"6 bis 8 Leute": Aiwangers Abstandsregel-Rede wird zum viralen Musik-Hit

München - Hubert Aiwanger (49), seines Zeichens Wirtschaftsminister in Bayern, sorgte vor wenigen Tagen für Lachfalten bei seinen Zuhörern.

Hubert Aiwanger (49) hatte selbst gleich zum Start der Außengastronomie einen Biergarten besucht. (Archiv)
Hubert Aiwanger (49) hatte selbst gleich zum Start der Außengastronomie einen Biergarten besucht. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Mitte Mai versuchte er sich - in bester Edmund-Stoiber-Manier - in der Erklärung der Abstandsregeln, die in bayerischen Biergärten gelten sollen.

"Wenn 6 bis 8 Leute, jeder mit seinem Kumpel kommt, dann kann der sich natürlich jeweils mit seinem Kumpel ...", beginnt die inzwischen schon legendäre Rede des Freie-Wähler-Chefs.

"Die können ja nicht sechs mal zwei an einem Tisch sitzen, weil ja nichtmal die ersten Sechs an einem Tisch sitzen dürfen." Alles klar? Nein? Gut. Irgendwie weiß man ja, was Bayerns Lieblings-Hubert zu sagen versucht. Doch dieses Wort-Sudoku bedurfte schon viel Konzentration, um es zu entschlüsseln. Entsprechend lustig machte man sich darüber im Internet.

Uwe Ungerer, Chorleiter aus Bayern, ging dieses Thema ganz anders an: "Aktuell hat man als Chorleiter wenig zu tun, die Chöre dürfen nicht proben. Also kam ich irgendwie auf diese Idee", berichtet der 50-Jährige im TAG24-Gespräch.

"Ich war schon immer für solche Gags zu haben. Und irgendwie hatte ich eben Lust darauf", erzählt er die Entstehungsgeschichte seines kleinen viralen Überaschungshits. Er nahm Aiwangers Biergarten-Abstand-Rede und komponierte daraus ein Musikstück.

"Ich wollte einfach etwas Nettes, Blödes machen"

In dem Video kann der geneigte Musikfreund Text und Noten zu dem Song einsehen.
In dem Video kann der geneigte Musikfreund Text und Noten zu dem Song einsehen.  © Screenshot youtube/daronmuyen

Mit dem Originaltext als Grundlage komponierte Ungerer einen 4-6-stimmigen Männerchor und sang diesen ein.

"Ich hatte nicht vor, damit bekannt zu werden. Ich wollte einfach etwas Nettes, Blödes machen", gesteht der Musiker lachend.

Dieses Chor-Stück hat er dann - wegen der Corona-Pandemie - alleine eingesungen und auf seinem Youtube-Kanal hochgeladen. Inzwischen hat das "Duo" damit fast 40.000 Views ergattert. "Es wird viel auf Facebook geteilt. Man merkt, dass die Leute auch mal Lust auf was Humorvolles zu dem Thema haben."

Was der "Songwriter" Aiwanger selbst über diese musikalische Interpretation seiner gestammelten Werke hält, ist bislang noch nicht überliefert. Klar ist nur: Ein Wiesn-Hit wird es in diesem Jahr - aus genannten Gründen - sicher nicht mehr. Aber im Netz funktioniert er ganz gut.

Uwe Ungerer scheint auf jeden Fall Geschmack an der Zusammenarbeit mit dem Freie-Wähler-Chef zu haben. Am Freitag legte er bereits mit dem "Brathendl"-Song nach. Basierend erneut auf einem beinahe schon biblischem Gleichnis Aiwangers (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Montage: Lino Mirgeler/dpa+Screenshot Youtube/daronmuyen

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