"Ohne Rücksicht auf Verluste": Harry G appelliert an Vernunft der Ausflügler

München - Die besonders beliebten Ausflugsregionen im Freistaat wappnen sich mit Blick auf den Feiertag und das anstehende Wochenende für den Fall eines weiteren Besucheransturms. Da platz so manchem Grantler mit Recht der Kragen.

Jedes Wochenende walzt eine Blechlawine in die Berge und parkt alles zu. Harry G (41, bürgerlich Markus Stoll) kann dabei nur den Kopf schütteln.
Jedes Wochenende walzt eine Blechlawine in die Berge und parkt alles zu. Harry G (41, bürgerlich Markus Stoll) kann dabei nur den Kopf schütteln.  © Bildmontage: Instagram@ harry_g_offiziell, Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Was ist das für ein närrischer Winter?" fragt sich Harry G (41, bürgerlich Markus Stoll) angesichts der Besucherströme ins bayerische Land.

"Genießt Euren Winterausflug, aber genießt ihn bitte mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein", appelliert auch Comedian an die Ausflügler.

In seinem neusten Instagram-Video regt sich der Berufsgrantler vor allem über die Parkmethoden der Tagestouristen auf.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Bewohner im Münchner Umland mit dem Ansturm an Ausflüglern zu kämpfen.

"Ohne Rücksicht auf Verluste" wird alles zugeparkt. Harry G fühlt mit, wenn Privatwege, Zufahrtsstraßen und Rettungswege von Autos blockiert werden.

"Die Schilder übersieht man nicht einfach, außer es ist einem völlig wurschd", betont der Entertainer.

Zum Feiertag und dem Wochenende kündigten die Polizeipräsidien Oberbayern Süd, Niederbayern und Schwaben Süd/West am Dienstag nun auch verstärkte Kontrollen an. Im Nationalpark Bayerischer Wald achten auch die Ranger auf die Einhaltung der Regeln.

Ausflugsregionen appellieren an Vernunft der Besucher

"Wo viele Besucher hinfahren, werden wir auch sein", sagte ein Sprecher der Polizei in Rosenheim. Als Beispiele nannte er Garmisch-Partenkirchen sowie Eibsee, Spitzingsee und Walchensee.

Der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer (CSU), sagte dem Münchner Merkur, eine von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) vorgeschlagene Einschränkung des Bewegungsradius' auf 15 Kilometer rund um den Wohnort "wäre wirklich angebracht, wenn man sieht, was hier los ist".

Eine Sprecherin des Tourismusamtes in Grafenau im Bayerischen Wald sagte, es gebe zahlreiche geräumte Winterwanderwege in der Region, die gut genutzt werden könnten.

"Es müssen nicht immer unsere Hausberge Lusen, Rachel und Dreisessel sein."

Titelfoto: Bildmontage: Instagram@ harry_g_offiziell, Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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