzt worden. Seit Juni ist Zapf auch Honorar-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Die Behörden im Freistaat hatten es nicht geschafft, Zehntausenden auf das Corona-Virus getesteten Reiserückkehrern rechtzeitig ihre Testergebnisse zu übermitteln. Im Ergebnis erhielten mindestens 900 positiv auf das hochansteckende Virus Getestete zum Teil weit über eine Woche keine Nachricht - mit der Gefahr, dass sie ohne Wissen über ihre Infektiösität weitere Menschen ansteckten. Zapf hatte am Mittwoch eingeräumt, die Behörden hätten die Zahl der Tests bei weitem unterschätzt und seien überrollt worden.

Die Testzentren an Autobahnraststätten an der Grenze zu Österreich, an Flughäfen und an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg waren zum Ferienstart in Bayern in Windeseile aus dem Boden gestampft worden. 

Das Bayerische Rote Kreuz hatte zunächst mit Freiwilligen die Organisation übernommen und später bemängelt, es hätte mehr Vorbereitungszeit benötigt.

Update 13. August, 15.47 Uhr: Söder räumt "große Panne" ein

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, gehen zu der gemeinsamen Pressekonferenz zu der Corona-Panne in den Testzentren.
Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, gehen zu der gemeinsamen Pressekonferenz zu der Corona-Panne in den Testzentren.  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen Zehntausender liegen gebliebener Corona-Testergebnisse Fehler der Behörden eingeräumt. 

"Da ist eine Panne passiert, und zwar eine große Panne", sagte Söderam Donnerstagnachmittag nach einer Krisensitzung in München. "Nicht in der Strategie, sondern in der Umsetzung."

Söder warnte vor bundesweit steigenden Fallzahlen: "Wenn wir nicht aufpassen, stehen wir in einigen Wochen vor einer ganz schwierigen Situation." 

Es werde in den kommenden Wochen bei der Rückkehr von Urlaubern oder dem Schulstart noch viele Probleme geben: "Wer glaubt, dass Corona ausgesessen und vorbei ist, der wird sich getäuscht sehen."

Update 13. August, 15.42 Uhr: Söder spricht Ministerin Vertrauen aus

Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zweimal ihren Rücktritt angeboten. 

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München, fügte aber hinzu: "Ich habe weiter Vertrauen zu ihr." Huml wolle die "Scharte auswetzen".

Update 13. August, 14.50 Uhr: Söder und Huml geben gemeinsame Pressekonferenz

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.  © Nicolas Armer/dpa

Die nach der Corona-Test-Panne an bayerischen Autobahnen angesetzte Pressekonferenz des bayerischen Gesundheitsministeriums fällt aus. 

Stattdessen wollen sich Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) an diesem Donnerstag um 15.30 Uhr gemeinsam im Prinz-Carl-Palais in München den Fragen der Öffentlichkeit stellen, wie eine Regierungssprecherin sagte. 

Eigentlich hatte zunächst Huml um 14.00 Uhr eine Pressekonferenz geben wollen, später dann Söder.

Update 13. August, 14.40 Uhr: Aktuelle Zahlen für München und Bayern

In Bayern sind mittlerweile 52.432 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2625 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.200 Menschen.

Update 13. August, 10.54 Uhr: Nach Test-Debakel: Corona-Hotline bei Bayerischem Landesamt unbesetzt

Nach dem Debakel um verzögerte Corona-Testergebnisse ist das Bürger-Telefon des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nicht erreichbar. 

Die Corona-Hotline sei "aus organisatorischen Gründen" nicht besetzt und sei erst wieder am Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar, hieß es am Donnerstagvormittag in einer automatischen Ansage. 

Das Landesamt ist die erste Stelle in Bayern für Corona-Tests und alle damit zusammenhängenden Fragen.

Update 13. August, 10.46 Uhr: Ministerium: 900 Corona-Infizierte sollen bis mittags Bescheid wissen

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen ist das bayerische Gesundheitsministerium weiter optimistisch, dass 900 positiv Getestete bis zum Donnerstagmittag über ihre Ergebnisse informiert werden. 

"Es wird telefoniert, die Menschen werden informiert", sagte ein Ministeriumssprecher. "Wir tun alles dafür, das umzusetzen, und sind zuversichtlich, dass wir das schaffen."

Update 13. August, 9.45 Uhr: Sängerpaar Seiffert und Schnitzer fürchtet um die Zukunft

Angesichts der Corona-Epidemie fürchten die prominenten Opernsänger-Eheleute Peter Seiffert und Petra Maria Schnitzer um ihre eigene Zukunft ebenso wie die Aussichten des klassischen Konzertbetriebs. 

"Es ist eine einzige Katastrophe", sagte Schnitzer dem "Nordbayerischen Kurier" (Donnerstag). Freischaffende Künstler haben nach Angaben der beiden Sänger nach wie vor quasi keinerlei Aussichten auf Engagements. "Dass Künstler nicht systemrelevant sind, beschäftigt uns sehr", sagte Schnitzer. "Und wir haben auch nicht die Aussicht, dass das im nächsten Jahr aufhört und wir wieder normal arbeiten."

An diesem Freitag wollen die Eheleute in Bayreuth ein Konzert mit Klavierbegleitung geben. Sowohl Seiffert als auch Schnitzer waren in der Vergangenheit in prominenten Rollen bei den Bayreuther Richard Wagner-Festspielen aufgetreten, die dieses Jahr wegen der Pandemie ausfielen. 

"Meine internationalen Engagements für ein ganzes Jahr wurden gestrichen", sagte Seiffert. "Es gibt überhaupt keinen Ersatz oder Ausgleich." Er frage sich ernsthaft, welchen Wert der Sängerberuf noch habe. "Was macht das überhaupt noch für einen Sinn? Wo soll das hinführen?"

Schnitzer kritisierte, dass die Bayreuther Festspiele gänzlich gestrichen wurden, und nicht wenigstens wie die Salzburger Festspiele in eingeschränkter Form stattfinden konnten. "Ich bin entsetzt, dass man es in Bayern nicht zustande gebracht hat, die Kultur höher zu halten, so dass man wenigsten eine abgespeckte Version hätte in Bayreuth machen können."

Update 13. August, 9.05 Uhr: Oppositionsparteien im Bund kritisieren Markus Söder wegen Testpanne

Die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern stößt auf heftige Kritik - auch bei Oppositionsparteien im Bund. 

Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, schrieb in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter: "900 positiv Corona-Getestete nicht zu informieren, ist Körperverletzung gegenüber denen, die diese anstecken." 

Und er griff namentlich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, weil am Vorabend nur Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) vor den Medien Stellung genommen hatte. "Wo ist Söder? Sonst immer vorneweg, schickt er jetzt seine Gesundheitsministerin vor. Peinlich", schrieb Lambsdorff.

Der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, twitterte: "Das ist das Ergebnis einer Politik der CSU, die auf Show statt Substanz setzt."

Update 13. August, 8.52 Uhr: Grünen-Landeschef Eike Hallitzky übt Kritik an Markus Söder

Grünen-Landeschef Eike Hallitzky hat den CSU-Vorsitzenden Markus Söder für die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in die Pflicht genommen und ihm weitere Versäumnisse vorgeworfen. 

"Ob Corona - von Starkbierfesten über das 'Vergessen' von 900 Infizierten bis zur tatsächlich hohen Zahl der in Bayern Betroffenen - bis zum Halten von Scheuer im Amt in seiner Rolle als CSU-Chef: Vom Klappern versteht Söder weit mehr als vom Handwerk verantwortungsvoller Politik", twitterte der Grünen-Politiker am Donnerstag. 

Am Mittwoch hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte.

Update 13. August, 8.50 Uhr: Testpanne in Bayern muss laut Jens Spahn schnell behoben werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich relativ zurückhaltend über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern geäußert.

"Ministerpräsident Markus Söder hat ja selbst gesagt, das sei sehr ärgerlich. Das ist ohne Zweifel so. Gleichzeitig ist es so, dass in außergewöhnlichen Zeiten auch Fehler passieren", sagte der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. "Entscheidend ist, dass sie transparent gemacht werden und sie dann schnell behoben werden. Und das macht die bayerische Staatsregierung."

Der Bundesgesundheitsminister fügte hinzu: "Grundsätzlich bin ich sehr dankbar dafür, dass wir umfassend testen, dass auch die Bayern es möglich machen, zum Beispiel bei der Einreise mit dem Auto an den Raststätten zu testen. Aber dann müssen natürlich auch die Ergebnisse übermittelt werden."

Spahn wies ferner darauf hin, dass das sinkende Durchschnittsalter der Infizierten kein Grund zur Entspannung ist. 

"Wir hatten letzte Woche mit im Schnitt, also Durchschnitt mit 34 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden." Er warnte aber: "Das heißt trotzdem, sehr, sehr wachsam miteinander zu sein, weil es eben doch dann zu oft auch schwerste Verläufe geben kann und eben auch Todesfälle - wenn wir nicht aufpassen, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit."

Update 13. August, 8 Uhr: Bayerisches Rotes Kreuz verteidigt sich nach Panne bei Corona-Tests

Nach der Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen kritisiert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Behörden. Die bayerischen Hilfsorganisationen seien vom Freistaat beauftragt worden, innerhalb eines Tages fünf Teststationen zu errichten. Dabei hätten sie sich an den Vorgaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Gesundheitsämter orientiert. 

"Da das LGL sich nicht in der Lage gesehen hat, in dieser kurzen Zeit eine entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, mussten die Reisenden händisch mit Formularen erfasst werden", hieß es in einer Mitteilung.

Am Mittwochnachmittag hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München bekanntgegeben, dass 44.000 Reiserückkehrer nach Tests in Bayern noch kein Ergebnis bekommen hätten, darunter 900 nachweislich Infizierte. 

Letztere sollten bis Donnerstagmittag Informationen über ihren Befund bekommen. Grund für die Verzögerungen seien vor allem Probleme bei der händischen Übertragung von Daten und eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots, erklärte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

Das BRK wies "Andeutungen zurück, die darauf schließen lassen, dass die Hilfsorganisationen eine (Teil-)Schuld an dieser Problematik haben". Es sei bedauerlich, dass der "schweißtreibende Einsatz der Ehrenamtlichen" in ein negatives Licht gerückt werde, sagte ein Sprecher. Die Panne bringt die Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Bedrängnis. Die Opposition verlangte Konsequenzen.

Update 12. August, 19.30 Uhr: Söder sagt wegen Panne mit Corona-Tests Besuch an der Nordsee ab

Nach Bekanntwerden einer schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. 

"Bayern geht vor", schrieb Söder am Mittwochabend auf Twitter.

Update 12. August, 19.20 Uhr: Opposition kritisiert Panne bei Corona-Tests für Reiserückkehrer

Die Opposition hat die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern scharf kritisiert und Konsequenzen verlangt. 

Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann nannte die Panne "eklatantes Regierungsversagen". "Das ist eine Schocknachricht für Deutschland und kratzt am Nimbus des selbstgefälligen Krisenmanagers Söder", erklärte er am Mittwochabend. 

Regierungschef Markus Söder (CSU) müsse umgehend dafür sorgen, dass das Handeln seiner Ministerinnen und Minister mit seinen wortgewaltigen Ankündigungen Schritt hält. 

"Sonst muss man an dieser Stelle festhalten: Söder kann Krise nicht."

Update 12. August, 17.40 Uhr: Zehntausende warten nach Corona-Test in Bayern auf Ergebnis

Zehntausende Reiserückkehrer warten nach Corona-Tests in Bayern noch auf das Ergebnis, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. 

Etwa 44.000 Befunde seien noch nicht übermittelt worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Die positiv Getesteten sollten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen. 

Der Zeitverzug ärgere sie "massiv", sagte Huml, sie bedauere das sehr. Es gebe eine "Übermittlungsproblematik", "da gibt es nichts schönzureden". An den Stationen seien Menschen aus ganz Deutschland getestet worden. Angaben, wie lange die Menschen bereits warten, konnte Huml nicht machen.

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Update 12. August, 14.50 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für München und Bayern

In Bayern sind mittlerweile 52.203 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2625 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 48.090 Menschen.

Update 12. August, 13.55 Uhr: Sozialverband fordert Corona-Abgabe für Reiche

In der Corona-Krise sollen Reiche nach dem Willen des Sozialverbandes VdK zu einer Einmalzahlung verpflichtet werden. 

VdK-Präsidentin Verena Bentele forderte am Mittwoch in München eine "einmalige Vermögensabgabe" von reichen Privatpersonen und wohlhabenden Unternehmen. "Der Staat hat hohe Schulden aufgenommen. Nun müssen die Kosten der Krise gerecht verteilt werden."

Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen ihrem Vorschlag zufolge herangezogen werden - und es soll ein Freibetrag von einer Million Euro gelten. "Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen. Doch der Effekt wäre enorm, wir sprechen von zusätzlichen Steuereinnahmen im Milliardenbereich", sagte Bentele. 

Die Corona-Schulden dürften auf keinen Fall zu Kürzungen im Sozialbereich führen. "Das würde die soziale Ungleichheit weiter vorantreiben und den sozialen Frieden gefährden."

Update 12. August, 11.25 Uhr: Konservenfabrik in Mamming darf wieder produzieren

 Die Konservenfabrik in Mamming, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Mitarbeiter positiv auf Corona-Infektionen getestet worden waren, darf wieder produzieren. 

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einem Eilantrag des Betreibers stattgegeben, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die vom Landratsamt Dingolfing-Landau mit Bescheid vom 4. August verfügte Betriebsstillegung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr verhältnismäßig, entschied die 14. Kammer des Verwaltungsgerichtes.

In der Fabrik wurden am 31. Juli 43 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, am 1. August waren von 600 getesteten Mitarbeitern bereits 152 positiv. 

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass das Virus auch bei 75 weiteren Kontaktpersonen nachgewiesen worden war.

Update 12. August, 8.45 Uhr: Gastgewerbe leidet auch im Juni stark unter Corona

Das Gastgewerbe in Bayern hat auch im Juni stark unter den Einschränkungen durch die Corona-Krise gelitten. 

Die Umsätze hätten um 44 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen, teilte das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mit. Im Vergleich zum Mai, als die Pandemie-Einschränkungen noch größer waren, hätten sich die Umsätze der Gastronomen und Hoteliers allerdings drastisch um 77 Prozent erhöht, ermittelten die Statistiker.

Die Zahl der Beschäftigten in Gaststätten und Hotels habe im Juni um 22 Prozent unter dem Vorjahr gelegen, aber um 10 Prozent höher als im Mai. Auf das gesamte erste Halbjahr bezogen mussten die Gastwirte Umsatzeinbußen in Höhe von 39,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. 

Die Schwankungen waren bei den Beherbergungsbetrieben größer als in der Gastronomie.

Update, 12. August, 6.11 Uhr: Corona in Konservenfabrik Mamming - 75 Kontaktpersonen infiziert

Ein Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nimmt an einem Corona-Testzentrum einen Abstrich bei einem Autofahrer. (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nimmt an einem Corona-Testzentrum einen Abstrich bei einem Autofahrer. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Nach dem Corona-Ausbruch in der Konservenfabrik Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) ist auch bei 75 Kontaktpersonen das Virus nachgewiesen worden. 

Das teilte das Landratsamt am Dienstagabend mit. Insgesamt seien rund 300 Kontaktpersonen nachgetestet worden. Am zweiten Produktionsstandort der Konservenfabrik in Simbach sollen am Mittwoch 40 Kontaktpersonen getestet werden.

In der Konservenfabrik im niederbayerischen Mamming waren mit Stand 4. August 166 von 600 Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der gesamte Betrieb wurde vorübergehend stillgelegt, alle Beschäftigten in Quarantäne geschickt - ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

Nachdem zwischenzeitlich eine größere Anzahl der Positiv-Fälle als Genesene aus der Quarantäne entlassen wurde, befinden sich in der Gemeinde Mamming aktuell noch 190 Infizierte in Quarantäne, wie das Landratsamt am Dienstag weiter mitteilte.

Die Konservenfabrik dürfe ab Mittwoch die Produktion wieder aufnehmen. Das Verwaltungsgericht Regensburg habe einem entsprechenden Antrag der Betriebsleitung stattgegeben. Landrat Werner Bumeder (CSU) zeigte sich besorgt über die Entscheidung des Gerichtes: «Angesichts der weiterhin hohen und sogar noch gestiegenen Infektionszahlen würde ich die Verantwortung für eine Wiederaufnahme des Betriebs ohne Testat der Fachleute nicht übernehmen», teilte er mit.

Ende Juli hatte es auf einem Gemüsehof in Mamming einen Corona-Ausbruch gegeben.

Update 11. August, 16.30 Uhr: Leon Goretzka versteht Fan-Absage der Politik

Leon Goretzka hat Verständnis für das vorläufige Nein der Politik zu einer schnellen Rückkehr von Fans in die Bundesliga-Stadien. 

"Ich glaube, das ist völlig klar, dass wir uns die Fans zurück ins Stadion wünschen. Trotzdem steht die Gesundheit weiterhin über allem", sagte der 25 Jahre alte Profi des FC Bayern München am Dienstag im portugiesischen Lagos, wo er sich mit seinem Team auf das am Mittwoch beginnende Finalturnier der Champions League vorbereitet.

Goretzka sprach auch die wieder "steigenden Infektionszahlen" beim Coronavirus in Deutschland an. "Ich bin ein Freund davon, der Politik da auch ein Stück weit zu vertrauen. Die haben in letzter Zeit einen fantastischen Job gemacht", sagte er: "Wir sind einfach froh, wieder Fußball spielen zu dürfen."

Mit den Partien ohne Zuschauer seien auch "viele Existenzen" im Fußball-Business gerettet worden, bemerkte der Nationalspieler. Wann Fans wieder in die Stadien zurückkehren könnten, könne er nicht beurteilen. Das sollten Virologen und Experten entscheiden.

Update 11. August, 16.25 Uhr: Mehr als 400 positive Befunde an Corona-Testzentrum bei Passau

Mehr als 400 Corona-Tests an der Autobahn 3 bei Passau sind bisher positiv ausgefallen. Bei knapp 17 000 analysierten Proben am Testzentrum an der Raststätte Donautal-Ost entspreche das einer Quote von 2,4 Prozent, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Passau mit.

Damit liegt der Anteil positiver Befunde dort deutlich höher als der Durchschnitt an den bayerischen Testzentren für Reiserückkehrer an Flughäfen (ein Prozent) sowie Bahnhöfen und weiteren Autobahnraststätten (1,5 Prozent). Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtet.

Angaben darüber, woher die positiv getesteten Reisenden hauptsächlich kamen, lasse die momentane Auswertung aber nicht zu, teilte das LGL mit.

Update 11. August, 13.30 Uhr: Hoffnung auf Fan-Rückkehr in der Bundesliga?

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hofft trotz der vorläufigen Absage durch die Politik weiter auf eine baldige Rückkehr von Fans in die Stadien. 

"Wir hoffen, dass wir trotz der ersten negativen Reaktion der Politik irgendwann trotzdem wieder mit Zuschauern spielen dürfen, weil Fußball ohne Zuschauer keinen Spaß macht", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München am Dienstag in München. 

Rummenigge brachte auch eine Öffnung in kleinen Schritten als möglichen Lösungsansatz ins Spiel.

Auf die Frage, ob er ungeachtet der vorläufigen Absage der Politik eine Stadion-Rückkehr der Fans zum Bundesliga-Saisonstart Mitte September für möglich halte, verwies Rummenigge auf die Grundlagen für die Öffnung für Zuschauer. "Wichtig ist, dass wir konzeptionell perfekt arbeiten, und das wird gemacht", sagte Rummenigge. 

Die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga könne man zu 100 Prozent erfüllen, erläuterte der 64-Jährige.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich bei ihrer Konferenz am Montag einhellig darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für die Fans bis zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei. Die DFL hatte zuvor ein Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern schon zum Beginn der Spielzeit 2020/21 erarbeitet.

"Vielleicht muss man da am Anfang auch konservativ denken, dass man nicht gleich 25.000 ins Stadion lassen muss", sagte Rummenigge und schlug vor, dass man "ja auch vielleicht langsam einen sogenannten Re-Start mit Zuschauern" garantieren könne. "Wichtig ist, man muss Vertrauen in den Fußball haben. Und ich glaube, der Fußball in Deutschland hat bewiesen, dass er vertrauensvoll arbeiten kann", sagte Rummenigge. Der Fußball sei in der Lage, "unter den Vorgaben da etwas zu gewährleisten, ohne dass es eine Gefahr bedeutet".

Karl-Heinz Rummenigge hofft trotz der vorläufigen Absage durch die Politik weiter auf eine baldige Rückkehr von Fans in die Stadien.
Karl-Heinz Rummenigge hofft trotz der vorläufigen Absage durch die Politik weiter auf eine baldige Rückkehr von Fans in die Stadien.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Update 10. August, 14.50 Uhr: Markus Söder kritisiert Konzertveranstalter

Nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben geplante Großkonzerte wie das mit Bryan Adams und Sarah Connor in Düsseldorf eine "katastrophale Signalwirkung" im Corona-Kampf. 

"Ich möchte darauf hinweisen, dass ich das Zulassen von Konzerten mit 13.000 Leuten für absolut nicht vertretbar halte. Bitte sehr herzlich, dass man das nochmal überdenkt. Das ist eine katastrophale Signalwirkung für das ganze Land", sagte Söder am Montag in Nürnberg.

"Wir haben derzeit schon Schwierigkeiten und müssen auch nochmal schauen, wie wir Möglichkeiten finden, bestimmte große Ansammlungen von Menschen in vernünftiger Form zu leiten zu und zu lenken, insbesondere was den Alkohol betrifft", sagte der Ministerpräsident. "Dann können wir nicht gleichzeitig Konzerte mit 13.000 Leuten zulassen, das setzt eine Signalwirkung ins Land, die die gesamte Philosophie konterkariert."

Konkret nannte Söder die Veranstaltung nicht. In Düsseldorf ist am 4. September ein Konzert vor 13.000 Zuschauern geplant. Pop-Star Connor hatte am Wochenende Verständnis für Bedenken gezeigt, das geplante Event aber verteidigt. Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um "Party machen", sondern um Jobs, sagte die Musikerin. "Auch ich habe viele Freunde und Kollegen, deren Existenzen mittlerweile bedroht sind." Sie sei "selbst gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten."

Konzertveranstalter Marek Lieberberg ("Rock am Ring") will Connor, Adams, Rea Garvey, Joris und Michael Mittermeier im Düsseldorfer Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" auftreten lassen. Die Stadt hatte die Veranstaltung genehmigt. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Pläne scharf kritisiert und rechtliche Zweifel angemeldet.

Update 10. August, 13 Uhr: Zuschauer beim Bundesliga-Start? Markus Söder "außerordentlich skeptisch"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) steht einer Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zum Saisonstart äußerst kritisch gegenüber. 

"Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen", sagte der Ministerpräsident am Montag in Nürnberg. "Es ist auch nicht klug, wenn wir Schulstart haben, wenn wir beginnenden Herbst haben, zu überlegen, dass wir dann zusätzlich 20.000, 25.000 Leute in den Stadien haben", sagte Söder.

In der letzten August-Woche werde er versuchen, in Abstimmung mit dem Bund eine Ministerpräsidentenkonferenz zum Thema Bundesliga abzuhalten, sagte Söder nach einer außerplanmäßigen Videokonferenz seines Kabinetts. "Ich kann mir vielleicht im Laufe der Saison, aber nicht zum Bundesliga-Start volle Stadien vorstellen."

Die Bundesliga startet am dritten September-Wochenende in die neue Saison. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für eine mögliche Rückkehr sieht eine zunächst reduzierte Rückkehr der Fans ohne Stehplätze, ohne Alkohol und ohne Gästefans vor. Tickets sollen nur personalisiert vergeben werden. Damit soll das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie verringert werden. Das DFL-Konzept hatte Anerkennung bekommen, es hatte aber auch Kritik und Zweifel gegeben.

Das Konzepte könnten theoretisch gute Ansätze haben, aber das in Praxis umzusetzen sei sehr schwierig, sagte Söder. "Es hätte aber auch eine verheerende Signalwirkung an die Öffentlichkeit. Sowohl was Kapazitäten im medizinischen betrifft als auch gegenüber kulturellen Veranstaltungen."

Markus Söder (CSU) steht einer Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zum Saisonstart äußerst kritisch gegenüber.
Markus Söder (CSU) steht einer Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zum Saisonstart äußerst kritisch gegenüber.  © Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

Update 10. August, 12.55 Uhr: Markus Söder macht Joachim Herrmann zum Corona-Koordinator

Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) wird Corona-Koordinator der bayerischen Staatsregierung. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Videokonferenz des Kabinetts in Nürnberg mit. 

Herrmann soll den Kampf gegen das Virus und die Anti-Corona-Maßnahmen der Staatsregierung stärker bündeln und besser koordinieren. 

Herrmann hatte auf dem Höhepunkt der Krise auch den Katastrophenstab der Staatsregierung geleitet, der aber schon vor einigen Wochen aufgelöst wurde.

Update 10. August, 12.50 Uhr: Markus Söder sieht größte Corona-Gefahr im Privaten

Das größte Corona-Infektionsrisiko steckt nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder im privaten Bereich. 

Die Gefahr gehe weniger von Betrieben aus oder vom öffentlichen Nahverkehr, sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag in Nürnberg. "Die eigentliche Gefahr ist der Leichtsinn bei privaten Veranstaltungen." 

Daher müsse man auch dort ansetzen, wenn es Probleme gibt. "Corona macht keine Ferien, Corona macht keine Pause", so Söder. "Wir nehmen Corona weiter absolut ernst. Bayern ist weiter absolut wachsam."

Update 10. August, 12.45 Uhr: Bayern plant flächendeckend Corona-Testzentren

In ganz Bayern soll es in Kürze flächendeckend Corona-Testzentren geben. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sollen solche Zentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. 

Das hat das Kabinett am Montag in einer Videokonferenz beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte anschließend in Nürnberg, die Menschen sollten sich schnell und unbürokratisch testen lassen können und dafür nicht mehr zum Arzt gehen müssen.

Reiserückkehrer sollten sich nach Worten Söders künftig zweimal testen lassen: Einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen, und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später. Dazu sollen die Testkapazitäten in Bayern weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag". 

Und: Die bisherigen Corona-Testzentren an der Grenze sollen nach Worten Söders weiter professionalisiert werden, damit Testergebnisse schneller als bisher ermittelt werden und schneller übertragen werden könnten.

Update 10. August, 12.38 Uhr: Bayern entscheidet erst vor Ferienende über Maskenpflicht in Schulen

Die bayerische Staatsregierung will kurz vor dem Ende der Sommerferien über eine mögliche Maskenpflicht auch im Schulunterricht entscheiden. Als Termin nannte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag die Kabinettssitzung am 1. September - die Schule startet eine Woche später, am 8. September. 

Dann wolle er unter anderem mit Lehrervertretern sprechen, sagte er nach einer Videokonferenz des Kabinetts am Montag in Nürnberg. Wichtig seien die ersten zwei Wochen als Startphase mit klaren Regeln. Jede Schule müsse wissen, wie bei einem Infektionsfall zu handeln sei.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. 

Bei hohen Infektionszahlen soll es eine Maskenpflicht auch im Unterricht geben. Fraglich ist aber, ob eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht droht - Nordrhein-Westfalen hat dies für weiterführende Schulen so entschieden.

Update 10. August, 12.35 Uhr: Bayern will Ausweitung von Corona-Risikogebieten

Bayern hat dem Bund vorgeschlagen, im Ausland weitere Regionen als Corona-Risikogebiete zu definieren. 

