Nach schweren Unwettern: Herrmann will Anzahl der Sirenen verdoppeln

München - Nach den schweren Unwettern der vergangenen Wochen will Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) das Warnsirenennetzwerk in Bayern massiv ausbauen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) sieht deutlichen Ausbau-Bedarf im Warnsirenennetzwerk.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) sieht deutlichen Ausbau-Bedarf im Warnsirenennetzwerk.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

"Unser Ziel ist, die Zahl der Sirenen in Bayern auf rund 26.000 zu verdoppeln. Mit einem engmaschigeren Sirenennetzwerk können wir die Bevölkerung in Bayern künftig rund um die Uhr noch besser vor Katastrophen- und Gefahrenlagen warnen", sagte Herrmann am Sonntag in München.

"Gerade nachts und bei drohenden Lebensgefahren brauchen wir den durchdringenden Sirenenwarnton, um möglichst schnell alle erreichen zu können." Details zu Zeitrahmen und Kosten nannte Herrmann nicht.

Sirenen sollen die Menschen insbesondere dazu animieren, sich aus den Medien über Details zu informieren.

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Da mittlerweile in einigen Gegenden kein Sirenensystem mehr vorhanden ist, fahren dort dann Feuerwehr und Polizei durch die Straßen und warnen per Lautsprecher.

Ergänzt werden diese altbekannten Systeme durch moderne Smartphone-Apps. Die App Nina wird dafür vom Bund betrieben, um über Katastrophen und andere bedrohliche Ereignisse wie Großbrände mit starkem Rauch zu informieren.

Die App Katwarn der Fraunhofer-Gesellschaft funktioniert ähnlich. Der Deutsche Wetterdienst bietet die App Warnwetter an. Ein Vorteil der Handy-Systeme ist, dass auch Gehörlose mittels Vibrationsalarm gewarnt werden können.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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