Partei mit irrer Forderung: Heizpilze nur für vegane Restaurants

Augsburg - In der kalten Jahreszeit möchte das Umweltbundesamt den Gastro-Betrieben unter die Arme greifen und hält offenbar das Aufstellen der umstrittenen Heizpilze für denkbar.

Heizpilze sind Klimasünder. Ausgerechnet vegane Restaurants sollen sich damit schmücken dürfen. (Symbolbild)
Heizpilze sind Klimasünder. Ausgerechnet vegane Restaurants sollen sich damit schmücken dürfen. (Symbolbild)  © 123RF/Elizaveta Galitckaia

Die Kleinpartei V-Partei³ - das dreifache "V" steht für Veränderung, Vegetarier und Veganer - stemmt sich nun in einer Presseerklärung gegen dieses Vorhaben, möchte aber eine Ausnahme erlauben.

Grundsätzlich seien die Heizpilze als Klimasünder abzulehnen. Grund: Ein einziger solcher Heizpilze produziere "in acht Stunden über 26 Kg CO2 und heizt damit den Klimawandel weiter an." 

Allerdings versteht die Partei die coronabedingten Probleme der Gastronomien und möchte Ausnahmen erlauben. Genauer gesagt: eine Ausnahme.

Ganz im Zeichen ihrer Parteilinie erachten sie lediglich vegane Restaurants (und jene, die sich gerade auf dieses Angebot umstellen) als berechtigt, ihre Kunden mit Heizpilzen zu wärmen. "Restaurants, deren Essensangebot bereits klima- und damit direkt wie indirekt gesundheitsfreundlich, d. h. vegan ist (...)" heißt es in einer Mitteilung.

"Die Klimaschäden der Heizpilze werden z. B. durch klimafreundliche Esspilze einigermaßen ausgeglichen, wenn auf den Einsatz tierischer Produkte verzichtet wird", begründet der Augsburger Stadtrat Roland Wegner den Grundgedanken hinter der Ausnahme.

Wo die Heizpilze für gastronomisch genutzten Freiflächen erlaubt sind, variiert von Stadt zu Stadt, teilweise auch von Bezirk zu Bezirk.

Titelfoto: 123RF/Elizaveta Galitckaia

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