Nach Tod von George Floyd: Münchner demonstrieren gegen Polizeigewalt

München - In mehreren Städten bundesweit, auch in der bayerischen Landeshauptstadt, waren am Samstag nicht nur Demonstrationen rund um die Corona-Maßnahmen angemeldet.

Am Münchner Max-Joseph-Platz zogen die Demonstranten in Richtung Odeonsplatz.
Am Münchner Max-Joseph-Platz zogen die Demonstranten in Richtung Odeonsplatz.  © Twitter/No_Pasaran_Muc/privat

Auch wurde, anlässlich des Todes des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in den USA, auf die Rassismus- und Polizeigewalt-Problematik aufmerksam gemacht. 

Unter Mottos wie "No justice, no peace" und "Black Lives Matter" waren TAG24-Informationen zufolge im Verlauf mehr als 300 Demonstranten an dem Trauermarsch in München beteiligt.

Vom Karlsplatz (Stachus) aus startend, zogen die Demonstranten durch die Münchner Innenstadt. Unter anderem auch vorbei am US Konsulat. 

Besondere Signalwirkung der Polizeibeamten, die den Marsch mit zahlreichen linken Demonstranten teils beidseitig begleiteten: Auf dem Rückweg zum Stachus nahmen sie, mehreren Meldungen auf Twitter zufolge, die Helme ab. Zwischenfälle wurde keine gemeldet, die Demo löste sich nach der Rückkehr langsam und friedlich auf, wie mehrere Teilnehmer über die sozialen Netzwerke mitteilten.

Der Tod von George Floyd aus der Stadt Minneapolis (Minnesota) sorgt in den USA für landesweite Proteste und Ausschreitungen (TAG24 berichtete). Mehrere Minuten lang kniete ein weißer Polizist auf dem Hals des mit Handschellen fixierten unbewaffneten Afroamerikaners - bis dieser schließlich das Bewusstsein verlor. Wenig später, an diesem Abend des 25. Mai, starb der zweifache Familienvater in einer Klinik. 

Titelfoto: Twitter/No_Pasaran_Muc/privat

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