Gegen den Dauerstau Richtung Garmisch: Tunnel Oberau wird eröffnet

Oberau - Nach rund elf Jahren Bauzeit wird auf der notorisch überlasteten Bundesstraße 2 Richtung Garmisch-Partenkirchen eine wichtige Umgehung eröffnet.

Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit soll der Tunnel für Oberau die überlastete B2 Richtung Garmisch-Partenkirchen entlasten.
Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit soll der Tunnel für Oberau die überlastete B2 Richtung Garmisch-Partenkirchen entlasten.  © Angelika Warmuth/dpa

Der Tunnel für Oberau soll den Ort vom Verkehr entlasten und ist ein wichtiger Baustein für eine bessere Verbindung vom Autobahnende der A95 nach Garmisch-Partenkirchen.

Es ist der längste Straßentunnel im Freistaat. Zur Eröffnung am Donnerstag 13 Uhr soll erst Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (58, CSU) eine Rede halten, dann dürfen Fußgänger, Radfahrer und Blader in die Röhren.

Der Tunnel wird pünktlich zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau fertig, zu dem in der Region massenweise Polizisten und Medienvertreter sowie Gipfel-Gegner erwartet werden.

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Kernstück ist der knapp drei Kilometer lange Tunnel mit zwei voneinander unabhängigen Röhren. Diese kommen südlich von Oberau wieder ans Licht und schließen an das schon mit einem Tunnel ausgebaute Stück der B2 beim Nachbarort Farchant an. Insgesamt ist die Umfahrung nach Angaben des Verkehrsministeriums 4,2 Kilometer lang.

Doch das ist nicht das Ende der Tunnel-Graberei: Für den vierspurigen Ausbau zwischen Eschenlohe und Oberau mit dem Auerbergtunnel gab es im vergangenen August den ersten Spatenstich.

Seit Jahrzehnten klagen Anwohner über volle Straßen

Gebaut wird auch am Kramertunnel als Umgehung für den Ortsteil Garmisch. In Planung ist zudem der Wanktunnel als Umgehung für den Ortsteil Partenkirchen.

Wenn zum Ende des Jahrzehnts alle Tunnel fertig sind, soll es von München durchweg vierspurig nach Garmisch-Partenkirchen gehen.

Vor allem in Ferienzeiten und in der Skisaison geht es auf der B2 kaum voran. Anwohner klagen seit Jahrzehnten über Staus.

Umweltschützer fürchten, dass mit dem Ausbau der Tunnel noch mehr Verkehr in die Region um die Zugspitze fließt.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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