Coronavirus in Bayern: Aiwanger will Enthaltung Bayerns bei Abstimmung über Impfauskunft

München - Welche Auswirkungen hat das weltweit grassierende Coronavirus auf den Freistaat Bayern? Den aktuellen Live-Ticker zu den Corona-Meldungen für Bayern und München findest du >>>hier.

Update 9. September, 22 Uhr: Turnier in München abgesagt

Einen Tag nach dem Weltcup-Reitturnier in Stuttgart ist eine weitere Top-Veranstaltung wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

"Die Munich Indoors werden erneut verschoben", sagte Turnierchef Volker Wulff am Donnerstagabend. Maßgeblich dafür sei die Verlängerung der epidemischen Lage durch die Bundesregierung bis zum 11. November. Das Hallen-Reitturnier in München sollte vom 18. bis 22. November stattfinden.

Es war bereits im Vorjahr ausgefallen, nun ist es vom 17. bis 20. November 2022 geplant.

Update 9. September, 15.50 Uhr: Aiwanger will, dass Bayern sich bei Abstimmung über Impfauskunft enthält

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (50) hat sich bisher selbst nicht impfen lassen.
Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (50) hat sich bisher selbst nicht impfen lassen.  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger fordert, dass sich Bayern bei der Bundesratsabstimmung am Freitag über das Gesetz zur Impfauskunft enthält.

Er selbst lehne das Gesetz ab und werde nicht zustimmen, sagte der Freie-Wähler-Chef der Münchner "Abendzeitung" (Freitagsausgabe). "Für mich ist das eine Impfpflicht durch die Hintertüre, weil es bedeutet, dass eine Pflegekraft oder Erzieherin eventuell nicht eingestellt wird, wenn sie nicht geimpft ist."

Aiwanger, der selbst bisher nicht geimpft ist, will lieber eine 3G-Lösung. Wenn sich eine Erzieherin jeden Tag testen lasse, erfülle sie auch die Sicherheitsvorkehrungen, um mit Kindern umzugehen. "Und im Pflegebereich haben wir ohnehin Personalknappheit. Wenn ich dann die zehn Prozent, die sich nicht impfen lassen wollen, nicht mehr einsetze, oder nur noch Geimpfte einstelle, wird der Pflegenotstand noch größer. Dann sterben alte Menschen nicht an einer Corona-Infektion, sondern dehydrieren, weil es kein Betreuungspersonal mehr gibt."

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Der Bundestag hatte am Dienstag beschlossen, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Der Bundesrat muss an diesem Freitag noch zustimmen.

Update 9. September, 8.57 Uhr: Lehrerverbandschef hofft auf Impfungen auch für jüngere Kinder

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hofft auf eine Impfempfehlung auch für jüngere Kinder.

"Wir würden uns sehr wünschen, dass es bald auch einen zugelassenen, empfohlenen Impfstoff für die Kinder unter 12 geben wird", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag). Eine höhere Impfquote unter Schülern würde die Sicherheit an Schulen enorm erhöhen und die Chance bieten, schneller zur Normalität ohne Einschränken zurückzukehren.

Gleichzeitig betonte Meidinger, eine solche allgemeine Impfempfehlung sei Sache der dafür zuständigen Experten, also der Ständigen Impfkommission (Stiko). Diese empfiehlt seit Juni auch die Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Für jüngere Kinder ist noch kein Impfstoff zugelassen.

Update 9. September, 6.10 Uhr: Staatsregierung ruft Urlaubsrückkehrer zu Corona-Test auf

Die bayerische Staatsregierung ruft Urlaubsrückkehrer zum Ferienende zu einem Corona-Test auf.

"Gerade nach der Rückkehr aus dem Urlaub gilt: Die Tests sind unsere Augen im Kampf gegen das unsichtbare Virus. Nur durch breites Testen können wir Infektionen erkennen und die Infektionsketten so früh wie möglich unterbrechen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung.

"Lassen Sie sich und Ihre Familie deshalb jetzt noch einmal testen, bevor Sie nach den Ferien wieder in Ihren Beruf zurückkehren und Ihre Kinder zur Schule oder in die Kita schicken."

Im vergangenen Jahr seien gerade auch durch Reiserückkehrer am Ende des Sommers und der Sommerferien wieder verstärkt Infektionen in Bayern und Deutschland aufgetreten. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ergänzte: "Nutzen Sie die vielen kostenlosen Testmöglichkeiten! Die 109 lokalen Testzentren der Kreisverwaltungsbehörden sind auf eine erhöhte Nachfrage vorbereitet."

Zudem würden auch rund 1200 Apotheken und 1000 private Stellen Corona-Tests anbieten. Holetschek verknüpfte den Aufruf auch mit einem Appell zur Corona-Impfung.

Update 7. September, 12.35 Uhr: Bayernweit nur eine Kita wegen Corona komplett geschlossen

Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen.

"Wir haben im Moment bei 10.200 Kitas in Bayern 45 Einrichtungen, die von einer Schließung betroffen sind. Nur eine einzige ist vollständig geschlossen, alle anderen haben nur Gruppen, die in Quarantäne geschickt wurden", sagte Familienministerin Carolina Trautner (60, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Trautner betonte, dass die Quarantäneregeln wie in den Schulen gelockert würden. Auch hier solle pauschal keine ganze Gruppe mehr in Quarantäne geschickt werden, wenn eine Person positiv getestet wurde. Die Gesundheitsämter würden dann zunächst eine individuelle Risikobewertung durchführen, welche Faktoren wie die Belüftungssituation, die Räumlichkeiten, das Betreuungskonzept berücksichtigten. Zudem werde geschaut, ob enge Kontaktpersonen definiert werden könnten.

Nach dem fünften Tag könnten sich die Verdachtsfälle dann wieder freitesten, sagte Trautner. Beschäftigte, die vollständig geimpft seien, müssten nicht in Quarantäne. Kinder, die nicht getestet werden sollen, müssten 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen. (Symbolbild)
Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 6. September, 19.11 Uhr: Gesundheitsminister: Nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen.

Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für den gesamten Klassenverband Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund am Montag. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, dies solle als "Leitplanken" an die Gesundheitsämter weitergegeben werden.

Ziel sei guter Infektionsschutz und so viel Präsenzunterricht wie immer möglich. Der Beschluss wurde laut Holetschek bei Enthaltung zweier Bundesländer angenommen.

Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden und keine Symptome haben, sollen diese demnach frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Dabei sollen die Gesundheitsämter vor Ort im Einzelfall auch abweichend entscheiden können. Quarantäne-Anordnungen sollen generell "mit Augenmaß" und abhängig von Schutzkonzepten mit Lüftung, Tests und dem Tragen von medizinischen Masken erlassen werden.

Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden nur Sitznachbarn in Quarantäne geschickt, teils ganze Klassen.

Update 6. September, 15.25 Uhr: Söder verteidigt gelockerte Quarantäne-Regeln an Bayerns Schulen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die in Bayern bereits geltenden Lockerungen bei den Quarantäne-Regeln an Schulen bei nachgewiesenen Corona-Infektionen verteidigt.

"Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld", sagte der CSU-Chef am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

"Ich will keine Lockdown für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich will aber auch keine Lockdown in der Schule durch die Hintertür. Liebe Freunde, jetzt müssen wir uns Mühe geben", sagte Söder. Bayern habe mit seiner neusten Corona-Verordnung "einen Standard gesetzt".

Söder appellierte erneut an eine hohe Impfbereitschaft und verwies auf die Vorteile für Geimpfte - sowohl zum eigenen Gesundheitsschutz als auch für den Kampf gegen die Pandemie. So müssten etwa geimpfte Schüler nicht mehr getestet werden.

"Wir wollen keine Impfzwang, ich sage das ausdrücklich. Keinen durch die Hintertür, durch die Vordertür oder durch die Drehtür. Völlig wurscht." Wer sich aber nicht impfen lassen wolle, der müsse auch die Entscheidung tragen.

Update 3. September, 15.26 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 3. September, 15.23 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister begrüßt Impf-Auskunftsrecht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen begrüßt und eine Ausweitung gefordert.

"Wir müssen insbesondere ältere Menschen vor Corona schützen, deshalb ist es wichtig zu wissen, ob Pflegekräfte geimpft sind. Genauso sinnvoll ist es, den Impfstatus von Beschäftigten in Kitas und Schulen zu kennen", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" für die Samstagausgabe. Er forderte auch ein Auskunftsrecht für andere Branchen.

"Nach meiner Ansicht sollte es sogar darüber hinaus in anderen Bereichen ein Auskunftsrecht von Arbeitgebern über den 3G-Status ihrer Mitarbeitenden geben, denn damit könnten konkrete Hygienekonzepte am Arbeitsplatz besser umgesetzt werden."

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können.

Darauf hatten sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am Donnerstag geeinigt.

Update 3. September, 12.55 Uhr: Geimpfte Schüler müssen laut Klaus Holetschek nicht getestet werden

Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen nicht mehr zum Corona-Test in der Schule.

"Wer vollständig geimpft ist, muss sich nicht mehr in der Schule testen lassen und in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne bei engem Kontakt mit infizierten Mitschülern oder Freunden", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Ärztevertretern in München.

Er rief alle über Zwölfjährigen zur Impfung vor dem Ferienende auf. "Es gibt noch genug Zeit, um erstgeimpft in die erste Schulwoche zu starten. Damit kann auch das Ansteckungsrisiko für die Mitschülerinnen und Mitschüler gesenkt werden."

Die Infektionszahlen unter Kindern würden derzeit steigen, so Holetschek laut Mitteilung. Ende August lagen die Inzidenzen in der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei rund 130 und bei der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen bei rund 192.

Derzeit seien in Bayern 29,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erst- und 21,9 Prozent zweitgeimpft.

Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen nicht mehr zum Corona-Test in der Schule. (Symbolbild)
Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen nicht mehr zum Corona-Test in der Schule. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 2. September, 16.12 Uhr: Neue Corona-Regeln: Seilbahnverband kritisiert Kontrollpflicht

In Seilbahnen in Bayern gilt ab einer Inzidenz von 35 nun die 3G-Regel - Gäste müssen getestet, geimpft oder genesen sein.

Der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) kritisiert die damit verbundene Kontrollpflicht für die Betreiber und fordert laut Mitteilung vom Donnerstag eine Gleichstellung mit dem Öffentlichen Nahverkehr.

Präsident Matthias Stauch zufolge müsste auf die Eigenverantwortung der Gäste gesetzt werden.

Es sei ungeklärt, wie die Kontrollen personell und organisatorisch umgesetzt werden sollen. "Abgesehen von den Kosten für einen erhöhten Personalaufwand wird sich durch die Kontrollen die Wartezeit an den Kassen erhöhen und es werden sich größere Menschengruppen bilden", warnte der Verband.

Dies sei nicht nur infektiologisch bedenklich, sondern belaste auch die Gäste. Das Infektionsrisiko in Seilbahnen sei gering, weil sich die Besucher weitgehend im Freien aufhielten und die Kabinen durchlüftet seien.

Update 2. September, 15.53 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 2. September, 15.47 Uhr: Auch Freie Wähler wollen "Freedom Day" - CSU kontert: Impfen lassen

Nach der FDP fordern nun auch die Freien Wähler einen "Freedom Day", und zwar bundesweit: Ab einem solchen Stichtag sollten die staatlichen Corona-Vorschriften in Deutschland enden.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger schlug dafür am Donnerstag ganz konkret den 11. Oktober vor - da ab diesem Datum auch die Corona-Tests nicht mehr für alle von der öffentlichen Hand bezahlt werden.

"Der neu gewählte Bundestag muss in seiner ersten Sitzung den 'Freedom Day' noch im Oktober verkünden", verlangte Aiwanger. "

Wenn wir die Lage weiterhin im Griff haben, die Krankenhäuser nicht überlastet sind, darf der Bund die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht weiter aufrechthalten", argumentierte er.

Als "Notbremse" könne jederzeit die 3G-Regel reaktiviert werden - mit Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Die CSU konterte umgehend. Vize-Generalsekretär Florian Hahn schrieb auf Twitter: "Wenn @HubertAiwanger einen #Freiheitstag fordert, kann ich nur sagen: den gibt es bereits! Und zwar ganz individuell für jeden mit der eigenen Impfung!" (Schreibweise übernommen.)

Aiwanger hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt abgelehnt, sich selbst impfen zu lassen.

Update 2. September, 8.12 Uhr: Corona-Drittimpfungen in Bayern gestartet

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) stellt klar, dass die Priorität weiter bei den Erstimpfungen liegt.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) stellt klar, dass die Priorität weiter bei den Erstimpfungen liegt.  © Matthias Balk/dpa

Bayern hat mit Corona-Drittimpfungen für bestimmte Gruppen begonnen.

"Es gab bereits rund 2900 Auffrischungsimpfungen in Bayern", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München.

Knapp 1960 Menschen wurden demnach in Impfzentren geimpft, etwa 930 in Arztpraxen. Holetschek nannte die Resonanz "sehr erfreulich".

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Die Auffrischungsimpfungen seien zunächst "für die Menschen mit dem größten Corona-Risiko" vor allem in Pflegeheimen gedacht, deren Zweitimpfung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt, sagte Holetschek.

Man müsse sich aber "zeitnah auch darüber Gedanken machen und entscheiden, ob wir im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge nicht auch allen über 60-Jährigen, die das wollen, eine Auffrischungsimpfung anbieten."

Priorität hätten aber weiter Erstimpfungen, Impfstoff sei genügend vorhanden.

Update 1. September, 14.15 Uhr: Krankenhaus-Ampel in Bayern steht derzeit klar auf Grün

Die neue bayerische Krankenhaus-Ampel, die für eine mögliche Verschärfung von Anti-Corona-Maßnahmen entscheidend ist, steht derzeit klar auf Grün.

Auf Gelb würde sie springen, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dieser Wert liegt laut Gesundheitsministerium aktuell bei 232.

Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - das sind im Moment 169.

Update 1. September, 12.25 Uhr: Grüne fordern PCR-Tests für Lehrer und Schüler zu Schuljahresbeginn

Den Grünen geht das Testkonzept an den bayerischen Schulen zum Schuljahresstart nicht weit genug - sie fordern zu Beginn flächendeckend PCR-Tests für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft und genesen sind.

Er frage sich, warum das Schuljahr nicht gut vorbereitet werde, mit einem "richtig guten Testkonzept", sagte Landtagsfraktionschef Ludwig Hartmann (43) am Mittwoch im Landtag in München.

PCR-Tests können Corona-Infektionen zuverlässiger nachweisen als Antigen-Schnelltests.

In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Grünen genau dies: dass alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, am ersten Schultag einen negativen PCR-Test-Nachweis mitbringen müssen. "Die Staatsregierung muss sicherstellen, dass genügend Testzentren am Sonntag und Montag geöffnet haben, so dass die Testergebnisse vor Schulbeginn vorliegen", heißt es in dem Antrag. Der erste Schultag nach den Ferien ist Dienstag, der 14. September.

Abgesehen davon lobte Hartmann die neue Anti-Coronavirus-Strategie in Bayern. Das sei "nicht mehr und nicht weniger als das Gebot der Stunde", sagte er. Lockerungen seien verfassungsrechtlich geboten.

Update 1. September, 12 Uhr: Markus Söder verteidigt neue Corona-Strategie

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt.

Angesichts der hohen Impfquote könne man nicht mehr stur an alten Konzepten festhalten, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. Die neue Strategie bedeute nun eine richtige Balance aus mehr Freiheit und Eigenverantwortung – aber auch weiter Schutz und Sicherheit. "Wir haben trotzdem eine Firewall gegen Corona."

Einen Lockdown schloss er aus. "Es braucht keinen Lockdown mehr und es wird auch keinen Lockdown mehr geben."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Update 1. September, 10.45 Uhr: Dutzende gefälschte Impfpässe! Nur Spitze des Eisbergs?

Immer noch sind in Deutschland längst nicht alle gegen das Coronavirus geimpft. Strafermittler befürchten, dass das Betrüger auf den Plan ruft. Das bayerische Landeskriminalamt hat nun Zahlen zu gefälschten Impfpässen mitgeteilt.

Doch ist das wirklich alles? Den gesamten Artikel zu den gefälschten Impfpässen in Bayern könnt Ihr hier nachlesen.

Update 1. September, 9.15 Uhr: Patientenschützer kritisiert Bayerns Corona-Ampel

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei.

Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sprach von einer unsinnigen Unterscheidung in normale Krankenhausbetten und Intensivbetten. "In der Hochzeit der Belegung hatten wir sehr viel mehr Menschen auf Normal- als auf Intensivstation", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Hier eine Differenzierung zu machen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht."

Hier geht es zum ganzen Artikel zur Kritik an der Corona-Ampel in Bayern.

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei.
Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei.  © Montage: -/Deutsche Stiftung Patientenschutz/dpa, Peter Kneffel/dpa

Update 31. August, 17 Uhr: Bayerischer Fußball-Verband begrüßt neue Anti-Corona-Regeln

Der Bayerische Fußball-Verband hat den veränderten Kurs des Freistaats im Kampf gegen die Corona-Pandemie begrüßt.

Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung von Donnerstag an spielt die Höhe der Inzidenz im Freien grundsätzlich keine Rolle mehr, auch die Unterscheidung zwischen Steh- und Sitzplätzen wird nicht mehr vorgenommen.

Bei Sport im Freien entfällt auch weiterhin die 3G-Regel für Aktive, zugelassen sind unter diesen Bedingungen bis zu 1000 Zuschauer. Geht die Zahl der Personen darüber hinaus, tritt auch beim Sport im Freien die 3G-Regel in Kraft, wobei die Einhaltung durch Verantwortliche des Heimvereins auch entsprechend kontrolliert werden muss. Zugang zu vielen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem aktuellen negativen Corona-Test.

Der Verband kündigte an, seinen Mitgliedern schnellstmöglich das überarbeitete und entsprechend angepasste Musterhygienekonzept zur Verfügung stellen.

"Das sind gute Nachrichten für den Amateurfußball, ja, für den gesamten Breitensport in Bayern und damit für das Ehrenamt", sagte Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb im Freistaat verantwortlich ist.

"Wir haben bereits vor mehreren Monaten deutlich gemacht, dass die Inzidenz alleine für sich nicht der Gratmesser sein darf. Wir sind erleichtert, dass dies auch die Staatsregierung so sieht. Damit wird vieles nun leichter und vor allem verständlicher umsetzbar sein."

Auch helfe es den höherklassigen Clubs, dass nun wieder mehr die bislang 1500 Zuschauer und Zuschauerinnen zugelassen seien.

Update 31. August, 15.15 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 31. August, 13.50 Uhr: Stadien dürfen bis 5000 Plätze voll belegt werden

Sportstadien dürfen nun mit mehr Fans ausgelastet werden. Dabei gibt es zwei Grenzen.

Bis 5000 Plätze im Stadion darf jeder davon belegt werden. Allerdings gelte dann zusätzlich zur 3G-Regel eine Maskenpflicht. Sollte der Veranstalter Sicherheitsabstände ermöglichen, entfällt die Maskenpflicht.

Ab 5000 Plätzen greift die 50-Prozent-Regel. Es dürfen ab dann 5000 Sitze voll und die restlichen zur Hälfte besetzt werden.

Die absolute Höchstgrenze für eine Stadionauslastung liegt bei 25.000 Zuschauern.

Update 31. August, 13.22 Uhr: Neue Regelungen für Schulen, Maskenpflicht bleibt

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo wirbt für die Impfung der Kinder ab 12 Jahren.
Bayerns Kultusminister Michael Piazolo wirbt für die Impfung der Kinder ab 12 Jahren.  © Peter Kneffel/dpa

"Das Ziel ist vollständiger Präsenzunterricht", betonte Kultusminister Michael Piazolo. So sollen auch Einschulungsfeiern - für beide Elternteile - möglich bleiben.

Zudem wirbt er für eine Impfung der Schüler ab 12 Jahren.

"Wir haben an den Schulen heute eine andere Situation, als noch vor einem Jahr", so der Minister.

Maske, Impfen, Lüften und Testen seien die neuen Bausteine für ein sicheres Schulkonzept.

In den Schulen bleibe die Masken- und Testpflicht. Sowohl am Flur als auch am Platz im Klassenzimmer müssen Masken getragen werden. Die Maskenpflicht entfällt im Freien.

Die Tests bleiben weiter kostenfrei. Die Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 entfällt. Laut Söder seien "erst zehn Prozent der Fördermittel" für Luftfilter bislang abgerufen worden. Er rechne aber mit steigenden Zahlen.

Die Quarantänebestimmungen bei einer positiven Infektion werden für die Mitschüler gelockert und sollen keine 14 Tage mehr anhalten. Betroffen sei nicht mehr die ganze Klasse sondern nur, wer unmittelbaren und ungeschützten Kontakt zu dem erkrankten Mitschüler hatte.

Update 31. August, 13.05 Uhr: Söder: "Firewall" statt eines weiteren Lockdowns

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, will eine "Firewall" statt eines Lockdowns.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, will eine "Firewall" statt eines Lockdowns.  © Sven Hoppe/dpa

Die neuen Corona-Maßnahmen für Bayern bezeichnete Ministerpräsident Markus Söder als "ein neues Kapitel".

"Fakt ist, dass es keine Pandemie ist, wie sie vorher war", stellte Söder eingangs fest. Es sei eine "Pandemie der Ungeimpften und der jungen Menschen."

Steigende Inzidenzen seien nicht mehr so gefährlich, wie noch vor wenigen Wochen und Monaten. Grund dafür seien vor allem die Impfungen.

Die vierte Welle bleibe gefährlich, die Todesfälle würden jedoch deutlich geringer ausfallen.

Es wird "keinen Lockdown mehr geben", wie man ihn hatte, man brauche jedoch eine "Firewall".

Es gäbe keine Rechtsfolgen bei steigenden Inzidenzwerten. Die Krankenhaus-Auslastung sei nun der maßgebende Faktor. Stichwort "Krankenhaus-Ampel".

Bei einer Bettenbelegung (landesweit in 7 Tagen) von 1200 Betten, stünde die Ampel auf "gelb". Dann würden - je nach Situation - Schutzbestimmungen greifen. Bei 600 belegten Betten mit Beatmungsgeräten - das seien etwa 20% der entsprechenden Betten - sei die Ampel "rot".

Unabhängig von der Inzidenz sei die 3G-Regel jetzt etabliert. Die Regeln gelten grundsätzlich immer innen. Bei ÖPNV und Handel bleibt die Maskenpflicht. Bei einer Veranstaltung ab 1000 Leuten gelte die Maskenpflicht (FFP2 oder medizinisch) weiterhin. Auch bei großen Hochzeiten und privaten Festen.

Die Kontaktbeschränkungen werden komplett aufgehoben. Die 3G- und Maskenregeln entfallen bei Kindern unter 6 Jahren.

Ab Oktober dürfen Clubs und Discotheken wieder öffnen. Gäste brauchen dann einen PCR-Test, wenn sie sich nur haben testen lassen. Geimpfte und Genesene könnten ohne Tests feiern. Die Vorschläge seien einstimmig beschlossen worden.

Update 31. August, 11.35 Uhr: Passau verschärft Regeln für Reiserückkehrer

In Passau werden die Corona-Maßnahmen für Reiserückkehrer verschärft. (Symbolbild)
In Passau werden die Corona-Maßnahmen für Reiserückkehrer verschärft. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Die Stadt Passau hat ihre Corona-Maßnahmen verschärft: Von Mittwoch an müssen sich sämtliche Rückkehrer von einer Auslandsreise, die nicht geimpft und nicht genesen sind, in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Diese können sie frühestens nach fünf Tagen mittels eines negativen Testnachweises verlassen.

Die Regel gilt nach Angaben der Stadt ausdrücklich nicht nur für Rückkehrer aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten.

Grund dafür ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Dienstag am dritten Tag in Folge die 100er-Marke überschritten hatte.

Kontrollen werde es nicht geben, sagte eine Sprecherin. Sollte ein Reiserückkehrer, der sich nicht in Quarantäne begeben hatte, positiv auf Corona getestet werden, müsse er ein Bußgeld bezahlen.

Update 31. August, 9.04 Uhr: Klinik-Chefs begrüßen Pläne für Krankenhaus-Ampel

Klinikchefs in Bayern begrüßen die Pläne der Staatsregierung für eine Krankenhaus-Ampel.

Stefan Nowack, Werkleiter des Klinikums Passau, lobte die geplante Abkehr von der reinen Inzidenz im Bayerischen Rundfunk: "Letztlich ist ja das Entscheidende nicht, ob die Menschen Corona bekommen, sondern wie stark die Krankenhäuser belastet sind."

Die Krankenhausampel sei eine "sinnvolle Maßnahme", meint auch Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemie-Beauftragter des Klinikums rechts der Isar in München.

Den kompletten Bericht findest du >>>hier.

Update 31. August, 8.44 Uhr: Philologenverband hält Corona-Lockerungen für zu früh

Schule in der 4. Welle: Die geplanten Lockerungen durch die Regierung wird skeptisch gesehen.
Schule in der 4. Welle: Die geplanten Lockerungen durch die Regierung wird skeptisch gesehen.  © dpa/Patrick Pleul

Der Bayerische Philologenverband (bpv) betrachtet einige der von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen kritisch.

Zum aktuellen Zeitpunkt seien diese "der falsche Weg und stellen ein unnötiges Risiko dar", teilte der Vorsitzende Michael Schwägerl mit.

"Wo doch ein möglichst unbelasteter und sicherer Schulbeginn das ist, was sich alle wünschen." In Bayern beginnt die Schule am 14. September.

Der Wegfall der FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr, der auch von Schülern genutzt wird, sei problematisch. Dort sollen dann medizinische Masken ausreichen.

Der Schuljahresbeginn in anderen Bundesländern habe gezeigt, dass das Risiko von Infektionen unter anderem durch Reiserückkehrer ernst zu nehmen sei.

Den kompletten Bericht findest du >>>hier.

Update 30. August, 18 Uhr: Kabinett will neue Anti-Corona-Regeln beschließen

Es ist die erste Kabinettssitzung nach der Sommerpause, und die hat es in sich: Die Staatsregierung stellt ihre Anti-Corona-Strategie auf neue Füße. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat bald weitgehend ausgedient.

Das Kabinett will am Dienstag (10 Uhr) neue Regeln für den Kampf gegen Corona beraten und beschließen.

Im Zentrum soll das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete stehen - das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vergangene Woche bereits angekündigt.

Update 29. August, 12 Uhr: Zwölf Kommunen in Bayern unter Inzidenzwert von 35

Nur 12 Städte und Landkreise in Bayern liegen aktuell noch unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35.

Seit vergangenem Montag gilt ab diesem Grenzwert die sogenannte 3G-Regel. Menschen müssen beim Betreten von Innenräumen wie Restaurants oder in Schwimmbädern nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet sind.

Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen auf 68,5. Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten demnach binnen eines Tages 1203 Corona-Neuinfektionen und einen Todesfall. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.14 Uhr wiedergeben.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse.

Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden, also wie viele Corona-Infizierte sich in stationäre Behandlung begeben mussten.

Update 28. August, 20.40 Uhr: Corona-Krise: Söder und Habeck stellen Deutschland gutes Zeugnis aus

Grünen-Chef Robert Habeck (51) zeigt sich mit der bisherigen Corona-Politik in Deutschland zufrieden - meist zumindest.
Grünen-Chef Robert Habeck (51) zeigt sich mit der bisherigen Corona-Politik in Deutschland zufrieden - meist zumindest.  © Gregor Fischer/dpa

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder (54) und Grünen-Chef Robert Habeck (51) haben Deutschland bescheinigt, die Corona-Pandemie gut bewältigt zu haben.

"Unter dem Strich ist das gut gelaufen", sagte Söder bei einem Streitgespräch mit Habeck, das am Samstagabend von "Spiegel", "t-online" und dem Magazin "Vice" ausgestrahlt werden sollte.

In diesem Fall seien die Grünen und die Union in der Gefahreinschätzung sehr nah beieinander gewesen. "Wir haben in dieser extremen Ausnahmesituation unser Land gut beschützt."

Habeck wandte ein, dass der Blick für die Probleme der Schulen zu spät geschärft worden sei. Auch habe es sehr lange gedauert, bis zum Beispiel Masken beschafft worden seien oder die Impfkampagne im Schwung gekommen sei.

