Enttäuschung in Nürnberg nach Kulturhauptstadt-Entscheidung

Nürnberg - Die Hoffnung war geradezu allgegenwärtig, nun folgte eine bittere Entscheidung: Enttäuscht hat das Nürnberger Bewerbungsteam nach der Entscheidung für Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt 2025 reagiert. 

Marcus König (40, CSU) fand deutliche Worte.
Marcus König (40, CSU) fand deutliche Worte.  © Daniel Karmann/dpa

"Ich bin sehr traurig", sagte Oberbürgermeister Marcus König (40, CSU) am Mittwoch und führte aus: "Es ist für uns natürlich auch schon bitter."

Nürnberg hatte sich neben Chemnitz, Magdeburg, Hannover und Hildesheim um den Titel beworben. 

Die europäische Jury hatte am Mittwoch die Entscheidung nach einer Bewerbungsrunde getroffen, die wegen der Corona-Krise virtuell stattfinden mussten. Bund und Länder müssen die deutsche Kulturhauptstadt 2025 nun ernennen.

Bayerns zweitgrößte Stadt hatte sich große Hoffnungen gemacht. Denn mit dem Titel sind neben europäischer Aufmerksamkeit auch eine Millionenförderung für Kulturprojekte verbunden. 

Unter dem Motto "Past Forward" wollte Nürnberg mit mehr als 60 Projekten die Vergangenheit mit der Zukunft verbinden. Die Stadt wollte dadurch vor allem das kreative und künstlerische Potenzial abseits von Klischees wie Lebkuchen, Christkind und natürlich auch Bratwurst stärker ausschöpfen.

Die Europäische Union vergibt den Titel seit 1985 immer zeitgleich an zwei Länder. Die zweite Kulturhauptstadt soll 2025 Slowenien stellen. Zuletzt war Deutschland 2010 mit Essen und dem Ruhrgebiet vertreten. Auch West-Berlin (1988) und Weimar (1999) trugen schon den Titel.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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