Milliarden-Geschäft oder Jobs? Münchner Konzern wittert die große Wasserstoff-Chance

München - Der neue Energietechnik-Konzern Siemens Energy will sein Geschäft mit Wasserstoff massiv ausbauen.

Die Wasserstoff-Technologie könnte zu einer tragenden Säule von Siemens Energy werden. (Symbolbild)
Die Wasserstoff-Technologie könnte zu einer tragenden Säule von Siemens Energy werden. (Symbolbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

"Wasserstoff kann für Siemens Energy ein Milliardengeschäft werden", sagte Vorstandschef Christian Bruch dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Die Technologie könne zu einer tragenden Säule des neuen Konzerns werden - und weitere Arbeitsplätze kosten.

Der Gasturbinenmarkt schrumpfe ständig, sagte Bruch. "Der Bau eines Elektrolyseurs aber braucht - selbst für eine große Anlage - weniger Kapazitäten als der Bau einer Gasturbine." Einen weiteren Stellenabbau könne er nicht ausschließen.

In Chile plant Siemens Energy ein Pilotprojekt für sogenannten grünen Wasserstoff, der mit Windstrom hergestellt wird und dann exportiert werden kann - zum Beispiel als Ersatz für Öl, Kohle und Erdgas in der Industrie.

Bruch sagte, Wasserstoff könnte jetzt den Durchbruch schaffen, wenn die Rahmenbedingungen dafür geschaffen würden: "Wir brauchen günstigere Strompreise, höhere CO2-Preise und vor allem einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten."

Siemens Energy müsse seine Kosten extrem senken und profitabler werden, um bald aus den roten Zahlen zu kommen, so Bruch weiter.

Titelfoto: dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

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