Insgesamt machte er aber klar, dass er die wohlwollende Einschätzung des bayerischen Ministerpräsidenten teilt: "In der Gesamtsumme haben wir gesehen, dass die Vorgaben oder das Vorgehen der Regierung richtig waren."

Alarmiert zeigte sich Söder über Radikalisierungstendenzen unter Impfgegnern und Corona-Leugnern. "Es macht mir Sorgen, dass ein Teil dieser ganzen Querdenker-Szene nicht nur übers Impfen redet, da geht es um einen anderen Staat, um eine andere Form von Demokratie", sagte er.

Teilweise handele es sich um Leute, die vom Verfassungsschutz beobachtet würden. Die Drohungen, die er persönlich erhalte, seien "zum Teil sehr heftig", auch rassistisch, antisemitisch.

Es gebe irgendwann einen Punkt, da müssten Querdenker "im Zweifelsfall auch spüren, dass sich ein Staat das nicht gefallen lässt".

Update 28. August, 10.30 Uhr: Steigende Fallzahlen: Rosenheim schreibt Reiserückkehrer an

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen schreibt die Stadt Rosenheim gezielt Einwohner aus dem ehemaligen Jugoslawien an.

70 Prozent der Neuinfektionen gingen auf Reiserückkehrer aus dieser Region zurück, die in der Heimat Urlaub gemacht oder ihre Familie besucht haben, bestätigte ein Stadtsprecher am Freitag. Daher wolle sich die Stadt nun mit Briefen in der jeweiligen Landessprache unter anderem an Kroaten, Bosnier und Albaner aus dem Kosovo wenden. Diese stellten in der Stadt die mit Abstand größte ausländische Bevölkerungsgruppe. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

In den Briefen werden die Einwohner demnach vor allem gebeten, sich impfen zu lassen. Laut dem zuständigen Gesundheitsamt sind 86 Prozent der gemeldeten Infektionen bei Menschen ohne Impfschutz aufgetreten. Die Texte für die Briefe würden derzeit aber noch mit dem Gesundheitsamt und dem Landkreis abgestimmt, sagte der Stadtsprecher.

Wann die Briefe versendet werden, hänge auch davon ab, wann diese fertig übersetzt seien.

Update 27. August, 18.03 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 27. August, 16.54 Uhr: Gesundheitsminister sieht eine "Pandemie der Ungeimpften"

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bei Menschen mit Corona-Impfung in Bayern weiterhin sehr niedrig.

Darauf hat Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag hingewiesen. Während die Inzidenz bei Geimpften bei gerade einmal 9,2 liege, sei sie bei Ungeimpften bei 110,6.

"Wir haben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften", sagte Holetschek zu den Zahlen. Er schloss nicht aus, dass es künftig auch in Bayern das 2G-Modell geben könnte.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) schließt das umstrittene 2G-Modell für Bayern nicht aus.
Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) schließt das umstrittene 2G-Modell für Bayern nicht aus.  © Armin Weigel/dpa

Update 27. August, 15.29 Uhr: Verkehrsministerin Schreyer bei 3G-Regel in Zügen "skeptisch"

Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) steht einer 3G-Regel in Zügen "skeptisch" gegenüber.

Unter anderem sehe ich viele Fragenzeichen bei den Kontrollmöglichkeiten, sagte sie dem "Münchner Merkur" für die Samstagausgabe. Nur Getestete, Geimpfte und Genesene in Bahnen zu lassen, "würde Zugfahren unattraktiver machen, weil sie Menschen ausschließt. Es handelt sich um eine Grundversorgung und wir sollten deshalb schauen, dass wir alle Menschen befördern können."

Schreyer sagte, sie werde "genau beobachten, welche konkreten Vorschläge hierzu aus Berlin kommen".

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Freitag in Berlin gesagt, die Bundesregierung prüfe, ob zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen.

"Wir haben sehr stark steigende Fallzahlen und deswegen ist es richtig, zu prüfen, was helfen kann, diesen Anstieg der Fallzahlen zu dämpfen und möglichst zu stoppen", sagte er.

Update 27. August, 14.23 Uhr: Tschechien setzt Deutschland auf Corona-Ampel auf Rot

Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel als rotes Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein.

Die Änderung gelte von Montag an, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag mit.

Damit erschwert sich die Einreise für ungeimpfte Touristen aus der Bundesrepublik nach Tschechien erheblich. Sie müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarantäne begeben.

Den vollständigen Bericht findest du >>>hier.

Update 26. August, 13 Uhr: Zehn bayerische Corona-Testzentren unter Betrugsverdacht

Ein blauer Aufkleber weist den Weg zu einem Testzentrum in München.
Ein blauer Aufkleber weist den Weg zu einem Testzentrum in München.  © Peter Kneffel/dpa

Sie sollen zum Beispiel nicht durchgeführte Tests trotzdem in Rechnung gestellt haben: In Bayern stehen die Betreiber von zehn Corona-Testzentren im Verdacht, bei Schnelltests falsch abgerechnet zu haben.

Es werde wegen des Verdachts des Betruges ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Donnerstag mit. Die Ermittler bestätigten damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch).

Es bestehe zum Beispiel der Verdacht, dass Testungen von Mitarbeitern von Unternehmen fälschlicherweise als Bürgertest abgerechnet worden seien, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die dort seit Juni angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) ist für solche Ermittlungen zuständig. Außerdem sollen tatsächlich nicht durchgeführte Tests möglicherweise trotzdem abgerechnet worden sein.

Im Verdacht stehen demnach zehn Testzentren, die in verschiedenen Regionen Bayerns betrieben wurden. Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte, von denen keiner in Untersuchungshaft ist. Es sei noch nicht absehbar, ob und wann Anklagen erhoben würden, teilten die Ermittler mit.

Möglicher Betrug mit Schnelltests beschäftigt seit Monaten die Verantwortlichen. In mehreren Bundesländern wurden Verdachtsfälle bekannt.

Laut einem "SZ"-Bericht ermitteln deutschlandweit in mindestens 94 Fällen Staatsanwaltschaften gegen die Betreiber von Testzentren.

Update 25. August, 21.21 Uhr: Anders als NRW: Bayern bleibt bei Kontaktdaten-Pflicht in Gastronomie

In Bayern gilt weiterhin die Kontaktdatenerhebung in der Gastronomie. (Archiv)
In Bayern gilt weiterhin die Kontaktdatenerhebung in der Gastronomie. (Archiv)  © Angelika Warmuth/dpa

Anders als Nordrhein-Westfalen will Bayern weiter an der Pflicht zur Kontaktdatenerhebung in Restaurants und Kneipen festhalten.

"Von einem Strategiewechsel im Kontaktpersonenmanagement kann man in Bayern nicht sprechen", sagte eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

Gerade mit Blick auf das wieder ansteigende Infektionsgeschehen bleibe weiterhin wichtig, Infektionen schnell zu erkennen und Infektionsketten gezielt zu unterbrechen.

In NRW müssen Restaurants, Cafés und Kneipen laut der seit Freitag gültigen Corona-Schutzverordnung nicht mehr festhalten, wer von wann bis wann bei ihnen war.

Auch Baden-Württemberg plant, künftig auf massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten.

Dort sollen die Gesundheitsämter nicht mehr bei jedem Corona-Fall die Kontakte - etwa in Kinos oder Gaststätten - nachverfolgen müssen.

Update 25. August, 17.31 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 24. August, 16.50 Uhr: Ende der 3G-Regelung abhängig von Lage in Krankenhäusern?

Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) abhängig von der Lage in den Krankenhäusern.

"Erst dann wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig", sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen.

Seit dieser Woche gilt bundesweit die sogenannte 3G-Regelung, welche ab einer Inzidenz von mehr als 35 in bestimmten Bereichen nur noch Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene ermöglicht.

Die 2G-Regel würde Getestete von diesen Freiheiten ausschließen.

Update 24. August, 16.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 24. August, 11.30 Uhr: Söder will auch bei steigender Inzidenz kein Homeschooling mehr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Schulschließungen bei steigenden Corona-Inzidenzen in jedem Fall verhindern.

"Wir haben gerade in der Schule das mit Abstand sicherste System", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Er zeigte sich zuversichtlich dass Bayern, "Schulunterricht gut gewährleisten" könne. Das erklärte Ziel sei: "Kein Homeschooling mehr, kein Distanzunterricht mehr." Dazu sollen die Schüler regelmäßig dreimal in der Woche getestet werden und "anfangs" auch weiter Masken tragen.

Außerdem soll auch in der Schule geimpft werden. "Ich hätte mir ehrlich gesagt schon gewünscht, dass wir das vor dem Sommer machen können", sagte Söder dem BR. Er kündigte auch "angepasste Quarantäne-Regeln" an und "dass nicht nur wegen einem Fall die ganze Klasse dann in Quarantäne muss".

Drei Wochen vor Unterrichtsbeginn ist noch nicht klar, wie genau Schule laufen soll, wenn die Inzidenzen weiter steigen. Laut der seit diesem Montag geltenden Corona-Verordnung ist für die Schulen noch Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 binnen sieben Tagen in einer Kommune vorgeschrieben.

Verwirrung gab es auch um die sogenannte 3G-Regel, wonach Menschen bei einer Inzidenz über 35 in Innenräumen vorlegen müssen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Söder verteidigte, dass die Schüler für den Rest der Sommerferien von der Regel ausgenommen sind.

Für den Rest der Sommerferien würden Tests Kinder und Jugendliche "überfordern".

Update 24. August, 9 Uhr: Viele Kommunen in Bayern über Inzidenzwert von 35

56 Städte und Landkreise in Bayern liegen aktuell über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35. Seit Montag gilt ab diesem Grenzwert die sogenannte 3G-Regel.

Menschen müssen beim Betreten von Innenräumen wie Restaurants und Schwimmbädern nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet sind.

Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen auf 45,2. Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten binnen eines Tages 644 Corona-Neuinfektionen und zwei Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.15 Uhr wiedergeben.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Update 23. August, 15.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 23. August, 14.40 Uhr: Keine Testpflicht für Schüler in Ferien bei 3G-Regel

Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden, müssen in Restaurants und Schwimmbädern keinen Extra-Test machen. (Symbolbilder)
Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden, müssen in Restaurants und Schwimmbädern keinen Extra-Test machen. (Symbolbilder)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schüler in Bayern müssen sich bei der neuen 3G-Regel auch in den Ferien nicht testen lassen, wenn sie in Innenbereiche von Schwimmbädern, Restaurants oder Turnhallen wollen.

Seit Montag müssen Menschen ab einem Inzidenzwert von 35 in Innenbereichen nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden.

Die Ausnahme für Schüler gilt auch in den Ferien, wie das Gesundheitsministerium am Montag erklärte. Zuvor hatte der Radiosender Antenne Bayern berichtet.

Kinder und Jugendliche aus Deutschland müssen für eine Befreiung von der 3G-Regel ein Dokument vorlegen, das den Schulbesuch beweist - zum Beispiel einen Schülerausweis oder ein Schülerticket. Es sei nicht erforderlich, dass die Kinder ein negatives Ergebnis vorweisen, so das Gesundheitsministerium in München.

Schüler aus dem Ausland müssen eine Bestätigung der Schule vorlegen und beweisen, dass auch dort regelmäßig Tests gemacht werden. Die Sommerferien in Bayern gehen noch bis Mitte September.

Update 23. August, 10 Uhr: Kein Zweifel an Corona-Kontrollen durch Gastronomen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) setzt darauf, dass Gastronomen und Hoteliers die seit Montag geltende sogenannte 3G-Regel bei Inzidenzen über 35 auch kontrollieren.

"Ich habe im Moment keinen Zweifel daran, dass das gemacht wird", sagte der Minister am Montag dem Bayerischen Rundfunk. "Und wenn nicht, dann ist das natürlich schon auch ein Thema, das man sanktionieren muss und dem man auch nachgehen muss."

Ab einem Inzidenzwert von 35, den zahlreiche Landkreise und kreisfreie Städte bereits überschreiten, gilt seit Montag in Innenbereichen größtenteils die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Für Ungeimpfte heißt das, dass sie in solchen Gebieten zum Beispiel beim Restaurant- oder Hotelbesuch ein negatives Testergebnis vorzeigen müssen. Die Inzidenz beschreibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

"Ich bin der Meinung, wir werden keinen Lockdown mehr kriegen, wie wir ihn schon in anderen Wellen hatten", sagte Holetschek dem BR mit Blick auf Herbst und Winter. Die Impfquote sei da ein wesentlicher Faktor.

"Ich kann die Menschen nur noch einmal ermuntern, sich impfen zu lassen. Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen", sagte er.

Update 22. August, 16.14 Uhr: Party mit 500 Gästen: Polizei löst Feier ohne Hygienekonzept auf

Bis zu 500 meist junge Menschen haben trotz Pandemie im Landkreis Traunstein in einer Halle ohne Hygienekonzept gefeiert.

Auch die Infektionsschutzregeln seien nicht eingehalten worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Die Halle in Altenmarkt in Oberbayern war mit einem Bauzaun abgesperrt. Es gab dort nach Angaben der Polizei eine fest installierte Ton- und Lichttechnik, einen Toilettenwagen, einen Discjockey und eine Bar.

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Update 20. August, 15.10 Uhr: PCR-Pooltests für jüngere Schüler bereits ab September

An Bayerns Schulen wird es für jüngere Schülerinnen und Schüler bereits im September PCR-Pooltests auf das Coronavirus geben.

Die Pooltests seien für die Grundschüler an Regelschulen, die Grundschulstufen der Förderzentren und an den meisten Förderschulen vorgesehen, teilte Gesundheitsministerium und Kultusministerium am Freitag mit. Die Einführung war bereits verkündet, der Termin im September "rasch nach Unterrichtsstart" war jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Die Regierung kommt mit dem Schritt auch einer Forderung der Opposition nach.

Update 20. August, 9 Uhr: Virus verbreitet sich schnell - 18 Kommunen über Inzidenz 50

Das Coronavirus breitet sich in Bayern wieder schnell aus. Mittlerweile haben 18 Städte und Landkreise den Inzidenzwert von 50 überschritten, sechs mehr als am Vortag.

Das geht aus den am Freitag veröffentlichten neuen Daten des Robert Koch-Instituts hervor. An der Spitze liegt die Stadt Rosenheim mit 129 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Gesundheitsämter meldeten 949 neue Infektionen - etwas weniger als am Donnerstag, aber im Vergleich zur vergangenen Woche ein Mehrfaches. Die landesweite Inzidenz ist in Bayern auf 36,7 gestiegen, liegt damit aber nach wie vor unter dem Bundesdurchschnitt von 48,8.

München und Nürnberg als die zwei größten bayerischen Städte liegen mit Werten von 43,1 und 47,3 noch unter der 50er-Schwelle, nähern sich dieser Marke jedoch rasch an. Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser sind derzeit vergleichsweise wenige Covid-Patienten in Behandlung: Laut Divi-Intensivregister sind es 74.

Im vergangenen Frühjahr waren es zeitweise über 700.

Update 19. August, 16.35 Uhr: Fürther Michaelis-Kirchweih und "Herbstvergnügen" abgesagt

Für "Kärwa-Fans" gibt es nun traurige Gewissheit: Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Fürther Michaelis-Kirchweih ("Kärwa") und das "Herbstvergnügen" abgesagt worden.

Die Michaelis-Kirchweih hätte vom 2. bis 17. Oktober stattfinden sollen und wird - ebenso wie das Herbstvergnügen - nun ersatzlos gestrichen.

Als Grund gab die Stadt Fürth die aktuell gültigen Infektionsschutzregeln an, nach denen auch die Ersatzveranstaltung unter geltenden Auflagen wirtschaftlich nicht vertretbar stattfinden könne.

Mit bis zu zwei Millionen Besuchern war die traditionelle Michaelis-Kirchweih vor Beginn der Corona-Pandemie nach Angaben der Stadt Fürth die größte Straßenkirchweih Deutschlands.

Update 19. August, 16.21 Uhr: Trotz steigender Inzidenz: Jahn gegen Schalke vor 5324 Fans

Tabellenführer SSV Jahn Regensburg darf gegen den FC Schalke 04 mehr als 5300 Fans ins Stadion lassen. (Symbolbild)
Tabellenführer SSV Jahn Regensburg darf gegen den FC Schalke 04 mehr als 5300 Fans ins Stadion lassen. (Symbolbild)  © 123RF/sportgraphic

Tabellenführer SSV Jahn Regensburg kann das Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC Schalke 04 wie erhofft vor insgesamt 5324 Zuschauern austragen.

Die Stadt Regensburg habe am Donnerstag einem entsprechenden Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung stattgegeben, wie der Verein mitteilte.

Der Corona-Schwellenwert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz war in Regensburg an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden.

Die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht in diesem Fall eine Verringerung der Zuschauerzahl auf 1500 Fans vor.

Als wesentlicher Grund für die Zulassung von mehr Zuschauern wurde das umfassende Schutz- und Hygienekonzept des SSV Jahn genannt.

Zudem steht am kommenden Montag eine Neufassung der derzeitigen Infektionsschutzmaßnahmen bevor. Danach soll auch in Bayern die Fanzulassung nicht mehr an gewisse Inzidenzwerte gekoppelt werden.

"Wir freuen uns sehr, dass wir wie beim Sandhausen-Heimspiel insgesamt 5324 Zuschauer im Jahnstadion begrüßen dürfen. Unser Dank geht an die Stadt Regensburg und die zuständigen Behörden für die Begleitung und Genehmigung des Antrags", äußerte Geschäftsführer Christian Keller in der Mitteilung des Jahn.

Update 19. August, 16.21 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 19. August, 15.18 Uhr: Corona-Zahlen steigen: Lage in Bayerns Kliniken dennoch entspannt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt, die Delta-Variante gilt als hochansteckend.

Trotzdem ist die Lage in den Kliniken nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft entspannt.

Deutlich weniger Erkrankte müssten in die Klinik, weil es inzwischen die Schutzimpfung gebe.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 19. August, 9.29 Uhr: Corona-Inzidenz: Rosenheim über 100

Rosenheim hat als erste bayerische Stadt in diesem Sommer wieder die Corona-Inzidenz von 100 überschritten. Am Donnerstag lag der Wert bei 116,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus den neuen Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Einschließlich der oberbayerischen Stadt am Inn haben nunmehr zwölf Landkreise und Städte im Freistaat die Inzidenzschwelle von fünfzig überschritten, auf den Plätzen zwei und drei liegen der niederbayerische Landkreis Dingolfing-Landau und Weiden in der Oberpfalz mit Inzidenzen von jeweils über 84.

Die landesweite Corona-Inzidenz ist auf 34,1 gestiegen, fast doppelt so hoch wie Anfang vergangener Woche. Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten 1053 neue Infektionen, das sind rund fünf Mal mehr als am 10. August.

Update 18. August, 18.20 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 18. August, 16.46 Uhr: Holetschek: Zehnfach erhöhte Corona-Inzidenz bei Ungeimpften

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist bei Ungeimpften in Bayern zehnmal so hoch wie bei Geimpften.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liege bei Ungeimpften derzeit bei 58 - bei Geimpften dagegen nur bei 5,75, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München mit.

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Update 17. August, 18.45 Uhr: Impfaktionen an Bayerns Schulen? So sieht derzeit die Planung aus

Wie geht es mit Blick auf die kommenden Monate weiter? Bayern plant derzeit keine großangelegten Impfaktionen für Schülerinnen und Schüler an den Schulen.

Mehr zum Thema "Impfaktionen an Bayerns Schulen?" gibt es hier.

Update 17. August, 18.30 Uhr: Scherz eines Vaters mit Folgen! Unerlaubte Impfung einer Neunjährigen

Nach der unzulässigen Impfung eines neunjährigen Mädchens in einem kommunalen Impfzentrum in Bayern hat die Staatsanwaltschaft über das Verfahren gegen einen Arzt entschieden.

Wie es zu der Corona-Impfung des Kindes kam, erfahrt Ihr hier.

Update 17. August, 16 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 17. August, 14.35 Uhr: Verwirrung um Auffrischungsimpfungen - Platzverweis für 84-Jährigen

In Bayern herrscht Verwirrung um die von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) angekündigten Auffrischungsimpfungen gegen Corona, etwa für Hochbetagte und Pflegebedürftige.

Im schwäbischen Krumbach musste die Polizei am Montag gegen einen 84 Jahre alten Mann einen Platzverweis aussprechen, weil er sich zuvor geweigert hatte, das Impfzentrum ohne Impfung wieder zu verlassen. Die Verantwortlichen im Impfzentrum hatten ihm nach Angaben der Polizei klargemacht, dass eine dritte Impfung derzeit nicht vorgesehen sei. Das Impfzentrum habe angegeben, über diese Neuerung nicht offiziell informiert worden zu sein, sagte ein Polizeisprecher.

Am gleichen Tag hatte jedoch Holetschek öffentlich erklärt, Auffrischungsimpfungen seien von sofort an möglich. "Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten", hatte der Minister wörtlich am Montag erklärt.

Einige Impfzentren in Bayern machten sich die Aussage aus dem Ministerium zu eigen und boten schon am Montag Auffrischungen an - darunter etwa die Impfzentren in den Landkreisen Kelheim und Pfaffenhofen. Der Landkreis Kulmbach kündigte an, Drittimpfungen seien von nächsten Montag an möglich.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) war dagegen am Montag noch davon ausgegangen, dass auf Grundlage eines von der Landesregierung entwickelten "Bayernplanes", Drittimpfungen von September an möglich gemacht werden sollen.

Update 17. August, 8.17 Uhr: Bayern kaufte Schüler-Schnelltests für 416 Millionen Euro

Der Freistaat Bayern hat innerhalb eines halben Jahres von Februar bis Juli 2021 rund 416 Millionen Euro für den Kauf von Corona-Schnelltests ausgegeben, um Präsenzunterricht an den Schulen zu ermöglichen.

Das geht aus einer Antwort des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor, die der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe) vorliegt.

Insgesamt wurden demnach mehr als 88 Millionen Antigen-Laien-Selbsttests angeschafft. Zum Stichtag am 18. Juni 2021 hatten die Schulen demnach gut 15 Millionen Tests an die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Schulverwaltungspersonal ausgegeben.

Die sogenannten PCR-Pooltests, die mittlerweile als deutlich sicherer gelten als die "Nasenbohrer"-Schnelltests, sollen im neuen Schuljahr an Grundschulen und Förderschulen zum Einsatz kommen. Die Umsetzung der PCR-Pool-Testungen sei für das erste Schulhalbjahr 2021/2022 geplant.

Gabriele Triebel, bildungspolitische Sprecherin der Grünen, kritisiert die Vorgehensweise der Staatsregierung beim Testen an Schulen.

"PCR-Tests gibt es schon seit Monaten", sagte Triebel. "Die Staatsregierung hätte hier vorausschauender planen müssen, anstatt für eine hohe Summe Schnelltests zu bestellen."

Update 16. August, 16.40 Uhr: Bayern begrüßt Pläne für neue Impfempfehlung der Stiko

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. (Symbolbild)
Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Die bayerische Staatsregierung hat die Pläne für eine neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren begrüßt.

"Endlich!", schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag auf Twitter. "Die Stiko empfiehlt die Impfung für Schüler ab 12. Das ist für den Schulstart wichtig."

Söder kritisierte allerdings, dass die Entscheidung nicht früher gefallen sei. "Leider haben wir viel Zeit verloren", betonte er. "Umso schneller sollte jetzt das Impfangebot erfolgen."

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) rief Eltern und Jugendliche auf: "Lassen Sie sich und Ihre Kinder jetzt impfen". Es stehe genügend Impfstoff zur Verfügung. "Umso mehr Kinder und Jugendliche geimpft sind, umso sicherer können wir auch in das kommende Schuljahr starten", sagte er.

Die Stiko hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, eine Corona-Impfung nun auch für alle Kinder und Jugendlichen von zwölf Jahren an aufwärts zu empfehlen.

Die Auswertung neuer wissenschaftlicher Daten habe ergeben, dass der Nutzen einer Impfung die Risiken deutlich übersteige.

Update 15. August, 14.11 Uhr: Fürther Sportchef zu Spieler-Impfungen: Überzeugen durch Argumente

Der Fürther Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi sieht auch vor dem Hintergrund des Corona-Chaos bei Konkurrent FSV Mainz 05 Impfungen von Spielern als sinnvoll an.

"Wir versuchen, durch Argumente zu überzeugen", sagte der frühere Bundesligaprofi am Sonntag im TV-Sender Sky. Wer sich impfen lasse, könne verhindern, zunächst sich selbst und dann auch andere durch Ansteckungen aus dem Spiel zu nehmen.

Azzouzi betonte zugleich, dass das Thema Impfen erstmal "jedem selbst überlassen" werden müsse. Man könne nicht pauschalisieren, da die Familien von Spielern unterschiedliche gesundheitliche Hintergründe hätten.

Vor wenigen Tagen waren mehrere Corona-Fälle bei Bundesligarivale FSV Mainz 05 aufgetreten. Darunter waren drei Spieler, wie Sportvorstand Christian Heidel sagte.

Er hoffte anschließend auf einen Impf-Effekt bei seinen Profis. Zudem meinte Heidel: "Ich kann mir Stand heute sehr schwer vorstellen, dass Mainz 05 noch mal einen Spieler verpflichtet, der nicht geimpft ist."

Update 14. August, 9.50 Uhr: Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte und Besucher in Heimen

In Altenheimen müssen sich Beschäftige und Besucher ohne Impfung testen lassen.
In Altenheimen müssen sich Beschäftige und Besucher ohne Impfung testen lassen.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) hat erneut auf die Testpflicht für ungeimpfte Besucher und Beschäftigte von Alten- und Pflegeheimen ab Montag hingewiesen.

"Wenn Besuchende und Mitarbeitende aus dem Urlaub zurückkommen, hat so mancher das Coronavirus im Gepäck. Wir reagieren daher schon heute vorausschauend: Wer sich nicht impfen lassen kann oder will, muss sich ab dem 16. August testen lassen", sagte Holetschek am Samstag in München.

"Angesichts wieder steigender Inzidenzen müssen wir die besonders gefährdeten Gruppen mit allen Mitteln schützen." Die Testpflicht gilt unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz des jeweiligen Ortes.

Nicht geimpfte oder nicht genesene Beschäftigte in Alten- sowie von Pflege- und Behinderteneinrichtungen müssen sich demnach ab Montag an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche, in der sie zum Dienst eingeteilt sind, auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Das Schutz- und Hygienekonzept von Krankenhäusern sowie von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen muss ein Testkonzept enthalten, das Testangebote für die Beschäftigten an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorsieht.

Auch Besucher von Bewohnern von Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen müssen sich unabhängig von der Inzidenz testen lassen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind.

Update 13. August, 14 Uhr: Klaus Holetschek wirbt für Corona-Impfung

Klaus Holetschek (56, CSU) hat erneut Werbung für die Corona-Impfung gemacht - diesmal in der Münchner Frauenkirche. "Leichter und bequemer als jetzt war es nie, sich eine Corona-Schutzimpfung zu holen", sagte Holetschek bei einem Besuch im Münchner Dom.

Warum das Impfen aus Sicht des Gesundheitsministers so wichtig ist, erfahrt Ihr hier.

Update 13. August, 13.55 Uhr: Marianne Koch ruft zur Corona-Impfung auf! "Informieren Sie sich"

Marianne Koch (89), früher Filmstar und dann Ärztin, ruft Unentschlossene zur Coronavirus-Impfung auf.

"Informieren Sie sich, wie eine Impfung funktioniert und warum es so wichtig ist, dass Ihr Immunsystem rechtzeitig Waffen gegen das Virus produzieren kann", sagte die Ex-Schauspielerin und Medizinerin in einem DPA-Interview.

Alle Aussagen der 89-Jährigen zum Thema Corona-Impfung findet Ihr hier.

Marianne Koch (89), früher Filmstar und dann Ärztin, ruft Unentschlossene zur Corona-Impfung auf. (Archivbild)
Marianne Koch (89), früher Filmstar und dann Ärztin, ruft Unentschlossene zur Corona-Impfung auf. (Archivbild)  © picture alliance/dpa

Update 12. August, 17 Uhr: Ministerium verteidigt Wegwerfen von Corona-Impfstoff

Das bayerische Gesundheitsministerium hat das Wegwerfen Zehntausender Corona-Impfstoffdosen in Bayerns Impfzentren verteidigt.

