Werksschließung: Mitarbeiter von Danone wollen erneut streiken!

Rosenheim - Es geht um viel: Erneut wollen Beschäftigte des vor der Schließung stehenden Danone-Werks in Rosenheim die Arbeit in Bayern niederlegen, um für bessere Abfindungen zu kämpfen. 

Beschäftigte des vor der Schließung stehenden Danone-Werks in Rosenheim in Bayern wollen die Arbeit niederlegen. (Symbolbild)
Beschäftigte des vor der Schließung stehenden Danone-Werks in Rosenheim in Bayern wollen die Arbeit niederlegen. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa

Die Arbeiter planen am Donnerstag ab 14 Uhr bis Freitagabend zu streiken, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte. 

Die Gewerkschaft rechnet in diesem Kontext mit "erheblichen Ausfällen" in der Produktion. 

Bereits zu Beginn der Woche hatten die Arbeiter mit einem zweitägigen Streik die entsprechende Produktion weitgehend zum Erliegen gebracht.

Kernpunkt des Streiks ist ein entsprechender Sozialplan zur Abfederung sozialer Härten durch die Schließung des Werks im Freistaat. 

"Sollte Danone sich weiterhin weigern, höhere Abfindungen und Weiterbildungsmöglichkeiten für die 160 Beschäftigten zu vereinbaren, könnte sich der Arbeitskampf in den nächsten Wochen noch ausweiten", teilte Georg Schneider von der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern mit.

Das Unternehmen könne den angekündigten Warnstreik in keiner Weise nachvollziehen, teilte eine Danone-Sprecherin am Donnerstag mit. Er gefährde den Dialog und damit die Lösung, die die Mitarbeiter einforderten. Das Angebot einer Abfindung für alle Mitarbeiter gehe zudem weit über den sonst üblichen Marktstandard hinaus, hieß es. 

Den Vorwurf mangelnder Weiterbildungsmaßnahmen wies die Sprecherin zurück. 

So gebe es aktuell die Möglichkeit eines Bewerbungstrainings für alle Mitarbeiter und zudem das Angebot, eine Transfergesellschaft zu gründen. Damit werde für permanente Weiterbildung gesorgt.

Danone hatte im Januar angekündigt, das Werk mit etwa 160 Beschäftigten bis Juli 2021 zu schließen. Der Gewerkschaft zufolge geht es dem Standort trotz Corona-Pandemie wirtschaftlich gut.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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