"Die Ausweitung kann deutlich dynamischer erfolgen als in der Vergangenheit", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung seines Kabinetts in Nürnberg an. Die bisherigen Tests bei Reiserückkehrern hätten gezeigt, dass viele positiv Getestete auch aus Gebieten zurückkämen, die derzeit nicht als Risikogebiete gelten. 

Derzeit sind rund 130 der knapp 200 Länder der Welt als Risikogebiete definiert.

Update 10. August, 12.30 Uhr: Corona wird laut Markus Söder "jeden Tag gefährlicher"

CSU-Chef Markus Söder hat vor einem wachsenden Infektionsrisiko durch das Coronavirus gewarnt. 

"Corona wird jeden Tag gefährlicher", sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag in Nürnberg nach einer außerplanmäßigen Kabinettssitzung via Video. 

Corona sei in ganz Europa auf dem Vormarsch. Zugleich nähmen Leichtsinn und Unvernunft zu, wie Söder es formulierte. Daher müssten die Menschen zu der Vorsicht zurückkehren, die in den vergangenen Wochen ein guter Schutz gewesen sei.

Immer mehr Infizierte klagten auch nach Monaten noch über Spätfolgen wie fehlenden Geruchssinn. Das zeige, dass Corona viel heimtückischer und gefährlicher sei als bislang angenommen.

Update 10. August, 9.15 Uhr: Bars und Clubs sollen mit Speise-Angebot wieder öffnen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den 5000 Bars, Clubs, Discotheken und Kneipen in Bayern in der Corona-Krise eine Perspektive geben. Das Partyvolk weiche zunehmend in den öffentlichen Raum aus, Konflikte mit Anwohnern seien die Folge. 

"Wir müssen deshalb eine Abgrenzung finden, um eine Öffnung zu ermöglichen: Natürlich wird kein Disco- und Party-Betrieb möglich sein, aber es gibt Grenzbereiche, wo sich die eine oder andere Bar gut aufstellen kann, indem sie Speisen anbietet", sagte Aiwanger dem Münchner Merkur. Salzstangen und Erdnüsse als Speisen zu deklarieren, reiche eher nicht aus. Die Untergrenze zog Aiwanger bei Wurstsemmeln und Baguettes. "Es gibt Kneipen, die haben umdisponiert", sagte er der Zeitung.

Aiwanger befürchtet vor allem im der bevorstehenden kälteren Jahreszeit einen Rückzug der Partyleute in private Räumlichkeiten. Dort könne der Staat Infektionsschutz nicht mehr durchsetzen. "Dann wird die Garage oder die leere Wohnung der Oma zum Partykeller umfunktioniert", sagte Aiwanger. "Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich hier im Privaten kein ganz großes Infektionsrisiko ergibt", betonte der Minister.

Update 10. August, 9.10 Uhr: Maskenpflicht auch im Klassenzimmer unabdingbar?

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht in üblicher Weise vonstattengehen soll. "Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei", sagte Meidinger der Passauer Neuen Presse.

Weder Lehrer noch Schüler seien Fans der Maskenpflicht. "Aber das ist wohl das Opfer, das wir zumindest vorübergehend bringen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern", betonte Meidinger. Er bezeichnete es als "aberwitzig", dass in Supermärkten, Zügen, Bussen, Gaststätten und bei Veranstaltungen Masken und Abstandsregelungen vorgeschrieben seien und an Schulen auf beides verzichtet werde.

"Was derzeit in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, also da, wo der Schulbetrieb gestartet ist, an Hygieneschutzmaßnahmen vor Ort umgesetzt wird, reicht mit Sicherheit nicht aus, um den Wegfall der Abstandsregel in Klassenzimmern zu kompensieren", sagte er der Zeitung. 

Nordrhein-Westfalen gehe mit seiner beschränkten Maskenpflicht auch im Klassenzimmer den richtigen Weg.

Das bayerische Kabinett diskutiert an Montag über eine mögliche Maskenpflicht auch in bayerischen Klassenzimmern. Ergebnisse der Debatte will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittag auf einer Pressekonferenz vorstellen.

Ist eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer unabdingbar? (Symbolbild)
Ist eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer unabdingbar? (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 9. August, 8.30 Uhr: Lehrer, Eltern, Schüler uneins über mögliche generelle Maskenpflicht

In NRW gilt an weiterführenden Schulen nach den Sommerferien eine Maskenpflicht auch im Unterricht. 

Was macht Bayern? Darüber berät am Montag das Kabinett. Bildungsverbände sind in der Frage gespalten. 

Mehr lest Ihr hier.

Update 9. August, 8 Uhr: Corona verzögert Bayerischen Demenzpakt

Demenzstrategie, Demenzwoche, Demenzpreis: Der Freistaat tut viel für rund 240.000 Demente und ihre Angehörigen. 

Heuer sollte noch ein Bayerischer Demenzpakt hinzukommen. Doch dann kam die Coronavirus-Pandemie.

Hier geht es zum Artikel.

Update 8. August, 18.06 Uhr: Tausende Rückkehrer absolvieren Corona-Test

Das Corona-Testzentrum am Münchner Flughafen.
Das Corona-Testzentrum am Münchner Flughafen.  © Peter Kneffel/dpa

Am ersten Tag nach Einführung der Corona-Pflichttests für Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich schon mehrere Tausend Menschen in Bayern testen lassen. 

Allein am Flughafen München landeten bis zum Nachmittag 29 Maschinen aus Risikogebieten mit rund 1850 Passagieren, wie ein Sprecher sagte. Eine weitere Maschine aus dem Kosovo stand noch aus.

Die ersten Flüge seien schon gegen 6.50 Uhr früh angekommen. "Die Reiserückkehrer haben sich alle bereitwillig testen lassen und wollten das auch. Manche hatten Zertifikate mit Testergebnissen dabei", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Es sei gut und problemlos abgelaufen.

Die Tests, die für den einzelnen nur wenige Minuten dauern, werden an zwei Teststationen in den Terminals 1 und 2 von einem privaten Dienstleister im Auftrag des Landesamts für Gesundheit durchgeführt. Im Terminal 2, wo die meisten Flugzeuge aus Risikogebieten landen, nähmen die Passagiere ihr Gepäck in Empfang und würden dann direkt anschließend getestet, sagte der Flughafensprecher.

Dagegen werden die Tests an den Grenzübergängen Passau, Kiefersfelden und Rosenheim sowie auf den Bahnhöfen München und Nürnberg von ehrenamtlichen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdiensts und anderer Hilfsorganisationen durchgeführt. Täglich seien 180 bis 250 Freiwillige im Einsatz, sagte ein BRK-Sprecher. Allein an der Donautal-Autobahn A3 bei Passau seien am Samstag bis zum Nachmittag mehr als 2400 Tests durchgeführt worden.

Die Helfer müssten alle halbe Stunde ausgetauscht werden, weil sie in Vollschutzanzügen arbeiteten. Sie seien dann erschöpft und nassgeschwitzt, "wie in einem Skianzug und der prallen Sonne".

Der Einsatz könne auf ehrenamtlicher Ebene so aber nicht weitergehen. Kommende Woche müsse die Arbeit an professionelle Dienstleister übergeben werden, sagte der Rotkreuz-Sprecher. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und BRK-Präsident Theo Zellner wollen am Sonntag ab 15 Uhr die Helfer an der Teststation Hochfelln-Nord an der Autobahn bei Rosenheim besuchen.

Update 8. August, 15.14 Uhr: 83 Menschen in Bayern neu mit Coronavirus angesteckt

In Bayern sind von Freitag bis Samstagfrüh 83 Menschen neu am Coronavirus erkrankt. 

Damit stieg die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Menschen auf 51.788, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag mitteilte. Bisher seien 2624 Menschen gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, liegt derzeit bei 5,39. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

Update 7. August, 18.53 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit besorgt über Umgang mit Corona

Eine große Mehrheit der Menschen über 18 Jahren in Bayern macht sich nach einer Umfrage Sorgen um einen zu leichtfertigen Umgang mit der Corona-Pandemie. 

83,2 Prozent der Befragten gaben an, besorgt zu sein, dass einige Menschen durch Missachtung der Corona-Regeln die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden. Laut der Umfrage von "Schwäbischer Zeitung" und dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey äußerten sich bundesweit 84,1 Prozent besorgt. 

Gefragt wurde: "Sind Sie aktuell besorgt, dass einige Menschen durch die Missachtung der Corona-Maßnahmen die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden?"

Update 7. August, 17.50 Uhr: Rund 50.000 Reisende nehmen freiwillige Corona-Tests in Anspruch

An Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten in Bayern haben sich bisher rund 50.000 Menschen freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. 

Allein am Münchner Flughafen seien 13.771 Abstriche genommen worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bei einem Besuch des dortigen Testzentrums am Freitag. Auch an den Raststätten sei die Nachfrage groß. Demnach ließen sich allein am Testzentrum an der Autobahn 3 zuletzt täglich rund 2000 Menschen testen.

Gesamtzahlen darüber, wie viele Reisende in den bayerischen Testzentren bisher nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren, liegen nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang nicht vor. Nach aktuellem Stand bewege sich der Anteil positiver Tests an den Flughäfen Nürnberg und München im Promillebereich, in Memmingen liefe die Zahl der Fälle im niedrigen einstelligen Bereich, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit.

Die Landratsämter in Rosenheim und Traunstein meldeten zudem für einzelne Testzentren Zahlen zu positiven Befunden. So wurden an der Autobahn 93 bei Kiefersfelden bislang 8 von knapp 2300 Reisenden positiv auf das neue Coronavirus getestet, an der Raststätte Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 waren es 18 von 3583 Tests.

In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig testen lassen, seit dem 30. Juli auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie an den Autobahnraststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). 

Anfang August wurde zudem ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Für Urlauber aus Risikogebieten greift am Samstag bundesweit eine Testpflicht.

Update 7. August, 16.40 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in Mamming bleiben Teststationen geöffnet

Nach dem Corona-Ausbruch in Niederbayern haben die vier eigens errichteten Teststationen auch am Wochenende geöffnet. Dort können sich Bürger auf eine Infektion hin testen lassen. 

Diese Möglichkeit haben nach Angaben des Landratsamtes Dingolfing-Landau vom Freitag bislang mehr als 6000 Menschen genutzt. Dabei gab es zwei positive Befunde - einer der beiden war demnach nach ein Reiserückkehrer.

Die Standorte in Dingolfing, Landau und Mamming sind am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet, das Testzentrum in Frontenhausen von 9 bis 20 Uhr.

In den vergangenen zwei Wochen sind in einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in Mamming insgesamt mehr als 400 Mitarbeiter positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden.

Update 7. August, 15.07 Uhr: Von Brunn kritisiert Aiwanger für "dubiose Corona-Einkaufstour"

Florian von Brunn, Abgeordneter der SPD im bayerischen Landtag.
Florian von Brunn, Abgeordneter der SPD im bayerischen Landtag.  © Lino Mirgeler/dpa

Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn kritisiert die Beschaffungen des bayerischen Wirtschaftsministeriums im Zuge der aktuellen Pandemie als "dubiose Corona-Einkaufstour". Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wies die Kritik am Freitag dagegen als "typische zerstörerische SPD-Ehrabschneiderei" zurück.

Im aktuellen Konflikt, über den zuvor der "Bayerische Rundfunk" und die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag) berichtet hatten, geht es insbesondere um die Beschaffung von 31 Heißwasserdesinfektionsgeräten für knapp eine Million Euro. 

"Der Vater des Firmenbesitzers ist einer von Herrn Aiwangers Jagdfreunden", sagt von Brunn. "Das wirft schon die Frage auf, ob da alles sauber gelaufen ist oder ob es sich um Verschwendung von Steuergeldern und einen klassischen Fall von Spezlwirtschaft handelt."

Das Wirtschaftsministerium betont dagegen, dass die vergaberechtlichen Vorschriften eingehalten worden seien. "Das wesentliche Kriterium für die Auswahl der Unternehmen war im Pandemie-Fall die schnelle und sichere Lieferung", heißt es in einer Stellungnahme. Man habe auf heimische Lieferanten gesetzt, "die verlässlich und zeitnah die benötigten Waren zur Verfügung stellen konnten".

Brunn sieht die Beschaffung auch deswegen kritisch, "da die Geräte gar nicht zur Corona-Bekämpfung gebraucht werden", wie er sagt. "28 Stück stehen unbenutzt im Zentrallager des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Lediglich drei wurden an Feuerwehrschulen abgegeben." 

Vom Wirtschaftsministerium heißt es dagegen, dass einige der Geräte inzwischen im Einsatz seien, um die Zelte in der Corona-Teststation an der Autobahnraststätte Donautal-Ost bei Passau zu desinfizieren. "Das BRK ist mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden und hat bereits mögliche Verwendungszwecke eruiert."

Aiwanger reagierte auch persönlich auf die Vorwürfe: "Während der Krise, als wir Tag und Nacht gearbeitet haben, waren diese Besserwisser wochenlang in Schockstarre", sagte er in Richtung SPD. "Jetzt kommen sie angeschlichen, um alles schlechtzureden und mir persönliche Motive zu unterstellen, weil ich mit einheimischen Firmen zusammengearbeitet habe. Wenn sie einen Funken Charakter hätten, würden sie solche Gemeinheiten unterlassen, noch dazu weil Corona noch nicht mal vorüber ist und wir nicht wissen, was an Ausrüstung zur Desinfektion noch alles gebraucht wird, siehe Mamming."

Von Brunn stützt sich bei seiner Kritik auf die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin ist aufgelistet, was beschafft und wie viel davon ausgeliefert oder verbraucht wurde. Insgesamt geht es dabei um knapp 2,9 Millionen Dinge für mehr als 13 Millionen Euro, von denen knapp 2,4 Millionen ausgeliefert oder verbraucht wurden. 

Die größten Posten sind rund 2,2 Millionen Masken, die größtenteils verbraucht oder ausgeliefert wurden. Die größten verbliebenen Posten sind gut 93.000 Handtücher, 87.000 Waschhandschuhe sowie je rund 80.000 Wischbezüge und Mikrofasertücher.

Update 7. August, 8 Uhr: Krankenhausgesellschaft: "Die Situation ist beherrschbar"

Die Krankenhäuser in Bayern sehen sich für künftige Corona-Ausbrüche gut gerüstet. "Wir haben zwar vereinzelt noch Corona-Patienten, aber die Situation ist absolut beherrschbar und kein Vergleich zum Frühjahr", sagte der Chef der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) im Interview des "Münchner Merkur" (Freitagsausgabe). 

"Ich bin kein Virologe: Aber ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt eine zweite Welle kommt. Jedenfalls nicht, wenn man darunter Infektionszahlen wie im Februar und März versteht. Das ganze Krisenmanagement hat ja deutlich an Erfahrung zugelegt."

Auch die Krankenhäuser seien besser vorbereitet. "Vieles ist besser als im Frühjahr. Und schon damals war unser Gesundheitssystem ja nicht überlastet." Er sei darum "vorsichtig optimistisch" - allerdings auch besorgt, "weil die Sensibilität und das Verantwortungsbewusstsein mancher Bürger nachlässt. Wir waren im Frühjahr sehr diszipliniert. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass wir vergleichsweise glimpflich davongekommen sind".

Hasenbein forderte allerdings auch mehr Geld für die Kliniken im Freistaat: Die Finanzierung sei "nicht ausreichend". Statt 643 Millionen Euro sehe er einen Förderbedarf von 800 Millionen.

Update 7. August, 7.47 Uhr: Wegen Corona ausgesetzte Haftstrafen werden wieder vollstreckt

Mehrere Häftlinge, die eine corona-bedingte Gnadenfrist hatten, müssen nun die Haft antreten. (Archiv)
Mehrere Häftlinge, die eine corona-bedingte Gnadenfrist hatten, müssen nun die Haft antreten. (Archiv)  © Matthias Hiekel/dpa

Verurteilte Straftäter, die ihre Haftstrafe wegen der Corona-Pandemie vorübergehend nicht antreten mussten, werden in Bayern inzwischen wieder zum Haftantritt geladen. 

Wie das bayerische Justizministerium in München auf Anfrage mitteilte, waren Jugendarreste und Freiheitsstrafen bis zu sechs Monate in der Anfangsphase der Pandemie nicht vollstreckt worden, um die 36 bayerischen Gefängnisse zu entlasten.

Seit Mitte Juni können Täter, die zu solch kurzen Strafen verurteilt wurden, wieder zum Haftantritt aufgefordert werden. Wie viele Straftäter davon betroffen sind oder waren, wird laut Ministerium nicht erfasst. Ende Juni waren nach Angaben einer Sprecherin 9533 der insgesamt 12.020 Haftplätze im Freistaat belegt.

Den vollständigen Bericht liest du >>> hier.

Update 6. August, 15 Uhr: Nach Corona-Fall in U19 von 1860 München: Montag weitere Tests

Nach einem Coronavirus-Fall in der U19-Mannschaft des TSV 1860 München sind für den kommenden Montag weitere Tests angesetzt. 

"Nach deren Ergebnissen wird über das weitere Vorgehen bezüglich des Trainingsbetriebs der U19 entschieden werden", teilte der Fußball-Drittligist am Donnerstag mit.

Die positiv getesteten Spieler befinden sich derzeit in Quarantäne und sind isoliert. Der Trainings- und Spielbetrieb der U19 ruht daher. Andere Teams des Nachwuchsleistungszentrums sowie auch das Profiteam sind laut Verein nicht betroffen. Die Teams der U9 bis U17 befinden sich gerade noch in der Sommerpause und die U21 im Trainingslager in Bad Füssing.

"Durch unsere Maßnahmen, Regeln und Verhaltensweisen zur Infektionsprävention, aber auch bei Infektionsfällen, konnten wir schnellstmöglich diese nun erforderten Maßnahmen einleiten", sagte der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Manfred Paula. 

"Wir hoffen, dass wir somit den Infektionskreis so gering wie möglich halten können und werden auch bei künftig auftretenden Fällen, die immer wieder vorkommen können, bestens vorbereitet sein."

Update 6. August, 14.45 Uhr: Sieben Infizierte bei weiterem Standort der Konservenfabrik Mamming

Auch am Standort der Mamminger Konservenfabrik in Simbach haben sich sieben Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

Bei 79 Beschäftigten fiel das Testergebnis negativ aus, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Donnerstag mitteilte.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass sich 166 von 600 Mitarbeitern des Betriebs in Mamming mit Sars-CoV-2 infiziert hatten. Daraufhin wurden auch Reihentestungen an den zwei weiteren Standorten in Simbach und Eichendorf veranlasst. Von den 83 getesteten Mitarbeitern in Eichendorf sei niemand infiziert, hieß es. Ein Befund stehe aber noch aus.

Die Konservenfabrik bleibt nach Angaben des Landratsamts an allen Standorten vorerst geschlossen. Die Produktion könne erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hintergründe des Ausbruchs und die Verbreitung im Betrieb geklärt seien. Die Behörden vermuten, dass sich die Beschäftigten bei Arbeitern eines nahe gelegenen Gemüsehofs angesteckt haben. 

Dort wurden inzwischen mehr als 240 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet, die Mehrheit gilt als genesen.

Update 6. August, 14.30 Uhr: Neue Corona-Infektionen in München

Bayernweit sind inzwischen 51.583 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gestorben sind bisher 2622 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hatten, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag (Stand 08.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 47.440 Menschen.

Update 6. August, 14 Uhr: Bayerns Sozialgerichte rechnen mit Klagewelle im Herbst

Bayerns Sozialgerichte gehen in der Corona-Krise von einer Klagewelle im Herbst aus. 

"Wegen der deutlichen wirtschaftlichen Eintrübung wird bald mit erheblich höheren Verfahrenseingängen zu rechnen sein", sagte der Präsident des Landessozialgerichtes in München, Günther Kolbe, der Deutschen Presse-Agentur vor einem Treffen der Präsidenten der bayerischen Sozialgerichte am Donnerstag in Landshut.

"Auf die Delle droht die Welle. Nach den zwei Klagewellen 2018 und 2019 mit Streitigkeiten von Krankenkassen und Krankenhäusern wird wohl als dritte eine "Corona-Welle" mit Sozialleistungsklagen in bisher noch nicht abschätzbarem Ausmaß folgen." 

Denn erfahrungsgemäß schlügen sich negative wirtschaftliche Entwicklungen in einem steigenden Bedarf an sozialen Leistungen nieder.

In den vergangenen Monaten war die Zahl der Verfahren an den bayerischen Sozialgerichten zurückgegangen - vor allem auch, weil die Rentenversicherung oder Krankenkassen in der Corona-Krise über längere Zeit nur einen eingeschränkten Betrieb aufrechterhalten konnten und darum über zahlreiche Anträge der Versicherten aus den zurückliegenden Monaten entschieden werden muss. 

Seit Beginn der Krise konnten an den Sozialgerichten im Freistaat 2850 Verhandlungstermine nicht wie geplant stattfinden.

Update 6. August, 13.20 Uhr: Wegen Corona weniger Unfälle, Tote und Verletzte auf Bayerns Straßen

Wegen der wochenlangen Corona-Beschränkungen sind auf Bayerns Straßen von Januar bis Juni deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden als im ersten Halbjahr 2019. 

Die Zahl der Verkehrsunfälle ging um 21,3 Prozent oder mehr als 40 000 auf 161 235 zurück, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag mitteilte. Verletzt wurden von Januar bis Juni 24 781 Menschen, das entspricht einem Minus von 21,1 Prozent. Die Zahl der Getöteten ging von 241 im Vorjahreszeitraum auf jetzt 216 zurück.

«Das liegt natürlich vor allem an den Beschränkungen rund um die Corona-Krise, wodurch deutlich weniger Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs waren», erklärte Herrmann, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit dem «sehr deutlichen» Rückgang. 

Er betonte allerdings auch: «Jeder Unfall und Getötete ist einer zu viel.»

Update 5. August, 20.15 Uhr: Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden.

Alle Infos findet Ihr >>> hier.

Update 5. August, 17.30 Uhr: Bambergs OB wegen Verstoß gegen Corona-Auflagen in der Kritik

Keine Maske, keinen Mindestabstand: Der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat Ärger wegen der Nichteinhaltung der Corona-Bestimmungen bekommen. Starke und der Bamberger SPD-Fraktionschef Klaus Stieringer hätten bei der Eröffnung eines Salons gegen die Auflagen verstoßen, lautet der Vorwurf eines Gastronomen. 

Mehrere Medien berichteten zuvor. Stieringer hatte auf Facebook ein Selfie zusammen mit Starke, dem Inhaber des Salons und einer weiteren Person gepostet. Darauf tragen alle vier keine Maske und halten keinen Abstand. Einer Sprecherin der Stadt zufolge habe es sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung gehandelt, bei der das Hygieneschutzkonzept eingehalten worden war. Ein Video der Veranstaltung von vergangener Woche soll jedoch zeigen, wie Bambergs Oberbürgermeister ein hochrangiges Mitglied des türkischen Generalkonsulats mit einem Handschlag begrüßt.

Laut Starke sei die Begegnung "spontan und emotional" gewesen. "Mittlerweile ist klar, dass das kritisch gesehen wird. Ich entschuldige mich, bitte aber um Verständnis für die sehr persönliche Situation", sagte Starke am Mittwoch. 

Die Stadt hatte kürzlich wegen der Corona-Situation verboten, Alkohol zum Mitnehmen in der Innenstadt zu verkaufen. Auf sozialen Netzwerken wurde nun der Vorwurf laut, der Oberbürgermeister nehme es mit den Corona-Maßnahmen selbst nicht so genau.

Update 5. August, 15.30 Uhr: Wegen Corona: Auch kein abgespeckter München Marathon im Oktober

Der München Marathon wird in diesem Jahr auch nicht über eine verkürzte Distanz ausgetragen. Das Konzept "2020 amoi anders – 30 Kilometer" kann wegen der Planungsunsicherheit in der Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. 

Die nächste Auflage des Marathons in der bayerischen Landeshauptstadt sei nun am 10. Oktober 2021 geplant.

Am 11. Oktober sollten die Läuferinnen und Läufer unter strenger Einhaltung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen an den Start gehen. Der Zeitraum für die Umsetzung des Konzeptes sei aber extrem knapp geworden, erklärte der Veranstalter. Die aktuelle Einschätzung des Referats für Gesundheit und Umweltschutz (RGU) habe ergeben, dass das Infektionsgeschehen sich nicht absehen lasse für eine Großveranstaltung mit potenziell über 10.000 teilnehmenden Personen.

"Schweren Herzens" habe man sich zur Absage entschlossen, erklärte Gernot Weigl, Veranstalter und Geschäftsführer der München Marathon GmbH in einer Mitteilung.

Update 5. August, 14.25 Uhr: Bayern verstärkt Corona-Tests in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

Der Freistaat Bayern will die Tests auf das Coronavirus im medizinischen Bereich ausweiten und hat dazu eine Finanzierungslücke geschlossen. "Zum Schutz der Patienten sowie der Beschäftigten sollen zunehmend auch asymptomatische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen getestet werden", teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München mit. 

Auch Patienten in Reha-Einrichtungen sollten künftig vermehrt auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden.

"Wir wollen vor allem Reihentestungen von Beschäftigten in besonders infektionsanfälligen beziehungsweise infektionsempfindlichen Bereichen ermöglichen, zum Beispiel in der Geriatrie und in der Dialyse", erklärte Huml. 

Zudem sollten neue Mitarbeiter vor dem Start getestet werden. Gleiches gelte künftig für Kollegen, die sich in Risikogebieten aufgehalten hätten. Analog zu den Krankenhäusern sollen nun auch Reha-Einrichtungen bei der Aufnahme neuer Patienten Abstriche machen können.

Bislang mussten die Kliniken die Kosten für die Tests ihrer Mitarbeiter selbst tragen. Nach einer neuen Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums werden bei Testungen in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nun die Laborkosten durch die gesetzliche Krankenversicherung übernommen. Die Kosten für den Abstrich übernimmt der Freistaat - und schließt damit die Finanzierungslücke.

Bayern verstärkt Corona-Tests in Krankenhäusern und Reha-Kliniken. (Symbolbild)
Bayern verstärkt Corona-Tests in Krankenhäusern und Reha-Kliniken. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 5. August, 11.40 Uhr: Corona-Krise hat Lernzeit von Kindern halbiert

Die Zeit, in der sich Kinder täglich mit Schule und Lernen beschäftigen, hat sich einer Umfrage zufolge während der coronabedingten Schulschließungen in etwa halbiert. 

Statt 7,4 Stunden waren es auf dem Höhepunkt der Krise nur noch 3,6 Stunden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten bundesweiten Befragung des Ifo-Instituts von mehr als 1000 Eltern hervor.

Die fehlende Schule wurde durch das Lernen zu Hause also nicht annähernd kompensiert. Dagegen verbrachten Kinder und Jugendliche im Schnitt 5,2 Stunden mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien. Zuvor waren es 4 Stunden.

Auffällig ist: Bei Leistungsschwächeren ging die Zeit für Schule und Lernen stärker zurück - von 7,4 auf 3,4 Stunden. Bei Leistungsstärkeren waren es 7,5 und dann 3,9 Stunden. Dagegen stieg die Zeit, in der Leistungsschwächere mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien verbrachten, von 4,6 auf 6,3 Stunden. Bei Leistungsstärkeren war es ein Anstieg von 3,8 auf 4,8.