Es handele sich um weniger als ein Prozent der verabreichten 14,7 Millionen Impfstoffdosen, teilte das Ministerium am Donnerstag in München mit. Es sei nicht völlig zu verhindern, dass Impfstoffe verloren gehen. Neben einzelnen Handhabungsfehlern oder Verunreinigungen spiele auch die Logistik eine Rolle.

Bei zunehmender Impfmüdigkeit in der Bevölkerung komme es etwa vor, dass aus einem Impfstoff-Röhrchen mit sechs bis sieben Einzeldosen nur einige Dosen verwendet werden können, der Rest dann aber nicht mehr gelagert werden könne und somit verworfen werden müsse. In einem Flächenland wie Bayern sei zudem eine tagesgenaue Belieferung der 98 Impfzentren nicht möglich. Bei wochenweiser Belieferung sei nicht auszuschließen, dass an der einen oder anderen Stelle zu viel geliefert und nicht rechtzeitig verbraucht werden könne.

Die SPD hatte kritisiert, dass in Bayern mehr Impfdosen als in anderen Bundesländern weggeworfen werden müssen. Gleichzeitig hinkt der Freistaat dem Bundesdurchschnitt beim Impffortschritt weiter hinterher.

Der Impfstoff hätte längst etwa Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden können, hatte SPD-Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann kritisiert.

Update 12. August, 13.30 Uhr: Corona-Einreisekontrollen "wenig zielführend"?

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern hält die Corona-Einreisekontrollen an den Grenzen des Freistaats für "wenig zielführend".

Die "Stichprobenkontrollen" von Reiserückkehrern trieben "die eh schon sehr hohe Belastung der dafür zuständigen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten noch weiter nach oben", teilte die Gewerkschaft am Donnerstag in München mit. Dadurch könnten Kernaufgaben in der Schleierfahndung "vernachlässigt werden".

"Optimal wäre eine viel größere Ausdehnung der Kontrollen", sagte GdP-Landeschef Peter Pytlik. "Aber das können wir einfach nicht, weil wir das Personal dazu nicht haben." Zur Frage, wer solche flächendeckenden Kontrollen stattdessen übernehmen könnte, gebe es aber "keine Ideen", sagte Pytlik.

Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) hatte eine positive Zwischenbilanz der Corona-Einreisekontrollen in Bayern gezogen: Die Bayerische Grenzpolizei habe trotz coronabedingter Zusatzaufgaben «herausragende Erfolge bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität sowie der illegalen Migration» vorweisen können.

Sind die Corona-Einreisekontrollen "wenig zielführend"? (Symbolbild)
Sind die Corona-Einreisekontrollen "wenig zielführend"? (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Update 11. August, 13.55 Uhr: Weiter nur wenige Verstöße gegen Testpflicht bei Einreise

In Bayern gibt es weiterhin kaum Verstöße gegen die Corona-Testpflicht bei der Einreise aus dem Ausland.

Bis einschließlich Dienstag habe die Bayerische Grenzpolizei mehr als 45 000 Reisende kontrolliert, von denen sich nur 68 nicht an die seit 1. August geltende Corona-Einreiseverordnung gehalten hätten, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei einem Besuch der Bayerischen Grenzpolizei in Piding (Landkreis Berchtesgadener Land) am Mittwoch. Die Quote von nur 0,15 Prozent sei "eine überaus erfreuliche Bilanz".

Auch die Bundespolizei hat bei ihren Kontrollen in Bayern nur wenige Verstöße entdeckt: Bis Dienstag kontrollierten die Beamten vor allem am Münchner Flughafen etwa 193 500 Reisende und meldeten nur 781 Verstöße, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel, bei dem Besuch der Kontrollstelle in Piding.

Seit 1. August müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negatives Corona-Testergebnis vorzeigen oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug nach Deutschland kommen.

Update 11. August, 12.03 Uhr: Aufwärtstrend im Gastgewerbe - noch weit unter Niveau vor Corona

Im bayerischen Gastgewerbe gibt es Anzeichen für eine Erholung, noch ist es aber weit vom Niveau vor Corona entfernt.

Im Juni legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,9 Prozent zu, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch mitteilte. Vor allem Hotellerie und Caterer trugen mit starkem Wachstum zum Aufschwung bei. Allerdings sind die Vergleichszahlen stark von Corona beeinflusst: Im Juni 2020 hatte es durch die Pandemie einen Einbruch um 43 Prozent gegeben.

Die Belastung des Gastgewerbes durch Corona macht sich auch weiterhin bei den Beschäftigten bemerkbar. Ihre Zahl lag im Juni im Jahresvergleich um 6,9 Prozent niedriger als zwölf Monate davor. Bereits vor einem Jahr hatte es ein Minus von 22,4 Prozent gegeben.

Update 11. August, 10.09 Uhr: Holetschek sieht noch Nachbesserungsbedarf bei Corona-Indikatoren

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Strategie noch Nachbesserungsbedarf bei den Indikatoren.

"Bei dem Thema Inzidenz und weitere Faktoren hätte ich mir schon gewünscht, dass man vielleicht klarere Parameter gefunden hätte. Da ist der Bund auch nochmal gefordert, was vorzulegen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Die Indikatoren waren am Dienstag ein Thema der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. In ihrem Beschluss hieß es dazu, die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 werde als "wichtige Größe zur Beurteilung des Infektionsgeschehens" betrachtet.

Daneben wurde betont, dass Bund und Länder "alle Indikatoren, insbesondere die Inzidenz, die Impfquote, und die Zahl der schweren Krankheitsverläufe sowie die resultierende Belastung des Gesundheitswesens berücksichtigen", um die Corona-Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen.

Holetschek, aktueller Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sprach nach den Beratungen insgesamt von einer Standortbestimmung vor dem Herbst, die wichtig gewesen sei. Er verwies insbesondere auf den Appell, sich impfen zu lassen.

Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte Holetschek: "Das Impfen hilft uns aus der Pandemie, nicht das Testen." Die Abschaffung der kostenfreien Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober sei richtig. Die Solidargemeinschaft könne nicht mehr dafür aufkommen, "wenn der eine oder andere sagt: Ich lasse mich nicht impfen, weil ich darauf warte, bis alle anderen geimpft sind."

Update 10. August, 17.10 Uhr: Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis

Der Bund wird ab dem 11. Oktober nicht mehr die Kosten für Corona-Schnelltests für alle Bürger übernehmen.

Wer sich nicht impfen lässt und zum Beispiel für einen Restaurantbesuch einen negativen Test braucht, muss diesen dann selbst bezahlen.

Ausnahmen gelten nach einem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Update 10. August, 17 Uhr: Nicht-Geimpfte und -Genesene brauchen bald mehr Tests

Für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene werden negative Corona-Tests noch im August zur Voraussetzung für viele Aktivitäten in Innenräumen.

Dies betrifft nach einem Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag zum Beispiel das Essen in Restaurants, den Besuch beim Friseur oder Sport im Fitnessstudio oder Schwimmbad. Ausnahmen kann es demnach für regelmäßig getestete Schüler und Regionen mit niedrigen Inzidenzen geben.

Update 10. August, Holetschek will Versorgung von Post-Covid-Patienten verbessern

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will die Versorgung von Menschen mit Corona-Langzeitfolgen vorantreiben.

"Wir wollen praktische Projekte und Ansätze finden, wie wir die Versorgung fördern und damit die Behandlung für Patientinnen und Patienten optimieren können", sagte Holetschek am Dienstag anlässlich eines Besuchs bei Long-Covid-Grundlagenforschern im Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen.

Die Grundlagenforschung des Instituts und die Versorgungsforschung der Förderinitiative des Freistaats ergänzten sich gut, sagte der Minister. "Ich ermutige die Einrichtungen und Krankenhäuser sowie Netzwerke und Verbünde, sich mit innovativen Projekten zu bewerben und so gemeinsam neue Versorgungsfelder zu erschließen.»

Jeder zehnte Erkrankte hat geschätzt mit Spätfolgen zu kämpfen. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Menschen, bundesweit etwa 370.000. Nach Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns wurden im Freistaat im ersten Quartal 18.500 gesetzlich Versicherte mit einer Post-Covid-Diagnose ambulant behandelt. Hinzu kommen 13.500 Behandlungen nach einer akuten Erkrankung sowie etwa 500 Patienten mit Entzündungssyndromen in Verbindung mit Corona. Allerdings gibt es bisher keine offizielle Definition der Post-Covid-Erkrankung.

Holetschek hob die Ergebnisse der Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut (MPI) hervor. Die Charakterisierung von Blutzellen ermögliche es, rasch Veränderungen dieser Zellen aufzuspüren. Der geschäftsführende Direktor des MPI, Jochen Guck, sagte, die Methode erlaube, den Zustand von Zellen zu ertasten - und eröffne so neue Möglichkeiten, nicht nur Krankheiten wie Long-Covid, sondern etwa auch Krebs besser zu diagnostizieren.

Zu Long-Covid-Symptomen zählen etwa Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Atem- und Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Update 10. August, 12.12 Uhr: Realschullehrerverband fordert strikte Kontrollen für Präsenzschule

Der Deutsche Realschullehrerverband (VDR) fordert vor der bundesweiten Rückkehr in die Schulen nach den Sommerferien klare Corona-Hygieneregeln mit strikter Kontrolle.

Dazu sei vor Start des Präsenzunterrichts ein externer und durch Fachpersonal durchgeführter PCR-Test notwendig, verlangt der VDR-Bundesvorsitzende Jürgen Böhm.

"Diese Tests müssen gerade nach der Ferien- und Urlaubszeit unbedingt außerhalb der Schule stattfinden, um so einen weiteren Anstieg an Infektionen einzudämmen", sagte Böhm einer Mitteilung seines Verbandes vom Dienstag zufolge in München. Tests an Schulen sollten weiterhin kostenlos sein, solange es keine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche gebe.

Luftfilteranlagen müssten als zusätzliche Sicherheitsstufe eingebaut werden, fordert der VDR-Chef. "Voller Präsenzunterricht wird im kommenden Herbst und Winter nur möglich sein, wenn endlich überall klare und nachvollziehbare Regeln eingefordert und umgesetzt würden und Schulen nicht weiter sich selbst überlassen werden."

Update 10. August, 10.33 Uhr: Bayern gibt rund 738.000 Impfdosen an den Bund zurück

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen hat Bayern 738.350 Dosen an den Bund zurück gegeben.

Darunter sind 685.100 Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Hinzu kommen 53.250 Dosen von Johnson & Johnson. Bundesweit schickten die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück.

Dieser will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück - nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund.

Update 10. August, 9.55 Uhr: Inzidenz steigt leicht: Aschaffenburg und Berchtesgaden über 50

Die Corona-Inzidenzen in Bayern steigen weiter auf niedrigem Niveau.

Nach den am Dienstag veröffentlichten aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Stadt Aschaffenburg mit 53,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wieder an der Spitze. Der Landkreis Berchtesgadener Land lag mit 51 wieder über der Fünfziger-Marke.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten 210 neue Infektionen. Die bayernweite Inzidenz lag mit 16,1 zwar weiter unter dem Bundesdurchschnitt von 23,5, klettert jedoch langsam nach oben. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 14 gelegen.

An diesem Dienstag wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, ob Corona-Tests kostenlose bleiben und die Inzidenz der Hauptmaßstab für Einschränkungen des öffentlichen Lebens bleiben soll.

Die CSU will die Tests nicht mehr kostenlos anbieten, das soll die Impfbereitschaft erhöhen. Die Freien Wähler mit dem impfskeptischen Parteichef Hubert Aiwanger an der Spitze sind gegen die Abschaffung kostenloser Tests.

Update 9. August, 20.20 Uhr: Inzidenz weiter maßgeblich

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sieht die Sieben-Tage-Inzidenz weiter als maßgebende Zahl für die Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland.

"Wir brauchen die Inzidenz als Seismograph, weil sie als erster Wert die Entwicklung der Corona-Lage widerspiegelt", sagte er vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag dem "Münchner Merkur".

Allerdings müsse künftig zusätzlich im Hintergrund "ein System laufen, das die Hospitalisierung, die Kapazität an Intensivbetten und die Impfquote einfließen lässt".

Daraus könnten dann die Inzidenz-Grenzwerte, ab denen die Politik handelt, neu angepasst werden.

Update 9. August, 16 Uhr: Studie zu Corona-Tests in Kitas: Keine unentdeckten Infektionen

Regelmäßige Corona-Tests in Kitas haben sich einer Würzburger Studie zufolge bewährt. Es habe keine Hinweise auf unentdeckte Infektionen gegeben, teilte das Universitätsklinikum Würzburg am Montag mit.

Im gesamten dreimonatigen Studienzeitraum seien Kinder und Personal zweimal pro Woche über eine zu Hause gewonnene Mundspülprobe (Spucktest) oder Antigen-Schnelltests (Nasentest) überprüft worden. Dabei sei nur eine einzige Covid-Infektion nachgewiesen worden. Antikörpertests belegten, dass keine Infektionen übersehen wurde. Allerdings war die Inzidenz insgesamt niedrig.

Von Mai bis Juli 2021 hatten die Wissenschaftler in der zweiten Phase der im Oktober 2020 gestarteten Würzburger Kindergarten-Corona-Studie (Wü-KiTa-CoV) Teststrategien für die Kinder und das Personal in neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen untersucht. Ziel war es, optimale Testmethoden zu finden, um Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus möglichst frühzeitig zu entdecken.

Dafür waren etwa 800 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 150 Betreuer zur Studienteilnahme eingeladen worden. Das entspreche etwa einem Viertel aller in Würzburg betreuten Kinder dieser Altersgruppe. Mehr als die Hälfte der Angefragten aus beiden Probandengruppen hatten mitgemacht, wie es hieß.

Die Vor- und Nachteile einer kontinuierlichen Testung mit PCR-Methode aus einer Mundspülprobe gegenüber Antigen-Schnelltest über Nasenabstrich werden noch ausgewertet.

Update 9. August, 11.48 Uhr: Gesunkene Inzidenz: Berchtesgadener Land kann Corona-Regeln lockern

Im Landkreis Berchtesgadener Land werden die Corona-Regeln ab Dienstag wieder gelockert. Dann gelten die Vorschriften für eine Inzidenz zwischen 25 und 50, wie das Landratsamt am Montag im Amtsblatt veröffentlichte.

Nach einem Corona-Ausbruch hatten seit dem 2. August strengere Regeln gegolten, nachdem im Landkreis fünf Tage hintereinander die Inzidenz wieder unter 50 lag, fallen nun diverse Einschränkungen weg.

Die niedrigere Inzidenzeinstufung bedeutet unter anderem, dass es bei privaten Treffen nur noch eine Begrenzung der Zahl der Personen aber nicht mehr der Haushalte gibt, zudem dürfen sich bei öffentlichen Veranstaltungen wieder mehr Personen treffen. Beim Sport entfällt die Pflicht zu Test oder Begrenzung der Personenzahl, in der Gastronomie dürfen wieder Personen aus mehreren Hausständen ohne Test an einem Tisch sitzen und in der Hotellerie müssen sich Gäste nicht mehr regelmäßig nachtesten.

Ab Dienstag gelten dann in keinem bayerischen Landkreis die strengeren Regeln für Inzidenzen über 50. Aschaffenburg lag am Montag zwar erneut über 50, allerdings erst den zweiten Tag in Folge - die Inzidenzeinstufung würde aber erst nach drei Tagen nach oben gesetzt. Sollte die Stadt am Dienstag erneut über die Schwelle liegen, würden dort ab Donnerstag schärfere Regeln gelten.

Update 9. August, 8.47 Uhr: Alle bayerischen Kreise melden Corona-Neuinfektionen

In allen bayerischen Kreisen hat es in den vergangenen sieben Tage Corona-Neuinfektionen gegeben.

Damit weist - anders als in den vergangenen Tagen - kein Landkreis oder keine kreisfreie Stadt mehr eine Inzidenz von null auf. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 185 neue Fälle. Die Inzidenz für den Freistaat lag am Montagmorgen demnach bei 15,9 - und damit unter dem Bundesschnitt von 23,1.

Spitzenreiter war weiterhin die Stadt Aschaffenburg mit einem Wert von 56,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger.

Die Zahlen hat das RKI um 3.13 Uhr veröffentlicht, nachträgliche Korrekturen sind möglich.

Update 9. August, 6.02 Uhr: Passauer Soziologe: Trotz Corona verdrängen viele den Tod

In der Corona-Pandemie mit den täglichen Meldungen über Covid-19-Tote verdrängen nach Ansicht des Passauer Soziologen Matthias Meitzler viele Menschen den Tod.

"Für alle, die niemanden verloren haben, bleiben das abstrakte Zahlen", sagte der 35-Jährige. Entscheidend sei die persönliche Betroffenheit. "Auch schon vor der Pandemie wussten alle, dass täglich Menschen sterben. Das verdrängen die meisten aber im Alltag."

Die Pandemie könnte aber bestehende Trends rund um Tod und Trauer verstärkt haben. "Trauer und Beisetzungen werden zunehmend technisiert. Dazu gehören unter anderem Trauerhallen mit Kameras, die auf Wunsch die Trauerrede filmen, damit Nichtanwesende sie per Stream verfolgen können", sagt der 35-Jährige. Früher hätte das Filmen noch als pietätlos gegolten.

Auch der Wunsch nach privateren Beisetzungen könnte zunehmen. Das habe sich schon vor Corona abgezeichnet. "Immer häufiger steht in Traueranzeigen, dass von Beileidsbekundungen am Grab abzusehen sei. Oder die Beisetzung hat längst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden", erläutert Meitzler.

Update 8. August, 12.39 Uhr: Aschaffenburg überspringt 50er-Marke bei Corona-Inzidenz

Mit der Stadt Aschaffenburg hat in der Corona-Pandemie erneut eine bayerische Region die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz für die Stadt Aschaffenburg am Sonntag mit 59,2 an.

Der Landkreis Berchtesgadener Land lag mit 47,2 nur noch knapp unter der 50er Grenze. Mit der Stadt Coburg wies am Sonntag nur noch eine Region in Bayern eine Null-Inzidenz auf.

Im Durchschnitt stieg die Inzidenz in Bayern auf 15,3 und lag damit weiter deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 22,6. Binnen 24 Stunden gab es im Freistaat insgesamt 423 neue Corona-Infektionen.

Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurden nicht gemeldet. Die vom RKI am Wochenende gemeldeten Fallzahlen können eine leicht verzerrte Sicht der realen Verhältnisse darstellen, weil nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten nach Berlin melden.

Update 7. August, 12.31 Uhr: Zwei bayerische Städte bei Corona mit Null-Inzidenz

Mit den Städten Coburg und Schweinfurt weisen in Bayern weiterhin zwei Regionen eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null bei den Corona-Neuinfektionen auf.

Landesweit lag dieser Wert am Samstag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 14,2 und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 21,2. Der höchste Inzidenzwert in Bayern wurde im Landkreis Berchtesgadener Land mit 47,2 festgestellt, gefolgt von der Stadt Aschaffenburg mit 45,1.

Binnen 24 Stunden waren im Freistaat 346 Neuinfektionen hinzugekommen, zwei Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Update 6. August, 19.46 Uhr: Sibler: "Präsenzlehre ein Muss für das Wintersemester"

An den bayerischen Hochschulen zieht wieder Leben ein. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sagte am Freitag, Präsenzlehre sei "ein Muss für das Wintersemester".

Der aktuelle Beschluss der Kultusministerkonferenz bestätige seine Linie, das Studium vor Ort wieder zum Regelfall zu machen: "Schließlich haben unsere Studentinnen und Studenten lange genug auf den direkten Kontakt vor Ort und den persönlichen Austausch verzichten müssen." Der unmittelbare Austausch und das Miteinander seien ein wichtiger Bestandteil von Studium, Forschung und Lehre.

Die Staatsregierung erlaubt den Hochschulen seit einer Woche bei einer Inzidenz bis 100 Präsenzveranstaltungen auch dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Studenten nicht durchgängig eingehalten werden kann. Es bleibt bei der FFP2-Maskenpflicht.

Update 6. August, 17.38 Uhr: Holetschek: Pandemie-Maßnahmen nicht vorschnell aufgeben

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage vor der vorschnellen Aufgabe von Regelungen im Kampf gegen die Pandemie gewarnt.

"Die Pandemie ist nicht vorüber", warnte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern am Freitag in München. "Die Pandemie wird nicht enden, weil wir gesetzlich ein Ende der Pandemie festlegen, wie das etwa die Freien Wähler glauben machen wollen", betonte Holetschek.

Er forderte den Bund auf, die sogenannte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" über den 11. September hinaus zu verlängern. "Wir werden auch künftig, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, passende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens brauchen. Dafür brauchen wir weiterhin eine Rechtsgrundlage", sagte Holetschek. Die Infektionszahlen seien jetzt höher als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

Die Eindämmungsmaßnahmen dürften nicht dem verständlichen Wunsch nach Normalität geopfert werden. "Wenn wir jetzt zu früh unseren Kurs der Umsicht und Vorsicht aufgeben, laufen wir Gefahr, dass uns die vierte Welle und noch stärker ansteigende Infektionszahlen wie ein Bumerang einholen", sagte Holetschek.

Die Entwicklung in anderen Staaten zeige diese Gefahr eindrücklich. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen an diesem Dienstag beraten.

Update 6. August, 14.15 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 6. August, 8 Uhr: 336 neue Corona-Infektionen im Freistaat

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf.
Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf.  © Sven Hoppe/dpa

In Bayern liegt die Corona-Inzidenz weiterhin in allen Landkreisen unter der kritischen Schwelle von 50.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden binnen 24 Stunden 336 Neuinfektionen gemeldet, wie Zahlen des RKI-Dashboards vom Freitagmorgen zeigen. Die Inzidenz im Freistaat liegt demnach bei 13,8 - und ist damit niedriger als der bundesweite Wert von 20,4.

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat bayernweit weiterhin die höchste Inzidenz mit 41,5 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Hier gelten nach hohen Werten in der Vorwoche strengere Regeln mit einer ausgeweiteten Testpflicht und Kontaktbeschränkungen.

Erst wenn die Inzidenz fünf Tage hintereinander unter 50 liegt, werden die Regelungen wieder gelockert. Im Berchtesgadener Land ist nun am dritten Tag hintereinander die 50er-Marke wieder unterschritten worden.

Keine neue Infektion mit Sars-CoV-2 in den vergangenen sieben Tagen meldete einzig die Stadt Schweinfurt.

Update 5. August, 15 Uhr: Rund 53.000 Impfdosen in Bayerns Impfzentren weggeworfen

Rund 53.000 ungenutzte Impfdosen sind in Bayerns Impfzentren bislang entsorgt worden - mehr als die Hälfte davon im Juli.

"Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung", sagte eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag in München. Gleichzeitig müsse der Freistaat aber weiter genügend Impfstoff für Impfwillige bereithalten.

Die Impfdosen würden teilweise auch aus anderen Gründen entsorgt, zum Beispiel wegen Verunreinigungen, sagte die Ministeriumssprecherin. Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will der Freistaat zwar an den Bund zurückgeben, damit dieser sie an andere Staaten spenden kann.

Dazu müssen die Dosen nach Angaben des Ministeriums aber noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

Update 4. August, 11.46 Uhr: Landes-Sportverband appelliert: Keinen neuen Lockdown im Herbst

Der Bayerische Landes-Sportverband hat an die Politik appelliert, den organisierten Sport während der Corona-Pandamie nicht noch einmal stärker einzuschränken.

"Unsere Forderung an die Politik ist, dass es keinen neuen Lockdown im Herbst geben darf. Aus unserer Sicht sind mit dem 3G-Konzept – geimpft, getestet, genesen – auch keine weiteren Einschränkungen im organisierten Sport nötig", sagte BLSV-Präsident Jörg Ammon.

Ammon wies auf die größte Herausforderung des organisierten Sports für die Zukunft hin. Man müsse "Kinder und Jugendliche wieder in Sport und Bewegung bringen". Dabei hofft der BLSV darauf, dass die Sportgroßveranstaltung European Championships im kommenden Jahr eine Sogwirkung für Bayerns Sport hat. "Wir wollen den Turbo der European Championships nutzen, um noch mehr Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu begeistern", sagte Geschäftsführerin Susanne Burger.

Laut Mitteilung vom Mittwoch haben die rund 12.000 Sportvereine zum 31. Juli rund 4,322 Millionen Mitglieder. Im Vergleich zur Vorjahresmitte 2020 entspricht dies einem Rückgang von 3,2 Prozent. Insbesondere bei den Kindern (-8,9 Prozent) und Jugendlichen (-2,8) mussten die Sportvereine einen deutlichen Rückgang hinnehmen. Auch wenn die Mitgliederzahlen im BLSV nach einem vollständig durch die Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 seit der Öffnung des Sports im Juni 2021 nun wieder ansteigen, will der BLSV vor allem Kinder und Jugendliche für mehr Sport und Bewegung begeistern.

Insgesamt sei der bayerische Sport gut durch die Pandemie gekommen. "Der Jahresabschluss des BLSV für 2020 hat erneut einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der unabhängigen Wirtschaftsprüfer erhalten. Außerdem hat der Verband einen Compliance-Codex beschlossen, der nun umgesetzt wird", sagte Werner Lechner, der Vorsitzende des BLSV-Aufsichtsrats.

Update 4. August, 8.25 Uhr: Corona-Zahlen in Bayern leicht gesunken

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bayern gestaltet sich weiterhin günstiger als im Bundesdurchschnitt.

In Bayern fiel die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch leicht auf 13,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nach 14 am Dienstag, wie aus den vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 18,5.

Der Landkreis Berchtesgadener Land, in den zurückliegenden Tagen mit einer Inzidenz von über 50 im kritischen Bereich, lag am Mittwoch mit 47,2 wieder unter der Schwelle von 50. Wird diese Zahl drei Tage in Folge überschritten, werden Eindämmungsmaßnahmen in der Region eingeleitet, etwa eine Testpflicht bei Gaststätten-Besuchen. Auch in der Stadt Aschaffenburg, die am Dienstag noch auf die 50er-Grenze zusteuerte, ging es wieder leicht nach unten, auf 40,5.

Mit der kreisfreien Stadt Schwabach und dem benachbarten mittelfränkischen Kreis Weißenburg-Gunzenhausen weisen zwei Regionen in Bayern weiterhin eine Null-Inzidenz auf. Insgesamt zählte das Robert Koch-Institut am Mittwoch in Bayern 368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und 4 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Update 4. August, 6.09 Uhr: Holetschek für Ende kostenloser Corona-Tests - aber Zeitpunkt offen

Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich vor der Plenarsitzung im bayerischen Landtag mit Klaus Holetschek (beide CSU), Gesundheitsminister von Bayern.
Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich vor der Plenarsitzung im bayerischen Landtag mit Klaus Holetschek (beide CSU), Gesundheitsminister von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Der Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests - will dafür aber noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen.

"Ich unterstütze den Vorschlag des Bundes-Gesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München. Er betonte aber: "Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein."

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, soll es demnach weiterhin kostenlose Tests geben.

Holetschek unterstützt dieses Vorgehen. "Wenn Bürgerinnen und Bürger absehbar die Chance hatten, ein Impfangebot zu bekommen oder ein Angebot sogar selbst ausgeschlagen haben, sollten sie sich nicht weiter auf Kosten der Solidargemeinschaft freitesten können", sagte er.

Es solle aber weiterhin niemand für einen Test zahlen müssen, der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne oder bei dem ein akuter Corona-Verdacht bestehe. Niemand dürfe unverschuldet auf Kosten sitzen bleiben. "Testen ist kein Luxus, wenn es notwendig ist. Gratis-Tests für Impfverweigerer oder Impfmuffel sollte es aber nicht dauerhaft geben", argumentierte er. "Es kann und darf nicht sein, dass die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, von allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft finanziert wird."

Holetschek argumentierte zudem, viele Menschen hätten bisher einfach nicht den Anlass gesehen, sich mit den Risiken und Chancen einer Impfung gegen das Coronavirus auseinanderzusetzen - "da sie sich einfach kostenlos testen lassen konnten, um einen entsprechenden Testnachweis zu erhalten". "Eine Kostenpflichtigkeit würde viele veranlassen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen."

