Finanzskandal in Bamberg hat Konsequenzen: Stadt reagiert

Bamberg - Die Stadt Bamberg will Konsequenzen aus der Affäre um Sonderzahlungen ziehen. Politik, Verwaltung, Belegschaft und Personalvertretung sollen gemeinsam an einer Neuorganisation arbeiten.

Andreas Starke (64, SPD) ist der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Bamberg.
Andreas Starke (64, SPD) ist der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Bamberg.  © Nicolas Armer/dpa

Es brauche in Bamberg unbedingt Transparenz und "Wille zur konstruktiven Zusammenarbeit im wohlverstandenen Interesse der Stadt Bamberg", forderte Oberbürgermeister Andreas Starke (64, SPD). Er kündigte deshalb an, zeitnah den direkten Austausch mit allen Stadtratsfraktionen zu suchen.

Nach einem Bericht des Kommunalen Prüfungsverbands Bayern soll die Stadt jahrelang unzulässig Überstunden, Zeitzuschläge, Mehrarbeit und darüber hinaus Prämien ausgezahlt haben. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt wegen Untreue.

Außerdem kursieren Gerüchte, dass sich Mitarbeitende mit 450-Euro-Jobs und Beraterverträgen ohne Gegenleistung bereichert hätten. Die Vorwürfe wiegen durchaus schwer.

Es gebe "keine Anhaltspunkte für die Gewährung von Leistungen ohne entsprechende Gegenleistungen", wurde nach einer Sondersitzung des Rechnungsprüfungsausschusses betont.

Allerdings seien manche Entscheidungen nur unzureichend dokumentiert worden. Außerdem würden nicht bei allen Zahlungen die notwendigen formalen Voraussetzungen vorliegen.

"Derartige Fehler müssen für die Zukunft ausgeschlossen werden", sagte Starke in Bayern.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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