"In Bayern in Sicherheit": Afghanische Ortskräfte in Bamberg

Bamberg - Endlich in Sicherheit: 21 junge Familien und weitere aus Afghanistan gerettete Menschen haben in Oberfranken eine erste Bleibe in Deutschland gefunden.

Unter den Geretteten sind viele Familien mit Kindern: Bei den 98 evakuierten Personen handelt es sich um 21 Familien und sieben Einzelpersonen.
Unter den Geretteten sind viele Familien mit Kindern: Bei den 98 evakuierten Personen handelt es sich um 21 Familien und sieben Einzelpersonen.  © Nicolas Armer/dpa

"Die Evakuierten sind jetzt in Bayern in Sicherheit", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) am Montag in der Unterkunft der Menschen, der Anker-Einrichtung in Bamberg.

Unter den geretteten Afghanen sind mehrere Ortskräfte, bei einigen steht eine entsprechende Überprüfung ihres Status noch aus.

Viele der Verwandten der Geretteten sind dagegen noch in ihrem Heimatland in Gefahr. "Wenn die Taliban das herausfinden, dass deren Sohn für die Deutschen gearbeitet hat - die werden sie nicht in Ruhe lassen", sagte Sayed H., der für die Bundeswehr gearbeitet hatte, mit Blick auf seine in Afghanistan gebliebenen Eltern.

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Er selbst hatte es mit seiner Frau und den zwei kleinen Kindern aus Kabul herausgeschafft.

Unter den Geretteten sind viele Familien mit Kindern: Bei den 98 evakuierten Personen handelt es sich um 21 Familien und sieben Einzelpersonen. 46 der Geretteten sind minderjährig, 23 sind Kinder unter sechs Jahren.

Alle seien nach ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen und in Bamberg auf Corona getestet worden, alle Tests seien negativ ausgefallen, sagte Herrmann.

Bayern könne bis zu 800 aus Afghanistan gerettete Menschen aufnehmen

Einige der Familien haben bereits eine Aufnahmezusage, weil ein Familienangehöriger als Ortskraft tätig war. Bei weiteren müsse geprüft werden, ob es sich um ehemalige Ortskräfte oder sonst schutzbedürftige Personen handle, so Herrmann.

Insgesamt könnten rund 700 oder 800 aus Afghanistan gerettete Menschen in den Freistaat kommen. "Es kann keine Rede davon sein, dass wir in unserer Aufnahmefähigkeit an unsere Grenzen stoßen würden", sagte der Innenminister.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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