Update 3. August, 16.36 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 3. August, 16.30 Uhr: Holetschek: Impftermine für über 12-Jährige auch via Online-Portal

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bekommen in Bayern seit Kurzem auch Corona-Impftermine in den Impfzentren.

"Das Online-Impfportal BayIMCO wurde auch für Kinder und Jugendliche so programmiert, dass diese automatisch zu einem Impftermin eingeladen werden können", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag.

"Die Weichen sind also gestellt, um unverzüglich Impftermine zu vereinbaren." Es gebe aktuell genügend Impfstoff, und die Impfzentren seien über das weitere Vorgehen informiert worden.

Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche ab zwölf schon seit einiger Zeit geimpft werden, bei Kinderärzten, aber auch im Rahmen von Sonderaktionen.

Die Impfungen seien in den vergangenen Wochen schon erfolgreich angelaufen, etwa durch Familienimpftage, sagte Holetschek. Inzwischen hätten mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent schon die zweite.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montagabend beschlossen, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten - so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. Bayern hatte dies schon vorher angekündigt.

Update 3. August, 13.45 Uhr: Hälfte der Menschen in Bayern vollständig geimpft

Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft. In Bayern hat sich die Hälfte der Bevölkerung bisher impfen lassen.
Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft. In Bayern hat sich die Hälfte der Bevölkerung bisher impfen lassen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Hälfte der Menschen in Bayern ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

"Das ist eine wichtige Wegmarke sieben Monate nach Beginn der Impfungen und ein großer Erfolg", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. Aber es sei ein Etappenziel, noch nicht die Ziellinie.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in Bayern bislang gut 7,8 Millionen Erstimpfungen (59,6 Prozent der Gesamtbevölkerung) und mehr als 6,6 Millionen Zweitimpfungen (50,7 Prozent der Gesamtbevölkerung) verabreicht - insgesamt also schon mehr als 14 Millionen Impfdosen. "Wenn man sich nur die Volljährigen im Freistaat anschaut, haben sogar mehr als zwei Drittel mindestens eine Impfung erhalten, und rund 60 Prozent der Volljährigen haben schon den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus", fügte der Minister hinzu.

Auch bei den 12- bis 17-Jährigen gebe es Fortschritte. "Inzwischen haben mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent haben den vollen Schutz", berichtete Holetschek.

Holetschek warb erneut vehement für die Impfung. "Ich rufe die bisher noch ungeimpften Menschen auf, sich aktiv für die Impfung zu entscheiden", sagte er. "Nutzen Sie die vielen Impfaktionen vor Ort: vom Impfbus auf dem Marktplatz, beim Sportverein bis hin zum Familienimpftag. Die Impfungen kommen zu den Menschen – es war noch nie so leicht und unkompliziert, an eine Impfung zu kommen."

Eine Impfung diene nicht nur dem eigenen Schutz, sondern schütze auch diejenigen mit, die sich nicht impfen lassen können, sagte der Minister.

"Den bislang ungeimpften Bürgerinnen und Bürgern rufe ich zu: Es reicht nicht, sich zurückzulehnen. Die Pandemie mit all ihren Einschränkungen werden wir nur besiegen, wenn auch Sie sich impfen lassen."

Update 3. August, 9.45 Uhr: Aschaffenburg steuert auf Inzidenzwert 50 zu

Nach dem Landkreis Berchtesgaden steuert Aschaffenburg als zweite bayerische Kommune wieder auf einen Corona-Inzidenzwert von 50 zu.

Am Dienstag lag der Wert in der unterfränkischen Stadt bei 45,1, wie aus dem Covid-Dashboard des Robert Koch-Instituts in Berlin hervorgeht. Im Berchtesgadener Land ist die Corona-Inzidenz mit 54,8 weiter die bayernweit höchste.

Liegt die Corona-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 50, gelten dort wieder schärfere Vorschriften, unter anderem eine Testpflicht für die Gastronomie und strengere Kontaktbeschränkungen.

Die Corona-Inzidenzen steigen seit Wochen nahezu kontinuierlich, wenn auch auf weiterhin niedriger Basis. Bayernweit lag der Wert am Dienstag bei 14, Anfang vergangener Woche war er noch unter 11 gewesen. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 15.340.

Update 2. August, 18.34 Uhr: Kontrollen bei Einreise: Kaum Verstöße gegen Testpflicht

Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.
Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.  © Matthias Balk/dpa

Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt.

Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien "von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten" worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien "konsequente Kontrollen" weiter wichtig.

Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. "Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen."

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

Update 2. August, 11.25 Uhr: Mehr Neugründungen trotz Corona-Krise

In Bayern sind im ersten Halbjahr trotz andauernder Corona-Krise wieder mehr Unternehmen gegründet worden.

Ausnahmen sind die von den monatelangen Schließungen hart getroffenen Branchen wie Gastronomie oder Reisebüros. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mit.

Demnach wurden von Anfang bis Januar 54.183 neue Unternehmen gegründet, im Jahresvergleich ein Anstieg von mehr als 16 Prozent. Doch im Gastgewerbe wurden nur 1945 neue Betriebe angemeldet, das war ein Rückgang von 12 Prozent.

Bei Kunst, Unterhaltung und in der Reisebranche fielen die Rückgänge bei den Neugründungen mit jeweils knapp unter 12 Prozent fast ebenso hoch aus.

Update 2. August, 11.10 Uhr: Corona-Verstöße bringen Kommunen Arbeit und Geld

Zu viele Leute getroffen, ohne Maske unterwegs und das auch noch nachts - Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gibt es viele. Tausende Anzeigen haben die Kommunen deshalb abzuarbeiten.

Hier geht es zum ganzen Artikel hinsichtlich der Corona-Verstöße und deren entsprechenden Folgen.

Update 2. August, 10.55 Uhr: Impfangebot für Jugendliche? Klaus Holetschek mit Forderung

Vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat sich Klaus Holetschek (56, CSU) erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.

Die Aussagen des Gesundheitsminister Bayerns zur Impfung von Kindern und Jugendlichen findet Ihr hier.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 1. August, 17.45 Uhr: Bayern rüstet sich für Auffrischungsimpfungen

Bayern rüstet sich dafür, im Herbst Auffrischimpfungen gegen Corona anzubieten.

"Schon allein aus präventiven Gesichtspunkten dürfte eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein. Daher hat Bayern bereits seine Corona-Impfstrategie auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet. Die Organisation und Ausrichtung der Impfzentren wird angepasst", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag auf Anfrage. "Mit unseren mobilen Teams werden wir auch die besonders schutzbedürftigen Personen in Einrichtungen impfen können."

Wichtig seien ihm "klare und unbürokratische Vorgaben", welche Gruppe als erstes eine Impfung zur Auffrischung des bisherigen Impfschutzes bekommt. "Ich habe bereits frühzeitig betont, dass wir dringend belastbare Aussagen des Bundes und der Ständigen Impfkommission dazu brauchen." Er werde diesen Aspekt am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz ansprechen.

Bei der Video-Tagung am Montag dürfte es vor allem um die Impfung von Jugendlichen gehen. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

"Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt", heißt es in dem Entwurf.

Holetschek sagte dazu: "Dass alle Jugendliche ein Impfangebot mit entsprechender ärztlicher Aufklärung bekommen sollen, haben wir in Bayern bereits im Kabinett beschlossen. Es gibt zahlreiche Sonderimpfaktionen, die sich gerade auch an Schüler und Studenten richten."

Update 1. August, 12.22 Uhr: Einreise-Testpflicht: Schleierfahnder überprüfen Urlauber

Schleierfahnder werden in bayerischen Grenzregionen die Einreise-Regeln im Blick behalten. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann an. (Archiv)
Schleierfahnder werden in bayerischen Grenzregionen die Einreise-Regeln im Blick behalten. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann an. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Schleierfahnder überprüfen in den bayerischen Grenzregionen, ob die Menschen sich an die neuen Einreise-Regeln halten.

"Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen", kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) am Sonntag an.

Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

Von Sonntag an müssen Reiserückkehrer nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Damit will die Bundesregierung eine weitere Corona-Ausbreitung eindämmen.

Update 1. August, 11.42 Uhr: Mehr als 270 Corona-Neuinfektionen in Bayern

In Bayern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 276 neu infizierte Menschen.

Vor einer Woche waren es noch 10. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach RKI-Angaben bei 14,4. Vor einer Woche hatte das RKI noch eine Inzidenz von 10,9 errechnet.

Die höchste Inzidenz weist nach wie vor der Landkreis Berchtesgadener Land mit 55,7 auf. Hier greifen von Montag (2. August) an wieder strengere Regeln. Dahinter folgen die Stadt Aschaffenburg (38,0) und der Landkreis Miltenberg in Unterfranken mit 28,7.

Keine Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2 wurden in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Kronach sowie in den Städten Memmingen und Schwabach gemeldet.

Die Daten gaben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Update 1. August, 10.22 Uhr: Testpflicht für Reise-Rückkehrer - Stichproben an den Grenzen geplant

Die Rückkehr aus dem Urlaub wird komplizierter: Auch in Bayern greift die verschärfte Testpflicht für Reiserückkehrer von Sonntag an. Über den Freistaat dürften am Sonntag viele Menschen aus ihren Urlaubsdomizilen wie Italien, Österreich oder Kroatien zurückkehren.

In einigen Bundesländern enden bereits jetzt die Sommerferien - während sie in Bayern gerade begonnen haben. Komplette Kontrollen an den Grenzen soll es nach Angaben der Bundesregierung aber nicht geben, sondern vielmehr nur Stichproben.

Alle ab zwölf Jahren müssen künftig bei der Einreise belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff. Damit reagiert die Bundesregierung auf die auch in Deutschland stetig steigenden Infektionszahlen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern hält die Testpflicht für Einreisende für "kaum und wenn überhaupt nur stichprobenartig kontrollierbar". Die Überwachung könne "in der Gesamtheit so in der Praxis schlichtweg nicht geleistet werden", hatte GdP-Landesvorsitzender Peter Pytlik am Freitag gesagt. "Wir als Polizei ersticken eh schon in unseren vielfältigen täglichen Aufgaben und sind personell schon seit Jahren am Limit."

Die Beurteilung der Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit der Kontrollen obliege aber "der Wissenschaft, Virologen und letztendlich der Politik", so Pytlik.

Update 31. Juli, 8 Uhr: Berchtesgaden impft in der Höhe

Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.
Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.  © Fabian Sommer/dpa

Der eine versucht es mit Impfen beim Fußball, andere bei Festivals oder beim Grillen. In einer von Bayerns bekanntesten Urlaubsregionen geht es im Kampf gegen die Impfmüdigkeit nun sogar hoch auf den Berg.

Besonders hoch hinaus will das Berchtesgadener Land beim Impfen: In der oberbayerischen Urlaubsregion können sich Ausflügler am Samstag auf 1800 Metern an der Bergstation des Jenner die Anti-Corona-Spritze setzen lassen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr ist ein mobiles Impfteam im Innenbereich der Gondelstation im Einsatz. "Es ist gut möglich, dass wir die höchste Impfstation Deutschlands haben, aber garantieren kann ich das nicht", sagte Alexandra Rothenbuchner, Sprecherin des Landratsamtes.

Mit dem ungewöhnlichen Angebot will man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig - jeder, der will, kann kommen. Von Biontech/Pfizer stehen 120 Dosen bereit, von Johnsen&Johnson 25.

Doch ein Alpenüberquerung nach der Impfung ist auch wegen möglicher Nebenwirkungen danach nicht drin: "Für die Impfung ist es eine Empfehlung, wenn nicht eine Voraussetzung, dass man sich danach nicht weiter anstrengt - man sollte also definitiv danach nicht wandern", betonte Rothenbuchner. Das Angebot ist damit für Menschen, die nach oben kommen, sich impfen lassen und dann mit der Seilbahn nach unten nach Schönau am Königssee fahren.

Das Berchtesgadener Land hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64,2 (Stand Freitag/Quelle Landratsamt). Rund 42 Prozent der Bewohner sind voll geimpft.

Update 29. Juli, 17.58 Uhr: Aktuelle Zahlen für die Stadt München

Update 29. Juli, 13.50 Uhr: Corona-Arzt Clemens Wendtner kritisiert Stiko-Haltung zu Kindern

Der Corona-Experte Clemens Wendtner hat die Zurückhaltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) im Fall der Impfung von Jugendlichen kritisiert.

Kinder seien bislang nicht ausreichend geschützt, sagte der Münchner Mediziner der Augsburger Allgemeinen. "Daher ist es aus meiner Sicht so wichtig, zumindest die Jugendlichen ab zwölf Jahren zu impfen - ich persönlich kann es schwer nachvollziehen, dass sich die Stiko in dieser Pandemie in dieser Fragestellung so abwartend verhält."

Hier findet Ihr den ganzen Artikel zu der Kritik von Clemens Wendtner an der Stiko.

Update 29. Juli, 9.20 Uhr: Markus Söder dringt auf Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern. Er dränge sehr darauf, dass man es jetzt mache, sagte Söder am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Die Delta-Variante breite sich weiter aus, man müsse sich auf den Herbst vorbereiten.

Die Aussagen von Markus Söder zu den Coronavirus-Entwicklungen in Deutschland findet Ihr hier.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.  © Peter Kneffel/dpa

Update 28. Juli, 14.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren

Neun Monate nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns sind in Bayern mehr Babys zur Welt gekommen.

Darauf wies das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth hin. Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 seien insgesamt rund 31.000 Kinder im Freistaat geboren worden, dies seien 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Noch deutlicher fiel der Geburtenzuwachs neun Monate nach den Lockerungen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Sommer 2020 aus", berichtete die Behörde. Für den März 2021 sei mit rund 11.200 Geburten ein Plus von 7,8 Prozent festgestellt worden. Das Amt will sich allerdings auf die Ursache des Zuwachses nicht festlegen und sieht nicht zwingend einen Zusammenhang mit der Pandemie.

Es könne sich auch "um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen" handeln.

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Bayern spendet Corona-Schutzausrüstung an Tunesien

Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)
Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880.000 Euro an Tunesien gespendet.

"Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung", sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben.

Huml: "Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist."

Update 27. Juli, 15.39 Uhr: Trauergruppen-Netzwerk für Angehörige von Corona-Toten gegründet

Zwei Angehörige von an Covid-19 gestorbenen Menschen haben in Weiden ein bayernweites Selbsthilfe-Netzwerk für Hinterbliebene von Corona-Toten gegründet.

Das Netzwerk richtet sich an Angehörige von Corona-Toten, die eine Selbsthilfegruppe gründen möchten oder an Gesprächen teilnehmen wollen.

Eine Online-Selbsthilfegruppe gibt es den Angaben nach seit dem Frühsommer 2021. Zwei Selbsthilfegruppen in Weiden und München sollen in Kürze ihre Arbeit aufnehmen.

Den Link zur Homepage findest du >>>hier.

Update 27. Juli, 14.40 Uhr: Maskenpflicht für Bedienungen im Freien bleibt

Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)
Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)

In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien.

Geregelt wird dies ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten.

Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag entschieden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt.

Das Kabinett reagiert damit auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei, sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes, auf das in der Verordnung verwiesen werde.

Dessen Inhalt sei bei der Erstellung der Hygienekonzepte durch die Gastronomen aber nicht zwingend.

Update 27. Juli, 14.36 Uhr: Söder: Brauchen im Corona-Kampf klare Linien für den Herbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen.

Mitte August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

"Dafür brauchen wir klare Linien", sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, "in die Bundestagswahl zu stolpern", sagte Söder.

Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres.

Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen.

Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder.

Update 27. Juli, 13.30 Uhr: Keine speziellen und strikteren Auflagen für Kneipen

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants - weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschankverbot gibt es aber nicht.

Die entscheidende Regel ist: Auch in reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen - Theke und Tresen sind tabu. Das erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte.

Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

Update 27. Juli, 8.30 Uhr: Wieder Maskenpflicht im Klassenraum nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien müssen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer in den ersten Wochen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Dadurch sollen Infektionen durch Reiserückkehrer verhindert werden, schrieb Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem Brief an die Erziehungsberechtigten in Bayern. Der Schulstart im Herbst könne für den weiteren Verlauf des Schuljahres entscheidend sein. Wie lange die Maskenpflicht bestehen bleiben soll, sagte er nicht.

Außerdem rief Piazolo dazu auf, alle Kinder in der letzten Ferienwoche auf das Coronavirus in einem Testzentrum, an einer Teststation oder einer Apotheke testen zu lassen.

"Jede Infektion, die schon vor Schulbeginn erkannt wird, erhöht die Sicherheit für die Mitschülerinnen und Mitschüler in den ersten Unterrichtstagen, verhindert Infektionen und Quarantäneanordnungen", erklärte Piazolo.

Update 26. Juli, 14.35 Uhr: Zahlen für München

Update 26. Juli, 13.51 Uhr: Dehoga will Gleichstellung für Geimpfte und Getestete in Gastronomie

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) lehnt eine Bevorzugung von Geimpften gegenüber auf das Coronavirus Getesteten beim Zugang zur Gastronomie ab.

"Wir fordern die Gleichstellung von Negativ-Getesteten mit Geimpften und Genesenen, um Anreize für freiwillige Testungen und Impfungen zu schaffen", heißt es in einem Positionspapier, das die Dehoga bei ihrem Gastgebertag am Montag in Bamberg vorlegte.

Bayerns Verbandspräsidentin Angela Inselkammer kritisierte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für seinen Vorschlag, Geimpften den Vortritt auch in der Gastronomie zu geben. Stattdessen brauche es die "unverbrüchliche Zusage", dass es keiner weiteren Schließung mehr für die Gastronomiebetriebe bedarf. "Wir werden die Schließung der Branche nicht mehr mittragen", sagte Inselkammer.

Die Gastronomie habe ein Sonderopfer gebracht, damit die Industrie habe offen bleiben können. Besonders schwer habe es weiter die Stadthotellerie - Tagungen, Kongresse und Messen hätten große Löcher gerissen, sagte Inselkammer.

Es bestehe nun keine Notwendigkeit mehr für einen Lockdown. "Wir können uns zur Wehr setzen mit den 3 Gs. Wir haben die ausgeklügelsten Hygienekonzepte in ganz Europa", sagte Inselkammer. An die Branche gerichtet sagte sie: "Die Hygienekonzepte müssen eingehalten werden." Wer eklatant dagegen verstoße, müsse bestraft werden.

Update 26. Juli, 10.18 Uhr: Inzidenz erstmals seit fünf Wochen wieder in einem Landkreis über 50

Erstmals seit gut fünf Wochen liegt die Corona-Inzidenz in einem bayerischen Landkreis wieder über 50.

Für das Berchtesgadener Land meldete das Robert Koch-Institut am Montagmorgen (Stand 3.13 Uhr) einen Wert von 58,5. Noch am Sonntag waren es 35,9. Zuletzt hatte am 19. Juni die Stadt Schweinfurt oberhalb der 50er-Grenze gelegen.

Direkte Konsequenzen hat das Überschreiten noch nicht. Maßnahmen greifen erst, wenn Inzidenzschwellenwerte an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten werden - und dann ab dem übernächsten Tag. Sollte die Inzidenz aber über 50 bleiben, würde das unter anderem bedeuten, dass bei diversen Veranstaltungen weniger Menschen zugelassen sind.

Zudem müsste bei einigen Anlässen wieder ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden - beispielsweise wenn Menschen aus mehreren Hausständen in der Gastronomie an einem Tisch sitzen.

Die Zahlen beruhen auf den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen. Sie können sich nachträglich noch ändern.

Die Zahl der dem RKI bekannten Neuinfektionen ist am Wochenende oft niedriger als während der Woche. Ein Grund sind Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter.

Update 26. Juli, 10.16 Uhr: Aufruf zum Testen im Berchtesgadener Land - Maskenpflicht an Schulen

Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt ab Montag wieder eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse.

Der Landkreis überschritt den dritten Tag in Folge den Wert über 25, wie das Landratsamt am Sonntag mitteilte. Für Grundschulen und Förderschulen gelte keine Maskenpflicht.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 35,9 bayernweit am höchsten. Das Landratsamt hat daher das Testangebot erweitert und rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich testen zu lassen.

"Im Hinblick auf die Delta-Variante richtet sich diese Bitte auch an Geimpfte", hieß es in der Pressemitteilung.

Update 25. Juli, 15.57 Uhr: Söder will mit Unionsländern über Schüler-Impfprogramm sprechen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will eine neue Grundlage für mögliche Corona-Maßnahmen erzielen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will eine neue Grundlage für mögliche Corona-Maßnahmen erzielen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) will mit den unionsgeführten Ländern rasch über seine Pläne für ein Schüler-Impfprogramm gegen das Coronavirus sprechen.

"Deshalb habe ich die Ministerpräsidenten der B-Länder vorsorglich für diesen Dienstag zu einer Schalte eingeladen", sagte der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeine" für die Montagsausgabe.

Ob diese Schalte tatsächlich stattfindet, stand nach Angaben eines Regierungssprechers am Sonntag noch nicht fest.

"Außerdem brauchen wir dringend eine verbindliche Formel aus Inzidenzwert, Impfquote und belegten Krankenhausbetten, um zu wissen, ab wann Maßnahmen ergriffen werden müssen - und welche Rechte sich für Geimpfte daraus ergeben", sagte Söder weiter.

Am Freitag hatte er bereits nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee gesagt, dass er seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Schüler-Impfprogramms knüpft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, die nächste, eigentlich erst für Ende August vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen.

Zu den Bedingungen gehöre zudem eine Einreiseverordnung ab dem 1. August, sagte Söder. Den Plan des Bundes, eine Einreiseverordnung erst ab dem 11. September einzuführen, bezeichnete Söder als sinnlos, da dann die Sommerferien schon wieder vorbei seien.

Gerade der Reiseverkehr in den Sommerferien werde aber vermutlich wieder ein Treiber bei den Corona-Infektionszahlen sein. Zudem müsse die Verordnung eine Testpflicht für alle Rückkehrer vorsehen, unabhängig vom Land, aus dem eingereist werde.

Der CSU-Chef stellte zudem die kostenlosen Tests für Ungeimpfte zur Debatte. "Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden", bekräftigte Söder.

Update 25. Juli, 15.49 Uhr: Inzidenz unter 25 - Keine Maskenpflicht an Schulen im Kreis Bamberg

Wegen der gesunkenen Inzidenz wird die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Bamberg nach einer Woche wieder aufgehoben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag an fünf aufeinanderfolgenden Tagen für den Landkreis unter 25, teilte das Landratsamt Bamberg am Sonntag mit.

Ab kommenden Dienstag entfalle daher die Maskenpflicht am Platz in den Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe. Dennoch wird empfohlen, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen. Im Falle einer Infektion müsse sonst die ganze Klasse für zwei Wochen in Quarantäne.

In der Woche zuvor hatten die Stadt Bamberg mit 31 und der Landkreis Bamberg mit 28,5 nach Amberg die höchste Inzidenz in Bayern verzeichnet. Das Landratsamt Bamberg hatte daher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske am Platz eingeführt.

Die Stadt Bamberg hatte am Sonntag eine Inzidenz von 27,1, wie aus den Zahlen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 14.50 Uhr wiedergeben.

Update 25. Juli, 15.40 Uhr: Impfbus für Fußballfans

Fußball live im Stadion schauen und sich nebenbei gegen das Coronavirus impfen lassen - das konnten Fußballfans am Sonntag in Nürnberg.

In einem Impfbus sollten sich alle Impfwilligen vor, während und nach der Zweitliga-Partie des 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue das Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson spritzen lassen können.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 25. Juli, 10.08 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen in Bayern - drei Regionen mit Inzidenz 0

Die Stadt Straubing hält neben Schwabach und dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Inzidenz von Null.
Die Stadt Straubing hält neben Schwabach und dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Inzidenz von Null.

In Bayern haben sich nur in drei Regionen in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für die Städte Straubing und Schwabach und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 35,9 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 27,1 und die Stadt Amberg mit 26,1 je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 10 Corona-Neuinfektionen nach 220 am Samstag.

Die Daten gaben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen bei 10,9, im Bundesdurchschnitt bei 13,8.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie in Bayern 651.688 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus gestorben sind, liegt im Freistaat bei 15.319.

Update 25. Juli, 9.59 Uhr: Holetschek ruft zu Impfungen in den Sommerferien auf

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56) ermutigt die Bürger, die Sommerferien auch zur Impfung zu nutzen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56) ermutigt die Bürger, die Sommerferien auch zur Impfung zu nutzen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, sich trotz der anstehenden Sommerferien gegen Corona impfen zu lassen.

"Es war noch nie so leicht wie jetzt, eine Corona-Impfung zu bekommen", sagte der CSU-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. "Corona macht keine Ferien, und auch unsere Impfangebote sind in den Ferien weiter für alle Impfwilligen offen. Dieser Sommer ist ein Impf-Sommer."

Wer seinen Termin zur Zweitimpfung in den Sommerferien habe, solle diesen auch wahrnehmen, betonte Holetschek. Nur so sei ein voller Immunschutz gegen eine schwere Covid-Erkrankung möglich.

"Das ist gerade mit Blick auf den Vormarsch der Delta-Variante und die seit gut zwei Wochen wieder steigenden Infektionszahlen immens wichtig."

Die Pandemie sei noch nicht bezwungen, sagte Holetschek. Reisende sollten sich daher testen lassen und an die Quarantäne-Regeln halten.

"Wir dürfen in Deutschland die Fehler des Sommers 2020 nicht wiederholen, der Reiseverkehr darf nicht wieder ein Treiber der Pandemie werden."

Update 24. Juli, 12.12 Uhr: Berufsverband lehnt Impfpflicht für Pflegende ab - moralische Pflicht

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt.

"Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung."

Zum einen könne man so andere Menschen schützen. "Ich trage das Virus oft ohne, dass ich es merke, in ein Altenheim, eine Klinik, eine Einrichtung für behinderte Menschen hinein." Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. "Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage."

Sigl-Lehner sagte aber auch, das Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen, müsse respektiert werden. "Wir müssen meines Erachtens auch stärker verdeutlichen, welche persönlichen Freiheiten eine Impfung bedeutet und welch hohen Schutz für die eigene Familie." Und Mitarbeitern im Gesundheitsbereich sollte klar gemacht werden, dass sie eine ganz besondere Verantwortung trügen.

In Frankreich und Griechenland wird derzeit eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal heftig diskutiert.

Update 24. Juli, 9.51 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen in Bayern - zwei Regionen mit Inzidenz 0

In Bayern steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter - und nur noch in zwei Regionen haben sich in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen mit dem Erreger der Krankheit Covid-19 angesteckt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für die Stadt Straubing und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 37,8 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 33,6 und der Landkreis Dillingen an der Donau mit 30,0.

Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen und 2 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 12,2, im Bundesdurchschnitt bei 13,6.

Update 23. Juli, 16.48 Uhr: Kultusminister: Pooltests zum Einüben in Grundschulen

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt im kommenden Schuljahr auf Präsenzunterricht - doch wie der konkret aussieht, ist weiter unklar.

Es sei "das Ziel und der Wille", Präsenzunterricht sei eine "Verpflichtung gegenüber den Schülerinnen und Schülern", sagte Piazolo am Freitag in München.

Es solle eine Übergangsphase mit Pooltests im kommenden Schuljahr geben. Die sogenannten Spucktests und Lollitests sollen vor allem am Anfang des Schuljahres in Grundschulen zum "Einüben" eingesetzt werden, sagte Piazolo. Er sei der Auffassung, dass niemand so intensiv getestet wurde, wie die Schüler in Bayern.

Bei Pooltests werden Proben von allen Kindern entnommen und zu einer Probe zusammengeführt. Im Labor wird dann geprüft, ob unter den Kindern ein infiziertes ist. In diesem Fall müssen alle Kinder noch einmal getestet werden.

In dem Pressegespräch zum Ende des Schuljahres 2020/2021 sprach der Kultusminister trotz Kritik am Krisenmanagement von einem insgesamt "erfolgreichen Schuljahr". Vor allem im Hinblick auf den bislang besten Abiturschnitt (2,14) in Bayern, sei "hervorragende Arbeit geleistet worden".

