Kokain für rund 50 Millionen Euro: Kurioser Fund in Bananenkisten hat nun Folgen

Memmingen - Weil sie fast eine halbe Tonne Kokain geschmuggelt haben sollen, müssen sich sechs Männer von Donnerstag (9.30 Uhr) an vor dem Landgericht Memmingen im Freistaat Bayern verantworten. 

Die Drogen sollen von Ecuador in Bananenkisten zu einem unwissenden Obsthändler in Neu-Ulm geliefert worden sein. (Symbolbild)
Die Drogen sollen von Ecuador in Bananenkisten zu einem unwissenden Obsthändler in Neu-Ulm geliefert worden sein. (Symbolbild)  © 123rf/serezniy

Die zuständige Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die Drogen im Wert von rund 50 Millionen Euro von Ecuador in Bananenkisten zu einem Obsthändler in Neu-Ulm geliefert haben zu lassen.

Dieser wusste demnach nichts von dem versteckten Kokain. Als ein Mitarbeiter einige Päckchen entdeckte, alarmierte er die Polizei. 

Ein Spezialeinsatzkommando nahm die sechs mutmaßlichen Mitglieder der Schmuggler-Bande Mitte Dezember fest, als sie in das Lager des Obsthandels einbrachen. 

Sie sollen geplant haben, das Kokain anschließend an unbekannte Abnehmer weiterzuverkaufen.

Vor dem Prozessbeginn schwiegen die Beschuldigten entweder zu den Vorwürfen oder gaben an, nichts von dem Kokain gewusst zu haben, wie das Landgericht Memmingen mitteilte.

Bei einer Verurteilung wegen bandenmäßigen Drogenhandels drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen zwei und 15 Jahren. 

Ein Urteil könnte im November fallen. 

Titelfoto: 123rf/serezniy

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