Nicht nur schauen, wo es ein Schlupfloch gibt: Landkreistagschef mit wichtigem Appell

Deggendorf - Mit Blick auf die neue 15-Kilometer-Regel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie appellierte der Präsident des Bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter (56, CSU), an die Bürger, noch einmal für drei Wochen "die Zähne zusammenzubeißen".

Ein Verbotsschild für Fußgänger steht auf dem Berg Rusel im Landkreis Deggendorf an einer Langlaufloipe. Zahlreiche Landkreise schließen ihre Grenzen für Tagesausflügler.
Ein Verbotsschild für Fußgänger steht auf dem Berg Rusel im Landkreis Deggendorf an einer Langlaufloipe. Zahlreiche Landkreise schließen ihre Grenzen für Tagesausflügler.  © Armin Weigel/dpa

Bernreiter bat die Bürger nicht nur zu schauen, wo es ein Schlupfloch gebe - auch wenn die Situation kräfteraubend und nervenzehrend sei.

Die Maßnahme ziele darauf ab, die Mobilität einzuschränken und dadurch die Zahl der Kontakte zu senken, sagte Bernreiter, der Landrat von Deggendorf ist, am Montag.

Er bat die Menschen eindringlich darum, die Einschränkung zu akzeptieren und vernünftig damit umzugehen. Die Polizei werde stichpunktartig kontrollieren.

Der Landkreis Deggendorf gehört zu 28 Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat, bei denen laut Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt. Für diese sogenannten Hotspots greift die neue, umstrittene 15-Kilometer-Regel.

Der Landkreis Deggendorf sperrt - wie unter anderem auch die Landkreise Cham, Regen, Freyung-Grafenau und Berchtesgadener Land - auswärtige Tagesausflügler zunächst aus.

Angesichts des Winterwetters seien viele Besucher in den Landkreis gekommen, etwa an die Rodelhänge oder für Spaziergänge am Rusel.

Leider habe es immer wieder auch Menschenansammlungen gegeben.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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