Update 23. Juli, 16.09 Uhr: Söder kündigt nach Urteil neue Auflagen für Bars und Kneipen an

Auch nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs lehnt Ministerpräsident Markus Södereine generelle Öffnung von Bars und Kneipen ab.

"Aus unserer Sicht wird es eine reine Freigabe von Bars und diesen Einrichtungen jetzt nicht geben", sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee. Er kündigte an, dass das Kabinett am Dienstag das weitere Vorgehen festlegen werde.

Söder betonte, das Urteil halte zwar eine generelle Schließung nicht mehr für verhältnismäßig, Einschränkungen wie eine Koppelung an die Inzidenzwerte oder andere Auflagen seien aber ausdrücklich zulässig. Denkbar seien etwa spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht.

Ziel sei es, ein neues Konzept zu erstellen, welches den Sommer über trage, sagte Söder. Für die klassische Nachtgastronomie habe dies aber zunächst keine Auswirkungen.

Der Verwaltungsgerichtshof hatte am Freitag entschieden, dass reine Kneipen und Bars im Freistaat ab sofort auch innen wieder öffnen dürfen. Er kippte damit die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Update 23. Juli, 14.11 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen auch innen öffnen

Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants.

Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Update 23. Juli, 12.57 Uhr: Rund 100 Menschen nach Corona-Fällen bei Abi-Feiern in Quarantäne

Nach mehreren Corona-Fällen bei privaten Abi-Feiern in Kempten müssen sich rund 100 Kontaktpersonen in Quarantäne begeben.

Wie das Landratsamt Oberallgäu am Freitag mitteilte, waren unter den Gästen einer offiziellen Abschlussfeier an dem Gymnasium vor gut einer Woche fünf Infizierte, die sich auf unterschiedlichen Wegen angesteckt hatten.

Bei privaten Feiern nach der Veranstaltung hätten sich dann sieben weitere Menschen infiziert.

Die positiv getesteten Besucher hätten wiederum viele Kontakte bei privaten Treffen und Sportveranstaltungen gehabt, teilte das Landratsamt mit. Rund 100 enge Kontaktpersonen seien umgehend ermittelt worden und in Quarantäne.

Weitere Corona-Fälle seien aber "derzeit nicht auszuschließen".

Update 23. Juli, 11.32 Uhr: Söder kündigt Gespräche über neue Maßstäbe für Corona-Auflagen an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) will die Corona-Regeln an neue Voraussetzungen knüpfen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) will die Corona-Regeln an neue Voraussetzungen knüpfen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) strebt neue Bewertungsmaßstäbe für künftige Corona-Auflagen an.

"Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um die Frage zu klären: ab wann greift man ein", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern bei der Klausur des Parteivorstands am Freitag in Gmund am Tegernsee.

Für die Entscheidungen müssten neben der Inzidenz auch die erfolgten Impfungen und die Krankenhauszahlen zugrunde gelegt werden.

Weiter: "Wir wollen keinen weiteren Lockdown, aber wir müssen die Denkaufgabe für den Herbst lösen."

Söder kündigte an, sich in der kommenden Woche mit den sogenannten B-Ländern, also den unionsgeführten Bundesländern, und dem von den Grünen regierten Baden-Württemberg, darüber abstimmen zu wollen.

Update 22. Juli, 7.23 Uhr: Inzidenz in Bayern steigt weiter

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter.

Am Donnerstag (Stand 3.15 Uhr) meldete das Robert Koch-Institut 11,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind 0,7 mehr als am Mittwoch und 3,0 mehr als vor Wochenfrist.

Innerhalb des Freistaats gibt es große Unterschiede. Die höchsten Inzidenzen gibt es mit 33,6 und 33,2 in den Städten Bamberg und Amberg. Dagegen liegt der Wert in der Stadt Hof und dem Landkreis Bayreuth bei 0.

Vor einer Woche hatte es allerdings noch sechs Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Nullinzidenz gegeben.

Die Zahlen beruhen auf den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen. Sie können sich nachträglich noch ändern.

Update 22. Juli, 7.23 Uhr: Umfrage: Jeder Zweite bei Impfangebot für Ende der Corona-Maßnahmen

Jeder Zweite in Bayern ist einer Umfrage im Auftrag der FDP zufolge für ein Ende aller Anti-Corona-Maßnahmen, sobald jeder Erwachsene ein vollständiges Impfangebot bekommen hat.

50 Prozent sind dafür oder eher dafür, 35 Prozent sind dagegen oder eher dagegen. Elf Prozent antworteten in der Erhebung mit "weiß nicht", vier Prozent machten auf die entsprechende Frage keine Angaben.

Die Umfrage wurde vom Institut Insa Consulere im Auftrag der Landtags-FDP zwischen dem 12. und 19. Juli als Online-Befragung durchgeführt. 1000 Personen aus Bayern ab 18 Jahren nahmen teil.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (40) sagte dazu: "Wir fühlen uns durch die Umfrage in unserer Position bestätigt: Wenn sich jeder durch eine Impfung eigenverantwortlich schützen kann, entfällt die Grundlage für staatliche Freiheitseinschränkungen."

Es brauche jetzt "einen Paradigmenwechsel in der Coronapolitik, zurück zur Normalität".

Update 22. Juli, 6.57 Uhr: Impfmüdigkeit? - Kampagne kommt in Bayern nicht recht voran

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek gibt zu: "Der Kampf um den Impfstoff ist zum Kampf um den Impfling geworden."
Bayerns Gesundheitsminister Holetschek gibt zu: "Der Kampf um den Impfstoff ist zum Kampf um den Impfling geworden."

Die Impfkampagne in Bayern kommt weiter nur schleppend voran. Rund 360.000 Impfungen wurden in der vergangenen Woche in den bayerischen Arztpraxen verabreicht, wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mitteilte.

Das ist zwar etwas mehr als in der Vorwoche (rund 353.000). Anfang Juni waren es aber noch rund 524.000 pro Woche gewesen. In den Impfzentren werden die Kapazitäten heruntergefahren.

Impfdosen sind dort laut bayerischem Gesundheitsministerium ausreichend vorhanden. Bislang sei der Verfall von 1751 Impfdosen gemeldet worden. Mittlerweile sei es in den meisten Zentren möglich, auch ohne Termin eine Impfung zu erhalten, teilte das Ministerium mit.

Bereits vergangene Woche hatten erste Impfzentren geschlossen. Aufgrund der aktuell relativ geringen Auslastung seien auch die verbliebenen Zentren zum Teil nicht mehr im bisherigen Umfang geöffnet. Das Herunterfahren weiterer fester Standorte werde vorbereitet.

Wenn die Leute nicht zur Impfung kommen, kommt die Impfung eben zu den Leuten: Statt auf Impfzentren wird in Bayern auf dezentrale Angebote und mobile Impfteams gesetzt. "Der Kampf um den Impfstoff ist zum Kampf um den Impfling geworden", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) vergangene Woche.

Auch andere Bundesländer setzen angesichts sinkender Nachfrage nach Corona-Impfungen auf mobile Lösungen oder Spritzen ohne Termin. Intensivmediziner Uwe Janssens äußerte sich besorgt über die Entwicklung.

"Wir wissen aus verschiedenen Berechnungen, dass, wenn wir es nicht schaffen, 85 Prozent der 59- bis 70-Jährigen zu impfen, dann haben wir im Herbst ähnliche Zustände auf den Intensivstationen wie Anfang des Jahres, bis zu 6000 Intensivpatienten", sagte Janssens den Sendern RTL/ntv am Mittwoch.

Update 21. Juli, 15 Uhr: Steigende Inzidenz in München

Update 21. Juli, 13.45 Uhr: Keine automatische Maskenpflicht für Bedienungen im Freien

Bedienungen müssen im Freien nicht automatisch eine Maske tragen. Stattdessen kommt es auf das individuelle Hygienekonzept des Wirts und Einzelentscheidungen der Behörden vor Ort an.

Hier geht es zum Artikel zur Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur Maskenpflicht.

Update 20. Juli, 19.17 Uhr: Präsenzmessen in Bayern schon ab August möglich

Trotz der langsam aber stetig steigenden Corona-Infektionszahlen sollen in Bayern bereits vom 1. August an Messen wieder möglich sein.

Das beschloss das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag. Die Pilotmesse TrendSet, die vom 10. bis 12. Juli als Testveranstaltung herangezogen worden war, sei gut verlaufen.

Teilnehmer an Präsenz-Messen müssten aber genesen, geimpft oder negativ auf Corona getestet sein. Die Messeveranstalter müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen, mit dem sie unter anderem optimale Lüftung und lückenlose Kontaktnachverfolgung gewährleisten können. Ursprünglich hatte Bayern geplant, Messen erst im September wieder als Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen.

An den großen bayerischen Messestandorten Nürnberg und München waren jedoch für August zunächst keine Präsenzveranstaltungen geplant. Ein Sprecher der NürnbergMesse sagte, kleinere Veranstaltungen wären noch im August denkbar.

Update 19. Juli, 13.55 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 19. Juli, 13.50 Uhr: Impfen auf dem Campus - Landesweite Aktion für Studierende gestartet

Rund zweieinhalb Monate vor Beginn des Wintersemesters hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München die landesweite Corona-Impfkampagne für Studierende begonnen.

"Ziel der Kampagne ist, impfwilligen jungen Menschen, die an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sind beziehungsweise zum Wintersemester 2021/2022 im Freistaat ein Studium beginnen, bis zum Start des Lehrbetriebs im Wintersemester Impfungen anzubieten", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (50, CSU) am Montag in München.

Hier geht es zum gesamten Artikel zu der Landesweite Impfungs-Aktion für Studierende.

Update 18. Juli, 14.20 Uhr: Hilfe Aiwangers für Masken-Betrüger wäre Rücktrittsgrund

"Gemeinsam gegen Corona!", steht auf dem T-Shirt eines Impfarztes.
"Gemeinsam gegen Corona!", steht auf dem T-Shirt eines Impfarztes.

Im jüngsten Fall mutmaßlichen Maskenbetrugs hat die SPD von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger umfassende Aufklärung gefordert.

Der Minister und Parteichef der Freien Wähler (FW) müsse alle Unterlagen und Akten zu diesem Vorfall dem Landtag offenlegen, verlangte SPD-Fraktionsvorsitzender Florian von Brunn am Sonntag in einer Mitteilung. Je nach Ausgang der Sache sei gegebenenfalls Aiwangers Rücktritt nötig.

Zwei Geschäftsleute aus Neumarkt in der Oberpfalz waren vergangene Woche in Untersuchungshaft genommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Millionen Schutzmasken mit falschen Zertifizierungen an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verkauft zu haben.

Einer der Verdächtigen hatte auch Aiwanger kontaktiert. "Einer der Beschuldigten hat sich im Frühjahr 2020 mehrfach an mich gewandt und um Hilfe bei seinen Maskenlieferungen gebeten, nachdem er mit LGL in Geschäftskontakt getreten war", wurde Aiwanger in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Kurz zuvor hatte der FW-Landesvorstand mitgeteilt, einer der Festgenommenen sei kommunaler Mandatsträger der Partei.

Brunn, der auch bayerischer SPD-Chef ist, wirft Aiwanger vor, die Öffentlichkeit in die Irre führen zu wollen. "Der Wirtschaftsminister hat offenbar einem Parteifreund von den FW geholfen, Masken mit gefälschten Zertifikaten an die Behörden zu verkaufen – wenn auch unwissentlich." Er kritisierte: "Das ist ein Amigogeschäft mit schlimmen Folgen. Wenn sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als wahr erweisen, ist das für mich ein Rücktrittsgrund!"

Update 18. Juli, 11.30 Uhr: Minister Holetschek offen für kostenpflichtige Corona-Tests

Die bayerische Staatsregierung macht weiter Druck auf Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen.

Nachdem sich bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) offen für kostenpflichtige Corona-Tests zeigte, äußerte sich nun auch sein Parteikollege und Gesundheitsminister Klaus Holetschek wohlwollend zu der Idee. "Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können", sagte Holetschek der "Bild am Sonntag".

Die Kosten sollten allerdings weiter für die übernommen werden, die bisher nicht geimpft werden können - zum Beispiel Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Holetschek ist turnusgemäß Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

Ministerpräsident Markus Söder hatte zuletzt über kostenpflichtige Tests nachgedacht. "Testen kostet enorme Summen", hatte er vor gut einer Woche gesagt. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

Holetschek appellierte in einer Mitteilung von Sonntag auch an die Kassen, sich bei ihren Versicherten noch aktiver für das Impfen gegen das Coronavirus einzusetzen. "Hier ist jeder gefordert - und das gilt besonders für alle Beteiligten des Gesundheitswesens", sagte der Minister. Viele Kassen würden bereits mit verschiedenen Bonus-Programmen Corona-Impfungen belohnen. Holetschek forderte aber noch einmal nachzulegen, um mehr Menschen für die Impfung zu motivieren.

Ziel sei es, dass bis zum Herbst möglichst viele Menschen in Bayern vollständig geimpft sind.

Update 17. Juli, 11.15 Uhr: Steigende Corona-Neuinfektionen - Maskenpflicht an Schulen in Bamberg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 10,2 - am Vortag hatte der Wert noch bei 9,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gelegen.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter im Freistaat 307 Neuinfektion und zwei Todesfälle, wie aus den Zahlen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 10.45 Uhr wiedergeben. In absoluten Zahlen ist die Zunahme nach wie vor gering, dennoch steigen die Fallzahlen seit einiger Zeit wieder kontinuierlich.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern verzeichneten am Samstag die Städte Amberg (33,2) und Bamberg (31) sowie der Landkreis Bamberg (28,5). Das Landratsamt Bamberg teilte am Samstag mit, dass Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse in Stadt und Landkreis ab kommendem Montag wieder mindestens medizinische Masken am Platz im Unterricht tragen müssten.

Dies wird notwendig, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz zum dritten Mal in Folge über 25 liegt.

Update 16. Juli, 14.11 Uhr: Corona-Fälle bei Abifahrt: 20 Abiturienten verpassen Zeugnisübergabe

Nach einem Corona-Ausbruch bei einer privaten Abschlussfahrt nach Kroatien verpassen 20 Abiturienten im Allgäu ihre Zeugnisübergaben im Oberallgäu.

Wegen des unklaren Infektionsgeschehens in der Ferienanlage habe das Gesundheitsamt des Landkreises Oberallgäu für die Schüler eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet, teilte das Landratsamt in Sonthofen am Freitag mit.

Bislang sei zwar keiner der Abiturienten positiv auf das Virus getestet worden. Weil die Inkubationszeit noch nicht vorüber sei, würden die Schüler die Zeugnisverleihungen an ihren Gymnasien in Kempten und im Oberallgäu am Freitag aber verpassen.

Wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass 26 junge Menschen aus dem Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen bei einer Abiturfahrt nach Kroatien positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Auch in München sind nach einer privaten Abifahrt auf die griechische Insel Korfu mehrere junge Leute nach positiven Coronavirus-Tests in Quarantäne.

Update 16. Juli, 9.20 Uhr: Wieder mehr Corona-Infektionen zu erwarten

Die Inzidenz in Bayern steigt kontinuierlich. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut für Bayern 9,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Das ist auf niedriger Basis eine deutliche Zunahme in den vergangenen zwei Wochen.

Vor zwei Wochen lag die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 5,9, vor einer Woche bei 6,2. Die höchsten Inzidenzen gibt es derzeit in Oberbayern, an der Spitze liegt der Landkreis Starnberg mit 30,7.

In absoluten Zahlen ist die Zunahme der Fallzahlen nach wie vor gering, in den vergangenen zwei Wochen hat es insgesamt 2093 Neuinfektionen in Bayern gegeben, am Freitag waren es im Vergleich zum Vortag 240 neue Fälle.

Allerdings sind bundesweit steigende Zahlen zu erwarten. Der deutschlandweite R-Wert ist auf 1,33 gestiegen. Das bedeutet, dass 10 Infizierte im Schnitt über 13 weitere Menschen anstecken.

Update 15. Juli, 14.54 Uhr: Aiwanger legt nach: Gesprächsbedarf mit Söder wegen Impf-Drucks

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat in der koalitionsinternen Diskussion über möglichen politischen Druck auf Menschen, die sich bisher nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, nachgelegt.

Er sehe Gesprächsbedarf mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), sagte Aiwanger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden reden müssen."

Söder hatte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag unter anderem gesagt, er könne sich vorstellen, Corona-Tests künftig nicht mehr kostenlos anzubieten - auch um den Anreiz, sich impfen zu lassen, zu erhöhen. Söder hatte auch mehr Freiheiten für Geimpfte in Aussicht gestellt. "Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte", sagte Söder. Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und "ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie".

Aiwanger erklärte, Impfen sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber nicht der einzige. Es müsse auch das Thema Testen weiter verfolgt werden. "Also auch ein negativ Getesteter muss in die Disco dürfen", betonte Aiwanger. Wenn man nur Geimpfte in eine Disco lasse und Ungeimpfte nicht, dann werde es zum Vorwurf der Zwei-Klassen-Gesellschaft kommen.

Aiwanger hatte tags zuvor in diesem Zusammenhang vor einer "Apartheidsdiskussion" gewarnt, fühlt sich aber bei der Kritik an seiner Wortwahl missverstanden. "Ich habe davor gewarnt, dass wir durch eine unüberlegte Vorgehensweise in der Impfpolitik den Impfgegnern Munition liefern und in eine Apartheidsdiskussion geraten." Er habe damit nicht sagen wollen, dass Unterschiede zwischen Geimpften und Nichtgeimpften mit der Apartheid verglichen werden könnten.

Die Apartheidspolitik war ein international weitgehend geächtetes Vorgehen der weißen Bevölkerungsminderheit vor allem gegen die schwarze Mehrheit in Südafrika, aber auch gegen andere Ethnien. Teils wurde körperliche Gewalt angewendet. Es wurde in den 1990er Jahren offiziell abgeschafft.

Update 14. Juli, 18.50 Uhr: Aiwanger: Keine Freigabe von Diskotheken nur für Geimpfte

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ins Spiel gebrachte Öffnung von Clubs und Diskotheken allein für vollständig Geimpfte nicht mittragen.

Der Zutritt zu gesellschaftlichen Bereichen dürfe nicht allein von einer Corona-Impfung abhängig gemacht werden, sagte Aiwanger der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Es darf nicht passieren, dass am Ende nur Geimpfte an einer Hochzeit teilnehmen, in einen Reisebus einsteigen oder ins Hallenbad gehen können. Dann bekommen wir eine Zwei-Klassengesellschaft."

Der Wirtschaftsminister fordert stattdessen bei steigenden Inzidenzen den Zugang für alle, die geimpft, negativ getestet oder genesen seien.

"Die 3G-Strategie, die Geimpften, Getesteten und Genesenen den Zugang ermöglicht, ist hier der bessere Weg", sagte Aiwanger.

Update 14. Juli, 17.20 Uhr: Corona-Ausbruch bei Abiturienten zieht Kreise - wieder Maskenpflicht?

Der Corona-Ausbruch unter Abiturienten im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zieht weitere Kreise.

Nicht nur, dass inzwischen 26 Infizierte bekannt sind und Dutzende Kontaktpersonen ermittelt wurden, wie das Landratsamt mitteilte. Zudem stieg am Mittwoch auch wegen des Ausbruchs unter den Heranwachsenden die Inzidenz im Landkreis erstmals wieder über den Schwellenwert, ab dem an weiterführenden und beruflichen Schulen erneut eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden muss - sofern dies drei Tage in Folge der Fall ist. "Diese Regelung könnte dann am Montag greifen", sagte eine Sprecherin.

Inzwischen ist klarer, wie es zu dem Ausbruchsgeschehen kam. Bei einer Abiturfeier im kleinen Kreis im Freien hatten sich zunächst neun junge Menschen infiziert. Zwei davon reisten - mit zunächst noch negativem Testergebnis - zu einer Abiturfahrt mit 90 anderen Fahrgästen nach Kroatien. Dabei steckten sich dann 17 weitere Menschen aus dem Landkreis an, darunter auch vier vollständig Geimpfte. Sie alle sind ebenso in Quarantäne wie 21 Kontaktpersonen aus dem Landkreis.

Hinzu kommt eine nicht genau bekannte, aber erhebliche Zahl von Kontaktpersonen in anderen Landkreisen, wie die Sprecherin sagte.

Update 14. Juli, 14.50 Uhr: Aktuelle Zahlen München

Update 14. Juli, 14 Uhr: Erste Impfzentren in Bayern schließen

Nach mangelnder Impfbereitschaft schießen in Bayern die ersten großen Impfzentren.
Nach mangelnder Impfbereitschaft schießen in Bayern die ersten großen Impfzentren.

In Bayern schließen die ersten Impfzentren.

Die Zahl habe sich von 100 zunächst auf 98 verringert, nachdem in den Landkreisen Kitzingen und Aichach-Friedberg jeweils eines von zwei Impfzentren geschlossen hat, teilte das Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zwischenzeitlich kündigte auch der Landkreis Bayreuth an, sein für das südliche Kreisgebiet zuständiges Impfzentrum in Pegnitz von 15. Juli an zu schließen.

Impfungen für die gesamte Landkreisbevölkerung sollen demnach nur noch in Bayreuth angeboten werden.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag von einer gewissen Impfmüdigkeit in Bayern gesprochen. Der Kampf um Impfstoff sei dem Kampf um Impflinge gewichen, sagte er.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, es gebe Berichte auch aus anderen Landkreisen über beabsichtigte Schließungen von Impfzentren.

Update 13. Juli, 19.11 Uhr: Erneut positive Corona-Tests bei Abiturfahrt

Mehrere junge Leute sind nach positiven Coronavirus-Tests bei einer gemeinsamen Abiturfahrt auf der griechischen Insel Korfu in Quarantäne.

Betroffen seien sechs Reiseteilnehmer aus vier Gymnasien, sagte ein Sprecher des Veranstalters "Crystal Tours" am Dienstag. Die Infektionen seien am Tag vor der Rückreise aufgefallen, die Betroffenen seien in einem von den griechischen Behörden organisierten Quarantänehotel untergebracht worden. Dort müssten sie nun 10 bis 14 Tage verbringen, der Rest der Gruppe könne heimreisen.

Die positiv getesteten Abiturienten kommen demnach aus Gymnasien im Raum München und dem Landkreis Aichach-Friedberg. Das dortige Landratsamt bestätigte, dass es zumindest einen Fall gegeben habe. Zu weiteren Details äußerten sich die zuständigen Gesundheitsämter zunächst nicht.

Insgesamt waren laut Veranstalter rund 350 Abiturienten bei der Reise dabei. Rund 200 seien – nachdem sie den nötigen negativen Coronavirus-Test nachgewiesen hätten – bereits per Flugzeug zurückgereist. Die anderen rund 150 Abiturienten würden per Bus und Fähre zurückreisen – hier sei ein Test nicht verpflichtend.

Update 13. Juli, 16.55 Uhr: Rund 15.300 Dosen AstraZeneca in Bayerns akut von Verfall bedroht

Rund 15.300 Dosen des Corona-Impfstoffs AstraZeneca sind in Bayern akut vom Verfall bedroht.

Die Haltbarkeit laufe Ende Juli ab, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Er betonte, dass letztlich der Bund über das weitere Vorgehen zu entscheiden habe und mahnte zugleich an, keinen Impfstoff verfallen zu lassen.

Bayern habe aus diesem Grund dem Bund bereits Vorschläge gemacht, wie der Impfstoff dort eingesetzt werden könne, "wo er Akzeptanz findet", sagte Holetschek. "Vielleicht finden sich ja auch Länder, die in einer engen Beziehung zum Freistaat Bayern stehen oder in enge Beziehungen zu den Städten, wo der Impfstoff ist."

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in Bayern derzeit rund 280.000 AstraZeneca-Impfdosen vorrätig. Ende August würden davon weitere rund 22.000 Dosen ablaufen, bis Ende September rund 5600. Der größte Teil der Dosen - rund 239.000 - könnten noch bis Ende Oktober verwendet werde

Update 13. Juli, 16.50 Uhr: Nur Ersatz für Volksfeste möglich

Nach einiger Verwirrung zu Wochenbeginn hat die Staatsregierung noch einmal klargestellt, dass Volksfeste im eigentlichen Sinne in Bayern weiterhin untersagt bleiben.

Volksfeste könnten weiterhin nicht stattfinden, erläuterten Ministerpräsident Markus Söder (54) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, beide CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Es seien lediglich, unter strikten Auflagen und jeweils nach Einzelfallentscheidungen Ersatzveranstaltungen möglich, erklärte Holetschek. "Aber sicher nicht das klassische Volksfest in irgendeiner Art und Weise." Man wolle einfach vermeiden, dass Menschen in einem Bierzelt in "bierseliger Stimmung" und auf engstem Raum miteinander feierten.

Söder erläuterte, die Freien Wähler als Koalitionspartner hätten die Frage im Vorfeld "sehr extensiv interpretieren" wollen. Aber auch Starkbierfeste oder ähnliches seien eben aktuell nicht angemessen.

Zu den Kriterien gehört nach Angaben des Gesundheitsministeriums neben der Personenobergrenze und einem strikten Hygienekonzept auch eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz "auf niedrigem, möglichst einstelligen Niveau".

Update 13. Juli, 16.40 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 13. Juli, 16 Uhr: Markus Söder stellt Öffnungen von Clubs und Discos für Geimpfte in Aussicht

Zur Steigerung der Impfbereitschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) die Öffnung von Clubs und Diskotheken für vollständig gegen Corona Geimpfte in Aussicht gestellt.

"Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und "ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie".

Derzeit seien solche Erleichterungen noch "relativ sinnlos", da es gerade bei jüngeren Menschen noch kaum zweifach Geimpfte gebe, sagte Söder. Ab Herbst müsse es dann auch darum gehen, dass vollständig Geimpfte bei Kultur- und Sportveranstaltungen nicht mehr zur zulässigen Personenzahl hinzu gerechnet würden.

"Also das heißt, mehr Freiheiten, keine Pflicht", betonte Söder.

Update 13. Juli, 14.41 Uhr: Trendumkehr bei Corona - Delta-Variante gewinnt Oberhand

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) sieht in der seit Tagen leicht steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen eine Trendumkehr.

"Die Tendenz ist zum Steigen", sagte Söder am Dienstag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Die gefährlichere und ansteckendere Delta-Variante sei in Bayern bereits dominant. "Es geht rasant voran", sagte Söder. Niemand dürfe glauben, dass die Steigerung der Zahl der Neuinfektionen weiterhin so langsam verlaufe wie in den vergangenen Tagen.

Der Kampf gegen die Delta-Variante gleiche einem "Wettlauf gegen die Zeit". Er glaube jedoch nicht an einen neuen Lockdown im Herbst. Deshalb müsse weiterhin des Prinzip der Vorsicht gelten. Groß angelegten Lockerungen wie in Großbritannien erteilte Söder eine Absage.

Die Öffnungen auf der Insel nannte Söder "ein Experiment, gerade an der jüngeren Generation". Söder erteilte einer völligen Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Messlatte für Corona-Entscheidungen in der Politik eine Absage. Es müssten andere Faktoren einbezogen werden, die Zahl der Neuinfektionen aber ad acta zu legen, sei verfrüht.

Update 12. Juli, 14.25 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 12. Juli, 12.51 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz als Parameter nicht vorschnell abschaffen?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will von der Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Lage vorerst nicht abrücken.

Dies hielte er für verfrüht, sagte der CSU-Chef am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums. Es sei aber "sehr sinnvoll", etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige. Vielleicht müsse man Grenzwerte auch erhöhen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an und ist Grundlage für viele Anti-Corona-Maßnahmen, sowohl in Bayern als auch auch bundesweit.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Montag unter Berufung auf ein "internes Dokument" des Robert Koch-Instituts über eine "Wende in der Corona-Politik" berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die "Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator" für die Politik vor.

Das Bundesgesundheitsministerium wies allerdings am Montag darauf hin, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werde. "Die Inzidenz war nie einziger Parameter, um das Pandemiegeschehen zu beurteilen. Aber sie ist und bleibt ein wichtiger Parameter", teilte ein Sprecher mit.