Unter dem Strich kamen die Familien in Deutschland der Befragung zufolge aber mehrheitlich gut mit den Schließungen zurecht, nämlich 86 Prozent. Allerdings gaben 38 Prozent der Befragten auch an, die Zeit sei für Kinder und Eltern psychisch belastend gewesen.

"Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder zum normalen Schulunterricht zurückkehren. Wo Schließungen unvermeidlich sind, sollten die Schulen direkt auf Online-Unterricht umstellen", sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann, bei der Vorstellung der Studie.

Update 5. August, 11.30 Uhr: Gesundheitsausgaben steigen um fast 50 Prozent

Die Gesundheitsausgaben in Bayern sind innerhalb von zehn Jahren um fast 50 Prozent gestiegen. 

2018 lagen diese bei rund 61 Milliarden Euro - das sind knapp 20 Milliarden Euro mehr als 2008, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mitteilte. Pro Einwohnerin oder Einwohner wurden 2018 durchschnittlich fast 4700 Euro für die Gesundheit ausgegeben.

Der größte Teil entfiel mit 33 Milliarden Euro auf die gesetzlichen Krankenkassen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Ausgaben 2018 um 4,1 Prozent. 

Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei die soziale Pflegeversicherung.

Update 5. August, 9.20 Uhr: Arbeitsverbot auch für corona-freie Erntehelfer in Mamming

Nach zahlreichen Corona-Fällen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming ist der Landwirt vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dass negativ auf Corona getestete Erntehelfer wieder für ihn arbeiten können. 

Das Verwaltungsgericht Regensburg bestätigte laut Mitteilung vom Mittwoch eine Entscheidung des Landratsamts Dingolfing-Landau, die eine vollständige häusliche Quarantäne aller Beschäftigten auf dem Hof als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung von Sars-CoV-2 angeordnet hatte. Den Antrag des Gemüsebauern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnten die Richter ab.

Er hatte argumentiert, dass der Einsatz der negativ getesteten Erntehelfer dringlich sei, weil die Haupterntezeit von Einlegegurken nur bis Mitte August dauere. Ohne die Erntehelfer sei ein Totalausfall der diesjährigen Gurkenernte zu erwarten. Das wiederum sei für den Landwirt existenzbedrohend, teilte das Gericht mit.

Derzeit befinden sich den Angaben nach etwa 470 Menschen als Erntehelfer auf dem Anwesen. Bei einer ersten Reihentestung am 25. Juli waren bei 174 von ihnen positive Befunde festgestellt worden, fast 300 wurden negativ getestet. Bei einer zweiten Reihentestung am 31. Juli hatten auch 52 der zunächst negativ getesteten Personen positive Testergebnisse.

Das Gericht entschied am Dienstag, die behördliche Entscheidung sei "ermessensgerecht und verhältnismäßig". "Die vollständige Isolation der Erntehelfer sei insbesondere erforderlich, um die unkontrollierte Weiterverbreitung des Virus zu stoppen", hieß es. 

"Sie sei trotz der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen für den Antragsteller auch angemessen, da von Sars-CoV-2 eine große Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe ausgehe." 

Gegen den Beschluss kann der Gemüsebauer noch Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen.

Update 6.50 Uhr: Online-Lehre für Augsburger Studenten kein Ersatz für Uni-Präsenz

Studenten ziehen einer Umfrage an der Universität Augsburg zufolge die klassische Lehre im Hochschulgebäude einer Online-Vorlesung vor. 

Dies ergab die Befragung von mehr als 700 Lehramtsstudenten der Augsburger Uni zu den Erfahrungen mit der digitalen Lehre im Sommersemester 2020 wegen der Corona-Krise.

"Insgesamt waren 77 Prozent der Studierenden mit dem digitalen Semester mittelmäßig zufrieden", berichtete Professor Klaus Zierer, der Ordinarius für Schulpädagogik der Uni, über die Ergebnisse. Die Qualität der Lehre sei im Vergleich zur Präsenzlehre von einem Viertel der Studenten als gleichwertig eingestuft worden, jedoch hätten andererseits 62 Prozent der Befragten diese als schlechter wahrgenommen.

Entsprechend wollen die meisten der angehenden Lehrer so schnell wie möglich zurück in die Hochschulgebäude. Knapp 56 Prozent der Studierenden wünschen sich im bevorstehenden Wintersemester "so viel Präsenz wie möglich, so wenig digitale Lehre wie nötig", erklärte Zierer. 

Der Anteil der Studenten, die sich hingegen "so viel digitale Lehre wie möglich, so wenig Präsenz wie nötig" wünschen, liege nur bei knapp 22 Prozent. Lediglich fünf Prozent wünschten sich ein weiteres rein digitales Semester.

Update 5. August, 6.30 Uhr: Unterkünfte für Saisonarbeiter werden laut den Grünen nicht kontrolliert

Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben die Grünen Vorwürfe gegen die Staatsregierung erhoben. 

"Massenunterkünfte für Saisonbeschäftigte in der Landwirtschaft und Leiharbeitskräfte in der Nahrungsmittelproduktion sind ein blinder Fleck in der bayerischen Kontrollstruktur", sagte die Grünen-Politikerin Eva Lettenbauer der Deutschen Presse-Agentur. "Es war vorhersehbar, dass sich in diesem unkontrollierten Bereich Corona-Brennpunkte entwickeln würden."

Lettenbauer kritisierte, eine Aufsicht, die nicht hinter die Türen der Betriebe und gar nicht in die Betriebsunterkünfte schaue, fördere regelrecht Verstöße gegen Hygiene- und Unterbringungsvorschriften und versage als unabhängige Schutzinstanz für die Beschäftigten.

Die Grünen-Politikerin berief sich bei ihrer Kritik auf Antworten der Staatsregierung auf eine Landtags-Anfrage ihrer Partei. Dort verweist die Staatsregierung unter anderem darauf, dass ihr keine Erkenntnisse über die Zahl von Saisonarbeitern vorliege, die in Sammelunterkünften untergebracht seien. 

"Eine rechtliche Verpflichtung der Meldung durch die Unternehmen und eine statistische Erhebung von Behördenseite ist nicht gegeben." 

Zudem stünden "den Arbeitsschutzbehörden für privatrechtlich angemietete Unterkünfte keine Betretungsrechte zu".

Update 5. August, 6.15 Uhr: BMW legt Zahlen vor, kräftige Rückgänge erwartet

Nach der Schließung der Autofabriken und Autohändler im April und Mai dürfte BMW ebenso wie die Konkurrenz in Stuttgart und Wolfsburg im zweiten Quartal in die rote Zahlen gerutscht sein. 

Das hatte BMW-Finanzvorstand Nikolas Peter bereits angekündigt. Am Mittwoch legen die Münchner ihre Zahlen vor.

Von April bis Ende Juni hat der BMW-Konzern 486 000 Autos verkauft, ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. 

In China lag der Absatz sogar weit über Vorjahr - aber das konnte den Absturz in Europa und den USA nicht auffangen.

Update 5. August, 6 Uhr: Krise zehrt an Allianz-Gewinn, Konzern legt Zahlen vor

Europas größter Versicherer Allianz legt am Mittwoch (7.00 Uhr) seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. 

Die Versicherungsbranche ist von der Corona-Krise zwar weniger hart getroffen als die exportabhängige Industrie, aber teuer zu stehen kommt die Pandemie auch die Allianz. Im ersten Quartal hatten Schäden und die Verwerfungen am Kapitalmarkt den Münchner Konzern bereits 700 Millionen Euro gekostet. 

Ursache war unter anderem die Absage von Großveranstaltungen, die die Allianz versichert hat.

Update 4. August, 14.57 Uhr: Extremisten und Verschwörungsmythen bei den Corona-Demos

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnt vor Verschwörungsmythen bei Protesten. (Archiv)
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnt vor Verschwörungsmythen bei Protesten. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Reichsbürger, Links- und Rechtsextremisten versuchen, die Corona-Krise und die Proteste gegen die staatlichen Corona-Auflagen für ihre Zwecke auszunutzen. 

Das berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag in München.

Nach Erkenntnissen des bayerischen Verfassungsschutzes ist das Vorgehen jeweils ähnlich: Es würden Verschwörungsmythen verbreitet, staatliche Schutzmaßnahmen würden diffamiert und es werde versucht, auf allen Ebenen Unzufriedenheit mit dem demokratischen System zu schüren.

Der Minister betonte, die Versammlungsfreiheit werde geschützt. Man müsse sich aber politisch mit "unsinnigen Botschaften" auseinandersetzen, wie sie auch auf der Demonstration in Berlin verbreitet worden seien. 

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 4. August, 14.48 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind bisher 51.278 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2621 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 47.270 Menschen.

Update 4. August, 13.48 Uhr: Herrmann: Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen konsequent bestrafen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen auf Demonstrationen konsequent ahnden - und erwägt dabei auch härtere Strafen. 

Es gelte die Versammlungsfreiheit - das bedeute aber nicht, dass sich Teilnehmer über Infektionsschutzmaßnahmen hinwegsetzen dürften, sagte Herrmann am Dienstag in München.

Im BR-Fernsehen hatte Herrmann zuvor gesagt: "Es wird ohnehin zurzeit diskutiert, inwieweit wir in bestimmten Bereichen die Bußgelder noch weiter erhöhen müssen, um einen noch stärker abschreckenden Effekt zu erzielen." 

Dabei gehe es beispielsweise auch um Verstöße gegen Quarantäne-Vorschriften oder die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Es gehe dabei um den Schutz der Gesundheit anderer Menschen.

Update 4. August, 12.30 Uhr: Positiver Test bei Augsburgs Fussball-profu Felix Götz

Felix Götze vom FC Augsburg befindet sich wegen eines positiven Corona-Tests in häuslicher Quarantäne.

Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag mitteilte, gab es bei dem Mittelfeldspieler während des Urlaubs nach einem positiven Test im Bekanntenkreis ebenfalls einen positiven Befund.

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Update 4. August, 11.42 Uhr: Fürths Manager Azzouzi sieht Söder-Aussagen zu Zuschauern kritisch

Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, Rachid Azzouzi.
Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, Rachid Azzouzi.  © Daniel Karmann/dpa

In der Debatte um die Rückkehr von Zuschauern in Fußballstadien hat Rachid Azzouzi, Manager der SpVgg Greuther Fürth, vor voreiligen Schlüssen gewarnt. 

"Ich verstehe die Vorsicht und die Verantwortung, die ein Ministerpräsident haben muss für die Bevölkerung. Aber wichtig ist schon, Konzepte zu wissen, bevor man im vornherein schon sagt, was man denkt oder was man nicht denkt", sagte Azzouzi im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen bezweifelt, dass es weitere Lockerungen geben könne. "Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar", hatte Söder der "Bild am Sonntag" gesagt.

In der Sendung "radioWelt am Morgen" betonte auch Azzouzi, dass Vorsicht geboten sei. Die Gesundheit habe höchste Priorität. Etwaige Konzepte müssten mit der Politik und den Gesundheitsbehörden durchdiskutiert werden. Der Fußball habe aber gezeigt, dass er funktionierende Konzepte entwickeln könne. Die Bundesliga hatte während der Corona-Pandemie mit einem speziellen Hygienekonzept als erste große europäische Liga wieder den Spielbetrieb aufgenommen.

Die Anhänger der 36 Profi-Clubs erwarteten am Dienstag die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga zur eingeschränkten Rückkehr der Zuschauer in der neuen Saison mit Spannung. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung stand eine Videokonferenz über einheitliche Maßnahmen an.

Update 4. August, 11 Uhr: 166 Infizierte bei Konservenhersteller in Mamming

Die Zahl der Corona-Infizierten im niederbayerischen Mamming steigt weiter an: 166 von 600 Mitarbeitern einer Konservenfabrik wurden positiv auf das Virus getestet. 

"Der gesamte Betrieb ist vorübergehend stillgelegt", teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Dienstag mit. Alle Beschäftigten befänden sich in Quarantäne, ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

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Update 4. August, 9 Uhr: Chiphersteller Infineon schlägt sich besser als erwartet

Der Chiphersteller Infineon hat trotz der Auswirkungen der Corona-Krise und der anhaltenden Schwäche der Automärkte im dritten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet. 

Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 2,17 Milliarden Euro zulegte, sackte das operative Ergebnis (Segmentergebnis) allerdings um fast ein Drittel auf 220 Millionen Euro ab, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Neubiberg bei München mitteilte. Damit lag der Halbleiterspezialist bei beiden Werten klar über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. 

Unter dem Strich stand aber ein Fehlbetrag von 128 Millionen Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 224 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Update 4. August, 8.30 Uhr, Schaeffler schreibt im zweiten Quartal auch operativ rote Zahlen

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben den Auto- und Industriezulieferer Schaeffler im zweiten Quartal auch operativ tief in die roten Zahlen gerissen. 

Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug von April bis Ende Juni 150 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen operativen Gewinn von 284 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz schrumpfte im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel auf knapp 2,3 Milliarden Euro. 

Unter dem Strich blieb ein Verlust von 168 Millionen Euro nach einem Gewinn von 136 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Update 4. August, 8 Uhr: Drei akute Corona-Infektionen unter bayerischen Sträflingen

Unter den Strafgefangenen in bayerischen Gefängnissen sind derzeit nur drei mit einer nachgewiesenen akuten Coronavirus-Infektion (Stand 3. August, 9.00 Uhr). Das teilte das Justizministerium auf Anfrage in München mit.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 21 Gefangene mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. «16 Gefangene sind zwischenzeitlich genesen, zwei Personen entlassen und drei Gefangene sind derzeit an Corona erkrankt», teilte eine Sprecherin mit. Höher sind die Zahlen bei den Bediensteten: Von ihnen wurden bislang bayernweit 34 positiv getestet, alle haben die Infektion inzwischen überstanden.

Positiv getestete Gefangene werden nach Ministeriumsangaben in der Justizvollzugsanstalt unter Quarantäne gestellt. 

Gefangene, die mit positiv getesteten Personen engeren Kontakt hatten, werden von anderen getrennt untergebracht und auf das Coronavirus getestet.

Update 4. August, 6.30 Uhr: Extremisten nutzen Corona-Krise aus, Herrmann legt Bericht vor

Extremisten aller Art nutzen die Corona-Krise verstärkt für ihre Zwecke. Diese und andere Erkenntnisse des bayerischen Verfassungsschutzes aus dem ersten Halbjahr stellt Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag (11.00 Uhr) in München vor.

Bereits vorab warnte das Ministerium, Extremisten aller Phänomenbereiche instrumentalisierten die Corona-Pandemie zur Verbreitung ihrer demokratiefeindlichen Ideologien. Sie knüpften dabei an im Internet kursierende Verschwörungsmythen über den Ursprung der Pandemie an. 

Zudem werde versucht, auf allen Ebenen Unzufriedenheit mit dem demokratischen System zu schüren. Herrmann will nun darlegen, wie die Behörden im Freistaat darauf reagieren.

Update 3. August, 15.20 Uhr: MAN Energy Solutions will weniger Jobs als zunächst geplant abbauen

Der Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions will nach einer Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern weniger Jobs streichen als zunächst geplant. Wie das Augsburger Unternehmen trotz der Coronavirus-Krise in Deutschland am Montag berichtete, sollen nun 1650 Arbeitsplätze in Deutschland und 950 im Ausland wegfallen.

Noch im Juli hatte der Hersteller von Dieselmotoren für Fracht- und Kreuzfahrtschiffe den möglichen Abbau von nahezu 4000 seiner weltweit etwa 14.000 Arbeitsplätze angekündigt. Nunmehr ist diese Zahl auf 2600 reduziert worden. Ursprünglich standen allein in der Bundesrepublik 3000 Jobs auf der Kippe.

Augsburgs IG-Metall-Chef Michael Leppek zeigte sich zufrieden: Alle Standorte seien gesichert worden und allein am Unternehmenssitz seien etwa 1000 Jobs gerettet worden, betonte er. In Augsburg beschäftigt MAN Energy Solutions derzeit rund 4300 Mitarbeiter, knapp 830 von ihnen sollen das Unternehmen nach den neuen Plänen verlassen.

MAN Energy Solutions will weniger Jobs als zunächst geplant abbauen.
MAN Energy Solutions will weniger Jobs als zunächst geplant abbauen.  © picture alliance/dpa

Update 3. August, 10.43 Uhr: Flüchtlingsrat kritisiert Corona-Teststrategie

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert die ausgeweitete Corona-Textpraxis für Asylbewerber. 

"Eine Respektlosigkeit sondergleichen ist das", sagte der Sprecher des Flüchtlingsrates, Stephan Dünnwald, der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Mehr zu testen sei "grundsätzlich gut", aber jeden zu einem Test zu verpflichten, der mit Knieschmerzen zum Arzt gehe, "ist eine Frechheit".

Hintergrund ist laut "SZ" ein Beschluss der Staatsregierung, in Asylunterkünften mehr verdachtsunabhänig auf das Coronavirus zu testen. Jeder Asylbewerber, der einen Arzttermin in einem der Ankerzentren im Freistaat hat, soll demnach beispielsweise künftig routinemäßig auf Sars-CoV-2 getestet werden – unabhängig vom Verdacht auf das Virus und dem Grund des Arztbesuches.

Wichtiger als diese Tests sei die Verbesserung der Lebensumstände in den Unterkünften, betonte Dünnwald in der Zeitung. 

"Teilweise benutzen 30 Menschen eine Toilette", sagte er. "Die Staatsregierung muss die Bewohner besser auf die Unterkünfte verteilen."

Update 3. August, 8.51 Uhr: Triebwerksbauer MTU verbucht herbe Einbrüche wegen Corona-Krise

Der Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat dem Triebwerksbauer MTU im zweiten Quartal herbe Einbrüche bei Umsatz und Gewinn eingebrockt. 

Die Erlöse brachen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 776 Millionen Euro ein, wie der Konzernam Montag in München mitteilte. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um rund drei Viertel auf gut 42 Millionen Euro zusammen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 13 Millionen Euro, ein Rückgang um 87 Prozent.

Der Konzern hatte sich bereits am Freitag mit einer neuen Prognose aus der Deckung gewagt. Vorstandschef Reiner Winkler rechnet demnach auch für das Gesamtjahr mit deutlichen Rückgängen. 

An der Börse kam es aber gut an, dass er überhaupt eine Prognose abgegeben hat. Die im Dax notierte Aktie legte am Freitag in einem schwachen Umfeld zu.

Update 2. August, 15.14 Uhr: Corona-Ausbruch in Mamming: 43 weitere Infizierte

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben sich in einem weiteren Betrieb 43 Menschen angesteckt. 

"Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne", sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag. Einen Tag zuvor waren in dem neu betroffenen Betrieb 27 Fälle bekannt geworden. Nach vollständiger Auswertung der Tests liege die Zahl der Corona-Fälle nun bei 43. 

Vermutlich hätten sich diese bei Mitarbeitern des Gemüsehofes angesteckt, wo es zuerst zu dem Ausbruch gekommen war. Über 200 Erntehelfer hatten sich in dem Gemüsehof mit dem Coronavirus infiziert. Drei Mitarbeiter befänden sich im Krankenhaus.

Die Tests von fast 4000 Saisonkräften und den Bauernfamilien an 24 weiteren Betrieben seien negativ. Unter den 5000 getesteten Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien ebenfalls keine Infizierten. 

"Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass das Virus trotz des Massenausbruchs auf den Betrieben in Mamming nicht in die Landkreisbevölkerung getragen wurde", sagte Bumeder.

Update 2. August, 11.12 Uhr: Fast 10.000 Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern

Fast 10.000 Reisende haben sich an den bayerischen Teststationen an der Grenze zu Österreich und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg auf das Coronavirus testen lassen. 

Den größten Andrang gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München am Sonntag auf Twitter mitteilte. Seit Donnerstag gibt es die drei Teststationen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg.

Das BRK betreibt diese zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen. Bis zu 13.000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen. 

Auch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen können sich Reiserückkehrer kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen.

Update 2. August, 11.12 Uhr: Virtuelle Hochschule Bayern erhält 2,26 Millionen Euro

Für neue digitale Kurse bekommt die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) 2,26 Millionen Euro vom Freistaat. 

In der vhb mit Sitz in Bamberg kooperieren die 31 Universitäten und Hochschulen in Bayern seit dem Jahr 2000. Mit der Corona-Pandemie ist die Anzahl der Nutzer und Kursangebote sprunghaft gestiegen. 

"Die vhb geht in Sachen digitaler Lehre deutschlandweit voran", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) laut einer Mitteilung am Sonntag. 

Neben digitalen Lehrangeboten für Studentinnen und Studenten bietet die vhb auch Kurse für die Allgemeinheit ein.

Update 2. August, 10.22 Uhr: Behörden prüfen Maßnahmen nach weiterem Corona-Ausbruch in Mamming

Wegen des Corona-Ausbruchs in einem weiteren Betrieb im niederbayerischen Mamming wollen die Behörden am Sonntag weitere Maßnahmen prüfen. 

"Wir werden alles tun, um die Gesundheit der Betroffenen zu erhalten und um die Bevölkerung zu schützen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. "Wir beobachten und bewerten die dynamische Lage sehr genau."

Zuvor waren in einem weiteren Gemüsehof 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen wurden daraufhin von den negativ Getesteten getrennt und isoliert. Nach Angaben des Landratsamtes Dingolfing-Landau vom Samstag hätten sich die Saisonarbeitskräfte wohl aufgrund der räumlichen Nähe zu dem Gemüsehof, in dem der erste Ausbruch verzeichnet wurde, angesteckt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) machen die steigenden Fallzahlen in Deutschland Sorge. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", teilte Söder am Sonntag auf Twitter mit. 

Es sei jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit.

Update 2. August, 8.28 Uhr: Söder strikt gegen weitere Lockerung von Corona-Maßnahmen

CSU-Chef Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ausgesprochen. 

"Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen." Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt."

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, so Söder weiter. "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten." Jeder, der das Coronavirus unterschätze, sei widerlegt worden. Die zweite Welle sei praktisch doch schon da: "Sie schleicht durch Deutschland." Es gelte daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren.

Vor diesem Hintergrund lehnte Söder auch Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab: "Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar." Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde.

Söder plädierte zugleich dafür, im Herbst ein weiteres Rettungspaket für die Automobilzulieferer, die Luft- und Raumfahrt sowie den Maschinenbau schnüren. Zudem sollten die Regelungen zum Kurzarbeitergeld aus seiner Sicht bis weit ins nächste Jahr verlängert werden.

Update 2. August, 8.25 Uhr: 27 Corona-Infektionen auf weiterem Betrieb in Mamming festgestellt

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infizierte ermittelt worden. 

Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Samstagabend mitteilte, wurden die Infizierten und deren Kontaktpersonen umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert. 

"Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben", sagte Landrat Werner Bumeder laut der Mitteilung. In dem neu betroffenen Betrieb arbeiten etwa 600 Menschen.

Beim massiven Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming hatten sich mit Stand Freitagabend 232 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Tests unter Anwohnern fielen derweil fast ausnahmslos negativ aus.

Seit Donnerstag werden alle Saisonarbeitskräfte im Landkreis auf das Coronavirus getestet. Die Ergebnisse von 25 von 26 Betrieben sind inzwischen ausgewertet. Bei den 23 weiteren Betrieben wurden keine Infektionen festgestellt.

Update 1. August, 16.13 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Bayern und München

In Bayern sind bisher 51.063 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2620 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 47.070 Menschen.

Update 1. August, 16.12 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer am Flughafen Memmingen

An einigen Flughäfen kann man sich kostenlos bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. (Archiv)
An einigen Flughäfen kann man sich kostenlos bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. (Archiv)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Reiserückkehrer können sich seit Samstag am Flughafen Memmingen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. 

Die Tests seien für ankommende Fluggäste ohne vorherige Anmeldung möglich, teilte der Flughafen am Samstag mit. Tests für abfliegende Passagiere seien noch nicht möglich.

An den Flughäfen in München und Nürnberg können sich Reiserückkehrer bereits seit dem vergangenen Wochenende kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen. 

Bis Freitagmorgen haben sich dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 5100 Menschen testen lassen. 

Update 31. Juli, 21.42 Uhr: Football-Saison in Deutschland soll zum Teil stattfinden

Die höchste deutsche American Football-Liga, die "German Football League" (GFL), wird in dieser Saison den Spielbetrieb aussetzen. Die teilte der zuständige Verband am Freitag mit.

Demnach hätten sich fünf der sechs Teams gegen eine Saison 2020 aus, ein Verein enthielt sich. Man zeigte jedoch Interesse an einem Pokalturnier. Anders sieht es in der GFL2 aus. Dort wird nun ein Spielplan für acht der 16 Teams erstellt.

Den vollständigen Bericht und alle Infos zu der geplanten Saison findest du >>> hier.

Update 31. Juli, 21 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer: Meisten sind gegen Kostenübernahme

Von kostenlosen Corona-Tests bei Reiserückkehrern halten die meisten Menschen in Süddeutschland einer Umfrage zufolge nicht viel.

Demnach fänden es etwa drei Viertel der Bayern und Baden-Württemberger angemessen, wenn Urlaubsrückkehrer selbst für die Kosten aufkommen würden - und nicht die Steuerzahler. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der "Schwäbischen Zeitung" aus Ravensburg mit dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey (Samstagsausgabe).

Auf die Frage "Sollten Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten Ihrer Meinung nach die Kosten für einen Corona-Test nach Reiseende selbst tragen?" antworteten 73 Prozent der Bayern mit "Ja" oder "Eher ja". Bei den Baden-Württembergern waren es sogar 78,2 Prozent. An der Online-Umfrage von Civey nahmen der Zeitung zufolge vom 27. bis zum 30. Juli 9768 Nutzer teil.

Ab diesem Samstag können sich Reiserückkehrer aus dem Ausland kostenlos auf Corona testen lassen. Das sieht eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor.

Update 31. Juli, 14.56 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind bisher 50.919 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2620 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.990 Menschen.

Update 31. Juli, 14.50 Uhr: Tausende Reisende auf Corona getestet

Mehr als 5000 Personen wurden seit dem letzten Wochenende am Flughafen München (Bild) und Nürnberg gestestet. (Archiv)
Mehr als 5000 Personen wurden seit dem letzten Wochenende am Flughafen München (Bild) und Nürnberg gestestet. (Archiv)  © Andreas Gebert/dpa

Tausende Menschen haben sich in Bayern an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen. 

Bis Freitagmorgen (Stand 8 Uhr) hätten sich 1734 Menschen an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an Raststätten entlang von grenznahen Autobahnen testen lassen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Hinzu kämen mehr als 5100 Menschen seit dem vergangenen Wochenende an den Flughäfen München und Nürnberg. "Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen", so Huml.

Die bayerische Staatsregierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen an mehreren grenznahen Autobahnen sowie großen Hauptbahnhöfen München und Nürnberg Testzentren einzurichten. Auf Rastplätzen waren sie am Donnerstag in Betrieb gegangen. Hier kommen Helfer in Schutzanzügen zu den Autos und machen einen Rachenabstrich. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber am Donnerstag mit den Vorbereitungen für eine Teststation begonnen.

"Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung", sagte Huml. Die Tests sollen täglich betrieben werden, sind momentan freiwillig und für alle kostenlos. "Dabei spielt keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder aus einer anderen Region", so Huml. Die Kosten übernehme der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen würden.

Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von den Laborkapazitäten ab. Für rund 4700 am Münchner Flughafen getestete Menschen liege der Anteil an positiven Befunden bei 0,36 Prozent.

Update 31. Juli, 13.40 Uhr: Nur die Hälfte der bayerischen Gerichte hat Videotechnik

Nach wie vor verfügt nur gut die Hälfte der ordentlichen Gerichte in Bayern über die Technik für Videokonferenzen. 

Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im bayerischen Landtag hervor. Es gebe "noch enorme Defizite bei der Digitalisierung der bayerischen Justiz", kritisierte FDP-Fraktionschef Martin Hagen am Freitag in München. 

Nur 50 der 98 bayerischen Amts-, Land- und Oberlandesgerichte erfüllen laut den Informationen der Staatsregierung die technischen Voraussetzung für virtuelle Verhandlungen. Die FDP-Fraktion will darum beantragen, alle bayerischen Zivilgerichte bis Ende 2021 mit Videokonferenzsystemen auszustatten.

In Corona-Zeiten setzen die Gerichte in Bayern zunehmend auf Verhandlungen per Webcam. 

Update 31. Juli, 12.50 Uhr: Mehr Corona-Tests an Unikliniken geplant

Die Corona-Testkapazitäten an Bayerns Unikliniken sollen bald auf bis zu 4500 Tests täglich erhöht werden. 

Der Ausbau der derzeit täglich möglichen 3000 Testungen sei vor allem für das Personal der Unikliniken und anderer Krankenhäuser gedacht und solle helfen, Ansteckungsketten zu durchbrechen, teilte das Wissenschaftsministerium am Freitag mit

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen tagtäglich an vorderster Front und tun ihr Möglichstes, dass Erkrankte wieder gesund werden können. Ich sehe es daher als unsere Verantwortung an, sie besonders zu schützen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). 

Die Ausweitung der Testungen soll bis zum Herbst umgesetzt werden.

Update 31. Juli, 12.15 Uhr: Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. 

Bisher habe nur ein Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen auch eine Rückkehr zum Distanzunterricht von zu Hause aus nötig sein - die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten.

Bis mindestens Ende Januar 2021 seien mehrtägige Klassenfahrten untersagt. Für alle Lehrkräfte werde zudem das Angebot einer freiwilligen Reihentestung bestehen. Eine Pflicht dazu wird aber laut Piazolo nicht eingeführt.

Update 31. Juli, 10.50 Uhr: Polizei verstärkt Corona-Kontrollen auf Lindauer Insel

Nach Kritik an Verstößen gegen die Corona-Regeln auf der Insel Lindau im Bodensee durch Urlauber will die Polizei dort am Wochenende verstärkt kontrollieren. 

"Wir haben dort das Problem, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Geplant sei deshalb, mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Präsenz zu zeigen.

Der Lindauer Landrat Elmar Stegmann (CSU) hatte zuletzt von den dortigen Gastronomen eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln verlangt. Oft würden in den Lokalen die Daten der Gäste nicht mehr erfasst, Mindestabstände und Maskenpflicht nicht mehr beachtet. 

Wegen des zunehmenden Infektionsgeschehens müssten Bußgelder "konsequent verhängt" werden, betonte Stegmann. "Geht man derzeit über die Lindauer Insel, so hat man den Eindruck, es gäbe kein Corona."

Update 31. Juli, 10.25 Uhr: Diskussion um Alkoholverbot

Milde Sommernächte, ausgelassene Stimmung und ganz wenig Abstand - trotz der anhaltenden Corona-Krise strömen seit Wochen Tausende Menschen im Freistaat abends auf öffentliche Plätze in den Städten. 

Ob in München an der Isar, auf dem Nürnberger Tiergärtnertorplatz oder in der Bamberger Altstadt: Die Abstandsregeln halten die Nachtschwärmer oft nicht ein. Aus Sorge vor weiter steigenden Infektionszahlen ermutigt die Staatsregierung die Städte nun ausdrücklich, Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen auszusprechen, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. 

Kritiker sind aber skeptisch - löst ein Verbot das Problem? Mehr dazu >>>hier

Update 31. Juli, 6.30 Uhr: Gästelisten können laut Herrmann wichtige Ermittlungsansätze liefern

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Kritik an der Praxis der Polizei zurückgewiesen, Corona-Kontaktdaten für Ermittlungszwecke zu nutzen. 

Die Gästelisten aus Restaurants könnten "im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Polizei alles rechtlich Mögliche zum Schutz und zur Aufklärung von Straftaten unternimmt. Insoweit kann ich die Kritik nicht nachvollziehen." 

Gerade Kapitalverbrechen müssten sorgfältig ausermittelt werden, damit der Täter seine gerechte Strafe erhalte.

Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Falle einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen identifizieren können. Vorfälle in mehreren Bundesländern, bei denen die Polizei die Gästedaten auch zur Strafverfolgung nutzte, traten eine Diskussion darüber los.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), rief die Polizeibehörden zur Zurückhaltung auf. "Bei allem Verständnis für Innere Sicherheit, ich gehe davon aus, dass die Daten genauso verwendet werden, wie es auf den Formularen draufsteht", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). 

"Der Kunde muss sich auch auf Datenschutz verlassen können. Alles andere untergräbt auch die Glaubwürdigkeit von Politik und schafft vor Ort bei Restaurants enorme Verunsicherung."

Update 31. Juli, 6 Uhr: Innenminister Herrmann gegen Corona-Tests unter Zwang

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. 

"Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage."

Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang." Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

Speziell für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Corona-Fallzahlen soll eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung dafür angekündigt, die in der nächsten Woche in Kraft treten soll. 

Die Kosten für die kostenlosen Tests soll voraussichtlich der Staat tragen. Der Bund soll dafür den Zuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen.

Update 30. Juli, 19.45 Uhr: Landgericht München verhandelt Corona-Klagen gegen Versicherungen

Das Münchner Landgericht verhandelt am Freitag (9.30 Uhr) zum ersten Mal coronabedingte Klagen gegen Versicherungen, die ihren Kunden die Kosten pandemiebedingter Betriebsschließungen nicht ersetzen. Angesetzt sind insgesamt vier mündliche Verhandlungen, Kläger sind drei Gastronomen und eine Kinderkrippe. 

Weitere Prozesse werden nach den sommerlichen Gerichtsferien folgen.

Seit Beginn der Corona-Krise gibt es vor allem von Wirten und Hoteliers zahlreiche Beschwerden gegen ihre jeweiligen Versicherer. Viele Betriebe sind zwar gegen Betriebsschließung versichert, doch sind Pandemien in Standardpolicen nicht ausdrücklich gedeckt. In anderen Fällen sind zwar Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes versichert, doch sind dann oft bestimmte Krankheiten genannt - Covid-19 als neue Diagnose gehört nicht dazu. 

Bundesweit gibt es Dutzende ähnlicher Klagen.

In Bayern hatten nach den Protesten mehrere Versicherungen - unter anderem die Allianz und die Versicherungskammer - zugesagt, dass sie den betreffenden Firmenkunden freiwillig 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze zahlen. 

Hinzu kommen die staatlichen Hilfen, die nach Schätzung des Wirtschaftsministeriums etwa 70 Prozent der Verluste abdecken. Ganz grundsätzlich haben mehrere Versicherungen in den vergangenen Wochen betont, dass sie für nicht gedeckte Schäden auch nicht zahlen wollen.

Update 30. Juli, 19.40 Uhr: Klaus Florian Vogt kritisiert Veranstalter in Coronavirus-Krise

Startenor Klaus Florian Vogt hat die Haltung vieler Veranstalter gegenüber Künstlern in der Corona-Krise kritisiert. "Es ist frustrierend zu erleben, dass man einerseits - im Normalfall - als Lohengrin, Stolzing oder Tannhäuser eine Opernaufführung trägt. In der Krise hingegen muss man erfahren, dass man als Künstler gar nicht richtig dazu gehört", sagte der freischaffende Sänger dem "Nordbayerischen Kurier".

"Das geht so weit, dass versucht wird, für kommende, bereits feststehende Engagements Gagen zu drücken oder Verträge zu ändern", sagte Vogt der Zeitung. "Diese Erfahrung enttäuscht und erschreckt mich sehr, Wertschätzung sieht anders aus." 

Der 50-Jährige zählt zu den weltweit renommiertesten Sängern seines Fachs und hat sich unter anderem bei den Bayreuther Festspielen mit der Interpretation von Wagner-Partien einen Namen gemacht. Auch wenn die Festspiele dieses Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt worden sind, müssen die Bayreuther nicht ganz auf seinen Gesang verzichten. Am Wochenende wird er gemeinsam mit Sopranistin Camilla Nylund Auszüge aus "Lohengrin" auf der dortigen Seebühne singen. 

"Es ist eine schöne Sache, Wagners Musik trotz der Absage der Festspiele hier präsent zu halten", sagte er. "Ich hoffe sehr, dass in Bayreuth im nächsten Jahr relativ normale Festspiele stattfinden können. Das ist mein großer Wunsch."

Update 30. Juli, 13.15 Uhr: Große Mehrheit der bayerischen Mieter bleibt zahlungsfähig

Die Corona-Krise hat bislang nicht zu den ursprünglich befürchteten massenhaften Mietausfällen geführt. 

Nach einer neuen Umfrage der bayerischen Wohnungswirtschaft haben vergleichsweise wenige Mieter die Stundung ihrer monatlichen Zahlungen beantragt. 

Bei insgesamt 212 Unternehmen mit 306.691 Wohnungen gibt es nur eine niedrige vierstellige Zahl vereinbarter Stundungen - eine Summe von zwei Millionen Euro, wie der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen am Donnerstag in München mitteilte.

Auch hat sich die Lage bei Vermietung und Instandhaltung laut Verband mittlerweile etwas entspannt. In der Phase der weitgehenden Corona-Beschränkungen im März, April und Mai hatte es nur wenige Wohnungsbesichtigungen oder Handwerker- und Hausmeisterbesuche bei fälligen Reparaturen gegeben.

"Die bayerische Wohnungswirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten sehr anpassungsfähig gezeigt und gut auf die zahlreichen Herausforderungen im Zuge der anhaltenden Corona-Pandemie eingestellt", sagte Verbandsdirektor Hans Maier. Auch Neubauten und Modernisierung laufen demnach vergleichsweise gut weiter. Allerdings treibt auch die Wohnungsunternehmen die Sorge vor einer zweiten Corona-Welle.

Dem Verband gehören insgesamt 487 Wohnungsunternehmen an, darunter 350 Genossenschaften und 100 kommunale Unternehmen.

Update 30. Juli, 10.30 Uhr: Mehr Sommerferienprogramm wegen Corona

Schülerinnen und Schüler haben ein ungewöhnliches Schuljahr hinter sich.
Schülerinnen und Schüler haben ein ungewöhnliches Schuljahr hinter sich.  © Arne Dedert/dpa

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr können sich Kinder im Freistaat ab Montag auf ein besonders umfangreiches Sommerferienprogramm freuen. 

700 zusätzlich geschaffene Gruppenangebote für 9000 Kinder sollen in den nächsten Wochen die bestehenden Ferienprogramme ergänzen, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte.

Die zusammen mit dem Bayerischen Jugendring eingerichteten Angebote sind vor allem für Schüler der ersten bis sechsten Klassen gedacht und sollen Eltern helfen, die ihren Jahresurlaub – etwa wegen der coronabedingten Schulschließungen – schon aufgebraucht haben. 

Das Programm umfasst dem Kultusministerium zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten. Auch spontane Anmeldungen seien möglich.

Update 30. Juli, 9 Uhr: Corona laut Uschi Glas ein "Donnerschlag" für junge Generation

Uschi Glas (76) sieht die Corona-Pandemie auch als Zeit des Lernens vor allem für Jüngere. 

"Ich würde nicht sagen, dass es jungen Leuten schlecht gehen muss, damit etwas Gescheites aus ihnen wird", sagte die Schauspielerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). 

"Wobei wir jetzt ja eine Situation haben, wo sich alle Kinder und Jugendlichen, die noch nie eine Not erlebt haben, einschränken müssen - und das auch lernen müssen. Das war wie ein Donnerschlag, aber immerhin ist es kein Krieg."

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Update 30. Juli, 8 uhr: Großküchenausrüster Rational bekommt Corona-Folgen stark zu spüren

Der Großküchenausrüster Rational traut sich wegen der Corona-Krise weiterhin keinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zu. 

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten sehe sich das Unternehmen auch jetzt noch nicht in der Lage, eine Prognose abzugeben, teilte der im MDax notierte Konzern am Donnerstag in Landsberg am Lech bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal mit.

Rational bekam die Auswirkungen der Pandemie in allen Regionen der Welt wie erwartet deutlich zu spüren. Umsatz, operatives Ergebnis und Auftragseingang waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum klar rückläufig. Während die Erlöse um 43 Prozent auf 116,8 Millionen Euro zurückgingen, brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit nur noch 1,6 Millionen Euro fast komplett ein und lag somit nur knapp vor der Verlustzone. Im Vorjahr hatte noch ein Plus von 51,5 Millionen Euro zu Buche gestanden. Damit lag Rational allerdings bei beiden Werten über den Erwartungen der Analysten, die mit noch weniger gerechnet hatten.

Weil Restaurants und Hotels in vielen Ländern wegen der Pandemie schließen mussten oder nur eingeschränkt wirtschaften konnten, waren zahlreiche Rational-Kunden und damit auch das Unternehmen selbst stark betroffen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden sei teils erheblich beeinträchtig gewesen, hieß es.

Update 29. Juli, 17.30 Uhr: Bayerisches Innenministerium erlaubt nun doch Fußball-Testspiele

Die bayerischen Amateur-Fußballvereine dürfen nun doch Freundschafts- und Testspiele austragen. Das entschied das für den Sport zuständige Innenministerium am Mittwoch in München, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Zuerst hatte die "Passauer Neue Presse" darüber berichtet, dass Amateurclubs im Rahmen der Lockerungen in der Corona-Krise ab sofort wieder gegeneinander antreten dürfen.

"Sofern solche Trainingsspiele vereinsübergreifend angesetzt werden, begrenzen wir aufgrund der aktuellen pandemischen Lage dies auf Spiele zwischen Vereinen aus Bayern", sagte Ministeriumssprecher Martin Scholtysik der Zeitung. Das bedeutet, dass nur Teams aus dem Freistaat gegeneinander spielen dürfen. Darüber hinaus seien die in der Corona-Zeit zuletzt üblichen Vorsichtsmaßnahmen weiter einzuhalten - Zuschauer etwa sind bei den Partien nicht erlaubt.

Am Dienstagabend hatte unter anderen der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Rainer Koch, heftige Kritik daran geübt, dass Freundschaftsspiele von der Politik nicht erlaubt wurden.

Update 29. Juli, 16.10 Uhr: Nur alle neun Jahre: Großes Narrentreffen in Aulendorf ist abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie findet das Große Narrentreffen im baden-württembergischen Aulendorf (Kreis Ravensburg) im kommenden Jahr nicht statt. Das sagte Rolf Reitzel, der Zunftmeister der für die Organisation der Veranstaltung zuständigen Narrenzunft Aulendorf, am Mittwoch. "Es liegt ausschließlich an Corona." 

Die Unsicherheit mit Blick auf die nächsten Monate sei zu groß gewesen. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Erwartet wurden an beiden Tagen jeweils rund 10.000 Zuschauer, am Umzug sollten etwa 6000 Menschen teilnehmen. Das Treffen findet alle neun Jahre in Aulendorf statt.

Update 29. Juli, 15.10 Uhr: Corona-Teststationen sollen Donnerstag starten

Die Corona-Teststationen für Autofahrer an der bayerischen Grenze sowie für Bahnreisende an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sollen an diesem Donnerstag in Betrieb gehen. Geplant sind demnach interimsmäßige Testzentren nahe der Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking an den Rastanlagen Inntal-Ost beziehungsweise Heuberg, Hochfelln-Nord und Donautal-Ost, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. 

Die Ministerien für Inneres und Bau stünden mit Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz sowie mit dem Bund und der Deutschen Bahn wegen der Flächen in Kontakt.

Das Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, diese Teststationen zusätzlich zu solchen an Flughäfen einzurichten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte einen Tag zuvor angekündigt, dort sollten sich nicht nur Menschen aus Bayern testen lassen können. Bislang sind die Tests, die vor allem für heimkehrende Urlauber gedacht sind, freiwillig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass sie verpflichtend, aber kostenfrei werden sollen.

"Aktuell laufen bereits vorläufige Testzentren an den Flughäfen München und Nürnberg", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch. Diese würden weitergeführt bis das Vergabeverfahren für die dauerhafte Einrichtung von Testzentren beendet und der Zuschlag erteilt worden ist. "Mit dem Aufbau des Testzentrums Memmingen wird laut Vergabeverfahren morgen begonnen."

Die Corona-Teststationen sollen an diesem Donnerstag in Betrieb gehen. (Symbolbild)
Die Corona-Teststationen sollen an diesem Donnerstag in Betrieb gehen. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update 29. Juli, 14 Uhr: Mehr Präsenzlehre an Unis und Hochschulen im Wintersemester möglich

An den Unis und Hochschulen im Freistaat ist zum Wintersemester wieder mehr Präsenzlehre erlaubt. 

Bis zu 200 Studierende dürften ab Herbst an Lehrverstaltungen vor Ort teilnehmen, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München.

Voraussetzung sei ein Mindestabstand von 1,5 Metern während der Veranstaltung. Wo dieser nicht eingehalten werden kann, etwa in den Gebäudegängen, sei ein Mund-Nasen-Schutz verbindlich. In Lehrräumen sei dieser nicht notwendig.

Er wolle "zurück zu mehr Normalität an Bayerns Hochschulen", sagte Sibler. Dies solle auch Studienanfängern helfen, gut an der Hochschule anzukommen. Bislang sind lediglich Seminare mit maximal 30 Teilnehmern an Hochschulen erlaubt.

Der Minister machte aber auch deutlich, dass die neuen Regeln nur zum Tragen kommen, wenn das Infektionsgeschehen im Herbst dies auch zulasse. Falls dies nicht der Fall sei, zeigte sich Sibler überzeugt, dass "alle Hochschulen in Bayern gerüstet sind, auch das Wintersemester digital durchzuführen".

Das hätten auch die Erfahrungen im digitalen Sommersemester gezeigt. Es sei gelungen, über 90 Prozent der Lehre aufrechtzuerhalten. Durch die veränderten Vorlesungszeiten im Sommer startet das kommende Semester nun später. 

An Universitäten beginnt die Vorlesungszeit am 2. November, an den Hochschulen am 1. Oktober.

Update 29. Juli, 13.45 Uhr: Verfassungsbeschwerde wegen Schulbetrieb im Corona-Modus scheitert

Eine Familie aus Bayern ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch einer Verfassungsbeschwerde gegen den Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen gescheitert. 

Die Karlsruher Richter nahmen die Beschwerde laut einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss nicht an und lehnten auch einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung - aus formalen Gründen - ab.

Die Familie hatte unter anderem argumentiert, die drei Kinder seien in ihren Rechten auf Bildung und freie Entfaltung der Persönlichkeit beeinträchtigt, wenn Präsenzunterricht in der Schule etwa aufgrund von Abstandsregeln im Kampf gegen die Viruspandemie ausfalle. Die Eltern wiederum seien durch die damit verbundenen Belastungen ihres Familien- und Berufslebens in mehreren Grundrechten wie jenen zur Geschlechtergleichberechtigung und freien Arbeitsplatzwahl verletzt.

Das Gericht erklärte unter anderem, mit Blick auf die bestehenden Gefahren für Leib und Leben, die der Staat laut Grundgesetz schützen muss, müssten Interessen derjenigen zurücktreten, die von den Einschränkungen des Schulbetriebs derzeit betroffen sind. Zudem seien die entsprechenden Verordnungen immer zeitlich befristet. 

Und der Plan sei, dass es nach den Sommerferien in Bayern - sofern die Entwicklung des Infektionsgeschehens es zulässt - wieder regulären Präsenzunterricht unter Hygieneauflagen geben soll.

Update 29. Juli, 13.30 Uhr: Audi beendet im September Kurzarbeit

Audi beendet die Kurzarbeit in seinen deutschen Werken. Zwar werde sie mit dem August noch um einen Monat verlängert, doch für September werde das Unternehmen keine Kurzarbeit mehr für Ingolstadt und Neckarsulm anmelden, heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiter. 

Begonnen hatte die Kurzarbeit bei Audi am 23. März.

"Im September läuft der Standort nahezu wieder auf Normalniveau", sagte Andreas Zelzer, Personalleiter Ingolstadt dem Schreiben zufolge. "Für den September planen wir daher keine Kurzarbeit." Bereits in den vergangenen Wochen kehrten laut Audi sukzessive immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurück.

Diese positive Entwicklung setze sich fort, sagte Stefanie Ulrich, Personalleiterin Neckarsulm. Allerdings warnte sie: "Es ist schwer abzuschätzen, ob es – auch in Folge einer möglichen zweiten Corona-Welle – wieder zu Rückgängen in der Nachfrage kommen wird. Wir beobachten die Lage an beiden Standorten weiterhin sehr genau und arbeiten dabei eng mit dem Betriebsrat zusammen."

Update 29. Juli, 12.30 Uhr: Gastwirte laut Branchenverband in den Städten in Existenznot

Verkehrte Welt: Lange wurde über das Wirtshaussterben auf dem Land geklagt, nun geht es Gasthöfen auf dem Land nach Einschätzung des bayerischen Branchenverbands Dehoga derzeit besser als jenen in der Stadt. 

"Auf dem Land gibt es kaum Umsatzprobleme", sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Mittwoch im Presseclub München. Aber in den Städten sei die Lage "existenzbedrohend" - und der Ausblick verheerend.

Messen, Kongresse, Städtetourismus, internationale Gäste, "es ist alles weg", sagte Inselkammer. "In der Stadt waren die Hotels im Juni zu 20 Prozent ausgelastet, und die Gastronomie hat 50 bis 70 Prozent Einbußen." Alle verschuldeten sich.

Bisher gebe es nur vereinzelte Schließungen, dank Krediten und Aussetzung des Insolvenzrechts bis September, sagte Inselkammer. Aber sie fürchte, dass es "im Herbst schlimmer und ganz schlimm nächstes Frühjahr kommen wird".

Nicht hilfreich sei auch "dieses ständige Gerede über die zweite Welle" der Corona-Pandemie, sagte die Verbandspräsidentin. "Mir wäre wichtig, dass man nicht immer diese Panik macht."

Eine obligatorische Ausweiskontrolle der Gäste durch die Wirte sei für den Verband kein Thema. Das würde die Gäste eher abschrecken. Die meisten hielten sich auch so an die Regeln. Wenn Probleme auftäten, dann eher bei wilden Partys und "Feiern außer Rand und Band" außerhalb der organisierten Gastronomie.

Mit 447.000 Beschäftigten sei das bayerische Gastgewerbe ein wichtiger Arbeitgeber, betonte Inselkammer. "Jeder zehnte Auszubildende wird bei uns ausgebildet." 87 Prozent der Betriebe hätten weniger als eine halbe Million Umsatz.

Update 29. Juli, 10.25 Uhr: DFB-Vize Koch: "Vielleicht bringt Corona uns wieder zur Vernunft"

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhofft sich angesichts der finanziellen Folgen der Corona-Krise einen Sinneswandel im Amateurbereich. 

"Vereine, die signifikante Spieler- und Trainergehälter zahlen, haben jetzt auch entsprechend größere Nöte", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch der Deutschen Presse-Agentur. "Profifußballer in der Oberliga sind keine gute Idee. Der Amateurfußball ist in den letzten Jahren viel zu teuer und in einigen Fällen fast nicht mehr finanzierbar geworden. Vielleicht bringt das Corona-Virus uns alle wieder zur Vernunft. Hoffentlich ohne Insolvenzen. Zu wünschen wäre es."

Nach und nach fährt der Amateurbereich den Betrieb derzeit in vielen Bundesländern wieder hoch. "Der Amateurfußball hat in dieser Krise seine Kraft entfaltet, das stimmt mich zuversichtlich", sagte Koch, der auch Chef des Bayerischen Fußball-Verbandes ist: "Aber wir alle müssen auch etwas dafür tun, dass er so stark bleibt und diese Krise, die sich keiner ausgesucht hat, durchsteht."

Die vielerorts befürchteten Massenabmeldungen von Mannschaften oder Austritte von Mitgliedern sind bislang weitgehend ausgeblieben. "In finanzieller Hinsicht aber hat es unsere Vereine schwerer getroffen, weil sie beispielsweise auf die Pacht des Wirtes ihres Vereinsheimes, das ja auch geschlossen war, verzichten mussten oder keine Sommerfeste und Jugendturniere austragen konnten», sagte Koch. «In den einzelnen Bundesländern gab es unterschiedliche Lösungen wie Soforthilfen oder etwa verdoppelte Übungsleiter-Pauschalen. Dafür haben wir uns mit unseren Landesverbänden bei der Politik stark gemacht."

Die Rückkehr in den Spiel- und Trainingsbetrieb ist von vielen Ungewissheiten geprägt, die Gefahr eines erneuten Abbruchs allgegenwärtig. Von Normalität könne man wohl erst wieder sprechen, "wenn ein Impfstoff gefunden ist oder es entsprechende Medikamente gibt", sagte Koch.

Update 29. Juli, 8.45 Uhr: Puma rutscht wegen der Corona-Pandemie ins Minus

Der Sportartikelhersteller Puma ist im zweiten Quartal wegen der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie in die Verlustzone gerutscht. 

Dabei fiel die Entwicklung jedoch nicht ganz so schlecht aus, wie vom Management erwartet. So brach der Umsatz um knapp ein Drittel auf 831 Millionen Euro ein, wie Puma am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt lag das Minus bei knapp 31 Prozent. Dabei verbesserte sich die Entwicklung den Angaben zufolge im Juni im Vergleich zu den Monaten April und Mai deutlich, nachdem die zuvor geschlossenen Geschäfte ab Mai wieder nach und nach öffnen konnten.

Das operative Ergebnis (Ebit) brach ein. Hier verbuchte Puma einen Verlust von knapp 115 Millionen Euro nach einem Gewinn von rund 80 Millionen im Vorjahr. Höhere Rabatte, Abschreibungen auf Lagerbestände sowie Rückstellungen für Retouren belasteten dabei. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp 96 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte Puma noch einen Gewinn von fast 50 Millionen Euro erzielt. 

Das Management gehe davon aus, dass sich die Märkte bis Ende des Jahres erholen dürften und 2021 wieder ein Jahr des Wachstums sein werde, hieß es. Das laufende Jahr bleibe jedoch schwierig. Einen Ausblick gab Puma wegen der unsicheren Lage nicht.

Update 29. Juli, 8 Uhr: Telefonica Deutschland hält Umsatz dank Festnetz und Endgeräten

Der Telekommunikationsanbieter Telefonica Deutschland (O2) hat in der Corona-Krise seine Erlöse stabil gehalten. 

Weil die Nachfrage nach Endgeräten im Onlinevertrieb überraschend stark ausfiel und auch schnelle Internetanschlüsse gefragt waren, steigerte Telefonica den Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 0,3 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. "Den Effekten von Covid-19 konnten wir uns allerdings nicht ganz entziehen", sagte Vorstandschef Markus Haas am Mittwoch in München. 

Im Mobilfunkservice ging der Umsatz um 3,3 Prozent zurück. Auch Rivale Vodafone hatte hier in Deutschland mit minus 3 Prozent deutlich an Geschäft verloren. Die Telekom legt ihre Zahlen noch vor.

Der O2-Mutter machte unter anderem zu schaffen, dass weniger Reisen mit weniger Roaming-Erlösen einhergingen und Prepaid-Karten nicht so häufig aufgeladen wurden. Im Juni habe sich das aber wieder positiver entwickelt. Kündigungen gingen in der Pandemie zurück, auch die Kernmarke O2 und viele Sim-Karten in vernetzten Geräten trugen zum Wachstum der Mobilfunkanschlüsse bei.

