Die Luft wird dünner: Kliniken rechnen mit Versorgungs-Notlage, die "es so noch nicht gegeben hat"

München - Angesichts der schnell steigenden Zahl von Corona-Patienten fürchten Bayerns Kliniken zum Jahresende eine bislang nicht dagewesene Notlage in der Versorgung.

Die Versorgungssituation in bayerischen Kliniken ist am Limit - doch die Situation soll sich noch weiter zuspitzen. (Symbolbild)
Die Versorgungssituation in bayerischen Kliniken ist am Limit - doch die Situation soll sich noch weiter zuspitzen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Verlegung von Covid-Intensivpatienten in andere Bundesländer wird nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nur kurzfristig Abhilfe schaffen können.

"Alle Prognosen gehen in die Richtung, dass die Zahl der Patienten weiter steigen wird und wir in Bayern keine ausreichenden Intensivkapazitäten haben", sagte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen der Deutschen Presse-Agentur.

"Die momentan noch vorhandenen Intensivkapazitäten im Norden werden uns nur einige Wochen helfen können, weil auch dort die Belegung steigt."

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Derzeit ist wegen Überlastung der bayerischen Kliniken die Verlegung von etwa 50 Patienten in andere Bundesländer in Vorbereitung.

Doch wird derzeit in Bayern jeden Tag eine zweistellige Zahl von zusätzlichen Intensivpatienten in den Kliniken aufgenommen, allein am Mittwoch waren es über 40.

"Wir müssen in Bayern mit den Zahlen der Neuinfizierten runter", sagte Engehausen. "Sonst geraten wir zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Drama hinein, das es so noch nicht gegeben hat."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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