Update 12. Juli, 11.47 Uhr: Söder kündigt Konzept für "Impfen to go" an

Markus Söder disntazierte sich erneut von einer Impfpflicht.
Markus Söder disntazierte sich erneut von einer Impfpflicht.  © Matthias Balk/dpa

Mit Impfanreizen und einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona-Impftempo erhöhen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte für die Kabinettssitzung an diesem Dienstag ein Konzept unter anderem mit "Impfen to go" und Impfungen an "ungewöhnlichen Orten" an. "Wir sind im Wettlauf mit der Zeit - mit der Delta-Variante", sagte er am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums, wo Impfungen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in München starteten. "Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen."

Söder versprach insbesondere "mehr Freiheit" für vollständig Geimpfte. "Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit - jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen."

Unter anderem sollten Quarantäneregeln für den Urlaub für zweifach Geimpfte nicht mehr gelten. Söder stellte aber auch eine Verbindung zwischen mehr Impfungen gerade unter Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen und weiteren Öffnungsschritten her. "Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen", argumentierte er.

Finanzielle Anreize für Impfungen lehnte Söder dagegen als "nicht angemessen" ab. Er bekräftigte auf der anderen Seite allerdings auch, eine formale Corona-Impfpflicht wolle man weiter "auf keinen Fall".

Update 12. Juli, 11.45 Uhr: Ärzteverbände: "Schulschließungen im Herbst unbedingt vermeiden"

Bayerische Ärzteverbände fordern, erneute Schulschließungen im Herbst unbedingt zu vermeiden.

Psychische Belastungen hätten bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen, teilten die Bayerische Landesärztekammer, die Psychotherapeutenkammer Bayern und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns in München mit.

Um sie vor weiteren psychischen Belastungen zu schützen, müssten die Ende Juli beginnenden Sommerferien intensiv genutzt werden, um notwendige Präventions- und Kontrollmaßnahmen einzuleiten.

Die Verbände begrüßten die Beschlüsse des bayerischen Ministerrats zu Testkonzepten in Schulen und zur Anschaffung mobiler Luftfiltergeräte. Sollte die Ständige Impfkommission eine Empfehlung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren aussprechen, so befürworte man eine Impfkampagne für diese Altersgruppe.

Für eine gesunde psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei es wichtig, soziale Kontakte mit Gleichaltrigen zu pflegen und einen geregelten Zugang zu Bildung in einem guten Lernumfeld zu haben.

Update 12. Juli, 6.07 Uhr: Holetschek: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert.

"Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht", sagte Holetschek der "Rheinischen Post" (Montag).

Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. "Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann", sagte der CSU-Politiker.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

Update 9. Juli, 16.11 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 8. Juli, 21.06 Uhr: Schärfere Alkohol-Regeln in Stadt Augsburg gelten weiter

Maskenpflicht und schärfere Alkohol-Regeln: Augsburg ändert vorerst nichts an den Verfügungen. (Symbolbild)
Maskenpflicht und schärfere Alkohol-Regeln: Augsburg ändert vorerst nichts an den Verfügungen. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Die Stadt Augsburg hat die am 23. Juni erlassenen schärferen Alkohol-Regeln und die Maskenpflicht für den Stadtmarkt verlängert.

Die Allgemeinverfügung mit den Alkohol-Regeln galt ursprünglich bis zum Donnerstag, nun bis zum 22. Juli, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilte. Das heißt: In bestimmten Bereichen sind der Konsum oder der Verkauf von Alkohol zu bestimmten Zeiten weiterhin verboten. Ziel sei es, das Ausbreiten des Coronavirus einzudämmen, hieß es. Es gebe Anhaltspunkte, dass der Inzidenzwert in der Stadt wegen der Delta-Variante wieder ansteigen könnte; und bislang hätten nur 40 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz.

In der Allgemeinverfügung vom 23. Juni hieß es: Wegen der enthemmenden Wirkung des Alkohols werde der wegen der Pandemie vorgeschriebene Mindestabstand nicht gewahrt. Es würden sich große Menschenansammlungen bilden - und damit bestehe ein höheres Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus.

In der Nacht zum 20. Juni hatten sich nach Angaben der Polizei bis zu 1500 Menschen in der Augsburger Maximilianstraße versammelt. Die "Maxstraße" ist die bekannteste Feiermeile in Bayerns drittgrößter Stadt.

Laut Polizei wurden Rettungskräfte und Polizisten aus der Menschenansammlung heraus mit rund 200 Flaschen beworfen, beleidigt und Einsätze massiv behindert. 15 Polizisten wurden leicht verletzt.

Update 8. Juli, 20.50 Uhr: Viele Corona-Tests: Synlab wird noch optimistischer für 2021

Das brummende Geschäft mit Corona-Tests stimmt den Labordienstleister Synlab noch optimistischer für das laufende Jahr.

Das Management peilt 2021 einer Mitteilung vom Donnerstagabend zufolge ein Umsatzwachstum von bis zu einem Viertel auf 3,2 bis 3,3 Milliarden Euro an. Bisher war lediglich von mehr als 3,0 Milliarden Euro die Rede gewesen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um mehr als ein Drittel auf mindestens 925 Millionen Euro klettern.

Synlab hat neben verschiedenen Tests auf das Sars-CoV-2-Virus auch zahlreiche andere Angebote rund um die Labordiagnostik etwa für Kliniken und Mediziner. Zudem verfügt das Unternehmen noch über einen kleineren veterinärmedizinischen Zweig.

Synlab war erst Ende April an die Börse gegangen. Die zu 18 Euro ausgegebenen Aktien stiegen gleich am zweiten Handelstag auf ein Rekordhoch von 21,46 Euro, bevor sie erst einmal den Rückwärtsgang einlegten. So sorgen sich Investoren, dass das Wachstum des Konzerns ganz maßgeblich von den Corona-Tests abhängt.

Sollten die irgendwann nicht mehr notwendig sein, würde ein wichtiges Geschäft wegbrechen, was wohl nur schwer aufzufangen wäre, so die Befürchtungen.

Update 8. Juli, 18.22 Uhr: Gesundheitsminister verteidigt Bayern-Regeln bei Zuschauer-Rückkehr

Maximal 20.000 Fans sollen ab der kommenden Saison die Spiele des FC Bayerns im Stadion sehen können. Mehr als bei allen anderen bayerischen Vereinen. (Archiv)
Maximal 20.000 Fans sollen ab der kommenden Saison die Spiele des FC Bayerns im Stadion sehen können. Mehr als bei allen anderen bayerischen Vereinen. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Sonderweg des Freistaats bei der Zuschauer-Rückkehr in die Fußball-Stadien verteidigt.

Zur neuen Saison dürfen die Vereine in Bayern ihre Stadien zu 35 Prozent auslasten. Maximal sind 20.000 Fans erlaubt - das betrifft ohnehin nur den FC Bayern. In anderen Teilen Deutschlands sind bis zu 50 Prozent Auslastung und maximal 25.000 Zuschauer in den Arenen erlaubt.

Bayerns Entscheidung sei «ein abgewogener erster Schritt hin zu mehr Normalität, der aber weiterhin nur unter der Überschrift "Umsicht und Vorsicht" umgesetzt werden kann», sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Tags zuvor hatte Oliver Kahn, der Vorstandschef des FC Bayern, die Frage aufgeworfen, warum "eine Art Ungleichbehandlung" bei den Regeln stattfinde. Der Rekordmeister sei im ständigen Austausch mit den Behörden. Holetschek betonte: "Wir dürfen uns nichts vormachen. Delta ist auf dem Vormarsch, und Corona ist noch nicht besiegt."

Der CSU-Politiker erinnerte an die vier EM-Partien in München, die «ein guter Modellversuch» gewesen seien. "Da war noch Luft nach oben, insbesondere bei der Masken-Disziplin."

Anhand der Daten werde nun ermittelt, "ob und wenn ja wie stark Stadionbesuche und das Public Viewing zu einem Anstieg der Infektionen beigetragen haben. Die Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da das Coronavirus eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen hat", sagte er.

Update 8. Juli, 17.59 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 8. Juli, 12.54 Uhr: Für Corona-Medikament: Pharmaunternehmen kauft Anteile von Corat

Zur schnelleren Entwicklung eines Mittels gegen Covid-19 hat sich das Braunschweiger Start-up Corat Therapeutics mit dem bayerischen Unternehmen Dermapharm zusammengetan.

Die Partnerschaft solle die klinische Entwicklung beschleunigen und die Ausweitung der Produktion vereinfachen, um das Medikament schneller für die Patienten verfügbar zu machen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag. Demnach steigt der Arzneimittelhersteller aus Grünwald bei München mit einem Millionenbetrag bei den Niedersachsen ein.

Über den genauen Übernahmepreis für die Geschäftsanteile sei zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart worden. Aus einer Pflichtmitteilung vom Mittwoch geht hervor, dass die Dermapharm AG im Zuge einer Kapitalerhöhung 24,9 Prozent der Anteile am Braunschweiger Unternehmen erlangt.

Corat entwickelt derzeit ein Antikörper-Präparat zur Behandlung von Covid-19-Patienten im Krankenhaus mit moderaten bis schweren Symptomen.

Update 8. Juli, 9.07 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Verfahren am Verwaltungsgerichtshof

Weit mehr als 1000 Verfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof seit Beginn der Krise beschäftigt.

Corona habe den Richtern "Nachtschichten beschert", sagte die Präsidentin des Gerichtshofes, Andrea Breit, in München. Allein 1140 Verfahren befassten sich nach ihren Angaben mit der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

900 der insgesamt 1140 Verfahren seien bereits entschieden, sagte Breit. 650 davon seien Normenkontrolleilverfahren gewesen. Dazu kamen dann noch Fragen des Versammlungsrechts wie sie sich beispielsweise bei "Querdenker"-Demonstrationen gezeigt hätten.

Der Verwaltungsgerichtshof entschied beispielsweise über das zeitweise herrschende Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona- Risikogebieten innerhalb Deutschlands, die Maskenpflicht an Schulen oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Infektions-Hotspots.

Update 7. Juli, 20.05 Uhr: R-Wert in Bayern wieder über 1 - aber schwankend

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl ist in Bayern wieder über die Schwelle von 1 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert für den Freistaat am Mittwoch mit 1,02 an - und damit sogar minimal höher als den Wert für Gesamtdeutschland.

"Wir beobachten gerade, dass die Reproduktionszahl von Tag zu Tag um den Wert 1 schwankt", sagte ein Ministeriumssprecher. Jedoch: "Der R-Wert sollte insbesondere bei den niedrigen Infektionszahlen nicht isoliert betrachtet werden, denn er reagiert sensibel auf die auch täglich schwankenden Zahlen der neuen Infektionen."

Ein R-Wert von 1,02 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Die Kennziffer bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen.

Update 7. Juli, 18 Uhr: Corona bremst Liebesglück aus - weniger Hochzeiten 2020

Im Corona-Jahr 2020 haben rund zehn Prozent weniger Paare in Bayern geheiratet als noch im Jahr zuvor.

61.138 Menschen gaben sich das Ja-Wort - das sind 7363 weniger als 2019. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung seien maßgeblich für den Rückgang verantwortlich, hieß es.

Die Hochzeiten verteilten sich aber übers Jahr ganz unterschiedlich: Besonders zu Beginn der Pandemie verzichteten offenbar viele Paare auf eine Hochzeit oder verlegten sie. Im April 2020 heirateten demnach fast 42 Prozent weniger Paare als in den Jahren davor, im Mai knapp 33 Prozent.

Später im Jahr habe es vermutlich Nachholeffekte gegeben, teilte das Amt mit. Im Oktober gab es sogar rund 22 Prozent mehr Trauungen als in den Vorjahren - viele davon am "Schnapszahltag" 10.10.2020. Für dieses Datum meldeten die Standesämter den Tagesrekord von 1955 Trauungen.

Update 7. Juli, 15.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 7. Juli, 11 Uhr: Holetschek: Impfempfehlung für Jugendliche muss erneut geprüft werden

Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern.
Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Die eingeschränkte Empfehlung zu Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen muss laut Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek auf Grundlage neuster Daten erneut überprüft werden.

"Da erwarten wir, dass wir von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bald Empfehlungen haben, damit da Klarheit herrscht", sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Weiter: "Wir sollten da möglichst bald auch die Daten auswerten, die international ja schon zur Verfügung stehen." Als Beispiel nannte er die USA, wo junge Menschen schon länger geimpft würden. Die dortigen Daten und ständig neu gewonnenen Erkenntnisse müssten die Grundlage für Deutschland bilden, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Stiko empfiehlt Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Begründet wird das mit dem geringeren Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht von einer individuellen Entscheidung von Eltern, Kindern sowie Ärztinnen und Ärzten. Zuletzt hatte es aber wiederholt seitens der Politik Kritik an der eingeschränkten Empfehlung gegeben.

Holetschek verwies zudem auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Dienstag, der die Stiko und das Bundesgesundheitsministerium auffordert, eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen abzugeben. Dies betrifft dem Beschluss zufolge sowohl Personen, die zweifach mit Astrazeneca oder einmal mit Johnson und Johnson geimpft wurden also auch die Frage, ob und wann bei den mRNA-Impfstoffen wie Biontech oder Moderna eine dritte Impfung notwendig sei und ob diese auch mit Astrazeneca erfolgen könne.

Holetschek rief die Bevölkerung dazu auf, Impfangebote unbedingt wahrzunehmen. "Je mehr Menschen sich jetzt für eine Impfung entscheiden, je mehr Menschen vollständig geimpft sind, desto besser werden wir durch den Herbst kommen." Deshalb müsse es niedrigschwellige Angebote geben. "Impfen muss sozusagen im Vorbeigehen möglich gemacht werden."

Update 6. Juli, 19.35 Uhr: Impfaktion steht fest! Hof impft Schulkinder ab zwölf Jahren

Bei einer Impfaktion in der Stadt und im Landkreis Hof können sich am Wochenende Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen.

Das Angebot gilt neben den Kindern und Jugendlichen an weiterführenden Schulen auch für deren Eltern.

Hier geht es zur News zur der Coronavirus-Impfaktion in Hof.

Update 6. Juli, 15.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 6. Juli, 6.02 Uhr: Gesundheitsminister kritisiert Hubert Aiwanger wegen Nichtimpfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Position seines Kabinettskollegen Hubert Aiwanger zu Corona-Impfungen kritisiert.

Die Haltung des Wirtschaftsministers tue der Impfkampagne nicht gut, sagte Holetschek der "Allgäuer Zeitung" (Dienstag). Der Vorsitzende der Freien Wähler steht in der Kritik, weil er sich bislang keine Spritze gegen das Coronavirus hat geben lassen. Aiwanger wehrt sich dagegen. Er verlangt, dass auf Ungeimpfte kein Druck ausgeübt werden dürfe.

Auch Holetschek sagte, dass jeder selbst entscheiden müsse, ob man sich impfen lasse. "Ich sage aber auch, Impfen ist ein Akt der Solidarität. Wenn man bestimmte öffentliche Ämter innehat und sozusagen auch Vorbild ist, sollte man sich bewusst machen, welche Welle man damit auslöst."

Update 3. Juli, 17.37 Uhr: Aiwanger verteidigt Nichtimpfung

Hubert Aiwanger verteidigt weiterhin seine ablehnende Haltung gegenüber der Impfstrategie.
Hubert Aiwanger verteidigt weiterhin seine ablehnende Haltung gegenüber der Impfstrategie.  © Sven Hoppe/dpa

Wirtschaftsminister Hubert Aiwangers (50, Freie Wähler) ablehnende Haltung gegen eine persönliche Coronaimpfung sorgt weiter für Missstimmung in der bayerischen Koalition.

Aiwanger kritisierte in der "Neuen Zürcher Zeitung" (Montag) Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der die Impfungen als einzigen Weg aus der Corona-Krise sieht.

"Das ist mir zu alternativlos und zu absolut", sagte der Freie Wähler-Chef der Schweizer Zeitung.

Den vollständigen Bericht findest du >>>hier.

Update 3. Juli, 16.17 Uhr: 33.000 Zuzügler trotz Corona

Die Corona-Pandemie hat den Zuzug nach Bayern zwar gebremst, aber nicht gestoppt.

Im vergangenen Jahr sind aus dem In- und Ausland 33.238 Menschen mehr nach Bayern gezogen als den Freistaat verlassen haben, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mitteilte.

Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer großen Kreisstadt wie Deggendorf oder Fürstenfeldbruck. Die Auswirkungen der Pandemie sind allerdings deutlich zu erkennen: Im Jahr davor waren es im Saldo noch 55.548 Zuzügler gewesen.

Der Großteil der Zuzügler kam aus dem Ausland: 30.993, also der überwiegende Teil davon aus Europa. Größte Gruppe waren Rumänen mit über 7300. Populärstes Ziel war Schwaben, wo sich 8737 Menschen niederließen, gefolgt von Oberbayern mit 6664 Zuzüglern.

In der Gesamtbetrachtung hat die Pandemie zwar den Zuzug gebremst, ebenso aber den Wegzug, so dass am Ende immer noch ein "Wanderungsüberschuss" blieb. Auch innerhalb Bayerns zogen im vergangenen Jahr weniger Menschen um als üblich.

Update 3. Juli, 13.53 Uhr: Markus Söder fordert von Stiko Impfempfehlung für Jugendliche

Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) setzt im Kampf gegen die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf die Impfung von Schülern.

Hier geht es zu den Aussagen Söders im Hinblick auf eine geforderte Impfempfehlung der Stiko für Jugendliche.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf die Impfung von Schülern.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf die Impfung von Schülern.  © Matthias Balk/dpa

Update 3. Juli, 11.20 Uhr: Finanzielle Unterstützung für freie Künstler verlängert

Die Corona-Hilfen für selbstständige Kunstschaffende im Freistaat werden bis einschließlich Dezember verlängert.

Ab Montag können Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe über Bayern Innovativ wieder Anträge stellen, und zwar für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2021, wie das Kunstministerium am Sonntag mitteilte. Die Finanzhilfen von bis zu 1180 Euro monatlich sollen wegfallende Einnahmen ersetzen. Es ist die dritte Antragsrunde seit Beginn der Corona-Krise.

Kunstminister Bernd Sibler (50, CSU) sprach von einem "Sicherheitspaket" für Künstler und Veranstalter, mit dem man - in Kombination mit weiteren Hilfsprogrammen und konsequenten Öffnungsschritten - die Kunst- und Kulturszene in Bayern stabilisiere.

In München und ganz Bayern sollen freie Künstler weiter Unterstützung erfahren.
In München und ganz Bayern sollen freie Künstler weiter Unterstützung erfahren.  © Peter Kneffel/dpa

Update 3. Juli, 8.28 Uhr: Delta-Variante breitet sich in Bayern aus - Schwerpunkt München

Die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Bayern zunehmend aus. Die mit Abstand meisten registrierten Fälle gibt es in München.

Der Statistik des Landesamtes für Gesundheit (LGL) zufolge wurden bis 30. Juni 139 Delta-Fälle in der Landeshauptstadt festgestellt. Bis 1. Juni waren es noch 29. Bayernweit stieg die Zahl der Delta-Fälle im Juni von 95 auf 481.

Zu berücksichtigen sei, dass nicht alle positiven Coronatests daraufhin ausgewertet würden, um welche Virusvariante es sich handelt, erläuterte ein LGL-Sprecher.

Zudem gebe es eine Zeitverzögerung, da es sich um ein aufwendiges Laborverfahren handele: Teilweise werde den Behörden zunächst lediglich ein positives Testergebnis mitgeteilt und die konkrete Auswertung der Variante nachgemeldet.

Nicht nur in großen Städten wie München, Nürnberg oder Augsburg wird die Delta-Variante inzwischen häufiger festgestellt, sondern auch in ländlichen Regionen wie zum Beispiel in den Landkreisen Kitzingen, Ostallgäu, Aschaffenburg und Ebersberg.

Mancherorts waren laut LGL-Tabelle bis Mittwoch keine Delta-Fälle bekannt, etwa in Bayreuth, Kempten, Straubing sowie den Landkreisen Lichtenfels und Hof.

Update 2. Juli, 13.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 2. Juli, 9.55 Uhr: Landkreistag fordert mehr Zuschuss für Luftfilter an Schulen

Der bayerische Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (57, CSU) fordert mehr Geld für Luftfilter in Schulen.

"Dass 50 Prozent zu wenig ist, ist für alle offensichtlich", sagte der Deggendorfer Landrat BR24. Allein in seinem Landkreis müssten 340 Räume an weiterführenden Schulen mit Luftfiltern ausgestattet werden. Rechne man 3500 bis 4000 Euro pro Gerät, wäre allein der Landkreis Deggendorf bei einer Summe von rund einer Million Euro.

Die bayerische Staatsregierung bezuschusst die Geräte, die Präsenzunterricht in den Schulen sicherstellen sollen, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt. BR24 zitiert außerdem aus einem Schreiben des Landkreistages an die Landräte.

Darin fordere der Verband außerdem, der Freistaat müsse die Wirksamkeit von Luftfiltern nachweisen, immerhin nenne das Umweltbundesamt Luftfilter nur als Ergänzung zum Lüften sinnvoll. Der Landkreistag verweise außerdem auf das Vergaberecht: Wenn europaweit ausgeschrieben werde, werde es zu "Zeitproblemen" kommen.

Update 1. Juli, 15.45 Uhr: PCR-Tests beim Arzt in Bayern seit Donnerstag nicht mehr kostenlos

Corona-Tests in den Praxen niedergelassener Ärzte in Bayern sind seit Donnerstag nicht mehr kostenlos.

Gratis-Tests gebe es aber noch in den kommunalen Testzentren, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Als die vom Freistaat finanzierten Jedermanntests eingeführt worden seien, seien PCR-Tests das einzige verfügbare Mittel gewesen, um Infektionen zu erkennen. Seitdem seien viele hilfreiche Werkzeuge hinzugekommen.

Angesichts steigender Impfzahlen geht das Gesundheitsministerium für die Zukunft davon aus, dass es einen sinkenden Bedarf an PCR-Tests bei Menschen ohne Symptome geben wird.

Update 1. Juli, 14.05 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 1. Juli, 08.15 Uhr: Künftig Anmeldezeitpunkt für Impftermin entscheidend

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) fordert alle Bayern ab 18 Jahren auf, sich für eine Coronavirus-Impfung registrieren zu lassen.

"Künftig entscheidet der Zeitpunkt der Anmeldung darüber, wie schnell ich einen Termin bekomme", sagte er am frühen Donnerstag in München.

Weitere Informationen zu der an diesem Freitag fallen Priorisierung in den Impfzentren gibt es hier.

Update 30. Juni, 14.15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 30. Juni, 13.15 Uhr: Corona-Impfungen an Unis sollen mehr Präsenz-Vorlesungen ermöglichen

Mit speziellen Impfangeboten für Studierende will Bayern im kommenden Wintersemester mehr Präsenz-Veranstaltungen an den Hochschulen ermöglichen.

"Impfstoff ist nun erfreulicherweise leichter verfügbar, nun soll er die Studentinnen und Studenten, die sich impfen lassen möchten, auch zügig erreichen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München.

Gemeinsam mit den Hochschulen und Kommunen sollen die Impfangebote so koordiniert werde, dass die vorhandenen Kapazitäten und Kontingente umfassend ausgeschöpft werden können. "Mit der geplanten Impfaktion setzen wir ein deutliches Signal: Wir sind Bildungsland. Wir tun alles dafür, dass unsere Studentinnen und Studenten im kommenden Wintersemester wieder möglichst normal am Hochschulbetrieb teilhaben können", betonte Sibler.

Bayerns Hochschulen hatten - bis auf wenige Ausnahmen, etwa für Labortätigkeiten - nahezu alle Vorlesungen und Seminare seit Beginn der Corona-Pandemie im Sommersemester 2020 ins Internet verlegt. Nur Prüfungen wurden teils in Präsenz ausgerichtet.

"Seit drei Semestern haben sich Studierende solidarisch mit betroffenen Personengruppen gezeigt und fast nur im digitalen Raum gelernt und sich ausgetauscht. Dass nun mit einer gezielten Impfaktion den Studierenden wieder mehr Möglichkeiten für Begegnungen, Diskussionen und Lernräume am Campus geschaffen werden, freut uns als Landesstudierendenvertretung sehr", sagte Anna-Maria Trinkgeld, Sprecherin der LAK Bayern. Neben Selbsttests und Hygienekonzepten seien Impfungen ein wichtiger Baustein für die Sicherheit am Campus.

Entscheidend für die weitere Öffnung der Hochschulen und Präsenzveranstaltungen als Regelfall ist laut Sibler demzufolge ein stabiles Infektionsgeschehen: "Unsere Hochschulen sind Orte der Kommunikation, des unmittelbaren Austausches und Miteinanders. Wir werden ermöglichen, was verantwortbar ist."

Update 29. Juni, 21 Uhr: Regensburg ändert Alkoholkonsumverbot in der Innenstadt

Nachdem vergangene Woche das Regensburger Verwaltungsgericht einem Eilantrag gegen das Alkoholkonsumverbot statt gab, hat die Stadt eine neue Allgemeinverfügung erlassen.

Darin sind Plätze wie der Haidplatz, Domplatz, Neupfarrplatz und die Steinerne Brücke als Orte ausgewiesen, an denen Alkoholkonsum unter freiem Himmel untersagt ist, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte das Alkoholkonsumverbot für einen Teilbereich der Innenstadt gegolten. Das Verbot soll zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen.

Das Verwaltungsgericht hatte nach eigenen Angaben am Freitag dem Eilantrag zweier Bürger stattgegeben, weil es keine Rechtsgrundlage für ein flächendeckendes Alkoholkonsumverbot sah. Zwar könnten an einzelnen öffentlichen Orten dem Infektionsschutzgesetz nach Alkoholverbote ausgesprochen werden, jedoch nicht flächendeckend für die Innenstadt.

Der Beschluss des Gerichts hatte nur die beiden Antragsteller von dem Alkoholverbot befreit.

Update 29. Juni, 16.35 Uhr: Freistaat zahlt Kommunen die Hälfte für Luftreiniger in Schulen

Bis zum Herbst soll es in allen bayerischen Klassenzimmern einen Luftreiniger geben. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München, dass der Freistaat den Kommunen dafür 50 Prozent der Anschaffungskosten erstatten wird.

Der Ausbau sei eine Gemeinschaftsausgabe, sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Dienstag in München. Offen ist dem Vernehmen nach noch, inwiefern dann ab Herbst Lockerungen bei der Maskenpflicht im Klassenzimmer an vorhandene Lüfter im Raum gekoppelt werden.

Derzeit gebe es rund 14.000 Schulkassen, die bereits mit Filteranlagen ausgebaut seien, bei den Kitas seien es rund 1000. "Wir möchten, dass das ausgebaut wird", betonte Söder. Er rechnet damit, dass noch rund 60.000 Klassenzimmer und rund 52.000 Kita-Zimmer auszustatten sind. Wie hoch die Kosten dafür seien, könne man nicht genau schätzen, da die Bandbreite der Gerätepreise relativ groß sei.

Um bis zum Herbst einen Filter vorhalten zu können, seien mobile Lüfter wohl die bessere Wahl, da diese "gut organisierbar" seien, sagte Söder. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit werde nun prüfen, welche Geräte zulässig seien.

Update 29. Juni, 16.25 Uhr: Ab Juli regelt Bayern wieder selbst Vorgaben für Hochinzidenzgebiete

Nach dem Wegfall der Bundesnotbremse ab dem 1. Juli hat Bayern die Corona-Regeln für Regionen mit einer Inzidenz über 100 binnen sieben Tagen neu geregelt.

Es werde keine Übernahme der bisherigen Bundesregel in Landesrecht geben, aber es gelten weiter Vorsichtsmaßnahmen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Der Ministerrat beschloss demnach, dass in Bayern bei Inzidenzen oberhalb von 100 künftig die gleichen Regeln gelten, die bisher bereits für Regionen mit einer Inzidenz oberhalb von 50 vorgeschrieben waren.

Dazu zählen unter anderem die Kontaktbeschränkung auf den eigenen Hausstand und maximal zwei weitere Hausstände, Veranstaltungen dürfen innen nur noch mit maximal 25 Personen und außen 50 Personen durchgeführt werden, für Gastronomie, Beherbergungswesen, Sport und Kultur gelten wieder Testnachweispflichten. Sollte eine Inzidenz von mehr als 100 eintreten, "sind die Kommunen verpflichtet, weitergehende, intensive Maßnahmen zu machen nach der jeweiligen Rücksprache mit dem Gesundheitsministerium", betonte Söder.