Beim operativen Ergebnis schlug sich die Pandemie deutlicher nieder. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie vor Sondereffekten sank es um 5,1 Prozent auf 552 Millionen Euro. Vor allem der Einbruch bei den lukrativen Roaming-Erlösen spielte eine Rolle. In den ersten sechs Monaten bezifferte das Unternehmen die Corona-Belastungen im Ergebnis auf 23 Millionen Euro, davon der weit überwiegende Teil im zweiten Quartal.

Unter dem Strich reduzierte Telefonica Deutschland den Nettoverlust von 49 Millionen Euro vor einem Jahr auf 18 Millionen Euro. Langsam laufen die erhöhten Abschreibungen aus, die das Unternehmen unter anderem für die vor rund 20 Jahren ersteigerten UMTS-Lizenzen vornehmen muss. Den Finanzausblick bestätigten die Münchener.

Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.
Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update 29. Juli, 7.40 Uhr: Osram leidet unter Corona-Krise und schreibt tiefrote Zahlen

Der angeschlagene Lichtkonzern Osram hat die anhaltende Schwäche der Automärkte und die Folgen der Coronavirus-Pandemie im dritten Geschäftsquartal wie erwartet deutlich zu spüren bekommen. 

Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 140 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Auch im Vorjahreszeitraum hatte der Leuchtenhersteller bereits einen Verlust von 35 Millionen eingefahren.

Der Konzern hatte kürzlich schon vor einem Umsatzeinbruch im dritten Jahresviertel gewarnt. Die Erlöse knickten nach den aktuellen Zahlen auf vergleichbarer Basis um knapp 29 Prozent auf 606 Millionen Euro ein, während das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei minus 27 Millionen Euro lag. Ein Jahr zuvor hatten die Münchener noch ein operatives Plus von 58 Millionen Euro eingefahren.

Im laufenden Schlussquartal rechnet Osram weiterhin mit konjunkturellen Auswirkungen durch die Corona-Krise. Der Vorstand sieht sich ungeachtet dessen aber auf einem guten Weg, die im Juni angepasste Jahresprognose zu erfüllen. 

Anfang Juli hatte der österreichische Sensorspezialist AMS die Mehrheitsübernahme von Osram vollzogen, nachdem zuvor die EU-Wettbewerbshüter den Deal ohne Auflagen gebilligt hatten.

Update 28. Juli, 18.37 Uhr: Staatskanzleichef mahnt zur Vorsicht im Kampf gegen Corona

Das bayerische Kabinett hat sich vor seiner Sommerpause noch einmal ausführlich mit Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie befasst. 

Staatskanzleichef Florian Herrmann hat eindringlich vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt. "Das Virus ist nach wie vor mitten unter uns", sagte der CSU-Politiker nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Besondere Vorsicht gelte in den Bereichen Landwirtschaft, Urlaub, Asylunterkünfte sowie Party und Versammlungen.

Die Zahl der Gesamtinfizierten sei in den vergangenen Wochen wieder leicht gestiegen, sagte Herrmann. Aktuell seien 0,009 Prozent der Gesamtbevölkerung infiziert, dies seien schon weniger gewesen. "Ein neuer Ausbruch ist jederzeit möglich."

Den kompletten Beitrag dazu findest du >>> hier.

Hubert Aiwanger (FW), Markus Söder (CSU) und Florian Herrmann (CSU) gehen gemeinsam zur wahrscheinlich letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause.
Hubert Aiwanger (FW), Markus Söder (CSU) und Florian Herrmann (CSU) gehen gemeinsam zur wahrscheinlich letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause.  © Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

Update 28. Juli, 17.31 Uhr: Gericht stoppt bayerisches Einreiseverbot für Urlauber

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayerische Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten in anderen Bundesländern vorläufig außer Vollzug gesetzt. 

Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner eines Landkreises innerhalb sieben Tagen automatisch zu einem Beherbergungsverbot führten, entschied das Gericht am Dienstag in München. 

Außerdem reiche in der Verordnung der Verweis auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts nicht - für die Wirte sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Zahlen fänden. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

Update 28. Juli, 16.59 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind bisher 50.589 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2617 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.760 Menschen.

Update 28. Juli, 16.15 Uhr: Corona-Krise schadet Mischkonzern Baywa kaum

Den Münchner Mischkonzern Baywa hat die Corona-Krise weitgehend verschont. Im ersten Halbjahr sei der Konzern nur in sehr geringem Umfang von der Pandemie betroffen gewesen, und auch im zweiten Halbjahr würden keine größeren Auswirkungen erwartet, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung in München. 

Lutz stellte den Aktionären ein operatives Ergebnis "mindestens auf dem Niveau des Vorjahres" in Aussicht, als die Baywa 256 Millionen Euro erwirtschaftet hatte.

Größtes Geschäftsfeld ist nach wie vor der Agrarhandel, der jedoch schon seit Jahren mit Problemen zu kämpfen hat. In Ostdeutschland will die Baywa daher im nächsten Jahr 20 ihrer 50 Standorte schließen und knapp 90 von 390 Stellen streichen. Lutz verwies auf den strukturellen Wandel in der Landwirtschaft im Norden und Osten Deutschlands. 

"Das liegt daran, dass sich in dieser landwirtschaftlich bedeutenden Region große Agrarflächen auf immer weniger Betriebe konzentrieren, die wiederum eigene Lager- und Logistikkapazitäten aufbauen." Der Stellenabbau soll möglichst sozialverträglich über die Bühne gehen.

Zunehmend wichtig für die Baywa werden die Projektierung und der Bau von Ökostrom-Anlagen. Der Konzern sucht nach wie vor einen Partner, der 49 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft Baywa r.e. übernimmt. 

In dieser Hinsicht hat die Pandemie durchaus Auswirkungen: "Corona hat leider zu zeitlichen Verzögerungen geführt, da zu Beginn der Pandemie keine persönlichen Gespräche möglich waren, die bei solchen Transaktionen aber dringend notwendig sind", sagte Lutz.

Update 28. Juli, 16.09 Uhr: Wohl keine Reisebeschränkungen in Bayern für Menschen aus Mamming

Fast 500 Erntehelfer wurden in Mamming in Quarantäne gesetzt. (Archiv)
Fast 500 Erntehelfer wurden in Mamming in Quarantäne gesetzt. (Archiv)  © Alexander Auer

Menschen aus dem niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau müssen beim Urlaub im eigenen Bundesland voraussichtlich nicht mit Einschränkungen rechnen. 

Es sehe derzeit so aus, "dass Beherbergung von Bayern zu Bayern möglich ist", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Das müsse aber noch juristisch endgültig geklärt werden.

In einigen anderen Bundesländern gelten hingegen Beschränkungen für den nach einem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming von Masseninfektionen betroffenen Landkreis in Niederbayern. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Landkreis am Montag explizit als Risikogebiet ein. Dort müssen Urlauber aus dem Gebiet in eine zweiwöchige Quarantäne, wenn sie keinen negativen Corona-Test vorlegen können. Auch Mecklenburg-Vorpommern gab eine solche Regelung am Dienstag bekannt.

Es gebe derzeit einen "große Andrang im Landkreis, eine negative Testung zu bekommen", sagte Huml. Sie empfahl Urlaubern, vor der Reise zu prüfen, welche Regelungen am jeweiligen Reiseziel gelten, "weil verschiedene Bundesländer verschiedene Regelungen haben".

Nach dem Ausbruch auf dem Gemüsehof in Mamming liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in dem niederbayerischen Landkreis nach Angaben Humls bei 192. Das ist fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50, bei dem ein regionaler Lockdown drohen kann.

Update 28. Juli, 14 Uhr: Mehr Corona-Tests bei Erntehelfern, Urlaubern und in Asylunterkünften

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, setzt die Staatsregierung auf verstärkte Tests in der Landwirtschaft, bei Urlaubsrückreisenden sowie in Asylunterkünften. 

Das sagte Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Immer dort, wo es Verstöße gegen die Hygienevorschriften gebe, könne es relativ schnell zu gravierenden Auswirkungen kommen. Das gelte überdies auch für "ungezügelte Partys".

Bei Erntebetrieben soll es Herrmann zufolge mehr Hygiene-Kontrollen geben, verpflichtende Tests für sämtliche Saisonarbeitskräfte sowie Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssten sich weiterhin in häusliche Quarantäne begeben oder sollen sich Tests unterziehen können. 

In Asylunterkünften seien Corona-Tests etwa dann geplant, wenn Bewohner das Ärztezentrum eines Ankerzentrums aufsuchen oder in andere Unterkünfte verlegt würden.

Update 28. Juli, 13.55 Uhr: Bundeswehr unterstützt im Kampf gegen Corona

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming werden die mobilen Testmöglichkeiten für die Bevölkerung noch einmal ausgeweitet. 

Auch die Bundeswehr wird zur Unterstützung eingesetzt. Es gebe sehr viel Interesse der Menschen in der Region an den Tests, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Die Infektionszahlen im Landkreis Dingolfing-Landau, in dem Mamming liegt, waren in die Höhe geschnellt. Der Gemüsehof steht unter Quarantäne. Bewohner des Landkreises dürfen in einige Regionen Deutschlands deswegen nur noch mit einem negativen Corona-Test oder unter anderen Auflagen reisen.

Huml sagte, Tests bei weiteren Erntehelfern in Niederbayern hätten begonnen. Zudem seien die Kontrollen wie angekündigt verschärft worden. Im Einsatz seien jetzt Dreierteams aus Gewerbeaufsicht, Gesundheitsdienst und Landwirtschaftsamt.

Update 28. Juli, 13.50 Uhr: Aiwanger will Pflicht zum Insolvenzantrag länger aussetzen

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will durch Corona in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen länger Zeit geben. 

Die aktuell noch bis September geltende Aussetzung der Pflicht zum Insolvenzantrag solle bis "in etwa März nächsten Jahres" verlängert werden, sagte er am Dienstag in München nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Das wünsche er sich als Wirtschaftsminister. 

Allerdings warnte Aiwanger auch: "Man wird das nicht ewig verlängern können, weil dann irgendwann zu viele nicht mehr zahlungsfähige Unternehmen auch gesunde Betriebe mit hinunterreißen."

Insgesamt sehe er ein sehr gemischtes Bild der bayerischen Wirtschaft in der Coronakrise, sagte Aiwanger. Die Stimmung sei durchwachsen und sehr auf das "Prinzip Hoffnung" ausgerichtet. Er hoffe, "dass wir gut aus dieser Nummer rauskommen".

Update 28. Juli, 13.30 Uhr: Staatskanzleichef mahnt zur Vorsicht im Kampf gegen Corona

Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann hat eindringlich vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt.

"Das Virus ist nach wie vor mitten unter uns", sagte der CSU-Politiker Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Die Zahl der Gesamtinfizierten sei in den vergangenen Wochen wieder leicht gestiegen. Aktuell seien 0,009 Prozent der Gesamtbevölkerung infiziert, dies seien schon weniger gewesen. 

"Ein neuer Ausbruch ist jederzeit möglich." Deswegen sei es so wichtig, die Strategie der Vorsicht und Umsicht weiter zu verfolgen.

Update 28. Juli, 13 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in St. Wolfgang bleibt zunächst bei 62

Die Zahl der Corona-Infektionen im Touristenort St. Wolfgang in Oberösterreich bleibt zunächst bei 62 Fällen. Nach Angaben des Landes sind seit Dienstag alle mehr als 1000 Tests vom Wochenende ausgewertet. 

Unter den positiv Getesteten seien 56 Mitarbeiter, ein Gast aus Österreich und fünf Jugendliche aus der Umgebung.

Jetzt gehe es darum, die Situation in St. Wolfgang zu stabilisieren, sagte die oberösterreichische Gesundheitsministerin Christine Haberlander. "Dabei sind wir nach heutigem Stand auf einem guten Weg."

Als Ausgangspunkt der Infektionen gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter. Betroffen sind den Angaben zufolge 17 Betriebe. Zwei Bars sind geschlossen. Die Sperrstunde wurde zunächst bis 2. August von 1.00 Uhr auf 23.00 Uhr vorverlegt.

Im Bundesland Oberösterreich galt zudem bereits vor dem Corona-Cluster in St. Wolfgang Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Personen, die sich im Zeitraum vom 15. Juli bis jetzt in einem der betroffenen Betriebe oder längere Zeit in der Region mit mehreren Personen in engerem Kontakt aufgehalten haben, wird geraten, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten.

Update 28. Juli, 11.15 Uhr: Einreise nach MV aus Landkreis Dingolfing-Landau nur mit Negativtest

Urlauber aus dem Landkreis Dingolfing-Landau dürfen seit Dienstag nur mit einem negativen Coronatest in Mecklenburg-Vorpommern Ferien machen.

Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock betonte.

Auf seiner Internetseite veröffentlicht das Amt neben den aktuellen Fallzahlen auch Hinweise für Ferienvermieter, welche Landkreise die bundesweit vereinbarte Grenze von 50 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Am Dienstag lag dieser Wert in Dingolfing-Landau bei 191,2. 

Die Infektionszahlen in dem Landkreis waren wegen des Corona-Ausbruchs in einem Gemüsehof in Mamming in die Höhe geschnellt.

Update 28. Juli, 8.30 Uhr: Corona-Krise macht Autowaschanlagenhersteller Washtec zu schaffen

Die Corona-Krise setzt dem Autowaschanlagenhersteller Washtec weiter zu. 

Nach einem Rückgang bereits zum Jahresstart sank der Umsatz auch im zweiten Quartal, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Augsburg mitteilte. 

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Erlöse im dreimonatigen Berichtszeitraum um mehr als 17 Prozent auf 88,1 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,4 Millionen Euro nach einem Überschuss von 3,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Washtec leidet nicht erst seit der Corona-Krise, das Unternehmen kämpft bereits seit geraumer Zeit mit Problemen in seinem Großkundengeschäft. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres hatte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben. Erst zu Wochenbeginn hatten die Augsburger daher eine neue Prognose für das Jahr veröffentlicht. 

Washtec rechnet demnach mit einem Rückgang der Erlöse um 15 bis 20 Prozent.

Update 28. Juli, 7 Uhr: Kabinett debattiert über Corona-Tests für Urlauber und Schulen

Auch die letzte reguläre Sitzung des bayerischen Kabinetts vor der Sommerpause am Dienstag (10.00 Uhr) steht einmal mehr ganz im Zeichen der Corona-Krise. 

Im Kabinett soll über die Umsetzung konkreter Testmaßnahmen besonders für Reisende im Freistaat debattiert werden. Am Montagabend hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten angeordnet. 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte seine Forderung danach zuvor mit Blick auf die in Bayern gestarteten Sommerferien bekräftigt. Mehr dazu >>>hier

Update 27. Juli, 16.14 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind bisher 50.201 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2617 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.680 Menschen.

Update 27. Juli, 16.13 Uhr: Corona-Hotspot in Oberfranken: Massentests alle negativ

Nach der Entwicklung zu einem lokalen Corona-Hotspot sind die Massentests in der oberfränkischen Stadt Rehau alle negativ ausgefallen. 678 Einwohner ließen sich an einem Testmobil des Landkreises Hof freiwillig testen, wie das Landratsamt am Montag mitteilte. Momentan gebe es 48 Infizierte in Stadt und Landkreis Hof.

Auch in Schulklassen und Gemeinschaftsunterkünften seien Abstriche genommen worden. "Die Ergebnisse der umfangreichen Tests haben gezeigt, dass sich das Virus ausschließlich im Bereich der Rehauer Großfamilien verbreitet hat", erklärte Landrat Oliver Bär (CSU). Alle, die positiv auf das Virus getestet wurden, befänden sich in Quarantäne. Weitere Maßnahmen wie ein lokaler Lockdown seien deshalb nicht notwendig, hieß es.

In Rehau waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage zahlreiche Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die meisten Infizierten stammen den Angaben nach aus mehreren Großfamilien, die in der 10.000-Einwohner-Stadt leben.

Mit 48 Infizierten nähert sich der Raum Hof der kritischen Marke: Eine Region mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen gilt nach Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) als Corona-Risikogebiet.

Update 27. Juli, 13.30 Uhr: Literaturfest München wegen Corona-Krise nicht wie geplant

Das Literaturfest München 2020 wird wegen der Corona-Krise nicht wie geplant stattfinden. 

Das Festprogramm des Literaturhauses mit dem Kuratorenprogramm müsse entfallen, die Münchner Bücherschau solle es aber geben, teilten die Stiftung Literaturhaus München, der Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und das Kulturreferat am Montag mit. Geplant war das größte Münchner Literaturfestival vom 11. bis 29. November.

Das Festprogramm des Literaturhauses und das forum:autoren mit internationalen Gästen vor großem Publikum ließen sich heuer nur eingeschränkt oder gar nicht realisieren. Ziel der Kuratorin Nora Gomringer sei es gewesen, mit einem in die Zukunft gerichteten Dialog der Künste Literatur mit Musik, Tanz, Mode und neuen Medien zu verbinden, sagte die Geschäftsführerin des Literaturfests München, Tanja Graf. "Wir möchten, dass die Ideen dieser Ausnahmekünstlerin tatsächlich eine Chance zur Umsetzung bekommen." Derzeit machten die Beschränkungen durch die Hygiene-Konzepte allen Spielraum zunichte. "Wir hoffen nun und bauen darauf, dass dies im kommenden Jahr anders sein wird."

In Planung sei aber weiter die Bücherschau. "Wir sind entschlossen, die Buchausstellung im Gasteig und auch Begleitveranstaltungen durchzuführen", sagte Michael Then, Vorsitzender des bayerischen Landesverbands des Börsenvereins. 

Durch die "digitale Bücherschau" sei es möglich, auch bei geringeren Teilnehmerzahlen vor Ort viele Buch-Interessierte zu erreichen. 

Das erste Literaturfest München gab es 2010. Seither fand es jährlich seit von Mitte November bis Anfang Dezember knapp drei Wochen lang an verschiedenen Spielorten statt.

Update 27. Juli, 12.40 Uhr: TV-Physiker Lesch: Corona-Krise erfordert Transaktionssteuer

Der Astrophysiker, Philosoph und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch hält in der Corona-Krise eine Finanztransaktionssteuer für unabdinglich. 

"Während alle Wirtschaften von massiven Einbrüchen betroffen sind, macht die Finanzwirtschaft riesige Gewinne. Das ist doch eine absurde Situation", sagte der ZDF-Moderator ("Leschs Kosmos"), der an diesem Dienstag 60 Jahre alt wird, der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Staat müsse hier "ganz deutlich zugreifen". "Dieses Auseinanderdriften von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft können wir uns nicht länger leisten." Zudem müssten schleunigst alle Steuerschlupflöcher gestopft werden.

Die Gesetzgeber mindestens in Europa müssten als Konsequenz aus der Krise schnellstmöglich eine Finanztransaktionssteuer auf den Weg bringen, die nicht Kleinanleger treffe, sondern die großen Anleger. Die einfachste Lösung sei, jede Aktion "ganz automatisch" mit einer gewissen Gebühr zu belegen. "Gerade weil die Länder so viele Schulden aufgenommen haben und in einer Zeit, in der die Sozialsysteme bis zum Anschlag belastet sind, kann es nicht sein, dass ein kleine Gruppe von Anlegern riesige Gewinne daraus abschöpft."

Lesch spitzte zu: "Ich bin sicher, wenn Außerirdische jetzt unseren Planeten besuchen würden - sie würden gleich wieder umdrehen und davonfliegen, weil sie denken würden: Die sind nicht ganz dicht."

Angesichts von sommerlichen Partymeilen warnte Lesch erneut vor der gesundheitlichen Gefahr - und hielt er ein Plädoyer für die Impfung. "Wenn wir uns nicht alle kollektiv auf die vernünftigste Lösung einstellen und uns impfen lassen, wird das Virus nicht verschwinden."

Update 27. Juli, 11 Uhr: Bayerisches Kabinett hat auch im Urlaub Corona-Lage im Blick

Um über die aktuelle Corona-Lage ständig auf dem Laufenden sein, werden sich Vertreter des Kabinetts auch in den Sommerferien regelmäßig treffen. 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Montag in München an, dass sich ein sogenannter Kabinettsausschuss um ein wöchentliches Update kümmere. So bleibe die Staatsregierung über vier Wochen jederzeit handlungsfähig, sagte Söder. "Das ist eine andere Urlaubszeit auch für uns", sagte Söder.

Im August sind eigentlich keine Sitzungen des Kabinetts geplant, die sonst in der Regel dienstags stattfinden. 

In dem Ausschuss sollen den Angaben nach Vertreter der Staatskanzlei, des Gesundheits- und Innenministeriums sein sowie je nach Thema auch anderer Ressorts.

Update 27. Juli, 10.35 Uhr: Söder fordert vom Bund Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

Angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat CSU-Chef Markus Söder (CSU) seine Forderung an den Bund nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. 

Zugleich richtet Bayern an mehreren Grenzübergängen zu Österreich auf den Autobahnen freiwillige Teststationen ein - ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg.

Nötig seien verpflichtende Tests für Rückkehrer an Flughäfen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. Der Bund müsse hierfür den rechtlichen Rahmen schaffen. Bayern bereite alles vor, um dann umgehend starten zu können, sagte er.

Zudem müssten die Risikogebiete noch einmal neu regional überprüft werden - auch in Europa. Freiwillig können sich Passagiere, die an den Flughäfen München und Nürnberg ankommen, seit dem Wochenende kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV-2 testen lassen.                                                                              1500 Menschen haben dieses Angebot nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) schon angenommen.

Eine Frau in Schutzkleidung steht nahe eines Bauernhofs. Nach der Corona-Masseninfektion Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung am Montag eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen.
Eine Frau in Schutzkleidung steht nahe eines Bauernhofs. Nach der Corona-Masseninfektion Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung am Montag eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen.  © Armin Weigel/dpa

Update 27. Juli, 10.30 Uhr: Söder appelliert in Corona-Krise an Jüngere

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor allem junge Menschen in der Corona-Krise in die Pflicht genommen, ein Ausbreiten des Virus zu verhindern. 

Zu glauben, junge Menschen seien sicher, sei medizinisch naiv, sagte Söder am Montag in München. Zudem könnten sie Langzeitschäden haben oder Ältere anstecken.

Ein Problem sieht Söder im privaten Bereich, dort werde etwa bei Feiern jede Vorsicht vergessen. In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr hingegen würden die Vorgaben etwa zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten. 

Derzeit gebe es auch im privaten Umfeld zwar keinen Anlass für weitere Maßnahmen, so Söder. Man werde die Lage aber genau beobachten und im Zweifel konsequent reagieren.

Update 27. Juli, 10.20 Uhr: Verstärkte Maßnahmen zu Reisenden

Die Urlaubszeit bereitet Ministerpräsident Markus Söder (CSU)  weiter Sorgen. Dabei geht es auch um Rückkehrer aus Risikogebieten. 

Verpflichtende Test an den Flughäfen werden derzeit geplant, erklärte Söder. Auch bei Autoreisen und Bahnreisen soll es Teststationen geben. Die Bahn wird sich künftig verstärkt um die Einhaltung der Maßnahmen in den Zügen an Bahnhöfen kümmern. 

Update 27. Juli, 10.10 Uhr: Bayern testet alle Saisonarbeiter

Um sich der Lage in Erntebetrieben anzunehmen werden in Bayern die Corona-Maßnahmen angezogen. 

Alle Betriebe sollen in noch kürzeren Intervallen überprüft werden. Das sei Tag und Nacht unangemeldet möglich, sagte Söder. Zudem werden alle Saisonarbeiter künftig in Bayern verpflichtend durchgetestet.

Um den Betrieben auch einen Eigenanreiz zugeben die Maßnahmen einzuhalten, wird der Bußgeldrahmen  von 5000 auf 25000 Euro erhöht.

Update 27. Juli, 10 Uhr: Söder zur Lage in Mamming

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach der Corona-Masseninfektion auf einem Bauernhof in Niederbayern ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. 

"Corona verzeiht keinen Leichtsinn", sagte Söder am Montag in München. Unvernunft, mangelnde Vorsicht und zum Teil bewusste Verstöße gegen Hygienekonzepte und Regeln seien das Problem. Daher sei das Tragen von Mund-Nase-Schutz ebenso wichtig wie ein Ausbau der Testkapazitäten und gegebenenfalls Quarantäne.

"Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht", sagte Söder. Daher sei es wichtig darauf zu achten, dass aus wenigen Fällen nicht schleichend eine zweite Infektionswelle werde. "Vorsicht muss oberstes Gebot bleiben", sagte der CSU-Chef.

Auf einem großen Gemüsebauernhof in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) waren mehr als 170 Erntehelfer bei einer Reihenuntersuchung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen.

In der Erntezeit soll das Corona-Konzept in Bayern weiter verstärkt werden. Alle Saisonarbeiter im Freistaat werden künftig vorsorglich getestet. Die Strafen für Verstöße werden erhöht.

Deutschlandweit sollte es eine Meldepflicht für Coronainfektionen geben, forderte der Ministerpräsident.

Update 27. Juli, 9.30 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in österreichischem St. Wolfgang steigt weiter

Das Ortsschild von St. Wolfgang. Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert.
Das Ortsschild von St. Wolfgang. Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert.  © Fotokerschi.At / Kerschbaummayr/APA/dpa

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen. 

Wie ein Sprecher der oberösterreichischen Landesregierung auf Twitter schrieb, seien nun alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet. Es fehlten noch die Ergebnisse von 419 weiteren Tests.

Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. In den vergangenen Tagen seien bei der eigens eingerichteten Coronatest-Station im Ort 1600 Mitarbeiter und Gäste getestet worden, sagte sie im ORF-Radio am Montag.

Zwei Bars wurden bereits am Freitag geschlossen. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr an.

Nach den Worten des Sprechers des Tourismusbüros sind zum jetzigen Zeitpunkt weder Betriebsschließungen noch die Schließung des Ortes angedacht. Die Bekanntheit des Ortes entpuppe sich nun als Fluch, sagte die Besitzerin eines betroffenen Hotels am Montag im ORF-Radio. Wären die Fälle in einem weniger bekannten Urlaubsregion aufgetreten, hätte sich niemand dafür interessiert, meinte sie. Sie rechne nun mit vielen Stornierungen.

Einen Vergleich zur Situation im österreichischen Ischgl im März, das zeitweise als Hotspot der Verbreitung galt, wiesen die Verantwortlichen strikt zurück. Bei Bekanntwerden des ersten Falls habe man sofort mit den Tests begonnen, hieß es. 

"Wichtig ist, dass man einen Überblick über die Infektionsketten hat", sagte Haberlander.

Update, 27. Juli, 6.30 Uhr: Söder äußert sich nach Mamminger Masseninfektion zur Corona-Lage

Nach der Coronavirus-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem niederbayerischen Gemüsehof will sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (10 Uhr) zur aktuellen Lage äußern. 

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat am Sonntag bereits eine Testoffensive für große Bauernhöfe angekündigt.

Der Fall in Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau hat Behörden und Politik aufgeschreckt. Auf dem großen Gemüsebauernhof arbeiten derzeit fast 500 Erntehelfer aus mehreren Ländern, über ein Drittel hat sich mit dem Corona-Erreger infiziert. Der Hof steht mittlerweile unter Quarantäne und ist mit einem Bauzaun abgesperrt. Niemand darf das Gelände verlassen, Lebensmittel werden angeliefert.

