Beisetzung in bayerischer Natur: Freistaat öffnet ersten Naturfriedhof

Regensburg - Nach langen Vorbereitungen eröffnen die Bayerischen Staatsforsten bei Mittenwald ihren ersten Naturfriedhof für Bestattungen unter Bäumen.

Eine Beisetzung in freier Natur ist ab Montag auch in Bayerischen Staatsforsten möglich. (Archiv)
Eine Beisetzung in freier Natur ist ab Montag auch in Bayerischen Staatsforsten möglich. (Archiv)  © Nicolas Armer/dpa

Fernab von Friedhofsmauern sind dort künftig Beisetzungen in hölzernen Urnen möglich. Eröffnet werden soll der "Stille Wald" an diesem Montag, weitere sollen folgen, wie die Staatsforsten am Sonntag mitteilten.

"Unter dem Dach mächtiger alter Bäume können Hinterbliebene künftig von einem geliebten Menschen Abschied nehmen und im stillen Gedenken innehalten", sagte Agrarministerin Michaela Kaniber (43, CSU).

Das Konzept eines "Friedwalds" ist nicht neu, diese gibt es bereits in mehreren bayerischen Kommunen. Doch ist es der erste derartige Naturfriedhof im bayerischen Staatswald.

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Das Areal liegt mehrere Kilometer vom Mittenwalder Ortszentrum entfernt in den Ausläufern des Wettersteingebirges. Grabsteine oder Grabschmuck gibt es nicht, vorgesehen sind lediglich Gedenktafeln an Bäumen.

Die "Stillen Wälder" sollen wirklich still sein: Dort wird es nach den Worten von Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr geben.

"Den Wunsch vieler Naturliebhaber, die letzte Ruhe im Wald zu finden, wollen wir aufgreifen", erklärte Neumeyer.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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