Die sogenannte Bundesnotbremse hatte in den vergangenen Monaten bundesweit die gleichen Regeln für Regionen mit mehr als 100 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche vorgegeben. Innerhalb der Koalition hatte es immer wieder Streit um die Regelung gegeben, die Freien Wähler lehnten sie ab, weil sie Befugnisse des Landes gefährdet sahen und auch einzelne Regeln ablehnten.

Update 29. Juni, 15.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 29. Juni, 13.20 Uhr: An allen Schulen entfällt Maskenpflicht am Platz

Nach den bayerischen Grundschülern müssen auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen am Sitzplatz keine Maske mehr tragen - sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt.

Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte. Es solle dabei empfohlen werden, dreimal statt zweimal pro Woche einen Corona-Test zu machen.

Update 29. Juni, 13.15 Uhr: Bayern erlaubt bis zu 1500 Zuschauer bei Kultur und Sport

Bayern lockert die Corona-Schutzmaßnahmen für Kultur- und Sportveranstaltungen weiter.

Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte sind im Freien statt bisher 500 künftig bis zu 1500 Zuschauer erlaubt, davon bis zu 200 auf Stehplätzen mit Mindestabstand. Das beschloss das bayerische Kabinett am Dienstag.

Update 29. Juni, 10 Uhr: Konsequente Kontrollen von Urlaubsrückkehrern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auf bessere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern.

Bestehende Regeln wie Testpflicht und Quarantäne müssten konsequent durchgesetzt und so weit es geht kontrolliert werden, sagte der CSU-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. "Das ist der Maßstab, den wir da setzen müssen."

Bund und Länder hatten am Montag über schärfere Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland beraten, sich aber nicht einigen können.

Bevor Reisende Flugzeug, Bus oder Bahn bestiegen, müssten Testergebnisse vorliegen, die auch kontrolliert werden müssten, betonte Holetschek nun. Da müsse man noch besser werden - vor allem mit Blick auf die Delta-Variante.

"Wir beobachten natürlich im Moment, dass ein rasanter Anstieg der Delta-Variante da ist, den man schon sehr ernst nehmen muss", sagte Holetschek. Es sei zu befürchten, dass sich diese hochansteckende Variante in der Urlaubszeit sehr stark verbreite.

Das wirksamste Mittel sei ein vollständiger Impfschutz, sagte Holetschek. "Wir müssen bei Delta schauen, dass wir möglichst viele Menschen möglichst schnell zweitimpfen."

Die bestehenden Impfstoffe hätten eine hohe Wirksamkeit gegen die Variante - vorausgesetzt, die Menschen seien vollständig geimpft.

Update 28. Juni, 21.25 Uhr: Ärztevereinigung rät: Impftermin und Urlaub koordinieren

Mit Blick auf die Sommerferien und die laufenden Corona-Impfungen hält es die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) für sinnvoll, sich bei der Urlaubsplanung nach den Impfterminen zu richten.

Es sei sinnvoll, die vereinbarten Zeitabstände zwischen Erst- und Zweitimpfung einzuhalten - insbesondere im Sinne einer besseren Wirksamkeit. "Individuelle Urlaubspläne der zu impfenden Personen können hier nicht den Ausschlag geben beziehungsweise sind um die Impftermine herum zu planen."

Impfmüdigkeit bei den Patienten sei in Bayerns Arztpraxen noch nicht eingekehrt. "Die Anfrage nach Erstimpfungen in den Praxen ist nach wie vor spürbar vorhanden", teilte ein Sprecher am Montag mit. "Wobei es hier große Unterschiede je nach Impfstoff gibt." Es seien aber alle zugelassenen Impfstoffe als "hochgradig wirksam" anzusehen.

Terminabsagen bei der Zweitimpfung gebe es lediglich vereinzelt. Im Regelfall verhielten sich die Impfwilligen, die bei ihrem Haus- oder Facharzt die Erstimpfung erhalten haben, sehr termintreu und hielten den mit dem Arzt vereinbarten Termin für die Zweitimpfung ein.

Das sei auch deshalb wichtig, weil die Praxen wegen der nach wie vor bestehenden Impfstoffknappheit sehr genau kalkulieren müssten, wie viel Impfstoff sie in der jeweils kommenden Woche für Erst- und Zweitimpfungen benötigten.

Update 28. Juni, 16.15 Uhr: Bayerns Abiturienten gelingen trotz Corona bessere Prüfungsergebnisse

Trotz der schwierigen Bedingungen in der Corona-Krise haben Bayerns Abiturienten 2021 besser abgeschnitten als in früheren Jahren.

Nach den ersten Rückmeldungen der Schulen an das Kultusministerium zeichnet sich ab, dass der Gesamtdurchschnitt voraussichtlich zwischen 2,1 und 2,2 liegen wird. In den Jahren zuvor hatte der Gesamtschnitt zwischen 2,2 und 2,3 gelegen.

"Unsere Abiturienten haben bei den Abiturprüfungen exzellent abgeschnitten. Sie können sehr stolz auf ihre Leistung sein", sagte Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

Auch den Lehrkräften sei es trotz vieler herausfordernder Situationen wieder gelungen, die Schülerinnen und Schüler bei der Abiturvorbereitung gut zu unterstützen. "Mir war es wichtig, dass die Abiturientinnen und Abiturienten auch in diesem Schuljahr faire Bedingungen hatten."

Update 28. Juni, 15.30 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 28. Juni, 13 Uhr: Bayern fühlt sich bei Impfstoffverteilung ungerecht behandelt

Der Freistaat Bayern fühlt sich bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs unter den Bundesländern ungerecht behandelt.

Bayern liege bei der Verteilung, gerechnet auf 100.000 Einwohner, auf Platz sieben unter den Ländern, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in Bayern. "Wir brauchen mehr Impfstoff, auch in der Verteilung der Bundesländer", sagte Söder. Die Verteilgerechtigkeit müsse erhöht werden, jedes Bundesland müsse auf 100 000 Einwohner gleich viel Impfstoff bekommen.

Söder räumte aber auch ein, dass bei der Verteilung des Impfstoffs auch innerhalb Bayerns Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien. Vor allem der Impfstoff von Astrazeneca gehe "nicht weg wie warme Semmeln". Es müsse ein System etabliert werden, bei dem die Apotheken, niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte übrig gebliebene Dosen an die Impfzentren melden. Die 100 Impfzentren in Bayern müssten über den September hinaus erhalten bleiben, um das System von Ärzten zu ergänzen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) rief die Ständige Impfkommission (Stiko) auf, sich zum Thema Kreuzimpfungen mit zwei verschiedenen Impfstoffen klarer zu positionieren. Kreuzimpfungen könnten auch die Akzeptanz des Impfstoffs von Astrazeneca verbessern. Zudem seien Kreuzimpfungen unter Umständen für Auffrischungen etwa bei Bewohnern von Seniorenheimen laut Virologen eine denkbare Alternative.

Bayern ist vor allem bei den Erstimpfungen im Vergleich der Bundesländer ins Hintertreffen geraten. Mit knapp 51 Prozent liegt Bayern hier auf dem vorletzten Platz der Erstimpfungen.

Mit 35 Prozent bei den vollständigen Impfungen liegt Bayern in dieser Statistik im Mittelfeld.

Update 28. Juni, 12.50 Uhr: Bayern hebt auch in Corona-Impfzentren Priorisierungen auf

In Bayern soll in dieser Woche auch in den Impfzentren jegliche Priorisierung aufgehoben werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München an.

Bislang war nur in Arztpraxen die Impfung für alle Menschen freigegeben. Es sei wichtig, dass mehr Flexibilität in die Impfungen komme. "Es darf kein Impfstoff übrig bleiben", sagte Söder. Sollten Ärzte oder Praxen Impfstoffe nicht benötigen oder abrufen, müsste dies künftig gemeldet werden, damit das Vakzin dann an die Impfzentren weitergegeben werden könne.

Bis zum Beginn der Sommerferien in Bayern Ende Juli sollen laut Söder 70 Prozent der Menschen im Freistaat mindestens eine Corona-Impfung erhalten haben. Zum Impfplan gehöre auch, dass bis Ende Juli 50 Prozent der Bevölkerung bereits die Zweitimpfung erhalten haben sollten. Bis Ende September sollten dann 85 Prozent der über 18-Jährigen einen vollständigen Impfschutz haben.

Söder betonte, dass es im Sommer keine "Impfflaute" geben dürfe. Ärzte berichteten vermehrt davon, dass die Impfbereitschaft etwas abnehme. Der eine oder andere wolle in den Urlaub fahren, immer wieder würden Termine abgesagt. "Wir spüren bei dem einen oder anderen eine Müdigkeit", sagte er.

Es gelte aber weiterhin: Die Pandemie sei noch nicht vorbei, gerade die Delta-Variante werde für Ungeimpfte in den kommenden Wochen und Monaten eine große Herausforderung bleiben.

Update 28. Juni, 6.50 Uhr: Impfgipfel soll Tempo im Kampf gegen Corona in Bayern verbessern

Eine Ärztin zeigt eine Spritze im Impfzentrum. (Symbolbild)
Eine Ärztin zeigt eine Spritze im Impfzentrum. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

In der Hoffnung auf wieder mehr Tempo bei den Corona-Impfungen im Freistaat lädt die Staatsregierung am Montag (10 Uhr) Experten und Kommunalpolitiker zum Impfgipfel.

Bei der Videokonferenz geht es primär darum, wie in Bayern wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Mangels an Impfstoffen in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen wieder von den Herstellern mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo nun wieder angezogen werden.

"Ein halbes Jahr nach dem Start der Corona-Impfungen ist dieser zweite Bayerische Impfgipfel ein wichtiger Uhrenvergleich aller beteiligten Gruppen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München.

Die Ausgangslage nach sechs Monaten sei positiv. "Wir können heute sagen, dass jeder zweite Bewohner Bayerns mindestens einmal geimpft ist, jeder dritte hat schon den vollen Impfschutz."

Eingeladen zur Videokonferenz sind neben Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) den Angaben zufolge rund 20 Vertreter der Ärzteschaft, der Apotheken, der Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft.

Bei den Gesprächen geht es dem Sprecher zufolge auch um strategische Fragen: "Grundsätzlich wollen wir schauen, wo wir stehen und wo wir Weichen stellen müssen für die kommende, wichtige Phase der Impfkampagne und beim Ziel, der sich weiterverbreitenden Delta-Variante wo immer es geht Einhalt zu gebieten."

Update 27. Juni, 14.35 Uhr: CSU gegen "Lockdown-Automatismus" bei vierter Corona-Welle im Herbst

Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume (46) einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab.

"Wenn sich tatsächlich im Herbst erneut eine Infektionswelle aufbauen sollte, gibt es keinen Lockdown-Automatismus mehr", sagte Blume dem Tagesspiegel am Sonntag. "Dank umfassendem Impfschutz und massenhafter Testkapazitäten sollten uns dann andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen", so Blume.

Auch zur Europameisterschaft und dem Vorgehen der UEFA hat sich Blume geäußert.

Update 27. Juni, 8.05 Uhr: Gesundheitsminister will Urlauber streng auf Corona testen

Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, sollen nach dem Willen von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) an den Grenzen engmaschig auf Impfausweise und negative Corona-Tests kontrolliert werden.

Das sagte der CSU-Politiker, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist, der Bild am Sonntag mit Blick auf die rasche Ausbreitung der Delta-Variante.

"Im Gegensatz zum letzten Sommer sind in ganz Deutschland flächendeckende Testsysteme aufgebaut. Entscheidend ist, dass vor Einreise getestet wird und die Testnachweise an den Grenzübergängen und den Flughäfen nicht nur stichprobenartig kontrolliert werden", so Holetschek.

Bund und Land befänden sich in enger Abstimmung, um engmaschige Kontrollen während der Reisezeit sicherzustellen, sagte Holetschek weiter.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) will die Kontrollen verstärken.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) will die Kontrollen verstärken.  © Armin Weigel/dpa

Update 26. Juni, 14.25 Uhr: Delta-Variante ist bald auch in Bayern dominant

Die Delta-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder (54) bald auch in Bayern das Infektionsgeschehen bestimmen. In einigen Wochen werde sie "auch bei uns die dominante Variante" sein, sagte der Ministerpräsident am Samstag bei der CSU-Listenaufstellung zur Bundestagswahl in Nürnberg.

Wegen der Corona-Krise fand die Veranstaltung unter freiem Himmel im Nürnberger Max-Morlock-Stadion statt.

Die Delta-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht von Markus Söder (54, CSU) bald auch in Bayern das Infektionsgeschehen bestimmen.
Die Delta-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht von Markus Söder (54, CSU) bald auch in Bayern das Infektionsgeschehen bestimmen.  © Peter Kneffel/dpa

Update 25. Juni, 17.20 Uhr: In Bayern 33,8 Prozent der Bürger mit Corona-Zweitimpfung

Mehr als jeder dritte Bürger in Bayern hat mittlerweile den vollständigen Corona-Impfschutz. (Symbolbild)
Mehr als jeder dritte Bürger in Bayern hat mittlerweile den vollständigen Corona-Impfschutz. (Symbolbild)  © Jörg Carstensen/dpa

33,8 Prozent der Menschen haben in Bayern inzwischen die Corona-Zweitimpfung erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Damit liege Bayern im bundesweiten Vergleich auf dem 6. Platz bei den vollständig Geimpften. Der vollständige Impfschutz sei gerade mit Blick auf die Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus wichtig, so Holetschek. Der Impfschutz sei bei dieser Variante wirksam.

50 Prozent der Bayern haben mindestens eine Erstimpfung erhalten. Damit liegt der Freistaat dem Bundesgesundheitsministerium zufolge (Stand 25.6., 10 Uhr) im deutschlandweiten Vergleich allerdings auf dem vorletzten Platz. Lediglich in Sachsen haben mit 46,9 Prozent weniger Menschen eine Erstimpfung erhalten.

In den vergangenen Wochen hatte es wegen Impfstoffmangels in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen von den Herstellern wieder mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo angezogen werden.

Hierzu veranstaltet die Staatsregierung am Montag einen Impfgipfel, zu dem neben Ministerpräsident Markus Söder und Minister Holetschek (beide CSU) den Angaben nach rund 20 Vertreter der Ärzteschaft, Apotheken, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft geladen sind.

Update 25. Juni, 13.10 Uhr: Gericht kippt Alkoholverbot in Regensburger Innenstadt

Das Verwaltungsgericht in Regensburg hat am Freitag dem Eilantrag zweier Bürger gegen das Alkoholkonsumverbot in der Innenstadt stattgegeben.

Die Stadt hatte am 8. Juni das Verbot via Allgemeinverfügung für zwei Bereiche erlassen. Dadurch soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Der Beschluss des Gerichts befreit nur die beiden Antragsteller von dem Alkoholverbot.

Das Verwaltungsgericht sah nach eigenen Angaben keine Rechtsgrundlage für das flächendeckende Alkoholkonsumverbot. Zwar könnten an einzelnen öffentlichen Orten dem Infektionsschutzgesetz nach Alkoholverbote ausgesprochen werden, jedoch nicht flächendeckend für die Innenstadt.

Gegen den Beschluss ist eine Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zulässig.

Update 24. Juni, 22.02 Uhr: Behörde: Zwölf Positiv-Tests von Fußballfans bei drei EM-Spielen

Bei den drei bisherigen Spielen in München sind dem Gesundheitsreferat insgesamt zwölf positive Schnelltests mit Bezug zur EM gemeldet worden.

Das teilte die Behörde am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei "mehreren Tausend Testungen" seien sechs Personen positiv gewesen, die ins Stadion gehen wollten. Sechs weitere positiv getestete Fans waren aus anderen Gründen wegen der EM in der Stadt, etwa zum Public Viewing.

Weil am Mittwoch viele ungarische Fans zur Partie gegen Deutschland nach München gekommen waren, hatte es Befürchtungen gegeben, die Zahl der positiven Tests könnte ansteigen. "Nein, ein solcher Ausschlag hat nicht stattgefunden", teilte der Sprecher mit.

Viele der Ungarn-Anhänger hatten sich am Max-Weber-Platz versammelt, um von dort am Abend zum Stadion zu fahren. Abstands- und Maskenregeln wurden dabei weitgehend ignoriert. Die an dem Platz eingerichtete Corona-Teststation war nicht von der Landeshauptstadt beauftragt, musste deswegen die Ergebnisse der Tests auch nicht weiterleiten.

Dem Gesundheitsreferat wurden am Mittwoch zwei ungarische Anhänger mit positiven Schnelltests gemeldet - die beiden gehören zu den zwölf Fällen während der EM-Vorrunde in München.

Update 24. Juni, 16.26 Uhr: Aiwanger will Lockerungen für Märkte und kleine Volksfeste

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.
Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger ist für ein Ende der Maskenpflicht auf Märkten und die Zulassung kleinerer Volksfeste.

"Sofern die Inzidenz und die Hygienekonzepte es zulassen, bin ich für die Abschaffung der Maskenpflicht bei Märkten im Freien", sagte der Freie-Wähler-Chef am Donnerstag in München. Jetzt müsse alles getan werden, um Märkte attraktiver zu machen und bürokratische Hürden zu beseitigen. Bisher muss in Bayern überall eine Maske getragen werden, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

"Bayern ist eine Hochburg für Volksfeste. Sie sind Tradition und für die Brauchtumspflege wichtig", betonte Aiwanger. 18 Monate ohne Volksfeste seien eine viel zu lange Zeit. "Die Schausteller und Marktkaufleute brauchen endlich wieder Einnahmen. Daher sollen kleinere Volksfeste und die Kirchweih schnellstmöglich wieder stattfinden." Sie sollten wie Freizeitparks schon bald wieder ohne Ausnahmegenehmigung erlaubt sein.

"Gesundheit und Infektionsschutz haben weiterhin oberste Priorität. Doch die Zahlen lassen meiner Meinung nach diesen nächsten Öffnungsschritt zu", so Aiwanger.

Seit dem 7. Juni sind in Bayern wieder Märkte unter freiem Himmel gestattet - ausgenommen vom Verbot in der Pandemie waren zuvor nur Märkte, die einzig der Lebensmittelversorgung dienten. Für Volksfeste ist immer noch eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Update 24. Juni, 14.11 Uhr: Piazolo sieht bei Luftreinigern für Schulen Kommunen in Pflicht

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat die Kommunen an ihre Pflicht erinnert, für die Ausstattung der Schulen beim Schutz vor dem Coronavirus zu sorgen.

Bei der Anschaffung von Luftreinigungsgeräten seien zum Beispiel zunächst die Städte und Gemeinden gefordert, sagte Piazolo am Donnerstag in München. Die Co-Finanzierung des Landes stehe zur Verfügung.

"Es hindert niemand die Kommunen, dort tätig zu werden."

Update 24. Juni, 12.20 Uhr: Schweinfurt lockert als letzte Stadt in Bayern Corona-Maßnahmen

Als letzte Stadt in Bayern kann nun auch Schweinfurt die Corona-Maßnahmen lockern.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag mit 20,6 den fünften Tag infolge unter 50, wie aus der Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Samstag sollen nach einem Karenztag nun erste Lockerungen gelten. Seit dem Wochenende war die Stadt als einzige unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats noch über der 50er-Marke. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern insgesamt liegt nun bei 7,9.

Schweinfurt hat turbulente Monate hinter sich: Anfang März machte die Stadt Schlagzeilen mit dem niedrigsten Inzidenzwert in Deutschland - etwa drei Monate später hatte sie die höchsten Werte. Anfang Mai lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 331,3. Inzwischen belegt Schweinfurt bundesweit den fünften Platz der höchsten Inzidenzen.

Auf Platz eins liegt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, gefolgt von den Landkreisen Lichtenfels, Miesbach und Groß-Gerau.

Update 23. Juni, 18.50 Uhr: VGH lockert Beschränkungen der Prostitution

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die coronabedingten Einschränkungen der Prostitution in Bayern gelockert. Laut Beschluss des höchsten Verwaltungsgerichts im Freistaat dürfen "Prostitutionsstätten" wieder öffnen. Für Bordelle gilt das jedoch nicht, da die Justiz hierbei fein unterscheidet. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Eine Prostitutionsstätte ist demnach ein Betrieb, in dem Freier einzeln erscheinen - und nicht auf andere Kunden oder Sexarbeiterinnen treffen, weil es dafür keine Räume gibt. Ein Beispiel wäre etwa ein Hotel, das Zimmer stundenweise vermietet.

In Bordellen dagegen gibt es nach rechtlicher Definition Räume für die Kollektivbewirtung der Kundschaft - in einer früheren Entscheidung zählten die Richter die Beispiele auf: Sexkino, Darkroom, Sauna, Schwimmbad, Sadomaso-Kettenanlagen oder Liegewiesen.

Update 23. Juni, 18.30 Uhr: Bayerns Zeugnisfeiern ohne Testpflicht und pauschale Teilnehmergrenze

Für die feierlichen Verleihungen der Zeugnisse an Bayerns Schulen gibt es trotz der Corona-Krise keine pauschale Deckelung der erlaubten Teilnehmerzahl.

Allerdings ergebe sich in der Praxis durch das Abstandsgebot zu Angehörigen anderer Hausstände vielfach dennoch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl durch die räumliche Situation, teilte das Kultusministerium am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München mit.

Zur Teilnahme sei auch keine Vorlage eines negativen Corona-Tests erforderlich.

Update 23. Juni, 15.25 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 22. Juni, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 22. Juni, 14.30 Uhr: Freistaat fördert Post-Covid-Forschung mit fünf Millionen Euro

Mit fünf Millionen Euro stärkt Bayern die Versorgungsforschung zum sogenannten Post-Covid-Syndrom.

Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Gefördert werden sollen insbesondere innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Long-Covid-Patienten, also Menschen, die mit Spätfolgen einer Corona-Erkrankung zu kämpfen haben. Immer mehr Corona-Erkrankte leiden unter Spät- und Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, dass Bayern sich bei der Forschung bewusst von den Programmen des Bundes abgrenze, "weil wir in Bayern da wirklich einen Schwerpunkt auf die unmittelbare Versorgung mit legen wollen". Mögliche Bereiche seien Rehabilitation, Kinder und Jugendliche.

Als Post-Covid-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich während oder nach einer Covid-19-Erkrankung entwickeln, länger als zwölf Wochen andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erklärt werden können. Zu den Symptomen können unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und psychische Beschwerden, aber auch Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Beschwerden gehören.

Experten gehen davon aus, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Spätfolgen zu kämpfen haben. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Betroffenen. Gleichwohl ist die Forschungslage bislang noch unzureichend. Erfahrungen in Deutschland basieren überwiegend auf Einzelfallbeobachtungen.

Aussagekräftige Studien zu Verläufen sowie zu Dauer, Frequenz und Inhalten einer Rehabilitation gibt es kaum.

Update 22. Juni, 13.55 Uhr: Mit Abstand und Hygiene - Bayerns Schüler dürfen Abschlüsse feiern

Gute Nachrichten für Bayerns Abschlussklassen: Trotz der Corona-Krise wird es in diesem Jahr an den Schulen Abschlussfeiern und auch Zeugnisverleihungen geben.

Es gebe auch bereits eine Reihe von Schulen, die dies vorbereiteten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in München.

Er betonte aber, dass auf den Feiern auf Infektionsschutzmaßnahmen geachtet werden müsse. Das bedeute etwa, dass es kein Catering mit Verpflegung geben könne und auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssten.

"Ein enges Zusammenstehen wollen wir nicht", sagte Piazolo. Aber Feiern mit Abstand und Sitzplätzen seien möglich.

Update 22. Juni, 12.55 Uhr: Delta-Variante greift auch in Bayern Raum

Inwieweit die verschiedenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante wirken, wird noch untersucht. (Symbolbild)
Inwieweit die verschiedenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante wirken, wird noch untersucht. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Delta-Variante des Virus hat sich in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt.

Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Deltavariante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann.

Schon allein deswegen müsse das Prinzip der Vorsicht weiter gelten, sagte er. "Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte." Die Deltavariante sei problematisch und produziere Sorgenfalten, auch mit Blick auf andere Länder, etwa Großbritannien, Israel oder Portugal.

Insgesamt habe sich die Corona-Variante aber erfreulich entwickelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag erstmals seit Monaten unter 10. Auch die Belegung der Intensivbetten entwickele sich positiv, sagte Herrmann.

Update 22. Juni, 12.30 Uhr: Maskenpflicht an Grundschulen wird entschärft

Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen sollen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen müssen, sofern sie an ihrem Platz sitzen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kabinettskreisen.

Update 21. Juni, 17.58 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 21. Juni, 13 Uhr: Studierende der Hochschule Ansbach werden geimpft

Studierende der Hochschule Ansbach können sich am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen.

Möglich macht das eine Impfaktion, die die Fachschaft organisiert hat. Eine Hausarztpraxis werde an dem Tag 150 Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson spritzen, teilten die Organisatoren am Montag mit. Die Termine dafür seien innerhalb weniger Minuten übers Internet vergeben gewesen.

"Wir freuen uns sehr, den Studierenden das Angebot machen zu können, da diese Gruppe trotz Aufhebung der Priorisierung nur schwer in den Genuss des Impfschutzes und damit einhergehender Freiheiten kommen kann", sagte die Fachschaftsvorsitzende Antonia Schillinger.

An den Universitäten und Hochschulen dürfen seit Anfang Juni auch Betriebsärzte impfen - und zwar die Beschäftigten. Berlin hat in der vergangenen Woche als erstes Bundesland damit begonnen, auch gezielt Studierende zu impfen.

Impfaktionen gab es auch schon an der Hochschule Karlsruhe und der im sächsischen Mittweida.

Update 21. Juni, 7 Uhr: Knappe Mehrheit laut Umfrage für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.
Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht.

Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

"Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig", bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Update 20. Juni, 14.23 Uhr: Wegen Pandemie weniger Autos in Autostädten

In den Autostädten Ingolstadt und München sind im vorigen Jahr weniger Autos unterwegs gewesen.

Während in vielen Städten Pkw-Bestand und -Dichte zunahmen, sanken sie um 1,1 Prozent in München und 3,4 Prozent in Ingolstadt, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Duisburger Center Automotive Research (CAR), mit Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und des Statistischen Bundesamts errechnete.

Grund für den Rückgang in den beiden Städten, in denen die Zentralen der Autobauer Audi und BMW sitzen, ist die Pandemie. Laut Dudenhöffer wurden viele Dienstwagen kurzfristig aus dem Verkehr gezogen, weil viele leitende Angestellte aus dem Homeoffice arbeiteten.

"Man kann im Verlauf des Jahres 2021 damit rechnen, dass der Schwund wieder ersetzt wird", sagte Dudenhöffer.

Update 20. Juni, 12.23 Uhr: Söder: Mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden.

"Heute ist in Bayern die Grenze von 10 Millionen Corona-Impfungen überschritten", twitterte Söder am Sonntag.

"Aber wir müssen noch besser und schneller werden. Jede Impfdose muss sofort verimpft werden. Denn wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit gegen die Delta-Variante."

Update 20. Juni, 12.21 Uhr: RKI: Kein Landkreis in Bayern über 50er-Inzidenz

In Bayern liegt kein Landkreis mehr über der kritischen Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für Schweinfurt eine Inzidenz von 41,2. Zuletzt war die Stadt als einzige unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats noch über der 50er-Marke gewesen.

In Straubing gab es laut RKI in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen. Die Inzidenz lag dort bei 0,0. Bayernweit lag sie mit 10,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter etwas über dem Bundesdurchschnitt von 8,8.

Sinkende Corona-Inzidenzen sind aus Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) allerdings kein Grund für weniger Vorsicht. "Leider dürfen wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Gerade die hochansteckende Delta-Variante zeigt uns, dass wir weiter wachsam bleiben müssen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Dass einzelne Städte und Landkreise es inzwischen schon auf die Marke von 0,0 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen geschafft hätten, sei "eine richtig gute Nachricht", betonte er.

"Der Trend ist positiv, es könnten bald mehr werden. Das zeigt uns, dass unsere Corona-Schutzmaßnahmen greifen und wir die dritte Welle erfolgreich gebrochen haben."

