Explosion am Bahnhof Günzburg: 15 Verletzte, Polizei sucht nach Verschütteten

Günzburg - Bei der Explosion einer leerstehenden Halle in der Nähe des Günzburger Bahnhofs sind nach ersten Erkenntnissen elf Menschen leicht verletzt worden. 

Mehrere Menschen wurden durch die Explosion in Günzburg verletzt.
Mehrere Menschen wurden durch die Explosion in Günzburg verletzt.  © NEWS5 / Pieknik

Nach Angaben der Polizei vom Mittwochmorgen explodierte gegen 7.15 Uhr vermutlich ein Gasbehälter in der Halle aus noch ungeklärten Gründen

Der Radius des Explosionsschadens beträgt etwa 100 Meter, wie die Polizei weiter mitteilte. 

Nach ersten Erkenntnissen wurden Gewerbe- sowie Wohnhäuser und Autos beschädigt, darunter Gebäude des Günzburger Bahnhofs. Mehrere Teile landeten auf den Gleisen, der Bahnhof Günzburg war für den Zugbetrieb komplett gesperrt. 

In einem angrenzenden Asylbewerberheim war das Dach eingedrückt, die Unterkunft wurde evakuiert. 

Der Gesamtschaden sei erheblich, die Höhe sei aber noch nicht einzugrenzen, hieß es.

Update 13.15 Uhr: Zahl der Verletzten gestiegen, Polizei sucht weiter nach Verschütteten

Der Radius des Explosionsschadens beträgt etwa 100 Meter.
Der Radius des Explosionsschadens beträgt etwa 100 Meter.  © Mario Obeser/dpa

Nach der Explosion einer leerstehenden Halle in der Nähe des Günzburger Bahnhofs ist die Zahl der Verletzten auf 15 gestiegen. 

Bei den gemeldeten Verletzungen handle es sich vor allem um Knalltraumata sowie eine Schulter- und eine Augenverletzung, sagte ein Polizeisprecher am Mittag. 

Die Einsatzkräfte seien aber immer noch damit beschäftigt, in den Trümmern nach möglicherweise verschütteten Menschen zu suchen. Auch die Aufräumarbeiten im Gleisbereich zogen sich weiter hin, die Bahn richtete auf der Strecke Augsburg - Ulm einen Ersatzverkehr ein.

Die Ursache für die Explosion blieb zunächst unklar. Man gehe von einer Gasexplosion aus, sagte der Sprecher. Weitere Angaben könne er bisher nicht machen. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm und Experten des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen übernommen.

Durch die Druckwelle und umherfliegende Trümmerteile waren bei der Explosion am Mittwochmorgen im Umkreis von etwa 100 Metern mehrere Gebäude und Fahrzeuge beschädigt worden. Eine Unterkunft für Asylbewerber wurde wegen eines eingedrückten Dachs evakuiert. Nach Angaben der Polizei ist aber keines der betroffenen Gebäude einsturzgefährdet. 

Bei den Schäden handle es sich meist um herabgefallene Dachziegel oder geborstene Fensterscheiben.

Titelfoto: Mario Obeser/dpa

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