FC Bayern an Fabian Ruiz vom SSC Neapel dran? Mega-Summe für jungen Spanier

München - Das Coronavirus hat die internationale Sportwelt derzeit fest im Griff, auch in der Bundesliga rollt der Ball nicht. Hinter den Kulissen wird jedoch fleißig gearbeitet. Der FC Bayern München soll einen Spanier im Visier haben. 

Fabián Ruiz (l.) soll auf dem Zettel des FC Bayern München stehen.
Fabián Ruiz (l.) soll auf dem Zettel des FC Bayern München stehen.  © Massimo Paolone/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Das angebliche Objekt der Begierde hört auf den Namen Fabián Ruiz, ist 23 Jahre alt, spielt in der italienischen Serie A beim SSC Neapel im Mittelfeld und hat in der laufenden, wenngleich aktuell unterbrochenen Spielzeit mit starken Leistungen international auf sich aufmerksam gemacht.

Auch die gezeigten Leistungen 2019 bei der U21-Europameisterschaft sprachen für sich. Ruiz gewann mit Spanien den Titel und wurde zum Spieler des Turniers in Italien und San Marino gewählt. Es war ein deutliches Ausrufezeichen.

Immer wieder wurde der 23-Jährige in diesem Zusammenhang mit einem Wechsel nach Spanien in Verbindung gebracht. Der FC Barcelona und Real Madrid sollen Interesse haben, heißt es. Wie die britische Zeitung "Express" nun berichtet, sollen allerdings ebenso der FC Liverpool, bei dem Trainer Jürgen Klopp (52) an der Seitenlinie das Sagen hat, und der FC Bayern an Ruiz dran sein.

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So sollen die Reds bereit sein, 74 Millionen Pfund auf den Tisch zu legen, was umgerechnet knapp 80 Millionen Euro entspricht. Es ist eine stattliche Summe, die wohl die Münchner ebenfalls zahlen müssten, sollten sie Ruiz, der im Sommer 2018 für 30 Millionen Euro von Betis Sevilla nach Neapel gewechselt war, an die Säbener Straße lotsen wollen. Zudem könnte auch Manchester United noch ein ernstes Wörtchen mitreden.

Der Berater des 23-Jährigen, Álvaro Torres, bestätigte das sehr rege Interesse an seinem Klienten, der für die Azzurri  bislang wettbewerbsübergreifend in 72 Partien auf dem Feld stand, dabei zehn Treffer verbuchen und zudem fünf Tore seiner Mannschaftskollegen vorbereiten konnte.

Fabián Ruiz zum FC Bayern? Leroy Sané, Kai Havertz und das Coronavirus

Fabián Ruiz könnte für seinen neuen Verein richtig teuer werden. 
Fabián Ruiz könnte für seinen neuen Verein richtig teuer werden.   © Andreas L Eriksson/Bildbyran via ZUMA Press/dpa

"Es haben sich bedeutende Klubs nach dem aktuellen Stand erkundigt", erklärte Torres dem Blatt. Neapel, das sich in einem "schwierigen Jahr" befinde, habe Kenntnis über das große Interesse  verschiedener Vereine. Der Vertrag von Ruiz läuft noch bis zum Sommer des Jahres 2023. 

Gespräche über eine Verlängerung seinen laut Torres jedoch bis zum Ende der aktuellen Saison auf Eis gelegt. "Es gibt keine Ausstiegsklausel im aktuellen Arbeitspapier", führte dieser aus und gab so ein nicht unbedeutendes Detail bekannt. 

Sollten Hasan Salihamidzic (43) und Co. den 23-Jährigen wirklich verpflichten wollen, müssten sie somit die Chefetage der Süditaliener überzeugen, was wohl direkte Auswirkungen auf den Preis des Spaniers hat - wie ferner ein Wettbieten der Klubs.

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Ein Verbleib scheint in jedem Fall unwahrscheinlich, gleiches gilt für eine Verlängerung des Kontrakts, wenngleich die Verantwortlichen um Ruiz kämpfen werden. Wohin die Reise des Linksfußes, dessen Entwicklung auf und abseits des Rasens noch lange nicht abgeschlossen ist, allerdings geht, ist offenbar derzeit noch gänzlich unklar. 

Aus Sicht des amtierenden deutschen Meisters und Pokalsiegers dürften vor allem weitere Transferentscheidungen großen Einfluss darauf haben, wie viel Geld an Neapel für dessen Stammspieler letztlich im Sommer überwiesen werden könnte.

Vor allem eine Verpflichtung von Leroy Sané (24, Manchester City), aber auch ein immer wieder ins Spiel gebrachter Wechsel von Kai Havertz (20, Bayer Leverkusen) dürften äußerst kostspielig werden. Gar beide könnten kommen. Hinzu kommt die Ungewissheit, wie es in dieser Spielzeit aufgrund des Coronavirus weiter geht - und ob es denn überhaupt weiter gehen kann. 

Ein Abbruch steht im Raum, alternativ könnte die Saison durch die offizielle Verschiebung der Europameisterschaft jedoch sogar erst im Sommer zu Ende gespielt werden. Was bleibt, sind viele Fragen, aber keine Antworten - auch nicht im Hinblick auf einen Transfer von Ruiz.

Titelfoto: Andreas L Eriksson/Bildbyran via ZUMA Press/dpa

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