Update 20. Juni, 8.12 Uhr: Dehoga fordert nach Outdoor-Partys wieder offene Discos

Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen.
Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen.  © Sven Hoppe/dpa

Angesichts nächtlicher Outdoor-Partys in Bayern fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken.

"Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern", sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche."

Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs "sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen".

Update 19. Juni, 20 Uhr: Münchner Biergärten voll - kaum Abstand beim Public Viewing

Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt - doch nur wenige hielten sich im Freudentaumel an die Abstandsregeln.

Stattdessen lagen sich nach den Toren der deutschen Nationalmannschaft die Fans in den Armen und waren dicht an dicht gedrängt, wie Reporter berichteten. In vielen Biergärten wurde die Vorrunden-Begegnung der Nationalmannschaft übertragen.

Schon am Nachmittag hatte die Polizei von vielen vollen Gaststätten berichtet.

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in München nach wie vor bestimmte Regeln. So muss etwa in der Außengastronomie zwischen den erlaubten Gruppentreffen weiterhin Abstand gehalten werden.

Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt.
Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt.  © Sven Hoppe/dpa

Update 19. Juni, 17.20 Uhr: Würzburg plant Outdoor-Tanzfläche für Feiernde

Weil immer mehr Menschen bei sommerlichen Temperaturen und geschlossenen Clubs draußen feiern, plant die Stadt Würzburg eine Outdoor-Tanzfläche.

"Wir müssen den Menschen mal wieder eine Tanzfläche bieten", sagte der Leiter des Fachbereichs Allgemeine Bürgerdienste, Uwe Zimmermann, der Main Post. Ein entsprechendes Konzept, das dem Gesundheitsamt und dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden solle, sehe einen Biergarten vor - ergänzt "durch eine Tanzfläche im Freien".

"Organisatorisch soll das als eine Art Schachbrett realisiert werden. Mit aufgesprühter Kreide zeigen wir den Feiernden ihre Tanzfläche, und zwar ein Quadratmeter für eine Person", sagte Zimmermann der Zeitung. "Außerdem haben nur Getestete, vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt."

Update 19. Juni, 17 Uhr: Markus Söder warnt vor Delta-Variante

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

"Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird.

"Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. "Es kommt jetzt auf jeden Tag an", unterstrich Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 19. Juni, 13.04 Uhr: Zwei Landkreise und eine Stadt mit Inzidenz null

In zwei bayerischen Landkreisen und einer Stadt ist die Corona-Inzidenz auf null gesunken.

Sowohl in Straubing als auch in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Wunsiedel gab es in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen, wie das Robert Koch-Institut am Samstag meldete.

Die bayernweite Inzidenz lag mit 11,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt von 9,6.

Doch gibt es derzeit unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Schweinfurt in Unterfranken mit 58,0.

Update 19. Juni, 12.15 Uhr: Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden.

"Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. "Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden und begegnen sich", betonte Spahn.

Das könne dann zu einer "Drehscheibe in die Haushalte hinein" werden. "Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen".

Update 18. Juni, 18 Uhr: Trotz sinkender Corona-Zahlen: Keine Fans bei Golf-Turnier in München

Die Golfstars um Martin Kaymer müssen bei der BMW International Open in München trotz sinkender Corona-Zahlen fast komplett auf Zuschauer verzichten.

Die Organisatoren des European-Tour-Turniers (24. bis 27. Juni) teilten am Freitag mit, dass in diesem Jahr keine Tickets in den freien Verkauf gehen. Trotz eines sorgfältig erarbeiteten Hygienekonzepts habe das Landratsamt Erding pro Tag 400 Besucher genehmigt. Das Kontingent sei aber durch vertragliche Verpflichtungen gegenüber den Partnern und der European Tour bereits ausgeschöpft, so dass ein regulärer Verkauf von Eintrittskarten ausgeschlossen ist.

Das zweite große Golf-Turnier in Deutschland wird vor den Toren Münchens im Golfclub Eichenried ausgespielt und ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

Neben dem zweimaligen Major-Sieger Kaymer haben auch die Top-Spieler Sergio Garcia aus Spanien, der Österreicher Bernd Wiesberger, der norwegische Shootingstar Viktor Hovland und Europas Ryder-Cup-Kapitän Padraig Harrington zugesagt.

Update 18. Juni, 11.16 Uhr: Bayerische Exporte auf Vor-Corona-Niveau - Importe weit darüber

Der Außenhandel der bayerischen Wirtschaft ist wieder in Schwung.

Die Exporte stiegen im April auf 16 Milliarden Euro, wie das Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte. Das sind 66 Prozent mehr als im vom ersten Lockdown hart getroffenen Vorjahresmonat. Im Vergleich zum April 2019 - also dem Vorkrisenniveau - ergibt sich nur ein kleines Minus von rund zwei Prozent.

Die Importe stiegen im Vergleich zum letzten Jahr um 56 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Damit liegen sie nicht nur deutlich über den Exporten, sondern auch weit über dem Wert der Importe im April 2019 von damals 15,9 Milliarden.

Wichtigste Exporteure waren die Autoindustrie und der Maschinenbau. Sie sind gleichzeitig auch die größten Importeure.

Update 17. Juni, 16 Uhr: Holetschek bedauert Rückschlag bei Curevac-Impfstoff

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat den Rückschlag bei der Impfstoff-Entwicklung des deutschen Herstellers Curevac bedauert.

"Die Nachricht von der bisher nicht erwiesenen ausreichenden Wirksamkeit des Curevac-Impfstoffs ist bedauerlich für den Kampf gegen die Corona-Pandemie", sagte Holetschek am Donnerstag in München.

"Sie ist auch deshalb ein Stück weit enttäuschend, weil wir uns alle gefreut hätten, wenn ein zweiter in Deutschland entwickelter Impfstoff auf den Markt gekommen wäre." Grundsätzlich werde jeder neue Impfstoff begrüßt, der eine Zulassung bekomme, fügte er hinzu. "Denn die Pandemie wird uns noch lange begleiten."

Der Rückschlag bei Curevac ändere nichts an der Strategie und den geplanten Impfungen. "Wir richten unsere Impfstoffverteilung an den vorhandenen und verbindlich zugesagten Lieferungen aus", betonte er.

Der Impfstoff von Curevac sei bisher nicht Bestandteil der aktiven Verteilungspläne.

Update 17. Juni, 15.15 Uhr: Regionen mit schwacher Impfquote bekommen Sonderkontingente

Regionen mit schwacher Impfquote dürfen in Bayern mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen rechnen.

28 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern erhalten Sonderkontingente an Impfstoff, um regionalen Ungleichgewichten bei der Impfquote zu begegnen, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München an. Insgesamt stehen demnach 100.000 zusätzliche Dosen des Impfstoffs Moderna zur Verfügung, je zur Hälfte für Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kämen noch 40 000 Extra-Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca. Die zusätzlichen Lieferungen würden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, es handele sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs.

"Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten", sagte der Minister. Die Ungleichgewichte entstehen etwa, wenn Regionen eine niedrigere Dichte bei niedergelassenen Ärzten aufweisen und somit weniger Impfungen in den Praxen möglich sind als anderswo. Im über die Apotheken abgewickelten Impfstoff-Bestellsystem des Bundes werde dieser Faktor nicht berücksichtigt.

Ein Angebot an zusätzlichem Impfstoff erhielten alle Impfzentren, in deren Sprengel die Impfquote um mindestens ein Prozent vom Landesdurchschnitt abweiche. Die Menge des zusätzlichen Impfstoffs ist dann vom Grad der Abweichung abhängig. Das Verteilverfahren sei in Zusammenarbeit mit Landkreistag und Städtetag entwickelt worden.

"Die bei der sogenannten Arztimpfquote deutlich unter dem bayernweiten Schnitt liegenden Landkreise und Städte können daher über die Impfzentren ein Stück weit aufholen", sagte der Präsident des Landkreistages, Christian Bernreiter.

Update 17. Juni, 15 Uhr: Inzidenz sinkt auf 14,4 in München

Update 17. Juni, 13.02 Uhr: Corona lässt Einkommen in mehreren Branchen drastisch schrumpfen

Die Corona-Krise und die damit verbundene Kurzarbeit haben die Durchschnittseinkommen in mehreren Branchen der bayerischen Wirtschaft drastisch schrumpfen lassen.

Am härtesten getroffen waren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der ohnehin für eher niedrige Gehälter bekannten Hotellerie. Der Bruttoverdienst im ersten Quartal 2021 schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte, wie das Statistische Landesamt im Fürth am Donnerstag mitteilte. In der Gastronomie sank das Bruttoeinkommen demnach um knapp 30 Prozent, das Durchschnittseinkommen im Gastgewerbe belief sich damit insgesamt auf nur noch 1565 Euro.

Ursache der Einkommensverluste war die nahezu flächendeckende Kurzarbeit, in die die Betriebe ihrer Mitarbeiter wegen des mittlerweile beendeten Lockdowns schickten. Auch in mehreren anderen Wirtschaftszweigen mussten die Arbeitnehmer wegen Kurzarbeit mit sehr viel weniger Geld auskommen. Dazu zählte die Luftfahrt mit einem Minus von 38,4 Prozent ebenso wie Reisebüros und Reiseveranstalter mit Gehaltseinbuße von 28,9 Prozent.

Obwohl viele Branchen im ersten Quartal von der Pandemie kaum oder gar nicht mehr betroffen waren, war der Kurzarbeitseffekt so ausgeprägt, dass sogar das bayerische Durchschnittseinkommen über alle Branchen hinweg leicht sank. Demnach belief sich der Bruttoverdienst für eine Vollzeitstelle noch auf 4224 Euro - 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Schmitt verbirgt aber große Einkommensunterschiede: Am besten bezahlt war die Arbeit in den Bereichen Information und Kommunikation mit 5770 Euro brutto im Monat sowie bei Banken, Versicherern und Finanzdienstleistern mit 5768 Euro.

Die Auswertung beruht auf einer repräsentativen Stichprobe unter 5000 bayerischen Betrieben. Nicht einbezogen waren Land- und Forstwirtschaft.

Update 17. Juni, 8.34 Uhr: Straubing und Bayreuth bei Inzidenz Null

In zwei bayerischen Städten ist die Corona-Inzidenz auf Null gesunken.

Sowohl in Bayreuth als auch in Straubing gab es in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen mehr, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen auf seinem Covid19-Dashboard meldete.

Die bayernweite Inzidenz liegt nun mit 13,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt von 11,6.

Doch gibt es derzeit unter den 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Schweinfurt in Unterfranken.

Update 17. Juni, 8.29 Uhr: Corona-Arzt Wendtner: Strukturen für Post-Covid-Patienten schaffen

Zur Versorgung von Patienten mit Corona-Spätfolgen müssen nach Ansicht des Infektiologen Clemens Wendtner neue Strukturen geschaffen werden.

"Die Patienten sind glücklicherweise meist nicht mehr so krank, dass sie eine stationäre Behandlung in der Klinik benötigen", schilderte der Chefarzt der München Klinik Schwabing, der Anfang 2020 die ersten Corona-Patienten in Deutschland betreut hatte.

Dennoch würden sie von einer interdisziplinären Versorgung durch verschiedene Fachleute profitieren.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 16. Juni, 19 Uhr: Holetschek will Post-Covid-Patienten mit Aktionsplan helfen

Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.
Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.  © Daniel Karmann/dpa

Für Patienten mit Corona-Spätfolgen sollen in Bayern spezielle Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.

"Wir wollen möglichst schnell den Menschen helfen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend in München.

Derzeit werde ein Aktionsplan erarbeitet, der praktische Projekte wie Beratungsstellen, aber auch medizinische Therapieansätze, die Möglichkeiten der Telemedizin oder die Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung zusammenführen soll.

"Wir werden in verschiedenen Bereichen Geld in die Hand nehmen", kündigte Holetschek an. Auch der Bund kümmere sich verstärkt um die Problematik von Spät- und Langzeitfolgen einer Corona-Infektion.

"Aber wir werden in Bayern auch selber etwas machen, weil wir glauben, der Bedarf ist da, wir müssen den Menschen helfen, wir dürfen sie nicht alleine lassen."

Update 16. Juni, 17.15 Uhr: Holetschek und Reiter fordern mehr Masken-Kontrollen im Stadion

ans der deutschen Mannschaft feiern vor Anpfiff vor dem Münchner Stadion.
ans der deutschen Mannschaft feiern vor Anpfiff vor dem Münchner Stadion.  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) fordern bei den nächsten EM-Spielen in München mehr Maskenkontrollen im Stadion.

Beim Spiel Frankreich gegen Deutschland am Dienstagabend "haben sich zu viele Stadionbesucher leider nicht korrekt an die Regeln zum Tragen von Schutzmasken gehalten", sagte Holetschek am Mittwoch in München.

Deshalb habe die Stadt in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium den DFB darauf hingewiesen, dass bei dem Spiel Deutschland gegen Portugal am Samstag "verstärkte Kontrollen erforderlich sind".

Für Stadionbesucher gilt bei den EM-Spielen in München auch am eigenen Platz Maskenpflicht. Es sei aufgefallen, dass diese Regel nicht von allen eingehalten worden sei, sagte Oberbürgermeister Reiter am Mittwoch, "im Besonderen auch auf den Sitzplätzen". Die Stadt München habe den DFB deshalb gebeten, bei künftigen Spielen "noch umfassender auf die Maskenpflicht hinzuweisen, zum Beispiel mit mehr Lautsprecherdurchsagen", sagte Reiter.

Andere Regeln, etwa zu Alkoholverbot und zum Einlass und Verlassen des Stadions hätten sich dagegen bewährt, sagte Gesundheitsminister Holetschek. "Ich hoffe sehr, dass beim nächsten Spiel auch bezüglich der Masken alle mitspielen", betonte Oberbürgermeister Reiter.

Update 16. Juni, 15 Uhr: 50 neue Infektionen in München

Update 15. Juni, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 15. Juni, 14.28 Uhr: Impfungen von Abschlussklassen frühestens Ende Juni?

Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten.

Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. "Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen."

Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und "vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind".

Update 15. Juni, 14.22 Uhr: Bayerns Schüler dürfen bei Pausen im Freien Masken ablegen

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen.

In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) am Dienstag in München. Er betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung dafür nicht geändert werde, vielmehr werde sie nur präzisiert.

"Das ist keine Grundlegende Abkehr von der Maske", sagte Herrmann.

Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) ergänzte, dass das Kabinett letztlich keinen Beschluss zur Maskenpflicht gefällt habe, weil sich CSU und Freie Wähler in dem Punkt noch nicht gänzlich einig seien. "Haben die Argumente ausgetauscht, wir sind aber noch nicht zu einer einhelligen Meinung gekommen."

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. (Symbolbild)
Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 15. Juni, 13.33 Uhr: Bayern warnt bei Pandemiebekämpfung vor Delta-Variante

Die bayerische Landesregierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Warnung vor der in Großbritannien inzwischen dominanten Delta-Variante des Coronavirus ausgesprochen.

Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. An der Sitzung am Dienstag in München hatten auch Virologen teilgenommen.

In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann.

Der Impffortschritt sei mit knapp 50 Prozent bei Erstimpfungen und 26 Prozent bei Zweitimpfungen gut, reiche aber noch nicht aus, um dem Pandemieverlauf alleine und ohne Einhaltung von Hygieneregeln zu begegnen.

Wenn alle Maßnahmen so blieben wie bisher, dann würden nach Einschätzung von Virologen die Infektionszahlen allein wegen der Delta-Variante nach oben gehen.

Update 14. Juni, 21.25 Uhr: Fußball-Verband hofft auf Einlenken der Politik

Der Bayerische Fußball-Verband hofft auf ein Entgegenkommen der Politik im Ärger um die Zulassung von Zuschauern bei Amateurspielen.

Laut des aktuellen Corona-Rahmenkonzepts dürfen maximal 500 Fans auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Hobbyvereine im Freistaat sehen. Die Regelung hatte BFV-Präsident Rainer Koch schon in der vorigen Woche als "absurd" kritisiert und auf größere Kapazitäten ausgerechnet bei Indoor-Events verwiesen.

Bei einem EM-Termin in der Münchner Arena sprach Koch am Montag mit Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über das Thema. Daraufhin gab sich der BFV in einer Mitteilung "zuversichtlich", dass die Regelung angepasst wird, etwa an die Zuschauergrenzen in Sporthallen von 1000 Personen.

Im Ministerrat soll dies schon am Dienstag passieren, hofft der Verband.

Update 14. Juni, 15.30 Uhr: Klassik am Odeonsplatz darf als Pilotprojekt starten

2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.
2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.  © Peter Kneffel/dpa

Nun ist es endlich offiziell! Die Münchner Open-Air-Konzerte "Klassik am Odeonsplatz" am 9. und 10. Juli des Jahres sind mit 2000 Besuchern pro Konzert als Pilotprojekt genehmigt worden.

"Die Sehnsucht nach Kultur ist groß und die Ermöglichung dieser besonderen Open-Air-Konzerte ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Normalität", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (63. SPD) am Montag hinsichtlich der Entscheidung.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) kündigte allerdings an, man werde das Infektionsgeschehen bis dahin genau beobachten.

Normalerweise dürfen an kulturellen Veranstaltung in Bayern derzeit höchstens 500 Menschen teilnehmen, wenn sie feste Sitzplätze haben.

Vor der Coronavirus-Pandemie konnten im Freistaat bei Konzerten an der Feldherrnhalle jeweils bis zu 8000 Besucher kommen.

Update 14. Juni, 14.35 Uhr: Markus Söder gegen vorschnelle Lockerung bei Maskenpflicht

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auch angesichts weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen.

Warum Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) zur Zurückhaltung bei der Lockerung der Maskenpflicht in Bayern mahnt, erfahrt Ihr hier.

Update 14. Juni, 14.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.
Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.  © Sven Hoppe/dpa

Update 13. Juni, 14.30 Uhr: Schweinfurt mit höchster Inzidenz - Lindau folgt

Schweinfurt und der Landkreis Lindau haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit die höchste Corona-Inzidenz.

Am Sonntag führte die Stadt Schweinfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 86 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Lindau folgte mit 73.

In Schweinfurt gingen die Corona-Infektionen auf Ausbrüche in zwei Großfamilien zurück, teilte die Stadt mit. Die Familien stünden nicht miteinander im Zusammenhang, auch habe es vorher keine großen Feierlichkeiten gegeben. Die Familien seien sehr kooperativ und in Quarantäne.

Auch Lindau am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein "diffuses" Infektionsgeschehen gebe. "Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte", hatte es in einer Mitteilung geheißen. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - "hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten".

Somit gebe es quasi "kaum ein Ausbruchsgeschehen" an Schulen.

Update 13. Juni, 7.40 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Bayern erst Ende Juli.

Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)
Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)  © Tobias C. Köhler/dpa

Update 12. Juni, 17.01 Uhr: Landkreis will Ende der Maskenpflicht in Grundschulen - untersagt

Der Landkreis Rhön-Grabenfeld in Unterfranken hat ein Ende der Maskenpflicht für Grundschüler am Platz und auf dem Außengelände beantragt.

Jedoch habe die Regierung von Unterfranken dies nicht genehmigt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Damit gelte die Maskenpflicht ab Montag weiter, sagte eine Sprecherin.

Die Forderung von Landrat Thomas Habermann (CSU) für die Aufhebung basiert auf dem stabilen, niedrigen Inzidenzwert des Landkreises und auf den regelmäßigen Coronatest von Schülern. Steigende Temperaturen würden die Kinder mit Maske außerdem belasten, hieß es. Der Inzidenzwert lag am Samstag laut Robert Koch-Institut bei 8,8.

Wegen der stark sinkenden Zahlen hatte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen gefordert. Auch Parteichef Hubert Aiwanger unterstrich dies am Samstag.

Der Koalitionspartner der Freien Wähler, die CSU, hatte bislang jedoch nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht lockern zu wollen.

Update 12. Juni, 15 Uhr: Lindau mit höchster Inzidenz - Infektionen in Flüchtlingsheimen

Der Landkreis Lindau bereitet Sorgen: Laut Robert Koch-Institut (RKI) war er deutschlandweit der Ort mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Am Samstag lag der Wert bei 75,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Der Landkreis am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein "diffuses" Infektionsgeschehen gebe. "Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte", hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - "hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten".

Somit gebe es quasi "kaum ein Ausbruchsgeschehen" an Schulen. Auch der zweite deutschlandweite "Hotspot" liegt mit der Stadt Schweinfurt derzeit in Bayern.

Update 11. Juni, 14.16 Uhr: Hausärzteverband sauer aufgrund der Corona-Politik

Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) Luft gemacht.

"Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen", schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird gefordert, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. "Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen", sagte Beier laut Pressemitteilung.

Kritisiert wird außerdem die Vergütung des zusätzlichen Aufwandes durch Planung, Beratung, Impfung, Nachbetreuung, höhere Personal- und Sachkosten in den Hausarztpraxen. "Im Verhältnis zu anderen Pandemieleistungen wird der Impfaufwand in den Praxen mit 20 Euro völlig inadäquat vergütet", schreibt Beier. "Schnelltestcenter konnten zum Beispiel bislang 18 Euro pro Test abrechnen, das reine Ausstellen einer digital lesbaren Impfbescheinigung soll ebenfalls mit 18 Euro honoriert werden."

Update 11. Juni, 14.05 Uhr: Markus Söder warnt vor Delta-Variante - US-Hersteller an Zusagen erinnert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor der Ausbreitung der zunächst in Indien aufgetretenen Delta-Variante gewarnt. Obwohl Großbritannien eine vergleichsweise hohe Impfquote aufweise, breite sich die Variante dort stark aus und führe zu steigenden Inzidenzen, sagte Söder am Freitag bei einem deutsch-türkischen Impftag in Nürnberg.

Umso wichtiger sei es, in Deutschland weiter mit ungehindertem Tempo zu impfen. "Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona", sagte Söder. Laut Studien ist die Wirksamkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante im Vergleich zu anderen Virus-Varianten zwar leicht abgeschwächt, aber immer noch sehr hoch.

"Wir sind ein Stück weit im Wettlauf mit Mutationen", sagte Söder. Deshalb sei es notwendig, noch schneller zu impfen, auch in der Breite. Söder forderte die US-Hersteller von Impfstoffen auf, ihren Lieferverpflichtungen Deutschland und Europa gegenüber nachzukommen. "Ich bin sehr dafür, dass wir überall in der Welt Impfstoffe weitergeben", sagte Söder mit Blick auf Berichte aus den USA, die eine halbe Milliarde Impfdosen an andere Länder abgeben wollen.

Aber im Moment sei es so, dass nicht alle Zusagen eingehalten würden.

Update 11. Juni, 14 Uhr: Staatsregierung wirbt in 20 Sprachen für Corona-Impfungen

Mit Videos in 20 Sprachen will die Staatsregierung Menschen mit unzureichenden Deutschkenntnissen über die hohe Bedeutung von Corona-Schutzimpfungen aufklären.

"Es gibt meist keine grundsätzliche Skepsis gegenüber einer Impfung. Oftmals handelt es sich um eine Sprachbarriere", sagte die bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer (61) am Freitag in München. Der Bedarf an niederschwelligen Informationen für Menschen sei daher nach wie vor hoch.

Die Integrationsbeauftragte sieht trotz des zunehmenden Erfolgs der bundesweiten Impfkampagne noch große Herausforderungen bei einzelnen Gesellschaftsgruppen: "Wir möchten mit dieser Kampagne alle mitnehmen. Daher ergänzen wir unsere #Impfbotschafter-Kategorie regelmäßig um neue Sprachen. Neu dazugekommen sind Thailändisch, Vietnamesisch und eine Version für gehörlose Menschen."

Die Videokampagne läuft seit Anfang Mai. In den Clips werben Menschen mit selbstgedrehten Kurzvideos in unterschiedlichen Herkunfts- und Muttersprachen für eine Corona-Impfung. Bisweilen stehen 27 Videos in 20 Sprachen zur Verfügung. Weitere sollen folgen. Sie sind abrufbar auf dem Youtube-Kanal der Integrationsbeauftragten.

Update 11. Juni, 13.50 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 11. Juni, 12.50 Uhr: Nürnbergs Oberbürgermeister lässt sich in Moschee impfen

Um die Impfbereitschaft vor allem unter Migranten zu steigern, hat sich Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (40, CSU) am Freitag in einer Moschee gegen das Coronavirus impfen lassen. Im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) erhielt er eine Dosis des Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson. Das Präparat ist von der Ständigen Impfkommission eigentlich nur für Personen über 60 Jahren empfohlen. König ist 40 Jahre alt.

Die Impfung war Teil eines Impftages in der Eyüp Sultan Moschee in Nürnberg. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Türkisch Islamischen Union in Nordbayern, Hasan Aslan, ist der Impftag hervorragend angenommen worden. Innerhalb weniger Tage hätten sich 500 Menschen angemeldet.

"Wir stellen fest, dass die Sprachbarriere oftmals schon ein Hemmnis ist", sagte König. Diese Barriere solle aufgelöst werden. "Wenn Aufklärung stattgefunden hat, wenn man das auch verstanden hat, dann ist auch die Impfbereitschaft viel größer."

Der Impftag in der Moschee war der Beginn für sogenannte aufsuchende Impfungen in den Nürnberger Stadtteilen. Wie in anderen Großstädten gibt es auch in Nürnberg die Sorge, dass in Stadtteilen mit geringerem sozio-ökonomischem Niveau - dazu gehören etwa Bildung, Einkommen und Lebensverhältnisse - die Impfbereitschaft geringer sein und die Ausbreitung des Coronavirus dort begünstigt werden könnte.

Update 11. Juni, 12.25 Uhr: Mitarbeiter von italienischer Hotel-Anlage in Bayern geimpft?

Mehr als 100 Mitarbeiter einer italienischen Ferienanlage sind nach Medienberichten für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Wie die Süddeutsche Zeitung am Freitag berichtete, hatten sich die Teilnehmer der Reisegruppe im Mai während eines Tagestrips am Münchner Flughafen die Impfspritzen geben lassen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) prüft ein mögliches Fehlverhalten.

Ein Manager des Hotels sagte Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3, es sei wichtig gewesen, dass die Ferienanlage bereit sei, damit Gäste dort sicher Urlaub machen könnten. Man habe die erste "Etappe" genommen, da in Italien Impfungen für Mitarbeiter in Firmen noch nicht möglich gewesen seien. Das Hotel habe für diesen Service auch bezahlt.

Der Vorgang wird mittlerweile von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) überprüft. Denn ein an der Aktion beteiligter Arzt soll eine Kassenzulassung haben. Es werde daher nun ein mögliches Fehlverhalten geprüft, sagte KVB-Sprecher Axel Heise. "Wir wissen auch nicht, was da gelaufen ist." Er bezeichnete das Geschehen als "eigenartig".

Insbesondere ist bislang nicht geklärt, woher der bei der Aktion verwendete Impfstoff stammt.

Update 11. Juni, 12.10 Uhr: Elf Fälle von Betrugsverdacht bei Corona-Teststationen in Bayern

Die Ermittler prüfen mittlerweile in elf Fällen möglichen Betrug in Zusammenhang mit Corona-Teststationen.

In diesen Fällen liefen Ermittlungen oder Vorermittlungsverfahren, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Held in Nürnberg. Im Fall einer Teststation im niederbayerischen Hauzenberg (Landkreis Passau) habe es auch bereits eine Durchsuchung gegeben.

Allein in Bayern gibt es mehrere tausend Teststationen, bei denen Bürger Schnelltests vornehmen lassen können. Bundesweit prüfen die Behörden derzeit, ob durch die Betreiber vielleicht mehr Tests abgerechnet als tatsächlich durchgeführt wurden.

Das bayerische Justizministerium hatte Anfang Juni entschieden, dass die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) bei der Nürnberger Generalstaatsanwaltschaft alle Fälle bündeln soll. Die ZGK war bislang nur für Betrugs- und Korruptionsermittlungen gegen Angehörige der Heilberufe wie Ärzte und Apotheker zuständig.

Da viele Teststationen aber auch von Personen betrieben werden, die keine klassische medizinische Ausbildung haben, wurde die Zuständigkeit erweitert.

Die Ermittler prüfen in Bayern mittlerweile in elf Fällen möglichen Betrug in Zusammenhang mit Corona-Teststationen. (Symbolbild)
Die Ermittler prüfen in Bayern mittlerweile in elf Fällen möglichen Betrug in Zusammenhang mit Corona-Teststationen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

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