Elterntaxi mit deutlich über 2 Promille: Polizei greift bei Schulweg-Kontrolle zu

Nürnberg - Bei Kontrollen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit hat die Nürnberger Polizei am Montagmorgen bei einem besonders unerwarteten Vorfall einschreiten müssen.

Durch Alkoholgeruch im Fahrzeug des Falschparkers wurden die Beamten auf den Zustand des Fahrers aufmerksam. (Symbolbild)
Durch Alkoholgeruch im Fahrzeug des Falschparkers wurden die Beamten auf den Zustand des Fahrers aufmerksam. (Symbolbild)  © 123RF/Alexey Malkin

Auslöser war ein Autofahrer, der in zweiter Reihe parkte, um vor einer Grundschule offenbar ein Kind aussteigen zu lassen.

Von den Beamten darauf angesprochen, dass dies unzulässig sei, wendete der Autofahrer und stellte sich auf der anderen Straßenseite ins absolute Halteverbot.

"Als die Beamten den offenbar uneinsichtigen Mann erneut auf sein Fehlverhalten ansprachen, bemerkten sie massiven Alkoholgeruch aus dem Fahrzeug, das neben ihm mit einem Grundschulkind und einem weiteren im Kindergartenalter besetzt war", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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"Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von deutlich über 2 Promille."

Die Beamten kassierten den Führerschein des Fahrers ein und leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr ein.

Für eine Blutentnahme ging es für den Mann anschließend zur Dienststelle.

Wichtige Regeln, um vor allem Kinder besser zu beschützen

Die mittelfränkische Polizei und der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung im Großraum Nürnberg seien weiterhin im Einsatz, um ein Bewusstsein für die Gefahren des Schulweges zu wecken.

Die Beamten bitten vor allem um die Einhaltung folgender Punkte:

  • bei Schulen besonders vorsichtig fahren und unbedingt die bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten
  • runter vom Gas gehen und bremsbereit sind, wenn Kinder in Sichtweite kommen
  • an Ampeln und Zebrastreifen besonders vorsichtig sind, denn Schulanfänger halten sich oft nicht verlässlich an die Regeln
  • in verkehrsberuhigten Bereichen Schrittgeschwindigkeit einhalten
  • nie an Einmündungen, im Kreuzungsbereich, auf Geh- und Radwegen oder an sonstigen Stellen parken, an denen es nicht erlaubt ist
  • vor Schulen nicht in zweiter Reihe parken und die Haltverbote beachten
  • an Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen immer damit rechnen, dass Kinder unvermittelt über die Straße laufen
  • Kinder nicht im absoluten Haltverbot ein- oder aussteigen lassen
  • die Gurtanlegepflicht beachten und die Kinder mit den erforderlichen Rückhaltesystemen sichern
  • niemals "auf den letzten Drücker" losfahren, denn Hetze und Stress machen unaufmerksam

Mit diesen Regeln könne man den eigenen Kindern und anderen Verkehrsteilnehmern als positives Vorbild dienen.

Titelfoto: 123RF/Alexey Malkin

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