Gefahr Starkregen: In Bayern jedes achte Wohnhaus bedroht!

Berlin/München - Rund jedes achte Haus in Bayern ist bei Starkregen bedroht.

Anwohner in Klosterbeuren versuchten im Juli 2020, die Überflutungen nach Starkregen einzudämmen.
Anwohner in Klosterbeuren versuchten im Juli 2020, die Überflutungen nach Starkregen einzudämmen.  © Bernd März/dpa

Zwölf Prozent der Wohngebäude fallen in einer am Montag vorgestellten Klassifizierung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in die höchste Gefahrenklasse.

Bundesweit liegt der Freistaat damit genau im Durchschnitt und auf Rang 7. Die höchste Gefährdung sieht der GDV in Thüringen, wo 23 Prozent der Wohngebäude in die höchste Gefahrenkategorie fallen.

Innerhalb Bayerns gibt es starke Unterschiede: Den höchsten Anteil gefährdeter Gebäude hat demnach der Landkreis Kronach mit 30 Prozent, den niedrigsten München Stadt und Landkreis mit je drei Prozent.

"Neben der Intensität des Regens hat die Lage eines Gebäudes einen entscheidenden Einfluss auf das Ausmaß von Starkregenschäden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Dies werde nun mit den vom GDV entwickelten Starkregengefährdungsklassen berücksichtigt.

In die höchste Gefahrenklasse fallen Häuser im Tal und an Bächen. Auf Hügeln oder im oberen Bereich von Hängen ist sie dagegen am niedrigsten.

Ob die Einstufung Auswirkungen auf Prämien haben wird, kommentierte der GDV nicht. Er wies allerdings darauf hin, dass die Starkregen-Gefährdungsklassen sich weniger stark auf Schadenserwartungen auswirken als die Gefährdungsklassen für Hochwasser.

Titelfoto: Bernd März/dpa

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