Hochwasser in Oberbayern: Katastrophenfall für Ortschaft im Landkreis Erding ausgerufen

Dorfen - Nach starken Regenfällen hat der Landkreis Erding für die Stadt Dorfen den Katastrophenfall ausgerufen.

Die Feuerwehr musste am Montag zahlreiche Keller auspumpen.
Die Feuerwehr musste am Montag zahlreiche Keller auspumpen.  © Peter Kneffel/dpa

Im Ortsteil Oberdorfen hätten rund 250 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, teilte die oberbayerische Stadt mit. Die Betroffenen seien in einer Turnhalle untergekommen.

Die Feuerwehren seien mit 600 Einsatzkräften vor Ort, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen und überflutete Straßen wieder frei zu bekommen. Rund 2300 Sandsäcke wurden gefüllt, um die Ortschaft zu schützen.

Die Kreisbehörde machte klar, dass die Evakuierung auch vorsorglich geschehen sei. "Aber wir wollen und müssen sichergehen, die jüngsten Ereignisse in Deutschland zeigen das", sagte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU).

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Nach Starkregen waren am Montagmorgen in Oberbayern zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden.

Betroffen waren vor allem die Landkreise Freising, Erding und Pfaffenhofen an der Ilm.

Mitglieder der Feuerwehr pumpen Wasser aus einem Garten ab nach starken Regenfällen in Oberbayern.
Mitglieder der Feuerwehr pumpen Wasser aus einem Garten ab nach starken Regenfällen in Oberbayern.  © Peter Kneffel/dpa

Hochwasser in Oberbayern: Starkregen im Norden, Warnungen im Süden

Auch im südlichen Oberbayern warnten der Hochwassernachrichtendienst und der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor ergiebigem Dauerregen und möglichen Überschwemmungen.

Vor allem im Chiemgau seien bis Dienstagabend Niederschlagsmengen von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter möglich, teilte der DWD am Montag mit.

Nachdem in etwa die gleiche Menge in Teilen der Region schon seit Samstagmorgen gemessen wurde, warnte der Wetterdienst am Montag vor möglichem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen.

Es könne auch zu Erdrutschen kommen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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