Initiative Familien: Corona-Regeln belasten Zwölfjährige besonders

München - Die Initiative Familien in Bayern sieht zwölfjährige Kinder durch die neuen Corona-Regelungen für Ungeimpfte im Freistaat besonders stark belastet.

Zwölfjährige, die sich noch nicht impfen lassen konnten, werden vom gesellschaftlichen Leben in Bayern ausgeschlossen. (Symbolbild)
Zwölfjährige, die sich noch nicht impfen lassen konnten, werden vom gesellschaftlichen Leben in Bayern ausgeschlossen. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

"Fortwährend wird bewusst ignoriert, dass Elfjährige irgendwann zwölf werden und nicht über Nacht komplett geimpft sein können", kritisierte der Verband am Samstag.

"Es zeichnet sich ab, dass der Kinderimpfstoff erst kurz vor Weihnachten verfügbar ist, so dass alle Geburtstagskinder mindestens bis Januar keine Teilhabe haben und ihre Freunde nicht treffen können."

Kinder und Jugendliche müssten unter Geltung der 3G-Regel dauerhaft und uneingeschränkt Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben, forderte die Initiative.

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Sabine Kohwagner vom Vorstand der Initiative nannte es richtig und wichtig, dass die Schulen auch bei sehr hohen Inzidenzen offen gehalten würden. "Dass allerdings entgegen der klaren Empfehlung der Stiko und entgegen dem Rat vieler Kinder- und Jugendärzte ungeimpfte Kinder und Jugendliche in einen sozialen Lockdown geschickt werden, zeigt wieder eines ganz deutlich: Der Weg bis zu einer echten Priorität für Kinder und Jugendliche ist in Bayern noch lang, sehr lang."

Die Initiative kritisiert unter anderem die Regelung, die ab Mittwoch in Bayern für Ungeimpfte ab zwölf Jahren gilt. Danach dürfen sich nur noch höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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