Den gut 3300 Bewohnern der Gemeinde bieten die Behörden nun kostenlose Corona-Tests. 

Da die Erntehelfer wenig Kontakt zur ortsansässigen Bevölkerung hatten, geht das Landratsamt bisher davon aus, dass sich die Infektionen nicht über den Hof hinaus verbreitet haben.

Update 26. Juli, 9.12 Uhr: Gesundheitssystem darf nicht "auf Kante genäht" sein

Mehr Schutzkleidung und rasch verfügbare Betten sind eine der Lehren der Pandemie. (Archiv)
Mehr Schutzkleidung und rasch verfügbare Betten sind eine der Lehren der Pandemie. (Archiv)  © picture alliance / dpa

Mehr Schutzkleidung, rasch verfügbare Betten in den Kliniken - und mehr Medikamente sowie Chemikalien aus dem eigenen Land: Das sind für den Münchner Mediziner Clemens Wendtner die Konsequenzen, die Deutschland aus der Corona-Krise ziehen sollte. 

Das Gesundheitssystem dürfe nicht "auf Kante genäht" sein, sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, der im Januar die ersten Corona-Patienten in Deutschland behandelt hatte.

"Wir haben durch die Pandemie gelernt, dass eine Resilienz - die Fähigkeit, eine Krise zu überstehen - auch im Gesundheitswesen nötig ist", sagte Wendtner. So sollten zum Beispiel mehr Betten in Krankenhäusern kurzfristig verfügbar gemacht werden können. "Wir müssen künftig auch größere Mengen an Schutzkleidung vorhalten." 

Zudem müssten Maschinen und Chemikalien zur Herstellung von Virus-Tests vorrätig sein, so dass diese im eigenen Land produzierbar seien, ebenso wie Medikamente. Der wesentliche Faktor seien darüber hinaus die Menschen, die engagiert bleiben und Hygiene, Mundschutz und Abstandsregeln ernst nehmen.

"Keiner wäre heute so vermessen zu sagen: Wir haben damals alles richtig gemacht", sagte Wendtner. Umso wichtiger sei es, in Zukunft vorbereitet zu sein. Schon jetzt müsse man sich rüsten für mögliche weitere und dann eventuell andersgeartete Pandemien.

Update 26. Juli, 9.06 Uhr: Impfung stärkste Waffe gegen Corona - Langzeitschutz fraglich

Die Wissenschaft versucht unter anderem mit Impfstoffentwicklung gegen die Pandemie vorzugehen. (Archiv)
Die Wissenschaft versucht unter anderem mit Impfstoffentwicklung gegen die Pandemie vorzugehen. (Archiv)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Nach ermutigenden Ergebnissen mit ersten Corona-Impfstoffen sehen Wissenschaftler darin die stärkste Waffe. 

Wahrscheinlich werde dabei ein mehrfaches Impfen nötig sein, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Es könnte auch bei einem Covid-19-Impfstoff sein, dass man wie bei der Influenza-Schutzimpfung regelmäßig wieder geimpft werden muss."

Ein wirksamer Impfstoff bleibe die große Hoffnung im Kampf gegen Covid-19. "Die einzige Illusion, die man nehmen muss, ist, dass eine Impfung gegen Covid-19 ein Leben lang hält", sagte Wendtner weiter. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Impfungen nicht jahrelang halten, sondern regelmäßig aufgefrischt werden müssen."

Bei Influenza etwa halte die Immunisierung einige Monate an - das sei genug, um gut gewappnet zu sein für die alljährliche Grippezeit im Winter. Auch bei Corona sei ein gewisser Sommereffekt zu sehen - Wärme und UV-Strahlung dämmten das Virus etwas ein. "Man sollte sehen, was eine Impfung für uns alle bewirken kann", sagte Wendtner, und mit Blick auf länger anhaltende Folgen: "Jeder, der Covid-19 durchgemacht hat, ist ein warnendes Beispiel für Impfgegner."

Einen zugelassenen Impfstoff erwarten Experten frühestens im Lauf des kommenden Jahres. "Es ist also auch weiterhin Geduld und Verständnis für die wichtigen Schutzmaßnahmen eines jeden Einzelnen gefragt", so Wendtner. An der München Klinik Schwabing waren im Januar die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt worden.

Update 26. Juli, 8.34 Uhr: Bericht: 174 Erntehelfer in Bayern infiziert

Mindestens 174 Erntehelfer haben sich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming in Bayern mit dem Corona-Virus infiziert. 

Das berichtet der Sender Antenne Bayern am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Behörden im Landkreis Dingolfing-Landau. 

Der gesamte Betrieb, auf dem zuvor eine Reihenuntersuchung erfolgt war, sei unter Quarantäne gestellt worden und werde nunmehr von einem Sicherheitsdienst überwacht.

Update 25. Juli, 15.54 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 50.267 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2617 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.570 Menschen.

Update 25. Juli, 15.36 Uhr: Kostenlose Corona-Tests am Münchner Flughafen

Ankommende Fluggäste am Münchner FLughafen können sich dort ab sofort kostenlos auf den Corona-Erreger Sars-CoV2 testen lassen.

Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag mit. "Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen", sagte die CSU-Politikerin. "Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen."

Mit der kostenlosen Testmöglichkeit setzt die Staatsregierung einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern vom Freitag um. Nicht beschlossen wurden Pflichttests, gegen die es rechtliche Bedenken gibt. Auch bisher gab es schon Corona-Tests am zweitgrößten Münchner Flughafen, aber keine kostenlosen.

Eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen fordert unter anderem Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Söder hatte am Freitag jedoch betont, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung geben müsse. Die Bundesregierung lässt eine Testpflicht prüfen.

Update 24. Juli, 15.34 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 50.127 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2617 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.480 Menschen.

Update 24. Juli, 13.36 Uhr: Söder fordert Corona-Testpflicht an deutschen Flughäfen

CSU-Chef Markus Söder fordert eine Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer an allen deutschen Flughäfen. 

«Wir brauchen (auch) dringend auf Dauer verpflichtende Tests an den Flughäfen, insbesondere aus Risikogebieten. Da glaube ich reicht die Quarantäne alleine nicht aus. Da wäre ein Test direkt am Flughafen sinnvoll», sagte der bayerische Ministerpräsident am Freitag in Nürnberg. Söder betonte, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung in der Frage geben müsse.

«Ich glaube, wir brauchen dafür jetzt rasche Grundlagen. Das Wichtigste ist aber, dass wir mal klären, ob es verpflichtend ist oder nicht», sagte Söder. Er sei der Meinung, dass der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle stehen solle. Mit Blick auf die in einigen Bundesländern bereits endenden Sommerferien sei es wichtig, «Tempo zu machen». Er hoffe nicht, dass es in einigen Fällen bereits zu spät sei, da hier die Menschen bereits aus den Urlaubsregionen zurückkehrten, es aber noch keine Tests gebe.

Für Bayern kündigte Söder zudem an, dass am Dienstag das Kabinett bereits die Corona-Tests auf freiwilliger Ebene für Flughäfen im Freistaat beschließen werde. Zugleich gebe es Überlegungen, auch für Rückkehrer in Autos auf den Straßen Test-Zentren zu eröffnen. 

Sorge würden ihm aber nicht nur rückkehrende Urlauber machen, sondern auch die anderen Heimkehrer aus europäischen Ländern und der Türkei.

Update 24. Juli, 10.37 Uhr: Handwerker wollen Arbeitsplätze trotz Corona erhalten

Die bayerischen Handwerker wollen trotz coronabedingter Einbußen möglichst ohne großen Stellenabbau durch die Epidemie kommen. 

Laut Schätzung des Bayerischen Handwerkstags waren Ende Juni knapp 948 000 Menschen im Handwerk beschäftigt, etwa 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. «Wir sind optimistisch, dass das bayerische Handwerk ohne allzu große Arbeitsplatzverluste durch das Jahr kommt», sagte Verbandschef Franz Xaver Peteranderl am Freitag in München.

Auch in diesem Krisensommer fehlen nach wie vor die Lehrlinge: Bis Ende Juni unterschrieben knapp 10 800 neue Azubis ihre Lehrverträge, rund 2000 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Noch niemand gefunden hatte sich für knapp 6700 offene Ausbildungsplätze in den Lehrstellenbörsen der bayerischen Handwerkskammern.

Dabei ist die Geschäftslage auch in mehreren Handwerkszweigen trist, etwa bei den Autowerkstätten. Vergleichsweise wenig betroffen sind unter anderem die Bauhandwerker. Im zweiten Quartal sanken die Umsätze über alle Sparten nach Schätzung des Handwerkstags um etwa zehn Prozent auf 28,1 Milliarden Euro. 

Massiv zurückgefahren haben die Unternehmen demnach ihre Investitionen: Geschätzt gaben Handwerker bayernweit etwa 625 Millionen Euro für neue Fahrzeuge, Gebäude und Maschinen aus - ein Minus von 35 Prozent.

Update 24. Juli, 9.55 Uhr: Corona-Studie bei Regensburger Domspatzen soll Schule sicherer machen

Mit einer Corona-Studie bei den Regensburger Domspatzen will die Staatsregierung den künftigen Schulalltag in Pandemiezeiten in Bayern vorbereiten. 

«Ziel ist, den Schulbetrieb künftig so gut es geht zu ermöglichen und großflächige Schulschließungen aufgrund von Corona-Infektionen zu vermeiden», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München. Die Studie zur Vermeidung von Corona-Ausbrüchen solle dazu beitragen, praktikable Strategien für eine sichere, effiziente und sinnvolle Testung von Schülern auf das Coronavirus zu entwickeln.

Im Rahmen der freiwilligen Studie werden Schüler im Alter von 10 bis 21 Jahren 16 Wochen lang regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Dies erfolgt mittels eines Rachenabstrichs, den die Schüler selbst vornehmen können. Die Ergebnisse erhalten die Schüler über eine datensichere Software. Auch die Schulleitung wird anonym über die Testergebnisse informiert, um den Schul- und Chorbetrieb entsprechend zulassen zu können. Wird eine Corona-Infektion nachgewiesen, tritt der Quarantäneplan der Schule in Kraft.

Durchgeführt wird das Forschungsprojekt STACADO (STudie zur Ausbruchsvermeidung von CoronA bei den DOmspatzen) von der Kinderuniversitätsklinik Ostbayern und der Universität Regensburg. Die Kosten für die Studie (113 400 Euro) trägt die Staatsregierung.

Die Domspatzen seien durch den Alltag in der eigenen Schule mit angeschlossenem Internat und täglichen Chorproben in der Pandemie besonders Gefahren ausgesetzt, hieß es weiter. Neben Erkenntnissen für den Schulalltag erhoffen sich die Studienleiter auch wichtige Aussagen darüber, wie durch intelligentes Testen an Kultureinrichtungen eine Corona-Infektion frühzeitig erkannt und ein Ausbruchsgeschehen verhindert werden können.

Update 23. Juli, 15.25 Uhr: Mehr als 50.000 Coronavirus-Fälle in Bayern

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die Marke von 50.000 überschritten. 

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen vom Donnerstag (Stand 9 Uhr) waren bis dato 50.045 Menschen zwischen Main und Alpen positiv auf das neuartige Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Knapp die Hälfte der Fälle betrifft allein den Regierungsbezirk Oberbayern. 2616 Menschen sind den Daten zufolge bislang im Freistaat gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.400 Patienten; diese Zahl beruht auf einer Schätzung.

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bayernweit bei 3,73. Im Landkreis Hof ist sie mit 16,79 am höchsten. Hier hatte es mehrere Fälle in der Stadt Rehau gegeben. Mehrere Regionen wie Ansbach, Cham, Memmingen, Garmisch-Partenkirchen, Rhön-Grabfeld und Tirschenreuth verzeichnen den Angaben zufolge seit einer Woche sogar gar keine Neuinfektion mehr. 

Nicht nachgewiesene Fälle werden natürlich nicht erfasst. Als kritisch gilt ein Wert von 50 oder mehr Infektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner einer kreisfreien Stadt oder eines Landkreises.

Update 23. Juli, 14.34 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 23. Juli, 14.01 Uhr: Autozulieferer Leoni traut sich wegen Corona weiter keine Prognose zu

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni traut sich in Anbetracht der andauernden Unsicherheiten wegen der Corona-Krise nach wie vor keinen Ausblick für 2020 zu. 

Es sei weiterhin nicht möglich, eine verlässliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben, sagte Konzernchef Aldo Kamper am Donnerstag auf der Online-Hauptversammlung des SDax-Unternehmens.

Er rechnet für das kürzlich abgeschlossene zweite Quartal mit erheblichen finanziellen Belastungen, setzt aber darauf, dass der Tiefpunkt mittlerweile überschritten ist. Obwohl Kamper im weiteren Jahresverlauf eine schrittweise Erholung erwartet, sei aktuell noch nicht klar, wie schnell und nachhaltig sich die Nachfrage der Kunden tatsächlich bessern werde.

Mit Blick auf das laufende Umbau- und Sparprogramm sieht Kamper den Konzern trotz aller Herausforderungen auf Kurs. «Wir kommen planmäßig voran und machen wichtige Fortschritte», befand der Manager. Die schon länger angekündigte Trennung von der Kabelsparte sei inzwischen vorbereitet, es gebe unterschiedliche Interessenten. Gleichwohl sieht Kamper in Anbetracht des aktuellen Marktumfelds keinen Grund, die Umsetzung des Projekts zu forcieren.

Leoni hatte im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen geschrieben und unter der anhaltend mauen Autokonjunktur, aber auch unter hausgemachten Problemen gelitten. Nun kommt auch noch die Corona-Krise zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt hinzu. Sie brockte dem Zulieferer im ersten Quartal einen weiteren herben Verlust ein.

Update 23. Juli, 13.58 Uhr: Flughafen München: Passagierzahl wird sich 2020 mehr als halbieren

Angesichts des massiven Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise überprüft der Flughafen München seine Kapazitäten. 

Für das laufende Jahr werden weniger als die Hälfte der knapp 48 Millionen Passagiere aus dem Vorjahr erwartet, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Auch in den kommenden Jahren werde das Verkehrsaufkommen unter dem Vorkrisenniveau liegen, was für den Flughafen «massive Ertragsverluste in allen Geschäftsfeldern» bedeute.

Mit Blick auf die kommenden Jahre müssten die vorhandenen Kapazitäten überprüft und der Verkehrsentwicklung angepasst werden, erklärte der Flughafen. Im Detail könne darüber aber erst in den nächsten Monaten entschieden werden, da exakte Prognosen derzeit noch sehr schwierig seien. 

Der Münchner Merkur (Donnerstagsausgabe) hatte unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, dass jede fünfte Stelle bei der Flughafengesellschaft im Feuer stehe.

Update 23. Juli, 13.56 Uhr: Piazolo zieht positive Bilanz zum Schuljahresende während Corona

Zum Ende des wegen der Corona-Pandemie besonderen Schuljahres zieht das bayerische Kultusministerium eine positive Bilanz. 

«Die ganze Schulgemeinschaft hat in den letzten Wochen und Monaten seit den coronabedingten Schulschließungen sehr viel geleistet», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag laut Mitteilung. An allen Schulformen seien bei den Abschlussprüfungen Ergebnisse auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren erzielt worden. Die Verschiebung der Prüfungstermine habe eine intensive Vorbereitung ermöglicht. Für etwa 1,65 Millionen Schüler im Freistaat beginnen an diesem Freitag die Sommerferien.

Nach wochenlangen Schulschließungen waren Bayerns Schüler ab Ende April wieder schrittweise in die Schulen zurückgekehrt. Seit den Pfingstferien wurden dann Schüler aller Jahrgangsstufen in kleineren Lerngruppen wieder in der Schule unterrichtet. Präsenz- und Distanzunterricht fanden zuletzt im Wechsel statt. Derzeit geht das Kultusministerium davon aus, dass zum neuen Schuljahr im September der reguläre Unterrichtsbetrieb mit Hygienemaßnahmen wieder aufgenommen werden kann. 

Das Infektionsgeschehen müsse aber weiterhin im Auge behalten werden und verhindere bislang eine hundertprozentige Planung, hieß es.

Update 23. Juli, 11 Uhr: Mehr Umsätze im Einzelhandel trotz Corona

Trotz der Corona-Krise hat der bayerische Einzelhandel im ersten Halbjahr 2020 seine Umsätze steigern können. Diese legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 3,3 Prozent zu, wie das Landesamt für Statistik in Fürth am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten blieb nahezu konstant.

Ein signifikantes Plus haben nach Angaben der Statistiker der Lebensmittelhandel, die Baumärkte und der Versand- und Internethandel verzeichnen können. Dieses habe die anderen Rückgänge aufgefangen, sagte ein Sprecher des Landesamtes.

Den stärksten Anstieg gab es mit 18,8 Prozent im sonstigen Einzelhandel, zu dem der Versand- und Internethandel zählen. Im Lebensmittelhandel stiegen die Umsätze von Januar bis Juni um 7,5 Prozent. Der Einzelhandel mit sonstigen Gütern, zu dem auch Schuhe und Kleidung gehören, lag mit minus 11,8 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau. Auch der Verkauf von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik ging um 8,6 Prozent zurück.

Der Handelsverband Bayern bezeichnete die Halbjahreszahlen als irritierend und nicht nachvollziehbar. "Die aktuelle Lage sieht anders aus", sagte Geschäftsführer Bernd Ohlmann. Die Umsätze lägen um ein Drittel unter der Zeit vor Corona, die Zahl der Kunden um 20 bis 30 Prozent niedriger. "Die Leute haben Angst zu shoppen. Und es macht ihnen keinen Spaß mit Maske." 

Trotz eines Booms im Lebensmittel- und Internethandel sowie in Baumärkten und Fahrradläden gebe es viele Geschäfte in Bayern, denen das Wasser bis zum Hals stehe.

Passanten betreten in der Fußgängerzone in der Innenstadt ein Geschäft und spiegeln sich dabei in einer Fensterscheibe.
Passanten betreten in der Fußgängerzone in der Innenstadt ein Geschäft und spiegeln sich dabei in einer Fensterscheibe.  © Sven Hoppe/dpa

Update 22. Juli, 16.43 Uhr: Motorenhersteller MAN will 3000 Jobs in Deutschland abbauen

Der Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions will fast 4000 seiner weltweit etwa 14 000 Arbeitsplätze abbauen. 

Allein in Deutschland sollten rund 3000 Mitarbeiter gehen, teilte das Augsburger Unternehmen am Mittwoch mit. Das Unternehmen begründete dies hauptsächlich mit der Corona-Pandemie. Es erwartet auch in den kommenden Jahren stagnierende Umsätze und will die Kosten deswegen um 450 Millionen Euro senken.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kündigte an, in Gesprächen mit den Verantwortlichen des Unternehmens Unterstützungsmaßnahmen prüfen zu wollen. Er deutete an, dass es vielleicht Möglichkeiten im Bereich der Wasserstoff-Entwicklung geben könnte. Ziel sei die Rettung möglichst vieler der 4300 Jobs in Augsburg, sagte der Minister.

MAN Energy Solutions ist Teil des Volkswagen-Konzerns, soll allerdings verkauft werden. Die Augsburger Tochter hieß früher Diesel & Turbo und steht besonders für die Produktion von großen Motoren für Fracht- oder Kreuzfahrtschiffe. Das Unternehmen hat mehr als 120 Standorte weltweit.

Update 22. Juli, 15 Uhr: Neue Corona-Fälle in München

Update 22. Juli, 14.40 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 49.958 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2615 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.330 Menschen.

Update 22. Juli, 13.55 Uhr: Wegen Corona auch Lehrkräfte ohne Lehramtsstudium gesucht

Um die Unterrichtsversorgung im Freistaat in der Corona-Pandemie sicherzustellen, sollen zum neuen Schuljahr auch Lehrkräfte ohne Lehramtsstudium eingesetzt werden. 

Zur Unterstützung jener Stammlehrkräfte, die zu den Corona-Risikogruppen gehörten und deshalb keinen Präsenzunterricht geben könnten, suche das Kultusministerium ab sofort 800 sogenannte Teamlehrkräfte, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. Neben ausgebildeten Lehrern könnten sich auch Menschen mit anderen Hochschulabschlüssen für diese Stellen bewerben.

"Für das neue Schuljahr stehen wir vor strukturellen Herausforderungen und haben dazu noch eine Sondersituation wegen der Corona-Krise", sagte der Kultusminister. Um den strukturellen Bedarf für den Regelbetrieb an den Schulen zu decken, werden außerdem 4600 neue Lehrkräfte für das kommende Schuljahr eingestellt. 1000 zusätzlich beschlossene Lehrerstellen sollen darüber hinaus zukünftig für Verbesserungen in bestimmten Fachbereichen und beim Ganztagesangebot sorgen. 

Im Freistaat unterrichten etwa 150.000 Lehrer an rund 6000 Schulen insgesamt rund 1,7 Millionen Schüler.

Update 22. Juli, 13.40 Uhr: Rehau wird zum Corona-Hotspot in Oberfranken

Mit Massentests und geschlossenen Schulklassen will Rehau einen Corona-Ausbruch eindämmen. In der Kleinstadt im Landkreis Hof waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage 15 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Der erste Covid-19-Fall sei ein Familienvater gewesen, sagte Landrat Oliver Bär (CSU) am Mittwoch. Bei zwei seiner Kinder sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden. Deshalb stehen auch zwei Schulklassen in Rehau unter Quarantäne.

"Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule", sagte Bär. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, können sich alle der knapp 10.000 Einwohner seit Mittwoch kostenlos an einer mobilen Teststation auf das neuartige Virus testen lassen. An drei Nachmittagen werden dort Abstrich gemacht. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben.

Die Behörden versuchen nun zu klären, ob der Vater tatsächlich der erste Infizierte in Rehau war und wo er sich angesteckt hat. "Wir ermitteln die Ansteckungswege. Abschließende Aussagen lassen sich dazu noch nicht treffen", sagte Bär. Auf einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag wollte er über weitere Testergebnisse und das weitere Vorgehen informieren.

Mit den 15 Fällen gilt der 95.000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut (RKI).

12 der 15 Infizierten gehören nach Angaben des Landkreises einer Bevölkerungsgruppe an. Diese werde deshalb aktiv aufgefordert, sich testen zu lassen, hieß es. Um welche Bevölkerungsgruppe es sich dabei handelt, gab das Landratsamt nicht bekannt.

Update 22. Juli, 13.20 Uhr: Dickes Minus bei Spargel- und Erdbeerernte in Corona-Pandemie

Die erschwerten Erntebedingungen in der Corona-Krise haben die Spargel- und Erdbeererträge in Bayern heuer deutlich einbrechen lassen. 

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamts vom Mittwoch beträgt das Minus beim Spargel ein Drittel (33,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr und bei Erdbeeren ein Sechstel (16,4 Prozent). Der Rückgang der Erntemenge sei zumindest teilweise auf fehlende Erntehelfer wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen, erklärte die Behörde in Fürth. Weil zu Beginn der Saison keine Menschen aus dem Ausland einreisen durften, sprangen vielerorts Freiwillige wie Studenten ein.

Geerntet haben sie den Angaben zufolge 15.358 Tonnen Spargel. Im Vorjahr seien es 23.045 Tonnen gewesen, hieß es. Doch auch im Vergleich zum langjährigen Mittel von 20.178 Tonnen beträgt der Rückgang immer noch fast 24 Prozent. Bei den Erdbeeren kamen 9825 Tonnen zusammen, nach 11 751 Tonnen im Vorjahr. Hier liegt das Minus im Vergleich zum langjährigen Mittel von 11.993 Tonnen bei rund 18 Prozent. Das Wetter habe heuer mehrheitlich aufseiten der Erdbeerbetriebe gelegen, wodurch die Einbußen dort etwas weniger stark ausfallen, hieß es.

Die Zahlen sind eine Hochrechnung. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 sollen die endgültigen Zahlen der Gemüsehaupterhebung vorliegen.

Update 22. Juli, 8.05 Uhr: Corona-Hotspot im oberfränkischen Rehau: 15 Infizierte

Im oberfränkischen Landkreis Hof gibt es mit der Stadt Rehau (Landkreis Hof) einen neuen Corona-Hotspot. 

Nach mehr als einem Monat ohne eine Neu-Infektion sind in den vergangenen Tagen 15 Personen positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet worden, wie das Landratsamt Hof auf seiner Website am Dienstag mitteilte. "Jeder Rehauer kann sich freiwillig testen lassen".

Dazu stellt der Landkreis ein Testmobil auf dem Sportzentrum der 10.000-Einwohner-Stadt bereit, in dem von Mittwoch bis Freitag die Tests angeboten werden. Außerdem sollen in sensiblen Bereichen wie Seniorenheimen zeitnah Reihentestungen durchgeführt werden.

Von den 15 bisher positiv getesteten Personen gehören laut Landratsamt zwölf Personen einer Bevölkerungsgruppe an. Der Landkreis Hof werde deshalb die Einwohner Rehaus, die dieser Bevölkerungsgruppe angehören, aktiv anrufen und zum Testen auffordern. 

Um welche Bevölkerungsgruppe es sich dabei handelt, gab das Landratsamt nicht bekannt.

Update 22. Juli, 6.17 Uhr: Gerlach: Bei Digitalisierung nach Corona weiter Tempo machen

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung in vielen Bereichen aus der Not heraus einen enormen Schub verpasst. 

Nun hat Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) eindringlich dazu aufgerufen, diesen Schub zu nutzen und weiter Tempo zu machen. "Wir müssen an den Entwicklungen dranbleiben und digitale Technologien weiter ausbauen", sagte Gerlach der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Als Beispiel nannte die Ministerin die Schulen und die Verwaltung. "Es darf jetzt kein Zurück zum Vor-Krisen-Zustand geben."

Update 22. Juli, 6.14 Uhr: Corona verstärkt Ärger ums Mountainbiken

Mountainbiken wird seit Jahren immer mehr zum Trend. In der Corona-Zeit waren besonders viele Freizeitsportler mit ihren geländegängigen Rädern in Wald und Bergen unterwegs - mit Folgen. 

"Gerade in den letzten Monaten haben sich die Beschwerden gehäuft", sagt Thorsten Schär von der Alpenregion Tegernsee Schliersee. "Es werden immer mehr Wege befahren, die nicht so geeignet sind oder nicht befahren werden dürfen."

In vielen Gebieten gibt es nach Angaben der bayerischen Staatsforsten außerdem Klagen über illegal errichtete Mountainbike-Strecken mit zum Teil befestigten Sprungschanzen.

In Nürnberg habe das Ganze in der letzten Zeit Überhand genommen, sagt Forstbetreibsleiter Johannes Wurm. "Das sind Zustände, da können wir nicht länger zusehen." Deshalb rollten jetzt die Abrissbagger. Stattdessen wollen die Staatsforsten zusammen mit der Mountainbike-Szene ein offizielles Streckennetz erarbeiten.

Auch an anderen Orten laufen solche Projekte. Die Alpenregion Tegernsee Schliersee bringt dafür Politik, Tourismusorganisatoren, Land- und Forstwirtschaft und Freizeitsportler an einen runden Tisch. Ähnliches versucht der Deutsche Alpenverein (DAV) auch in einem Modellprojekt rund um Bad Tölz in Oberbayern und im Allgäu. 

"Um Einschränkungen rechtfertigen zu können, braucht es attraktive Alternativen", sagt Nicolas Gareis von der DAV-Mountainbikesparte.

Update 21. Juli, 14.45 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 49.880 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.230 Menschen.

Update 21. Juli, 14.26 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 21. Juli, 13.55 Uhr: Ab September kein Kita-Verbot mehr für Kinder mit Schnupfen

Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen nach den Sommerferien nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. 

Erzieher sollen rechtzeitig zum geplanten Start des Kita-Regelbetriebs am 1. September einen Leitfaden an die Hand bekommen, in welchem Fall die Kinder nach Hause geschickt werden sollten und wann sie bleiben dürfen. Das kündigte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München an. 

Mehr dazu >>>hier

Update 21. Juli, 13.40 Uhr: Bayern sucht Immobilie für eigenes Pandemie-Zentrallager

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will den Freistaat für die Zukunft rüsten. (Archiv)
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will den Freistaat für die Zukunft rüsten. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Der Freistaat Bayern sucht ab sofort eine Immobilie für das künftige "Pandemiezentrallager" zur Aufbewahrung von wichtigen medizinischen Gütern zur Infektionsbekämpfung. 

Dies hat am Dienstag das Kabinett in München beschlossen. Über den Standort des Lagers werde "zeitnah entschieden", er müsse "gut erreichbar" sein. Übergangsweise würden die bisherigen Lagerkapazitäten weiter genutzt.

In dem Zentrallager soll in Zukunft alles vorgehalten werden, was für sechs Monate benötigt werde. 

Einen umfangreichen Bericht findest du >>> hier.

Update 21. Juli, 13.35 Uhr: Mehr als 20.000 Coronatests pro Tag in Bayern

In Bayern werden derzeit täglich im Schnitt zwischen 20.000 und 23.500 Menschen auf das Coronavirus getestet. 

Trotz der erhöhten Zahl an Tests sei das Infektionsgeschehen im Freistaat erfreulicherweise stabil, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in München. Mehr Tests bedeuteten natürlich auch, dass die Zahl der entdeckten Fälle steige. Um die Ausbreitung der Pandemie bewerten zu können, sei daher die Positivrate bei den Tests entscheidend, diese läge derzeit zwischen 0,4 und 0,6 Prozent. 

Ende Mai habe die Positivrate noch bei sechs Prozent gelegen. Bis zur Ausweitung der Teststrategie seien in Bayern zwischen 8000 und 12 000 Tests durchgeführt worden.

Herrmann betonte zudem, dass es in den vergangenen Tagen keine neuen Todesfälle mehr in Bayern infolge des Virus gegeben habe, auch die Lage in den Seniorenheimen oder unter anderen gefährdeteren Personengruppen werde immer besser. 

Ungeachtet dessen bleibe das Virus weiter gefährlich und hoch ansteckend. 

Daher sei es weiter notwendig, dass die vorsichtige Strategie beibehalten werde. In Bayern gibt es zudem seit einigen Wochen die Möglichkeit, sich auch ohne Symptome kostenlos testen zu lassen.

Update 21. Juli, 10.10 Uhr: Seehofer glaubt an Stadion-Fans im Herbst

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht Fußball-Fans Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stadien zur neuen Saison. 

"Ich bin schon länger der Meinung, dass man in die Stadien wieder Zuschauer lassen kann – wenn es ein starkes Hygienekonzept gibt", sagte der in der Regierung für den Sport zuständige CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Dienstag). 

Die Bundesligisten, die die abgelaufene Saison wegen den Folgen der Corona-Pandemie noch in leeren Stadien beenden mussten, arbeiten aktuell an Plänen, um zur neuen Spielzeit zumindest wieder einen Teil ihrer Arenen mit Zuschauern füllen zu können.

Seehofer vertraut dabei auf die Liga und den Verband. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf die DFL und den DFB Verlass ist", sagte er. 

"Im Herbst könnte das wieder anlaufen. Natürlich nicht mit einer ausverkauften Arena, aber man kann sich Schritt für Schritt steigern. Das Virus schlägt dort zu, wo die Regeln nicht eingehalten werden."

Update 21, Juli, 10 Uhr: Zwangspause hat für LaBrassBanda auch gute Seiten

München - Für Stefan Dettl und seine Kollegen von der Band LaBrassBanda sind die coronabedingten Konzertabsagenzwar schade, aber nicht existenzbedrohend.

"Wir haben uns in den letzten zwölf Jahren so hergerichtet, dass wir das auch mal schaffen, ein Jahr lang nichts zu verdienen", sagte Sänger Dettl im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in München zur Veröffentlichung des neuen Albums "Danzn" am Freitag (24. Juli).

Mehr dazu >>>hier

Update 21. Juli, 9.30 Uhr: Söder lobt Ergebnis des EU-Krisengipfels

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz.  © Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

CSU-Chef Markus Söder hat das von einem EU-Sondergipfel beschlossene milliardenschwere Corona-Finanzpaket gelobt. 

"Zum Glück konnte sich Europa einigen. Das neue Finanzpaket ist die entschlossene Antwort auf Corona", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Dienstag auf Twitter.

Söder gestand zu, dass es bei solchen Summen verständlich sei, ausführlich zu diskutieren. "Am Ende zählt aber das Ergebnis." Er betonte: "Das ist ein starkes Signal: Europa bleibt auch in der Krise zusammen." Ausdrücklich dankte Söder Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für deren "großen Einsatz und Geduld".

Die EU-Staaten hatten sich am frühen Dienstagmorgen auf das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte geeinigt. Der Kompromiss wurde nach mehr als viertägigen Verhandlungen bei einem Sondergipfel in Brüssel von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen.

Zusammen umfasst das Paket 1,8 Billionen Euro - davon 1074 Milliarden für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die Folgen der schweren Corona-Krise.

Update 20. Juli, 16.13 Uhr: Corona kostet Munich Re 700 Millionen Euro

Die weltweite Corona-Pandemie hat dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re im zweiten Quartal Schäden von 700 Millionen Euro eingebracht. 

Der Großteil entfiel auf Großereignisse, wie das Unternehmen am Montag in einer ad-hoc-Meldung in München mitteilte. Der Quartalsgewinn fiel mit 600 Millionen Euro aber dennoch erheblich höher aus als von Analysten erwartet. Das lag laut Unternehmen daran, dass abgesehen von Corona weitere Großschäden weitgehend ausblieben und die zum Konzern gehörende Düsseldorfer Ergo-Versicherung gute Gewinne machte.

Der Großteil der Corona-Schäden entfiel demnach auf die Versicherung von Großereignissen. Der Hintergrund: Für große Veranstaltungen haben die Organisatoren in der Regel Ausfallversicherungen abgeschlossen.

Die Unsicherheiten rund um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie dürften bis Anfang 2021 nicht sinken, stellte das Management um Vorstandschef Joachim Wenning klar. Um die Unternehmenskasse zu schonen, ist das im Februar angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro nun endgültig auf Eis gelegt. 

Über ein mögliches neues Aktienrückkaufprogramm soll Anfang 2021 entschieden werden.

Update 20. Juli, 16.11 Uhr: Landtag spendet eine Million Euro

Wegen zahlreicher abgesagter Veranstaltungen in der Corona-Krise hat der bayerische Landtag eine Million Euro eingespart. 

Das Geld spendet er nun an soziale Einrichtungen im Land. Unter anderem waren im Juli der traditionelle Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim und der Tag der offenen Tür ausgefallen. Wie der Landtag am Montag mitteilte, geht die Spende an Einzelprojekte des Vereins Sternstunden im gesamten Freistaat. Das Präsidium habe den Verein ausgewählt, weil er garantiere, dass alle Spenden ohne Abzug in Projekte ausgewählter und kontrollierter Träger investiert werden.

Am Mittwoch wollen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Vizepräsident Karl Freller und Präsidiumsmitglied Gerhard Hopp die ersten Einrichtungen in Mittelfranken und in der Oberpfalz besuchen und die Einzelspenden übergeben. Unter anderem erhält die Rummelsberger Diakonie in Schwarzenbruck im Nürnberger Land 40 000 Euro, das heilpädagogische Zentrum der Lebenshilfe in Amberg-Sulzbach 45 000 Euro sowie der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen im oberpfälzischen Amberg 20 000 Euro.

Mit dem Geld sollen die Einrichtungen ihre durch die Corona-Krise entstandenen höheren ungedeckten Mehrkosten ausgleichen. Vor allem sollen sie aber Kinder und ihre Familien noch besser unterstützen, die von der Corona-Krise massiv oder gar existenziell betroffen sind.

Update 20. Juli, 15 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 20. Juli, 13.55 Uhr: Gast will keine Maske anziehen und wird aus Hotel getragen

Die angerückten Beamten trugen den renitenten Masken-Verweigerer kurzerhand aus dem Hotel. (Symbolbild)
Die angerückten Beamten trugen den renitenten Masken-Verweigerer kurzerhand aus dem Hotel. (Symbolbild)  © Armin Weigel dpa/lnw

Weil ein renitenter Hotelgast in Günzburg partout keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollte, hat ihn die Polizei aus dem Gebäude getragen. 

Zunächst hatte ihn das Personal auf die Maskenpflicht am Frühstücksbuffet wegen der geltenden Corona-Hygiene-Regeln angesprochen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Da der 68-Jährige aggressiv reagiert habe, sei ihm ein Hausverbot ausgesprochen worden. 

Doch der Mann habe nicht gehen wollen, weshalb die Beamten anrückten. Allerdings widersetzte sich der Gast auch gegen die Aufforderungen der Polizei, weshalb diese nicht lang fackelte und den Unruhestifter am Samstag aus dem Hotel trug. 

Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, weil er keinen festen Wohnsitz hat.

Update 20. Juli, 13.52 Uhr: Ulm feiert Schwörmontag wegen Corona-Krise deutlich kleiner

Das "Nabada" fiel aus, zur Schwörfeier durften nur geladene Gäste: Die Stadt Ulm hat den traditionellen Schwörmontag wegen der Corona-Krise in deutlich abgespeckter Version gefeiert. 

Die Bürger hätten wegen der Pandemie bereits auf vieles verzichten müssen, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) in seiner Schwörrede vor rund 250 Gästen. Viele Familien seien in den vergangenen Monaten an die Grenze des Machbaren gekommen. "Gleichzeitig war beeindruckend zu beobachten, wie solidarisch unsere Gesellschaft in der Krise gehandelt hat."

Um große Menschenansammlungen und Partys zu vermeiden, wurden per Allgemeinverfügung die Zugänge zu Donau und Iller gesperrt. Das beliebte "Nabada", bei dem normalerweise zig Motto-Boote, Flöße und Schlauchboote auf der Donau fahren, fiel wegen der Corona-Pandemie aus. «Die Leute halten sich an die Beschränkungen», sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Schwörfeier sei ohne Zwischenfälle verlaufen.

Zum Abschluss seiner Rede auf dem Ulmer Weinhof erneuerte Czisch den althergebrachten Schwur, sich für das Wohlergehen aller Bürger einzusetzen und "Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein". Seit mehr als sechs Jahrhunderten leisten Stadtoberhäupter am Schwörmontag diesen Eid auf die Ulmer Verfassung. 

Um möglichst viele Menschen an der Tradition teilhaben zu lassen, wurde die Feier im Internet live übertragen.

Update 20. Juli, 12.22 Uhr: Corona-Tote in Würzburger Pflegeheimen - keine weiteren Ermittlungen

Die Serie von Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in zwei Würzburger Seniorenheimen ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht auf Personalfehler zurückzuführen. 

"Konkrete Vorwürfe können weder einzelnen Personen noch der Heimleitung gemacht werden", teilte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach am Montag mit. "Teilweise traten durch die Vielzahl der Fälle und einen Mangel an Pflegepersonal Engpässe auf, die jedoch niemandem konkret angelastet werden können." Es gebe keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten. "Erhebliche Hygienemängel, die den Ausbruch der Erkrankungen begünstigten, wurden nicht festgestellt." Daher seien über die Vorermittlungen hinaus keine weiteren Ermittlungen nötig.

Als möglicher Anfangsverdacht war fahrlässige Tötung oder fahrlässige Körperverletzung in Betracht gekommen. In der Senioreneinrichtung in Trägerschaft der Bürgerspitalstiftung waren bislang 26 mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Bewohner gestorben. 

In einem anderen Heim in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) starben 19 Bewohner nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus, wie eine Sprecherin des Landratsamtes sagte.

Update 18. Juli, 9 Uhr: Corona-Aufklärung auf Russisch, Farsi und Amharisch

Damit auch Menschen ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse die Corona-Gefahren kennen, werden sie in Bayern in ihrer Muttersprache informiert. 

"Um die Corona-Pandemie wirksam zu bekämpfen, muss jeder die Schutzmaßnahmen gegen das Virus kennen", erläuterte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut am Sonntag in München verbreiteter Mitteilung. 

"Leider kursieren im Internet immer wieder Falschmeldungen zum Coronavirus", sagte sie. "Menschen, die sich mangels deutscher Sprachkenntnisse nicht aus anderen verlässlichen Quellen informieren können, sind besonders auf geprüfte Informationen in ihrer Herkunftssprache angewiesen."

Das Gesundheitsprojekt "MiMi - Mit Migranten für Migranten" zum Beispiel bilde gut integrierte Migrantinnen und Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren aus, die in ihrer Muttersprache in Deutschland lebenden Landsleute zu Gesundheitsthemen informieren - so auch über das Sars-CoV2-Virus. 

Über den Projektpartner Ethno-Medizinisches Zentrum seien Informationen über das Coronavirus in mittlerweile 33 verschiedenen Sprachen auf Faltblättern und online verfügbar. 

Darunter sind Englisch, Arabisch und Russisch, aber auch das in Regionen von Äthiopien gesprochene Amharisch und die persische Sprache Farsi, die Menschen unter anderem im Iran, in Afghanistan und Tadschikistan sprechen.

Update 18. Juli, 8 Uhr: Corona-Touristen im Bayerischen Wald

Die Corona-Krise beschert dem Nationalpark Bayerischer Wald einen enormen Andrang an Besuchern. 

Darunter seien viele, die sonst ihren Urlaub wohl eher anderswo verbracht hätten, sagte Direktor Franz Leibl. "Da sind Leute da, die verwechseln uns mit einem Freizeitpark, die wollen etwas erleben." Aber genau das sei der Nationalpark nicht. Zurzeit kämen Fragen wie "Wo sind die Fahrgeschäfte?", erzählte auch Rangerin Christine Schopf.

Leibl zufolge haben in Umfragen die Besucher bislang zu 95 Prozent geschrieben, sie kämen, um Ruhe und Erholung zu finden und die Natur zu erfahren. 

"In normalen Jahren wissen die meisten Leute schon, warum sie hier sind. Im Moment ist das Klientel ein bisschen anders."

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Update 18. Juli, 15.50 Uhr: Im einstigen Corona-Hotspot seit zehn Tagen keine Neuinfektionen mehr

Im Landkreis Sonneberg - in der Corona-Pandemie wochenlang einer der Schwerpunkte in Thüringen - hat es seit mehr als einer Woche keine einzige Neuinfektion gegeben. 

Wie das Landratsamt am Samstag mitteilte, liegt auch die auf sieben Tage und 100 000 Einwohner bezogene Neuinfektionsrate inzwischen bei null. Im einstigen Corona-Krisenherd an der Landesgrenze zu Bayern wurden laut Landratsamt die jüngsten Neuinfektionen am 8. Juli gemeldet, derzeit gelten noch vier Menschen als infiziert. 

Der Landkreis verzeichnet in der Pandemie bislang insgesamt 307 Corona-Fälle, wobei 23 Menschen im Zusammenhang mit der Infektion gestorben sind.

Update 18. Juli, 14.30 Uhr: 49.693 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind bisher 49.693 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.050 Menschen.

Update 18. Juli, 13.25 Uhr: Untersuchungen zu Poldern an der Donau verzögern sich coronabedingt

Die Untersuchungen zu möglichen Flutpoldern an der Donau verzögern sich wegen der Coronavirus-Epidemie.

 "Wir wollten diese Ergebnisse eigentlich in diesem Jahr haben. Durch die Pandemie können die Wissenschaftler aber nicht so arbeiten, wie sie gerne wollen", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dem "Straubinger Tagblatt" (Samstag). 

"Wir eruieren gerade, wie schnell die Technische Universität München das leisten kann. Wir müssen aber auf die Pandemie Rücksicht nehmen. Der Gesundheitsschutz steht ganz vorne." 

Flutpolder sind große Rückhaltebecken, die im Fall eines drohenden Hochwassers geflutet werden sollen und so erhebliche Wassermassen aus den Flüssen nehmen.

Update 18. Juli, 9 Uhr: Millionenverluste für Jugendherbergen wegen abgesagter Klassenfahrten

Die Absage mehrtägiger Klassenfahrten in Bayern bis einschließlich Januar 2021 bringt die Jugendherbergen in finanzielle Bedrängnis.

Nach Berechnungen des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) in Bayern verlieren die Häuser dadurch rund sechs Millionen Euro Umsatz.

"Dieser Rückgang ist durch Einsparungen nicht zu kompensieren, ohne einen externen Geldzufluss sind wir ab Ende des Jahres wieder von einer Insolvenz bedroht", sagte DJH-Sprecher Marko Junghänel der Deutschen Presse-Agentur in München.

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Update 18. Juli, 8 Uhr: Corona wirbelt Alltag im Kindergarten St. Korona durcheinander

Ausgerechnet der Heiligen Corona ist der Kindergarten im Passauer Stadtteil Patriching gewidmet. 

Seit der Ausbreitung des Corona-Virus ist der Name des Kindergartens plötzlich Gesprächsthema, wie Leiterin Andrea Optiz sagte. Früher habe sie sich wenig Gedanken über den Namen gemacht. Das hat sich geändert: "Ich werde sehr oft darauf angesprochen."

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Update 17. Juli, 16.59 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 49.616 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Website mit (Stand: Dienstag 9 Uhr).

Gestorben sind bislang im Freistaat 2613 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45.960 Menschen.

Update 17. Juli, 16.58 Uhr: Zahlen für München

Update 17. Juli, 11.30 Uhr: Außenhandel litt im Mai massiv, nun minimale Verbesserung

Der bayerische Außenhandel hat auch im Mai massiv unter der Corona-Pandemie gelitten. 

Die Exporte lagen 37 Prozent unter dem Vorjahresmonat, die Importe 29 Prozent, wie das Landesamt für Statistik in Fürth am Freitag mitteilte. 

Damit fiel der Einbruch allerdings etwas geringer aus, als noch im April, als die Rückgänge 41 und 32 Prozent betrugen.

Mit beinahe allen wichtigen Handelspartnern ging der Handel deutlich zurück. Einzige Ausnahme sind die Importe aus China, die um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zulegten. 

Nach Branchen betrachtet waren insbesondere Autos und Autoteile Treiber des Rückgangs. Bei Pkw und Wohnmobilen sackten Ex- und Import um rund drei Viertel ab.

Update 17. Juli, 11 Uhr: Studenten-Anträge werden meist nicht bearbeitet

Mehr als die Hälfte aller Anträge auf Corona-Hilfen für Studenten im Freistaat wird gar nicht bearbeitet. 

Wie die bayerischen Studentenwerke am Freitag mitteilten, wurden von rund 30.000 eingegangenen Anträgen knapp 17.000 automatisch aussortiert, weil sie unvollständig waren. 

"Wenn zum Beispiel eine Immatrikulationsbescheinigung fehlt, landet der Antrag gar nicht bei uns zur Bearbeitung", sagte ein Sprecher.

Von den 13.000 vollständigen Anträgen seien bisher 60 Prozent angenommen worden, etwa 25 Prozent wurden abgelehnt. In den restlichen Fällen wurden die Studenten gebeten, Unterlagen nachzureichen. Man empfehle daher "dringend", bei der Antragstellung alle Dokumente "komplett und leserlich" einzureichen, sagte ein Sprecher. Die Auszahlung der Corona-Hilfen werde nach Bewilligung unmittelbar veranlasst.

Studentenvertreter aus mehreren Bundesländern hatten zuletzt die schleppende Umsetzung der Corona-Hilfen beklagt. 

Das für die Auszahlung entwickelte Online-Tool und die Vorgaben des Bundesbildungsministeriums stellten nahezu unüberwindbare Hürden dar, hieß es in einem gemeinsamen Stellungnahme der Vertretungen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Update 17. Juli, 10.45 Uhr: Polizei nutzt Gästelisten von Restaurants für Ermittlungen

Ein mittlerweile gewohntes Bild in Zeiten von Corona: Wer eine Gaststätte betritt, muss auf einem Zettel oder einer Liste seine Kontaktdaten hinterlassen. 

Eigentlich sind diese lediglich zur Verfolgung von Infektionsketten im Zuge der Corona-Pandemie gedacht - in mindestens zehn Fällen hat jedoch auch die Polizei im Freistaat für Ermittlungen auf Gästedaten zurückgegriffen. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den zehn bayerischen Polizeipräsidien sowie dem Landeskriminalamt.

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Update 17. Juli, 6 Uhr: Mehr antisemitische Vorfälle wegen Verschwörungsmythen und Corona

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Bayern ist nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) im Vorjahresvergleich um etwa 40 Prozent gestiegen. 

Grund sei unter anderem die Corona-Pandemie. Nach Rias-Angaben vom Donnerstag wurden im ersten Halbjahr 2020 116 Vorfälle gemeldet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 83. 

Unter den registrierten Fällen seien verbale Auseinandersetzungen, zehn Sachbeschädigungen und fünf Bedrohungen, hieß es. 

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Update 16. Juli, 17.06 Uhr: Kita trotz Schnupfen? Ab Herbst neue Kriterien für Kinderbetreuung

Kinder mit Schnupfennase oder anderen Symptomen einer harmlosen Erkältung sollen künftig trotz Corona-Schutzmaßnahmen wieder in Kindergärten und Krippen gehen dürfen. 

«Wir alle wissen, wie häufig Kinder gerade im Winter an üblichen Erkältungskrankheiten leiden. Daher werden Experten nun Kriterien erarbeiten, in welchen Fällen Kinder trotzdem die Kita besuchen können - und wann nicht», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München. Die Kriterien würden sowohl den Eltern als auch Kinderärzten und dem Kita-Personal helfen.

Wegen der Corona-Krise werden derzeit Kinder schon bei den kleinsten Erkältungssymptomen wie einer laufenden Nase von der Betreuung oder vom Schulunterricht ausgeschlossen - außer sie können einen negativen Corona-Test vorweisen. In Kitas sei besondere Vorsicht nötig, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Dies diene dem Schutz der Beschäftigten und der Kinder. Im Falle einer Corona-Infektion müsste ansonsten die ganze Einrichtung geschlossen werden und Kinder, deren Familien und die Beschäftigten in Quarantäne gehen.

Nach den Sommerferien sei es das Ziel, wieder in den Regelbetrieb überzugehen, sagte Trautner. Daher müssten praktikable Regelungen für die Erkältungszeit gefundnen werden «Wir wollen, dass Eltern und das Kita-Personal, aber auch Kinderärztinnen und Kinderärzte eine möglichst hohe Planungssicherheit haben.»

Nach Angaben von Huml werde noch im Juli eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gemeinsam mit Ärztevertretern einen Leitfaden erarbeiten, wie mit leichten Symptomen verfahren werden solle.

Update 16. Juli, 15.58 Uhr: Zahlen für München

Update 16. Juli, 15.28 Uhr: Lehrer fordern wegen Corona nach Ferien maximal 30 Schüler pro Klasse

Nach den Sommerferien sollten wegen der Corona-Krise aus Sicht von Bayerns Lehrern maximal 30 Schüler in eine Klasse gehen. 

Größere Klassenstärken sollten an allen Schulen vermieden werden, «um Teilungen für einen gegebenenfalls notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können», teilte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Donnerstag in München mit. Im Falle lokaler infektionsbedingter Einschränkungen müsse es Notfallpläne geben, «die festlegen, was wie in den Distanzunterricht ausgelagert wird».

Auf diesem Weise könnten auch Lehrkräfte aus der Risikogruppe ohne Gefahr eingesetzt werden, hieß es weiter. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgemeinschaft auch die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor.

Für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen müsse auch eine vorrangige Corona-Testung sichergestellt werden, damit im Fall einer normalen Erkältung die Teilnahme von Schülern wie Lehrern am Schulbetrieb zeitnah ermöglicht oder eine Quarantäne vermieden beziehungsweise verkürzt werden könne.

Klar sei aber auch, auf Dauer sei der Präsenzunterricht nicht durch andere Angebote zu ersetzen. Wegen der Schulschließungen sei es in Bayern oft zu Schwierigkeiten in der Vermittlung der Lerninhalte gekommen. F

ür das nächste Schuljahr müsse im Falle eines reduzierten Präsenzunterrichts dafür gesorgt werden, dass alle Schüler gleichermaßen an den Bildungsangeboten teilnehmen könnten.

Update 16. Juli, 14.34 Uhr: Hausärzte fordern wegen Corona mehr Honorar

Die Hausärzte in Bayern fordern mit Blick auf eine zweite mögliche Corona-Welle einen deutlichen Honorar-Zuschlag. 

«Aktuell besteht die absurde Situation, dass die Testung und Behandlung wirklich erkrankter Patientinnen und Patienten in keiner Weise zusätzlich vergütet wird», teilte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier, am Donnerstag mit.

Er rechnet damit, dass ab September in einer durchschnittlichen Hausarztpraxis bis zu 100 Corona-Abstriche pro Woche durchgeführt werden müssen. Auch der Bedarf an Sprechstunden für Patienten mit Infekten werde steigen. 

In einem Maßnahmenkatalog fordert der Verband außerdem, dass der Nachschub von Schutzausrüstung in den Praxen klar geregelt werden und Krankschreibungen per Telefon bei einem Anstieg der Corona-Fälle wieder möglich sein müssten.

Update 16. Juli, 14.28 Uhr: Frauenbund fordert angepasstes Hygienekonzept für Mittagsbetreuung

Um ein unbeschwertes Spielen der Kinder auch in Corona-Zeiten zu ermöglichen, müssen die Hygienevorschriften für die Mittagsbetreuung in Bayern nach Ansicht des Katholischen Frauenbunds angepasst werden. 

«Wir fordern für das kommende Schuljahr kindergerechte Hygienevorschriften in allen Mittagsbetreuungen», teilte die Vorsitzende des Landesverbands Bayern, Emilia Müller, am Donnerstag in München mit. «Mittagsbetreuung ist keine Schule, selbst wenn sie meistens auf dem Schulgelände angesiedelt ist. Benötigt wird eine klare Abgrenzung zum Unterricht und ein Konzept mit Phasen der Erholung und des Austausches.»

Wegen der vielen Verbote und Ermahnungen, Abstand zu halten, sorge man sich um das Wohl der Kinder. «Inzwischen empfinden die Kinder ihre Freunde oft nicht mehr als Spielkameraden, sondern als Bedrohung», berichtete die zuständige Projektleiterin Gertrud Ströbele. 

Der Landesverband Bayern des Katholischen Deutschen Frauenbunds bietet seit 20 Jahren Schulungen für die Mittagsbetreuungen an und sieht sich als Interessenvertretung für Kinder, Eltern und das Personal.

Update 16. Juli, 9.47 Uhr: Patricia Riekel: Lockdown hat Frauenbewegung am meisten geschadet

Die Folgen der Corona-Krise haben aus Sicht von Ex-"Bunte"-Chefin Patricia Riekel (71) vor allem Frauen zu spüren bekommen. 

"Der Lockdown hat der Frauenbewegung am meisten geschadet", sagte die heutige Münchner FDP-Lokalpolitikerin der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). 

Das Problem sei gewesen, dass am Ende die Frauen wieder die meiste Hausarbeit machen mussten. 

"Weil wir noch immer nicht aus dieser altmodischen Haltung rausgekommen sind. Haushalt und Kinder müssen genau geteilt werden", forderte Riekel.

Update 16. Juli, 8.41 Uhr: Ein Viertel weniger Unfälle auf Bayerns Straßen im Mai

Das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund der Corona-Beschränkungen hat sich weiter auf die Unfallstatistik ausgewirkt.

Im Mai hat es auf Bayerns Straßen ein Viertel weniger Unfälle gegeben als im gleichen Monat des Vorjahres. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte, gab es im Mai 27 306 Unfälle, das ist ein Minus von 26,6 Prozent. Die Anzahl der Verletzten sank um 21,4 Prozent deutlich auf 4477. 

Durch Unfälle starben im Mai auf Bayerns Straßen 36 Menschen, das sind 36,8 Prozent weniger als im Mai 2019.  

Update 16. Juli, 8.30 Uhr: Corona: Turbobeschleuniger für Strukturwandel im Sportgeschäft

Die Pandemie sorgte auch im Sporthandel für eine Verlagerung zu den Online-Shops. (Symbolbild)
Die Pandemie sorgte auch im Sporthandel für eine Verlagerung zu den Online-Shops. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Epidemie hat die langjährige Krise des traditionellen Sportgeschäfts schlagartig verschärft.

Der Online-Anteil im Sporthandel hat sich innerhalb weniger Monate fast verdoppelt. 

Die Epidemie wirke wie ein Turbobeschleuniger, sagte Stefan Herzog, Generalsekretär des Verbands Deutscher Sportfachhandel, der Deutschen Presse-Agentur. "Vorher hatten wir einen Online-Anteil von etwa 25 bis 30 Prozent. Dieser hat sich auf etwa 50 Prozent erhöht."

Ein Teil dieses Corona-Effekts wird nach Herzogs Einschätzung von Dauer sein: "Wir denken, dass es eine substanziell nachhaltige Verschiebung im zweistelligen Prozentbereich geben wird", sagte der Manager, der seit Juni auch Präsident des europäischen Sporthandelsverbands Fedas ist.

Den umfangreichen Beitrag zu diesem Thema findest du >>> hier.

Update 15. Juli, 16.10 Uhr: 80 Kinos in Bayern erhalten Programmprämien

Mehr als 80 Kinos sind vom FilmFernsehFonds Bayern (FFF) für ihr Programm ausgezeichnet worden. 

Fördergelder in Höhe von 860.000 Euro wurden am Mittwoch in München an die Filmtheater verteilt. Spitzenprämien gingen an das Lichtspiel in Bamberg (25.000 Euro), das Casino Aschaffenburg (20.000 Euro) und das Stadtkino Trostberg (15.000 Euro). Die übrigen Betreiber bekamen je 10.000 Euro.

Das Geld soll einen Teil der finanziellen Einbußen abfedern, die die Kinos wegen der Corona-Beschränkungen erlitten haben. "Die Startphase nach der Corona-Schließung ist für die Kinos keine einfache Zeit. Umso wichtiger ist, dass sie gut aus dieser Krise herauskommen", sagte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU).

2019 waren 60 Kinos mit insgesamt 415.000 Euro gefördert worden. Dieses Jahr wurde die Summe wegen der Coronakrise mehr als verdoppelt. Die Filmtheater mussten nicht nur wochenlange Schließungen verkraften. 

Obwohl sie inzwischen wieder öffnen dürfen, ist der Spielbetrieb oft noch nicht rentabel, da die Zahl der Zuschauer wegen der Hygiene- und Abstandsregeln begrenzt ist.

Update 15. Juli, 14.45 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 49.424 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Website mit (Stand: Dienstag 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2610 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45.870 Menschen.

Update 15. Juli, 11.42 Uhr: Skiurlaub und Feste befeuerten Corona-Ausbreitung in Tirschenreuth

Skiurlaub und große Feste: Eine Untersuchung des Robert Koch-Institutes (RKI) zur Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Landkreis Tirschenreuth hat einen Zusammenhang von Infektionen und bestimmtem Freizeitverhalten der Betroffenen festgestellt. 

33 von 98 Befragten waren entweder kurz zuvor im Skiurlaub in Österreich oder Italien gewesen, hatten an einem Starkbierfest in der Stadt Mitterteich oder an einem zweiten Bierfest ("Zoigl") teilgenommen.

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Update 15. Juli, 9.20 Uhr: Virologin befürwortet lokale Ausreisesperre bei Corona-Ausbrüchen

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hat die angedachten Ausreisesperren zur Eindämmung lokaler Corona-Ausbrüche als "sehr vernünftige Maßnahme" bezeichnet. 

Vorbild sei Japan, dort habe man die Pandemie auf diese Weise sehr gut in den Griff bekommen, erklärte die Expertin der Technischen Universität München dem Radiosender Bayern 2 ("radioWelt am Morgen"/Mittwoch). "Damit ist man einfach schneller, als wie wenn man zuerst testet, auf das Ergebnis wartet", sagte Protzer. 

"In der Zwischenzeit haben sich vielleicht neue angesteckt und dann laufe ich immer hinterher."

Update 15. Juli, 6.11 Uhr: Immer mehr Kurzarbeit in der bayerischen Metallindustrie

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gibt es immer mehr Kurzarbeit. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Branche betroffen, wie eine Umfrage des Arbeitgeberverbands Bayme vbm unter seinen Mitgliedern ergab. Im Schnitt werde die Arbeitszeit dabei um 42,5 Prozent reduziert.

Im Juni und Juli nutzten in der Branche laut Umfrage 69 Prozent der Betriebe Kurzarbeit. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Mai. Weitere sieben Prozent der Unternehmen planen, Kurzarbeit einzuführen.

"Die Zahlen verdeutlichen die äußerst hohe Relevanz dieses Instruments zur Sicherung von Beschäftigung und Liquidität", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bayme vbm, Bertram Brossardt. 

"Deshalb begrüßen wir den Vorstoß der CSU-Landesgruppe, die Regelungen zur Kurzarbeit auch über 2020 hinaus zu verlängern."

Update 14. Juli, 18.15 Uhr: Verwaltungsgerichtshof bestätigt Verbot von Kneipen-Öffnungen

Bars und Kneipen in Bayern müssen auch nach zwei Gerichtsentscheidungen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. 

Der Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Dienstag in zwei Fällen ab, das Verbot der Öffnung von Schankwirtschaften einstweilen außer Vollzug zu setzen. 

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Update 14. Juli, 15.29 Uhr: Bayern erlaubt mehr Zuschauer in Kinos und bei Kulturveranstaltungen

In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen und Kinos weiter gelockert und wieder mehr Personen zugelassen. 

Von diesem Mittwoch (15. Juli) an sind, wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen zugelassen. 

Und ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind dann wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. 

Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

Update 14. Juli, 15.21 Uhr: Bayern will Abstimmung wegen Corona-Gefahr von Urlaubern

Wegen der möglichen Corona-Infektionsgefahr durch Urlaubsrückkehrer will sich Bayern mit den anderen Bundesländern und dem Bund absprechen. 

"Wir müssen aufpassen, dass insgesamt von Reiserückkehrern keine neuen Infektionen nach Deutschland gebracht werden. Hier müssen wir uns natürlich eng mit dem Bund und den anderen Bundesländern abstimmen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag. Sie werde das Thema in die wöchentliche Telefonschaltkonferenz der Landesgesundheitsminister mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag einbringen.

Angesichts möglicher Corona-Hotspots in Urlaubsregionen hatten der Bayerische Hausärzteverband und die FDP Regeln für den Umgang mit kranken Rückkehrern gefordert. Ausufernde Partys am Ballermann am vergangenen Wochenende hatten das Thema aufkommen lassen.

"Für Rückkehrer von einer Reise in ein Risikogebiet gibt es bereits klare Regeln wie eine zweiwöchige Quarantäne", betonte Huml. Ebenso könne das Gesundheitsamt Tests bei Rückkehrern aus Risikogebieten veranlassen. "Zudem verweise ich auf das Testangebot, mit dem der Freistaat Bayern die Kosten für Testungen zum Beispiel beim jeweiligen Hausarzt übernimmt." 

Sie appelliere an die Ärzte, von Reiserückkehrern gewünschte Tests im Rahmen des bayerischen Testangebots durchzuführen. Auch würden Urlauber weiter intensiv über Infektionsrisiken und richtiges Verhalten bei Symptomen informiert.

Update 14. Juli, 15 Uhr: Söder stützt Merkels EU-Pläne und will mehr Partnerschaft in Europa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach der Corona-Krise einen neuen partnerschaftlichen Zusammenhalt in Europa angemahnt. 

Söder stellte sich nach einer Sitzung seines Kabinetts mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag auf Schloss Herrenchiemsee hinter deren Pläne für einen milliardenschweren EU-Wiederaufbaufonds. 

Man sollte die Länder in der EU nicht mehr einteilen in Schuldner und Gläubiger, sondern alle mehr als Partner verstehen, sagte Söder. 

Merkel dankte anschließend ausdrücklich für die Unterstützung der bayerischen Staatsregierung.

Update 14. Juli, 14.12 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen für Bayern

In Bayern sind bisher 49.331 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2610 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Als genesen galten rund 45.780 Menschen.

Update 14. Juli, 10.30 Uhr: Jagdverband: Corona-Daheimbleiber sind Stress für Wildtiere

Der Bayerische Jagdverband befürchtet, dass die derzeit vielen Bayern-Urlauber bei den Wildtieren Stress auslösen. 

"Viele unserer Tiere sind Fluchttiere, sie sind nicht an den Menschen gewohnt. Die Tiere weichen aus, bevor wir bemerken, dass ein Reh, ein Fuchs oder ein Wildschwein im Dickicht steht. Wenn jetzt aber so viele Menschen in die Wälder, an die Seen und Berge strömen, wird es immer schwieriger für die Tiere auszuweichen", sagte der Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbands, Thomas Schreder, in einem Interview mit dem "Münchner Merkur".

Schreders Tipps: Sorgsam radeln und wandern, auf den Wegen bleiben, nicht zu jeder Tageszeit unterwegs sein und Hunde bei sich behalten. Von Zugangsbeschränkungen der Wälder hält Schreder erstmal nichts. 

"Wir haben ein freies Betretungsrecht im Wald", betonte er. Man könne jedoch durch die Kapazitäten der Zuwege und Parkplätze regulierend eingreifen. "Wünschen würde ich mir schon, dass nicht jeder letzte Winkel überlaufen wird. Aber die Organisation und die Kontrolle einer Begrenzung wird eine große Herausforderung sein."

Update 14. Juli, 8.45 Uhr: Hausärzteverband fordert Regeln für Urlaubsrückkehrer

Angesichts möglicher Corona-Hotspots in Urlaubsregionen fordert der Bayerische Hausärzteverband Regeln für den Umgang mit kranken Rückkehrern. 

"Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine Strategie, was passiert mit Urlaubsheimkehrern", sagte der Landesvorsitzende Markus Beier dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt am Morgen"/Dienstag). 

Die ausufernden Partys am Ballermann am vergangenen Wochenende seien ja gerade in aller Munde. "Sowas kann und wird natürlich Auswirkungen haben", sagte Beier. 

"Da braucht man Strategien, wer als erstes getestet wird, wie man mit solchen Urlaubsheimkehrern umgeht. Da ist noch viel Vorbereitungsarbeit nötig in den Strukturen, was nach dem Urlaub im Herbst passiert.»"

Update 14. Juli, 6.06 Uhr: Corona-Ausbruch in Asylbewerberheim in Bad Tölz

In einer Unterkunft für Asylbewerber im oberbayerischen Bad Tölz sind 26 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. 

Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mit. Sie seien in eine Quarantäne-Unterkunft und Unterkünfte außerhalb des Landkreises verlegt worden. Zwei der Infizierten arbeiteten bei Betrieben im Landkreis. Dort wurden bereits Mitarbeiter auf das Virus getestet. Auch eine Berufsschule ist betroffen. Eine Lehrkraft steht bereits unter Quarantäne.

In einer Asylunterkunft in der Stadt Geretsried hatte es zuvor bereits mehrere Corona-Fälle gegeben, darunter waren auch vier Schulkinder. Bei einem zweiten Test der Bewohner fiel ein Ergebnis nach Angaben des Landratsamtes positiv aus. 

Die Unterkunft steht weitere zwei Wochen unter Quarantäne. Für zwei Grundschulklassen endet diese Ende der Woche.

Update 13. Juli, 15.12 Uhr: Mehr als 49.250 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind bisher 49.265 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag auf seiner Website mit (Stand 9 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Als genesen galten rund 45.700 Menschen.

Update 12. Juli, 8.36 Uhr: Umfrage: Merkel, Söder und Scholz schneiden in Corona-Krise gut ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) haben für ihre Corona-Politik den größten Rückhalt in der Bevölkerung. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Kantar für die "Bild am Sonntag" hervor.

Demnach erhält die Kanzlerin für ihren Kurs in der Corona-Krise eine Durchschnitts-Schulnote von 2,4. Zwei Drittel der Befragten, insgesamt 67 Prozent, sind der Meinung, dass sie ihre Arbeit "gut" oder "sehr gut" macht. Söder kommt auf eine Durchschnittsnote von 2,6, (57 Prozent bewerten seine Arbeit mit "sehr gut" oder "gut"), Scholz erreicht eine 2,8 (42 Prozent).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird mit einer 2,9 bewertet, 43 Prozent halten seine Arbeit für "gut" oder "sehr gut". NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) liegt weit dahinter: Er erhält für seine Arbeit eine 3,5 (18 Prozent). 

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt auf eine Durchschnittsnote 3,7, nur 11 Prozent bewerten ihre Arbeit in der Corona-Krise als "gut" oder "sehr gut".

Update 12. Juli, 8.30 Uhr: Leinen los in Corona-Zeiten - Flusskreuzfahrtschiffe fahren wieder

Während Ozean-Kreuzfahrtschiffe coronabedingt weltweit noch in Häfen feststecken, wagen ihre kleineren Geschwister auf Deutschlands Flüssen einen Neustart. 

Seit Juni seien sie mit weniger Gästen, Mindestabständen und Maskenpflicht in bestimmten Schiffsbereichen etwa wieder auf Rhein, Main, Mosel und Donau unterwegs, teilten die Anbieter Phoenix Reisen in Bonn und Nicko Cruises in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mit. Manche der überwiegend älteren Stammgäste hätten allerdings zu viel Angst davor. Dafür kämen neue Gästegruppen an Bord - womöglich teils aus Furcht vor Flügen in andere Länder oder mangels Ozean-Kreuzfahrt-Angeboten. Der Trend geht im Corona-Jahr 2020 zum Deutschland-Urlaub.

"Die Mehrzahl der Gäste freut sich, dass wir überlegt haben, wie sie hier zu einer sicheren Reise kommen", sagte Nicko-Cruises-Sprecherin Sandra Huck. An Bord gebe es ein ausgeklügeltes Hygienekonzept. Dazu gehöre auch tägliches Fiebermessen mit einem kontaktlosen Gerät. 

Phoenix-Reisen-Chef Benjamin Krumpen erklärte angesichts der um rund 30 Prozent gesenkten Auslastung der Schiffe seines Unternehmens: "Wir wollen unbedingt vermeiden, dass die Gäste wegen der Mindestabstände in zwei Schichten essen müssen. Sie haben jetzt alle feste Sitzplätze im Restaurant an Bord und können dahin kommen, wann sie wollen."

Update 11. Juli, 14.19 Uhr: Landesamt: 49.175 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2609 Tote

Im Labor werden zum Nachweis einer Infektion Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. (Symbolbild)
Im Labor werden zum Nachweis einer Infektion Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In Bayern sind bisher 49.175 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45.620 Menschen.

Update 11. Juli, 14.17 Uhr: Hofreiter: Zu wenig Corona-Hilfen für finanziell Schwache

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat Lücken bei der Unterstützung finanziell schwacher Bevölkerungsgruppen in der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung beklagt. 

«Wir geben über 200 Milliarden Euro zusätzlich aus, und für Hartz-IV-Empfänger, für Grundsicherungsempfänger war noch nicht einmal ein temporärer Aufschlag drin. Das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich beschämend von Seiten der Bundesregierung», sagte Hofreiter am Samstag beim ersten digitalen kleinen Parteitag der Bayern-Grünen. Ebenso seien generell Kulturschaffende, Soloselbstständige und Familien mit Kindern bislang zu wenig unterstützt worden.

Insgesamt sei Deutschland zwar bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Hofreiter. Dennoch habe die Krise bereits vorher bestehende Probleme deutlich aufgezeigt. 

Als Beispiel nannte er die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die durch den Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt seien.

Update 11. Juli, 13.51 Uhr: Bayerns Grüne fordern politischen "Pfadwechsel" nach der Corona-Krise

Die bayerischen Grünen fordern nach der Corona-Krise einen Richtungswechsel in der Sozial-, Klima- und Wirtschaftspolitik. Krisenschocks könnten helfen, Reformwiderstände zu überwinden und notwendige «Pfadwechsel» einzuleiten, sagte Landeschef Eike Hallitzky am Samstag bei einem Internet-Parteitag.

«Mit der Corona-Pandemie endet eine Epoche viel zu sorglosen Umgangs mit unseren Lebensgrundlagen und mit den sozialen Widersprüchen in unserem Land», sagte Hallitzky. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern müsse man nun neu verhandeln, was den Wohlstand von morgen und übermorgen ausmache. Man wolle dafür kämpfen, «dass jetzt die notwendigen politischen Schritte in eine soziale und ökologische Zukunft unseres Landes schnell und kraftvoll eingeleitet werden».

Hallitzky forderte einen starken, gerechten Sozialstaat, mit mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Frauen in allen Entscheidungsebenen. Die Wirtschaft und das Wirtschaftssystem müssten nachhaltig und ökologisch umgebaut werden. Und es brauche mehr demokratische Teilhabe - man müsse alle Bürger mitnehmen.

Update 11. Juli, 8.08 Uhr: Mehr Überstunden für Kontrollbehörden in Großstädten wegen Corona

Mitarbeiter des Ordnungsamts kontrollieren in einem Park. (Symbolbild)
Mitarbeiter des Ordnungsamts kontrollieren in einem Park. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Wegen der Corona-Krise haben die Kontrollbehörden in Bayerns Großstädten deutlich mehr Überstunden geleistet als üblich.

 Die Mehrarbeit entstand aber nicht nur bei der Kontrolle von Ausgangsbeschränkungen und Hygieneverordnungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch Bürgeranfragen, das Bearbeiten von Ausnahmegenehmigungen und die Arbeit in Krisenstäben beschäftigten die Mitarbeiter zusätzlich.

Besonders stark stieg die Zahl der Überstunden in Regensburg: Nach Angaben der Stadtverwaltung arbeiteten die Mitarbeiter dort von März bis Mai 1537 Stunden länger als vertraglich vorgesehen - im Vorjahreszeitraum waren es 213 Stunden.

Die höchste absolute Zahl meldete das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt: Die Leitung geht dort von mehr als 16.000 Überstunden zwischen Mitte März und Ende April aus. In Nürnberg hatten die Mitarbeiter des Gesundheitsamts ebenfalls alle Hände voll zu tun: Von März bis Mai waren dort 15 statt üblicherweise fünf Vollzeitstellen zur Beantwortung von Bürgerfragen nötig, im Ordnungsamt stieg die Zahl der Überstunden den Angaben nach um 15 Prozent.

Der städtische Ordnungsdienst in Augsburg sammelte von März bis Mai 2300 Überstunden, besonders oft ahndeten die Mitarbeiter dort das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund. Auch Landshut, Würzburg und Bayreuth meldeten eine deutliche Zunahme oder eine Verdoppelung der Überstunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Obwohl die Staatsregierung die Corona-Auflagen gelockert hat, machen die Regelungen in einigen Bereichen weiterhin zusätzlich Arbeit. Mit jedem Schritt seien neue Fragestellungen abzuarbeiten, sagt ein Sprecher der Stadt Nürnberg. Daher sei es in keiner Dienststelle möglich gewesen, Überstunden abzubauen. Als Beispiel nennt das Münchner Kreisverwaltungsreferat die Freischankflächen für Gastwirte: Nach der Wiedereröffnung durften viele Restaurants ihre Außenbestuhlung erweitern, durch die zahlreichen Anträge hatten die städtischen Behörden wieder mehr zu tun.

Damit die Mitarbeiter trotzdem nicht auf ihren Überstunden sitzen bleiben, setzen die Städte auf unterschiedliche Modelle. München zahlt einen Großteil der Arbeit aus, um den Dienstbetrieb aufrecht zu erhalten. In Augsburg können Mitarbeiter die Überstunden auf einem Langzeitkonto ansparen. Die Stadt Landshut hat ihrerseits die Kappung der Überstunden für manche Mitarbeiter komplett ausgesetzt.

Update 10. Juli, 17.59 Uhr: Corona: Privatfeiern und Kultur in Kneipen erlaubt

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Disco-Besitzer besteht tatsächlich auch in Bayern. (Symbolbild)
Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Disco-Besitzer besteht tatsächlich auch in Bayern. (Symbolbild)  © Sophia Kembowski/dpa

Die von coronabedingtem Öffnungsverbot getroffenen Wirte von Bars und Tanzlokalen sehen eine kleine Erleichterung. 

Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten, wie das Wirtschaftsministerium in München den Hotel- und Gaststättenverband Dehoga informiert hat. 

Das gilt auch für Livemusik und Konzerte. Allerdings liegt der Teufel im Detail. Nicht jede Form von Livemusik ist laut ministeriellem Schreiben eine kulturelle Veranstaltung. 

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Update 10. Juli, 15.15 Uhr: Landesamt: 49.097 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2608 Tote

In Bayern sind bisher 49.097 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag auf seiner Website mit (Stand 14.45 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2608 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Als genesen galten 45.550 Menschen.

Update 10. Juli, 14.45 Uhr: Corona-Fälle bei Caterer: Ursache unklar - Lüftung unwahrscheinlich

Unter den Infizierten sind auch 13 Bewohner einer Asylunterkunft. (Archiv)
Unter den Infizierten sind auch 13 Bewohner einer Asylunterkunft. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Nach dem Corona-Ausbruch Ende Juni bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnbergschließen die Behörden die Lüftungsanlage als Verbreitungsweg weitestgehend aus. 

Die Gründe für die Ausbreitung des Virus sind weiter unklar.

Es sei unwahrscheinlich, dass in diesem Fall die Lüftung für das Infektionsgeschehen verantwortlich sei, teilte das Landratsamt Starnberg am Freitag als Ergebnis einer Betriebsbesichtigung mit Vertretern der betroffenen Firma Apetito und Fachleuten mit.

Den vollständigen Beitrag findest du >>> hier.

Update 10. Juli, 13.14 Uhr: Software-Anbieter Datev wächst trotz Corona

Wachstum trotz Corona: Das Nürnberger Software-Unternehmen Datev hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 4,3 Prozent gesteigert. 

Zur Jahreshälfte seien Erlöse von 569,3 Millionen Euro erzielt worden, im Vergleich zu 546,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Datev am Freitag in Nürnberg mit. "Wir sind zwar bis hierhin vergleichsweise gut durch die Krise gekommen", sagte Vorstandsvorsitzender Robert Mayr. "Dennoch bleibt die große Frage, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den nächsten Monaten verändern werden."

Das Unternehmen, das vor allem auf Software für Steuerberater spezialisiert ist, habe im März und April wöchentlich Lösungen für mehr als 10.000 Arbeitsplätze in den Home Offices seiner Kunden geschaffen, sagte Mayr. Ebenso gefragt sei die von Datev geschaffene Plattform für Lernvideos namens Leon gewesen - die Zahl der Nutzer habe sich innerhalb kürzester Zeit vervielfacht. "Mit der Corona-Erfahrung können wir heute sagen, dass die getroffenen Maßnahmen im Rahmen unserer Transformation nicht nur funktionieren, sondern unsere Krisenresilienz gesteigert haben", sagte Mayr. D

atev hatte unter anderem zum 1. Juli auch eine Software-Lösung zur Bearbeitung der temporär geänderten Mehrwertsteuersätze bereitgestellt.

Datev habe im ersten Halbjahr - anders als die meisten anderen Betriebe - sogar Mitarbeiter eingestellt. Die Gesamtzahl sei um 86 auf 8013 gestiegen. Auch die Zahl der Kunden des genossenschaftlich organisierten Unternehmens - vor allem Steuerberater und deren mittelständische Klienten - sei im Jahresvergleich deutlich gewachsen.

Im Gesamtjahr 2019 sei ein Umsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielt worden, 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Genossenschafter erhielten eine Gewinnausschüttung von insgesamt 45,4 Millionen Euro, nach 43 Millionen Euro im Jahr 2018.

 Das Betriebsergebnis gab Datev für 2019 mit 60,6 Millionen Euro an. Wegen erheblicher Investitionsaufwendungen habe es um 14 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert gelegen.

Update 10. Juli, 10.51 Uhr: Kardinal Marx warnt vor größeren Ungleichheiten durch Corona

Kardinal Reinhard Marx warnt vor einer Verschärfung sozialer Spannungen in der Gesellschaft durch die Corona-Krise. 

"Die Ungleichheiten werden nicht kleiner werden, sie werden größer werden - sie waren vorher schon groß", sagte der Erzbischof von München und Freising laut Mitteilung vom Freitag am Vorabend bei einer Veranstaltung in München.

Ihm bereite Sorgen, dass Chancen zunehmend ungleich verteilt seien. "Im Bildungsbereich ist das ja offensichtlich", betonte der Erzbischof: "Die Unterschiede werden größer zwischen den Kindern, die zuhause Hilfe haben, und sei es nur, was die technischen Dinge angeht, und denen, bei denen das so nicht der Fall ist, durch die sozialen Verhältnisse oder die Bildungssituation."

"Ich bin froh, dass Populisten aktuell nicht so en vogue sind, weil jetzt Politiker gefragt sind, die die Probleme tatsächlich auch lösen", betonte Marx - warnte jedoch zugleich: "Aber nach der Krise, wenn die Ungleichheit sichtbar wird, wenn deutlich wird, dass manche ihren Job für immer verloren haben, ihre Zukunftsidee, dass ihre Lebenspläne endgültig hinüber sind - dann wird die Spannung vielleicht größer." 

Dies gelte auch weltweit: So werde Afrika "wahrscheinlich um Jahrzehnte zurückgeworfen, und dann steigt die Ungleichheit dramatisch an".

Update 10. Juli, 6.16 Uhr: Huml: Corona-Infektionsgefahr auf Reisen nicht vergessen

Auch wenn viele Reisebeschränkungen gefallen sind: Reiselustige aus Bayern sollten die Corona-Infektionsgefahr im Urlaub nicht unterschätzen. 

"Genießen Sie Ihre freien Tage, aber bleiben Sie bitte vorsichtig - und vor allem gesund", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Besonders bei Reisen in andere Länder seien vorab das dortige Infektionsgeschehen, spezielle Einreiseregeln und mögliche Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes genau zu verfolgen.

"Auch am Strand oder im Gebirge sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden", riet Huml. Zur Sicherheit solle auch im Urlaub der Mund-Nasen-Schutz stets griffbereit sein.

Bei der Einreise nach Bayern aus einem Risikogebiet gelte weiterhin die Pflicht zu einer zweiwöchigen Quarantäne und zum Melden beim zuständigen Gesundheitsamt. Generell könnten sich verunsicherte Urlaubsrückkehrer auch ohne Symptome in Bayern kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen.

Ältere Informationen zur Corona-Lage in Bayern findest Du >>>hier

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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