Heilige Drei Könige: So wollen Sternsinger trotz Corona Spenden sammeln

München - Sie ziehen, als Heilige Drei Könige verkleidet, von Haus zu Haus und sammeln für arme Menschen in aller Welt - im Januar 2021 wird es das aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht geben. Bayerns Bistümer entwickeln nun virtuelle und kontaktlose Formen der Segensverteilung und Spendensammlung.

Haussammlungen der Sternsinger wird es im Januar 2021 wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht geben. (Symbolbild)
Haussammlungen der Sternsinger wird es im Januar 2021 wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht geben. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Kindermissionswerk, das bundesweit das Sternsingen organisiert, rät den katholischen Pfarreien davon ab, die Kinder und Jugendlichen in der Corona-Zeit zu Haussammlungen loszuschicken.

"Mit Ihnen gemeinsam setzen wir auf das kontaktlose Sternsingen – und zwar verantwortungsvoll, kreativ und vielfältig", schreibt das Kindermissionswerk auf seiner Internetseite.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der zweite Träger der Aktion Dreikönigssingen, schließt sich dem Aufruf an. "Einen Besuch der Sternsinger*innen in privaten Haushalten, wie er sonst gelebte Praxis ist, können wir aktuell nicht verantworten", sagte BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach laut einer Presseerklärung.

Eine Sprecherin des Erzbistums München-Freising erklärte, man gebe die Empfehlung, auf Haussammlungen zu verzichten, an die Pfarreien weiter.

Stattdessen sollten die Gemeinden alternative und digitale Möglichkeiten für Sternsingersegen und Spendensammeln finden.

"Sternsingen in der Cloud"

Im Bistum Augsburg heißt ein Projekt "Sternsingen in der Cloud". Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Orten singen dabei ein gemeinsames Sternsinger-Lied, das dann in den Pfarreien abgespielt werden soll. Sternsinger aus dem Bistum werden dazu aufgerufen, an einem Quiz rund um das Thema Sternsingen teilzunehmen.

Pro Teilnehmer spendet die Abteilung Weltkirche des Augsburger Bistums fünf Euro. Falls mehr als 200 Kinder und Jugendliche teilnehmen, gibt Bischof Bertram Meier noch einmal 1000 Euro dazu, heißt es in einer Mitteilung des Bistums.

Das Kindermissionswerk schlägt weitere Ideen für kontaktloses Sternsingen vor - etwa Segenspakete zusammenzustellen, die verteilt oder verschickt werden können, Online-Spendenaktionen oder Handyvideos von Sternsingergrüßen.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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