Nach Attacke auf offener Straße: Polizei durchsucht Wohnungen der "Hells Angels"-Mitglieder

München - Nach der Attacke von Mitgliedern einer Rockergang auf einen Mann auf offener Straße in München (TAG24 berichtete) hat die Polizei fünf Häuser in der bayerischen Landeshauptstadt durchsucht. 

Die Polizei ermittelt bei einem offensichtlichen Bandenkrieg in der Rockerszene.
Die Polizei ermittelt bei einem offensichtlichen Bandenkrieg in der Rockerszene.  © dedinag.de

"Wir haben konkrete Tatverdächtige, nach denen wir suchen", sagte der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, am Freitag.

Nach Berichten Münchner Medien soll es sich bei der Angreifergruppe um Mitglieder der "Hells Angels" handeln. 

Sie hatten demnach einen 45 Jahre alten Mann attackiert, der Verbindungen in die Türsteher-Szene und zu einer konkurrierenden Rockerbande hat.

Die Polizei bestätigte, dass sich die Ermittlungen auf das Rockermilieu konzentrieren, die Abteilung für Organisiertes Verbrechen ermittelt. 

Fünf Männer bereits wieder auf dreiem Fuß

Mehrere Häuser von Mitgliedern der "Hells Angels" wurden durchsucht.
Mehrere Häuser von Mitgliedern der "Hells Angels" wurden durchsucht.  © Fredrik von Erichsen/dpa

Mindestens drei der nach derzeitigem Stand fünf Angreifer seien namentlich bekannt. Fünf zunächst festgenommene Männer seien inzwischen wieder auf freiem Fuß, sagte da Gloria Martins.

Am Mittwoch hatten die bislang nicht gefassten Täter den 45-Jährigen in der Nähe des Münchner Nordfriedhofs angegriffen - unter anderem mit einer zunächst nicht näher identifizierten Stichwaffe.

Als zwei Bekannte ihm zur Hilfe kommen wollten, näherte sich ein schwarzer Kleintransporter, der in die Gruppe und auf den am Boden liegenden 45-Jährigen zufuhr und mindestens einen der drei Männer berührte und verletzte. Danach stiegen die Insassen aus und gingen - gemeinsam mit den Tätern, die vorher schon den 45-Jährigen angegriffen hatten - wieder auf die Gruppe los.

Die drei angegriffenen Männer kamen ins Krankenhaus, sind dort inzwischen aber nicht mehr, wie da Gloria Martins sagte. Mindestens einer von ihnen habe sich selbst entlassen.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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