Fahrschein und Nachweis bitte: Behörden greifen mehrere 3G-Sünder in Bussen auf

Regensburg - In Bussen und Bahnen gilt seit Mittwoch die 3G-Regel. Wer mitfahren will, muss geimpft, genesen oder aktuell negativ getestet sein.

Bußgeld statt Busgeld: Wer ohne Nachweis unterwegs war, musste an der nächsten Haltestelle aussteigen. Außerdem drohen Geldstrafen.
Bußgeld statt Busgeld: Wer ohne Nachweis unterwegs war, musste an der nächsten Haltestelle aussteigen. Außerdem drohen Geldstrafen.  © vifogra / Schuh

In Regensburg haben zum Start der verschärften Corona-Regeln in Bayern am Mittwoch der hiesige Verkehrsverbund (RVV), der Kommunale Ordnungsservice der Stadt (KOS) und die Polizei die Einhaltung der 3G-Regelung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kontrolliert.

Von 8 bis 11 Uhr gab es daher in der Hauptstadt der Oberpfalz entsprechende Schwerpunktkontrollen.

"Es ist uns nicht möglich, Personen weiterfahren zu lassen, die diese 3G-Regeln nicht erfüllen. Das heißt, sie müssen an der nächsten Haltestelle aussteigen und ihren Weg anderweitig fortsetzen", so Claus Feldmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums der Oberpfalz.

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"Wir werden auch bei Verstößen konsequent ahnden und diese verfolgen und diese sind dann auch mit entsprechenden Bußgeldern belegt", so Feldmeier weiter.

Er appelliert an die Bürger, sich an die Vorgaben zu halten: "Die Regelungen sind bekannt. Schauen Sie, dass es zu keinen Beanstandungen kommt."

Allerdings scheinen diese Verschärfungen noch nicht bei allen angekommen zu sein.

Für 24 Fahrgäste endete die Fahrt vorzeitig

Insgesamt seien 845 Personen kontrolliert worden. 24 von ihnen mussten die Fahrt vorzeitig beenden.
Insgesamt seien 845 Personen kontrolliert worden. 24 von ihnen mussten die Fahrt vorzeitig beenden.  © vifogra / Schuh

So ließ eine Mitreisende gegenüber Medienvertretern vor Ort ihrem Unmut freien Lauf. Sie konnte keinen der drei Nachweise vorlegen und wurde bei der Kontrolle entsprechend dem Bus verwiesen.

"Ich habe einen Zahnarzt-Termin und habe nicht gewusst, dass ich nicht mit dem Bus fahren darf", so die Seniorin.

Wie sie nach dem Termin wieder nach Hause kommen soll, wusste sie zu dem Zeitpunkt noch nicht.

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Sie war eine von insgesamt 24 Fahrgästen, für die die Fahrt vorzeitig zu Ende war. Insgesamt wurden laut Angaben 80 Busse mit 845 Personen überprüft. 43 Passagiere würden nach eigenen Aussagen die 3G-Regeln erfüllen, konnten jedoch keinen Nachweis vorzeigen. Ihnen wird die Gelegenheit eingeräumt, das nachzuholen.

Kontrollen werden auch in Zukunft weiterhin stattfinden. In welcher Form und in welchem Umfang, könne sehr unterschiedlich ausfallen, so Claus Feldmeier.

Bei der Kontroll-Aktion wurden außerdem 42 Personen ohne gültigen Fahrschein aufgegriffen.

Titelfoto: vifogra / Schuh

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