Permanenter Einbruch: Immer weniger Sozialwohnungen in Bayern

München - Die Zahl der Sozialwohnungen in Bayern sinkt immer weiter. Der Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft vdw forderte deshalb am Donnerstag höhere staatliche Förderung für den Bau bezahlbarer Wohnungen.

Der kontinuierliche Rückgang von Sozialwohnungen wird zum stetig größer werdenden Problem. (Symbolbild)
Der kontinuierliche Rückgang von Sozialwohnungen wird zum stetig größer werdenden Problem. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Demnach gab es 2020 noch 135.346 Sozialwohnungen in Bayern, knapp 300 weniger als ein Jahr zuvor.

Der kontinuierliche Rückgang hat sich in den vergangenen Jahren zwar verlangsamt, doch in der Langfristbetrachtung wird deutlich, wie viele Sozialwohnungen aus der Bindung gefallen sind: 2012 waren es laut vdw noch fast 19.000 Sozialwohnungen mehr als heute.

Verbandsdirektor Hans Maier kritisierte die Kürzung der Bundeszuschüsse für den Wohnungsbau: "Angesichts der steigenden Baukosten und Grundstückspreise ist die Kürzung das falsche Signal."

Zerstörung von Wahlplakaten: "Da wird sich gezielt dazu verabredet"
Bayern Zerstörung von Wahlplakaten: "Da wird sich gezielt dazu verabredet"

Demnach standen in Bayern 2020 noch 160 Millionen Euro Bundeszuschüsse für den Wohnungsbau zur Verfügung, 38 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Die Staatsregierung hatte ihre Zuschüsse nicht gekürzt.

Im vdw sind überwiegend sozial orientierte Wohnungsunternehmen Mitglied, der Großteil davon Genossenschaften.

Weniger Wohnungen gebaut, als in der Bindung bleiben

Den vdw-Mitgliedsunternehmen gehört auch der Großteil der Sozialwohnungen in Bayern, nämlich knapp 108.000.

Dabei werden durchaus viele neue geförderte Wohnungen in Bayern gebaut - allein beim vdw waren es im vergangenen Jahr über 2800.

Doch da jedes Jahr auch eine vierstellige Zahl von Sozialwohnungen aus der Bindung fällt, ist der Saldo in der Regel negativ.

Titelfoto: Ole Spata/dpa

Mehr zum Thema Bayern: